Hier klicken MSS Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Blind-Date mit Audible Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle Ghostsitter longss17

Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
126
4,9 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Mai 2010
Die Blu-ray von 'Der große Diktator' weist ein sehr gut restauriertes HD-Bild auf, das oft sehr knackscharf und plastisch wirkt. Der Ton liegt in DTS-HD Mono-Ton vor und klingt trotz des (originalen) Monotracks sehr füllig.
Dies gilt für die deutsche sowie auch für die englische Tonspur. Unter den interessanten Extras wie eine Doku über die Entstehung, dem Chaplin ABC, das aus verschiedenen Ausschnitten aus CC-Filmen besteht, befindet sich auch eine Art Making of, das Charlies Bruder Sidney mit einer Farbkamera gedreht hat.
Fazit: Für Liebhaber dieses Klassikers ist die Blu-ray Pflichtprogramm. So scharf hat man den Film bisher noch nicht gesehen.
1111 Kommentare| 44 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2014
Auf ihre Weise sind alle Chaplin Werke genial und meisterhaft, aber Der grosse Diktator ist die Krönung des gesamten Werkes. Die Art wie wirklichkeitsnah Chaplin hier den miesen Östereicher (Adolf Hitler) in seinem ganzen Grössenwahn persifliert und entlarvt ist unübertroffen. Traurig nur, dass das Vorbild sich von dem Appell Chaplins am Ende des Films nicht angesprochen gefühlt hat. Diesen Film sollte sich jeder, vor allem auch Nichtfans ansehen. Da auf der DVD auch die englische Version zu hören ist, sollte man sich mal das Original anhören. Die Bildqualität ist ebenfalls sehr gut. Kaufen und ansehen und vor allem ZUHÖREN, schliesslich köönte irgentwann jeder von uns einmal "da Schuten" sein, wenn wir solche Figuten in unsere Parlamente wählen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2006
Nie zuvor und auch später nie wieder hat ein Film einer Person auf derart umfassende Weise den Spiegel vorgehalten - in Form einer unvergleichlich stilvollen Karikaturorgie.
Chaplin, das Mediengenie dieser Zeit, spielt nicht Hitler, er tut das einzige was noch blosstellender ist: er spielt den, der Hitler gerne wäre. Aller Größenwahn, alle Hybris verkörpert sich in Hynkel, dem Monster, das mit der ganzen Welt Roulette spielt.
Und dann, wenn alle die Konsequenzen die aus dieser Machtpolitik folgen, aufs Schrecklichste vergegenwärtigt sind, stellt der kleine Chaplin sich ans Mikrofon und beschämt die Welt mit einem Fanal der Humanität.
Diese Kritik an der damaligen Politik ist so groß, dass heute von vielen Hitler und der große Diktator in einem Atemzug genannt werden. Chaplins Hynkel ist für immer als schwarzer Schatten hinter dem ohnehin abgründigen Hitler in die Geschichte eingegangen, was den Film nur nochmals als strahlendes Glanzwerk adelt.
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 20. Juli 2016
"Der große Diktator" ist sicherlich Charlie Chaplins umstrittenster Film. Viele Fans preisen den zwischen 1938 und 1940 gedrehten Film als Meisterwerk und als ultimative Entlarvung des Faschismus. Kritischere Stimmen fanden aber, dass der Film seiner Thema nicht gerecht wurde. Chaplin selbst gab in seiner Autobiographie an, dass er beim Dreh des Films noch nichts wusste vom tatsächlichen Schrecken der Konzentrationslager und wenn er es gewusst hätte, dann hätte er seinen Film in dieser Form nie drehen können. Es wäre ihn nicht mehr gelungen, sich über den mörderischen Wahnsinn der Nazis in dieser Form aus Wortspielen, optischen Gags und Slapstick lustig zu machen.

Der Film kam in die Kinos als die USA noch nicht in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren. Deshalb wurde "Der große Diktator" schon bei seinem Erscheinen sehr kritisch aufgenommen und nicht besonders gefeiert. Allerdings lockte die groteske Übersteigerung des deutschen Reichskanzlers viele Menschen ins Kino.

Vorsicht Spoiler: "Der große Diktator" beginnt mit einem Prolog, der in der Endphase des Ersten Weltkriegs spielt. Ein kleiner jüdischer Friseur (Charlie Chaplin) kämpft tapfer als kleiner jüdischer Soldat auf tomanischer Seit auf dem Feld der Ehre. Dabei muss er nicht nur gegen den Feind, sondern auch gegen die Tücken der Technik kämpfen. Denn Tomanien attackiert ihren Feind mit der "dicken Berta" - doch statt der Kathedrale von Reims wird durch die mörderische Bombe ein Klohäuschen zerstört. Diese Art von Humor hat etwas befreiendes - und auch etwas Großartiges und Erhebendes. Kein resignierender Humor, sondern eher trotzig nach dem Lustprinzip konzipiert. Und so geht die Geschichte auch weiter. Der Friseur rettet den Piloten Schulz (Reginald Gardiner), der wichtige Dokumente dabei hat, wie man den Krieg gewinnt. Doch das Flugzeug, mit dem sie gegen die Feinde fliehen, stürzt ab. Beide Männer überleben, doch der Krieg ist verloren - wie Schulz von seinen Rettern erfährt. Der Friseur hat aber sein Gedächtnis verloren und verbringt die nächsten 20 Jahre in einem Krankenhaus. Die sich draußen veränderte Welt nimmt er nicht wahr. Deshalb weiß er auch nicht, dass in Tomania der Diktator Adenoid Hynkel (ebenfalls Chaplin in seiner genialen Doppelrolle) die Macht übernommen hat und mit Hilfe seiner beiden mächtigsten Minister Garbitsch (Henry Daniel als Dr. Goebbels) und Feldmarschall Hering (Billy Gilbert als Hermann Göring) die Welt erobern will und die Juden verfolgt.

Dann plötzlich verschwindet der Friseur aus der Anstalt und kehrt unbewusst in sein altes Friseurgeschäft im Ghetto zurück und möchte seine Arbeit wieder aufnehmen, wie wenn nie etwas gewesen wäre. Er lernt dort in der Nachbarschaft das Mädchen Hannah (Paulette Goddard) kennen, auf die er mächtig Eindruck macht, weil er sich mit zwei brutalen Nazischergen anlegt. Man fürchtet, dass er bald gefangen genommen wird und ins KZ kommt. Von Herrn Jaeckel (Maurice Moscovich) wird er versteckt. Inzwischen hat er sich aber auch in Hannah verliebt. Plötzlich verbessert sich die Lage im Ghetto. Warum ? Hynkel braucht jüdisches Geld, damit er den Nachbarstaat Osterlitsch erobern kann, bevor ihm Benino Napoloni (Jack Oakie), der Diktator von Bakteria zuvor kommt. Somit werden die Juden vorläufig verschont. Und der Friseur steht sogar unter dem schutz von Kommandeur Schulz, der in ihm den Retter aus dem 1. Weltkrieg erkennt. Als dieser ihm dennoch den Kredit verweigert, erklärt der Diktator die Juden wieder zu seinen Feinden. Kommandeur Schultz tritt gegen diesen Entschluss ein und wird deshalb von Hynkel in ein KZ eingewiesen. Schultz kann jedoch fliehen und bei seinem Freund im Ghetto untertauchen. Am Ende wird der Diktator in alpiner Bergtracht mit Janker und Lederhose als KZ Flüchtling verhaftet und der flüchtige Friseur mit dem Diktator verwechselt. Statt dem Diktator muss der friedliche Friseur nun eine Rede vor der Menge auf dem Wiener Heldenplatz halten. Es wird ein Aufruf zur Menschenliebe, zur Freiheit und ein Aufruf den Hass zu überwinden...

Diese Rede wurde oft kritisiert und man vertrat die Meinung, dass dieser Schlußappell nicht so recht in der Handlung integriert ist und etwas aufgesetzt wirkt. Das kann man so sehen - muss man aber nicht. Denn "Der große Diktator" hat soviele geniale Einzelszenen, dass ich ihn sogar für Chaplins größten Film halte - sogar noch größer als "Moderne zeiten" oder "Goldrausch".
Chaplin schickte sich an den Diktator der Lächerlichkeit preiszugeben und dies gelingt ihm perfekt. Grandios die Rede vom wahren Diktator, für die Chaplin eine eigenen Kunstsprache mit deutschen Schlagworten geschaffen hat, mit viel "Sauerkraut", "Wiener Schnitzel", "Tschuden" und "Schtonk" und dargeboten in hysterischem krächzenden Bellen in der Stimme. Oder die Szene, wie Hynkel sich in die Gardine wie ein Affe verhakt. Er beginnt dann zu Klängen von Lohnengrien mit einer ballonartigen Globus zu spielen und zu tanzen, einfach herrlich diese Szene, die zwischen dem hektischen Alltag des Despoten gezeigt wird. Immer wieder stellt ihm Hering die neuesten Kriegswaffen vor und alle sind untauglich. Dann Szenenwechsel ins Ghetto, wo der kleine Friseur zu Klängen von Brahms einem Kunden den Bart rasiert. Und es bleibt auf dieser genialen Linie. Denn der Besuch des machhaften Napaloni naht. Die beiden begrüßen sich am Bahnhof überschwenglich, der rote Teppich muss mehrmals ausgelegt werden. Hynkel muss mit der dicken Gattin (Grace Hayle) des Duce tanzen, dann gibts Schtonk zwischen den beiden, es folgt eine Sahnentortenschlacht und als Höhepunkt ein Contest, wer "höher" als der andere sitzt. Das passiert auf Friseurstühlen, die man hochkurbeln kann. Beide sind irgendwann beinahe in der Nähe der Decke.
Für mich einer der witzigsten Filme aller Zeiten, der aber auch seinem ernsten Thema mehr als gerecht wird. "Der große Diktator" ist ein unvergessener Klassiker und steht mit dem Ansinnen den Faschismus aufs Korn zu nehmen und der Lächerlichkeit preiszugeben auf einer Stufe mit Ernst Lubtischs großem Geniestreich "Sein oder Nichtsein".
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Film ist natürlich ein Klassiker, einerseits unter allen Filmen Chaplins, andererseits in der Welt der parodierenden Filme, die das Dritte Reich zum Hauptopfer ihrer Possen nehmen. Viele Parallelen bezüglich des Dritten Reiches lassen sich hier vorfinden: Die Worte sind ähnlich, wie z.B. der Führer Adolf Hitler wird zu Anton Hynkel oder aber die Worte bleiben gleich, wie "Blitzkrieg" oder "Sauerkraut". Der Film wurde verschieden aufgefasst - in der amerikanischen Welt wurde Chaplin der Kriegshetze bezichtigt, andere wiederum empfanden den Film als den vielleicht wichtigsten Film aller Zeiten. Hitler hat "Der große Diktator" sogar persönlich zwei Mal angefordert, jedoch bleibt umstritten, ob er ihn wirklich gesehen hat oder nicht. Jede nazistische Gewohnheit wird im Film auf den Arm genommen, die Rassenproblematik bleibt jedoch bestehen und die Schere zwischen Juden und Ariern wird im Film auch behandelt und hierbei werden die Namen der beiden "Rassen" auch wörtlich übernommen. Die bekannteste Szene ist wohl die, als Hynkel vor den Mikros sich aufspielt und wie Hitler redet, indem er eine Mischung aus englischer und deutscher Sprache anwendet, die sich im Film als "Tomanisch" erweist. Die Mikros verbiegen sich bei Hynkels lauter Stimme, er gestikuliert übertrieben und schreit dementsprechend herum, gleichzeitig wendet er sich an Feldmarschall Hering (Bezug auf Hermann Göring) und Dr. Gorbitsch (Bezug auf Joseph Goebbels). In dieser Szene trägt er die berühmte Mütze, die das Doppelkreuzsymbol zeigt, das auch den Hintergrund bei seiner Rede ziert. Der berühmt berüchtigte Satz "Demokratie Schtonk, Liberty Schtonk, Free Sprecken Schtonk" kommt hierbei heraus, etwas, das bis heute Kult ist und 1992 als Vorlage für den satirischen Film "Schtonk!" diente, der die Hitler-Tagebuch-Affäre thematisiert.

Man kann also sagen, dass es eine gelungene Parodie ist, die, obwohl der Krieg ein Verbrechen war, zeigt, dass man trotzdem über die Lächerlichkeit der Person Adolf Hitler lachen kann. Charlie Chaplin ist für dies Rolle perfekt geschaffen mit seinem kleinen Adolfbärtchen und seinen großen Augen, nicht zuletzt aufgrund seines schauspielerischen Talents, er bleibt eine Legende.

~Bücher-Liebhaberin~
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Film ist natürlich ein Klassiker, einerseits unter allen Filmen Chaplins, andererseits in der Welt der parodierenden Filme, die das Dritte Reich zum Hauptopfer ihrer Possen nehmen. Viele Parallelen bezüglich des Dritten Reiches lassen sich hier vorfinden: Die Worte sind ähnlich, wie z.B. der Führer Adolf Hitler wird zu Anton Hynkel oder aber die Worte bleiben gleich, wie "Blitzkrieg" oder "Sauerkraut". Der Film wurde verschieden aufgefasst - in der amerikanischen Welt wurde Chaplin der Kriegshetze bezichtigt, andere wiederum empfanden den Film als den vielleicht wichtigsten Film aller Zeiten. Hitler hat "Der große Diktator" sogar persönlich zwei Mal angefordert, jedoch bleibt umstritten, ob er ihn wirklich gesehen hat oder nicht. Jede nazistische Gewohnheit wird im Film auf den Arm genommen, die Rassenproblematik bleibt jedoch bestehen und die Schere zwischen Juden und Ariern wird im Film auch behandelt und hierbei werden die Namen der beiden "Rassen" auch wörtlich übernommen. Die bekannteste Szene ist wohl die, als Hynkel vor den Mikros sich aufspielt und wie Hitler redet, indem er eine Mischung aus englischer und deutscher Sprache anwendet, die sich im Film als "Tomanisch" erweist. Die Mikros verbiegen sich bei Hynkels lauter Stimme, er gestikuliert übertrieben und schreit dementsprechend herum, gleichzeitig wendet er sich an Feldmarschall Hering (Bezug auf Hermann Göring) und Dr. Gorbitsch (Bezug auf Joseph Goebbels). In dieser Szene trägt er die berühmte Mütze, die das Doppelkreuzsymbol zeigt, das auch den Hintergrund bei seiner Rede ziert. Der berühmt berüchtigte Satz "Demokratie Schtonk, Liberty Schtonk, Free Sprecken Schtonk" kommt hierbei heraus, etwas, das bis heute Kult ist und 1992 als Vorlage für den satirischen Film "Schtonk!" diente, der die Hitler-Tagebuch-Affäre thematisiert.

Man kann also sagen, dass es eine gelungene Parodie ist, die, obwohl der Krieg ein Verbrechen war, zeigt, dass man trotzdem über die Lächerlichkeit der Person Adolf Hitler lachen kann. Charlie Chaplin ist für dies Rolle perfekt geschaffen mit seinem kleinen Adolfbärtchen und seinen großen Augen, nicht zuletzt aufgrund seines schauspielerischen Talents, er bleibt eine Legende.

~Bücher-Liebhaberin~
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2008
Der große Diktator ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Charlie Chaplin und eine Satire auf Adolf Hitler und den deutschen Nationalsozialismus. Die Uraufführung fand am 15. Oktober 1940 statt.

Diktator Anton Hinkel (orig. Adenoid Hynkel) herrscht im Staat Tomanien (orig. Tomania) und bereitet hinter dem Rücken des Herrschers von Bakterien (orig. Bacteria) namens Benzino Napoloni (orig. Benzini Napaloni) die Invasion des Nachbarlandes Osterlitsch (orig. Austerlich) vor. Mit seinen Sturmtruppen terrorisiert Hinkel das von Juden und Andersdenkenden bewohnte Ghetto. Auch ein im Ghetto ansässiger jüdischer Friseur und seine Geliebte Hannah werden bedroht, jedoch erkennt Schultz, der Kommandeur der Sturmtruppen, im Friseur den Soldaten wieder, der ihm im Ersten Weltkrieg das Leben gerettet hatte. Schultz sorgt dafür, dass das Ghetto trotz Hinkels Hasstiraden gegen die Juden weitestgehend von Übergriffen verschont wird.

Als Hinkel das Geld für die Aufrüstung ausgeht, stellt er vorübergehend die Unterdrückung der Juden ein, um vom jüdischen Bankier Epstein einen Kredit zu erhalten. Als dieser ihm dennoch den Kredit verweigert, erklärt der Diktator die Juden wieder zu seinen Feinden. Kommandeur Schultz tritt gegen diesen Entschluss ein und wird deshalb von Hinkel in ein Konzentrationslager eingewiesen. Schultz kann jedoch bei seinem Freund im Ghetto untertauchen. Der Diktator geht unterdessen ein Bündnis mit Bakterien und Napoloni ein, welches ihn vor einer Intervention von Seiten Napolonis im Falle der Besetzung Osterlitschs schützen soll.

Die Bewohner des Ghettos planen ein Attentat auf Hinkel, werden dann jedoch von Hannah daran erinnert, dass Freiheit nicht durch Mord und Zerstörung erreicht werden kann. Zudem ist niemand bereit, sich bei einem Sprengstoffanschlag auf Hinkels Palast selbst zu opfern. Bei einer Razzia werden Schultz und der Friseur entdeckt und ins KZ gebracht. Ihnen gelingt die Flucht. Beide tragen Uniform. Wegen der Ähnlichkeit des jüdischen Friseurs mit Diktator Hinkel kommt es zu einer Verwechslung. Der echte Hinkel, der sich zufällig bei einer Jagd in der Nähe „entspannt“, wird eingesperrt, und der Friseur hält an seiner Stelle die auch im Radio übertragene Rede vor dem Volk des gerade besetzten Osterlitsch, in der der Friseur seine Chance nutzt und an Menschlichkeit und Weltfrieden appelliert.

Die DVD beinhaltet die restaurierte Fassung des Films von 2004. Neben dem Film findet sich noch die Original Dokumentation "The Tramp and the Dictator" von Kevin Brownlow und Michael Kloft auf der DVD. In dieser werden die beiden Leben von Charlie Chaplin und Adolf Hitler verglichen. Auch ist ein Making of mit erst kürzlich wiederentdeckten Farb-Filmmaterial von den Dreharbeiten und die Szene "Charlie als Friseur" für einen Kurzfilm aus dem Jahr 1919 enthalten welche aber nie in die Endfassung aufgenommen wurde.

Was man sich immer wieder bewusst machen muss ist, dass der Film nicht Jahre nach dem NS Regime entstanden ist sondern 1940, also 5 Jahre vor deren Ende. Von vielen Seiten musste Charlie Chaplin für dafür Kritik einstecken. In den USA wurde der Film von der Zensurbehörde zuerst nicht einmal genehmigt, da man damals noch immer Adolf Hilter unterschätzte. Heutige Parodien könne sicher immer mal wieder eine Menge begeistern, doch wird es sicher keinem Regisseur gelingen, es so genau auf den Punkt zu bringen wie Charlie Chaplin 1940.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2006
Diesen Film zu produzieren war in dieser Zeit nicht einfach. Verblüffend die sensationell guten "Karikaturen" der Figuren Herring, Garbitsch, Napaloni und natürlich Hynkel. Betroffen macht einem heute, dass es Chaplin nur aufgrund von Vermutungen vermochte, die Geschichte vor dem Hintergrund des Weltkrieges II sehr wiklichkeitsgetreu zu erzählen, leider! Auch die Szene mit der Weltkugel, die in ihrer Weise allein schon Kult ist, hat unheimliche Gefühle ausgelöst, nachdem man tatsächlich im April 1945 in der zerbombten Reichskanzlei einen solchen Globus nahezu unversehrt vorfand. Auch die Rasierszene in seinem Frisöladen zu der entsprechenden Musik sowie die (im Original) nachgeahmte, unverständlich gehaltenen Reden als DIktator Hynkel mit der schnarrenden Stimme (Schtonk!), sind unnachahmlich und bereits legendär. Die Rede, die der als Hynkel gedachte Frisör zum Schluss des Films hält, ist aufrüttelnd und geht sehr tief und könnte heute noch jederzeit gehalten werden, ohne an Aktualität zu verlieren. Alles in allem ein grandioser, zu jener Zeit unglaublicher Film, der auch heute noch uneingeschränkt jedem empfohlen ist.
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. Januar 2007
"Der große Diktator" wurde mit Sicherheit nicht rein zufällig als Nr. 100 in die Cinematek-Reihe aufgenommen.

Es gibt unzählige Gründe, diesen Film gesehen haben zu müssen, doch möchte ich mich hier nur auf einige wenige beschränken:

1. Chaplin, in der Doppelrolle (Jüdischer Friseur, Hitler-Pseudonym "Hynkell") überzeugt absolut (wie immer eigentlich).

2. Der Film entstand 1941, als das Hitler-Regime am Höhepunkt seiner Machtausbreitung stand.

Umso mutiger erscheinen da (äußerst) auffällige Ähnlichkeiten bei (absichtlich) abgeänderten Namen wie z. B. Hynkell (Hitler), Hering (Göring), Austerlich (Österreich),...

3. UNVERGESSLICH: Hynkell spielt sich mit einem (Luftballon-)Globus, als er sich alleine im Arbeitszimmer befindet. Er wirft ihn in die Höhe, stupst ihn mit Händen, Füßen und letztlich gar mit dem Gesäß. Am Ende der herrschsüchtig-gierig-größenwahnsinnigen Spielerei zerplatzt der Globus in den Händen des "Führers" (und damit sein Traum von Weltherrschaft), der sich daraufhin, trotzig wie ein Kleinkind, zur Schreibtischkante beugt und drauflosheult - TOP!

4. UNVERGESSLICH: Mussolini (habe sein Film-Pseudonym leider grad vergessen) kommt zu Besuch. Hynkell und er versuchen sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegenseitig zu übertrumpfen. Der Höhepunkt des Wetteiferns wird bildlich wunderbar in der Friseurstuhlszene dargestellt. Die beiden Diktatoren kurbeln sich mit den höhenverstellbaren Sesseln nach oben. Am Ende sind es gut 3-4 Meter, die beide über dem Boden ragen - SUPER!

5. UNVERGESSLICH: Die Rede des (für Hynkell gehaltenen) jüdischen Friseurs über Toleranz, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Aufgrund der schon zuvor angesprochenen Tatsache, dass der Film 1941, also zu Nazi-Deutschlands Hochblüte, gedreht wurde, gehen die Worte noch tiefer unter die Haut, berühren noch stärker unsere Herzen -PHANTASTISCH!

"Der große Diktator" ist ein Meisterwerk der Extraklasse, das niemandem, der einen Fernseher besitzt, entgehen sollte; ja eigentlich NICHT entgehen DARF!!
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Dezember 2005
Im September 1939, kurz nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen, begann Chaplin endgültig mit den Dreharbeiten zu seinem Film über der Welt größten Diktator. Chaplin, im selben Jahr und Monat wie Hitler geboren, von ähnlicher Statur und mit demselben Bart ausgestattet, hatte sich bereits seit 1935 mit der Absicht getragen, einen Film über diesen Menschen zu machen, dem er mit Abscheu, zugleich aber auch mit Faszination begegnete: "Er ist der Wahnsinnige und ich bin der Komiker", sagte er über Hitler, "doch es hätte genauso gut umgekehrt werden können".

Chaplin spielt eine Doppelrolle. Er ist zum einen Adenoid Hynkel, der machtbesessene, verrückte Führer Tomaniens. Auf der anderen Seite spielt er einen bescheidenen jüdischen Frisör, der unter den Repressalien des Diktators zu leiden hat. Paulette Goddard, Chaplins damalige Ehefrau, ist in der Rolle seiner heimlichen Liebe zu sehen, der rundliche Komödiant Jack Oakie wiederum verkörpert den nicht minder verrückten Gegenpart Hitlers zu seiner Zeit, den italienischen Diktator Mussolini, der in Chaplins Film zu Benzino Napaloni mutiert, dem Diktator von Bacteria.

Die berühmteste Szene des Filmes ist jene unglaubliche Sequenz, in der Chaplin (in der Rolle des Diktators) mit einer aufblasbaren Weltkugel einen Liebestanz vollführt. Nie zuvor wurde Machtbesessenheit beeindruckender karikiert als in dieser Szene. Die Situationskomik ist schnell und scharf gespielt, für Chaplin war dies jedoch nicht genug. Statt mit Humor endet der Film mit einer sechsminütigen Rede des Frisörs, in der er die Menschheit zu Frieden aufruft und ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft prophezeit, wenn sie einander nur mit Respekt und nicht mehr mit Krieg und Terror behandelten. Der große Diktator wurde zu Chaplins erfolgreichstem Film und zum letzten, in dem er in der Rolle des kleinen Tramps zu sehen war, gleichzeitig war es sein erster durchgängiger Tonfilm.

Im Gegensatz zu der billig überspielten DVD-Erstausgabe von 1999, wurde das Filmmaterial für dieses edle 2 DVD-Set komplett neu von den Original-Negativen abgetastet und remastert. Bild und Ton erstrahlen in nie zuvor gesehenem Glanz. Enthalten ist auch ein 16-seitiges Booklet mit vielen Fotos und Informationen.
review image
11 Kommentar| 54 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden