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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
7
4,1 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 28. Mai 2014
Nach 17 (!) Jahren meldete sich die Steve Miller Band mit einem neuen Studioalbum zurück. Wohlgemerkt: Das Album war neu, die Songs aber nicht. Denn Miller wollte ein paar seiner Lieblingssongs covern. Die meisten dieser Titel stammten aus dem großen Fundus des Blues, von Leuten wie Howlin' Wolf, B.B. King, Lowell Fulson, Earl King, Otis Rush, Jimmy Reed und Elmore James. Da Miller aber ein Rocker ist, gehen die meisten Tracks vor allem nach vorne - die Emotion der traurigeren Nummern ("Who's Been Talking") bleibt dabei teilweise auf der Strecke. Man könnte auch sagen, es ist Bluesrock ohne Blues. Oder alter R'n'B in neuem Gewand. Es ist vor allem Musik zum Abrocken. Die Klasse der einzelnen Musiker ist außer Frage, aber ich bin nicht mit allen Neuinterpretationen einverstanden. "Rock Me Baby" kenne ich von B.B. King mit einem anderen Riff. Bei "Rock Me Baby" kann man auch zum ersten Mal die Stimme von Sonny Charles hören, den sich Miller wohl an seine Seite geholt hat, weil er von seinem eigenen Gesang nicht sonderlich überzeugt ist. Und tatsächlich: Sonny hat viel mehr Stimmvolumen und Ausdrucksstärke als Steve, der manchmal doch etwas "flach" rüberkommt. Andererseits finde ich Charles' Gesang teilweise zu affektiert. Immerhin erlaubt diese "vokale Doppelspitze" Duette wie auf "Tramp" oder "All Your Love". Letzteres finde ich allerdings doch recht schwach, da es kaum in Fahrt kommt. Anders als Gary Moore (dessen Version ca. doppelt so schnell ist...) halten sich Miller und Charles aber zum Glück an den Originaltext und übernehmen nicht die sinnentleerten Worte von John Mayalls Aufnahme.

Hervorzuheben ist außerdem Norton Buffalo (der 33 1/3 Jahre lang Mitglied der SMB war und Gesang sowie Mundharmonika beigesteuert hat), da er leider kurz vor Veröffentlichung von "Bingo!" verstarb. Miller widmete ihm kurzerhand das ganze Album (sowie den Nachfolger "Let Your Hair Down", der aus denselben Sessions stammt) und schrieb auch einen kurzen Nachruf.

Im Großen und Ganzen ist "Bingo!" ein modernes Blues(rock)-Album, das wohl vor allem an die SMB-Fangemeinde gerichtet ist - Miller will seinen Fans zeigen, wer ihn so alles beeinflusst hat - das sich aber auch gut als (niveauvolle) Partymusik eignet. Der Blues-Purist kommt hier eher weniger auf seine Kosten, obwohl die Band durchaus Respekt vor der Bluestradition zeigt. Im Vergleich mit Gary Moores krachender Speedblues-Version ist Bobby Blands "Further on Up the Road" hier erfrischend relaxt und differenziert. Die Slide-Gitarre auf Elmore James' "Yonder Wall" ist ebenfalls wunderbar. Dem gegenüber steht allerdings eine etwas zu glatte, zu moderne, zu "stadiontaugliche" Produktion, und was auf die Dauer ebenfalls nervt: Millers unbedingter Wille, ein Album im Sinne von "Vinylalbum" zu machen. Soll heißen, gerade einmal 43 Minuten Spielzeit (bei der "regulären" Version noch weniger). Das Problem ist dabei, dass viele Stücke dadurch zu einem viel zu eiligen Schluss kommen oder ziemlich unsanft ausgeblendet werden.

Ach ja, dann ist da ja noch das Cover: das trägt eindeutig die Handschrift von Storm Thorgerson (erinnert sich noch jemand an das Cover von Pink Floyds "Delicate Sound of Thunder"?), die Grafiken im Digipack und im Booklet sind ebenfalls ansehenswert. Außerdem hat Miller zu jedem Song noch einen Kommentar geschrieben, was ebenfalls sehr interessant ist.
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am 19. Juni 2010
NUn, was soll man sagen über Steve Miller? Die Geschichte seiner Band setze ich mal al allseits bekannt voraus.
Nach 17 Jahren nunsteigt er (wohl zum letzten Mal) in den Ring und kommt mit BINGO! zurück. Ein Album das ihn zurück zu seinen Wurzeln führt und ausschlisslich aus Cover Songs alter Blues Meister besteht.
Warum mag man sich fragen? Nun, Steve selbst meint, das kein Mensch mehr "neue Originale" von ihm hören möchte, da man anschliessend wohl doch nur sagen würde: Ist ok, aber "Fly like an Eagle" ist halt besser.
Zudem ist er so selbstkritisch um zu sagen das mit zunehmendem Alter die Leichtigkeit des Songwritings abhanden kommt, was zudem einige seiner Kollegen schon hinglänglich bewiesen haben.
Somit überzieht er auf Bingo! die alten Bluesklassiker, mit seinem unverkennbaren Swinging Sound und kehrt somit wieder zu seinen Wurzeln zurück.
Erstkalssig eingespielt und produziert und noch mit dem kürzlich verstorbenen Norton Buffalo an der Harp, der 32 Jahre Mitglied seiner Band war.
Gleich der Opener Hey Yeah gibt die Marschrichtung vor und zeigt uns das 17 Jahre warten sichgelohnt haben!
Und ein ganz besonderes Schmakerl ist Look On Yonder Wall. Hier trifft der klassische Steve Miller Sound auf das klassische Elmore James Gitarrenspiel.
HERRLICH! Leider aber nur als Bonus Track auf dem Dgi Pack erhältlich.
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am 24. August 2010
Die Songs auf der CD sind gut, würden mich aber nicht zum Schreiben einer Rezension bewegen. Dass die CD mit 32 Minuten Spielzeit sehr kurz ist auch noch nicht. Aber gleichzeitig zu dieser CD eine `Limited Edition` anzubieten ist eine Frechheit. Diese `Limited Edition` enthält vier Songs mehr und beinhaltet ein Booklet, dass bei der `einfachen` Ausgabe fehlt. Durch diese Songs kommt die CD erst auf eine annehmbare Spielzeit und rechtfertigt auf keinen Fall einen höheren Preis. Um zusätzliche Informationen zu den Songs zu bekommen gehört ein Booklet meiner Meinung einfach zu einer CD dazu und ist kein Bonus. Sonst könnte ich das Album auch als MP3 kaufen. Weil mir die CD wirklich gut gefällt, habe ich mich sehr geärgert, dass mehr Songs nur für einen Aufpreis zu haben sind. Für die Musik gibt es fünf Sterne, für die Abzockerei nur einen. Macht im Schnitt dann drei Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Juni 2010
Hoppla - noch einer der aus dem Rentnerheim für alternde Rockstars ausgebüchst ist. Mit jugendlichen 67 und gefühlte 200 Jahre nach seiner letzten Studio-Platte meldet sich Stevie Guitar Miller mit einem bunten Strauss voller Blues Cover Versionen zurück. Neues eigenes Material wird es lt. Miller auch nicht mehr geben, denn er würde ja doch immer nur an seiner ,Fly Like An Eagle'-Benchmark gemessen, was ihm dann offensichtlich zu nervig ist.

Nun ist der Blues ja gemeinsam mit dem Hardrock die wohl wertkonservativste Musikrichtung der populären Musik was Innovationen anbelangt und so darf man sich auf diesem Album keine Überraschungen oder gar Revolutionäres erwarten. Dafür ist es aber eine fetzig und dynamisch gespielte Platte, die Delta-Blues, Chicago Blues und was es da sonst noch an Derivaten gibt, bietet, alles im typisch rockigen Steve Miller Band Sound. Er geht hier weit zurück in seiner eigenen musikalischen Entwicklung, zu den Anfängen mit ,Children Of The Future' und ,Sailor' eigentlich, nur dass hier keine psychedelischen Farbtupfer mehr draufgesetzt werden (wäre ja auch ein wenig unpassend, heute).

Seine charakteristische Stimme ist immer noch erstaunlich kräftig und sein trademark Gitarrensound in jeder Nummer unüberhörbar. Miller war ja nie der Gitarrenvirtuose par excellence (wozu auch - wieso sich die Finger verrenken, oder eine Sehnenscheidenentzündung riskieren, wenn man mit ein paar gut eingeübten und lässig hingefetzten licks genauso beeindrucken kann), aber er hatte immer einen ganz eigenen Ton und beim seinem Spiel ging und geht es vor allem um variantenreiche Klangfarben und das beherrscht(e) keiner so gut wie er (man denke nur an das Gitarren'solo' in Abracadabra'!).

Wenn er bei ,All Your Love' dann (gewollt oder nicht) Peter Green's Fleetwood Mac ganz gekonnt Tribut zollt (,Looking For Somebody'), dann merkt man erst wie ähnlich auch seine Stimme die Green's eigentlich ist. Und dass er es schafft einem der abgelutschtesten Blues Standards schlechthin (,Rock Me') mit dem Bumms eines 20-ig jährigen eine neue peppige Variante abzuringen, zeigt, dass der Mann immer noch was drauf hat.

Bei den besten Stücken hier ,Come On (Let The Good Times Roll)' und ,Ooh Poo Pah Doo' denkt man dann dennoch ein wenig wehmütig an seine großen eigenen poppigen Bluesrocknummern die halt immer das gewisse Etwas hatten und die man irgendwie vermisst, aber wer weiss, vielleicht ist das ja nur ein Aufwärm-Album und er traut sich doch noch mal eigene songs zu schreiben.

Kein wichtiges Album, aber eins das sehr viel Spass macht, und das man beim nächsten CD-Einkauf einfach mal so als Drüberstreuer mitnehmen sollte, weil's einfach auch verdammt gut gemacht ist - und im Übrigen sein Bestes seit ,Living In The 20th Century'.
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am 10. Oktober 2010
Irgendwie war die Steve Miller Band immer "da", oder zumindest Jahrzehnte lang! Fast so lange, wie ich Rock höre. Und dies ist immerhin schon 37 von 50 Jahren der Fall. Zugegeben -bei Steve Miller- mit großen zeitlichen Lücken.

Er war halt immer "da". So wie das Frühstück, das immer den Tag beginnt. Fly like an eagle, Abracadabra. 1000 mal gehört - 1000 Mal vergessen.
Doch immer "da", im Radio und im Platten oder CD-Schrank. Gering geschätzt. In den 90er gar ganz vergessen. Steve Miller Band ?

Die deutsche Übersetzung könnte es nicht besser ausdrücken: Ja, die Stefan Müller Kapelle. Aufregend? Nicht wirklich. Wie aufregend waren die anderen 70er Bands: Aerosmith, AC/DC, KISS ... und wie sie alle heißen.

Doch im Hintergrund hörte man zuweilen -immer wieder- die Steve Miller Band. Zuletzt irgendwann in den 60ern, den 70ern, den 80ern. Und den 90ern. Und den 2000ern. Seltsam war nur, daß man jede Neuerscheinung kaufte: LP, CD, Remastered CD,Special edition CD. Zuletzt DVD (Life from Chicago).

Warum eigentlich...?

Diese CD erklärt es. Auch wenn man nicht schlüssig erklären kann, weshalb. Die Steve Miller Band war immer da, versteckt im Hinterkopf. Teil des Lebens. Die Songs von Bingo! packen zu. Nicht fest, aber nachhaltig. Wie guter Schockoladenpuddig. Cremig eben.

Der Gedanke drängt sich auf: Wieso hast Du diese Band vergessen? Hast Du eben nicht.

Warum sonst würdest Du fast 40 Jahre nach dem "Joker" oder 30 Jahren nach "Fly like an eagle" auf Amazon.de Kritiken lesen?

Weil die Steve Miller Band einfach gut ist, genau wie das neue Album.

Wasser fließt, es ist für uns auch nur "gut". Doch versuch mal, ohne zu leben.

Am Freitag, dem 15.10.2010 spielt die Steve Miller Band in Düsseldorf in der Phillipshalle. Bingo! wird im Autoradio-CD Player liegen, wenn ich zu dem Konzert fahre. Und zwar laut! Ein Freund, den ich seit über 30 Jahren nicht gesehen habe, wird dabei sein. Als wir uns das Letzte Mal gesehen haben, lief "Fly like an eagle".

Nuff said !
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am 15. Juli 2010
Steve Miller hat seinen signature sound so wie Santana halt nach Santana klingt.Ist das schlecht oder schlimm? NEIN
Ich hör das Album rauf und runter und fühl mich wohl dabei
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am 24. August 2010
und da ist er wieder, Steve Miller für Bluesfreunde ein Muss :)
Schöner wohlklingender Blues...unbedingt empfehlenswert...
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