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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
138
4,2 von 5 Sternen
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am 13. März 2015
Ich hatte die Staffel damals bei der TV Ausstrahlung verpasst. Darum schaue ich sie mir jetzt per Streamingverfahren an.

Es macht Spaß, die Serie zu sehen. Sie ist spannend, sehr gut ausgestattet mit vorzüglichen Darstellern. Dass ich viel über die Geschichte der Plantagenets und der Tudors weiß, ist sehr hilfreich, da ich immer weiß, wer wer ist. Aber das Wissen ist ärgerlich, da die historischen Fehler nicht zu übersehen sind. Und die ärgern halt, und sind auch nicht zu begreifen. Die historische Wahrheit ist genauso spannend.

So hat Henrys Schwester Margret nie einen portug. König geheiratet (und abgemurkst). Sie ist mit einem schottischen König verheiratet worden.
Es war Henrys Schwester Mary, die nach dem Tode ihres königlichen Gemahls - eines Franzosen ! - Brandon heiratete.

Mary, die Tochter von Henry, ist nie mit Franz von Valois verlobt gewesen, sondern, wenn überhaupt, mit dem Sohn von Franz.

etc....

das hat mich geärgert. Darum gibt es zwei Sterne Abzug. Wären diese - und vermutlich noch mehr Fehler - nicht der Fall, hätte ich der Serie 5 Sterne gegeben. Zu Anfang störte es mich, dass Henry zu gut aussieht, aber dann las ich, dass er in seiner Jugend - und zu der Zeit spielt ja die erste Staffel - als bestaussehendster Prinz/König des Abendlandes galt.
Fett und eklig wurde er dann doch erst später.
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am 8. Juni 2016
Springt leider ein paar mal, jedoch zum Glück nur für Sekunden. Für den Preis kann man nicht meckern. :) ansonsten... Eine der besten Kostümdrama Serien überhaupt.. Kein Vergleich mit dem schlecht recherchierten, billigen "Reign"
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Die Tudors ist eine Serie bestehend aus vier Staffeln, die von 2007 bis 2010 liefen. Sie behandelt das Leben von Heinrich VIII. Obwohl „The White Queen“ von der Serie her nichts damit zu tun hat – „The White Queen“ ist eine Co-Produktion von BBC und Starz aus 2013 – ist man jedoch gut daran beraten, sich diese Serie zuerst anzusehen, da die Rosenkriege und die Charaktere hier sehr gut dargestellt werden. Diese spielt nämlich 1464 bis in die 80er Jahre des 15. Jahrhunderts und die Protagonisten stellen Vorfahren und Verwandte von Heinrich VIII. dar. Sie zeigen ganz deutlich aus welchem Haus und mit welchem Erbe die vielen verwandtschaftlichen Verstrickungen die Tudors kommen und die Verbindung zwischen einer Tochter aus dem Hause York und dem Mann aus dem Hause Lancaster bzw. Tudor die Linien der Lancaster und Yorks vereinen. Elizabeth Woodville alias „The White Queen“ ist die Großmutter von Heinrich VIII. Deren Tochter Elizabeth ist seine Mutter. Sie hat Heinrich VII., Henry Tudor, seinerseits Sohn von Margarete Beaufort geheiratet und mit ihm Kinder gezeugt, darunter auch eine der bekanntesten Gestalten des englischen Mittelalters: Heinrich VIII.. In diese illustere Zeit fällt auch die Serie der Borgias.

Wer die volle Dröhnung 15./16. Jahrhundert hätte haben wollen, hat seit jeher auch bei Filmen und Serien die Qual der Wahl. Man muss sich einmal vergegenwärtigen, welcher Zeitraum hier abgedeckt wird. 1492 entdeckt Columbus zwar nicht Amerika wie immer falsch dargestellt wird, aber nun mal Land in der Nähe. Elizabeth Woodville stirbt, jene White Queen aus den Rosenkriegen. Rodrigo Borgia wird Papst Alexander VI. Ein Jahr zuvor wird Heinrich VIII. in England geboren. Über alle Ereignisse gibt es neben Geschichtsbüchern Serien und Filme, die nicht immer historisch korrekt sind. Ich hätte mich natürlich jetzt chronologisch vorarbeiten können, hielt es aber für sinnvoll, wenn man schon einmal bei der englischen Geschichte ist und die ohnehin komplexen Rosenkriege einmal durchgewurstet hat auch deren Aftermath zu verinnerlichen. Die Serie setzt fast 20 bis 30 Jahre nach den Ereignissen um die Entdeckung des neuen Kontinents bzw. dem Ende der Rosenkriege ein.

Auch wenn ich hier oft sarkastische Bemerkungen abgebe, so fand ich die Serie doch recht unterhaltsam – wenn auch geschichtlich katastrophal, bitte also nicht alles für bare Münze nehmen was dort gezeigt wird. Denn wenn die Serie eines geschafft hat, dann, dass man sich für die Zeit interessiert und sich selbst informiert. Und das ist doch schon mal was. Es ist allerdings seltsam, dass die Serie bei so viel Sex und nackten Frauenbrüsten und Männerhintern ab 12 freigegeben wurde!

Es handelt sich hier um eine fiktive Story mit historischem Background. Jeder, der um die Ereignisse im Entferntesten weiß wird also nicht um die Ausgänge der Serie überrascht sein. Ich werde in meiner Rezension etwas spoilern müssen, indem ich die jeweilige Episode kurz bis zu einem bestimmten Punkt vorstelle und dann den historischen realen Background dazu soweit es mir möglich ist wiedergebe.
Die Box selbst ist wie eine VHS-Box aufgemacht. Sie enthält keine Episodenübersicht sondern alle drei bedruckten DVDs liegen sich gegenüber und sind dankenswerterweise nicht auf einer Spindel aufgereiht.

Staffel 1: Mätresse des Königs

DVD 1

1. In Cold Blood
In Italien wird der englische Abgesandte und gleichzeitig der Onkel von Heinrich VIII. von französischen Abgesandten ermordet. Die Franzosen haben bereits mehrere Stadtstaaten erobert. Heinrich VIII. (Jonathan Rhys Meyers) will daraufhin Frankreich den Krieg erklären. Kardinal Thomas Wolsey (Sam Neill) versucht, Kontakte zu knüpfen um diesen Krieg zu verhindern. Dabei verfolgt er natürlich eigene Zwecke, er impft jedoch Heinrich ein, dass es dabei um einen erstmaligen Vertrag handelt, der Nichtangriffspakte nach sich zieht und die ersten paneuropäischen Einrichtungen fördert. Dieser Nichtangriffspakt soll u. a. durch direkte Vermählungen gefestigt werden, Heinrichs Tochter Maria soll den Dauphin (= in diesem Sinne Kronprinzen) von Frankreich ehelichen (was natürlich nicht mit seiner Frau Katharina abgesprochen ist).
Der junge Heinrich ist kein Kostverächter. Er hat mehrere außereheliche Verhältnisse mit schönen Frauen. Seine Umtriebe lassen Lady Elizabeth Blount ein uneheliches Kind tragen. Dies obwohl er mit Katharina von Aragón (Maria Doyle Kennedy) verheiratet ist, der ehemaligen Witwe seines Bruders Arthur und ihres Zeichens jüngste Tochter von Ferdinands II. von Aragón und Isabellas I. von Kastilien (eben jene Förderin von Christoph Kolumbus). Diese hat ihm jedoch keinen lebensfähigen Sohn geschenkt. Ein Erbe bleibt daher aus.
> Das Jahr wird in dieser Episode nicht verraten. Allerdings wird hier mitgeteilt, dass Papst Alexander sterbend danieder liegt (Minute 38 von Episode 1). Es handelt sich hierbei allerdings um Rodrigo Borgia, der bis zu seinem Tode am 18.08.1503 Papst war. Wenn dem so ist, wäre Heinrich hier 12 Jahre alt, Katharina wäre hier 17 Jahre alt. Dass das nicht ganz historisch hinhauen kann, sieht man bereits daran, dass Heinrich hier eine Tochter namens Maria/Mary hat, eines der wenigen Kinder von Heinrich VIII. mit seiner Frau Katharina. Es handelt sich dabei um Maria I. Tudor oder auch Maria die Blutige. Diese wurde am 18.02.1516 (!) geboren, also 13 Jahre nach dem Tod des Borgia-Papstes. Und Maria ist hier beim besten Willen kein Säugling mehr! Die Serie beginnt somit fiktiv spätestens Ende der zweiten Dekade bzw. frühestens in der dritten Dekade des 16. Jahrhunderts. Die Inhaltsangabe der ersten Staffel gibt das Jahr 1518 an. Papst ist hier nicht Alexander gewesen, sondern Leo X. (1513 bis 1521). Heinrich ist also hier 27, seine Frau 33 Jahre alt. Mary sieht zwar immer noch nicht wie zwei Jahre alt aus, aber immerhin besser als der Zombie-Papst Alexander, der mittlerweile seit 15 Jahren tot sein dürfte.
Den ermordeten Onkel gab es im Übrigen auch nicht wirklich.
Unter Heinrich stellt man sich normalerweise einen fetten Kerl vor. Doch in den jugendlichen Jahren soll der König wirklich schmuck gewesen sein. Allerdings war er weitaus größer und hatte angeblich langes blondes Haar. Erst in seinen letzten Lebensjahren hatte er ein Lebendgewicht von 160 kg auf die Waage bringen können.

2. Simply Henry
Val d’or – das goldene Tal ist ein Gebiet in Frankreich, das von England besetzt ist. Hier trifft sich Heinrich mit seinem Vetter. Hier werden Mary und der Dauphin von Frankreich miteinander verlobt. Das Ganze fängt gut an und verspricht eine Freundschaft der einst bis aufs Blut verfeindeten Länder zu werden. Da der französische König jedoch ein Aufschneider ist und Heinrich unentwegt aufs Brot schmiert, dass Frankreich besser ist, fordert dieser ihn zum Ringen heraus. Er unterliegt. Das frustet ihn so sehr, dass er lieber mit Karl paktieren würde als mit den Franzosen. Karl V ist knapp 20 und bereits Herrscher über halb Europa als Kaiser des römischen Reiches (deutscher Nationen). Inzwischen bekommt Heinrich Wind davon, dass der Herzog von Buckingham ihm gegenüber Mordpläne hegt, da sich dieser für den rechtmäßigen Thronerben hält.
> Die Geburt von Blounts Kind wird gezeigt, während gleichzeitig die Neujahrsfeierlichkeiten stattfinden. Ich wusste nicht dass das neue Jahr in England im Mittelalter im Sommer war. Blounts Sohn wurde nämlich am 15.06.1519 geboren! Obwohl Henry Fitzroy ein sogenannter „Bastard“ war, hat Henry erwogen ihn anzuerkennen. Wie hier gezeigt wird, ist richtig gefeiert worden, was eine ziemliche Demütigung für seine Frau gewesen sein muss. In dieser Episode stirbt der Papst. Fragt sich nur, welcher das sein soll… zum Zeitpunkt der Episode ist Leo X., Giovanni de' Medici, Papst und zwar bereits seit 1513.
Streitig ist die Vermutung, dass Wolsey hinter der konstruierten Anklage gegen Buckinghams und dessen Verurteilung hintersteckt. Im Übrigen wurde der am 17.05.1521 hingerichtet. Auch hier stimmt also das Jahr nicht.
Kleine Randnotiz am Rande. Wer die Rosenkriege in „The White Queen“ gesehen hat, kennt auch die Eltern des Earls of Buckingham: Es waren nämlich Henry Stafford und Katherine Woodville, Schwester der Großmutter Heinrichs VIII., Elizabeth Woodville. Interessant waren weitere familiäre Verstrickungen. Wie man sieht waren alle untereinander irgendwie verwandt…
Anachronistisch sind die gezeigten Kutschen. Die gab es erst ab 1550. Den Titel König von Irland gab es zu der Zeit im Übrigen auch noch nicht.
Heinrichs Schwester, die er verkuppeln möchte, ist eine Mischung aus zwei seiner Schwestern und so weiter und so fort. Die Folgen straffen bislang nicht nur Ereignisse, sondern geben auch Charaktere in Aussehen und Handlungen falsch wider.

3. Wolsey, Wolsey, Wolsey!
Während seine Frau weiter gedemütigt wird, obwohl sie fest einen gemeinsamen Sohn mit ihm wünscht, dödelt Heinrich weiter durch die Betten mit attraktiven Frauen, die ihm gefallen. Nachdem er Mary Boleyn durch hat, holt er sich deren Schwester Anne als Hofdame an den Hof. Dies ist natürlich dem Vater mehr als recht. Inzwischen hat der französische König Wind von den Annäherungen an das Deutsche Reich bekommen. Erbaut ist er davon nicht gerade. Thomas More und König Heinrich VIII. wettern gegen Luther und lassen öffentlich dessen Werke verbrennen. Der deutsche Kaiser, der mit Heinrichs Frau verwandt ist, versteht sich ausgezeichnet mit dem englischen König. Er schließt am 19.06.1522 einen Bündnisvertrag mit England gegen Frankreich ab.
> Die MARY ROSE, die hier gezeigt wird, gab es wirklich. Das Schiff sank in der Schlacht im Jahre 1545, wurde 1971 erst wieder entdeckt und konnte aber auch 1982 wieder geborgen werden. Die genannten Charakteristiken des Schiffes stimmen. Da der deutsche Kaiser in Flandern geboren wurde und erst spät spanisch gelernt hat, dürfte er wohl kaum einen spanischen Akzent gehabt haben.

4. His Majesty, The King
Während der Papst Heinrichs Schrift lobt und ihn als Verteidiger des Glaubens bezeichnet, verfasst Luther eine Schmähschrift gegen den englischen König. Indes wird Heinrichs Schwester zum König von Portugal verschifft um den alten Knacker zu ehelichen, was ihr natürlich – gelinde gesagt – nicht zusagt.
> Historisch richtig ist die Darstellung, dass Heinrichs Ehefrau sehr beliebt beim Volk war. Dies mag daran gelegen haben, dass sie Sympathien dadurch erntete, dass sie sehr viel Demütigungen erdulden musste und dies trotzdem würdevoll hinnahm. Zu Margaret bzw. Mary lasse ich mich später aus…

DVD 2

5. Arise, My Lord
Henry hat seinen unehelichen Sohn legitimiert und verteilt an ihn wertvolle Titel. Er liebt ihn über alles, was seine Frau natürlich schmerzlich daran erinnert, dass sie ihm noch keine Söhne geschenkt hat. Abgesehen davon übergeht er damit die Thronfolge seiner ehelichen Tochter. Außerdem trägt er sich mit Scheidungsplänen seiner Frau gegenüber, da er sich in die reizende Anne Boleyn (Natalie Dormer) verliebt hat. Deren Vater „verkauft“ seine Tochter, weil er ganz genau weiß, dass der König scharf auf sie ist. Der gesamte Schriftverkehr wird den Intriganten offenbar gemacht. Die wollen den Kardinal loswerden. Doch die will sich ihre Jungfräulichkeit bis zur Hochzeit verwahren.
Einen erneuten Dämpfer erhält Katherina, als sie erfährt, dass der Kaiser des römischen Reiches (Deutscher Nationen) sein Wort gebrochen hat und sich für jemand anderen entschieden hat. Dabei mag die ungeheuerliche Mitgift entscheidend gewesen sein. Zu Heinrichs Freude hat Karl den französischen König geschlagen und verhaftet. Seltsamerweise hat er ihn aber kurze Zeit später wieder frei gelassen und das ohne Heinrichs Rat einzuholen. Heinrichs Schwester ist „wie durch Zufall“ nach wenigen Tagen Witwe und begibt sich wieder auf die Reise nach England. Der Sohn des portugiesischen Königs war jedoch überaus erfreut.
> Der charismatische James Frain, der hier den Thomas Cromwell spielt, gab in der Serie „The White Queen“ den Earl of Warwick. Hier ist die Rede von Papst Clemens, der Heinrich sehr zugetan sein soll. Es handelt sich hierbei um Clemens VII. (bürgerlich Giulio de’ Medici), seit 18.11.1523 Papst. Das Jahr in dieser Episode dürfte 1526 sein, da hier von der Plünderung Roms die Rede ist. Absolut falsch dargestellt ist der Tod des unehelichen Kindes an Schweißfieber. Der starb nämlich am 23.07.1536 17jährig!

6. True Love
Papst Clemens konnte dem Kaiser entkommen, ist aber nach wie vor in dessen Einflussbereich. Unterdessen hat Heinrich eine Delegation unter Leitung des Kardinals nach Frankreich geschickt um die dortigen Verknüpfungen wieder zu intensivieren. Da Boleyns Vater das Amt des Rechnungsprüfers erhalten hat, findet dieser heraus, dass Heinrichs Lordkanzler Kardinal Wolsey schön die Gelder nicht in die Staatskasse sondern in die eigene Tasche schiebt. Zum ersten Mal bricht die Freundschaft zwischen Heinrich und Wolsey.

7. Message to the Emperor
Das Bündnis mit Frankreich ist erneuert. Gemeinsam mit dem ehemaligen Erzfeind befindet man sich mit dem Kaiser des Römischen Reiches im Krieg. Kardinal Wolsey passt sich den Gegebenheiten an, dass Heinrich Anne liebt.
>Sir William Compton starb am 30.06.1528 am Schweißfieber, die auch andere Höflinge hat sterben lassen, darunter Anne Boleyns Schwager William Carey. Zwar ist richtig, dass er die Truhe Heinrich vermachte. Die Linie besteht nach wie vor! Das Schweißfieber ist jedoch eine tückische Krankheit gewesen und erst seit 1485 bekannt. Die Krankheit wurde also nach den Rosenkriegen eingeschleppt. Französische Söldner waren immun dagegen, insbesondere und ungewöhnlich: Adelige und gesunde Männer sind überwiegend daran erkrankt. Seltsamerweise ist es nur in England während der ersten drei Schübe aufgetreten. Lediglich bei der vierten Welle schwelte die Krankheit durch ganz Europa und tötete dort Tausende Menschen. Nach der grauenvollen Welle 1528/29 gab es eine letzte im Jahre 1578. Danach tauchte die Krankheit nie wieder auf. Was genau diese Krankheit genau war, ist bis heute unbekannt. Sie war tückisch und die Sterblichkeitsrate hoch. Der Tod trat innerhalb weniger Stunden ein. Zeitgleich wurden massive Vogelsterben beobachtet. Es mag sich daher um eine Form der Vogelgrippe gehandelt haben, gesichert ist das bis heute nicht. Es ist wohl erwiesen, dass Anne Boleyn ebenfalls die Krankheit hatte, daran aber nicht starb.

DVD 3

8. Truth and Justice
Heinrich ist derart scharf auf die Ehe mit Anne, dass er langsam die Geduld verliert. Wolsey versucht verzweifelt – wenn auch widerwillig – dessen Wunsch zu erfüllen. Doch stößt er bei seinen Kollegen auf taube Ohren. Die Ehe mit Katharina wird für rechtmäßig gehalten und zwar von allen Seiten. Heinrich misstraut nicht nur dem päpstlichen Abgesandten sondern auch gleichzeitig Kardinal Wolsey. Der zieht andere Saiten auf. Katharina wird vorgeschlagen, in ein Konvent einzutreten. Doch diese lehnt das empört ab. Heinrichs Freund hört sich um, auch beim König von Frankreich. Der rät Heinrich, seine Belange selbst zu regeln. Der Plan von Boleyn und seinen Mitwissern scheint aufzugehen…

9. Look to God First
Katharina missachtet das Gericht und reagiert auch auf keine Vorladung mehr. Der König kocht vor Wut, aber sein Zorn richtet sich in erster Linie an das Gericht, was Wolsey mit Furcht sieht. Man versucht herauszufinden, ob sie tatsächlich mit Arthur geschlafen hat, was sie vehement verneint. Cromwell hat Lady Anne ein Buch gegeben, das diese eigentlich nicht weitergeben sollte. Als das Gericht jedoch Heinrichs Ansinnen erneut auf den Papst verschiebt, weiht Anne ihn ein. Der ist nur zu wissbegierig.
> Margaret Tudor starb am 18. Oktober 1541 an den Folgen eines Schlaganfalles und nicht wie hier dargestellt in den späten 20er Jahren des 16. Jahrhunderts an der Schwindsucht! Außerdem ist die hier dargestellte Schwester ein Mix aus zwei Schwestern. Heinrichs Schwester Mary hatte jedoch nicht den König von Portugal geheiratet, sondern Ludwig XII. und nicht Margaret, Königin der Schotten. Ermordet hat sie ihren Mann im Übrigen auch nicht. Mary starb am 25. Juni 1533, angeblich an gebrochenen Herzen, weil Anne gekrönt worden ist.

10. The Death of Wolsey
Wolsey ist entrechtet. Er hat weder Geld noch Bedienstete. Doch das reicht einigen nicht… Heinrich setzt Thomas Morus als Lordkanzler ein. Der will alle Reformatoren verbrennen lassen. Morus Terrorregime ist dadurch schlimmer als Wolseys. Indes liest Heinrich genau solche „ketzerischen“ Schriften, weil er als König das Gesetz in die Hand nehmen will.
Das päpstliche Edikt bringt für Heinrich das Fass zum Überlaufen.
> Anne dürfte etwas länger bis zur Auflösung der Ehe gewartet haben… Thomas Wolsey ist während einer Reise gestorben und nicht so wie hier gezeigt.

Hinter den Kulissen
Tja, da hat der Darsteller auch etwas durcheinander gebracht. Er sprach in der Zeit auch von Kreuzzügen. Die waren längst – Geschichte zu Heinrichs Zeiten…
Trailer
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am 11. November 2016
Alle Jahre wieder schaue ich die Tudors. Komisch, aber immer wenn es draußen kalt wird, schaue ich mir alle Staffeln noch einmal von vorne an und entdecke immer wieder etwas Neues. Ich mag nun mal die Geschichte um Heinrich VIII.

Eines sage ich gleich vorweg: Die Serie ist historisch nicht ganz korrekt, aber in weiten Teilen durchaus. Die Schwester Margret hat eigentlich nach Schottland geheiratet, es war Maria, die von Heinrich VIII verheiratet wurde - und zwar nicht an den alten König von Portugal, sondern nach Frankreich. Charles Brandon war einige Jahre älter als Heinrich und kannte diesen schon in seiner Kindheit. Er hat des Königs Schwester Maria auch nicht geheiratet, weil er seinen Trieb nicht im Griff hatte, wie es in der Serie dargestellt wird, sondern um sie aus misslicher Lage zu befreien. Auch wurde er deswegen nicht vom Hof verstoßen, sondern musste Ausgleichszahlungen leisten für die entgangene Witwenrente, die Maria ohne die Heirat erhalten hätte.

Aber, wie auch immer: Die Serie "Die Tudors" ist packend, fesselnd, spannend von der ersten bis zur letzten Folge und im Grunde genommen zeigt sie durchaus auf, wie es am englischen Königshof zuging. Der König wird hier allerdings etwas "ärmer" dargestellt, als er es in Wirklichkeit gewesen ist, denn sein vor ihm regierender Vater war geizig und Heinrich hat ein großes Vermögen geerbt. Die Abgesandten aus anderen Ländern mochten auch erst zu Heinrichs Zeiten an den Hof kommen, denn bis er die Krone übernahm, handelte es sich beim englischen Königshof um einen Ort, den Franzosen beispielsweise als barbarisch empfanden: Trostlos, armselig nahezu. Glanz und Gloria brachte erst Heinrich. Bemängelt wird an der Serie häufig, dass Heinrich VIII nicht so attraktiv war wie der Darsteller - was nicht unbedingt stimmt. In seiner Zeit und als junger Mann soll er sehr attraktiv gewesen sein. Hässlich und fett wurde er erst später. Aber er war natürlich vom Typ her ganz anders als der Darsteller der Serie, vielleicht ist auch das damit gemeint.

Kurz gesagt, wer sich für englische Geschichte interessiert, bereit ist, historisch betrachtet ein paar Abzüge zu machen, die aber die Serie besser gemacht haben, dem seien die Tudors ans Herz gelegt, jedenfalls dann, wenn kein Verlangen nach einschlägiger Literatur besteht. Wer diese Serie sieht, erhält nicht nur total spannende und wirklich schöne Unterhaltung, sondern auch einen schnellen Einblick in die englische Geschichte, doch wie gesagt: Mit ein paar Abzügen.

Ich finde diese Serie großartig und werde sie mir wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder ansehen.
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am 3. Februar 2008
Wer sich in der tudorschen Zeit auskennt, wird öfter als einmal den Blick zur Zimmerdecke wenden... Das Treffen mit Franz I., das Verhältnis mit Bessie Blount...mit Mary Boleyn...der Tod von Henry Fitzroy...die Ehe seiner Schwester Margarete mit einem alten König von Portugal.. alles völlig falsch wiedergegeben. Margarete zum Beispiel heiratete James von Schottland und war glücklich mit ihm. Während seine Schwester Mary diejenige war, die in den sauren Apfel bzw. in das Bett eines alten Königs von Frankreich beißen musste..Aber nur für 92 Tage.. und heiratete dann...im Film wie in der Wirklichkeit ..Charles Brandon!
Der Schauspieler, der Heinrich wiedergibt, ist gewöhnungsbedürftig. Heinrich war stolz auf seine Behaarung, sowohl auf Brust, als auch im Gesicht.. Aber zur heutigen Zeit entspricht der Schauspieler wohl wieder dem Schönheitsideal - wie damals Heinrich mit Haaren von oben bis unten!
Außerdem war der echte Heinrich über 1,90 m groß! Dieser hier wird maximal 1,79m messen! Es ist verwirrend, wenn alle anderen größer sind, als er. Aber gut. Er spielt gut, obwohl mich der wahnsinnige Blick etwas abstößt... seiŽs drum. Sam Neill als Kardinal Thomas Wolsey ist eine Offenbarung, genau wie Königin Katharina von Aragon! Super!! Die echte war weniger facettenreich! Es kommt leider auch nicht so richtig heraus, dass das Aufflackern erster Verliebtheit im Jahre 1526 von Heinrich zu Anne war und erst 1533 die Ehe mit Königin Katharina für ungültig erklärt wurde, da Anne mit Elisabeth schwanger war. Es waren für die beiden Liebenden also 7 lange Jahre des Wartens und Bangens! Die Serie kehrt das nicht so richtig heraus. Es werden auch keine Jahreszahlen angezeigt. Ansonsten ist die Geschichte fesselnd! Die Kostüme sind toll, die Schauplätze realistisch nachempfunden. Da es um Heinrich und Anne geht, fehlt mir persönlich Annes Verlobter Henry Percy, dessen Verlobung Wolsey 1525/26 auf Geheiß von Heinrich auflöste, obwohl Anne und H. Percy sich liebten! Percy taucht garnicht erst auf. Schade! Aber auch mit den vielen Fehlern ist die Geschichte um die Entstehung der anglikanischen Kirche und der späteren jungfräulichen Königin spannend genug. Das gibt die Serie auch wieder. Die Sprache ist gut verständlich, die Untertitel gut wiedergegeben. Also für jemanden, der sich für Heinrich interessiert, empfehlenswert. Aber jemand, der mehr über Annes Schwester erfahren möchte, wird enttäuscht, sie taucht nur zweimal auf.
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am 26. Mai 2016
Ich liebe Mittelalterserien und -filme, aber bei diese Serie habe ich nach der 4. Episode nicht mehr weitergeschaut. Die erste Folge bestehet fast nur aus Sex- & Kampfszenen. Und in den weiteren Episoden geht es auch nicht um recht viel mehr als, dass sich alle gegenseitig umbringen. Jeder hat seinen Geschmack und die Serien entspricht zu 100% nicht den meinem.
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am 28. Juli 2017
5 Sterne für die Darsteller und die fesselnden Geschichten,
wer Filme mag in denen es um Mittelalter,Intrigen und vorallem Sex geht, ist hier genau richtig.
Geschichtlich eine reine Fiktion, aber wirklich gut gemacht, wer also nicht all zu viele Ansprüche hat wird begeistert sein.
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am 26. Januar 2008
Betrachtet man die Aspekte dieser Serie jeweils einzeln, dann könnte man meinen sie verdient den historischen Titel absolut nicht. Die zeitliche Reihenfolge von Ereignissen hat nicht sehr viel damit zu tun wie es tatsächlich (wahrscheinlich) abgelaufen ist. Auch die Sprache der Charaktere entspricht nicht der Zeit. Einiges ist schlicht erfunden oder extrem verzerrt.

Und nun kommt das große "aber". Zusammen ergibt alles trotzdem eine Interpretation die sehr glaubwürdig wirkt und die Essenz der Geschichte ähnlich gut vermittelt wie akurate Historik. In den Details wird die damalige Zeit - trotz einiger Anachronismen - ziemlich realistisch dargestellt. Zwar wird kein Englisch aus dem 16. Jahrhundert gesprochen, aber was für eine Rolle Förmlichkeit und Rangordnung in Gesprächen gespielt haben wird hier besser vermittelt als in manchen Historienfilmen. Insgesamt bekommt man einen guten Eindruck wie sich die damalige Gesellschaftsstruktur aus verschiedenen Perspektiven angefühlt haben muss.

Zu guter letzt ist die Handlung spannend (weil man eben nicht im Geschichtsbuch nachsehen kann was als nächstes geschehen wird). Sehr ansehnliche Kulissen und Kostüme. Darsteller und Darstellerinnen natürlich noch ansehnlicher.

Eine noch bessere Wertung verhindert für mich mein einziger Kritikpunkt: der zeitliche Ablauf ist teilweise zu unklar. Auch weil die Darsteller soweit nicht sichtbar altern ist oft nicht klar erkennbar wie viel Zeit verstreicht.
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am 10. Juli 2008
Die Tudors zeichnet sich durch eine spannende historisch nicht immer genaue Story aus,die durch eine famose Schauspieltruppe sowie prächtige Ausstattung und Umsetzung jederzeit bestens zu unterhalten weiß.

Dafür sorgt allein Jonathan Rhys Meyers mit seiner grandiosen Darbietung von König Heinrich VIII, er beherrscht Mimik und Gestik seines komplexen Charakters gekonnt und ist auch optisch die richtige Wahl. Neben ihm brauch sich auch der restliche Cast nicht verstecken u. a. Natalie Dormer macht als seine Geliebt eine hinreißende Figur. Nicht zu vergessen Sam Neil als Intriganter Lord Kanzler Wolsey.
Die Geschichte rund um Macht, Liebe, Verrat und Sex mit zahlreichen Intrigen gespickt hat einen enormen unterhaltungswert, sicherlich ist das gezeigte nicht gerade geschichtlich genau, Fiktion und Wahrheit werden nicht selten miteinander verbunden. Dennoch haben "die Tudors" ihren ganz besonderen reizt, der sich schon allein an der bildgewaltigen Inszenierung festmacht ,tolle Kostüme, das aufwändiges Setdesig und die pompöse Musik sind vorbildlich für ein TV Event.

Fazit: Die Tudors" ist eine faszinierendes TV-Event das mit seiner Spielfilm reifen Aufmachung bis zum Schluss fesselt und prächtig unterhält.

Die Blu-Ray glänzt durch ein fabelhaftes scharfes Bild, das für eine TV-Serie bemerkenswert gut ist und diese hochwertige Produktion noch besser aussehen lässt.Der Sound bringt die gesamte Atmosphäre überzeugend rüber, da es sich ja um kein Actionereignis handelt spielen eher die Musikuntermalung und Dialoge eine wichtige Rolle.Extras: Schickes Hauptmenü und recht informatives Making Of

Fazit: Lobenswerte Umsetzung,Bild und Ton sind Top, die Extras gehen in Ordnung.
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am 2. Februar 2009
Als geschichtsbegeisterte Person stehe ich Historienfilmen und vor allem -romanen traditionell skeptisch gegenüber, wohl zum großen Teil deshalb, weil mir oft "die Substanz", d.h. der korrekte historische Hintergrund fehlt, und banale Begebenheiten zu geschichtsträchtigen Mammut-Eventen aufgeplustert werden.
Von den Tudors war ich positiv überrascht. Es ist natürlich so, dass hier historisch vieles nicht stimmt: Heinrich VIII. war zu der Zeit, in der Anne Boleyn in sein Leben trat, bereits Mitte Dreißig, seine Ehe mit Katharina von Aragón war durchaus harmonisch und glücklich. Auch die Geschichte mit der Schwester Margaret stimmt so nicht ganz und die Annahme, der römisch-deutsche Kaiser Karl V. wäre an den Hof nach London gekommen, ist geradezu lächerlich.
Außerdem muss gesagt werden, dass die Art wie Die Tudors in Szene gesetzt werden die Schrift des 21. Jahrhunderts trägt. Die Gesellschaft und die darin agierenden Personen werden nicht authentisch als Renaissance-Figuren beschrieben und gezeigt. Vor allem was die Kostüme angeht, orientieren sich die Produzenten sehr stark an verklärten Vostellungen und Erwartungen unserer modernen Welt. Hier sei z.B. die aufreizende Kleidung der Anne Boleyn genannt. Keine Frau hätte sich im 16. Jahrhundert so zeigen können. Sieht man sich Gemälde und Porträts aus diser Zeit an, tragen die Frauen im Gegenteil fast ausschließlich Schleier über ihren Haaren.
Dennoch sind die Tudors in anderen Bereichen überraschend korrekt und unterhaltend. Jonathan Rhys Meyers schafft es geradzu meisterhaft, den extravanganten, egozentrischen und tyrannischen Charakter des Heinrich voll auszuspielen. Die Freundschaft Heinrichs mit Thomas Morus ist gut porträtiert, ebenso wie das politische Genie des Kardinal Wolsey, dargestellt von einem perfekten Sam Neill. Auch die Art der Anne Boleyn passt. Tatsächlich geht die Geschichtsforschung heute davon aus, dass sich Anne Boleyn ziemlich berechnend in Anwesenheit des Königs in Szene setzte, v.a. um ihrer Familie einen rasanten Aufstieg zu bescheren. Sie trieb aktiv und fordernd die Scheidung Heinrichs von Katharina von Aragón voran und war historisch verbürgt eine glühende Anhängerin der lutherischen Revolution. Die Tudors leben vom Zusammenspiel der Charaktere und besonders beeindruckt war und bin ich von Maria Doyle Kennedys schauspielerischen Leistung als die unglückliche Katharina von Aragón. Zwar passt sie äußerlich sicherlich nicht zur historischen Figur (diese war ein recht heller Typ), aber die Rolle der leise leidenden Königin füllt sie meisterhaft aus. Gerade dieser Konflikt zwischen Heinrich und Katharina ist wirklich gut in Szene gesetzt. Tatsächlich war eine Scheidung zu dieser Zeit ein Politikum, in das mehr als nur zwei Parteien verwickelt waren. Heinrich konnte sich der Katharina nicht einfach entledigen. Erstens brauchte er die Zustimmung der Kirche und zweitens war Katharina von Aragón nicht einfach irgendeine europäische Adlige. Ihre Mutter war die berühmte und mächtige Königin Isabella I. von Kastilien und León, ihr Vater König Ferdinand II. von Aragón. Ebenso war ihr Neffe als Karl I. König von Spanien und als Karl V. deutscher Kaiser, und Karl stand seiner Tante sehr nahe, hätte also offiziell einer solchen Demütigung Katharinas niemals zugestimmt. Hinzu kam, dass sie als englische Königin im Volk unglaublich beliebt war, wohingegen Anne Boleyn als arrogant und herablassend gesehen wurde. Mit einer solchen Macht im Rücken konnte Katharina von Aragón wirklich stark sein. Maria Doyle Kennedy verkörpert diese zwischen ihrer Liebe zu Heinrich (was historischen Tatsachen enspricht) und ihrem Recht und Stolz hin- und hergetriebene Königin einfach perfekt. Sie ist eine meiner Lieblingscharaktere in der Serie.

Die Tudors sind sehr unterhaltend und auch sie tragen dazu bei, dass ein wichtiger historischer Stoff vereinfacht und verständlich einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird. Ein Beweis dafür, dass alles, was mit Geschichte zu tun hat, nicht immer langweilig sein muss.
Ich ziehe auch ausdrücklich KEINEN Stern für die historischen Unkorrektheiten ab; wer die wahre und echte Geschichte wissen will, der nehme sich bitte eines der vielen exzellenten Geschichtsbücher zur Hand, die die Tudor-Zeit in England zum Thema haben. Diese Serie ist meiner Meinung nach ein kleiner Eindruck der englischen Renaissance, ein gutes und mit Fakten untermauertes Buch ersetzen kann sie aber nicht.
Schauspielerisch und szenisch sind Die Tudors sicherlich eine der besten Serien, die derzeit im Umlauf sind. Ich fand nur die unglaublich hohe Anzahl an Sexszenen etwas übertrieben.
Ich kann Die Tudors nur wärmstens empfehlen, v.a. wenn man der Geschichte durchaus positiv gegenübersteht. Dennoch möchte ich wiederholen, dass eine DVD eben KEIN Geschichtsbuch sein kann und will. Ich würde außerdem empfehlen, die Serie auf Englisch anzusehen, da in der Originalversion Akzente und Authentizität besser zum Tragen kommen.
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