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am 25. April 2018
Eindrücke in Kürze: Komplexes, schwer durchschaubares Katz- und Maus-Spiel: Verstorbenes Technik-Genie mit seinen Schergen gegen hochrangigste Sicherheitsbehörden und Wirtschaftsmagnaten. Viele Mysterien und Wendungen. Viel IT-Fachjargon, selbst für einen Cyber-Thriller. Action durch abenteuerliche Gemetzel mit kreativen Waffen. Sympathieträger sucht man vergeblich. Bedrohliche Atmosphäre. Gesellschaftskritisch. Unterhaltsam und nachdenklich machend, man sollte aber nicht zartbesaitet sein.

Ausführliche Einschätzungen (ohne schlimme Spoiler):

Meine Motivation:
Ich habe Nahe-Zukunft- und Cyber-Thriller für mich entdeckt, und dieses gilt als das Werk, an dem sich in diesem Genre alle anderen messen lassen müssen. Dass mir mein erster Suarez-Roman Bios gut gefiel, war ein weiteres Argument, mich hieran zu versuchen.

Wirkung der Figuren:
Es werden hintereinander sehr viele Figuren vorgestellt, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln und deren Handlungsstränge sich erst später verknüpfen. Ortswechsel und zeitliche Lücken von mehreren Monaten in der Handlung machen’s nicht einfacher, es ist also konzentriertes Lesen angesagt. Ich habe die X-Ray-Funktion als Erinnerungsstütze verwendet.
Man sollte als Leser nicht depressiv oder zarbesaitet sein, denn es sind fast ausschließlich Antagonisten unterwegs. Sie sind lethargisch oder anderweitig psychisch am Ende (mitleiderregend) oder skrupellos (abgründige Innenansichten) oder je nach Entwicklung auch beides. Produkte ihrer Umwelt, am Rande der Gesellschaft existierend, die es offensichtlich gibt, sodass man den Charakterzeichnungen Realismus zusprechen muss, auch wenn’s schmerzt.
Es ist schwierig, aufheiternde oder herzerwärmende Momente zu finden. Das bisschen Humor ist extrem zynisch, und wenn sich z. B. eine Figur eine bessere Zukunft für ihr Kind wünscht, hat das in sich schon wieder etwas Tragisches. Es waren also Emotionen bei mir im Spiel, die spüren lassen, dass hier eine düstere Weltanschauung propagiert wird. Ein echter Protagonist, um deren Zukunft ich hätte bangen können, hätte die Geschichte für mich persönlich aufgewertet.
Ich empfand die Perspektive von Gragg als besonders bildhaft, verstörend und faszinierend.

Wirkung der Handlung:
Actionlastig. Absolut Popcorn-Kino-tauglich, allerdings zum Ende hin so überdimensioniert, dass es nicht mehr realistisch wirkt, was das intelligent erdachte Konstrukt ein bisschen stört. Bildhaft beschrieben, sodass es gut vorstellbar ist. Die Kampfhandlungen mögen innovativ und kreativ erdacht sein (wohlgemerkt 2006 geschrieben), aber ich persönlich brauche Darstellungen von Körpern, die zermetzelt werden, nicht in allen grausigen Details. Wenn ich keine emotionale Bindung zu den involvierten Figuren habe, ist der Verlauf zwar interessant, aber ich kann nicht so richtig mitfiebern und die Todesfälle vermögen nicht zu berühren.
Mir persönlich haben die leisen Töne, in denen eine einzelne Figur kritisch sich selbst und ihre Umwelt reflektiert, viel besser gefallen. Begierig aufgesogen habe ich nebenbei angeführte soziologische und ökonomische Folgen. Faszinierend die Nachrichten des Urhebers Sobol, die Rätsel über seine weiteren Vorkehrungen und vor allem seine Motivation aufwerfen. Ein weiteres Highlight ist für mich die Gesellschaftskritik, sei es durch krasse Gleichnisse wie im besonders eindrucksvollen Kapitel 31, sei es ganz plakativ, z. B. beim Outsourcing sicherheitsrelevanter Aufgaben, oder sei es die subtile Betrachtung der gesamten Szenerie und der sie prägenden Akteure.

Meine Gesamteinschätzung:
Ich schätze mich als technikaffin ein, habe aber weder eine technische Ausbildung noch zocke ich Onlinegames. Insofern habe ich technisch nicht alles durchdrungen und eventuell auch so manche Anspielung schichtweg nicht wahrgenommen.
Ich empfinde es als gerechtfertigt, dass DAEMON als Mutter der Cyber-Thriller gilt. Die gefühlte Schwerpunktsetzung auf Technik, brutaler Action und Weltuntergangsstimmung ohne wirkliche Lichtblicke entspricht nicht ganz meinem Geschmack, aber in Summe ist es allein schon aufgrund der Neugierde auf die Rätselauflösungen megaspannend und ich habe das Werk nur ungern weggelegt. Meine 4 Sterne sind mit Tendenz zu 5 Sternen zu verstehen.
Band 1 ist unabgeschlossen, es muss also DARKNET, Band 2 der Dilogie, her. Ich erwarte gespannt die Auflösung des großen „Warum“ und würde mich freuen, diesmal tiefere Einblicke in sozioökonomische Konsequenzen und Gefühlslagen zu bekommen.
Mein Lieblings-Nahe-Zukunft-Technik-Thriller (mit fiktiven Elementen) ist übrigens Ich.Lebe. (Hamburg Sequence 1).
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am 8. Januar 2016
Das Buch tauchte irgendwann in den für mich persönlich durch Amazon zusammengestellten Empfehlungen auf (aufgrund meiner bisherigen Käufe, bla, usw.).
Anfangs liest es sich noch wie ein Krimi, schlägt alsbald aber in einen Hightech-Cyber-Thriller um.
Man merkt schnell, dass der Autor IT-Background hat und weiss, wovon er schreibt. In anderen Bereichen kommt er dann aber an einen Crchton oder Clancy doch nicht ganz heran.
Stellenweise hat man den Eindruck, dass er sich des "Deus-Ex-Machina"-Effekts bedient, um die Story nicht über die Klippe springen lassen zu müssen, aber das hält sich zum Glück in Grenzen.
Manche Geschehnisse sind dann auch recht vorhersehbar (das Letzte Kapitel hat mich dann nicht allzusehr überrascht, aber ich möchte nicht spoilern).

Ich kann mir gut vorstellen, dass Leser ohne technisches Wissen hier schnell an ihre Grenzen stoßen, denn der Tech-talk im Buch ist doch auf recht hohem Niveau. Man kann zwar der Story auch als absoluter Techniklaie folgen, aber wenn man das alles versteht, was da staht, dann gewinnt das Buch auch noch eine ganz andere Ebene für einen: nämlich die offene Kritik an unserer eigenen Technik-Verliebtheit und daraus resultierenden -Abhängigkeit.

Ich habe gerade mit dem zweiten Teil (Darknet) begonnen und muss sagen, dass dieser anscheinend noch stärker in Richtung Gesellschaftskritik geht, aber ich bin erst beim sechsten Kapitel angelangt.
Hier muss man aber ganz klar sagen, dass man den zweiten Teil nur wenig bis garnicht durchschauen kann und schnell verloren ist, wenn man DAEMON nicht gelesen hat. Ich hatte mir beide direkt zusammen geholt.
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am 16. Januar 2018
Vorgeschichte: Auf den amerikanischen Autor Daniel Suarez bin ich in einer Buchhandlung aufmerksam geworden, wo der damals aktuelle Roman "Control" sehr liebevoll beworben wurde. Mit "Daemon" habe ich mich nunmehr mit 7 Jahren Verspätung (bezogen auf die deutsche Übersetzung; das englische Original stammt von 2006) an Suarez' Erstling herangewagt.

Inhalt: Ein genialer Spieleentwickler stirbt ... und ein Daemon (=ein Stück Software, das auf bestimmte Ereignisse lauscht und in Abhängigkeit vom Eintreten der Ereignisse in Aktion tritt), wird im Moment seines Todes aktiv. Schon bald wird deutlich, dass der verblichene Schöpfer des Daemons zahlreiche Eventualitäten vorhergesehen hat ... und sich nicht damit zufriedengibt, nur ein wenig Verwirrung unter den Hinterbliebenen zu stiften.

Erzähltechnik: Die Erzählperspektive ist aus der dritten Person geschrieben, bleibt jederzeit sachlich und souverän. Die Protagonisten (ein bunter Reigen von Polizei- oder FBI-Beamten, dazu Journalisten, Hacker und sonstige Nerds) wechseln fortlaufend; die Kapitellängen sind sehr unterschiedlich gehalten. Nur die wenigsten Protagonisten sind sympathisch, die Identifikation mit ihnen fällt entsprechend schwer. Das Vokabular ist anspruchsvoll, aber niemals abgehoben. Aus meiner Sicht wird die Herausforderung, den in einem sehr technischen Umfeld angesiedelten Roman verständlich zu halten, sehr gut gelöst.

Suchtfaktor: Die Geschichte beginnt beinahe klassisch mit einem Mord ... und dem Szenario angemessen folgen im Lauf der Handlung diverse weitere Leichen. Auch wenn keiner der Protagonisten dem Leser so richtig ans Herz wächst, kann man das Buch kaum zur Seite legen. Der in hohem Tempo geschriebene Roman zieht seinen Reiz aus dem beklemmenden Szenario, dass ein Toter den Lebenden stets einen Schritt voraus ist und unzählige Weichen vorab so gestellt hat, dass die scheinbare Handlungsfreiheit der Protagonisten zielsicher im Unausweichlichen endet. Dabei ist die Folge von Ursache und Wirkung, die Suarez konstruiert, niemals unrealistisch, im Gegenteil: die Funktionsweise des Daemons bleibt jederzeit nachvollziehbar und (gegeben beliebig viel Zeit und beliebig viel Geld :)) auf die reale Welt übertragbar.

Was bleibt: ein mulmiges Gefühl. Wenn der Mensch, der gemäß seiner Natur technisch komplexe Systeme immer weniger durchschauen kann, naiv und leichtgläubig jeden beliebigen Hebel in die Hände von Automatismen und Algorithmen legt, darf er sich nicht wundern, wenn jemand diese Automatismen und Algorithmen kapert und für eigene Zwecke missbraucht. "Daemon" ist eine fantasievolle Dystopie, die nicht weit von der heutigen Realität entfernt ist, regt zum Nachdenken an, wühlt auf.

Fazit: Das Buch endet mit einer Überraschung und einem Cliffhanger, der den Leser atemlos und verstört zurücklässt. Wohl dem, der "Darknet", die sich nahtlos an "Daemon" anschließende Fortsetzung, direkt mitgekauft hat :). Ich vergebe 5 von 5 Sternen, weil "Daemon" nicht nur spannend, sondern auch stimmig konstruiert ist; ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch hinterfragt. Aus meiner Sicht ein Meisterwerk, das völlig zurecht vom selbstveröffentlichten Geheimtipp zu einem Bestseller wurde.
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am 3. Februar 2018
Aufgrund der guten Rezensionen habe ich das Buch gekauft. Aber bald musste ich feststellen, dass es ein durchschnittlicher Krimibestseller (eher der billigen Sorte) ist. Viel kaum glaubwürdige Action basierend auf Computer Spiele.
Wer sich von diesem Buch erhofft etwas interessantes über die Welt des Internet zu bekommen wird enttäuscht.
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am 8. November 2017
Nachdem mir das Buch von einem Arbeitskollegen mehrfach empfohlen worden ist, hab ich mir die Leseprobe angeschaut. Eigentlich hab ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich Bücher gelesen, aber die Leseprobe hat mich so gefesselt das ich es sofort kaufen musste. Auch die Fortsetzung Darknet ist super gelungen. Auch die anderen Werk von Daniel Suarez sind ALLE lesenswert!.

So gesehen hat mich Deamon dazu gebracht Bücher zu lesen und ist bis heute meine absolutes Lieblings Buch
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am 7. Mai 2018
Die beiden Bücher (Daemon und Darknet) sind toll, habe beide bisher 2 mal gelesen.
Manchmal ist der 1. Teil (Daemon) etwas langatmig, dafür an anderer Stelle, schwer zu beschreiben ... Man verliert das Zeitgefühl, wie viel Zeit seit dem letzten Kapitel vergangen ist. Manchmal vergeht in einem Kapitel nur ein paar Stunden, dann ist das nächste Kapitel gleich ein paar Wochen weiter...

"Darknet" - der 2. Teil - ist eben so spannend. Allerdings geht es da ziemlich blutig zu, also vorsicht an die von Euch, die das nicht so mögen.
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am 13. Januar 2014
....wenn man dieses Buch gelesen hat.

In einer nicht allzu fernen Zukunft übernimmt ein Daemon (das ist eine Art Dienstprogramm), den ein Millionär und erfolgreicher Hersteller von Multi-Level-Internet-Spielen programmiert hat, die Weltherrschaft. Suarez beschreibt sehr anschaulich und in (halbwegs) verständlichen Begriffen den Ablauf des Dramas von den zunächst unverdächtigen Anfängen und ersten Indizien bis hin zum offenen Schlagabtausch einiger Unverzagter mit dem inzwischen mächtigen Internet-Programm. Protagonisten sind ein mysteriöser russischer Hacker, eine NSA-Agentin und ein simpler Cop.

Suarez gelingt es, Technologien so zu beschreiben, dass man den Eindruck gewinnt, es gäbe sie tatsächlich schon. Zumindest wird man das beklemmende Gefühl nicht los, schon einmal irgendwo gelesen oder gehört zu haben, dass es das eine oder andere tatsächlich schon gibt....

Relativ schnell wird klar, dass es im Internet keine wirkliche Sicherheit gibt. Firewalls und Sicherheitstechnologien umgeht der Daemon als ob es sie nicht gäbe, notfalls durch den Einsatz menschlicher Rekruten und mit physischer Gewalt. Da wird dann schon einmal eine ganze Einsatzzentrale in die Luft gejagt und eine komplette Innenstadt mit Hilfe ferngesteuerter Autos verwüstet. Das alles geschieht, ohne dass die breite Öffentlichkeit die Wahrheit erfährt, weil zwischenzeitlich die Regierung (der USA) erkannt hat, das der Daemon für die eigenen Zwecke eingesetzt werden kann/soll.....

Spannend und temporeich geschrieben, gewürzt mit jeder Menge Techno-Speak und ordentlich Aktion. Danach ist man versucht, den eigenen Computer für immer vom Internet zu trennen. Wer weiß....?

Das Sequel (Freedom TM) ist schon heruntergeladen.
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am 17. Juni 2015
Die IT ist ja sowas wie die moderne Hexerei, nur werden IT-Fachleute glücklicherweise nicht mehr so häufig auf den Scheiterhaufen geworfen ;)

Das Buch zeigt eindrucksvoll, was passiert, wenn ein Computergenie komplett durchknallt. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch eine harsche Kritik am Corporate Circus, dessen Hierarchie primär auf einer Mischung aus Geld und Beziehungen aufbaut. Ohne im Bereich IT ein Experte zu sein, glaube ich, dass wohl manches etwas überzeichnet ist - ist ja auch Fiktion - aber die Grundidee dahinter, nämlich eine grundlegende Revolution unserer Gesellschaftssysteme, ist gar nicht mal so weit von der Hand zu weisen.
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am 5. April 2018
Mir wurde das Buch von einem Kumpel empfohlen.
Nachdem ich sehr lange gebraucht habe das Buch fertig zu lesen, möchte ich hier ein paar Sätze darüber verlieren.

Ich fand das Buch sehr wirr geschrieben. Der Schreibstil und die Erzählweise haben mir überhaupt nicht gefallen.
Hatte Probleme dem roten Faden zu folgen, da es zuviele Handlungssprünge gab..
Vom technischen Aspekt alles verständlich, wenn auch teilweise absoluter Quatsch.
Ob ich mir jetzt noch den zweiten Teil (Darknet) gebe, weiß ich noch nicht.
Erstmal was anderes lesen.
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am 15. November 2017
Der Thriller "Daemon" von Daniel Suarez ist fesseln und packend zugleich. Die Spannung hält über das ganze Buch an. Daniel Suarez hat einen Zukunft-Hightech-Cyber-Thriller geschrieben, wobei meiner Meinung nach so etwas schon jetzt eintreffen könnte. Absolut empfehlenswert! Ich bin gespannt wie die Fortsetzung "Darknet" seien wird.
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