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Kundenrezensionen

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am 22. Mai 2010
Die Blu-Ray von 'Goldrausch' weist ein schön restauriertes HD-Bild + einem sehr gut klingendem DTS-HD Mono-Ton in deutsch und englisch auf. Zwar sind die Restaurationen von 'Der große Diktator' und 'Moderne Zeiten'noch einen Tick besser gelungen, aber alles in allem glaube ich, kann man den Film wohl so schnell (vielleicht nie) in einer besseren Qualität genießen. Unter den Extras wie eine Doku über die Entstehung, der Film-Einführung durch einen Chaplin-Biografen und dem Chaplin ABC, das aus verschiedenen Ausschnitten aus CC-Filmen besteht, ist vielleicht das interessanteste die restaurierte Stummfilmfassung des Films von 1929. Da man bisher im TV und auf allen DVD-VÖs nur die bekannte Version von 1942 zu sehen bekam, ist dies ein echtes Schmankerl für Chaplin-Fans. Das diese Fassung nur in SD-Qualität vorliegt ist allerdings schade.
Fazit: DER Chaplin-Klassiker in bester Qualität. Unbedingt kaufen.
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am 5. August 2001
in der fassung als dvd ist diese version eine doppelte enttäuschung. erstens ist die version des films zu sehen, die chaplin 1942 nachträglich mit einer tonspur versah: ein schmalziges orchester begleitet die handlung (immerhin hört man chaplin's kompositionen) und ein erzähler kommentiert jede bewegung der akteure. insbesondere die erzählstimme ruiniert den gesamteindruck, weil dadurch die pantomime der darsteller völlig überzogen wirkt. die originalfassung von 1925 ist natürlich ein stummfilm und wurde damals live von einem orchester begleitet. sprecher gab es nicht. die einzige lösung: ton abschalten! dann entfaltet der film wirklich seine magie. es ist kaum zu glauben, welchen schaden die wirkung der schauspieler durch die nachträgliche "synchronisation" nimmt. (noch dazu bietet die dvd nur den deutschen text und nicht das englische original - vielleicht wäre das ja besser?)
mein zweiter kritikpunkt betrifft die machart der dvd. es gibt keine nennenswerten extras, die hintergrundinformationen zum film (ein paar texttafeln) könnte man gemütlicher als beilage zur videokassette lesen und die ton spur gibt's wie gesagt nur deutsch und nicht im original. wer also einen videorecorder zuhause hat, kann sich getrost das video kaufen und ein paar mark sparen.
der film ist zu recht ein klassiker. ich hätte aber viel lieber die stummfilmfassung von 1925 gefunden.
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am 1. Dezember 2005
Charles Chaplins unbestritten größtes Meisterwerk gilt noch heute als ein absoluter Kino-Klassiker und wurde 1958 im Rahmen der Brüsseler Weltausstellung von über 100 internationalen Filmwissenschaftlern zu den zwölf besten Filmen aller Zeiten gerechnet. Dabei erlebte der kleine Tramp, Chaplins unvergleichliches zweites Film-Ich, mit diesem Werk ein kleines Comeback. Nach seinem zuvor gedrehten Melodram "Die Nächte einer schönen Frau", das nicht den von Chaplin erwarteten Erfolg verbuchen konnte, kehrte der Komiker wieder zu seiner Paraderolle zurück. Seiner perfektionistischen Arbeitsweise kam dabei zugute, dass er als Mitbegründer der United Artists die absolute Kontrolle über seine Filme hatte.

Den kleinen Tramp verschlägt es diesmal samt Hut und Stock ins Alaska des Jahres 1898. Der Goldrausch zieht Millionen von Menschen an, darunter auch Charlie. In denkbar unpassender Kleidung, von den Gefahren der Natur bedroht, kann er sich in eine Goldgräberhütte retten. Dort lernt er die bei den Schürfer Black Larsen (Murray) und Big Jim (Swain) kennen, die Charlies Schicksal bei seiner weiteren Suche nach Reichtum und Glück bestimmen. Am Ende der entbehrungsreichen Odyssee macht Charlie nicht nur einen sagenhaften Goldfund, sein unbeirrbares, zielstrebiges Wesen wird auch mit der Liebe einer Saloon-Sängerin (Hale) belohnt.

Fünfzehn Monate Drehzeit bei einem Budget von 500.000 Dollar brauchte Chaplin, um einen Film zu drehen, dessen berühmtesten Szenen Filmgeschichte geschrieben haben. Die aus dem Hunger geborene Idee, seine eigenen Schuhe zu essen und der Tanz der Brötchen auf der Gabel waren schon kurz nach dem Anlaufen des Filmes beim Publikum so beliebt, dass sich einige Kinobesitzer entschlossen, sie am Ende der Vorführung noch einmal zu wiederholen. So schaffte es "Goldrausch" spielend, noch im ersten Jahr seiner Aufführung das Vierfache der Produktionskosten einzuspielen. 1942 schnitt Chaplin den Film komplett neu, entfernte alle Zwischentitel und fügte seine eigene Musik und einen selbstgesprochenen Kommentar hinzu. Obwohl der Film zu diesem Zeitpunkt schon 17 Jahre alt war, wurde die Aufführung der neuen Fassung ein größerer Erfolg als der originale Stummfilm von 1925. Über "Goldrausch" ist Chaplins berühmte Aussage überliefert: "Mit diesem Film möchte ich in Erinnerung bleiben", was Ihm mit diesem filmischen Wunderwerk wohl auch gelungen sein dürfte.

Im Gegensatz zu der billig überspielten DVD-Erstausgabe von 1999, wurde das Filmmaterial für dieses edle 2 DVD-Set komplett neu von den Original-Negativen abgetastet und remastert. Bild und Ton erstrahlen in nie zuvor gesehenem Glanz. Enthalten ist auch ein 12-seitiges Booklet mit vielen Fotos und Informationen.
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am 3. Januar 2013
Skurrile Situationen gibt es in "Goldrausch" zu Genüge, seine Berühmtheit erlangte der Film allerdings aufgrund einer ganz speziellen Szene: Vier elegant gekleidete Flapper-Girls, die mit ihrem schrillen Kopfputz locker als hedonistisch veranlagte Leerlaufexistenzen einer auf Pump finanzierten Spaßgeneration durchgehen, sitzen hoch oben im eisigen Alaska in einer schlichten Holzhütte an einem festlich geschmückten Tisch. Mittendrin der kleine Tramp, der sein seltenes Glück kaum fassen kann, weil eine der vergnügungssüchtigen Damen seine große Liebe Georgia ist, die an diesem Silvesterabend sein sonst so einsames Dasein mit einem zärtlichen Lächeln füllt. Die illustre Runde bittet ihn schließlich zur Feier des Tages eine Rede zu halten, doch der Tramp findet in seiner Verlegenheit einfach keine Worte, sodass er kurzerhand zwei Gabeln zweckentfremdet, die er jeweils senkrecht in ein Brötchen steckt, um sie wie grazile Tanzbeine im Rhythmus der Hintergrundmusik virtuos über den Tisch wirbeln zu lassen. Als die Mädchen amüsiert applaudieren, schiebt Chaplin noch dieses unschuldige, kindlich naive Lächeln eines ewig Gescheiterten hinterher, das in seiner kokettierenden Schüchternheit leise andeutet, warum ihn gerade jüngere Frauen damals so innig begehrten. Die Rolle der Georgia war eigentlich zunächst für Chaplins 16jährige Geliebte Lita Grey vorgesehen, die aber plötzlich schwanger wurde und deshalb durch die zuvor noch unbekannte Schauspielerin Georgia Hale ersetzt werden musste. Mal abgesehen davon, dass sich die Tür zum Herzen einer Frau mit so einem originellen Transpositionsgag natürlich wesentlich leichter öffnen lässt, verfügt dieser sogenannte Brötchentanz über einen derart zauberhaften Charme, dass selbst Johnny Depp fast 70 Jahre später in "Benny & Joon" nicht umhin kam, diese Nummer noch einmal als Hommage auf der Leinwand zu zelebrieren.

Doch bei Chaplin ist alles nur eine geträumte Illusion, denn in Wahrheit hat die etwas oberflächliche Georgia, eine Animierdame, den armen Tramp an besagtem Abend fürchterlich versetzt. Anstatt der versprochenen Verabredung zu folgen, blieb sie nämlich in der überfüllten Tanzhalle dieses beschaulichen Goldsucher-Städtchens hängen, ausgerechnet an der Seite des arroganten Jack, der Georgia schon seit längerem nachstellt, dessen rustikale Liebesbekundungen sie allerdings nur ohrfeigend erwidert. In der schillernden Halbwelt dieses vital pulsierenden Freudentempels lief ihr auch der Tramp erstmals über den Weg, der seitdem schwärmerische Gefühle für Georgia hegt, die jedoch die Angebetete mit einem spöttischen Blick in den Augen geflissentlich übersieht. Georgias Läuterung setzt erst ein, als sie das liebevoll zubereitete Silvester-Festmahl ihres selbstlosen Verehrers entdeckt, der sein trauriges Gemüt aber bereits in Richtung Saloon trägt, sodass sich die beiden unglücklicherweise verpassen. Dort trifft der Tramp wenig später auf seinen alten Goldgräber-Kompagnon Big Jim McKay, der inzwischen sein Gedächtnis verloren hat und deshalb nicht mehr weiß, wo genau sich die Mine befindet, die er vor einigen Tagen draußen in der Einöde entdeckte, kurz bevor der Tramp und Big Jim zufällig vom Schicksal aneinandergekettet wurden, als sie in der Blockhütte des berüchtigten Schurken Black Larsen Schutz vor einem Unwetter suchten. Ein erzwungener Aufenthalt, der nicht ganz ohne turbulente Reibereien über die Bühne ging, weil die raue Natur die drei ungleichen Glückssucher schreckliche Hungerqualen erleiden ließ, die zugleich animalische Halluzinationen nach sich zogen. Big Jim stellt dem Tramp nun eine lukrative Beteiligung an der Mine in Aussicht, wenn er ihn noch einmal zu Black Larsens Hütte in der Nähe der Goldader führt. Doch nachdem die beiden dort angekommen sind, bläst ein unbarmherzig tobender Schneesturm die Behausung zur Hälfte über den Abgrund einer Felsklippe.

"Goldrausch" ist mittlerweile kein lupenreiner Stummfilm mehr, denn Chaplin entschied sich im Jahre 1942 in einer Nachbearbeitung zu einer Tonfassung, indem er einerseits begleitende Kommentare einer selbst gesprochenen Erzählstimme einfügte und andererseits die Bilder mit eigenhändig komponierten Musikstücken unterlegte, die in ihrem Klang stark zwischen verträumten Spielereien und sentimentalem Pathos schwanken. Zudem wurde der ursprünglichen Handlung eine Eröffnungssequenz vorangestellt, in der man einen schier endlosen Strom an Menschen über den verschneiten Chilkoot-Pass am Klondike ziehen sieht. Damals gab es noch genügend Verrückte, die an die Selbstheilungskräfte des amerikanischen Traums glaubten. Etwas kümmerlich fällt dagegen der Schluss aus, weil die finale Sequenz aus bis heute ungeklärten Gründen der Schere zum Opfer fiel und das Happyend somit durch eine neutralere Auflösung ersetzt wurde. Trotz dieser Veränderungen hat der Film dennoch kaum etwas von seiner Faszination eingebüßt, was nicht nur an Chaplins sagenhaft sicherem Gespür für Slapstickeinlagen und seinem pantomimischen Talent liegt, sondern auch an der frappierenden Authentizität, die einige Aufnahmen immer noch ausstrahlen. So wurde die waghalsige Szene auf der Gletscherspitze mit dem Miniaturmodell einer Blockhütte nachgestellt, ohne dass die Bilder etwas an ihrer raffiniert suggerierten Echtheit einbüßen.

Für einen Film, der inzwischen 88 Jahre auf dem Buckel hat, verfügt diese Blu-Ray über ein nahezu perfektes Bild. Schmutzspuren wurden weitgehend entfernt, die Konturen sind scharf und ein Schlieren ist kaum zu erkennen. Üppig fällt das Bonusmaterial aus. Zusätzlich verfügbar sind: die restaurierte Original-Stummfilmfassung von 1925, das Chaplin-ABC (30 Min.), die Dokumentation "Chaplin Heute – Goldrausch" (26 Min.) und Fotogalerien.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. August 2016
1925 feierte die Komödie "Goldrausch" von Charlie Chaplin (1889-1977) seine Premiere und wurde zu einem weiteren Klassiker aus der Stummfilmzeit.

Der Tramp sucht in Alaska nach Reichtum und Glück, auch wenn alles so unerbittlich und gefahrvoll ist. Trotz all dieser Schwierigkeiten verliebt er sich in eine Saloontänzerin.

Dieser Film ist zurecht ein Klassiker in Sachen Slapstickkomik.
Ich liebe die unvergesslichen Szenen des Films, wie der Brötchentanz und die Blockhütten-Szene.

Das einzig bedauerliche ist es, dass es die Tonfilm-Fassung von 1942 ist, auch wenn es interessant ist Charlie Chaplin im Original anzuhören. Man hätte in dieser DVD auch die Stummfilm-Fassung hinzufügen können.

Nichtsdestrotrotz ist "Goldrausch" einfach nur belebend für alle, die das Lachen nicht verlernt haben.
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Für Charlie Chaplins lebhafte Phantasie jedenfalls, denn ob er nun vergeblich gegen den rauhen Wind anläuft, sich in der Vorstellung seines von Hunger geplagten Leidensgenossen Big Jim (Mack Swain) in ein überdimensionales Huhn verwandelt, ob er zusammen mit Big Jim seinen Schuh verspeist, den er zuvor mit kulinarischer Finesse zubereitet hat, oder ob er gegen Ende des Filmes in der über dem Abgrund hängenden Hütte um sein Leben kämpft - Chaplins kleiner Tramp reiht eine unvergeßliche Situation an die nächste. Nicht zu verschweigen ist da auch jener berühmte Brötchentanz, der ebenfalls in einer Hütte stattfindet und für dessen unlizenzierte Nachahmung Grampa Simpson Jahrzehnte später in ernste Schwierigkeiten geraten sollte.

Chaplin hat sich gewünscht, vor allem mit "The Gold Rush" (1925) in Erinnerung zu bleiben, und angesichts der obigen Aufzählung berühmter Filmmomente dürfte wohl klar sein, daß ihm dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Die Geschichte dieses Filmes ist eigentlich schnell erzählt: Der kleine Tramp versucht wie viele andere sein Glück in Klondike, doch ist er nicht sehr erfolgreich. Gegen die Kälte und den Schnee flüchtet er sich in eine schäbige Hütte, doch der dort hausende Black Larsen (Tom Murray), ein entflohener Verbrecher, versucht, ihn in den todbringenden Schneesturm zurückzujagen. Nur die Ankunft des vierschrötigen Big Jim, eines soeben fündig gewordenen, dann aber vor der Macht der Elemente geflohenen Goldsuchers rettet den Tramp. Als schließlich der Hunger in der Hütte so groß wird, daß jemand Hilfe holen muß, fällt das Los auf Black Larsen. Dieser zieht zwar los, erschießt auf seinem Weg aber zwei Goldsucher, die er ausraubt, und macht sich davon, nur um bald darauf selbst einer Lawine zum Opfer zu fallen. Die beiden Freunde in der Hütte werden immer mehr vom Hunger gequält, und schließlich muß der Tramp vor dem delirierenden Big Jim fliehen. Unten in der Goldgräberstadt dann ereilt ihn ein mindestens ebenso verheerendes Schicksal wie ein vorzeitiger Tod, verliebt er sich doch, anscheinend unglücklich, in die schöne Tänzerin Georgia (Georgia Hale), die zunächst bestenfalls gutmütigen Spott für ihn übrig hat.

Weiteres soll an dieser Stelle über die Geschichte gar nicht verraten werden, allenfalls dies, daß sie nicht ohne Schwächen ist: Wie beispielsweise soll Big Jim die ganze Zeit in der Eiswüste überlebt haben? Allerdings ist die Handlung wie bei jedem guten auf Situations- und Charakterkomik aufbauenden Film wohl eher zweitrangig, steckt sie doch nur den Claim ab, auf dem der kleine Tramp seine Kapriolen schlagen wird. Wie bei Chaplin üblich, reichen sich Humor und Komik die Hand mit Sentimentalität und Gefühl, doch hält sich der Zuckergehalt in "The Gold Rush" glücklicherweise in Grenzen. Ganz im Gegenteil gelingt es Chaplin hier, die Gefühle, die der Tramp für das Mädchen hegt, auf sehr rührende, zu Herzen gehende Art und Weise zu zeigen - etwa wenn er nach dem Tanz mit Georgia ein Photo von ihr vom Boden aufhebt und mit sich nimmt oder wenn er sich in der Silvesternacht vorstellt, wie es wohl wäre, wenn sie jetzt mit ihm am festlich gedeckten Tisch säße.

Die Blu-ray bietet den Film in der Version von 1942, für die Charles Chaplin, dem Wandel des Publikumsgeschmacks Rechnung tragend, die Zwischentitel herausgeschnitten und höchstselbst den Erzähler gegeben hat. Die deutsche Version dieser Erzählerstimme ist übrigens nur schwer erträglich. Neben einem Chaplin-ABC, das thematisch sortierte Ausschnitte aus Chaplins Filmen bietet und wirklich sehr kurzweilig ist, gibt es u.a. auch eine kurze Einführung durch David Robinson, den Chaplin-Biographen. Hier wird sehr beeindruckend gezeigt, wie in der sonnendurchglühten Landschaft Kaliforniens eine künstliche Schneelandschaft erzeugt wurde, und auch der alternative Schluss des Filmes findet sich: ein ziemlich inniger Kuß zwischen Georgia und dem Tramp, der wohl auch etwas über die Beziehung zwischen Chaplin und Georgia Hale aussagte, aber in der endgültigen Version durch ein züchtigeres Händchenhalten der beiden Figuren ersetzt wurde. Georgia Hale war übrigens nicht die erste Wahl für die Rolle des love interests in diesem Film; sie ersetzte vielmehr Lita Grey, die ursprünglich für die Rolle vorgesehen war, dann aber, mit 15 Jahren, von Chaplin schwanger wurde und eine unglückliche Ehe mit ihm schließen mußte.

Die Bildqualität der Blu-ray ist für einen so alten Film wirklich ausgezeichnet, aber selbst diese verblaßt angesichts der klassischen Chaplin-Highlights, die diesen Film - neben "Modern Times" (1936) und "The Great Dictator" (1940) - für mich zu einem seiner besten machen.
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am 5. Januar 2008
In dieser Version des brillanten Stummfilmklassikers ist eine Erzählstimme über die Bilder gelegt, die permanent kommentiert, was man eh im Bild sieht. Also: Finger weg, und lieber die Ur-Version besorgen, mit den gute alten Zwischentafeln!
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am 17. Oktober 2008
Dieser Film hat nichts an Komik und Emotion eingebüßt. Er wird auch Generationen nach uns noch zum Lachen und Weinen bringen. Übrigens handelt es sich bei dieser Version mit Erzähler um eine von Chaplin selbst erstellte Neufassung. Ich finde sie gelungen. Im Original ist Chaplin höchstpersönlich der Sprecher!
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am 21. April 2014
Obwohl sich inhaltlich Chaplins Filme sehr ähnlich sind, kann man sich doch immer wieder an den Gags erfreuen. Ein Ausnahme sind seine echten Themenfilme wie ‘Moderne Zeiten‘ oder der ‘Diktator‘ (Adolf H.), die in einer anderen Liga spielen. Ansonsten prügelt sich der Tramp, immer gleich gestylt, mit einem doppelt so großen Bösewicht herum, den er natürlich besiegt, weil er schneller und schlauer ist. Er fällt hin, wird verfolgt und abgewatscht. Und am Ende bekommt er immer das wunderschöne Mädchen (hier ist es das Varieté Girl Georgia Hale). Um das zu erreichen, kann Charlie unheimlich charmant sein: die personifizierte Liebenswürdigkeit in Lumpen. Er tut immer genau das, was die Mädels mögen. Dabei wird auch schon mal kräftig auf die Tränendrüse gedrückt wie in ‘Limelight‘ mit Claire Bloom oder ‘City Lights‘ mit dem blinden Blumenmädchen Virginia Cherrill). Vergessen wir nicht, dass Chaplin nicht nur im Film ein echter Womanizer war.
1925 ist die Zeit des Übergangs vom Stummfilm zum Tonfilm. Chaplin findet hier eine Zwischenlösung: der Off Kommentar fast in Dialogformat. Daneben sind noch zwei Dinge in Bezug auf Goldrausch bemerkenswert: der Brötchentanz und die genial extrem schwankende Holzhütte. Der Rest ist das übliche Chaplin-Menu und das ist zeitlos genial.
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am 13. Mai 2012
Absolut berechtigt ein Klassiker! Für Liebhaber dieser Zeit und diese Genres ein absolutes Muss. Auch die Ausstattung der DVD ist voll in Ordnung.
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