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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
Samson And Delilah [DVD]
Format: DVD|Ändern
Preis:12,97 €+ 3,00 € Versandkosten

am 12. Juli 2013
Wer einen Film über die Australischen Ureinwohner sehen will, ohne von verkitschter Indigen-Romantik genervt zu werden, muss hier zugreifen.

Der biblisch klingende Titel täuscht. Die Story spielt in einer allzu modernen, recht gottlosen Realität, einem Aborigine-Reservat, irgendwo im Outback. Offensichtlich ohne Mitsprache der Bewohner hingestellte triste Einheitshäuser sind verfallen, ein öffentliches Telefon schellt sinnlos vor sich hin.

In dieser Mini-Siedlung haust an einem Ende der 15-jährige schwerhörige Samson, ein liebenswerter, aufsässiger Charakter, der schon morgens Benzin schnüffelt und die Reggae-Band seines Bruders stört. Am anderen Ende pflegt die 16-jährige Delilah, einsilbig und diszipliniert, ihre Oma und hilft beim Herstellen von Aborigine-Gemälden. 200 Dollar zahlt der Händler für ein Bild das man später mit einem 22.000 Dollar Preisschild in einer Galerie sieht.

Der kleine Lebensrhythmus in der Siedlung wiederholt sich Tag auf Tag, wie der ewig gleiche Reggae-Beat. Samson wirbt um Delilah, Delilah verliebt sich in Samson. Wortlos, lakonisch, mit Gesten statt Sprüchen. Als beide aus unterschiedlichen Gründen verprügelt werden ist der Zyklus der Monotonie durchbrochen. Sie stehlen ein Auto und machen sich auf in die Stadt der Weißen. Das wird hart, sehr hart; mehr vom Plot sei hier nicht verraten.

"Samson & Delilah" wurde mit internationalen Preisen geradezu überschüttet, darunter der Goldenen Palme in Cannes 2009 und dem Film Critics Award beim Dublin Film Festival. Warum? Vielleicht auch, weil er kaum Dialoge hat. Umso intensiver sprechen Warwick Thorntons bewegende Bilder. Jede Einstellung der sensibel geführten 35mm-Handkamera vermittelt viel mächtiger als Sprache es je könnte, was gerade passiert und wie sich das anfühlt. So intim und faszinierend spricht uns das an, wie die Traumbilder der Walpiri-Aborigines, wenn man bereit ist, sich auf sie einzulassen. Die Hauptdarsteller Larissa Gibson und Rowan McNamara sind Laien. Thorntons Regie gelingt es, ihre Unerfahrenheit in Authentizität zu wandeln.

Und der Zuschauer kann überhaupt nicht anders; er wird gepackt und hineingezogen in die Geschichte. Kein einfaches Werk aber unbedingt ein Meisterstück.
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am 4. August 2014
Der Film erzählt nüchtern, aber nicht humorlos die bewegende Geschichte eines jungen Pärchens. Er kommt dabei fast ohne Worte aus und lässt dem Zuschauer viel Interpretationsspielraum. Anrührend, aber nicht pathetisch.
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am 29. August 2013
Hab den Film 2009 in Australien gesehen und er hat mich nicht mehr los gelassen.
Ein Film ohne viele Worte, aber vielen Emotionen und Schockmomenten!
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