Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic longss17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
62
4,5 von 5 Sternen
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:9,79 €


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Juni 2014
Vielen Dank für die LP - sie wird einen Ehrenplatz in meiner Plattensammlung erhalten. Selten so ein gut arrangiertes Album gehört. Tobias Sammet gilt zu Recht als Amadeus des Heavy Metal. Bitte noch mehr von solchen Scheiben, obwohl ich weiss, dass sowas eigentlich nicht zu toppen ist. Sechs Sterne von fünf
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2010
Die CD The Wicked Symphony ist wirklich klasse. Die zweite, Angel of Babylon doch etwas zu schwach.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Januar 2016
2010 brachte Tobias Sammet mit seinem Projekt Avantasia die beiden Alben "The Wicked Symphony" sowie "Angel Of Babylon" heraus. Die "Wicked Symphony", die ich hier bewerte, ist dabei inhaltlich die Fortsetzung der Geschichte, die in "The Scarecrow" begonnen wurde und in "Angel Of Babylon" ihre Vollendung findet. Tobias hat hier wieder eine bunte Schar an Gastsängern eingeladen, darunter alte Bekannte wie Michael Kiske und Jorn Lande, aber auch "Neue" wie Tim "Ripper" Owens und, sehr zu meiner Freude, auch Klaus Meine. Musikalisch haben wir es hier eher weniger mit Power Metal zu tun, sondern eher mit sehr melodischem Hard Rock, der auch mal in die progressivere Richtung geht. Richtigen Metal findet man hier aber natürlich trotzdem.

"The Wicked Symphony" (9:30) ist dann gleich ein grandioser Opener. Von einem Orchester eingeleitet entwickelt sich der Song zu einem einem bombastischen Rocker mit hymnischen Refrain und tollen Gesangsleistungen von Tobias Sammet, Jorn Lande, Russel Allen sowie Oliver Hartmann. Ein sehr überzeugender Start in das Album!

"Wastelands" (4:45) ist dann ein schneller Power Metal Track mit einem Michael Kiske in Höchstform. Der Song geht richtig ab, ist gleichzeitig aber auch sehr melodisch mit einem Refrain, der einem so schnell nicht mehr aus dem Ohr geht. Einer meiner Lieblingssongs des Albums.

"Scales Of Justice" (5:04) mit Tim "Ripper" Owens ist dann eindeutig der härteste Track. Dieser Gesang, diese Schreie - unglaublich! Tobias Sammet hört man nur kurz, ansonsten darf sich der exJudas Priest-Sänger richtig austoben. Wieder ein toller Refrain und schon der dritte grandiose Song in Folge.

"Dying For An Angel" (4:33) ist dann der Song mit Klaus Meine und man erkennt die Stimme des Scorpions-Sängers sofort. Der Titel ist weniger hart, dafür aber sehr melodisch. Etwas wirklich besonderes wird er aber erst durch Klaus Meines Stimme. Gefällt mir auch wieder ausgesprochen gut!

"Blizzard On A Broken Mirror" (6:09) beginnt mit einem Keyboard-Intro, das dann von der Gitarre übernommen wird. Wir hören hier ausschließlich Tobias Sammet als Sänger. Fällt ein bisschen gegen, die ersten vier Songs ab. Der Refrain ist trotzdem sehr melodisch und es gibt einen schönen, ruhigen Mittelteil.

"Runaway Train" (8:44) ist dann ein komplexerer Song beginnt ruhig von Piano begleitet und mit Bob Catley am Mikro, steigert sich dann aber und wir hören neben Bob Catley auch Jorn Lande, Michael Kiske und natürlich Tobias. Der Refrain ist gut, aber jetzt nicht übermäßig, dafür gefällt mir der "Ride on"-Part in der Mitte äußerst gut.

"Crestfallen" (4:03) klingt eher etwas moderner, was mir nicht unbedingt gefällt. Der düstere Refrain ist aber fantastisch, aber man hätte daraus mehr machen können. So wie hier ist er ganz nett, aber nichts unbedingt besonderes.

"Foever Is A Long Time" (5:07) wieder mit Jorn Lande ist dann vergleichsweise fröhlich mit einer schönen Melodie, aber auch mit der nötigen Portion Härte. Ist zwar auch nichts übermäßiger, aber ein guter Song, der gute Laune macht.

"Black Wings" (4:40) ist für mich der schwächste Titel des Albums. Wieder ein eher düsterer Song. Der Refrain von Tobias gesungen ist nicht schlecht, aber sonst überzeugt mich der Titel nicht unbedingt.

"States Of Matter" (3:59) ist dann als schneller Power Metal-Song mit Russel Allen wieder besser. Die Melodie geht ohne Umwege ins Ohr und bleibt dort dauerhaft hängen. Der tolle Gesang tut sein übriges, damit der Songs zu einem meiner Favoriten hier wird.

"The Edge" ist zum Abschluss ein ruhigerer Song - keine wirkliche Ballade, aber auch kein echter Rocker. Wir hören wieder Tobias alleine singen. Zwar auch kein Highlight des Albums, aber auch nicht schlecht. Ein guter Abschluss für diese Avantasia-Scheibe.

Ich möchte auch nochmal die Gitarrenarbeit von Sascha Paeth und Oliver Hartmann erwähnen. Die beiden machen einen ausgezeichneten Job und gehören inzwischen auch zu Avantasia. Da es hier und da ein paar Lieder gibt, die ein bisschen abfallen, der Großteil des Materiels aber wirklich ausgesprochen gut ist, vergebe ich 4 Sterne für "The Wicked Symphony". Kaufempfehlung an alle, die schöne Melodien lieben, gleichzeitig aber auch richtig abrocken wollen.
77 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2010
Leider waren bei mir die Wicked Symphony Lieder auf der Angel of Babylon CD sowie anders herum. Beide CD zeigen aber die gleichen Lieder an, die Lieder der Wicked Symphony. Verwirrt? ich wars auch..
So wird z.b. Stargazers als Wicked Symphony auf der Wicked Symphony CD abgespielt...
Da ist wohl was ziemlich schief gelaufen... Bissl blamabel.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2010
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen sagen für mich leider nicht viel aus. Komischerweise werden diese Rezensionen teilweise vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben. Entweder um ein ungehörtes Album zu puschen oder auch - warum auch immer - gnadenlos zu verreissen.

Aber jetzt zur Musik:

THE WICKED SYMPHONY

"The Wicked Symphony"

Hammer Intro mit genialen Melodien. Hier zeigt sich, welche Talente in unserem größten Deutschen Metal Talent Tobias Sammet stecken. Das Intro des Songs klingt nach einem Soundtrack eines Blockbusters und ist ein würdiger Einstieg in das Album. Das Intro des Songs geht nahtlos in eine Wand von Bombast-Metal allererster Sahne über. Der Titeltrack des Albums ünerzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Spielzeit von über 9 Minuten wirklich eine Offenbarung. Genialer Refrain - super Riffs! Neben Tobias Sammet sind auf diesem Song Jorn Lande (ex Masterplan), Russel Allen (Symphony X) und Oliver Hartmann (ex At Vance) zu hören.

"Wastelands"

Ein richtig schnelle Metal Nummer welche einfach gute Laune macht. Für mich schon alleine deshalb der beste Songs des Albums weil kein anderer als Michael Kiske (ex Helloween) hier an den Vocals zu hören ist. Der Refrain brennt sich unauslöschbar in die Gehörgänge ein. Einer der besten, bisher erschienenen Avantasia Tracks!

"Scales Of Justice"

Tim "Ripper" Owens (ex Judas Priest) übernimmt hier die Gesangsarbeit. Der Song kommt wirklich hart und fett rüber. Ripper leistet hier Bestarbeit und der Refrain ist ein Killer. Der Song ist dem begnadeten Sänger wie auf den Leib geschrieben und für mich nach "Wastelands" gemeinsam mit "Runaway Train" einer der Mega-Tracks auf dem Album.

"Dying For An Angel"

Klaus Meine von den Scorpions teilt sich hier mit Tobias Sammet das Mikro. Einer der kommerzielsten Songs und wohl deshalb auch für das Video zur Promotion des Albums ausgewählt. Der Song dürfte für einige neue Avantasia Fans sorgen. Ein solider Rocker mit einem Klaus Meine in Höchstform. Tobias Sammet supported mit seiner Band Edguy die Scorpions auf der kommenden Tour. Wäre klasse, wenn die beiden den Song dann auch gemeinsam Live performen.

"Blizzard On A Broken Mirror"

Melodiöser -leicht progressiv angehauchter Rocker mit guten Riffs und neben Tobi keinem anderen als Andre Matos (ex Angra) am Mikro. Sehr solide und überzeugend.

"Runaway Train"

Dieser Song ist der Beweis für Tobias Sammets begnadetes Songwriter Talent. Ich würde sagen, man kann diesen Facettenreichen Song als Power-Ballade (Ballade bitte nicht zu wörtlich nehmen) bezeichnen. Wunderschöne Melodien, knapp 9 Minuten lang, und mit Jorn Lande und Bob Catley (Magnum) mit zwei wunderbaren Haupt-Stimmen bereichert. Aber auch Michael Kiske gibt wieder ein kurzes Gastspiel. Man muss dieses kleine Meisterwerk einfach gehört haben. Solche Stücke stehen für mich für den Namen AVANTASIA. Runaway Train ist einfach eine kleine Metal Oper in sich. Danke Tobi!

"Crestfallen"

Der Anfang von Crestfallen ist schon fast Discotauglich. Das soll jetzt nicht abfällig klingen. Die Keyboards wurden hier mit super fetten Gitarren kombiniert. Ein Mega-Klangteppich mit genialer produktionstechnischer Arbeit! Der Refrain ist sehr düster aber gleichzeitig auch sehr kultig! Der Song wird für Gesprächsstoff sorgen. Ich finde ihn klasse und Tobias zeigt mal wieder, dass er sich keine musikalischen Grenzen vorgeben lässt. Der Mut wird belohnt!

"Forever Is A Long Time"

Jorn Lande in Höchstform. Super Rocker mit genialem Gesang. Klasse Nummer mit super Refrain. Jorn bestätigt wieder mal seinen Stammplatz in Avantasia!

"Black Wings"

Düstere Gitarrenriffs - geniale Gesangsarbeit - klasse produziert! Auch wieder ein Song erster Sahne. Super Refrain vom Meister Sammet persönlich übernommen.

"States Of Matter"

Ein weiteres Highlight auf The Wicked Symphony. Hier ziegt Russel Allen sein ganzes Können. Ein richtiger Stampfer mit genialem Songaufbau. Klasse Gitarrenarbeit - mit genialem Solo.

"The Edge"

Balladesk angehauchter Song mit einer super Gesangsarbeit des Großmeister himself. Würdiger Abschluss eines genialen Werkes!

Dies war nun meine Rezension zu "The Wickes Symphony". Eine Rezension zu "Angel Of Babylon" ist hier ebenfalls bei Amazon zu lesen.

Ich sehe die beiden Alben als Ganzes - deshalb kann ich nicht unbedingt einen Vergleich ziehen. Sagen wir mal so - beide Alben sind großartig - wenn ich aber nur eines der beiden auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, würde ich "The Wicked Symphony" einpacken.
Nach einer Woche müsste ich aber wohl kurz nach Hause schwimmen da ich es ohne "Angel Of Babylon" nicht aushalten würde ;-)

Hier meine Bewertungen in Punkten (10 wäre das höchste) für alle bisher erschienenen Werke:
AVANTASIA I (10 Punkte), AVANTASIA II (9,5 Punkte), AVANTASIA - The Scarecrow (9 Punkte), AVANTASIA - The Wickes Symphony (10 Punkte), AVANTASIA - Angel Of Babylon (9,5 Punkte).
1515 Kommentare| 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juli 2010
Ich wollte dieses Mal wirklich lange warten mit einer eigenen Rezension, auch um zu sehen, ob sich dieses epische Werk bei mir abnutzt. Ich kann vorwegnehmen, dass das bei mir nicht passiert ist. Grundsätzlich hätte diese Gefahr durchaus bestehen können. Tobias Sammet hat inzwischen so viel wirklich gute Musik veröffentlicht, dass man unweigerlich darauf wartet, dass ihm mal die Kreativität ausgeht. Wahrscheinlich wird ihm das eines Tages mal mit einem Album passieren, aber so weit scheint es noch nicht zu sein. So viel ist für mich sicher, die Scarecrowtriologie steht für mich auf einer Stufe wie die Metalopera. Aber vergleichen kann man beide Werke letztlich nicht. Dafür sind sie musikalisch einfach zu unterschiedlich ausgefallen.

Im weiteren Verlauf dieser Rezension lasse ich allerdings The Scarecrow weg, auch wenn sie im Gesamtbild unabdingbar zu den beiden neuen Werken gehört. Ich empfinde es übrigens als ausgesprochen positiv, wenn sich ein Musiker nicht zu einem Gefangenen eines Stils macht. Für Tobias Sammet hätte das 10jährigen Stillstand bedeutet, wenn er sich dem ursprünglichen klassischen Powermetalstil ausschließlich verschrieben hätte. Und letztlich findet doch hier kein Verrat statt, es ist immer noch Metal und Hardrock, den er uns serviert, und nicht Hip Hop und Techno. Und Powermetal ist immer noch vorhanden, wenn man sich nur das Stück Scales of Justice anhört, richtig Power mit harten Gitarren und im Übrigen erstklassig gesungen von Tim Ripper Owens. Oder auch das Titelstück des zweiten Albums Angel of Babylon ist ganz klassischer Powermetal, eine hervorragende Komposition. Hier singt übrigens Jorn Lande in gewohnt guter Manier. Auf diesem Stück beglückt uns übrigens Jens Johansson mit einem wahrhaft schnellen Keyboardsolo.

Was die Scheiben aber darüber hinaus noch so herausragend macht, sind dabei Songs auf diesem Album, die nicht nur gut sind, sondern auch das Zeug zu Großem haben. Es ist natürlich wie immer alles Geschmacksache, jeder hat da seine Favoriten. Manchmal ist es in der Musikgeschichte auch komisch, welche Songs was werden oder nicht. Einer dieser ganz herausragenden Songs ist Runaway Train. Einziges Manko ist, wenn man diesen zum Superhit für ein breiteres Publikum haben wollte, dass er mit 8:42 Minuten eigentlich zu lang ist, aber ein November Rain hat bereits gezeigt, dass sowas trotzdem geht. Ich persönlich stehe ja auf längere Songs und freue mich in diesem Zusammenhang übrigens sehr auf die neue Maiden. Aber zurück zu Runaway Train, akustisch und gesanglich eingeleitet von Bob Catley mit einer wunderschönen Melodielinie. Insgesamt teilen sich in diesem Song Toby, Bob, Jorn und Michael Kiske den Gesang. In diesem Song wechseln sich akustische Sachen mit hartem Rock ab und im Vordergrund steht immer die Melodie bzw. der bombastisch gesungene Refrain aller 4 Sänger. Wenn jemand mal seine eher dem Hardrock nicht zugeneigte Frau diesem etwas näher bringen will, empfehle ich speziell diesen Song. Von der Songstruktur ähnlich aufgebaut wäre auch Journey to Arcadia zu nennen. Hier singen die gleichen Sänger wie in Runaway Train. Auch hier ist Melodie und bombastischer Refrain im Vordergrund, sehr schön.

Oft wird Tobias Sammet ja unterstellt, dass er sich mehr und mehr daran versucht, massentaugliche Musik zu schreiben. Ich meine das eigentlich nicht, wobei das immer eine Frage des Blickwinkels ist. Aus Sicht des ultraharten Metallers gesehen, könnten die Stücke zu weich geraten sein, aber dann wäre er bei den Kompostionen von Tobias nie zu Hause gewesen. Meiner Meinung nach ist das härteste Stück aus seiner Feder Mysteria von der Hellfire Club, das rückt einem die nicht vorhandenen Locken grade. Scales of Justice ist von den Härtegraden davon aber nicht weit weg, um mal einen Vergleich auf zu rufen. Und ich finde es positiv, dass auf zwei Alben gerade mal anderthalb Balladen drauf sind, auch wenn ich zwischendurch gerne mal einen Schmachtfetzen höre. The Edge auf The Wicked Symphony ist die Halbballade, auf der Toby alleine ohne einen seiner Gäste singt. Und die einzige richtige Ballade wäre Blowing out the Flame auf der Angel of Babylon. Das Ding hat sicherlich Hitcharakter, aber mir wäre es lieber, dass die Werke wegen anderer Stücke breite Beachtung fänden. Wo das mit den Balladen hinführt, wissen wir seit den Scorpions. Jeder erwartet die Feuerzeuglieder auf jedem Album. So wird man auch Gefangener seiner Popularität. Auf der letzten Scorpions sind dann von 11 Songs 4 (!) Balladen. Wer denn da hin will ... ?! Apropos Scorpions, Klaus Meine singt mit Toby Dying for an Angel, ein Stück, in dem Toby zeigt, wie er in der Lage ist, Songs auf bestimmt Sänger zuzuschneiden. Schönes Ding übrigens.

Aber Toby waäre nicht Toby, wenn er nicht noch Überraschendes schaffen würde. Death ist just a Feeling wird von vielen als der ultimate Nachfolger von The Toymaster gesehen. Nein, ist er nicht, dank Jon Oliva ist dieser Song eine richtige Perle geworden, viel stärker als Toymaster. Ich habe selten jemanden aus tiefster Seele so schön dreckig singen hören, ein wahrer Genuss. Überraschend ist auch Crestfallen, ganz anders als gewohnt vom Rythmus und Riffs her mit leichten elektronischen Einflüssen, die sich übrigens auch auf Ratrace finden lassen. Oder Symphony of Life, auf dem die einzige weibliche Sängerin Cloudy Yang zu hören ist. Dieser Song ist übrigens der einzige, der nicht aus Tobys Feder stammt.

Von den übrigen Songs möchte ich noch Blizzard on a broken Mirror erwähnen. Bei diesem sagte Toby in einem Interview, dass er bei der Musik zunächst nicht zu Potte gekommen sei. Wenn man das Ergebnis mit dem sich entwickelnden treibendem Rythmus hört, mag man das nicht glauben.

Die Liste der Gastsänger ist lang. Jorn Lande, Russel Allen, Michael Kiske und Bob Catley singen auf mehreren Stücken mit, sie sind sowas wie die Konstante in dem Avantasiaprojekt. Dazu kommen für einzelne Songs Klaus Meine, Ripper Owens, Cloudy Yang, Jon Oliva, Oliver Hartmann, Andre Matos und Ralf Zdiarstek. Schon eine illustre Runde, oder?

Ich denke, Toby wird die Musik noch des öfteren live präsentieren, ansonsten mit neuen Kompositionen vielleicht zurückhaltender sein, weil er jetzt in 5 Alben verteilt auf zwei Prokekte verdammt hohes Niveau abgeliefert hat. Was soll jetzt noch kommen? Er sollte alles, was kein Knaller ist, besser in der Schublade lassen. Und weitere Sänger? Dio lebt leider nicht mehr, Bruce Dickinson, David Coverdale, Ian Gillan sind noch Optionen, die aber erst mal Zeit und Lust haben müssen.

Aber das sind schon wieder Zukunftsvisionen. Jetzt rechne ich erst mal wieder mit Edguy ...
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2010
Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Sammet beschenkt sich selbst und seine Fans mit gleich zwei neuen Alben, welche die auf "The Scarecrow" begonnene Story um einen Außenseiter auf Selbstfindungstrip abschließen. Die hier besprochene Doppel-CD-Box beinhaltet neben den beiden hochwertig verarbeiteten Alben ein kleines Buch ("The wicked trilogy - A photographic documentary") mit einem Interview sowie Illustrationen und Erläuterungen zum Tourgeschehen und zum Aufnahmeprozess. Daran werden sich vor Allem die weiblichen Fans ergötzen, schließlich gibt es hier noch mehr Hochglanzbilder vom Edguy-Sonnyboy zu sehen, als ohnehin schon in den beiden Booklets abgedruckt sind.
Musikalisch stellt das CD-Duo eine Rückbesinnung auf die glorreichen Zeiten der Metal-Opern dar, ohne allerdings deren Klasse zu erreichen. Anno 2010 geht es wieder epischer zu, was Fans der ersten Stunde freuen dürfte. Die Songs sind opulenter arrangiert, werden durch die farblose Produktion aber etwas zu stark gebremst. Das hat zur Folge, dass Longtracks wie "The wicked symphony" und "Stargazer" ihr Potenzial auch nach mehrmaligem Hören nicht voll entfalten. Die Instant-Hits kommen dagegen kraftvoller über den Äther. Insbesondere "Scales of justice", die Single "Dying for an angel" (mit Scorpions-Sänger Klaus Meine) sowie "Rat race" und "Down in the dark" können überzeugen.
Im direkten Vergleich entpuppt sich "Angel of Babylon" als das deutliche interessantere Werk, was vor Allem dem größeren Abwechslungsreichtum zuzuschreiben ist. So sind zum Beispiel "Symphony of life" und "Death is just a feeling" (intoniert von Jon Oliva) im Avantasia-Kosmos eher ungewohnt. Auch den schönsten Refrain des Komplettpakets gibt's auf "Angel of Babylon" zu hören, nämlich im abschließenden "Journey to Arcadia". Das weckt dann schon beinah nostalgische Erinnerungen an die zahlreichen großen Momente der beiden Klassiker aus den Jahren 2001 und 2002.
Unterm Strich eine gelungene Zusammenstellung, die uns Tobias Sammet hier präsentiert. Rein musikalisch hätte eine einzige CD wahrscheinlich mehr Sinn gemacht, ihre Daseinsbereichtigung haben aber beide Alben. Wer keine Offenbarung erwartet, wird seinen Spaß haben.
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2010
* und einer woman (Cloudy Yang)
Tobias Sammet ist sicher einer der größten Sonwriter im Bereich des melodischen Metal der derzeit aktiv und zurecht inzwischen recht bekannt ist. Das liegt nicht nur an guten Ideen, an der Fähigkeit sich kaum zu wiederholen und dennoch eine eigene Handschrift mit hohem Wiedererkennungswert aufzuzeigen, sondern - und das ist das Sahnehäubchen auf dem I-Tüpfelchen daran, sich im Songwriting perfekt in eine Rolle hineinzuversetzen und im Idealfall dafür auch gleich den richtigen Sänger im Hinterkopf zu haben. Wenn der dann auch noch zusagt, dann ist der Tobi unbesiegbar. Alle Songs der alben der mit The Scarcrow 2008 begonnenen Triologie sprechen für sich und stehen völlig eigenständig. Da ein Highlight das nächste ablöst hier ein paar meiner persönlichen Faves:

Album The Wicked Symphony
The Wicked Symphony neuneinhalb minuten, die vielleicht schönsten eures Lebens! Der Song beginnt wie ein Intro eines großen hollywood-klassikers und könnte anfangs auch zum Soundrack von Fluch der Karibik gehören und landet dann wundervoll melodisch in einem Metal-Epos mit dem großartigen Jorn Lande (auch auf den beiden alben wieder sowas wie der 2. Leadsänger neben Tobias) und Russel Allen (Symphony X). Wundervoller Refrain, der depressive zum schwärmen und lahme zum gehen bringt!

Scales of justice. So musst du Tim "Ripper" Owens einsetzen. Der Junge ist besser als Halford, wenn Priest ihm nur vernünftige Songs geschrieben hätten. Tobi hat einen! Der wohl härteste Avantasia-Song aller Zeiten.

Dying for an angel mit Scorpions-Sangesstachel Klaus Meine ist ja sowas wie ein unveröffentlicher Single-Hit. Auch hier wieder der perfekte Gast für einen typischen Sammet-Song, dessen stärke im eigentlich unspektakulären liegt.

Runaway Train fast neun minuten, sehr episch, sehr abwechslungsreich. Gastauftritt von Bab Cateley (Magnum).

Das Album endet mit "The Edge" Ich liebe diesen Song, er klingt nach der ironischen Hoffnung der Verzweiflung. Schöne melachncholisch-fröhliche Nummer. Klingt komisch, is aber so.

Album Angel of Babylon

Mit
Stargazers beginnt die Scheibe mit einem fast 10-minütigen Song, der mich persönlcih vor allem an eine Mischung aus Rainbow und Whitesnake erinnert. Gastsänger neben Jorn Land wieder Russel Allen und THE VOICE der wundervolle Michael Kiske, sicher einer der besten Sänger überhaupt und seines Zeichens Ex-Kürbis aus wirklich guten Helloween-Zeiten.

Your love is evil könnte auch bei Edguy laufen. weiß nicht warum, aber ich liebe diesen Song - auch ganz ohne Gastsänger. DAs macht diesmal Tobi allein.

Death is just a feeling.
DER SONG soll auf meiner Beerdigung laufen. Unglaublich geil und mit Jon Olivia könnte er besser wiederum nicht besetzt sein. Das ist noch die Steierung von Alice Cooper auf dem Scarecrow-Album. Unglaublich! Ein stimmiges Gesamtkunstwerk an herlich marodem Humor. Hat mir noch immer geholfen, wenn ich mich ein bisschen Tot gefühlt habe!

Mit Blowing out the flame hören wir eine wundervoll Ballade und mit Symhony of Life das außergewöhnlichste Stück der beiden Alben in jeder hinsicht. Erstens stammt es als einziges nicht aus Tobias Feder (sondern aus der von Tobis rechter Avantasia-Hand, Gittarist, Produzent Sascha Paeth) 2. der einzige Song der von einer Frau gesungen wird und 3. stilistische irgendwo zwischen Within Temptation und Evanescensce. Sehr schön!

So, lange rede kurzer Sinn: Veröffentlichung des Jahrzehnts ohne Ausfälle. Außerdem sei noch hinzugefügt, dass die mir vorliegende Double Album Delux Version ein extrem hochwertiges Artwork hat und auch noch billiger war als die einzelenen Alben. Dazu gibt es noch Boni und 1000 schöne bilder.
Wer dennoch einzeln unterwegs ist: Die Wicked Symphony ist durch die Bank das eher experimentelle Album, während Angel fast schon traditionell ist (klingt noch öfter nach Klassikern wie Rainbow usw.). Allgemein gilt jedoch: Es klingt wie immer frisch und neu und doch typisch. Aber was rede ich wer diese alben nicht beide kauft ist für immer doof!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2010
Wer kennt sie nicht, die "Metal Opera Pt. I + II" - Tobias Sammet, seines Zeichens Fronter der Power Metal Überflieger EDGUY, schuf schon Anfang des Jahrtausends diese Meisterwerke und vereinigte in diesen viele große Musiker, die man sich gemeinsam nicht erträumen ließ. Natürlich war die Freude groß als Tobi mit "The Scarecrow" wieder Helden des Metals um sich scharte, doch ernüchternd war das Ergebnis. Trotz vieler guter Songs und starker Ansätze, hatte das Teil so seine Schwächen.

Nach einem weiteren EDGUY Album verkündete er, dass er noch mehr Material übrig hat und gleich ganze zwei Alben mit Songs vollpacken kann. Und so sollte es sein. "The Wicked Symphony" und "Angel Of Babylon" führen die Geschichte weiter und beherbergen neben altbekannten Stars wie Michael Kiske (UNISONIC, EX-HELLOWEEN), Jorn Lande (MASTERPLAN), Eric Singer (KISS) oder Felix Bohnke (EDGUY), viele neue Gäste, die im AVANTASIA Universum noch keinen Auftritt hatten. Doch zu denen komme ich später.

"The Wicked Symphony" beginnt mit dem gleichnamigen Song und kann mit seinen fast 10 Minuten als erstes Epos bezeichnet werden. Der Track ist vielseitig und packend. Im Mittelteil bekommt Tobi noch einen Schreikrampf á la LED ZEPPELIN und Jorn Lande verdient schon lange einen Oscar als bester Nebendarsteller in AVANTASIA. Danach folgt eine typische Up-Tempo und wunderschöne Power Metal Nummer mit Kiske an den Lead Vocals. Warum besinnt sich der Herr nicht endlich und macht wieder Power Metal?

Nun zur ersten großen Überraschung und meinem absoluten Highlight. "Scales Of Justice" ist vielleicht nicht das Beste, was AVANTASIA jemals zu bieten hatte, aber definitiv das Härteste. Und wen könnte man für einen Brocken wie diesen als Sänger engagieren? Natürlich den "Ripper" himself - Tim Owens (Ex-JUDAS PRIEST, CHARRED WALLS OF THE DAMNED, uvm.), der zur Zeit in der Form seinens Lebens zu sein scheint, veredelt diesen Gänsehautsong mit seinen prägnanten Vocals und macht diesen zu etwas absolut Besonderem. Im Anschluss blitzt dann Tobias' Pop-Diva in ihm durch, denn "Dying For An Angel" ist eine poppige, aber richtig geile Nummer geworden, die vom Duett mit Klaus Meine (SCORPIONS) lebt. Danach sinkt die Qualität leicht, denn "Blizzard On A Broken Mirror" und "Runaway Train" kommen nicht an das vorgelegte Niveau heran, sind aber durch ihre leicht baladesk rockende Ausrichtung sehr stimmig und als alles andere als schlecht zu bezeichnen.

Nach dieser kleinen Pause wartet dann Übertrack Nummer 2 auf die Hörerschaft. "Crestfallen" ist wieder härter ausgefallen, baut einen ungemein dichten Spannungsbogen auf, der in einen bombastischen Chorus mündet, der sich mit Screams - ja richtig gelesen - Screams von Tobi abwechselt. "Forever Is A Long Time" ist eine rockige Nummer mit schönem Refrain und guter Leistung von Jorn, fällt aber nicht weiter auf, während beim düsteren "Black Wings" Andre Matos sein Können unter Beweis stellt und man auf modernere Klänge setzt. Die Gastrollen wollen nicht enden und so darf Prog-Legende Russel Allen (SYMPHONY X) beim schnelleren "State Of Matter" ran, bis dann Meister Sammet dieses Werk mit der Ballade "The Edge" leicht schmalzig aber dennoch schön beendet.

Ein Fazit wäre eigentlich nach diesem Review nicht mehr nötig. Tobi hat die Ausfälle von "The Scarecrow" vergessen gemacht und sich auf seine Stärken und die seiner Gäste, denen er absolut passende Songs zugeschneidert hat, konzentriert. Natürlich hat das alles nichts mehr mit der "Metal Opera" von damals zu tun, aber das erwartet auch keiner mehr.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juli 2010
Eigentlich bin ich ja fast glücklich mit dem Doppelschlag "The Wicked Symphony/Angel Of Babylon": Tobi Sammet hat wieder eine illustre Sängerschar angeheuert, von denen wieder Jorn Lande (welch Stimme!) neben Sammet selbst den Löwenanteil des Gesanges übernimmt. Doch es finden sich auch weitere große Namen wie Klaus Meine, Michael Kiske, Jon Oliva,... auf der Gesangsliste.

Dazu wissen die meisten Kompositionen zu überzeugen: 'The Wicked Symphony' ist als Opener gleich eine geile, komplexe Hymne, bei der sich große Namen das Mikro weitergeben; auch das von Michael Kiske gesungene 'Wastelands' überzeugt und SCORPIONS-Frontmann Klaus Meine veredelt 'Dying For An Angel', welches mir aber erst nach etlichen Durchläufen so richtig gefallen hat. Auf "Angel Of Babylon" wiederum gefällt das 10minütige 'Stargazers', der Überdrübersong ist aber 'Death Is Just A Feeling', welches Jon Oliva mit Reibeisenstimme vorträgt. Und bei 'Promised Land' lässt Jorn Lande richtig die Sau raus.

Warum bin ich dann nur fast glücklich? Zum einen gefällt mir die glattgebügelte Produktion nicht so sehr, bei der alle Kanten abgeraspelt wurden. Vor allem die ständig präsenten Instant-Chöre sind ein Ärgernis: Michael Kiske zum Beispiel wird im Refrain so mit Chorgesang zugekleistert, dass man ihn kaum noch heraushört - dabei kann er mit seiner Ausnahmestimme einen Chorus locker alleine tragen. Und zum anderen sind einige Nummern doch arg kitschig geraten, hier fällt mir spontan der Schlusssong 'Journey To Arcadia' oder das grauslige 'Alone I Remember' ein.

Ansonsten aber eine reife Leistung; ich finde im Gegensatz zu anderen Rezensenten nicht, dass man die beiden Platten auf eine einzige zusammenkürzen könnte, zu viel exzellentes Material ist vorhanden. Achja, Cover, Verpackung und beileigendes Büchlein sind sehr hochwertig und ansprechend gestaltet.
Für die Höchstnote reicht es knapp nicht, aber gute 4 Punkte ist die Platte doch wert.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,19 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken