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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
6
5,0 von 5 Sternen
Bach: Motets
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:8,99 €

am 2. September 2010
Ich erlaube mir, freimütig zuzugeben, dass ich doch etwas skeptisch war, als die "Japaner" sich an Bachs virtuosen Vokalwerken versuchten. Die Vorbehalte, die sich vorwiegend auf eine "typisch asiatisch" klingende Stimme und eine merkwürdige Aussprache beschränkten, erwiesen sich als vollkommen unwahr. Was Masaaki Suzuki mit dem Bach Collegium Japan auf die Beine gestellt hat, ist schier unglaublich. Denn diese Aufnahme der Bachmotetten läuft allen namhaften Aufnahmen (Rias Kammerchor unter Jacobs, Stuttgarter Kammerchor, etc.) den Rang ab. Suzuki versteht es meisterlich, den einzelnen Motetten ihr gewisses Etwas zu entlocken; er wählt die Tempi zwar sehr eigenwillig, aber keinesfalls künstlich. So erklingen beispielsweise die Chorfuge "Alles, was Odem hat" (Singet dem Herrn ein neues Lied) und "Es ist nun nichts Verdammliches" (Jesu meine Freude) in einem ungewohnt stürmischen Charakter - der Chor, der übrigens sehr dezent und damit genau richtig vom Barockorchester begleitet wird, erfüllt aber alle Ansprüche in Bezug auf Tempo, Intonation und erstaunlicher Klarheit. Auf der anderen Seite zeigt das Ensemble gleichzeitig aber auch, dass es auch ganz anders kann. "Drum schließ ich mich in deine Hände", der Schlusschoral aus der Motette "Komm, Jesu komm!" ist fein nuanciert, verfällt nicht in eine sehr unhistorische Rubato-Manie, wie das in anderen Aufnahmen der Fall ist. Das Ensemble unter Suzuki versteht es, die Kontraste der einzelnen Motettensätze herauszuarbeiten, einen Klang von ungeahnter Klarheit hervorzubringen und schlussendlich eine originelle, wenn auch sehr historische Aufnahme vorzulegen. Bravo!
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Mai 2010
Suzuki und sein Chor "können" Bach. Das haben sie bereits mit ihren Einspielungen der Kantaten und oratorischen Großwerke des Thomaskantors unter Beweis gestellt. Für mich ist diese Aufnahme eine neue Referenz, gleichberechtigt neben den famosen Einspielungen von Cantus Cölln und dem Stuttgarter Kammerchor. Cantus Cölln erreichen solistisch besetzt vielleicht noch ein höheres Maß an Elastizität und Durchhörbarkeit. Der Stuttgarter Kammerchor unter Frieder Bernius ist an manchen Stellen noch "tiefenschärfer", kommt aber für meinen Geschmack mit einem zu groß besetzten Orchester daher. Im Vergleich zum RIAS Kammerchor unter René Jacobs, der in seiner eigentlich recht schönen Aufnahme vor lauter Gestaltungswillen gelegentlich überzieht und deshalb nicht völlig überzeugen kann, gehen die Japaner die Sache "konventioneller" an.

Dass es hier deshalb keineswegs langweilig oder nüchtern zugeht, zeigt sich bereits im Kopfsatz von "Singet dem Herrn": Nach dem feierlichen Einstieg drängt die virtuose Fuge energisch voran, mehr Jubel als Tanz.

Glanzlicht der CD ist die ebenfalls doppelchörige Motette "Komm, Jesu, komm". Wie das Ensemble sich in das Stück hineintastet, die beiden Chöre eng verschränkt, ist schlicht atemberaubend gut gemacht. Zärtlich, sehnsuchtsvoll, die schmerzlichen Modulationen auskostend, ohne ins Lautmalerische, Manierierte abzugleiten. Die verhangene Stimmung hält sich auch in den rhythmischen Teilen, bis die Aria - für mich einer der schönsten Bachchoräle überhaupt - den hoffnungsvollen Schlusspunkt setzt.

Hervorragend gelingt auch "Jesu meine Freunde". Die Japaner gehen die Motette wiederum recht energisch an ("Es ist nun nichts"). Aufhorchen lässt die Fuge ("Ihr aber seid nicht fleischlich"), die zunächst mit ruhigen Puls "ohne besondere Vorkommnisse" dahinfließt, bis ein deutliches Ritardando in den Epilog ("Wer aber Christi Geist nicht hat") überleitet. Ihn nehmen die Japaner deutlich verlangsamt, wirklich Adagio. Resultat ist ein Zeitlupen-Effekt, der die herzzerreißende Harmonik betont und diesen Nachsatz zu einem Doppelpunkt vor dem trimphierenden "Weg mit allen Schätzen" macht. Als Beispiel für die schönen Solistenleistungen sei das zärtlich gesungene "Gute Nacht ihr Wesen" genannt.

Ein weiteres Plus der Aufnahme ist, dass sie wirklich alle "Bach-Motetten" enthält: Neben den unbestritten von Bach stammenden Werken finden sich hier auch "Lobet den Herrn" und das schöne "Ich lasse Dich nicht", deren Autorenschaft nach wie vor umstritten ist sowie der Kantatensatz "O Jesu Christ, meins Lebens Licht", von Bach selbst als Motette bezeichnet.

Unter den klein besetzten Choraufnahmen legt Suzuki mit dieser Einspielung die neue Referenz vor, die - schon
aufgrund ihrer Vollständigkeit - wirklich in jeden Plattenschrank gehört.
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am 6. Mai 2010
Natürlich ist man kritisch, wenn ausgerechnet "die Japaner" sich des Thomaskantors annehmen. Doch was Masaaki Suzuki mit den Passionen und der h-moll Messe und den Kantaten gelungen ist, wird auch hier wieder exemplarisch vorgestellt: Hochmusikalische Ausdeutung und allergrößte Klarheit. Ich bin beeindruckt, wie spannend und flott hier musiziert wird. Natürlich bleibt immer ein Rest Skepsis. Doch der Wohlklang und die wunderbare Darbietung verstehen zu fesseln. Empfehlung!
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am 19. Dezember 2010
Und ob das die Referenzaufnahme der Bach-Motetten ist und zwar derart referenzmäßig, dass sich nur selten eine Einspielung derart weit über alle anderen Konkurrenzaufnahmen emporhebt. Suzuki hat den singulären Glücksfall geschafft, dass ich weder über Chor, Solisten, Instrumentalisten, Aufnahmequalität, Interpretation oder Tempi irgendetwas auszusetzen hätte. Und dabei riskieren Suzuki und seine Leute viel! Mit unerhörter Expressivität entführt uns das Ensemble durch die Höhen und Tiefen der Motetten. Jede "Freude", jedes "Trotz" und jeder "saure Weg" ist freudiger, trotziger und saurer als man es sonst gewohnt ist. Vielleicht mag manchem dieser dramatische Zugang ein wenig zu viel sein, der lieber einen "kultivierten" Bach hört.
Über die Qualitäten des Chores brauche ich hier nicht viel zu schreiben, bis auf dass er hier noch reiner in der Intonation und vor allem noch deutlicher in der Aussprache als beim Kantatenzyklus singt. Ein solch solide gerolltes "R" wie im "Drachen" bekommt kein oberfränkischer Chor hin.
Der dramatische Ansatz lässt aber genügend Raum für einen glaubwürdigen religiösen Zugang der Japaner. Vielmehr intensivieren die Extrema von Expressivität und Kontemplation diese Wirkung.

Genung der Worte. Hören Sie rein und sie werden eine der besten Bachaufnahmen in letzter Zeit erleben.
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am 6. August 2011
Dies ist die einzige Aufnahme der Bach-Motetten, die ich besitze, von daher kann ich kein vergleichendes Urteil abgeben. Doch die Stücke sind an sich schon wunderschön und hier nach meinem Empfinden sehr gut interpretiert. Besonders überrascht war ich, wie gelungen die Aussprache und das Spiel mit der deutschen Sprache ist. Wenn beispielsweise Wörter wie "Trotz" (Trotz dem alten Drachen) oder "nichts" stark betont werden, dann lässt aber auch nichts erahnen, dass dies ein japanisches Ensemble/Chor ist. Überdies ist die Tonqualität sehr gut und da Klangbild differenziert.
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am 31. Oktober 2013
Dass ein japanischer Chor die Bachmotetten so brilliant wiedergeben kann, grenzt für mich an ein Wunder ! Die Motetten allein und deren feinfühlige Darbietung sind ausgezeichnet und auf jeden Fall weiterzuempfehlen !
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