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am 11. September 2010
Auf Paranormal Activity bin ich ganz zufällig gestoßen, als ich im Internet aus Jux ein paar Geistervideos angeschaut habe. Irgendwann landete ich bei einem Trailer zum Film und nach einiger Überlegung habe ich mich entschlossen, ihn zu kaufen. Ich darf also behaupten, neutral und unge-hypt an den Film herangegangen zu sein (ich wusste bis zum zufälligen Entdecken des Trailers nichts von seiner Existenz).

Ich bin ein gigantischer Film-Fan. Von Klassikern in schwarz-weiß über B-Movies der 70ger und 80ger bis hin zu allem, was grade so neu erscheint gibt es nichts, was ich mir nicht ansehe. Filme sind meine Leidenschaft (vielleicht sogar mein Leben) und dementsprechend viele habe ich auch schon gesehen. Auch, oder vielleicht ganz besonders, aus dem Horror-Genre.

Wobei ich vorweg anmerken möchte, dass mindestens 80 % von dem, was uns seit einigen Jahren als "Horror" verkauft wird, mit echtem Horror nichts zu tun hat. Gar nichts. Ich habe hier oft den Vergleich zu Filmen wie "Saw" gelesen, was natürlich - verzeihung - reichlich bescheuert ist. Saw ist eine wundervolle Filmreihe, die schon jetzt als Klassiker anzusehen ist, ob man sie nun mag oder nicht. Ich persönlich finde jeden Saw-Film klasse! Aber ich bin mir dennoch im Klaren darüber, dass diese Reihe absolut alles, nur kein Horror ist. Saw ist Slasher, vielleicht sogar schon Splatter, vermischt mit Thriller-Elementen und einem Hauch von modernem Exploitationkino. Genauso verhält es sich mit Filmen wie Scream, Freddy vs. Jason oder Ich weiß, was du... - das alles sind tolle Filme, die echt Spaß machen, aber genau da liegt auch das Problem: Echter Horror macht keinen Spaß. Das Horror-Film-Genre durchlebt seit knapp zwei Jahrzehnten eine Art Wandlung. Es geht nämlich nicht mehr, wie anfangs, darum, beim Zuschauer ein Gefühl des Schreckens, Unbehagens oder gar der Angst zu erzeugen. Sondern mittlerweile mehr und mehr darum, Ekel zu erzeugen, indem man auf immer exzessivere Gewaltdarstellungen setzt. Natürlich erschrickt man sich das ein oder andere Mal, wenn irgendein Killer hinter einer Ecke hervorspringt. Aber ein kurzes Erschrecken ist in keinster Weise mit echter Angst zu vergleichen, die einen noch Nächte nach dem eigentlichen Ansehen "verfolgt" - Und niemand kann mir erzählen, dass er oder sie nach einem Streifen wie Saw Angst im Dunkeln hat.

Bei Paranormal Activity ist das anders. Wenn man sich, wohlgemerkt, angemessen darauf einlässt. Wer ihn sich mit zwei oder drei Freunden ansieht, nebenbei Chips knabbert und sich außerdem noch darüber unterhält, wann die nächste Fete steigt, dem erscheint dieser Film vermutlich lächerlich und lahm.

Man muss diesen Film, wie hier schon oft empfohlen wurde, im Dunkeln sehen, wenn es still ist. Man darf sich nicht unterhalten oder ablenken. Am besten ist es vielleicht, ihn ganz allein zu sehen. Dann entfaltet er - das garantiere ich - eine einmalige und absolut furchteinflößende Atmosphäre. Der Film lebt von subtilen Mitteln, die so präsentiert werden, dass man sie wirklich glaubt. Alles gezeigte wirkt im Rahmen des Geschehens vollkommen real und glaubwürdig. Nichts wirkt überzogen oder weit hergeholt. Gerade die Wahl einer Handkamera, die ganz offen und absichtlich quasi einer der Hauptdarsteller ist, wirkt brilliant.

Sie ist wohl ein Grund für viele, den Film mit dem Blair Witch Project zu vergleichen. Das ist verständlich, da die Filme von der Machart her eben wirklich sehr ähnlich sind. The Blair Witch Project habe ich ebenfalls gesehen, fand ihn nicht schlecht und interessant, war aber keineswegs verängstigt oder geschockt. Wer also dem Blair Witch Project nichts abgewinnen konnte, sollte diesen Film nicht gleich abschreiben. Der Grund liegt auf der Hand: Das komplette BWP spielt im Wald. Wälder sind durchaus gruselig. Nur kommt es eben relativ selten vor, dass man sich mir nichts dir nichts allein und verlassen im tiefsten Wald wiederfindet.

Paranormal Activity ist da um einiges fieser. Der Film holt das pure Böse direkt ins traute Heim; noch schlimmer direkt ins Schlafzimmer. Dieser eigentliche Rückzugsraum wird somit völlig seiner Abgeschiedenheit und Sicherheit beraubt - er wird sogar im Gegenteil zum Zentrum allen Übels. Wer sich ein wenig mit Geister- oder Dämonentheorien beschäftigt, der weiß, dass die Erklärungen und Motive, die der Film abliefert keineswegs stumpf oder einfallslos sind. Im Gegenteil wurde gut recherchiert. Auch das Medium, das die Protagonisten zu Rate ziehen, wirkt und handelt glaubwürdig. Die Tatsache, dass er selbst regelrecht flieht und nichts mit der Angelegenheit zu tun haben will, weil er sich auf Geister und nicht auf Dämonen spezialisiert hat, macht durchaus Sinn und ist nicht, wie einige hier anscheinend denken, bescheuert. Ich persönlich glaube nicht an sowas, aber ich beschäftige mich aus purem Interesse sehr gern damit. Und es stimmt in der Tat, dass in diesen Themengebieten streng zwischen unterschiedlichen Wesenheiten, wie eben Dämonen und Geistern, unterschieden wird.

Diese "realitäts"nahen Aspkete, zusammen mit der absoluten Willkür, mit der es den Figuren passiert, lassen eine wirklich beängstigende Atmosphäre entstehen. Es könnte quasi jedem passieren, egal wann, egal wo. Auch oder ganz besonders dann, wenn man am hilflosesten ist: Im Schlaf, in den eigenen vier Wänden.

Jeder Mensch hat schonmal komische Geräusche im Haus gehört, wenn es still ist. Ganz egal, wie man bisher mit sowas umgegangen ist, spätestens nach intensivem und bewusstem Ansehen dieses Films wird man solche Geräusche in Zukunft öfter, deutlicher und bewusster hören und sich evtl. den ein oder anderen unerfreulichen und unangenehmen Gedanken dazu machen. Und DAS ist es, was ein ECHTER Horrorfilm zu bewirken vermag: Angst und Unbehagen anstelle von Ekel wegen übermäßigen Splattereinlagen.

Wie gesagt, ich habe schon viele Filme gesehen. Und ich bin aus Erfahrung sehr kritisch, wenn auf DVD-Hüllen sowas steht wie "Übertrifft alles, was Sie bisher gesehen haben!" oder "Echtes Grauen, das das Horror-Genre neu definiert!". Das ist meist absoluter Schwachsinn.

Aber dieser Film beeindruckt mich bis heute.

Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass man dem Konzept treu bleibt und nicht versucht durch Auffahren von "schwereren Geschützen" noch "einen draufzusetzen". Das ist nämlich wirklich überhaupt nicht nötig.

- Horror-Hendrik
1919 Kommentare| 155 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2009
Selten habe ich einen so spannenden Film gesehen.
Nachhaltig beeindruckt möchte ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung an all diejenigen aussprechen, deren Fantasie und Vorstellungskraft trotz Mainstreamsplatters à la Saw und Hostel noch beansprucht werden kann.

Auf das Wesentliche reduziert handelt der ca. € 15.000 günstige Low-Budget-Film von Micah und Katie, die in ihren eigenen vier Wänden und mit ihrer eigenen Kamera durch einen Dämonen verursachte, paranormale Ereignisse festhalten. Diese Ereignisse entfallen dabei insbesondere auf die "Nachtszenen", welche einer kapitelähnlichen Abgrenzung unterliegen. Im Verlauf dieses fiktiven Dokumentarfilms entwickelt sich der Spannungsbogen kontinuierlich. Die übernatürlichen Attacken gestalten sich zunehmend intensiver, welches insbesondere Katie zu verspüren hat.

Paranormal Activity appelliert an die ureigenen Ängste jedes einzelnen Zuschauers: Du liegst schutzlos in Deinem Bett, um Dich herum geschehen merkwürdige, wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Dinge, etwa das Bewegen der offen stehenden Schlafzimmertür trotz absoluter Windstille. Auf vergleichbare Stilmittel greift dieser Film zurück und berührt dabei viel stärker als irgendeine Kettensäge irgendeinen Zombie es tut. Der Film verzichtet nahezu vollständig auf Blut, reißerische Filmmusik, sogar Filmmusik im Allgemeinen, gibt es nicht. Er setzt auf das Vorstellungsvermögen des Zuschauers, insbesondere auf die Schockmomente der teils nur schwer verdaulichen Nachtszenen.

Grundvoraussetzung besteht darin, dass man sich auf den Film einlässt. Es ist kein Film, den man in größerer, heiterer Runde bei Popcorn und Pils nebenbei laufen läßt. In diesem Fall kann man sich die € 20 sparen. Man sollte den Film uneingeschränkt aufmerksam und ungestört verfolgen. Eine entsprechende Atmosphäre, dunkel und spät, tut ihr übriges. In diesem Fall möchte ich nahezu garantieren, dass der Film wirkt und packt.

Mich hat Paranormal Activity auf ganzer Linie überzeugt. Die im Kern simple Story ist mit einfachen Mitteln gekonnt umgesetzt, der Film ist ergreifend von der ersten bis zur letzten Nacht. Die Tagszenen dienen überwiegend als Erholungspausen und machen die Nachtszenen geschickt umso intensiver. Die schauspielerische Leistung der noch unerfahrenen Darsteller ist in jeder Hinsicht glaubhaft.

Unter Berücksichtigung der genannten Grundvoraussetzung finde ich es wichtig zu betonen, dass der Film keine leichte Kost ist. Er ist auf andere Weise "brutal", indem er stark auf die Psyche geht, deshalb halte ich auch eine FSK 16 für ungeeignet. Wenn man allerdings weiß, worauf man sich einlässt und man mit dementsprechender Einstellung an den Film herangeht, steht einem spannenden, kurzweiligen Kinoabend nichts mehr entgegen.

Klare Kaufempfehlung.
5 von 5 Sternen.
1414 Kommentare| 134 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2012
Nach langem Zögern habe ich mich nun doch entschlossen mir dieses Film zu kaufen.
Ich liebe Geisterfilme, subtilen Horror, Filme mit dunklen Gemäuern, Friedhöfen und Sümpfen. Die Angst vor dem Tod ansich muss spürbar sein, der Tod soll Furcht einflößend sein, Urängste geweckt werden. Daher erschien mir dieses Werk passend für eine Gruselnacht zu sein.

Man fühlt sich automatisch an "Bair Witch Projekt" erinnert, dasselbe Prinzip und es gab ja schon etliche Kopien des Genres und alle haben eins gemein: Passieren tut wirklich nicht viel und genau da liegt der Schwachpunkt! Kenner der Szene wissen das der echte Horror im Hintergrund bleibt, dennoch erhofft man sich eine Überraschung, eben genau das, was man NICHT erwartet. Aber eben dieses passiert leider nicht. Gebannt wartet man auch nach der 3-4. Nacht das wirklich was grausames passiert. Knarrende Dielen, sich bewegende Türen oder schwingende Kronleuchter - wer hat denn da noch Angst? Spannung ist vorhanden, keine Frage, weil man sich denkt: "So, jetzt doch aber..." Aber man wird enttäuscht das doch alles wie gehabt abläuft. Gerade wenn man denkt das nichts mehr passiert hätte der eine oder andere Schockmoment gut getan. Und die letzten 10 Minuten sind auch Standard. In der letzten Szene wusste ich was kommt, daher konnte ich mich auch nicht erschrecken.

***SPOLIER ON*** Als Katie erzähl das sie und ihre Schwester als Kind nachts einen Geist am Bett stehen sahen, erwartete ich, dass jeden Moment eine weiße Gestalt den Flur entlang schleicht und sich ans Bett gesellt. Wer hat diese Urangst nicht? Man wacht auf und die tote Oma sitzt neben einen. Das hätte mich vielleicht veranlasst beim zu Bette gehen zu grübeln. Aber so etwas in der Art kommt im ganzen Film nicht vor. Keine Gespenster, keine Teufelsfratze, kein Sarg, kein Friedhof, keine weinende Kinderstimmen. Schade***SPOILER OFF*

Für mich als alter Horrorfilmfan (35 Jahre alt) gab es eben nichts Neues, alles schon erlebt und da gewesen.

Für jemanden der genrefremd ist, kann der Film schon angsteinflößend sein. Vielleicht taugt er auch als Dosenöffner fürs erste Date mit einer holden Maid, die sich nicht mehr allein ins Bett traut, aber ansonsten gibt es weit bessere unblutige Horrorschocker!

Am Ende was zu den Protagonisten: Sie sind schlecht und laienhaft. Ok, vielleicht soll es so sein, weil man ja dem Zuschauer weiss machen will, es seien Amateuraufnahmen, auch am Ende sollen die Erläuterungen zu den Personen diesen Eindruck erwecken, aber dies gelingt nicht. Das hat vielleicht damals bei Blair Witch geklappt, aber hier nicht.

Die Überraschung bei den Film ist, dass es keine Überraschungen gibt - daher für mich aufgerundete 3 Sterne, da er für Horrorneulinge ganz interessant ist.
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am 4. Juni 2011
Eins vorneweg: Ich bin 37, männlich, und schaue gerne gruselige Filme, aber auch normale Thriller, Romanzen und Komödien. Bin also, was mein Filmgeschmack angeht, quer durch den Kakao gezogen worden. Ich habe mir diesen ersten Teil zu Gemüte geführt, weil ich schon BLAIR WITCH PROJECT klasse fand, von dieser banal wirkenden Kameraperspektive total in den Bann gezogen wurde und kaum den Blick vor Spannung vom Bildschirm lösen könnte. Aber was hier mit PARANORMAL ACTIVITY produziert wurde, ist in meinen Augen an Spannung und schockmomenten noch nie dagewesen. Über den Inhalt brauch ich hier nicht viel zu erzählen, aber wenn man schon bei Wikipedia lesen muss, dass bei der Uraufführung dieses Films in einem US-Kino, Leute das Kino verließen, weil sie nur Angst hatten (so wurden sie später gefragt), hat der Regisseur dieses Films alle richtig gemacht. Ich habe abends um 22 Uhr begonnen, die DVD zu schauen (allein in der Wohnung), musste jedoch nach 35 Minuten die DVD stoppen, weil ich nicht in der Lage war, diesen Film zu Ende zu schauen. Das Tongeräusch (eine Art Brummen oder Summen), wenn der (unsichtbare) Dämon das Schlafzimmer des jungen Paares betritt.... unglaublich! Auch ein simples Licht an / aus im Treppenhaus hat mich noch nie so in Panik versetzt, wie in diesem Film. Also startete ich am nächsten Tag, mittags gegen 14 Uhr bei 30 Grad und Vogelgezwitscher den Teil ab Minute 36.. und auch dort war es vor Spannung nicht auszuhalten. Die Mehl-Fußspuren eines Morgens, oder wie Kathie von einer unsichtbaren Kraft aus dem Bett gezogen wurde.. PANIK!
Wer dies abkann.. Kaufen! 5 Sterne!
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TOP 500 REZENSENTam 14. Februar 2016
Seit Blair Witch Project war Paranormal Activity eigentlich der erste Foundfootage-Film, der an den Kinokassen nochmal richtig groß abkassierte. Interessant ist das Phänomen allemal. Bei Blockbustern werden Millionen investiert, um ein großes Publikum anzusprechen und dann gelingt es einem Film mit Handkamera und simpelsten Mitteln hergestellt.
Da junge Paar Katie und Micah hat frisch ein Haus bezogen, in dem plötzlich unerklärliche Dinge geschehen. Um dem Ganzen auf die Spur zu kommen, ist eine Videokamera ihr steter Begleiter und bald stellen sich auch erste Ergebnisse ein....
Das Paranormal Activity durchdacht ist, merkt man an der Art, wie sich die Story entwickelt, die einen zu Beginn durchaus langweilt mit ihren Belanglosigkeiten, aber wenn man Geduld hat, mit mehr und mehr Spannung punktet bis zum Schluß.
Trotzdem finde ich den Film ob seiner Macken doch etwas overhyped. Jeder normale Mensch würde irgendwann mal die Schlafzimmertür zu machen, um sich sicherer zu fühlen. Hier ist sie konsequent auf. Zum anderen würde jeder Mann seine Freundin von so nem Ort wegbringen, wenn er merkt, es geht ihr schlechter und schlechter. Aber das passiert hier nicht.
Von den drei verschiedenen Enden, die es zum Film gibt, hat die Disc eines als als Bonus zu bieten.
Das die Disc technisch nicht referenzwürdig ist, liegt in der Natur der Sache des Foundfootage-Genres.
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am 30. August 2012
Ich habe in meiner bisherigen Gruselkarriere so einiges gesehen. Die ganzen damals verbotenen Slasher-Filmchen über Freitag der 13. III + IV, Muttertag...die ganzen Zombie-Streifen ungeschnitten...bishin zu den heutigen Marken wie Hügel der blutigen Augen, Hostel usw. Inzwischen reizen mich solche Filme überhaupt nicht mehr, da außer Effekten meistens nicht viel geboten wird bzw. möchte ich auch vieles einfach nicht mehr sehen. So entlockten mir neuere Filme wie Eden Lake auch nur ein müdes "nunja".
Ich bekam einen Tipp zu diesem Film hier und ich muss sagen: richtig gruselig. Es ist schön zu erleben, dass man einen sehr spannenden Film machen kann ohne literweise Filmblut. Es gibt zwar Dinge in diesem Film, die nicht wirklich logisch sind und Verhaltensweisen, die kein Mensch so an den Tag legen würde, der so etwas im realen Leben erleben würde aber das kostet in meiner Bewertung nur einen Stern.
Als Beispiel: Wenn ich auf einem Film am Morgen danach sehen würde, dass sich die Schlafzimmertür von Geisterhand bewegt, hätte ich das letzte Mal in dem Haus genächtigt bzw. wenigstens das Licht auf Dauer-Ein :-)
Ansonsten kann man hier getrost zugreifen: Top-Film, Top-Preis...auf gehts...gruselt euch! Am besten, wenn es dunkel ist und kurz vorm Schlafengehen genießen...das wirkt richtig schön nach :-)
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am 22. Oktober 2015
Paranormal Activity ist erfrischend einfach, verzichtet auf jegliche Form übertriebener Splatterschockelemente und überlässt das meiste der Phantasie des Zuschauers. Ohne die mag einem der Film langweilig erscheinen, er ist es aber nicht.

Wer sich also gepflegt gruseln möchte, der schnappe sich eine Tüte Chips, ein Bier und schalte das Licht aus :)

5 Sterne, und womit? Mit Recht ;)
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am 28. Juli 2015
Ein Horror-/Grusel/Haunted house-/Geisterfilm, der mit wenigem Aufwand, aber sehr effektiv gemacht wurde.
Ein Haus, ein Paar, eine Kamera (Wackelkamera-/Realfilmstil) und unerklärliche Phänomene.

Die Protagonistin wird seid Jahren schon von Erscheinungen und und sonstigen paranormalen Dingen belästigt. Da diese in letzter Zeit vermehrt wieder in Aktion treten, kommt ihr Freund auf die Idee, Nachts eine Kamera aufzustellen, um ungebetene Gäste ertappen zu können.
Was anfangs wie ein normaler Ausschnitt aus einer normalen Beziehung aussieht, entwickelt sich zu einem wahren Höllenritt. Subtil und nicht gerade wahnsinnig originell beginnen die Phänomene und steigern sich mit den Nächten. Das Ende ist wirklich haarsträubend und unbequem.

Wenn man in der richtigen Stimmung ist und den Film nicht gerade auf einem lustigen Abend mit 10 Freunden guckt, kann er den Zuschauer richtig mitnehmen. Obwohl ich wirklich nicht gerade ängstlich bei solchen Filmen reagiere, habe ich in der Nacht darauf doch recht deutliche Albträume gehabt. Besonders die "fiese" Entwicklung am Ende des Films finde ich nachhaltig beeindruckend.
Gerade die unglaublich spärliche Aufmachung des Films verleiht ihm vollkommene (fiktive) Authentizität und kann wirlich effektiv sein, wenn man sich darauf einlässt.

Ich finde den Film richtig gelungen. Sogar spannender als Rec 1 für meinen Geschmack.
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am 23. November 2012
Zunächst einmal: Man muss dem Film zugestehen, dass er mit seinen sehr schlichten Mitteln und seinem nicht nennenswertem Budget gut gemacht ist. Die Idee ist gut, der Aufbau schlüssig, die handwerkliche Umsetzung (zumindest in Sachen Technik) solide.

ABER: der Film ist alles, aber nicht gruselig.

Ich habe diesen Film mit ein paar Freunden zusammen gesehen und konnte nicht eine Sekunde lang nachvollziehen wovor sie sich fürchten. Gut, wer Angst vor plötzlichen Geräuschen in der Nacht, sich selbst bewegenden Türen oder Schlafwandlern hat, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen. Wer jedoch öfter mal dazu gezwungen ist Nachts alleine ein paar Kilometer durch einen Wald zu laufen weil der letzte Bus mal wieder weg ist oder wenigstens Mal Nachts alleine aufs Klo gegangen ist, der wird diesem Film höchstens ein müdes lächeln abgewinnen können.

Von ein oder zwei kurzen Momenten abgesehen, sollte eigentlich jeder halbwegs rationale Mensch wenigstens 2-3 verschiedene Alternativen auflisten können, weswegen die im Film gezeigten "paranormalen Aktivitäten" so ziemlich alles sind, aber nicht paranormal.

Fazit: Gute Idee, handwerklich gut gemacht, aber Ziel ganz klar verfehlt. Für die Bemühung gibts trotzdem 2 Sterne.
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am 23. August 2010
Hallo verehrter Amazon-Kunde ;D
Es ist gerade 5:05 Uhr morgens. Ehrlich gesagt versuche ich gerade, mich von dem Film zu beruhigen, den ich mir vorhin so um 3 Uhr nachts angeschaut habe. Ich gebe zu, der Film hat mich schockiert... mehr als das. Er hält mich gerade vom Einschlafen ab. xD

Also, zum Inhalt (Achtung, spoiler): In dem Film geht es um das junge Paar Katie und Micah, die gerade in ihr neues Heim eingezogen sind. Katie wird seit sie acht Jahre alt ist von ein einem Wesen verfolgt. So sahen sie und ihre Schwester einst einen Schatten vor ihrem Bett stehen. Als ihr Heim abbrannte und sie umzog verschwand die Erscheinung dennoch nicht, sie scheint Katie zu verfolgen. So geht dies auch in ihrer Beziehung mit Micah weiter als diese zusammen ziehen. Katie hat des öfteren Albträume, hört Flüstern, spürt Atem oder hat das Gefühl, beobachtet zu werden. Micah besorgt schließlich gegen ihren Willen eine Kamera, um die Vorfälle zu dokumentieren und schließlich beweisen zu können, dass Katie sich das nicht alles bloß einbildet. Die Szenen teilen sich zum einen in die Nachtszenen, in denen der immer dreister werdende Dämon verschiedenste, sich in ihrer Intensität steigernde Dinge macht (angefangen beim Bewegen einer Tür, bis hin zu echt üblen Dingen, die ich hier nicht verraten möchte), und in die Tagesszenen (, die für mich nach kurzer Zeit schon entspannte Erholungspausen waren), in denen sich zeigt, wie sich der psychische Zustand von Katie und Micah verschlechtert und ihre Beziehung zu bröckeln beginnt.

Der Film beeindruckt auf für mich einmalige Weise. Er wirkt auf subtiler, psychischer Ebene, er geht auf tiefliegende, unbewusste Urängste ein. Das Meiste wird nur angedeutet, man hört ein Klopfen und dreht beinahe durch, genauso wie Katie und Micah. Ich bin echt beinahe durchgedreht, als die finale Szene kam. Ich dachte wörtlich "Oh mein Gott!!!!! Ich will das nicht sehen! Ich habe Angst", als ich wartete, was als nächstes geschehen würde. Ich hatte mich bloß nicht getraut, mich ein kleines bisschen zu bewegen, um an die Fernbedienung zu gelangen. Das ist der erste Film, der mich beinahe zum Schreien gebracht hätte (und vermutlich hätte ich das auch, wenn mein Fernseher nicht so mickrig und leise gewesen wäre).

Ich gebe zu, dass ich wohl auch sehr anfällig für die Thematik bin. Ich habe mich in meiner früheren Teenager-Phase intensiver mit dem Thema Paranormalität befasst und da hat mich bereits der Schwarze Mann mehr als schockiert und diverse schweißnasse und schlaflose Nächte bereitet (nicht, dass ich ihn jemals gesehen hätte, aber die Angst davor, dass ich ihn sehen könnte, war schon schlimm genug) und die Ereignisse in Paranormal Activity ähneln denen, die vom Schwarzen Mann berichtet werden (bloß kann man ihn nicht messen oder aufnehmen, da er auf eine hypnagoge (Halbschlaf-)Halluzination zurückzuführen ist). Dementsprechend rate ich jedem, der sich sich einst stärker als ich in die Thematik eingearbeitet hat, deutlich von diesem Horrostreifen ab. Ich habe eine Freundin, von der ich mir sicher bin, dass sie von dem Film einen Nervenzusammenbruch hätte (mal sehen, ob ich sie dazu bewegen kann, den Film zu sehen :D).

Wer nicht ganz so labil wie ich ist und auf gute Gruseleffekte (ohne zu viel Splatter-Blut-Gemetzel) steht, wird diesen Film mit Sicherheit lieben. Ich finde diesen Film extrem gut und überaus empfehlenswert. Ich werde ihn mir vermutlich auch noch mal anschauen (aber definitiv nicht alleine). Außerdem gibt es noch ein alternatives Ende auf der DvD (ich habe den Film in der Videothek ausgeliehen und nicht etwa hier als BlueRay gekauft), das ich mir anschauen möchte (vielleicht ist das nicht ganz so grausam wie das bisher gesehene), aber definitiv nicht mehr heute Nacht. XD

Es ist überaus erstaunlich, dass ein derartiger Film einen derartigen Effekt auf mich haben kann. Es gibt keine Soundeffekte, keine Lichteffekte, keine Filmmusik, keine Topmodels als Schauspieler (ich weiß gar nicht, weiso alle auf denen rumhacken, ich fand sie sehr authentisch und durchschnittlich bis gutaussehend), eine miserable Kameraführung usw.. Dies alles hat vorallem eine Wirkung auf mich: Authentizität. Der Film wirkt unglaublich real. Wenn ich jetzt gerade an einige Szenen denke, wandert mein Blick immer wieder verstohlen zu meiner Tür, um zu sehen, ob sie noch geschlossen ist und sich nicht bewegt (ich frage mich aber auch, wieso Katie und Micah immer mit geöffneter Schlafzimmertür schlafen o.O oder wieso Katie, die wesentlich heftiger betroffen ist, auf der Seite des Bettes liegt, die näher an der Tür ist).

Was ich damit sagen will:
Der Film ist überraschend gut und überzeugt. Man muss sich darauf einlassen, dann wird man sicherlich auch einige schaurige Momente erleben (wirkliche "Schocker" gab es eigentlich nur so zwei-drei mal im Film; die Angst baut sich eher über den gesamten Film auf und zieht sich in den Spukmomenten in die Länge, was extrem an den Nerven zehrt).
Man muss aber auch selbst wissen, ob das, was einen hier erwartet, nicht zu viel für einen ist. Es gibt nämlich sicherlich Leute, die von einem derartigen Film nicht nur etwas angegruselt, sondern richtig verängstigt werden, was auch massive Schäden verursachen kann.
Meiner Meinung nach ein Top-Grusel-Streifen und zumindest ein einzelnes Mal sehen und die 5 Sterne wert. Unbedingt im Dunkeln bei Stille anschauen. Ich empfehle auch nur eine kleine Gruppe von Leuten (und wenn man es extrem gruselig mag alleine) zum Ansehen.

p.s.: Mal schauen, ob ich es nun schaffe, das Licht auszumachen und einzuschlafen xDD Ich bin eher nicht so zuversichtlich. (Ehrlich gesagt warte ich auf den Sonnenaufgang. :D)
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