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am 17. Juli 2011
Rudolf Kempes Lohengrin aus dem Jahr 1964 verdient die Bezeichnung der EMI "Great Recording of the century". Kempe durchleuchtet alle Winkel der Wagnerschen Partitur, ohne bei den Tempi auch nur einmal auf falsches Pathos zu setzen. Die Wiener Philharmoniker folgen seinem Dirigat mit wunderschönem wenn auch manchmal etwas arg lautem Spiel, und auch der Wiener Staatsopernchor ist auf das Beste präpariert.
Bei den Sängern herrscht ebenfalls fast einhelliger Sonnenschein. Otto Wiener ist eine Luxusbesetzung für die doch eher kleinere Partie des Heerrufers. Gottlob Frick verleiht mit seinem mächtigen Bass dem König Heinrich großes Format und hat keine Mühe mit der für einen Seriösen Bass doch etwas hoch liegenden Tessitura.
Dietrich Fischer-Dieskau, das gebe ich ganz offen zu, gefällt mir selten als Operninterpret, weil er mir persönlich immer etwas zu "buchhalterisch" klingt. Als Telramund aber überrascht er mich mit einer breiten Ausdruckspalette und einer tiefgehenden Eindringung in die Rolle; vielleicht eine seiner stärksten Partien auf seinen Operneinspielungen.
Die Damen Grümmer als Elsa und vor allem Ludwig als Ortrud haben sich mit dieser Aufnahme jede ein bis heute gültiges Denkmal geschaffen. Elisabeth Grümmer klingt fraulich und hat lediglich in den Höhen einige Probleme mit der Durchschlagskraft ihres aparten Soprans. Da hätte Kempe vielleicht mit dem Orchesterklang etwas gegensteuern können.
Christa Ludwig gibt eine Ortrud aus dem Bilderbuch, klug durchdacht und nicht von vornherein nur auf Dämonie "gebürstet".
Jess Thomas schließlich singt den Lohengrin unangestrengt und mit satten Heldentenortönen, seiner Stimme fehlt mir aber der letzte Funken von tenoralem Glanz ein wenig. Das ist bei seiner ansonsten tadellosen Vorstellung aber kritisieren auf hohem Niveau.
Insgesamt ist da in den 60er Jahren eine Aufnahme entstanden, die bis heute nichts von ihrer Schönheit und Gültigkeit eingebüßt hat und der deshalb eine unbedingte Kaufempfehlung zu bescheinigen ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. April 2011
Ich kann den vielen positiven Rezensionen (hauptsächlich zur anderen Ausgabe: Great Recordings Of The Century - Lohengrin) im ganzen nur zustimmen. Dies ist sicherlich eine der besten Aufnahmen der Oper, speziell da sie das mythisch-archetpyische der Handlung und Figuren (was nun mal der Kern bei Wagner ist) gut herausarbeitet. ohne dabei übertrieben traditionalistisch zu werden (nur wer hier sehr empfindlich sist, wird die Aufnahme vielleicht als zu 'würdig' empfinden).

Kempe dirigiert sehr festlich und würdevoll, die Tempi sind aber eher zügig. Er arbeitet weniger an Tiefenstrukuren, das Orchester spielt aber sehr strukturiert und präzise. Problematisch ist gelegentlich die zu große Lautstärke des Orchester, die die Sänger zuweilen zu stark überdeckt. Auch die Chöre haben recht viel Rhytmus und wirken dunkel, geheimnnisvoll und mythisch. Ihre Funktion als Bestandteil der Handlung tritt dabei freilich in den Hintergrund.

Gottlob Frick ist ein sehr überzeugender König, der vor allem sehr würdevoll erscheint. Sein Gesang passt zu der Rolle, die ihm in der Oper gegeben wird und speziell die wichtigen Verweise auf Gott und Gottesurteil wirken überzeugend und wahrhaft empfunden.

Hervorheben möchte ich auch Otto Wiener in der kleineren Rolle des Herold. Durch starke Präsenz und hohe Präzision unterstützt er den wuchtigen Eindruck des Königs kongenial, was sehr zur Erhellung der Gesamtszenerie beiträgt.

Ein (teilweiser) echter Hit der Aufnahme ist Elsa Grümmer als Elsa. In den leiseren, lyrischeren Passagen ist sie atemberaubend gut. Ihre Stimme schwebt über allen und Elsas Seele breitet sich in der Welt aus und schleicht sich in die Herzen der Zuhörer. Alleine das hebt die Aufnahme über die meisten anderen hinaus. Der Fairness halber muss man aber zugestehen, dass sie sich in den dramatischeren Szenen schwerer tut. Speziell bei den höheren Tönen wirkt sie zuweilen recht überdramatisch und spitz und mit leicht rissiger Stimme. Es hätte ihr besser gestanden, wenn sie hier weniger probiert hätte auch auf die Gefahr hin, dass es weniger 'wagnerisch' klingt.

Der nächste Hit ist Fischer-Dieskau als Friedrich von Telramund. Er lotet extrem flexibel alle Winkel des Charakters aus. Er ist je nach Situation mal würdig, mal kraftvoll, mal richtg böse und zornig, mal zweifelend und in sich versunken, die Stimme dabei immer sehr kontrolliert (aber nicht zu sehr) und sauber geführt. Eine herausragende Leistung (und ich sage das nicht gerne über Fischer-Dieskau).

Christa Ludwig ist eine ihm weitestgehende ebenbürtige Ortrud. Sie ist wirklich (!) böse und bedrohlich (was anderen Darstellungen der Rolle gelegentlich abgeht). Die Abgründe ihres Charakters und ihrer Figur werden eindrucksvoll deutlich. Kleiner Wermutstropfen: Ab und an übertreibt sie es und ihre Bosheit verkommt zur nicht bedrückenden, sondern nervigen Hysterie, das dramatische zu überdramtisch.

Jess Thomas als Lohengrin schließlich setzt kein Glanzlicht, bietet aber eine überzeugende Leistung. Er ist nicht ganz die strahlende Figur, die es sein könnte, aber wenigstens bringt sein Lohengrin die nötige Portion Transendend und Mysthik mit. Speziell die Gralserzählung nimmt man ihm wirklich ab und die Transzendens zum überirdischen Gral wird spürbar.

Fazit: Speziell durch das gelegentlich zu laute Orchester und die punktuellen Schwächen von Grümmer und Ludwig keine makellose Aufnahme, auf der anderen Seite durch die positiven Seiten der Darstellungen von Grümmer und Ludwig und die Glanzleistung von Fischer-Dieskau eine höchst überzeugende Aufnahme. Wenn man nur eine Aufnahme von Lohengrin hat, dann darf es diese hier sein.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Februar 2010
Nach dieser Aufnahme war eigentlich jede neue Einspielung überflüssig - so gelungen ist sie, so perfekt besetzt in fast jeder Rolle:

Allen voran Elisabeth Grümmers Elsa: Sensibler, inniger, herzzerreißender, intelligenter und schöner wurde die Rolle nie auf Platte gesungen - natürlicher als Schwarzkopf, inniger als Lotte Lehmann, weniger statisch als Janowitz, menschlicher als Studer... Schon allein ihr "Einsam in trüben Tagen" ist die ganze Einspielung wert.

Eine kongeniale Gegenspielerin ist Christa Ludwig, die die Ortrud als kluge Intrigantin singt, in der die Wut immer unterschwellig schwelt - dadurch entgeht sie der Gefahr, wie viele andere Interpretinnen der Rolle zur keifenden Furie zu werden. Dazu verfügte auch die Ludwig über eine unübertroffen schöne Stimme. Das Duett Elsa-Ortrud im zweiten Akt habe ich nie so musikalisch und trotzdem spannend gehört wie von Ludwig und Grümmer.

Dietrich Fischer-Dieskau ist ein ungewöhnlich kluger Telramund, der die Eitelkeit und den Dünkel der Rolle wunderbar trifft, Gottlob Frick ein würdig-kraftvoller König Heinrich.

Ausgezeichnet auch Jess Thomas als Lohengrin - im Gegensatz zur restlichen Besetzung aber nicht sensationell: Seiner angenehmen, technisch gut geführten, aber etwas fahlen Stimme fehlt es am letzten Ausdruck - wegen seines leichten, aber hörbaren amerikanischen Akzents wirkt der Tenor erheblich weniger ausdrucksvoll als die übrigen Interpreten der Aufnahme. Da waren etwa Franz Völker, der junge Wolfgang Windgassen oder Sandor Konya ausdrucksvoller.

Ausgezeichnet auch Chor und Orchester. Dieses großartige Ensemble wird zusammengehalten von dem sehr uneitlen Dirigenten Rudolf Kempe - einem Kapellmeister im besten Sinne. Da stimmt jedes Tempo, jede dynamische Nuance.

Die Tontechnik tut ein übriges: Ein Vorteil der Studioaufnahme ist, dass die Sänger nicht zu brüllen brauchen, ohne dass das Orchester auf dynamische Ausbrüche verzichten müsste oder zu sehr im Hintergrund stünde.

Allerdings habe ich inzwischen eine Aufnahme gefunden, die mich noch glücklicher macht, nämlich einen - aufnahmetechnisch ausgezeichneten - Live-Mitschnitt der Bayreuther Festspiele 1959 mit dem Traumpaar Grümmer-Konya. Da ist dann auch der Titelheld optimal besetzt.
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am 24. Januar 2014
Mir fehlt zwar der Vergleich mit anderen Aufnahmen, fand sie aber besser und atuthentischer als die Aufführung im Hamburger Opernhaus .
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