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Kundenrezensionen

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am 16. Juli 2014
film ist deutlich schlechter als die konkurrenz mit julie delphi.
es wird versucht mit geklauten einfällen,also einem detektiv-gespann
a la "name der rose"eine witzige gegenhandlung einzuflechten.
das ist aber gar nicht witzig,sondern schlicht dämlich.
"ski-lift mit uhrwerk-antrieb-haha...
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am 17. März 2011
... in die Gräfin.
Zunächst das Positive. Die Darstellung der Zeit, sprich der Historizität der Szene, ist durchaus gelungen. Der Film besitzt einen (gewissen) Unterhaltungwert. Punkt.
Jetzt das Negative. Wer Bücher über Elisabeth Báthory gelesen hat, wird von der falschen Darstellung ihrer Kindheit und Jugend enttäuscht sein. Sie ist das Opfer, die Unschuldige und die Missverstandene. Immer wieder werden für ihre "vermeintlichen" Grausamkeiten Erklärungen gesucht und auch gefunden. Und zwischen all dem tummeln sich zwei extrem erfinderische Mönche, die Inline-Skates, einen Fotoapparat und ähnliche Dinge erfinden (okay, wirkt kurzfristig lustig; sehr kurz).
Einzig und allein die Tatsache, dass am Ende eine Verschwörung gegen sie im Gange und endlich erfolgreich ist, gibt dem Ganzen dann ein wenig Aufwind + für den Philosophen die Frage, inwieweit die Gerichtsakten gefälscht wurden und die Gräfin tatsächlich unschuldig war.
Fazit: Hat man ein/mehrere entsprechende(s) Buch/Bücher gelesen: FINGER WEG!
Ansonsten: Kann man sich mal angucken... oder auch nicht.
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am 10. Juni 2013
Schlechte Bewertungen kommen oft durch falsche und dann nicht erfüllte Vorstellungen, Erwartungshaltungen zustande.
So sei gleich von Anfang an gesagt:
"Bathory" ist mitnichten ein stringenter, auf Authentizität setzender Historienfilm, und das ewige und für Film- und Literaturgeschichte so faszinierende Rätsel um die schöne Blutgräfin Bathory, die bis heute zu den unheimlichsten, geheimnisvollsten, und grausamsten Frauengestalten der Weltgeschichte gehört, wird hier in keiner Weise geklärt noch historisch akkurat aufgearbeitet.
Wer also eine ernsthaftere, aber damit auch wesentlich sprödere, filmische Interpretation haben möchte, der greife lieber zu dem zeitgleich entstandenen Film: "Die Gräfin" mit Julie Delphy.
"Barthory" jedoch lebt von der Faszination des Schauders, des Rätsels und Regisseur und Darsteller wählen für ihren Film eine absolut exzentrische, rauschhafte Erzählweise, bei der man die logische Ebene des Verstehen- Wollens ausschalten , sich stattdessen im Sessel zurücklehnen sollte und dann einen sinnlichen Bilderstrom ohnegleichen genießen kann.
An der Legende wird mitnichten gerüttelt, die Grausamkeiten jedoch in an Bilder von Hieronymus Bosch erinnernden großen Gemälden dargestellt, (wobei der Film für eine FSK- 16 Fassung alles ausschöpft).
Ansonsten ist der Film ein wunderbares, ja märchenhaftes, legenden- und sagenumwobenes Spiel der Exzentrik, des Grotesken, Bizarren.
Dazu passend präsentiert uns der Film von Anfang an einen bärtigen Mönch als Erzähler, kreisende Kamerafahrten über verfallene Schlösser, Rabenschwärme, faulende Skelette in finsteren Türmen, Kerzenschein, Folterkammern, und eine Bildsprache die so prächtig, so opernhaft und betörend ist, daß man von diesem Ausstattungs- und Kostümrausch nur in Staunen versetzt werden kann.
Als hätten sich hier alle Künstler des Hochmittelalters, des Barock ein Stelldichein gegeben um hier Sekunde für Sekunde wahrhaft schwelgendes, in jeder Farbe und Falte von den Gewändern, in jedem schauerromantischen Drehort ein fiebriges, opulentes Filmerlebnis zu erschaffen.
Opernhaft, exaltiert, bizarr, manchmal von seltsamer Komik wird hier in blutroten schweren, hypnotisierenden Farbspielen gemalt.
So entsteht ein vollkommen einzigartiges Kunstgemälde, das sich wenig um Logik, um durchdachte Dramaturgie, oder gar historische Korrektheiten kümmert.
Vermischt mit märchenhaft- düsteren Fantasy- Attributen, Bildverzerrungen, Spiegelungen, psychedelische Fieberträume.
Ein Ken Russel ("Gothik"), ein Peter Greenaway("Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber"), ein Pierre Jeunet ("Stadt der verlorenen Kinder") kommen in den Sinn, und wenn ein vollkommen überflüssiges Mönchs- Erfinderpaar sich zu dem blutigen Reigen gesellt, kann man entweder den Kopf schütteln, oder sich einfach von einem Film, der nur seine eigenen Spielregeln kennt bezaubern lassen.
Wirr-Wahnhaft-Wundervoll: Drei Attribute, die den Film auf den Punkt bringen.
Eine Tour de Force der Farben, unvergleichlich schönen Kostüme und barocker Wucht.
Hier wurde mit unglaublicher Akribie, Liebe zum Detail, Herzblut, eleganter Bildermagie und immensem Aufwand gearbeitet. Ein ganz eigener, märchenhafter Charme, dem man den europäischen Einfluß der Filmemacher anmerkt (eine amerikanische Produktion hätte niemals den Mut einfach so viele verschiedene Einflüsse ineinander zu verweben).
In seiner Skurilität ein großes Erlebnis.
Erwarten Sie kein stringentes Drehbuch, erwarten Sie ein prächtiges Patchwork-Kino, das von Horror, Schauerromantik, Historie, guten Schauspielern, Erotik, leuchtendem Blut, Märchen, Hexenkult alles in sich zu einem schwelgerischen, wunderschönen, morbiden Ganzen verschmelzt.
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am 29. Oktober 2010
Oder: Klischee vs. Kunst -- Kräuter vs. Blut

Manchmal werden in kurzen Zeitabständen zwei Filme mit gleicher Thematik veröffentlicht, die sich notwendigerweise aneinander messen lassen müssen.
Dazu gibt es ein passendes Beispiel: 1998 wurden zwei Katastrophenfilme zum Thema ,Meteoriten-Einschlag' auf die Leinwand gebracht:
"Deep Impact (Special Collector's Edition)" und "Armageddon - Das jüngste Gericht (Special Ed., 2 DVDs)".
Wie die beiden Interpretationen der Báthory-Biographie, hatten auch diese beiden Filme eine grundverschiedene Basis: Während "Deep Impact" versuchte, ein eher realistisches Bild der möglichen Ereignisse zu entwerfen, dem Thema eher wissenschaftlich-nüchtern begegnete, ist "Armageddon" ein typischer Bruce Willis-Film mit viel Action, Humor, amerikanischen Patriotismus und der unvermeidlichen "Yes, we can"-Einstellung (auch wenn der Slogan 1998 so noch auf keinem Banner stand).

Um in diesem Vergleichsbild zu bleiben, wäre "Báthory" (2008) die "Armageddon"-Variante: ein Fantasy-Film vor historischer Kulisse.

"Die Gräfin" (2009) ist die "Deep Impact"-Interpretation: die nüchterne Verfilmung einer historischen Biographie.

Ein Fantasy-Film ist keinesfalls per se geringer zu schätzen als ein anderes Genre. Im Umkehrschluss darf man allerdings an einen Fantasy-Film dieselben Ansprüche bezüglich der Figuren-Motivation richten:
Warum tut eine Figur dieses und nicht jenes? Was fühlt die Figur? Wie denkt sie? Was treibt sie an?
Das ist die Ebene auf der ich diese beiden Filme miteinander vergleiche: Wie nahe komme ich an die Figuren heran? Kann ich mitempfinden? Mitleiden?

Doch bei "Báthory" finde ich mich in der Rolle der unbeteiligten Zuschauerin wieder -- was nichts mit der schauspielerischen Leistung, sondern mit Drehbuch und Regie zu tun hat.
Natürlich kann man sich die Motivation einfach aus der Handlung ableiten, aber hier bleiben große Verständnis-Lücken - beispielsweise: Die Gräfin lässt alle Mägde auspeitschen, weil sie ein Frauenhemd im Bett ihres Mannes findet -- aber im nächsten Augenblick befiehlt sie dem Maler ihr einen Kuss zu geben.
Das wirft die Frage auf: Was für ein Moralverständnis hat diese Frau nun? Mit welchem Maß misst sie? Rächt sie sich nur? Empfindet sie überhaupt etwas Merisi (dem Maler) gegenüber? Diese Fragen bleiben offen. Einzig der Hinweis "ich brauche Zärtlichkeit" wird gegeben. ... Nun ja, ihr Mann hat anscheinend auch ,Zärtlichkeit' gebraucht.
Auch die Beziehung zu ihrem Ehemann, später zu Merisi Caravaggio (sic!) bleiben oberflächlich und im wahrsten Sinne des Wortes: blutleer.

Ein weiteres grundlegendes Problem dieses Films ist, dass er zuviel erzählt, zu oberflächlich. Er jongliert mit zu vielen Elementen gleichzeitig und wird wenigen gerecht.
Beispielsweise ist der Anteil an wilden, unübersichtlichen Schlachtenszenen hoch, doch was erfahren wir denn wirklich über die Konflikte, Gefühle des Grafen und seiner Leute?
Auch hier bleibt Drehbuch und Regie stets auf der Oberfläche der Dinge - Beispiel: Graf Báthory und Juraj Thurzo sind - so wird ja ausreichend oft gesagt - engste Kriegskameraden, die seit Jahren (!) an der Front gegen die Türken kämpfen. Dann geraten beide in Gefangenschaft und ihnen droht anderntags die Enthauptung. Doch Thurzo hat einige Goldmünzen in seinem Stiefelabsatz versteckt und kann sich und den Grafen freikaufen.
Frage: Ist es wirklich wahrscheinlich, dass sie einander die Hand geben - noch auf den ersten Metern der Flucht? Und der eine dem anderen dafür so explizit dankt?
Antwort: Nein. Denn sie haben zusammen Jahre im Krieg verbracht, sie werden einander dutzendfach das Leben gerettet haben. Sie brauchen sich nicht mitten auf der Flucht die Hand zu geben und zu sagen: "Das werd ich Euch nie vergessen." (Wörtliches Zitat.)

Ein anderes Beispiel ist die Rolle des übergeordneten Erzählers: Ein Mönch, der die Rolle des Chronisten einnimmt. Wohl um die Frage zu beantworten "wie kann der Mönch das alles wissen?", erhalten er und ein Novize Recherche-Gastauftritte im Geschehen. Dabei hantieren die beiden mit Fantasie-Gerätschaften: Rollschuhe mit drei Rädern; Abhör-Rohre mit unglaublicher Akustik, und sage und schreibe einem kopfkissengroßen Fallschirm, der sogar aufwärts steigt.
Was soll man damit anfangen? Diese witzigen ,Randbemerkungen' konterkarieren alles, was in diesem Film ernst zu nehmen gewesen wäre.

Und ebenso konterkariert diese klischeeartige Darvulia die eigentlich gut angelegte Person der Gräfin.
Darvulia, mit ihren grün/blau-aufleuchtenden Augen (als Zeichen, dass sie gerade ihre Magie ausübt) hat große Ähnlichkeit mit einer der Hexen in den tschechischen Märchenverfilmungen der 70er und 80er Jahre. Warum wird Darvulia so stereotyp dargestellt? War das notwendig?

FAZIT:
"Báthory" ist ein Film, dem man sehr deutlich die tschechisch-slowakischen Wurzeln des Regisseurs anmerken kann, der streckenweise leider nicht über ein opulent ausgestattetes Märchen hinauskommt, trotz hervorragender Besetzung mit Anna Friel und Hans Matheson.
So auch in der Konfliktdarstellung: Nur Kräuter, nichts weiter. Die Gräfin als Opfer einer Intrige.

"Die Gräfin" von und mit Julie Delpy und Daniel Brühl ist der nüchterne, historische Versuch. Streng an die physikalische Realität gebunden, sehen wir hier eine sehr starke Frauenpersönlichkeit, deren Gefühle deutlich gezeigt werden: Zum einen die große Liebe zu Istvan Thurzo (D. Brühl) und zum anderen die Angst vorm Altwerden, in Zusammenhang mit dieser Liebe.
Das macht die Delpy-Gräfin zu einem nachvollziehbaren Charakter, die aus Angst vor Liebes-/Attraktivitätsverlust zu ,ungewöhnlichen' Mitteln greift.
Und so auch die Konfliktdarstellung: Es ist Blut. Und die Gräfin wird Opfer ihrer eigenen Unsterblichkeitsphantasie.
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am 24. August 2015
wie schon der titel sagt, kann man sich den film sparen. er wäre ja so ein vertreter der eher seichten unterhaltung ohne echte höhen und tiefen ABER ich habe die BlueRay Version und der TOn ist nichtmal auf youtube Niveau und schwankt sehr stark in der Lautstärke und ist manchmal super stark verrauscht. (auf PS§ sowie blue ray player mit 5.1 anlage, kopfhörern und über tv boxen getestet) der ton ist sogar so schlecht das man sich den film dadurch fast nicht ansehen kann.
..der rest des films ist so in etwa ein wenig auf dem trash niveau von xena oder herkules (den serien) ohne deren komödiantischen teil ernsthaft zu treffen.
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am 12. August 2015
Also Zu dem Film gibt es nicht viel zu sagen ich mag ihn jedenfalls sehr und kann ihn jeden ans herz legen der auf Solche sachen steht Mitelalter und sowas halt :))

Zur DVD sie ist ohne jegliche Krazer oder benuzungs spuren hier angekommen was mich sehr erstaunt hat da ich sie ja als Gebraucht gekauft habe also kann man da echt schon ordentlich sparen :)
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am 29. Mai 2015
Der Stoff der Vita Elisabeths von Bathory verfilmte Juraj Jakubisko in der ästhetisch ansprechenden Art, wie es der Zuschauer von tschechischen und ehemals tschechoslowakischen Produktionen gewöhnt ist. Die Ausstattung entspricht der Zeit der "Blutgräfin" und die Atmosphäre sowie tolle Schauspieler geben dem Film einen speziellen unterhaltungswert. Die Erzählung lehnt sich stark an der Tatsachengeschichte an und gerade, weil der Mythos um die Grausamkeit der Elisabeth scheinbar "harmlose" Erklärungen findet, legt er in der Realität durchaus vorhanden gewesene politische Interessen frei, die zur Verurteilung der Grafin führten.
Die eher romantische Liebesbeziehung zu ihrem Gatten und die impulsive Affaire mit Caravaggio lassen sich historisch sicherlich weniger nachweisen und geben dem Film eine doch eher auf das weibliche Geschlecht zielende Dekoration.
Sehenswert und für Renaissanceliebhaber eher ein muss, als für Vampirfans.
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am 24. April 2011
Um die Blutgräfin Elisabeth Bathory ranken sich viele Mythen. Deshalb war ich sehr gespannt auf die filmische Umsetzung des Themas. Man hätte den Stoff als Historienfilm, politisches Drama, Thriller oder Horrorfilm verarbeiten können. Stattdessen wird uns hier ein kruder und unfreiwillig komischer Mix aus konfuser Handlung und idiotischen Einfällen (Rollschuhe und telefonähnliche Abhöranlagen im späten Mittelalter!!!) vorgesetzt. Das war einer der wenigen Filme, bei denen ich mich zwingen musste, sie überhaupt zu Ende zu sehen. Einzig die Hauptdarstellerin Anna Friel fiel positiv auf. Von ihr sähe ich gerne mehr - aber bitte in besseren Filmen!
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am 25. Mai 2013
ein toller film in allen belangen. wenn man bedenkt das laut wikepedia diese frau mehrere hundert mädchen ermorden lies oder es selbst tat,allso eine wahre geschichte ist. dies lässt der film leider etwas zu offen.haben sich die filmmacher nicht getraut?
davon mal abgesehen sind die kostüme und sämtliche ausstattung ganz prächtig und realistisch.hier ist alles drin,liebe,menschliche abgründe und geschichte.top.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2010
Erzsebet Bathory wurde 1560 in Nyirbator, Nordosten Ungarn geboren. Das adlige Bathory-Geschlecht gehörte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Familien des Landes.
Bereits im Alter von elf Jahren wird das Kind mit Ferenc Freiherr Nadasdy verlobt, dem Sohn einer anderen ungarischen Adelsfamilie. Mit 15 Jahren feiert sie Hochzeit.
Erzsebet (Anna Friel) bekommt fünf Kinder, während ihr Mann (Vincent Regan) als der "schwarze Ritter" Feldzüge gegen die Osmanen führt. Der besonders harte und langjährige Krieg findet seinen Tribut, Ferenc finddet immer mehr Gefallen an besonders grausamen Folterungen und bei seinen Besuchen zu Hause wird er diese Dämonen nicht los.
Sie findet Gefallen am gefangenen jungen Maler Merisi Carravaggio (Hans Matheson), der auf Geheiß ihres Mannes ein Gemälde seiner Familie fertigen soll. Immer wieder tut sich der mit dem Bathorys verbündete Georg Graf Thurzo von Bethlenfalva (Karel Roden) darin hervor, dass er undurchsichtige Pläne im Hintergrund schmiedet. Als aus Versehen die Gräfin vergiftet wird, kann nur noch die Hexe Darvulia (Deana Horvathorva) den Tod verhindern. Fortan wird sie zur Vertrauten der Gräfin. Schon seit längerer Zeit kursierten nicht nur bei der verängstigten Landbevölkerung Gerüchte, denen zufolge die Gräfin junge Frauen ermordet. Man munkelt die Bestie würde deren Blut trinken und darin zu baden. Ein Jungbrunnen ? Ein Vampir ?
Interessanterweise vergingen viele Jahre seit Hammer Kultikone Ingrid Pitt als "Comtesse des Grauens" diese historische Persönlichkeit als Blutmonster darstellte, in den letzten Monaten bemühten sich sogar zwei Filme, dieser durch damalige Gerichtsprotokolle immer noch sehr bekannte Geschichte adäquat, ohne Splatter und Trashpotential, auf die große Leinwand zu bringen: Einmal Julie Delphys "Die Gräfin" und einige Monate vorher die stellenweise etwas surrealere britisch-tschechisch-slowakisch-ungarische Co-Produktion "Bathory" von Juraj Kakubisko.
In der Titelrolle ist Anna Friel zu sehen, die gut spielt und auch das notwendige Charisma ausstrahlt, die für diese Darstellung auch wichtig ist.
Auch Karel Roden als ihr Widersacher hat einige gute Szenen...
Ebenfalls gut der Einsatz zweier Mönche, die das Treiben beobachten und mit einigen innovative Erfindungen gefallen...
Der bis dato teuerste tschechische Film (10 Millionen Euro) ist sehr gut ausgestattet und vermittelt eindrückliche Bilder aus dem Leben um 1600. Mit einer Laufzeit von fast 140 Minuten demonstriert er eine gewisse epische Größe.
Der Film arbeitet mit einigen Traumsequenzen, die die mögliche Umnachtung der Gräfin zeigen soll, in einer Zeit als sie auf ihre Zaubertränke schwört. Gelegentlich fliesst Blut in diesen "Träumen" - als Hauptpart für ihre Verhaftung im Jahr 1611 wird aber die politische Intrige dominant entlarvt. Somit vermeidet der Film nur eine Deutung zu zeigen und lässt einiges offen, so auch die Frage, ob Erzebet tatsächlich diese größte Serienmörderin aller Zeiten ist, wie das Guinness Buch der Rekorde sie führt...
Ein recht gelungener Historienfilm, gelegentlich mit etwas wirrer Dramaturgie aber ohne Längen....
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