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Kundenrezensionen

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am 4. Juli 2015
Vor 16 Jahren ist die Kriminalbeamtin Maggie von ihrem Ehemann ohne jegliche Erklärung verlassen worden und hat ihre inzwischen erwachsene Tochter, die jetzt vor der Hochzeit steht, alleine großgezogen. Jahre später erfährt sie erst einen Teil der Hintergründe. Sie betäubt sich mit einer Flasche Cognac, die sie fast gewaltsam in sich hereinschüttet.. Die Nächte verbringt sie ab jetzt trinkend in der Gastronomie, in der sie Stammkundin ist, beginnt später mit dem Besitzer (Ernst Stötzner) eine Beziehung. Trotz der Sucht funktioniert sie noch im Beruf und wird zum Teil von ihrem Kollegen (Devid Striesow) gedeckt, gegen den sie etwas in der Hand zu haben scheint.

Chris (Jens Albinus) ist Mädchenhändler, der zusammen mit seinem Freund (Jürgen Vogel) in Vietnam Kinderprostituierte freikauft und an deutsche adoptionswillige Paare vermittelt. Auf der jungen Jenjira (Lisa Nguyen) , auch Jen genannt, mit der sie sich auf Englisch verständigen, bleiben sie sitzen, das Interessentenpaar (u.a.Katharina Broich, eine m.E. unterschätzte und unterrepräsentierte Schauspielerin) will jetzt lieber ein "schwarzes statt ein gelbes" Kind, Nach einer schweren Ausseinandersetzung mit dem skrupelloseren Freund nimmt Chris das Mädchen mit zu sich, verfolgt von den vietnamesichen Schuldnern, die er in einem Parkhaus zunächst einmal auf recht drastische Art abschreckt, Jen teilt ihm mit, daß die Sache damit aber noch nicht ausgestanden ist.
Chris rammt später mit seinem PKW in suizidaler Absicht einen LKW schräg seitlich, ist aber nur leicht verletzt. Maggie und ihr Kollege nehmen
Chris in die Mangel, der aber beharrlich schweigt und in den Hungerstreik tritt. Es beginnt jetzt - nein, kein Psychoduell wie wir es vielleicht erwartet haben, sondern eine "Aufarbeitung" der Ereignisse, die zu der fatalen Situation geführt haben. In Rückblenden werden die Erinnerungen von Chris und Meggie gezeigt, die erläutern, warum sie jetzt in dieser trostlosen Situation sind.
Wir erfahren die Abläufe, die dazu geführt haben, daß Chris, über dessen pädophile Neigung man spekulieren darf, eine Zuneigung zu Jen entwickelt, die ihn jetzt nicht das schnelle Geld suchen läßt, der sich den Avancen des Mädchens, die ihre Dankbarkeit fast nur mit dem beweisen kann, wozu sie in der Heimat gezwungen worden war, lange Zeit erfolgreich widersetzt. Als er in Haft sitzt, "hat er sie für immer verloren". In seiner Plattenbauwohnung liegt ein an schweren Kopfverletzungen gestorbener Toter, Jen ist weg, Chris hat sich aufgegeben und schon auf eine langjährige Haft eingestellt.
Jenjira ist ein Mädchen am Beginn der Pubertät. Sie wird von Albträumen gequält, andereseits ist Sex für sie eine fast selbstverständliche Art des Broterwerbes geworden, sie liebt Chris, meint ihm dies auch in einer Weise zeigen zu müssen, die ihn sichtbar innere Kämpfe austragen läßt, sie sagt ihm, daß sie Brüste bekomme und befürchte, daß er sie jetzt verlassen werde. Man könnte weinen über diese deformierte Seele, über das hübsche Mädchen, für das man sich, wenn sie geschminkt als Kindfrau auftritt, eine andere Zukunft als im horizontalen Gewerbe kaum noch vorstellen kann, auch wenn sie den Wunsch nach einem Schulbesuch äußert.
Maggie ist eine Frau, die nicht so sehr durch das Verlassenwerden völlig aus der Bahn geworfen wird, sondern erst Jahre später. als sie erkennen muß, daß sie, nicht die Familie verlassen wurde. Ein weiterer schwerer Schlag folgt, als sie erkennen muß, was ihre Schuld oder ihr Anteil an der Entwicklung ist, die zum Weggang des Ehemannes (Herbert Knaup) führte. Nicht nur ihre Tochter, auch ihr Kollege hat ihr Entscheidendes verschwiegen, letzterer selbstsüchtig.
Am Schluß des Filmes leben die drei Hauptpersonen noch, aber was haben sie für eine Lebensperspektive??

Der Autor und Regisseur Matthias Glasner packt mit "THIS IS LOVE" ein heißes Eisen an. Kinderprostitution, Menschenhandel getarnt als Adoptionsvermittlung, das eigene Gewissen wird mit Rettung der Mädchen aus Kinderbordells beruhigt, Pädophilie.
Hier möchte ich es auch riskieren, Widerspruch zu ernten. Meines Erachtens, und da liefern auch Wörterbücher leider keine klare Unterscheidung, nicht einmal das renomierte Medizinische Wörterbuch "Pschyrembel", ist Pädophilie per se kein Verbrechen, sondern eine KRANKHAFTE NEIGUNG oder VERANLAGUNG. Es wird viele Pädophile geben, die nie auffällig werden, nicht weil sie nicht erwischt werden, sondern ihre Neigung bewußt nicht ausleben. Wer der Neigung nachgibt und sich an Kindern sexuell vergeht, ist ein PÄDERAST !!! Und es darf gefragt werden, warum das Thema doch indirekt fast gesellschaftsfähig ist, nicht umsonst gibt es ""Filmchen" wie Schulmädchenreport und ähnliche, die z.T mit körperlich nicht so weiblich entwickelten Darstellerinnen geeignet (und wahrscheinlich sogar dafür gedacht) sind, pädophile Neigungen zu befriedigen.

Zu den Darstellern:
Jen wird dargestellt von Lisa Nguyen (laut Wikipedia in Filmkritiken alias Duyen Pham, den Nachnahmen Nguyen tragen ca 50% aller Vietnamesen). Sie spielt das Mädchen am Beginn der Pubertät sympathisch, überzeugend und mitleiderregend. Sie ist traumatisiert, hat Albträume, gleichzeitig ist Sex für sie inzwischen aber auch eine selbstverständliche Form des Geldverdienens und Zeigens von Zuneigung und Liebe geworden.

Jens Albinus ist Chris, ein wahrscheinlich pädophiler Adoptionsvermittler, der sich mit dem Argument des Befreiens von Kindern aus der Prostitution selbst ein moralisches Alibi für das schmutzige Geschäft gebastelt hat und dies auch gegenüber seinem Vater anführt,, schließlich aber auch eine echte Zuneigung und Beschützerrolle für Jen empfindet und ihr verspricht, "sowas" nie mehr machen zu müssen. Die Verzweiflung über das Verschwinden von Jen, die Resignation, das selbstzerstörerische Verhalten darzustellen gelingt ihm sehr glaubhaft.

Eine Glanzleistung liefert wieder Corinna Harfouch,, eine unserer beeindruckendsten Schauspielerinnen überhaupt. Die einsame Frau, die nur in ihrem Job noch einigermaßen funktioniert hat, ihre Abende und Nächte im Alkohol in Kneipen mit ähnlich gesinnten verbringt und mit dem Gastronomen eher eine Sex-und Saufgemeinschaft eingeht als eine echte Beziehung, diese wirklich traurige Figur wird von Corinna derart überzeugend dargestellt wie z.B. die Rolle einer Alkoholikerin von Suzanne von Borsody in "Die dunklen Tage"(unbedingt sehenswert !!).
Die Meinung eines Vorrezensenten, er könne Harfouch nicht ernstnehmen, sie spiele nur noch Corinna Harfouch und würde hier "overpacen", teile ich nicht: es ist richtig, daß sie, und das hervorragend, gerade in letzter Zeit oft "kaputte" Frauen spielt, sei es eine krebskranke autistische
Auftragsmörderin in der "Ballade von Cenk und Valerie", die Mutter von Karoline Herfurth in "Im Winter ein Jahr" oder "Was bleibt".
Wir haben sie aber auch anders erlebt in "Giulias Verschwinden", in einer komischen Rolle als Chefin von Anna Fischer in "Teufelsbraten" oder "Kein Sex ist auch keine Lösung". Ihre Leistungen sind für mich zu Recht mit einer langen Liste von Auszeichnungen nicht nur in Deutschland gewürdigt worden.

Der Film ist harter Tobak. die FSK 16 -Freigabe begründet sich sicher nicht durch die Szene, in der man kurz bei geöfnetem Mantel bei unvollständig zugeknöpftem Oberteil ihre Brüste sieht, sondern durch das Thema des Filmes und Darstellungen von sexuellen Handlungen, die nicht detailliert gezeigt, aber um so eindeutiger sind. Sicher kann man über die Realitätsferne oder-nähe einer derartigen Polizistin im Dienst geteilter Meinung sein und das sogar für nicht glaubwürdig halten, aber das Thema des Filmes ist eben nicht realitätsgetreue Polizeiarbeit und Verhörmethoden (mit gegen Wände geschleuderten Stühlen). Das Thema ist für mich die Überschrift meiner Rezension.

An einen derart rabenschwarzen Pessimismus, Realismus und zutiefst verstörenden, lang anhaltenden Eindruck wie "Lilja-4ever" reicht "THIS IS LOVE" nicht ganz heran, aber der Film ist ebenfalls ein großartiges Werk und Beweis für die Meisterschaft der Schauspielerin Corinna Harfouch.

Doc Halliday
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am 17. April 2016
Brilliante Schauspieler und spannende story.
Für einen deutschen Film absolute Spitzenklasse.
Matthias Glasner ist ein ganz großer.
Hat mich echt umgehauen der Film.
Hammerhart.
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am 10. Januar 2015
Grandioser Film mit einer der besten deutschen Schauspielerin. Der Film ist sehr sensibel, konrovers und nachvollziehbar. Liebe ist immer anders und man kann sich die geliebte Person leider nicht aussuchen und Begierden ebenso wenig. Die Handlung regt zum Nachdenken an aber irritiert nicht. Absolut sehenswert.
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am 4. Februar 2016
Sehr authentischer Film und starke Schauspieler! Von Anfang an sehr spannend erzählt. Sehr empfehlenswert. . . . . . .
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am 6. April 2014
Spannung bis zum Schluß, hervorragende Schauspieler für die Bestzung der brillianten Figuren gewählt,
heikles Thema, das viel zu wenig behandelt wird
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am 26. August 2014
Hemmungslose Darsteller und spannend inszeniert. Gute Schnitte, Biografien kreuzen sich auf unerwartete Weise. Überraschend für einen deutschen Film. Ich kann diesen Film gerne empfehlen.
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am 24. Juni 2013
Super Besetzung,spitze verfilmt, einfach sehenswert.
So ein heißes Thema, so gut besetzt und so gut verfilmt.
Muß man gesehen haben
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Matthias Glasner erzählt hier zwei Geschichten. Es geht einmal um eine Frau, deren Mann plötzlich verschwindet, und zum anderen um zwei Männer, die Kinderprostituierte aus Vietnam freikaufen und sie in Deutschland an Adoptiveltern weitergeben. Mit hervorragenden Schauspielern ist der Film spannend inszeniert. Glasner wagt sich in erstaunlich mutiger Weise an das Thema Kinderprostitution heran, setzt das Thema schlüssig in Szene, wobei die Problematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird. Teile des Films wurden in Saigon, andere in Essen und in Berlin gedreht. Und manches ist auch am Computer entstanden. Aber das stört nicht. Der Film wirkt in sich schlüssig und authentisch. In einem "Verhörraum" wird eine gewisse Parallelität zwischen den Hauptpersonen deutlich. Das Bonusmaterial enthält einen interessanten Audio-Kommentar von Matthias Glasner. Ein bisschen irritierend ist der Hinweis von Amazon, dass es sich um 3 Discs handelt. In meiner Packung war jedenfalls nur eine.
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am 1. August 2013
Corinna Harfouch in einer Tour-de-Force Rolle einfach fantastisch gut, Jürgen Vogel wieder dabei, allerdings in einer Nebenrolle, überhaupt eine sehr gute Besetzung.
Erschreckend, verstörend, manches sicherlich überzeichnet, aber so sollte ein guter Film sein, am Ende sitzt man da und schaltet nicht schon vor dem Abspann ab.
Gute Bildqualität und ausführliche Extras, wie Interviews und entfallene Szenen.
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am 29. November 2010
Starke und ambivalente Charaktere, dargestellt von herausragenden Schauspielern. Der Film zeigt in Rückblenden die Geschichte zweier Menschen, die alle Kraft in die Liebe steckten und alles verloren. Dabei werden parallel alle Möglichkeiten der Liebe vorgestellt: Die Heirat zweier junger Menschen (die Tochter der Kommissarin als Braut), die unerfüllte, immerzu sehende Liebe des Arbeitskollegen (zur Kommissarin), der dafür seine Würde und seine Hoffnung einsetzt, die Liebe zwischen Mutter und Tochter wie die der verlassenen Ehefrau. Die Liebe des Befragten zu einem jungen Mädchen, das Ausnutzen von Prostitution durch dessen - zunächst noch - Freund, wie die Abhängigkeit des jungen Mädchens, die zugleich mit dieser zu spielen weiß.
Insbesondere das Thema Pädophilie wird tiefgründig und ambivalent, zudem sehr mutig behandelt. Der durchaus Liebende weiß darum, dass er die geliebte Person zerstören wird, lässt er seinen Gefühlen nach und kämpft daher - um jeden Preis - diese zu beschützen und unberührt zu lassen.
Der Zuschauer bleibt nachdenklich und zunächst verstört zurück, der Film atmet lange nach.
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