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am 30. März 2017
Bin erst neulich auf Opeth aufmerksam geworden und bin mit dieser Scheibe sehr froh. Sie ist abwechslungsreich! Es gibt deftige Stücke und Passagen, immer wieder mit dem Death Metal typischen "Röhrgesang" und eher leise und zurückgenomene Momente und Stücke. Ich finds top!
Mit den ganz frühen Werken und den letzten beiden Scheiben kann ich nicht so viel anfangen.
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am 1. Februar 2006
Allein das Cover der CD ist für mich schon ein kleines Meisterwerk - wenngleich fast alle Cover von Opeth äußerst stimmungsvoll und passend zur Musik (bekanntermaßen meist in schwarz-weiß gehalten) gestaltet sind.
Aber dieses hier halte ich für das beste und gleichermaßen düsterste - wie ich auch "Blackwater Park" für das sowohl beste als auch düsterste Opeth-Werk halte.
Schon der Opener "The Leper Affinity" mit seinem bedrohlichen, anschwellenden Intro, das bereits erahnen lässt, das bestimmt gleich etwas Gewaltiges folgen wird, ist ein Wahnsinnskracher und dass die zahlreichen Breaks so und nicht anders zusammengehören, erschließt sich nach Ansicht meiner Ohren erst nach ein paar Mal Hören (wie so oft bei Opeth und im Allgemeinen bei Prog-Bands).
Was dann aber mit "Bleak" folgt, ist der Hammer! Selten war der Titel eines Stücks wohl so sehr Programm bei dessen Musik wie bei diesem dunklen, kalten Song.
Bei den grabestiefen Growls von Mikael Akerfeldt, den dazu erklingenden, mächtigen Gitarrenwänden, sowie den wie aus weiter Ferne ertönenden, scheinbar verzweifelt aufjaulenden, langgezogenen Klampfensounds am Anfang läuft einem ein eiskalter Schauer nach dem anderen über den Rücken - man fühlt sich total verloren und ist doch so gefangen und so fasziniert. Unglaublich aber der Stimmungswechsel in der Mitte des Songs, wo Akerfeldt plötzlich clean singt - völlig überraschend und doch genau passend!
"Bleak" ist für mich eines der absoluten Highlights vorliegender Scheibe. Wahnsinn, wie am Ende noch einmal der Härtegrad angezogen wird und das Ganze in ein Double-Bass-Gewitter übergeht, um schließlich mit einem völlig verzerrten Gitarrengemetzel zu enden.
Die wundervolle, melancholische und ruhige Ballade "Harvest" kommt da als Verschnaufpause gerade recht.
"The Drapery Falls" wiederum mit dem Akustikgitarren-Intro ist dann erneut quasi die logische Folge. Allerdings währt dieses Intro nur kurz. Wieder erklingen diese E-Gitarren scheinbar aus weiter Ferne, genau wie Akerfeldts Stimme. Herrlich ist auch das harmonische "ahahaha" bei der Wiederholung der Zeilen "Pull me down again... and guide me into (pain)". Diese Parts liebe ich ganz besonders bei Opeth.
"The Drapery Falls" jedenfalls ist insgesamt ein Song mit unglaublich dramatischem Aufbau, besonders wenn sich zum Ende immer wieder hektische Akustik- und heavye, aber sphärische Parts abwechseln, bis das Stück mit einem Fade-out endet.
Die darauffolgenden Stücke "Dirge For November" und "The Funeral Portrait" sind dann sicherlich nicht so stark wie die vier Tracks zuvor, aber allein wie Mikaels Stimme bei erstgenanntem Song am Anfang im Vordergrund steht, fesselt und hat starke Intensität. Die anschließende Gitarrenwand wird bis zwei Minuten vor dem Ende ziemlich gnadenlos durchgezogen, bevor eine ruhige E-Gitarre, untermalt von atmosphärischen Hintergrundklängen, den Track ausklingen lässt.
Und was "The Funeral Portrait" anbelangt: Das Riff ist zwar recht einfach und eingängig, dafür kann man hierzu aber richtig geil headbangen und die Sau rauslassen.
"Patterns In The Ivy" (geiler Titel übrigens, der mal wieder Opeths Naturverbundenheit zeigt: siehe auch "Morningrise"), läutet dann den unglaublichen, infernalen Titeltrack ein, dessen Finale nach heavyem Anfangs- und ruhigem, psychedelischen Mittelteil wirklich alles in Grund und Boden hämmert. Hier scheint wirklich das Ende der Welt gekommen zu sein!
Geil dann auch wieder der kurze Akustikpart zum Schluss - als wäre nichts losgewesen!
Puh, eigentlich wollte ich gar nicht so ausführlich zu dem Album schreiben, weil das schon so viele andere hier getan haben, aber die Scheibe fasziniert mich seit Monaten und so ist es gekommen, wie es kommen musste...
Sei's drum, zu guter Letzt sei noch die exzellente Produktion von Porcupine-Tree-Mastermind Steve Wilson lobend erwähnt, die dieser Götterscheibe diesen unglaublichen Sound verleiht (gerade auch bei den psychedelischen Passagen, dem Salz in der Suppe).
Außerdem sollte sich niemand entgehen lassen, zum Konzert zu gehen, wenn Opeth am Start sind. Ich hatte letzten September das Vergnügen; es ist ein mindestens so intensiver Rausch wie wenn man eine Platte von ihnen hört.
Ich empfehle auch, sich dieses Meisterwerk alleine abends bei Kerzenschein unter Kopfhörern reinzuziehen.
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am 31. August 2009
OPETH haben Geschichte geschrieben mit ihren ersten drei Alben und setzen in der neuen Zeit mit weiteren Entwicklungen neue Maßstäbe.
Zusammen mit "Still Life" bietet "Blackwater Park" eine Ausweitung der melodiösen Parts in extremen Kontrast zu den harten Death-Metal-Parts. Während "Still Life" die Melodien noch weiter vertiefen, bietet "Blackwater Park" eine sehr ausgewogene Mischung der musikalischen Stärken von OPETH.

Die lyrischen Inhalte verbreiten die fatale Verfallenheit des Männlichen dem ewig lockenden Weiblichen; und sei es noch aus dem Jenseits.
Zusammen mit der Musik bietet sich "Blackwater Park" als ideale musikalische Begleitung für spätherbstliche Abende vor dem Kamin oder für lange Spaziergänge in nebelverhangenden Weinbergen an Rhein oder Mosel.

Damit liegt OPETH nicht allzuweit von ihren bisherigen Meisterwerken, aber trotzdem ist "Blackwater Park" anders als die bisherigen Alben. Die verbesserte musikalische Versiertheit der Musiker - vor allen Dingen der Drummer - ist die eine Seite und die andere mag der progressivere Einschlag sein, der vielerorts als gesteigerte "Genialität" einstufen.

Die bisherige Beurteilung von "Blackwater Park", auch nach "Ghost Reveries" und "Watershed", bleibt als uneingeschränkt und verdientermaßen positiv haften. Ich glaube "Blackwater Park" schafft eine eigene Atmosphäre, die vollkommen den sehnsüchtigen Zeitgeist im Metal widerspiegelt.
Es mag deshalb schwer sein, sich heute noch darin einzufinden; trotzdem bleibt dieses Album als absoluter Geniestreich bestehen, der einen unbestreitbaren Platz in der Metal-Historie errungen hat.

Sicherlich nicht nur was für "Historiker", sondern für alle wahren Metal-Fans, die jenseits von Metallica und Slipknot noch offene Ohren haben.
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am 16. Januar 2004
Das erstmalige Hören dieser CD ist durchaus gefährlich!
Nichts ahnend spielte ich den ersten Titel an, der sehr ruhig beginnt.
Ich regelte etwas lauter und war gespannt, wie die Scheibe wohl werden wird.
Doch nach exakt 27 Sekunden wurde ich vor die nächstbeste Wand geblasen.
Was mir da aus meinen 1 Meter hohen Boxen entgegenschallte war schier unglaublich.
Ein Feuerwerk aus Drums und Riffs. Gegen den Sturm ankämpfend kroch ich zum
Lautstärkeregler zurück und entlastete meine Ohren.
Nach dem ersten Schock genoß ich jedoch den ersten Titel bis zum Ende und wusste sofort,
dass diese CD etwas ganz besonderes ist. Zugegeben der "Gesang" ist nicht jedermanns
Sache. Er wechselt jedoch öfter zu normalem Gesang, was einen schönen Kontrast aufbaut.
Auch die ruhigeren Titel, wie z.B. "Harvest" sind einfach nur göttlich. Erinnert
ein bischen an Anathema.
Spielerisch einfach nur perfekt.
Als gestandener Dream Theater - Fan dachte ich, mich könnte nichts mehr beeindrucken.
Doch weit gefehlt. Sicher sind Opeth härter orientiert, doch haben sie musikalisch
genauso viel drauf wie Portnoy und co.
Noch ein Wort zu "Patterns in the Ivy". Ein wunderschöner ruhiger Titel. Es ist unglaublich, mit
welch einfachen Mitteln man so göttliche Musik machen kann.
Abwechslungsreich ist diese CD also auch noch. Was gibts da noch zu bemängeln?
Ähm..... nichts! Meiner Meinung nach ist dies die beste CD von Opeth.
Eigentlich schade, dass es so viele von MTV & co. vergraulte Menschen gibt, die
überhaupt nicht wissen, was es für geniale Musik gibt.
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am 24. Dezember 2002
Melancholisch, vielseitig und progressiv wie eh und je präsentieren sich Opeth auf ihrem fünften Output. Wie jedes einzelne bisherige Album dieser ganz besonderen Band, so hat auch Blackwater Park seinen ganz eigenen Charme und seine unverwechselbare Atmosphäre. Die Jungs aus Schweden sind hier, besonders auf der ersten Hälfte des Albums, den Pfad zu etwas eingängigeren Strukturen weitergegangen, haben dadurch aber nicht ein Stück von ihrer Genialität eingebüßt; im Gegenteil: dies führt eher dazu, dass man die Songs zu fast jeder Gelegenheit bedenkenlos hören und genießen kann. Die zweite Hälfte der Platte hingegen ist ein ganzes Stück dunkler (ohne jedoch vollends auf Melancholie zu verzichten) und wartet mit zunehmend progressiveren Melodieführungen auf, die in gewohnter Perfektion gekonnt herübergebracht werden und den Zuhörer regelmäßig in Staunen versetzen.
Einmal mehr hat Frontmann Mikael Åkerfeldt hier sein unglaubliches Können hinsichtlich Songwriting und Technik bewiesen, und auch die anderen Musiker machen ihre Arbeit, wie immer, mehr als vortrefflich. Ich kann keine einzige langweilige Passage auf diesem Album feststellen, keine uninspiriert klingende Melodie, keine sonstigen Patzer; stattdessen werde ich bei jedem Durchlauf dieser göttlichen Platte aufs Neue vom Hocker gehauen. Das großartige Growling, das zu keiner Zeit unverständlich oder gar ekelig klingt, die wundervollen Cleanvocals, die wie immer genialen Gitarrenriffs, die treibenden und mit äußerster Präzision eingesetzten Drums und zu guter Letzt die Bassuntermalung, ohne die alles in sich zusammenfallen würde - alles fügt sich zu einem äußerst faszinierenden Gesamtbild zusammen. Unnütz zu erwähnen, dass dies alles auch noch vollkommen klar und deutlich aus den Boxen kommt.
Die Songs selbst sind äußerst abwechslungsreich und perfekt angeordnet. Der Opener „The Leper Affinity" ist eher hart, die Riffs sind aber stets melodiös und grandios umgesetzt; der Folgende Track „Bleak" steckt abermals voller genialer Riffs und Melodien - hier hat auch Stephen Wilson (Porcupine Tree) seinen gesanglichen Gastauftritt in einem sehr schönen cleanen Part, der nach einigen Durchgängen richtig zum Mitsingen anregt. Es folgt der ruhige Akustiksong dieses Albums, „Harvest", der zwar in Technik und Struktur nicht allzu komplex geraten ist, aber mit seinen Melodien eine ungeahnte, wunderschöne Melancholie entfesselt, die regelrecht die Sinne beflügelt. Nach dieser Entspannungsphase folgt das unglaublich geniale „The Drapery Falls", ebenfalls ein eher melancholischer Song, auch wenn hier wieder mehr Wert auf Härte gelegt wird; die Melodien, die bei diesem Song aus den Boxen erklingen, will man beim ersten Hören noch kaum wahr haben, solch eine unglaubliche Ausdruckskraft besitzen sie, und der später folgende aggressivere Part macht diesen Song erst richtig zu einem absoluten Glanzstück. „Dirge For November" ist ein Track, dessen langer harter Mittelpart von wunderschönen Akustikmelodien eingeleitet und abgelöst wird. Nach dem mit kaum ruhigen Stellen ausgestatteten „The Funeral Portrait" folgt ein kleines, schönes und hier sehr passendes Instrumental namens „Patterns In The Ivy", welches die Spannung auf den über zwölf Minuten langen Titelsong weiter anschwellen lässt. Dieser letzte Song lässt dann noch einmal die geballte Aggression auf den Hörer los, die allerdings mit den vielleicht progressivsten und großartigsten Riffs den ganzen Albums herübergebracht mehr als nur zu faszinieren weiß.
Insgesamt kommt das Album mit den auf den ersten Blick für diejenigen, die die Band nicht kennen, dürftig erscheinenden acht Songs auf 67 Minuten - eine mehr als überdurchschnittliche Spielzeit, die jedoch kein einziges Mal zu lang erscheint. Dass es sich hierbei um eine außerordentlich lohnenswerte Investition handelt, versteht sich sicherlich von selbst. Ein Album, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Meine Anspieltipps sind „Bleak" und „The Drapery Falls".
Klangqualität: 10/10
Eingängigkeit: 5/10
Innovation: 10/10
Wiederspielwert: 9,5/10
Stimmigkeit: 10/10
-------------------------
Kaufempfehlung: 10/10
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am 30. März 2001
Da denkt man, mit "Still Life" hat das schwedische Quartett ein Werk geschaffen, welches nur schwer zu übertreffen ist und dann das: Opeth's fünftes Album trotzt der sonst üblichen Annahme, das einer Band nach einer gewissen Zeit die Ideen ausgehen und ihre Alben mehr oder weniger gleich klingen. Mit Ihrem neuesten Geniestreich ist es der Band aus Götheburg mal wieder gelungen, den Zuhörer zu überraschen. "Blackwater Park" bildet die perfekte Symbiose aus der Härte von "My arms, your hearse" und dem Spielwitz und der Vielfältigkeit von "Still Life". Geboten werden insgesamt 8 Tracks, welche sich durch eine melancholische Grundstimmung auszeichnen, und die die Länge eines "normalen" Metaltracks bei weitem überschreiten (allein der Titelsong ist über 12 Minuten lang). Opeth verstehen es hervorragend, agressive Riffs mit sanften, akustischen Passagen aufzulockern. Ebenso verhält es sich mit dem Gesang von Frontmann Mikael Åkerfeldt. Neben den tiefen, fast schon gegrunzten Vocalpassagen setzt er ebenfalls auf klaren Gesang, um die Songs aufzulockern. Zugegeben, man braucht Zeit, um die komplexen Songs zu erfassen, ist dies aber erst einmal geschehen, so kann man sich dieser eigenwilligen Mischung aus Death- und Progressive-Metal Einflüssen einfach nicht entziehen und wird schließlich süchtig (so geschehen bei mir)! So langsam sollte man sich wundern, aus welchem Hut die Jungs diese Ideen für schmerzhaft schöne Melodien und kraftvolle Riffs hervorzaubern. Normal ist das jedenfalls nicht!
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. November 2007
Der Progressive oder Death Metal Fan war ich, bis auf wenige Ausnahmen wie Dream Theater und Porcupine Tree im Progressive Bereich und Death oder Cynic im Death Metal Bereich, ehrlich gesagt noch nie. Nun, Opeth waren mir eigentlich schon seit geraumer Zeit ein Begriff, aber viel gekümmert haben sie mich nie – bis zu dem Zeitpunkt an dem ich dieses Album das erste mal in kompletter Länge gehört habe. Die Mischung aus den oben genannten Genres führte dann letztlich dazu, das ich mir diese Band mal anhörte, und da stieß ich (glücklicherweise) gerade als erstes auf Blackwater Park.

Nun, nach dem ersten Durchlauf bleibt nicht viel hängen, auch nicht nach dem zweiten, aber die Musik hinterlässt dennoch ihren ersten Eindruck, und der war gut. Die Musik die hier geboten wird, erfordert jede Menge Zeit und Aufmerksamkeit, zum so nebenbei hören definitiv nur dann geeignet, wenn man schon text- und melodiesicher ist. Was macht dieses Album nun so dermaßen gut? – Hauptsächlich die Melodielinien und die auftretende kalte Atmosphäre! Gesanglich wechselt man sich zwischen tiefen growlen und dann wieder Engelsstimmchen ab. Die Songs haben alle Überlänge, jede Menge Tempowechsel und bieten vor allem diese Art von Überraschungen die man definitiv nicht erwartet, beispielsweise taucht nach drei Minuten Dauergegrunze und Metalriffs eine akustische Gitarre auf, die mit klarem schönen Gesang begleitet wird. Man kann hier definitiv keinen einheitlichen Songaufbau erkennen, zumindest keinen der sich durch’s komplette Album zieht, a la Strophe-Refrain-Schema. Harvest, zum Beispiel, kommt ganz akustisch daher und beweist einmal mehr, wie schön Musik doch sein kann. Desweiteren bauen die Schweden eine dermaßen klasse Atmosphäre in den Songs auf, wie sonst keine andere Band. Das nette Cover passt sich vollkommen der Musik an, die Produktion ebenfalls. Die Texte veranlassen zum nachdenken, die Gitarren-Soli zum Gitarre lernen, wenn man’s nicht schon kann. Bei diesem Album gibt es keine Grenzen, was Fremdgenre Einflüsse betrifft, in Bleak zum Beispiel taucht ein jazz-ähnliches Stück auf, und das Piano-Outro bei The Leper Affinity, nebenbei mal bemerkt: eines der besten Lieder die ich kenne, ist ebenfalls genial. Das doomig-progressive The Drapery Falls veranlasst ebenso wie alle anderen Lieder zum träumen. Am besten hört man das Album kurz vorm einschlafen oder an grauen, regnerischen Tagen und beobachtet dazu den Regenfall bei einer Tasse schwarzem Tee, das ist aber jedem selbst überlassen, so gefällt’s mir ganz gut, und so ist auch die Atmosphäre.

Wer gerne Progressive hört, und von Opeth bisher nichts kennt oder den die Death Metal Parts abschrecken, dem sei gesagt, unbedingt eine Chance geben, denn was hier abgeliefert wird, ist der reinste Wahnsinn, im positiven Sinne. Die Death Metal Parts, obwohl so offensichtlich raushörbar, hören sich mehr nach Progressive als nach Death Metal an und stören in keinster Weise, weder Atmosphäre noch die schönen Melodien. Blackwater Park ist meiner Meinung nach das beste was Opeth bis heute abgeliefert haben, und gehört auch in jede geordnete Metal-Sammlung, und wer mit dieser Platte Spaß hat, der soll sich auch den Vorgänger Still Life zulegen, denn der ist ähnlich klasse, wer dennoch lieber reinen Progressive ohne Growlen bevorzugt, dem sei Damnation (auch von Opeth) ans Herz gelegt, dort fallen diese nämlich weg. Anspieltipps könnte ich nennen, müsste ich aber jeden Track einzeln auflisten, denn dies ist ein absolut perfektes Gesamtwerk!
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am 20. November 2007
...ist dieses Album von Opeth.
Schon alleine der Opener The Leper Affinity ist ein super Song, doch das darauffolgende Bleak ist einfach nur über alles erhaben. Wo einem zunächst nur Geschredder, Gewalt und irgendeine Melodie entgegenfegt wird mehrmaligem Hören ein Song, der an Atmosphäre, Intensität, Ideenreichtum und bombastischem Sound eigentlich nur noch in The Drapery Falls einen ebenbürtigen Gegner findet.

Auch die anderen Songs, Harvest, The Funeral Portrait oder Dirge for Novembre sind wirklich Spitzenklasse, aber im Ernst, anders will man es doch von Opeth auch nicht erwarten.

In meinen Augen ist Black Water Park das größte Werk, dass Opeth bisher auf die Beine gestellt haben.
Natürlich, der Einstieg ist wie bei jedem Opeth Album nicht gerade einfach, da dauert es bei manchen Liedern schon vier oder fünf mal, bis es "Klick" macht. Aber wenn man dann einmal drin ist, dann gibt es kaum schöneres als sich von dem unglaublich genialen Anfang von The Drapery Falls, dem unerreicht fetten Wechsel von hart zu melodisch in Bleak, oder der Melancholie in Harvest berauschen zu lassen.

Keine Musik für zwischendurch, diese Scheibe verdient die volle Aufmerksamkeit.
Ausnahmsweise empfehle ich nicht die Snippets. Dieses Album sollte man als Gesamtwerk betrachten, Ausschnitte (und dann auch noch so kurze) zu hören halte ich für unangebracht.

Absolute Kaufempfehlung, alles unter 5 Sternen wäre eine Frechheit.
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am 18. Juni 2017
Da ich mich als ängstlicher Proggie vor fiesen Growls fürchte und daher der Mischung aus Retro Prog, Death Metal Instrumentalgewitter und rifflastigem Gekloppe nichts abgewinnen kann, werde ich die entsprechenden Songs, die musikalisch wirklich virtuos und vielseitig sind, bei meiner Bewertung einfach mal nicht berücksichtigen, und mir in erster Linie den hervorragenden Song „Harvest“ vornehmen.

Die ruhige Ballade wird von einer akustischen Rhythmusgitarre getragen, die vorzugsweise Moll-Tonarten anstimmt und die melancholische, beinahe hypnotische Atmosphäre prägt.
Eine Leadgitarre, die im Sound einer Harmonika ähnelt, übernimmt den 6/8 Takt als Leadinstrument, bevor Åkerfeldts versierter Gesang einsetzt. Besonders der Refrain, bei dem ich den Produzenten Steven Wilson im Hintergrund zu vernehmen glaube, weist einige kompositorische Kniffe auf. Der Charakter ähnelt den ruhigen Songs auf Damnation und Watershed. „Dirge for November“ ist auch zunächst gut, kommt aber im Vergleich nicht so überzeugend rüber, vor allem, weil nach dreieinhalb Minuten das Gegröle anfängt. Für die, die es interessiert: „Harvest“ und „Patterns In The Ivy“ sind die einzigen Titel, wo nicht gegrunzt wird. Fünf Sterne also für Harvest, man kann sich ja durchaus auch nur diesen Track herunterladen.
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am 10. Oktober 2001
Wenn Sie sich bis hierher durchgeklickt haben, da sie sich für Opeth interessieren, dann bedeutet dass, das sie einen sehr guten Musikgeschmack haben. Dann sollten sie jetzt auch nicht länger zögern, und diese atemberaubende Scheibe kaufen. Was die Musiker von Opeth hier abgeliefert haben, entbehrt sich jeder Beschreibung, denn jedes Wort um diese CD Opeth's zu beschreiben, wäre Untertreibung. Anscheinend haben Opeth ihr gesamtes Schaffen Revue passieren lassen und alles was ihren Sound ausmacht auf den Punkt gebracht. Diese Scheibe ist eingängiger als alle CD's davor, was bei Opeth natürlich nicht bedeutet, dass man jetzt Pop-Songs macht (immerhin haben wir es mit einer Death-Metal Band zu tun), die Songs sind immer noch sehr lang und technisch, aber jedes Lied hat mindestens eine absolut atemberaubende, mitreissende Melodie, die einen tagelang nicht mehr loslässt. Gut finde ich, dass man diesmal die harten Passagen etwas verstärkt hat, das Ganze ist mehr brutaler Death-Metal als jemals zu vor und doch ist mit "Harvest" wohl die perfekteste Ballade(!) der Musikgeschichte vertreten. Also OPETH, nach wie vor brutale, extreme Musik für Deather die auch mal gern träumen...
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