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am 26. Mai 2013
Ich habe für Spiele ein Bewertungssystem, bei dem es maximal 100 Punkte zu erreichen gibt. Unter „Allgemein“ erfolgt die Punktevergabe und die Punkte, die erreicht werden können. Dabei unterteile ich in „Technik“, „Gameplay“, „Story“ und „Atmosphäre“. Ich kann Ihnen außerdem versichern, dass keine relevanten Spoiler vorkommen werden. Sie können sich durch die Gliederung auch direkt den Teil durchlesen, der Sie interessiert.

Es handelt sich übrigens nur um meine Meinung. Ich stehe jedem Genre neutral gegenüber und beschäftige mich meist nur mit dem Singleplayer eines Spiels.

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Gameplay:

Schwierigkeit:
Wer in Bereichen Hack’n Slay wenig Erfahrung hat, wird speziell in God of War 1 eine schlechte Zeit haben. Vier Schwierigkeitsstufen stehen einem zur Auswahl, wobei die schwerste erst durch einmaliges Durchspielen freigeschaltet werden muss. Ich spiele immer auf mittlerem Grad und wenn es mir ein Bedürfnis ist, noch auf dem schwersten. Hier war das nicht der Fall, denn der mittlere war ohne Hilfe aus dem Internet schon heftig. Für den Endboss habe ich in Teil 1 etwa 30 Versuche gebraucht. Frustresistenz ist hier Voraussetzung.

Steuerung:
Die träge Steuerung macht den Schwierigkeitsgrad nicht wirklich einfacher. Im Gegenteil: Die Jump’n Run Passagen sind derartig schwammig, dass man sie sich sparen hätte können. Da hat ein Konkurrent wie Prince of Persia die Nase vorn. Im Kampf zeigt Kratos wieder Stärken. Die Steuerung an sich, ist nicht schwer zu merken und bietet einem diverse Möglichkeiten, seinen Gegner den Gar auszumachen. Jedoch fühlt sich auch hier die Steuerung sehr verzogen an. Manchmal würde man gerne blocken oder ausweichen, kann aber nicht, weil Kratos darauf besteht, erst seine Kombo fertig auszuführen. Da macht sich der Frust wieder bemerkbar.

Kampfsystem:
Neben zahlreichen Zwischenbossen bietet God of War eine Vielzahl an kleineren Gegner, die eigentlich nur „Futter“ sind. Immer wieder wird man auf ein kleines Areal begrenzt und muss Gegnerhorden plätten. Dabei muss man Flexibilität beweisen, denn nicht alle Monster der griechischen Mythologie lassen sich mit Buttonsmashing bezwingen. Nebenher läuft noch ein „Hitcounter“ mit. Bei gewissen Anzahlen gibt’s sogar Trophäen, aber eigentlich bringt er einem nichts. Trotzdem ist man gewillt ständig die Combo zu erhöhen.

Levelsystem:
Beim Zerstören von Objekten oder Töten von Gegnern erhält man rote Orbs. Mit denen kann man seine Waffen aufwerten und neue Combos freischalten. Daneben gibt es noch grüne Orbs für Lebensenergie und blaue für Magie. Diese zwei Balken lassen sich durch Sammelobjekte verbessern, die man im Laufe des Spiels eigentlich alle findet, da es viel mehr Kisten gibt, als Sammelobjekte. Hat man alle, werden die Sammelkisten zu Kisten mit roten Orbs.

Rätsel:
Die kleineren Rätsel sind eine schöne Abwechslung zur Brutalität im Kampf. Sie sind nicht unbedingt anspruchsvoll, aber ich finde es gut, dass wenigstens welche eingebaut wurden.

Allgemein:
Beide God of War Teile glänzen mit einem spaßigen Kampfsystem, welches vieles fast schon perfektioniert. Die Jump’n Run Passagen schwächeln leider zu viel, um sie positiv abstempeln zu können. Zudem wurden die Nachteile im zweiten Teil auch nicht verbessert.
Für’s Gameplay gibt’s von mir 18/25 Punkten.

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Story:

Handlung (OHNE Spoiler):
Eigentlich gibt’s hier auch nicht viel zu Spoilern, da die Story nicht wirklich von Schicksalsschlägen und unerwarteten Wendungen geprägt ist. Ich möchte dennoch niemandem den Blindrun vorenthalten. Man spielt einen ehemaligen Krieger namens Kratos, der im ersten Teil von Wut beschaffen dem Kriegsgott Ares ans Leder will. Dabei begegnen uns haufenweise Gestalten der griechischen Mythologie, die uns mal mehr, mal weniger wohl gesonnen sind. Im zweiten Teil haben wir’s auf Zeus, dem König und Vater vieler Götter abgesehen. Warum wir die Beiden auf’n Kieker haben, lasse ich euch selbst erfahren.

Storytelling:
In vielen modernen Spielen ist es leider der Fall, dass man ständig Ingamesequenzen ausgeliefert ist oder andauernd irgendwelche Anrufe auf seinem Handy oder Ähnlichem bekommt. In God of War spielt man etwa zehn Minuten und bekommt dann eine hässliche Cutscene diktiert. Allerdings dauert diese nicht lange, sodass der Spielflow nicht darunter leiden muss. Alle zwei bis drei Stunden bekommt man wieder eine schön gerenderte Cutscene zu sehen, die auch merklich in HD überarbeitet worden ist. Schade, dass die normalen Szenen nicht auch aufgehübscht wurden.

Charaktere:
Über die lange Spielzeit des Singleplayers baut man hauptsächlich zu Kratos eine Beziehung auf. Man fühlt den ganzen Hass mit ihm und möchte nach längeren Spielsessions einfach nur alles vernichten, was sich einem in die Quere stellt. Neben unserem Maincharakter sind noch Ares und Zeus zu erwähnen, auf die sich der ganze Hass bezieht.

Allgemein:
Eine nennenswerte Story gibt es leider keine, aber das Potenzial wurde, wie ich finde, voll genutzt. Heulend vorm Bildschirm wird wahrscheinlich keiner von euch sitzen, aber immerhin gibt es überhaupt einen Sinn sich durch die Horde zu schlagen. Die einzigen Emotionen, die sich bei mir breit gemacht haben, waren Wut und Glücksgefühle und davon am meisten beim finalen Bosskampf beider Teile. Wobei das schon wieder fast zum Glanzpunkt des Spiels gehört. Nämlich die Atmosphäre.
Für die Story gibt’s von mir 16/25 Punkten.

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Atmosphäre:

Mapdesign:
Die God of War Reihe ist dafür bekannt, riesige Areale und Gegner zu bieten. Das wurde auch schon auf PS2 Hardware bewiesen. Die Gebiete sind zwar riesig, jedoch sehen die Texturen sehr matschig aus. Mich stört das aber in keiner Weise. Fakt ist, dass die Umgebung ausdrucksvoll und episch ist, was sich positiv auf die Atmosphäre auswirkt.

Animationen:
Im Making of des ersten Teils erklärte ein Mitglied des Entwicklerteams, wie lange sie an den Animationen arbeiten mussten, um die Aggressionen von Kratos authentisch zum Ausdruck bringen zu können. Das ist ihnen zur Gänze gelungen. Vor allem bei den Finishern würde man am liebsten zu jeder Bewegung einen spartanischen Kriegsschrei von sich geben.

Griechische Mythologie als Thema:
Den Protagonisten als Spartaner dastehen zu lassen und gegen die griechischen Mythen kämpfen zu lassen, verleiht dem Spiel Epicness pur. Aus eigener Erfahrung kann ich euch empfehlen vor oder während dem Run bei Wikipedia reinzuschauen und sich ein bisschen schlau zu machen. Das hat mir auf jeden Fall beim Verständnis geholfen.

Soundtrack:
Erwähnenswert ist natürlich der Soundtrack der zwei Spiele. Der Soundtrack passt sich der Situation an und behält dabei stets seine epische Art. Alles in allem hört sich das dann an wie aufgemotzte Kirchenmusik à la Kratos.

Allgemein:
„Epicness“ ist das Schlüsselwort was meiner Meinung nach die Reihe berühmt gemacht hat. Die Entwickler haben wirklich alles versucht, um die Brutalität, Wut und Aggression zum Ausdruck zu bringen. Dabei geht das unzensierte Spiel teilweise so intensiv vor, dass ich fast schon wieder lachen musste, weil’s nahezu makaber ist, wie das Blut spritzt. Ich finde, um die Atmosphäre eines Spiels zu fühlen, muss man erst selbst den Controller in der Hand gehabt haben. Zudem gibt es so viele Geschmäcker wie Menschen.
Für die Atmosphäre gibt’s von mir 24/25 Punkten.

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Technik:

Umfang:
Der Run durch das Hauptspiel dauerte bei mir bei beiden Teilen etwa 10 - 15 Stunden. Es wäre bestimmt schneller gegangen oder auf höheren Schwierigkeitsgraden auch länger, aber im Grunde passt die Spieldauer. Überdies bietet die Disc noch diverse Videos (Making of, Trailer, etc.) und einen Herausforderungsmodus, an den ich mich allerdings nicht gewagt habe. Vielleicht wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Sound:
Auf der Rückseite ist eine THX-Zertifizierung festzustellen. Die hat das Spiel eigentlich weniger verdient. Beide Teile sind nur in Stereo-PCM zu spielen und bieten keinen richtigen Surroundsound. Wer einen entsprechenden Heimkinoverstärker hat, kann sich die Stereoquelle in Dolby Pro Logic (II/IIx/IIz) kodieren lassen. Ich hab‘ den Modus dennoch auf „Straight“ gelassen und auf die Rears und den Center verzichtet. Außerdem lässt sich in den Optionen nur wenig am Sound regeln. Die Soundeffekte und Musik sind lauter und leiser zu regeln. Die Stimmen bleiben dafür das ganze Spiel über sehr unverständlich und viel zu leise.

Grafik:
Die überarbeitete Version kann mit den heutigen Grafikbomben natürlich nicht mithalten. Die Texturen sind in den meisten Fällen zwar hochauflösend, aber nicht detailreich. Dafür konnte ich nur einmal ein Kantenflimmern vernehmen. Schatten ließen sich auch blicken, dagegen meist dort, wo sie nicht hingehören. Die hätte man sich auch sparen können. Der zweite Teil sieht texturentechnisch um einiges besser aus und Cutscenes wurden, wie oben bereits erwähnt, nur manche überarbeitet. Die restlichen bleiben pixelig und lediglich über die heutigen Bildformate skaliert.

Bugs:
Ich achte nicht speziell auf bugs, aber wenn ich welche bemerke, bleiben sie mir in Gedanken. Zum Ersten wäre da der Kreis-Bug, von dem nur manche Versionen betroffen sind. Ich weiß leider nicht genau welche ausgenommen sind. Auf jeden Fall betroffen ist die deutsche Essentials Version. Dabei muss man die Kreistaste bei entsprechenden Passagen so durch den Tisch drücken, dass es selbst für erfahrene Spieler fast nicht zu schaffen ist. Nachdem ich den Controller hingelegt und mit dem Zeigefinder etwa 3/Sekunde gedrückt habe ging’s. Im zweiten Teil beim Endboss habe ich meinen Gegner in einer Ingamesequenz plötzlich die Plattform runtergeschleudert und bin dann fünf Minuten hilflos im Kreis rumgelaufen. Nach einer Stöbertour durch diverse Foren, habe ich erfahren, dass er „not supposed to fall down“ ist. Tja, Checkpoint laden und erneut das Pad vollschwitzen. Wieder verbuggt. Konsole neu starten. Den ganzen Endkampf wieder von vorne und dann endlich geschafft. Hat mir auf jeden Fall Zeit und Nerven gekostet. Vor allem weil an dieser Stelle eigentlich der Kampf gewonnen wäre.

Allgemein:
In technischer Hinsicht schneidet das Spiel zu heutigen Konkurrenten eher schlecht ab. Damals war die Grafik allerdings über dem Standard. Der Sound ist auch mittelmäßig, Cutscenes wurden nur wenige überarbeitet und die wenigen Bugs, die vorhanden sind, wirken sich sehr auf den Spielspaß aus. So leid es mir tut, aber die Technik lässt zu wünschen übrig. Lediglich der herausragende Umfang des gesamten Pakets reißt die Wertung nach oben.
Für die Technik gibt’s von mir 14/25 Punkte.

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Fazit und Gesamtbewertung:

God of War 1 & 2 sind auf jeden Fall Spiele, die man als Playstation Besitzer selbst gespielt haben sollte. Beide Teile schwächeln etwas in Sachen Jump’n Run und Technik. Das Kampfsystem und die Atmosphäre lassen einem solche Nachteile schnell vergessen.

Für die „God of War® Collection“ gibt’s von mir 72/100 Punkte.

Das Spiel bekommt somit eine 4-Sterne Wertung und ist eine klare Kaufempfehlung meinerseits. Hier verschwendet man weder Geld noch Zeit. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Rezension helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel :DD
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am 15. Juli 2015
EIgentlich bin ich nicht so für sinnloses Haudrauf ohne Sinn und Verstand. Hier jedoch passt einfach alles. Es war auch der Grund warum ich mir damals eine PS3 gekauft habe. Die Macher haben sich von der ganzen Geschichte her und die Darstellung aller Charaktere selber übertroffen. Das kann man echt nicht anders sagen. Die griechische und übergreifende Mythologie wird hier als Basis genommen und so wunderbar umgesetzt wie ich es noch nie vorher gesehen habe. Hinzu kommt ein fantastisches Gameplay. Gut es gibt ein paar Stellen wo man zum 200sten mal versucht in einer kurzen Zeitspanne etwas zu schaffen. Aber darüber sehe ich mal hinweg. Es wird nicht eine Sekunde langweilig. Die Rätsel sind echt großartig und in Mischung mit den nach und nach entwickelnden Fähigkeiten jedes mal abwechslungsreich. Teilweise fällt die Kinnlade herunter von den monströsen gigantischen Scenarien (Zum Beispiel die Endgegner, riesige Statuen erwachen zum Leben und verfolgen einen die ganze Zeit durch die Stadt) Einfach Atemberaubend und es versetzt einen direkt in die Handlungen und man wird eingenommen von der ganzen Atmosphäre. Ich möchte das Spiel am liebsten 2 mal haben falls eines mal kaputt gehen sollte :-)
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am 26. Januar 2016
Bin mit der God of War Reihe eigentlich erst auf der PS3 in Kontakt gekommen. Musste somit die früheren Teile nachholen. Die Spiele sind einfach toll und um die Geschichte im ganzen zu verstehen, sollte man auch die Teile kennen.
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am 15. Januar 2014
Fürs Fans ist es der Hammer.
Sicherlich nervt es den einen oder anderen, dass es so viele HD Remakes gibt, aber man muss sie ja nicht kaufen
Natürlich ist die Grafik auch kein "richtiges HD" aber sie kann sich sehen lassen.
Das Spiel macht sehr viel Spaß und man wird auch richtig gefordert.

Mal schauen was es für GOW Spiele noch in der Zukunft geben wird
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am 7. April 2013
God of War ist einfach spitze. Es macht so viel Spaß, die beiden "alten" Titel auf der PS3 zu spielen. Die Umsetzung ist prima. Die Grafik gefällt mir sehr gut - kein High-End, aber das kann man sich ja denken. Dass manche hier versuchen, die angeblich ach so "pixeligen" Zwischensequenzen, als Manko zu verkaufen, kann ich nicht verstehen. Aber das ist vielleicht ein Generationen-Ding. Ich bin mit niedrigen Auflösungen groß geworden und störe mich nicht an solchen Nichtigkeiten. Zumal sie dem Spielspaß bei God of War nicht im Wege sind.

Einen kleinen Negativpunkt gibt es: Die Steuerung ist hin und wieder nicht die feinste und macht Balance-Sequenzen und präzises Steuern manchmal, wo es drauf ankommt, zum Glücks- und Geduldsspiel.

Und: In der Szene, in der man die Halskette finden soll und so Stacheln aus dem Boden kommen, fehlen einem im Vergelich zur PS2-Version 2-3 Sekunden, um das Ganze zu schaffen. Das ist so frustrierend.

Greift beherzt zu..

Lieben Gruß !!
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Schon in der PS2 Fassung waren diese beiden Teile der griechischen "God of War" Kult-Saga, um den spartanischen Hauptprotagonisten und Antihelden Kratos der den Göttern, Halbgöttern, wie auch den Titanen den Kampf ansagt, ein einzigartiges Ereignis, aufgrund der bombastischen grafisch, wie auch akkustisch bis dato unerreichten Spieleinszenierung.

Mit der HD-Überarbeitung auf die PS3 übertrifft Kratos noch seine PS2-Vorlagen, die auch schon dort in Sachen Grafik, wie auch Gameplay, eine Klasse für sich waren. Hier wurde die Grafik, wie in einigen anderen Fällen von HD-Konvertierungen nicht nur hochskaliert, sonder vernünftig nachbearbeitet. Leider mußten auch hier beide Teile, wie auch auf der PS2, eine Zensurkürzung hinnehmen, die aber auf den Storyverlauf keine, wie auch auf die Inszenierung nur äußerst geringen Einfluss hat. Es handelt sich um eine Sequenz, in der ein Menschenopfer gebracht werden soll, dieses in der europäischen Fassung durch einen Untoten ersetzt wurde.

Beginnend mit seinem Freitod, erschließt sich eine Geschichte, die die folgende Spielehandlung in Rückblenden, in welchen er anfangs einen Pakt mit dem Kriegsgott Ares eingeht, erzählt. Fortan metzelt er sich durch Griechenland, und tötet dabei auch unwissentlich seine Familie, welches jedoch ein geschickter Schachzug seines göttlichen Paktpartners Ares war. Diese Hintergehung findet er heraus, und setzt fortan alles daran Ares zu vernichten, und geht dabei Bündnisse mit Göttern/Halbgöttern ein, die ihm nicht nur immer wohlgesonnen sind, und zumeist ihre eigenen Interessen verfolgen. Ein langer Weg, der gespickt ist von Bündnis, Verrat, Gewalt, wie auch die weltlichen Liebesfreuden mit einschließend, endet in einer schier endlosen Odyssey auf der Suche nach Rache und sich selbst. Geplagt von Selbstweifeln lassen, auch wenn es sich auf dem ersten Blick nicht jedem erschließt, eine vielschichtige Charakterzeichnung erkennen.

Die Story ist eine fantastische Einführung in die griechische Mythologie ohne historischen Anspruch. Die Grafik ist einer Konvertierung angemessen (flüssige 720p bei 60Hz), die Endgegner (griechische Götter, Halbgötter und Titanen) so gigantisch das es einem dem Atem raubt. Von der Größe am ehesten vergleichbar mit den Riesenendgegnern von Shadow of Colossus, obwohl diese beiden Spiele nicht vergleichbar sind. Während Shadow of Collossus eher den ruhigen "Zenspieler" anspricht, gibt God of War richtig Gas, und läßt das fliegen der Klinge durch seine Gegner zur Metzelorgie werden. Jump and Run Einlagen, forderndes Hack and Slay (blocken&Combos) und Rätsel ergeben insgesamt ein superstimmiges Bild ab, auch wenn im Vergleich mit den heutigen Genre Games, die etwas träge Steuerung, einen gelegentlich doch ein wenig ausbremst.

Das Hack and Slay Spielprinzip, welches vergleichbar ist mit dem von Dantes Inferno, Prince of Persia oder Heavenly Sword ist anspruchsvoll, und läßt einen gelegentlich auch Standardgegner, nicht nur durch einfaches triggern einer Taste, dem Erdboden gleich machen. Die Spielbalance ist schwankend, sowie auch die Zwischensequenzen noch ein wenig mehr Feinschliff vertragen hätten. Dieses ist allerdings jammern auf sehr hohem Niveau.

Soundkulisse, wie auch die furiose Musikuntermalung (insbesondere bei 5.1 Sound), eine einsteigerfreundliche intuitive Bedienung, wie auch die Handlung der Story mit ihren mehr oder weniger überraschenden Wendungen, die unserem Hauptprotagonisten auch mal die weltlichen, weiblichen Freuden geniessen lassen, wie auch der hohe Gewaltgrad, runden die ganze, in allen Belangen, bombastische Spieleinszenierung ab, und machen das Ganze zu einem unvergesslichem Erlebnis.

Die Spielbarkeit ist hervorragend, aber auch fordernd. Rätsel gelegentlich schwer, aber nicht unlösbar. Settings abwechslungsreich und wunderbar dargestellt. Orbs (Kugeln), die in verschiedenen Farben eingesammelt werden können, und die Gesundheit, Waffen oder mentale Stärke erhöhen, können im Kampf vom vernichtetem Gegner, oder in Vasen usw. gefunden werden. Die im Laufe des Spiels erworbenen Fähigkeiten sinnvoll, besonders bei den herausfordernden Endgegnern. Die Waffenauswahl, mit dem üblichem Scillsystem, wodurch sich erworbene Fähigkeiten auf die Waffen übertragen lassen, sind sinnvoll, und helfen insbesondere bei elementeanfälligen Bossgegnern, wie auch Standardgegnern, die als Kanonenfutter für Combos herhalten müssen. Dieses ist insofern interressant, da man diesen beiden Games Trophies zugewiesen hat, und somit für den Normalgamer, aber auch dem professionellem Trophyhunter ein zusätzlicher Spieleanreiz angeboten wird.

Jeder der auch nur ansatzweise für dieses Spielegenre etwas übrig hat, und die beiden PS2 Teile noch nicht gespielt hat, wie auch Konsolenspielsammler, aber auch diejenigen die mit diesem Spielegenre noch garnicht in Berührung kamen, sollten allein der Inszenierung wegen, und zu dem jetzigen moderaten Preis, bedenkenlos zugreifen!

Besitzer des 3-ten Teils, die die Vorgänger nicht gespielt haben sollten, haben jetzt die Möglichkeit, die ganze Geschichte von Kratos zu erfahren, da Teil 3 direkt an diese beiden Teile anschließt, und dieses in HD. Wer das ungeschnittene Original gamen möchte wird es schwer haben, da in den europäischen Ländern meist die von mir schon erwähnte Gewaltszene, und von den Ländern in Übersee meist um erotische Inhalte, entschärft wurden. Persönlich kann ich mit der USK-Fassung sehr gut leben, da wenn man dieses nicht wüßte, es von keiner Bedeutung wäre.

Als Konsolen-Videogamesammler, der ich auch bin, stellt sich dann aber schon die Frage, auf welche Fassung man zurückgreift, oder sich gleich zwei, wie z.B. von Resident Evil 1 (Standard/Director`s Cut) Versionen zulegt. Als Sammler sollte man hier jedoch auf das hier angebotene Standardgame (Erstausgabe) zurückgreifen, und die auch jetzt schon auf dem Markt befindliche Essentialversion, außen vor lassen. All dies ist jedoch nur für Hardcore-Fans/Sammler interessant, und betrifft nicht den Normalspieler.

Wer Interesse am Thema "Zensur, Indizierung in Deutschland, und im allgemeinen hat", dem stelle ich einen Link zu meiner Rezension von Resident Evil 2 ein, wo ich mich unter Punkt 1.2, ausführlich diesem Thema widme.

P.S.

Freue mich über jedes Feedback, und jeden der sich die Zeit genommen hat, diese Rezension zu lesen. Wenn ich damit keinen Erkenntnisgewinn bei Ihnen erzielen konnte, hoffe ich Sie doch zumindest gut unterhalten zu haben.

Ansonsten GOOD-GAMING
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Januar 2013
Wenn man vor der PS3 noch keinen "God of War"-Teil gespielt hat, sollte man sich echt überlegen, diese Sammlung zu kaufen, die die ersten Beiden Spiele der Reihe in verbesserter Fassung enthält.

Da ich erst mit der PS3 auf die Sony-Schiene aufgesprungen binn, wollte ich auch endlich dieses Hammer-Game haben, doch wenn man direkt mit GoWIII loslegen würde, würde man ja einiges von der Hauptstory verpassen, genau dafür wurden diese beiden Teile für die PS3 runderneuert.

Aber auch, wenn die Spiele einige Jahre auf den Buckel haben, soltle man den Schwierigkeitsgrad nicht unterschätzen.
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am 26. Juli 2010
Ich war sozusagen gezwungen mir diese Collection zu kaufen, da ich Teil 3 nicht ohne Kratos-Vorkenntnisse beginnen wollte.
Und ich muss sagen es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

STORY:

Eine so fesselnde und epische Geschichte wie in der GOW-Reihe habe ich bisher selten gesehn.

Teil 1:
Im Blutrausch und von höheren Mächten verleitet tötet Kratos seine eigene Familie und ist nun dem Wahnsinn nahe.
Nun setzt er alles daran um sich an dem Schuldigen zu rächen.
Um dies zu bewerkstelligen macht man sich auf die Suche nach der Büchse der Pandora um ihn in die Knie zu zwingen.
Doch der Weg zu Büchse ist nicht leicht, da sich der Tempel in dem sich die Büchse befindet auf den Rücken des Titanen Kronos geschnallt ist.
Dieser wiederum befindet sich tief in der Wüste. Hat man Kronos und den Tempel erreicht muss man den vielen Fallen, Rätseln und Gegner innerhalb des Tempels trotzen um die Rache zu bekommen.

Teil 2:
Als neuer Kriegsgott von Zeus verraten und getötet muss man sich aus dem Hades kämpfen um die Rache an Zeus zu nehmen.
Dabei wird man Tatkräftig von den Titanen unterstützt, die sich ebenfalls an Zeus und dem Olymp rächen wollen.
Die Rache scheint nur erreichbar indem man die Moiren (Schicksalsgöttinen) tötet und zu dem Zeitpunkt zurückreist, wo Zeus Kratos verrieht.
Eine weite Reise zur Insel der Moiren und deren Tempel beginnt. Es gilt wieder zahlreiche Gegnerhorden zu besiegen und viele Rätsel zu lösen.

GRAFIK:

Eines steht fest: Die Grafik der GOW-Collection ist nicht um Längen besser als die der PS2 Versionen und die teils Pixeligen Zwischensequenzen überzeugen auch nicht durch High-End-Grafik, jedoch macht die einzigartige Atmosphäre alles wieder gut.
Und bei einem überarbeiteten PS2 Spiel für die PS3 sollte es auch nicht auf die Grafik ankommen.

STEUERUNG:

Die Steuerung geht gut von der Hand und die Kombos sind einfach zu merken.

VON MIR EINE 100%IGE KAUFEMPFEHLUNG!!!
55 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2013
hier ist wohl eines der PS3- Spiele, deren Kauf ich wohl als allerletztes bereuen würde.
das Gameplay ist interessant und zugleich recht simpel, jedoch auch nicht zu einfach (besonders die Quick Time Events sind teilweise doch recht sportlich). dabei erlebt man eine Geschichte, die mitreißend und tragisch ist, und durch den Antihelden Kratos, der wohl mehr Ecken und Kanten hat als ein Oktaeder.
die Grafik und Aufmachung der Welt ist mehr als episch und sorgt regelmäßig für WOW-Momente.
dazu kommt auch noch der gute Preis (wenn man bedenkt, dass so manche Spiele alleine schon mehr kosten), noch dazu, da man hier gleich zwei Spiele auf einmal hat und so dann auch ohne Umschweife nach dem ersten Teil der Geschichte mit dem zweiten fortfahren kann. perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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am 23. April 2013
Zu den beiden Spielen gibt es mehr als genug Test's und Lobeslieder, weshalb ich nur auf die Collection an sich eingehen möchte.

Durch das HD Remake sieht zwar das Spiel oberflächlich besser aus, jedoch wird einem dadurch erst so richtig klar wie sehr der Zahn der Zeit an dieser Grafik genagt hat. Erwartet nicht das es mit der heutigen Zeit mithalten kann nur weil es heißt es wurde überarbeitet. Und von grandios wie beim Artikel beschrieben ist die Grafik sehr weit weg.

Auch vielen mir diverese Probleme beim Sound auf bei der die Gespräche teils flüsterleise waren und alle anderen Geräusche wesentlich lauter (trotz Blick in die Optionen)

Wie ich im Vorfeld in Erfahrung bringen konnte handelt es sich um die geschnittene Version die jedoch nur einen kleinen Unterschied aufweist (anstellte eines Menschen opfert man an einer bestimmten Stelle des Spiel's eine art Zombie)

Praktisch jedoch finde ich das streaming über die PS-Vita, womit ich weiterspielen kann auch wenn meine Freundin den Fernseher für sich beansprucht.

Vielleicht ist der Preis ein wenig zu hoch aber wer wieder einmal Lust auf ein klassisch gutes Spiel hat und dieses Spiel schon früher gezockt hat sollte nicht zögern. Auch wenn das HD-Remake mich nicht von den Socken gerissen hat ist es allemal besser als mit einer alten Konsole via Scart-Anschluss zu spielen.

Spieler die bis dato kein Spiel dieses Genre gespielt haben empfehle ich eher mit leichteren Titeln zu beginnen (zb. Devil May Cry) und natürlich ist es auch weniger empfehlenswert für Leute die eine sehr gute Grafik erwarten.
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