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am 14. Dezember 2010
"Moderne Zeiten" beginnt mit den Bildern einer Schafherde, die dicht gedrängt dem Schlachthaus entgegen läuft. Dann blendet die Kamera ab. Arbeiter strömen in Massen aus der U-Bahn in die Fabriken. Einer von ihnen ist Charlie, der charmante Tramp mit Melone, Spazierstöckchen und Schnauzbärtchen. Auf seiner ewigen Jagd nach dem Glück steht er jetzt am Fließband und ist dem erbarmungslosen Rhythmus der Technik ausgeliefert. So schraubt er den ganzen Tag in hohem Akkord und zieht die immer gleichen Bolzen fest. Als der Takt des Fließbandes beschleunigt, muss der Tramp dem erhöhten Tempo allmählich Tribut zollen. Er wird von der Maschine sprichwörtlich aufgefressen, bis das Räderwerk ihn wieder ausspuckt und Charlie nur noch Schrauben sieht und im Trancezustand von allen Sinnen verlassen weiterschraubt, nun aber an den Nasen und Ohren der anderen Arbeiter. Sogar die Chefsekretärin jagt er in seinem Schraubtrauma quer durch die Hallen und stürzt so die ganze Fabrik in einer grotesken Nummerndramaturgie ins Chaos. Bis der arme kleine Tramp schließlich aufgriffen wird und in einer Nervenheilanstalt landet.

Modern Times ist äußerst skurril und in seinem fulminanten Tempo phasenweise sogar übermütig, aber mehr noch ist der Film ein Abbild seiner Epoche, die geprägt ist von der Großen Depression in den 30er Jahren. Anders als in seinen vorangegangenen Werken reflektiert Chaplin unter dem Mantel der Komödie das Elend ohne romantische Anflüge in seiner ganzen Nüchternheit des von der Rezession gebeutelten Amerikas. So zeigen einige Abfahrten der Sets die gefilmten Schauplätze in einer nahezu dokumentarischen Authentizität, die den wunden Punkt der inhumanen Fabrikarbeit schonungslos bloßstellt. Imposant sind die surrealen Bilder der gigantischen Zahnräderwerke, von deren Rotation der Tramp aufgesogen wird. Der anrührende Flaneur wird in einer absurden Farce mit der industrialisierten Welt der 30er Jahre konfrontiert, in der die komische Kunstfigur sich den bedrohlichen Aspekten einer entmenschlichten Gesellschaft gegenüber sieht. Die Monotonie der Fließbandarbeit erleichtert nicht das Leben der Arbeiter, sondern raubt ihnen den Verstand. Die Mechanik der zunehmend automatisierten Technik macht die Arbeiter ihrerseits zu funktionierenden Maschinen und unterwirft sie in ihrem individuellen Wert dem kalt kalkulierten Gesetz der Effizienz.

Mit beißender Ironie nimmt Chaplin auch die Nervosität der damaligen Zeit ins Visier. Als ein Lastwagen beispielsweise eine rote Markierungsfahne verliert, hebt der Tramp sie auf und rennt mit der Fahne wedelnd hinter dem Auto her. Zufälligerweise biegt in diesem Moment ein Protestzug hinter ihm in die Strasse und der Tramp wird von der Polizei aufgegriffen und als vermeintlicher Rädelsführer des zivilen Ungehorsams ins Gefängnis gesteckt. Chaplin selbst gerät Jahre später in der McCarthy-Ära tatsächlich ins Visier staatlicher Institutionen, weil er nicht zuletzt auch wegen solcher Filmszenen in den Verdacht ultrakonservativer Kräfte gerät, Kommunist zu sein. Was sowohl im Falle Chaplins als auch hinsichtlich des Tramps abwegig war. Der Tramp ist letztendlich ein somnambuler Possenreißer in einem zerlumpten engen Frack, der jeden Spielraum an Freiheit in seiner manifesten Komik genüsslich auskostet und sich am Ende des Tages selbst der Nächste ist. Im amüsanten Charme seines überdrehten Slapsticks gibt er die Autoritäten mit bitterer Präzision der Lächerlichkeit preis und entlarvt die negativen Kehrseiten des amerikanischen Traums, in dem ein Teil der Gesellschaft verloren am Rande des sozialen Abgrunds taumelt. In der mentalen Ohnmacht seiner Naivität rebelliert sein Körper reflexartig gegen die Maschinen. Der Film nimmt somit eine zutiefst humanistische Perspektive ein, die ihn thematisch zu einem zeitlosen Klassiker macht.

Der Tramp geriet auch hinter der Kamera unter die Räder des Fortschritts. Weil die Kunstfigur von ihrer stummen Pantomime lebte, weigerte sich Chaplin mehr als 10 Jahre, in seinen Filmen gesprochene Dialoge zu integrieren. Er war ein erklärter Gegner der Tonfilmära, die bereits Mitte der 20er Jahre begann und deren Siegeszug längst nicht mehr aufzuhalten war. Chaplin fürchtete nicht nur um den Erfolg seiner Filme, sondern auch um die Universalität der stummen Bilder, die im Alphabet der Gesten die Poesie der Bewegung reflektieren. Modern Times aus dem Jahre 1936 ist sein letzter Stummfilm, wobei es sich hier allerdings um keinen reinen Stummfilm handelt. Obwohl die Schauspieler noch einmal sprachlos agieren, nutzt Chaplin die neuen Möglichkeiten der Tonspur zur Darstellung der bedrohlich lauten Geräusche der Maschinen. Ebenfalls zu hören sind die aggressiv hallenden Befehle des übermächtigen Fabrikdirektors, der stets mit Überwachungskameras und Bildschirmen omnipräsent ist. Ein einziges Mal bricht der Tramp sein Schweigen, als er in einer der losen Episoden der zweiten Hälfte des Films in einer Bar von seiner großen Liebe Gamine (Paulette Goddard) gedrängt wird, als singender Kellner aufzutreten. Weil er sich einfach den Liedtext nicht merken kann, fängt er an, im unverständlichen Kauderwelsch zu singen. Der Inhalt lässt sich dabei nur annähernd über die Mimik erschließen. Die Szene wirkt, als ob Chaplin etwas unbeholfen und widerwillig seinen Frieden mit dem Tonfilm schließt. Am Ende verschwindet die Trampfigur Hand in Hand mit seinem Mädchen im Sonnenuntergang auf einer Landstraße. Für immer. Denn für den Tramp ist in der neuen Welt kein Platz mehr.

Das Bild der Blu-Ray-Disc wurde für das Alter des Films mehr als solide restauriert. Die Konturen erscheinen selbst bei kleineren Details äußerst scharf, der Kontrast ist stets ausbalanciert. Der Ton liegt in DTS-HD Master Audio 2.0 vor.
Bonusmaterial: Eine Einführung mit Chaplin-Biograph David Robinson, eine Moderne Zeiten-Dokumentation, Geschnittene Szenen (inklusive der kompletten Nonsens-Song-Sequenz), Fotogalerie und Trailer.
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am 22. Mai 2010
Die Blu-Ray von 'Moderne Zeiten' weist ein sehr gut restauriertes HD-Bild auf, dass oft sehr knackscharf und plastisch wirkt. Der Ton liegt in DTS-HD Mono-Ton vor und klingt trotz dem (originalen)Monotrack sehr füllig.
Dies gilt für die deutsche sowie auch für die englische Tonspur. Unter den interessanten Extras wie eine Doku über die Entstehung, der Film-Einführung durch einen Chaplin-Biografen und dem Chaplin ABC, das aus verschiedenen Ausschnitten aus CC-Filmen besteht, befindet sich auch eine entfallene Szene, die man bisher noch nicht gesehen hat(leider nur in SD-Qualität).
Fazit: Für Liebhaber dieses Klassikers ist die Blu-ray Pflichtprogramm. So scharf hat man den Film bisher noch nicht gesehen.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. September 2009
1935/36 unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise und der Massenproduktion im Zeichen des Taylorismus gedreht, entwirft "Moderne Zeiten" ein Bild von einer Welt, in der der Mensch mehr und mehr zum Rädchen einer unbarmherzigen und technokratischen Gesellschaft wird. Ich persönlich halte "Moderne Zeiten" neben "Der große Diktator" für den besten Chaplin-Film.

Die Geschichte ist einfach: Der kleine Tramp arbeitet in einer Fabrik inmitten grotesk anmutender Maschinen, wobei gar nicht deutlich wird, was dort eigentlich hergestellt wird. Als er eine Maschine ausprobieren soll, mit der den Arbeitern zum Zwecke der Produktionssteigerung in einer Viertelstunde ihr Mittagessen eingeflößt werden kann - Taylorismus in Reinkultur - erleidet er einen Nervenzusammenbruch und wird entlassen. Zu allem Überfluß hält man ihn aufgrund eines absurden Zwischenfalls für einen kommunistischen Agitator und sperrt ihn ins Gefängnis. Nachdem er wieder auf freien Fuß gesetzt worden ist, verbindet sich sein Schicksal mit dem eines jungen Mädchens (Paulette Goddard, Chaplins damalige Ehefrau - ich hätte sie auch geheiratet), das in den Wirren der Wirtschaftkrise seine Familie verloren hat. Zwar finden beide Arbeit in einem Restaurant, doch wird das Mädchen dort von seinem gesetzlichen Vormund aufgespürt, und sie und der kleine Tramp müssen wieder hinaus, um einer verheißungsvollen, aber ungewissen Zukunft entgegenzusteuern.

Dieser Film ist eine bittere Satire auf die Verdinglichung des Menschen durch den Kapitalismus. Während des Vorspannes sehen wir lediglich eine große Uhr, eines der effektivsten Sozialdisziplinierungsinstrumente der Neuzeit, eingeblendet, und auch ein kurzer Schnitt auf eine Schafherde, kurz bevor wir die Menschen zur Arbeit strömen sehen, zeigt, wohin die Reise geht. Diese Szene dürfte auch die Macher der Simpsons zur ersten Folge der zweiten Staffel inspiriert haben, in der wir Homer - als einzigen in einem rosa Hemd gekleidet - inmitten einer Herde von Weißhemden auf dem Weg zur Arbeit sehen, kurz bevor er von einer Überwachungskamera herausgepickt und von seinem Chef ins Irrenhaus verfrachtet wird. In Chaplins Vision der Maschinenwelt sind die Fließbänder und Maschinen übermächtige Wesen, die Arbeitstempo und -bewegungen vorgeben und die Menschen zu gedankenlosen Zombies machen. Als der kleine Tramp an den unmenschlichen Bedingungen seiner Arbeitswelt irre wird, weist man ihn ebenfalls in eine Nervenheilanstalt ein - hier finden wir die Medizin als eine Institution, mit deren Hilfe abweichendes Verhalten und Besinnung auf die ureigensten menschlichen Bedürfnisse pathologisiert und im schlimmsten Falle "geheilt" werden.

Auch die Polizei ist allgegenwärtig - ich kann gar nicht zählen, wie oft der kleine Tramp in diesem Film in die Grüne Minna gepfercht wird -, denn der Widerstand gegen die Erfordernisse der modernen Welt muss gebrochen werden. Kaum haben sich der Tramp und das Mädchen einmal an den Straßenrand gesetzt und von einer kleinen Zukunft zu träumen begonnen, taucht hinter ihnen auch schon dräuend ein Polizist auf, und die beiden suchen instinktiv das Weite.

Man weiß nicht, was schlimmer ist: Arbeitslosigkeit oder die Arbeit in den Fabriken, in denen in diesem Film immer wieder Menschen durch kaltes mechanisches Räderwerk gedreht werden, und nur das Ende, eine weite Straße unter freiem Himmel, lässt schließlich Erleichterung aufkommen.

Das alles ist übertrieben? Wer einmal beobachtet hat, mit welcher Selbstverständlichkeit wir im Schnellrestaurant unser Tablett zurückbringen oder brav eine Pfandflasche nach der anderen in meist defekte Automaten einführen oder im Supermarkt unsere Einkäufe selbst an der Kasse einscannen, der weiß, wie perfekt wir bereits diszipliniert und dressiert worden sind. Damit erleichtern wir anderen Menschen ihre Arbeit? Nein, damit nehmen wir anderen Menschen ihre Arbeit weg. Damit sparen wir Zeit und Geld? Vielleicht, aber wozu nutzen wir diese mickrigen Sekunden, und die paar Cent, um die wir unsere Einkäufe billiger haben, fehlen tausendfach am Ende jenen, deren Arbeitsstellen durch besagte Mechanismen wegrationalisiert wurden.

Trotz des ernsten Hintergrunds von "Moderne Zeiten" enthält der Streifen einige der besten Chaplin-Szenen, etwa das von ihm dargebrachte Kauderwelschlied - eine Satire auf den Tonfilm - und die Gefängnisszene, in der der kleine Tramp zum unfreiwilligen Drogenkonsumenten wird. Auch leidet der Film nicht unter der mir perönlich an Chaplin so oft missfallenden zuckrigen Rührseligkeit blinder Blumenmädchen.

Kurz gesagt: "Moderne Zeiten" ist eine moderne Satire, in der Chaplin seine wahre Größe zeigt.
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am 19. Dezember 2015
Charlie Chaplin ist als Schauspieler bereits an sich Güteklasse 1. Aber dieser Film bietet mehr: er ist witzig, bringt zum Lachen, aber er ist auch sehr geistreich und regt zum Nachdenken an. Die dargestellten Handlungen passen so unglaublich gut auch noch in die heutige Zeit, vielleicht sogar mehr denn je. (M)eine Empfehlung!
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TOP 1000 REZENSENTam 1. April 2016
Maschinen sind für das Wohl der Menschen da, sie sollen Erleichterungen bringen...doch in Charlie Chaplins 1936 gedrehtem Meisterwerk "Modern Times" ist der Blick auf die moderne Technik alles andere als positiv. In den ersten Szenen wird der Arbeiter Charlie (Charles Chaplin) zum Opfer der Monotonie am Fließband. Er muss in jeder Sekunde funktionieren, jede Sekunde, die er nicht aufpasst wird als Fehler registriert und bringt das ganze Laufwerk der Firma in Gefahr. Nicht mal ne kleine Rauchpause wird ihm gegönnt. Der Chef des Stahlkonzerns (Allan Garcia) ist wie ein "Big Brother" unterwegs und sieht alles, was er über seine Monitore alle Arbeiter beobachten kann. Ein naher Verwandter zu Joh Fredersen aus Fritz Langs Film "Metropolis", der einige Jahre vorher entstand.

Eine riesige Maschine, die Charlie erfasst, zeigt eindrucksvoll die Bedrohung des neuen Menschen. Und spätestens mit dem Ausprobieren einer neuartigen "Frühstücksmaschine", die einige Wissenschaftler dem mächtigen Firmenchef vorstellen und wo Charlie als Versuchskaninchen fungieren muss, stirbt der Optimismus für eine positive Zukunft der Menschheit. Diese Szene mit dieser ominösen Essensmaschine, die Charlie bald an den Rand des Wahnsinns bringt ist eine der besten des Films. Das Lachen bleibt im Halse stecken. Im Vorspann dreht sich ein Sekundenzeiger über eine bildfüllende Uhr. Es erscheint dann das Bild einer Schafherde, in deren Mitte läuft ein schwarzes Schaf. Dann folgt das nächste Bild, Chaplin zeigt eine Masse von Arbeiter, die aus dem Schacht einer U-Bahn in die Fabrik eilen. Darunter auch der Antiheld, aber seine Tage in der "Electro Steel Corporation" sind gezählt, denn die Akkordarbeit macht ihn wahnsinnig und als er durchdreht wird er Patient einer Psychiatrie.

Bei seiner Entlassung wird er für den Rädelsführer von demonstrierenden Arbeitern, also Kommunisten, gehalten und kommt in den Knast. Doch dort kann er mit einer heroischen Tat (aufgrund von unfreiwilligem Schnupfen von Kokain) eine frühzeitige Entlassung erwirken. Eigentlich hat es ihm aber im Gefängnis gut gefallen. Draussen lernt er ein junges Mädchen (Paulette Godard) kennen, die ihren Vater verloren hat und um den Jugendamt zu entrinnen gefohen ist und seitdem als Landstreicherin gesucht wird. Die beiden beschließen zusammenzubleiben, doch es gibt wieder ganz viele Widrigkeiten. Am Ende wird er Kellner und Sänger in einem billigen Cafe, wo die Angebete bereits ein Engagement als Tanzmaus bekommen hat. Doch die Vergangenheit holt die beiden ein. Die Polizei will sie dem Jugendamt übergeben, wieder bleibt nur die Flucht. Das letzte Bild ist eine Filmszene für die Ewigkeit, beide laufen auf einer Landstraße in eine ungewisse Zukunft...

Chaplin war ja bekanntlich kein Freund des Tonfims. Er meinte, dass der Ton die älteste Kunst der Welt, die Kunst der Pantomine, zerstören konnte, die sich in der Filmkunst (notgedrungen) etabliert hat. Er sprach von der unerhörten Schönheit des Schweigens und gab dem Tonfilm kein Jahr, dann wäre diese neue Richtung völlig erledigt. Das war naürlich eine extreme Fehleinschätzung, nichtsdestotrotz hielt er auch lange am Stummfilm fest. So galt "Moderne Zeiten" als der letzte Stummfilm. Es gibt aber auch Sequenzen mit Ton. So hört man den Firmenboss schimpfen, Charlie selbst singt einen Song in "Kauderwelsch" und in einer sehr komischen Szene hört man das Grummeln und Gurren von Charlies Magen, der neben einer Pfarrersfrau sitzt, die schockiert ist von den Körpergeräuschen - aber dann auch von dem gleichen Magengrummeln befallen wird. "Moderne Zeiten" ist ein Film über den Kampf des Menschen gegen die Maschine und auch dem Kampf zwischen dem Einzelnen gegen Staatsmacht und dem gängigen Ordnungssystem. Die Weltwirtschaftskrise ist ständig präsent. Dennoch ist Chaplins Werk durchgehend ein positiver Film. Immer wieder gelingt es dem geschundenen und gestrauchelten Helden als Stehaufmännchen aus dem Fiasko aufzustehen. Sicherlich war auch Paulette Goddard ein Glücksgriff und gleichzeitig auch Inspiration für den Filmemacher. Sie vermittelte ihm etwas von einem Straßenjungen, das er gerne auf die Leinwand bringen wollte.
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am 5. März 2015
die Vorstellungen von Charles Chaplin waren und wie gelungen und humorvoll sie in diesem Film präsentiert werden. Ein Klassiker aus alten Zeiten mit herzerheitertem Humor. Mir hat der Film gefallen, die Übertragung via Streaming war gut.
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am 28. Februar 2014
Der Film ist sehr real, zeigt wo die Problemen unsere Gesellschaft liegen mit eine großartige Portion an Mitgefühl und Herzzerreißende Szene! Die Besetzung vom armen Mädchen konnte man kaum besser machen, mit den zerlumpten schwarzen Kleid und Barfuß! Und später als Tänzerin, wo sie Geld verdienen konnte und sehr schön mit Hut bekleidet war! Da würde ganz deutlich die fehlende Feinfühligkeit der Gesellschaft deutlich! Und der Schluss ist grandios, wo sie zusammen ihre Zukunft entlang der Autobahn entlang liefen!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. August 2016
1936 wurde Chaplins Spielfilm "Moderne Zeiten" uraufgeführt und bildete damit den Abgesang des Tramps und der Stummfilmära. An seiner Seite brilliert Paullete Goddard (1910-1990), dritte Ehefrau von Charlie Chaplin, in der Rolle des Straßenmädchens.

Ein einfacher Arbeiter kann dem unmenschlichen Arbeitstempo einer machinisierten Fabrik nicht standhalten und verursacht ein Durcheinander. Nach seiner Entlassung macht er sich auf Arbeitssuche, was in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit alles andere als einfach ist, und bringt sich ungewollt in eine ziemliche Bredouille. Schon bald stößt er auf ein junges Straßenmädchen, das auch ihr Glück sucht.

Dieser Film ist eine meiner liebsten Filme von und mit Charlie Chaplin.
"Moderne Zeiten" ist zu Recht ein Meisterwerk mit herrlichem Galgenhumor und satirischen Ansichten auf die Industrialisierung und auf monotone, durch Maschinen geprägte Arbeitsabläufe. Die Szene, wo der Arbeiter von einer gigantischen Maschine fast verschlungen wird, ist einfach nur legendär und unvergesslich.

"Moderne Zeiten" bringt Zuschauer aller Altersklassen einfach zum Lachen, aber überzeugt auch durch Satire und Ironie.
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am 29. Mai 2014
Für mich ist C.C. ein Genie , denn je mehr ich diese Filme von ihm sehe , desto mehr sehe ich sein Genie und was er uns alle sagen will. :-)
Die Schauspieler und Filme von früher , waren doch die besten .
Schön ist es das dieser Film von C.C. auch endlich auf Blu-ray gibt.
Würde den sofort wieder kaufen.
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am 7. August 2013
Im Vordergrund steht die Wiederspiegelung der Umstände in Zeiten der Industrialisierung, als Menschenarbeit vermehrt durch Maschinen ersetzt wurde, was den Verlust der Individualität bei der Arbeit und der Menschlichkeit selbst nach sich zog. Mit Witz und Charm beweist Charlie Chaplin, dass es möglich ist weiterhin die menschlichen Werte zu behalten und so zu leben. Der Film ist immer aktuell, da sich immer wieder Parallelen zur heutigen Zeit finden, so ist der Filmtitel "Moderne Zeiten" nicht nur für die damalige Zeit aktuell.
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