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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
2
Live at Montreux 1995
Format: MP3-Download|Ändern

am 4. Mai 2012
Eine Offenbarung für echte Mac Rebenack Fans, ein Muss für eine ernstzunehmende Sammlung. Natürlich sehr speziell und weit weg vom Mainstream. Voodoo Music aus den Swamps.
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am 14. Dezember 2013
Wohl kaum ein anderer lebender Musiker wird so mit dem Namen New Orleans verbunden wie Dr. John. Der 1940 in dieser Stadt geborene 'Nighttripper' vermengt in seinem Schaffen den ganzen musikalischen Fundus der Südstaaten-Metropole. Voodoo-Klänge, Blues und R&B, Funk, Jazz unterschiedlichster Schattierungen, Cajun und Zydeco: der Mann mit der knarzigen Stimme bringt sie alle unter einen Hut. Nachzuhören auf "Live in Montreux 1995". Durch den drei Mann starken Bläsersatz der Band sind auf diesem Mitschnitt freilich die jazzigen Elemente in Dr. Johns Musik stark betont. Mir jedenfalls agieren Charlie Miller (trp), Alvin Red Taylor (sax) und Ronald Cuber (sax) streckenweise allzu dominant. So verdrängen sie beim guten alten "Iko Iko" Mac Rebennack, wie Dr. John mit bürgerlichem Namen heißt, fast aus seiner Hauptrolle. Dieser weiß auch beim Auftritt am Genfer See mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinem Klavierspiel die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Seine sieben musikalischen Begleiter leisten ihm dabei kompetente Zuarbeit. Absolutes Highlight der elf Nummern umfassenden Setlist ist ausgerechnet die Zugabe, das durch Ray Charles bekannte "Mess around". Hier geht endlich die Post ab. Gleiches gilt - wenngleich weniger ausgeprägt - für "Right place, wrong time" mit einem wilden Gitarren-Solo von Robert Broom jr.. Soviel Pfeffer hätte man sich im Konzertprogramm öfters gewünscht. Über weite Strecken präsentieren sich Dr. John und seine Mannen jedoch eher in gepflegt-zürückhaltender Manier, vielleicht beeinflusst vom vornehmen Ambiente. Ein Musterbeispiel ist hier die Nachtclub-Atmosphäre ausstrahlende Jazz-Ballade "Tell me you'll wait for me". Und auch bei "Gee baby ain't I good to you" wird sich das Publikum in Montreux vermutlich wohlig auf seinen Stühlen zurückgelehnt haben. Die Hymne an die Stadt am Mississippi "Goin' back to New Orleans", mit lateinamerikanischen Rhythmen angereichert und mit vielen Solos der Akteure aufwartend, ist viel zu lang geraten. Ebenso das Medley "The big bass drum (On a mardi gras day)/I shall not be moved" mit nicht enden wollender Vorstellung der Musiker. Alles in allem habe ich mir von Dr. John's Livealbum mehr Urwüchsigkeit, mehr Bayou-Atmosphäre und Bodenständigkeit erwartet. Geboten wird aber über weite Strecken allzu gepflegter New Orleans-Sound. Hingewiesen sei noch auf einen seltsamen Widerspruch. Die Scheibe läuft zwar unter dem Titel "Live at Montreux 1995". Auf der Rückseite des Booklets heißt es allerdings: "All songs recorded live at the Montreux Jazz Festival 2004." Da werde einer schlau draus!
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