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Kundenrezensionen

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am 13. Mai 2010
"Stagecoach", in Deutschland eher bekannt unter "Ringo - Höllenfahrt nach Santa Fé", ist einer DER Filme, die in JEDE Filmsammlung gehören und ist den interessierten Lesern natürlich bekannt.
Wer sollte nun ausgerechnet DIESE DVD kaufen ? Die Antwort ist ganz einfach: Derjenige, der gern eine deutsche DVD haben möchte und noch gar keine DVD besitzt. Dass der Film 1972 im Fernsehen lief, nützt uns heute leider gar nicht.
Wer eine (wohl sogar restaurierte) amerikanische DVD mit der Originalmusik und noch eine deutsche VHS (von Taurusfilm, Verleih Atlas oder Kinowelt) besitzt, kann auf diese DVD verzichten.
Das Bild der vorliegenden DVD entspricht dem amerikanischen, gegenüber der (gekürzten, im Bild schlechteren) VHS-Fassung sind im wesentlichen drei Szenen ergänzt:
1. Nach etwa 13 Minuten eine kurze Ergänzung mit Curley und Buck auf der Kutsche.
2. In der Mitte des Films die Gesangs-Szene der indianischen Ehefrau aus der Zwischenstation.
3. Die Szene in der Lordsburger Zeitung am Ende des Films, in der schon mal Ringos Tod vorab gesetzt werden soll.
Die erste und dritte Szene sind mit deutschen Untertiteln versehen und glücklicherweise nicht nachsynchronisiert

Der englische Ton der vorliegenden DVD entspricht dem amerikanischen, einschließlich der Filmmusik. Diese Fassung wird benötigt, um einige Originalzitate zu verstehen, etwa ganz am Schluß, wenn Doc Boone sagt "Well, they are saved from the blessings of civilization", was auf deutsch mit "Curley, warum haben Sie ihm nicht gesagt, dass Luke den Mord gestanden hat ?" synchronisiert wurde.
Die deutsche Tonspur entspricht der VHS-Kassette mit der Berliner Synchro von 1963 mit der (leider etwas unpassenden) "neuen" Musik - bis auf die drei Szenen.

Die Länge dieser PAL-DVD ist 92 Min, die der amerikanischen NTSC-DVD 96 Min. Bis auf die Bildgeschwindigkeit sind sie identisch. Spielt man nämlich NTSC mit 25 statt 24 Bildern/sek ab, dann werden eben aus den 96 Min genau 96*24/25 = 92 Min.
Die deutsche VHS-Kassette (Taurus/Atlas) hat etwa 90 Min Spielzeit, die fehlende Zeit sind die drei erwähnten Szenen (und einige kleinere Schnitte).
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am 16. Juni 2007
Keine Frage, mann muss "Stagecoach" gesehen haben. Und zwar: Im Original. Erst beim Betrachten dieser englischen DVD wird klar, wie sehr an der uns allen bekannten deutsch synchronisierten Version dieses Western-Klassikers herumgepfuscht wurde. Wichtige Szenen wurden gekürzt oder ganz weggeschnitten, wichtige Dialoge sinnentstellend verändert, etwa der Schlussatz von Boone und Curley: Aus "So sind sie vor den Segnungen der Zivilisation geschützt! - Ja!" wurde in Deutschland: "Warum haben Sie ihm nicht gesagt, dass Luke den Mord gestanden hat - Wozu?". Doch so schön es ist, endlich zu erfahren, wie es John Ford "wirklich" gemeint hat - diese DVD enthält leider nur eine unrestaurierte Version, wie sie so auch oft über amerikanische Bildschirme "geflimmert" sein dürfte. Auch an Extra-Material bietet die (Booklet-lose) DVD wenig: Das anschließende Interview mit zwei Bekannten von Wayne und Ford ist ziemlich mau. Insgesamt wenig DVD aber trotzdem "ganz großes Kino" fürs Geld. Die Frage bleibt: Wann wird dieser Klassiker endlich einmal liebevoll restauriert? Verdient hätte er es.
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am 31. Januar 2013
Wieso ein Klassiker dieses Genres wie " Stagecoach " als vergessener Western eingestuft wird ist mir völlig unverständlich. Oder sollte es damit zusammenhängen, dass der Film bzw der Filmtitel etwa nur der älteren Generation bekannt ist ? Der Film stammt immerhin aus dem Jahr 1939. Wie dem auch sei, es ist ein sehr guter Film. Eine Postkutsche ist auf der Fahrt nach Lordsburg. Auf der Fahrt bis zur ersten Relaisstation wird die Kutsche von einem Kavallerietrupp begleitet. Danach setzt sie die Fahrt allein durch indianergefährdetes Gebiet fort. Angesichts der ständigen Bedrohung kommen die unterschiedlichen Charaktere der Reisenden zum Vorschein.
Dass der Film in ungekürzter Fassung vorliegt ist zu begrüssen. Bild und Ton sind für einen Film dieses Alters wirklich gut. Weniger gut finde ich die deutsche Syncronisation am Schluss des Films. Der Film enthält Sozialkritik, was zum Ausdruck kommt bei den Frauen der " Liga für Tugend und Sitte ", der Szene beim Essen auf der Relaisstation und eben am Schluss des Films wenn Doc Boone sagt " Now they are saved from the blessings of civilization ". Dass es an dieser Stelle im Deutschen heisst " Warum haben Sie ihm nicht gesagt, das Luke Plummer den Mord gestanden hat " ist als ein ganz dickes Minus zu vermerken.
Trotz dieser Kritik ist die deutsche Fassung deshalb keineswegs schlecht. Dennoch bin ich der Meinung, wer dazu in der Lage ist, sollte sich die englischsprachige Version ansehen
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am 11. April 2012
Lange mussten wir warten endlich ist er da! Stagecoach gehört zu den Urwestern! Endlich eine Fassung die zu kaufen sich lohnt!!! Digital remasterd stimmt! Die letzten Western die unter dem Namen Stagecoach herausgegeben wurden waren eine Frechheit und lediglich abzocke der Filmfirmen von falscher Produktbezeichnung, sprich anderer Western auf der DVD bis hin zu einer DVD Qualität auf dem untersten Niveau also mit einer VHS war man besser dran. Doch diese DVD kann sich sehen lassen. Fast rauschfrei in der deutschen Fassung, man kann problemlos zwischen deutsch und englisch wechseln. Der Film ist komplett, also auch die Szenen die in früheren deutschen Ausstrahlungen fehlten wurden belassen und nicht mit anderen Schauspielern nachsynchronisiert sondern untertitelt. Es lohnt sich diese DVD in der Sammlung zu haben, besonders bei diesem moderaten Preis!
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am 7. Mai 2010
Um es gleich zu sagen; auf den Inhalt des Films werde ich nicht eingehen. Da ihn ohnehin nur Liebhaber des Genres kaufen werden, gehe ich davon aus, daß dieser bekannt ist. Ebenso seine Bedeutung für das gesamte Westerngenre selbst. Ich sage nur, Ablösung des ewig singenden Cowboys.

Ich schreibe diese Kritik für Liebhaber des Films, die (wie ich) den Film bereits vor einigen Jahren in der "John Wayne Classic Collection" erwarben und nun fragen ob sich ein Neukauf lohnt.

Da ich von der DVD-Umsetzung der ersten 4 Filme der Reihe "Vergessene Western" (wie kommt ausgerechnet der Klassiker "Stagecoach" in diese Reihe?) angenehm überrascht wurde, und sie zu einen recht sympathischen Preis angeboten werden, ging ich das "Risiko" ein und bestellte nicht nur Nr. 6 der Reihe, sondern auch die vorliegende Nr. 5.

Es hat sich gelohnt. Das Offensichtlichste ist natürlich das Bild. Im Gegensatz zur "JWCC" ist es deutlich heller. Ganz offensichtlich lag hier eine bessere Kopie zur Digitalisierung vor. Auch kommt die deutsche Synchronspur nun nahezu rauschfrei daher, entgegen der recht verrauschten "JWCC"-Ausgabe. Die englische Originalspur rauscht in beiden Pressungen. A propos Tonspur; in der vorliegenden Neufassung läßt sich diese nun auch während des Films wechseln, was in der Erstpressung nicht möglich war.

Der Film selbst ist bei der Neuveröffentlichung gegenüber der Erstveröffentlichung stolze 4 Min. länger (Die Gesamtlänge beträgt übrigens 92, und nicht wie von Amazon angegeben 94 Min. "JWCC"-Fassung hingegen lediglich 88 Min.). Darüber hinaus besitzt diese auch die Originaleingangssequenz mit den englischen Titelangaben, und nicht mehr die deutsche, etwas verkürzte Titelsequenz. Auch finden sich im Film einige "neue" Szenen, die glücklicherweise nicht nachsynchronisiert, sondern lediglich deutsch untertitelt wurden.

Liebhaber erwerben also nicht nur ein neues recht liebevoll gestaltetes Cover (wie die der gesamten Reihe), sondern tatsächlich eine verbesserte, vollständigere Fassung und ist somit durchaus einen Neukauf wert. Und für jeden der noch keine von beiden Fassungen besitzt, ist diese natürlich unbedingt vorzuziehen.

Und als i-Tüpfelchen spendiert das Voulez Vous Film-Label zur gesamten "Vergessene Western"-Reihe Wendecover, ohne dieses furchtbar unpassende "Faust-aufs-Auge"-FSK-Siegel. (Als würden sich ausgerechnet massenhaft Jugendliche solche s/w-Klassiker ansehen.)

Ich hoffe mit meinen Ausführungen die Entscheidung etwas erleichtert zu haben.
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am 29. Mai 2010
Nachdem die Herstellerfirma jetzt auch die Reihen "Vergessene Kriegsfilme" und "Vergessene Klassiker" ankündigt bzw. vertreibt, scheint es durchaus angemessen, sich auch einmal mit dieser Reihe insgesamt zu beschäftigen, zumal sich für diese fünfte Veröffentlichung in der Reihe "Vergessene Western" noch die meisten wohlwollenden Worte finden lassen.

Zunächst einmal ist es natürlich begrüßenswert, wenn sich immer mehr Firmen auch mit älteren Filmen befassen und nicht nur auf das schnelllebige aktuelle Angebot beschränken. Wenn dann -wie hier- der Preis auch noch einigermaßen moderat ist, hat eine Reihe wie "Vergessene Western" durchaus Potential. Leider wird dies in den bisher erschienen DVDs nur der marginal genutzt - ausgenommen der hier vorgestellte fünfte Teil der Reihe "Stagecoach", auch wenn zu dieser Veröffentlichung später doch noch eine (kleinere) kritische Anmerkung gemacht werden muß.

Bei "Stagecoach" stimmt eigentlich alles:

1) ein hervorragender Film, der auch aufgrund der bisherigen Besprechungen eigentlich nicht mehr vorgestellt werden muß,

2) hervorragende Bild und Tonqualität und

3) ein ansprechendes Cover, das auf dem Titel auch den Film erkennen lässt.

So weit, so gut. Aber leider:

Daß die ersten beiden Filme der Reihe nach ihren inhaltlichen Qualitäten vielleicht besser in Vergessenheit geblieben wären, will ich der Herstellerfirma nicht anlasten. Insoweit unterscheiden sich Geschmäcker und darüber will ich nicht streiten.

Der dritte Film "Blutrache in Montana" gehört inhaltlich schon zu den besseren Filmen, leidet aber technisch an mehreren Tonaussetzern. Die Tonaussetzer waren leider auch ein Problem bei den beiden ersten Teilen.

Welcher Teufel die Hersteller dann aber geritten hat, den vierten Film von "Ehe ohne Liebe" in "Sklavin der Wildnis" umzutaufen und das Endprodukt mit einem auch an der Filmbeschreibung völlig vorbeigehenden Cover zu versehen, bleibt unerfindlich. Nun mag es sein, daß man sich von Titeländerung und aufreizendem Cover bessere Verkaufschancen erhofft. Dann aber sollte man den Film auf der Rückseite des Covers aber nicht noch selbst als Familienfilm ankündigen. Hinzu kommt, daß ein Teil des Films herausgeschnitten wurde und die herausgeschnittenen Szenen in identisch synchronisierter Fassung als Bonusmaterial beigefügt wurden. Das einzig angenehme am vierten Film war schließlich, daß er neben "Stagecoach" als einziger technisch einwandfrei war.

Das Problem mit den völlig am Film vorbeigehenden Covern betrifft im übrigen nicht nur den vierten Teil der Reihe sondern auch die ersten drei sowie den vorläufig letzten "Der Wind des Todes" (über die Umbenennung aus "Wo der Wind stirbt" schweigen wir wohlwollend).
Erfreulich an dieser sechsten DVD aus der Reihe "Vergessene Western" war zumindest die Filmauswahl. Auch die als Bonusmaterial nachgelieferten Szenen fehlen in der deutschen Kinofassung tatsächlich. Insofern hätte es eine gelungene Veröffentlichung sein können, wenn nicht ausgerechnet hier auch wieder der Technikteufel spuken würde: Der Ton läuft gegen Ende mit einigen Sekunden Verzögerung. Man sieht den Schuß zwar, hört ihn aber erst mit deutlicher Verzögerung. Oder der, der gerade sichtbar spricht, bleibt stumm. Seinen Satz hört man erst, während im Bild der andere bereits -notgedrungen erst einmal stumm- antwortet. Aber auch dessen Text wird nachgeliefert.

Zusammengefasst war die hier vorliegende Fassung von "Stagecoach" aufgrund ihrer hervorragenden Qualität den Unmut über den Rest der Reihe durchaus wert. Eine kritische Frage bleibt dennoch: Was sucht ausgerechnet dieser Film in einer Reihe "Vergessene Western" ?

Wer den Namen John Wayne mit Western der dreißiger und vierziger Jahre verbindet, wird zwangsläufig an "Stagecoach" denken. Waynes Filme davor würden ausnahmslos in eine solche Reihe passen. Und was viele nicht wissen: Waynes Western zwischen "Stagecoach" und "Fort Apache" ("Bis zum letzten Mann") sogar noch viel besser. Mit Ausnahme von "The Spoilers" ("Die Freibeuterin" oder "Stahlharte Fäuste") sind die nämlich tatsächlich in Vergessenheit geraten, obwohl sich darunter Meisterwerke wie "The Shepherd of the Hills" befinden, der völlig zu Recht als bester Film des Regiesseurs Henry Hathaway gilt.

Nicht nur die Cover der meisten Western dieser Reihe werfen insoweit die Frage auf, ob die Macher der Reihe überhaupt wissen, was sie wiederfinden. Insofern besteht bei der Herstellerfirma nicht nur technischer Hinsicht Nachholbedarf sondern auch in filmhistorischer. Wenn bei beidem nachgebessert wird, hat nicht nur diese Reihe Potential sondern auch die beiden anderen. Und vielleicht kann man dann auch noch mit weiteren punkten - "Vergessene Abenteuerfilme" oder "Vergessene Kriminalfilme" etwa. Nur so als Denkanstoß.
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am 9. Juni 2010
Endlich ist auch dieser Klassiker in ansprechender Umsetzung auf DVD erhältlich. Ton und Bild sind wesentlich besser als in den voran gegangenen Veröffentlichungen.

Die Story spielt ungefähr Ende des 18 Jahrhunderts. Es herrscht Krieg zwischen den Weißen und den Apachen. In dem Städtchen Tonto tritt eine sehr unterschiedliche Gemeinschaft die Reise mit der Postkutsche nach Lordsburg an, mitten durch das Gebiet der Apachen.

Bei den Reisenden handelt es sich um die Offiziersgattin Mrs. Mallory, dem Schnapsvertreter Peacock, dem Spieler Hatfield und weil man sie aus Tonto verbannt hat, die Prostituierte Alice und der versoffene Doktor, Josiah Boone, weiterhin der Kutscher und Sheriff Curly Wilcox . Alle Personen sind unterschiedlichster Natur. Hatfield ein Charmeur aus den Süstaaten, der sich strikt gegen negative Aussprüche bezüglich der Konföderation wehrt und Mrs. Mallory nicht gerade abgeneigt ist, was auf Gegenseitigkeit beruht. Lucy Mallory, aus gutem Hause, hasst natürlich die Prostituierte Alice. Auf der Reise nach Lordsburg stößt Ringo, der zu Unrecht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, zu der Reisegesellschaft'

Stagecoach zeigt sehr unterschiedliche Charaktere, die sich anfangs nicht miteinander arrangieren können. Ford spielt auf Arroganz und Überheblichkeit an und zeigt, dass man einen Menschen nicht nach seinem Äußeren beurteilen soll. So arbeitet Ford sehr gezielt in diese Richtung und lässt die Grundstory, die Reise durch das Apachengebiet, eher zur Nebensache werden. Selbstverständlich bietet der Film einen Showdown und ein Happy End, allerdings bedarf es bis dorthin einige Zeit. Eine Zeit, die genutzt wird um Zwischenmenschlichkeiten zu beleuchten und zu definieren um sich im Verlauf des Films ein eigenes Urteil bilden zu können.

Stagecoach oder auch als Ringo bekannt, ist ein sehr epischer, romantischer und heldenhafter Western. Er zeigt eigentlich das, was John Ford in seinen späteren Werken noch weiter ausführte.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. März 2014
Viermal wurde die irischstämmige Regielegende John Ford mit dem Oscar ausgezeichnet. Bereits 1936 erhielt er die Auszeichnung für "Der Verräter". Es folgten "Früchte des Zorns" (1940), "So grün war mein Tal" (1941) und "Der Sieger" (1953).
Seine Filmographie umfasst großartige Klassiker wie "Der schwarze Falke", "Der Mann, der Liberty Valance erschoß", "Faustrecht der Prärie",...dann kam der Orkan" oder "Der junge Mr. Lincoln"
Einer seiner berühmtesten Fiilme drehte er 1939 mit "Ringo" (Original: Stagecoach), mit dem John Wayne zum ultimativen Hollywood-Star aufstieg. Mit diesem Klassiker sicherte sich John Ford nicht nur einen Platz im Olymp des Westernfilms, er gehört sicherlich zu den wichtigsten US-Regisseuren des letzten Jahrhunderts. In "Ringo" wird auch die imposante Kulisse des Monument Valley zum Star und zum Kinobild für die Ewigkeit. Das Tal mit seinen Felstürmen diente dann später auch in "Bis zum letzten Mann", "Der Teufelshauptmann" oder "Cheyenne" als bombastische beeindruckende Kulisse. Weltberühmt auch die Originalmusik von Gerard Carbonara, für den Film dirigiert von Boris Morros und adaptiert von Richard Hagteman, William Franke harling, John Leipold, Leo Shuken und Louis Gruenberg.
Der Film entstand nach einer Kurzgeschichte von Ernest Haycox "The Stage in Lordsburg" und folgt einer Gruppen von Reisenden auf einer Postkutsche mitten durch das gefährliche Apachen Territorium, wo Geronimo auf dem Kriegspfad ist. Die gefährliche Fahrt beginnt in Tonto, Arizona und soll nach Lordburg, New Mexico führen. Unter ihnen sind Dallas (Claire Trevor), eine Prostituierte, die aus der Stadt gejagt wurde und der Arzt und Alkoholiker Doc Boone (Thomas Mitchell), die schwangere Lucy Mallory (Louise Platt), die unterwegs zu ihrem Mann, einem Kavallerie-Offizier ist. Dazu gesellt sich der Whisky Verkäufer Samuel Peacock (Donald Meek) , der Glücksspieler und Südstaatengentleman Hatfield (John Carradine), Marshall Curly Wilcox (George Bancroft, der Bankier Henry Gatewood (Benton Churchill) und nicht zuletzt der Kutscher Buck (Andy Devine). Die Armee unter der Führung des jüngen Lieutenant (Tim Holt) wird die Kutsche nur kurzfristig begleiten können, aber an einem der Halteplätze können die Reisenden wieder mit Armeeunterstützung rechnen. Marshall Wilcox ist auf der Suche nach dem mordverdächtigen flüchtigen Draufgänger Ringo Kid (John Wayne), der in Lordsburg eine Rechnung mit Luke Plummer (Tom Tyler) und dessen Brüdern offen hat. Tatsächlich schliesst sich Ringo bald der Reisegesellschaft an.
Bald kommen sich Ringo und Dallas näher...
Inmitten von einem Indianerkrieg entsteht eine leise, schöne Romanze zwischen zwei Aussenseitern, die beide von einer besseren Zukunft träumen. Auch sonst ist "Ringo" auch in sämtlichen Nebenrollen grandios besetzt, vor allem Thomas Mitchell brilliert als Säufer mit Herz. Jeder der Reisenden ist wichtig, so stimmt von Anfang an auch das Mitfiebern der Reisegesellschaft. Weltberühmt ist der Überfall der Apachen auf die fahrende Kutsche inmitten der gnadenlosen Wüstenlandschaft. "Ringo" ist zu Recht einer der besten Western aller Zeiten. Dabei leistet sich Ford das Vergnügen Huren, Säufer und Spieler als die Helden zu feiern und sowohl der Geschäftsmann als die Bürgerfrauen von Tonto kommen sehr schlecht weg. Ein Film, bei dem die Aussenseiter über sich selbst hinauswachsen können. Der darin zelebrierte Wstern Mythos wird von John Ford poetisch dargestellt und gungiert sogar als Lebensreise, denn sie beinhaltet Geburt und Tod.
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am 14. Juni 2011
Es ist erstaunlich: Allein 11 Rezensionen zu dieser Ausgabe von Stagecoach und insgesamt einige Dutzend über alle Versionen hinweg. Und doch ist offensichtlich niemandem die "echte" Orginal-Synchronisation bekannt, die Anfang der sechziger Jahre in den deutschen Kinos lief. Der entscheidende Unterschied zu allen gegenwärtig erhältlichen Versionen und auch zu der vom ZDF von 1972 ist das Intro. Aufgenommen im Monument Valley ist es nicht zuletzt das, was den Film so berühmt gemacht hat - so sehr, dass im Monument Valley der "John-Ford-Point" als ein "Essential" auf der Rundfahrt bereits beim Eintritt ausgeschildert ist. Von dieser kleinen Felsplattform aus hatte der Regisseur einst die berühmte Szene, etwa zwei oder drei Minuten lang, aufgenommen.
Zurück zum Film: Man sieht weit in die Landschaft hinein, darin ein oder zwei der charakteristischen hoch aufragenden Felsmonumente. Die Musik setzt ein, ein scharf rhythmisches Gitarrensolo. Man starrt auf die Leinwand - es passiert nichts. Nach einiger Zeit fällt dann aus der Tiefe des Bildes kommend, am rechten Rand ein kleiner dunkler Punkt auf, der sehr langsam näher kommt, jetzt quer über das Bild einschwenkt und nun allmählich als Postkutsche erkennbar wird, immer noch weit entfernt. Sie fährt vorbei und verschwindet allmählich, nunmehr auf der linken Seite der Leinwand, zum Rand hin wieder in die Tiefe des Bildes, bis sie nicht mehr zu sehen ist. Die ganze Zeit hindurch das ungemein beeindruckende, in Spannung versetzende Gitarrensolo.
Es ist eines der ganz wenigen Filmintros, die mir über Jahrzehnte haften geblieben ist (obwohl nur einmal erlebt) und bis heute das beeindruckendste geblieben. Deshalb war meine Enttäuschung groß, ich hatte gehofft, es in dieser längeren Version vorzufinden. Die jetzige Anfangszene gab es übrigens damals nicht, sie ist offenbar aus Restmaterial später hineingeschnitten worden. Die Gründe sind mir unerfindlich, und es ist jammerschade,dass das Originalintro nicht enthalten ist, daher nur drei Punkte.
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am 10. Februar 2012
Meisterlicher Western von John Ford, über eine Postkutschenfahrt voller Gefahren (Banditen, Indianer). Die Figuren sind alle sehr gut konzipiert und funktionieren mit ihren verschiedenen Charaktern wunderbar innerhalb der Gruppe. Der Film ist hervorragend fotografiert.

Allerdings sollte man sich den Film nur in der Originaltonspur anschauen. Die Soundtonspur war nicht von der normalen zu trennen, sodass für die deutsche Synchronfassung eine neue Musik komponiert werden musste. Diese ist jedoch im Italowesterstil und völlig unpassend und wirkt zerstörerisch. Ohne die Originalmusik funktioniert der Film leider nicht. Dies kann man hier jedoch tun. Die DVD beinhaltet die verhunzte detusche Synchronfassung, alelrdings auch die Originalfassung mit englischen Untertiteln.

John Fords erster großer Western seit der Stummfilmzeit. Vorher waren Western nicht mehr so gefragt gewesen, es wurden zwar viele B-Western gedreht, aber keine großen A-Filme. Nach diesem Meisterwerk, wurde das Westerngenre jedoch wieder zum Lebenerweckt, es wurde wieder eine ganze Reihe Western gedreht.
Ebenso ist es der erste Film den John Ford in seinem geliebten Monument Valley drehte.

John Wayne, der vorher als B-Western-Star fungierte, fand hier seine erste große Hauptrolle, die ihm direkt zum A-Film-Star empor half.

Bild- und Soundqualität der DVD sind gut. Bonusmaterial nicht vorhanden.
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