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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
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am 1. September 2012
Es bedarf manchmal nicht vieler Spezialeffekte, um den Leuten das Fürchten zu lehren.

Ich bin ohne große Erwartungen in den Film gegangen, war aber einigermaßen überrascht, als ich das Kino wieder verließ.

Der Film beginnt sehr normal, ein Ehepaar bezieht ein Haus und entscheidet sich, Kameras laufen zu lassen, weil sie das Gefühl hat, eine böse Aura in dem Haus zu spüren.
So weit, so gut. Man erlebt mit, wie sich nach und nach Dinge bewegen, oder einfach mal nichts passiert. Einem wird klar - es passiert halt nicht immer was, was die Sachlage an sich aber interessanter und spannender macht, weil es dadurch realistischer wirkt. Langweilig wird der Film trotzdem nicht, weil man stets in "freudiger" Erwartung ist.

Gegen Ende hin bekommt man dann teils wirklich Angst. Die Präsenz in dem Haus wird immer klarer und furchteinflößender, was vor allem die Kameraseinstellung im Schlafzimmer ausmacht. Die Tür ist offen zum dunklen Flur, daneben das Bett mit dem Ehepaar. Sieht man gleich was, hört man gleich was? Man weiß nicht wirklich, wo man hinsehen soll und was kommen wird. Bis man etwas hört! Hinten im Flur! Unten im Erdgeschoss! Was würde ich jetzt tun? Aus dem Bett steigen? - Würde ich die Tür überhaupt auf lassen wollen?

Man ist schnell drin und sieht sich selbst in der Situation - Schuld daran ist natürlich die Aufnahme mit einer verhältnismäßig billigen Homecamera.

Der Film baut sich schlichtweg intelligent auf und fordert einen dazu auf, mitzufiebern und mit etwas die Nerven zu verlieren.

Ich für meinen Teil fand den Streifen sehr unterhaltsam. Leider ist diese Art von Film nur spannend, wenn man ihn zum ersten Mal sieht.

Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass man durch mehrmalige Fortsetzungen versucht hat, die Spannung aufrecht zu erhalten und so eine etwas blöde Gesamtstory draus gemacht hat.
Das hat schon einigen Blockbustern meines Erachtens das Genick gebrochen und ich bin einfach kein Fan von erzwungenen Fortsetzungen.

Danke fürs Lesen.
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am 20. März 2010
"Paranormal Activity" ist ein Low-Low-Budget-Film und in Anbetracht der sehr geringen Produktionskosten ist es schon beachtlich was hier entstanden ist. Der Film wurde komplett mit der Handkamera gedreht und man muss sich auch hier, wie bei vorangegangenen und vergleichbar inszenierten Filmen, darauf einlassen und sich in die Geschichte hineinversetzen können. Wenn man das schafft, bekommt man mit "Paranormal Activity" einen kleinen aber feinen Grußler zu sehen. Es dauert zwar etwas, bis der Film in die richtige Spur kommt, man erhält dafür aber auch die Zeit sich an die Inszenierung zu gewöhnen. Wenn es dann an die Nachtaufnahmen geht, hat es den Zuschauer auch schon gepackt und man wird förmlich dazu gezwungen auf den Bildschirm zu starren. Es kommt eine ungewöhnliche Spannung auf, die sich bis zum starken Finale ständig steigert und vereinzelnde, gut platzierte Schockmomente sind ebenfalls vorhanden. Die beiden Hauptdarsteller liefern hier eine tolle Leistung ab.

"Paranormal Activity" schafft es den Zuschauer mit einfachen Mitteln zu packen. Die stärksten Momente hat der Film ganz klar in den nächtlichen Szenen und zum Ende hin. Diese Szenen hätte man auch durchaus noch etwas verlängern und ausbauen können. Darum muss sich Paranormal Activity" trotz einer wirklich sehr gelungenen Darbietung gefallen lassen, dass hier noch ein wenig mehr Intensität drin gewesen wäre.

7,5 von 10
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am 23. August 2012
Nach langem Zögern habe ich mich nun doch entschlossen mir dieses Film zu kaufen.
Ich liebe Geisterfilme, subtilen Horror, Filme mit dunklen Gemäuern, Friedhöfen und Sümpfen. Die Angst vor dem Tod ansich muss spürbar sein, der Tod soll Furcht einflößend sein, Urängste geweckt werden. Daher erschien mir dieses Werk passend für eine Gruselnacht zu sein.

Man fühlt sich automatisch an "Bair Witch Projekt" erinnert, dasselbe Prinzip und es gab ja schon etliche Kopien des Genres und alle haben eins gemein: Passieren tut wirklich nicht viel und genau da liegt der Schwachpunkt! Kenner der Szene wissen das der echte Horror im Hintergrund bleibt, dennoch erhofft man sich eine Überraschung, eben genau das, was man NICHT erwartet. Aber eben dieses passiert leider nicht. Gebannt wartet man auch nach der 3-4. Nacht das wirklich was grausames passiert. Knarrende Dielen, sich bewegende Türen oder schwingende Kronleuchter - wer hat denn da noch Angst? Spannung ist vorhanden, keine Frage, weil man sich denkt: "So, jetzt doch aber..." Aber man wird enttäuscht das doch alles wie gehabt abläuft. Gerade wenn man denkt das nichts mehr passiert hätte der eine oder andere Schockmoment gut getan. Und die letzten 10 Minuten sind auch Standard. In der letzten Szene wusste ich was kommt, daher konnte ich mich auch nicht erschrecken.

***SPOLIER ON*** Als Katie erzähl das sie und ihre Schwester als Kind nachts einen Geist am Bett stehen sahen, erwartete ich, dass jeden Moment eine weiße Gestalt den Flur entlang schleicht und sich ans Bett gesellt. Wer hat diese Urangst nicht? Man wacht auf und die tote Oma sitzt neben einen. Das hätte mich vielleicht veranlasst beim zu Bette gehen zu grübeln. Aber so etwas in der Art kommt im ganzen Film nicht vor. Keine Gespenster, keine Teufelsfratze, kein Sarg, kein Friedhof, keine weinende Kinderstimmen. Schade***SPOILER OFF*

Für mich als alter Horrorfilmfan (35 Jahre alt) gab es eben nichts Neues, alles schon erlebt und da gewesen.

Für jemanden der genrefremd ist, kann der Film schon angsteinflößend sein. Vielleicht taugt er auch als Dosenöffner fürs erste Date mit einer holden Maid, die sich nicht mehr allein ins Bett traut, aber ansonsten gibt es weit bessere unblutige Horrorschocker!

Am Ende was zu den Protagonisten: Sie sind schlecht und laienhaft. Ok, vielleicht soll es so sein, weil man ja dem Zuschauer weiss machen will, es seien Amateuraufnahmen, auch am Ende sollen die Erläuterungen zu den Personen diesen Eindruck erwecken, aber dies gelingt nicht. Das hat vielleicht damals bei Blair Witch geklappt, aber hier nicht.

Die Überraschung bei den Film ist, dass es keine Überraschungen gibt - daher für mich aufgerundete 3 Sterne, da er für Horrorneulinge ganz interessant ist.
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*
Entsprechend der Mode in den letzten paar Jahren seit "The Blair Witch Project" entstehen immer wieder Horror/Thriller im pseudo-dokumentarischem Stil. In diese Richtung geht auch "Paranormal Activity". Obwohl es doch eher eine Art Homevideo ist.

Doch leider hat mich der Film nicht überzeugt.

In der ersten halben Stunde passiert ausser spärlichen (!) unidentifizierbaren nächtlichen Geräuschen und einer Tür, die sich ein paar (!) Zentimeter von alleine bewegt, rein gar nichts. Das heisst bis auf den seichten Beziehungskram zwischen den Protagonisten Katie und Micah. Der ist für mich genauso spannend anzuschauen wie der bei "Big Brother" - nämlich gar nicht!
Danach wird die Spannungsschraube ein wenig stärker angezogen, als Micah ein Ouija-Brett besorgt und sich als Geisterjäger für Arme übt. Da knallen auch die Türen öfters zu und der Spuk macht lautstarken Krach. In den letzen ca. 10 Minuten geht es dann heftig los, aber in meinen Augen ist das Tempo der Handlung selbst da noch viel zu lahm.
Ausserdem verhalten sich die Charaktere immer absurder und unlogischer. Ich verstehe z.B. nicht, warum Micah auf "Teufel komm raus" ( wie zweideutig ^^ ) keine professionelle Hilfe annehmen will. Er sieht doch, daß seine schwachen Handlungen zu nichts führen und die Situation sogar noch verschlimmern. Ist er wirklich so ein Macho oder versucht er bloss seine Angst dadurch zu übertünchen, daß er so tut, als hätte er vor dem Spuk keine Angst und ihn sogar mit albernen Sprüchen à la Schlägertyp ( War das etwa alles? Hast du nicht mehr drauf, du Flasche? Et cetera ) reizt? Der Dämon ( Yes! Es ist - laut dem Medium - ein Dämon ) müsste sich halb tot lachen bei diesem Menschenjungchen. Das ist so, als würde ein Pinscher einen Kampfhund anknurren.
Ich verstehe ausserdem nicht, warum Katie sich - nach 15 Jahren (!) - immer noch so vor den nächtlichen Geräuschen fürchtet ( denn viel mehr hat der Dämon - bis dato - ja noch nicht getan ). Müsste sie nach all der Zeit nicht inzwischen etwas abgebrühter sein? Schon alleine aufgrund der Gewohnheit.
Micah hingegen hätte panischer reagieren müssen ( zumindest als er endlich begreift, daß es nicht nur Katies Hirngespinste sind ), denn für ihn ist der übersinnliche Kram ja was völlig Neues. Genau genommen hätte ein gewöhnlicher Mann seine Freundin längst verlassen. Welcher Bürohengst legt sich schon freiwillig mit teuflischen Mächten an, v.a. wenn sie einem über sind? Welcher Mensch überhaupt täte es? Es sei denn sein Name wäre Dean bzw. Sam Winchester *zwinker*
Das - kurzzeitig von Katie und unter Micah's Protesten - angeheuerte Medium hatte den richtigen Riecher und hat sich - nach seiner treffenden "Diagnose" - flott verdünisiert. ER ist ja nicht blöde!

"Unblutig, aber absolut furcheinflössend" steht auf der DVD. Dem letzeren kann ich nicht wirklich zustimmen. Sicher, wenn jemand sowas am eigenen Leib erleben müsste, für den wäre es definitiv erschreckend. Aber der geneigte Zuschauer, welcher von vornherein weiß, was für eine Art Film das ist?
Wer in dem Genre bewandert ist, für den ist der Grusel wohl eher handzahm. Ich selber habe sowas schon öfters gesehen ( z.B. in der US-Serie "Supernatural" -> daher die zwei Namen oben ^^ ) und für mich ist es nix Besonderes und das Ende ist vorhersehbar.
Die Atmosphäre ist vorhanden, aber wirkliches Grusel-Feeling bleibt bei mir aus.

Ein weiteres Manko ist das völlig abrupte Ende. Man darf nicht vergessen, daß es sich bei dem Film um stur aufgezeichnetes Filmmaterial handelt ... und wenn die Kamera ausgeht, dann war's das auch! Der Zuschauer weiß nur soviel, wie die Aufnahme zeigt.

Nun, allerdings gibt es noch einen zweiten Teil und womöglich bald auch einen dritten ( oder auch vierten? Fünften? ... ) Wahrscheinlich kriegt man als Zuschauer eine abgerundete Gesamthandlung und diverse Erklärungen, wenn man sich alle Filme anschaut?
Es riecht irgendwie nach einer neuen Genre-Kultreihe.
Genug eingespielt hat dieser Low Budget Film ja.

FAZIT:
Ich würde den Film jenen Zuschauern empfehlen, welchen das Genre weitgehendst fremd ist. Allen anderen dürfte es kaum mehr als ein müdes Lächeln entlocken.
Für Splatter und Gore-Fans ist es eh nix.

Der Klassiker Poltergeist bietet allerdings mehr Grusel.

PS:
Teil 2 -> Paranormal Activity 2 (Extended Cut)
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am 20. April 2014
Was an diesem Film Horror sein soll, soll mir mal einer erklären. Ich habe freiwillig abgeschalten, und das passiert so gut wie nie!
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TOP 500 REZENSENTam 14. Februar 2016
Seit Blair Witch Project war Paranormal Activity eigentlich der erste Foundfootage-Film, der an den Kinokassen nochmal richtig groß abkassierte. Interessant ist das Phänomen allemal. Bei Blockbustern werden Millionen investiert, um ein großes Publikum anzusprechen und dann gelingt es einem Film mit Handkamera und simpelsten Mitteln hergestellt.
Da junge Paar Katie und Micah hat frisch ein Haus bezogen, in dem plötzlich unerklärliche Dinge geschehen. Um dem Ganzen auf die Spur zu kommen, ist eine Videokamera ihr steter Begleiter und bald stellen sich auch erste Ergebnisse ein....
Das Paranormal Activity durchdacht ist, merkt man an der Art, wie sich die Story entwickelt, die einen zu Beginn durchaus langweilt mit ihren Belanglosigkeiten, aber wenn man Geduld hat, mit mehr und mehr Spannung punktet bis zum Schluß.
Trotzdem finde ich den Film ob seiner Macken doch etwas overhyped. Jeder normale Mensch würde irgendwann mal die Schlafzimmertür zu machen, um sich sicherer zu fühlen. Hier ist sie konsequent auf. Zum anderen würde jeder Mann seine Freundin von so nem Ort wegbringen, wenn er merkt, es geht ihr schlechter und schlechter. Aber das passiert hier nicht.
Von den drei verschiedenen Enden, die es zum Film gibt, hat die Disc eines als als Bonus zu bieten.
Das die Disc technisch nicht referenzwürdig ist, liegt in der Natur der Sache des Foundfootage-Genres.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2011
Ein junges Paar wird nächtens von unerklärlichen Geräuschen geplagt. Die beiden schaffen sich deshalb eine Kamera an und lassen diese während der Nacht laufen. Die Frau geht davon aus, dass es sich nicht um einen Geist, sondern - schlimmer - um einen Dämon handelt, der Mann nimmt die Sache anfangs nicht so ernst. Die Phänomene werden mit der Zeit aber immer heftiger und bedrohlicher...

Der gesamte Film wurde von den Protagonisten selbst mit einer, teils wackeligen, Handkamera gedreht. Die Bild- und Tonqualität ist absichtlich schwach und amateurhaft. Oft sieht man länger nur das, auf dem DVD Cover gezeigte Schwarz-Weiss-Bild, es bewegt sich zB eine Tür, oder man hört ein lautes Geräusch. Großartige Spezialeffekte werden nicht verwendet, das Grauen soll sich hauptsächlich im Kopf des Zusehers abspielen. Alles wurde, wie bei Blair Witch, sehr minimalistisch gehalten, der Film erzielt aber genau dadurch die beabsichtigte Wirkung beim Zuschauer.

Den Kauf der teureren Blu Ray Version würde ich mir wegen der absichtlich schwachen Bild- und Tonqualität aber zweimal überlegen. Sex, Humor, Brutalität, coole Sprüche, Musik oder CGI-Monster sollte man sich nicht erwarten. Am besten wirkt dieser Film sicher, wenn man ihn sich alleine nachts ansieht.
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am 26. September 2010
Ich hatte sehr viel von diesem Film gehört. Ich bin ein Mensch, der sehr viele Horrorfilme anschaut. Und es war sehr lange her, dass ich mich so gegruselt habe. Es gibt kein Gemetzel in dem Film. Wenn man bei Horrorfilmen auf so etwas steht, brauch man diesen Film nicht anschauen. Während dem ganzen Film, herrscht eine große Spannung. Sehr viel Stille. Aber es kam alles so verflucht real rüber, dass ich wie gefesselt da saß. Für alle, die fasziniert sind von Spuk und Paranormalem, und nicht nur von blutigen Gemetzelfilmen, dann ist dieser optimal.
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am 27. Dezember 2009
Selten habe ich einen so spannenden Film gesehen.
Nachhaltig beeindruckt möchte ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung an all diejenigen aussprechen, deren Fantasie und Vorstellungskraft trotz Mainstreamsplatters à la Saw und Hostel noch beansprucht werden kann.

Auf das Wesentliche reduziert handelt der ca. € 15.000 günstige Low-Budget-Film von Micah und Katie, die in ihren eigenen vier Wänden und mit ihrer eigenen Kamera durch einen Dämonen verursachte, paranormale Ereignisse festhalten. Diese Ereignisse entfallen dabei insbesondere auf die "Nachtszenen", welche einer kapitelähnlichen Abgrenzung unterliegen. Im Verlauf dieses fiktiven Dokumentarfilms entwickelt sich der Spannungsbogen kontinuierlich. Die übernatürlichen Attacken gestalten sich zunehmend intensiver, welches insbesondere Katie zu verspüren hat.

Paranormal Activity appelliert an die ureigenen Ängste jedes einzelnen Zuschauers: Du liegst schutzlos in Deinem Bett, um Dich herum geschehen merkwürdige, wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Dinge, etwa das Bewegen der offen stehenden Schlafzimmertür trotz absoluter Windstille. Auf vergleichbare Stilmittel greift dieser Film zurück und berührt dabei viel stärker als irgendeine Kettensäge irgendeinen Zombie es tut. Der Film verzichtet nahezu vollständig auf Blut, reißerische Filmmusik, sogar Filmmusik im Allgemeinen, gibt es nicht. Er setzt auf das Vorstellungsvermögen des Zuschauers, insbesondere auf die Schockmomente der teils nur schwer verdaulichen Nachtszenen.

Grundvoraussetzung besteht darin, dass man sich auf den Film einlässt. Es ist kein Film, den man in größerer, heiterer Runde bei Popcorn und Pils nebenbei laufen läßt. In diesem Fall kann man sich die € 20 sparen. Man sollte den Film uneingeschränkt aufmerksam und ungestört verfolgen. Eine entsprechende Atmosphäre, dunkel und spät, tut ihr übriges. In diesem Fall möchte ich nahezu garantieren, dass der Film wirkt und packt.

Mich hat Paranormal Activity auf ganzer Linie überzeugt. Die im Kern simple Story ist mit einfachen Mitteln gekonnt umgesetzt, der Film ist ergreifend von der ersten bis zur letzten Nacht. Die Tagszenen dienen überwiegend als Erholungspausen und machen die Nachtszenen geschickt umso intensiver. Die schauspielerische Leistung der noch unerfahrenen Darsteller ist in jeder Hinsicht glaubhaft.

Unter Berücksichtigung der genannten Grundvoraussetzung finde ich es wichtig zu betonen, dass der Film keine leichte Kost ist. Er ist auf andere Weise "brutal", indem er stark auf die Psyche geht, deshalb halte ich auch eine FSK 16 für ungeeignet. Wenn man allerdings weiß, worauf man sich einlässt und man mit dementsprechender Einstellung an den Film herangeht, steht einem spannenden, kurzweiligen Kinoabend nichts mehr entgegen.

Klare Kaufempfehlung.
5 von 5 Sternen.
1313 Kommentare| 134 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2010
Paranormal Activity nimmt sich der Grundangst vieler Menschen an. Die Angst vor Geistern und Dämonen. Und dies speziell zur Schlafenszeit.

Von daher ist es klar, dass der Film extrem spaltet. Menschen, die sich in die Situation des Pärchens hinenversetzen können, weil man selbst eine gewisse Grundangst im Dunkeln beim Schlafen hat, werden sich sicherlich gruseln. Der Boogeyman lässt grüssen ;) Es sind Menschen, die selbst nächtliche Geräusche und Schritte fürchten, Menschen die ein mulmiges Gefühl haben sich im dunkeln durch die Wohnung zu bewegen, Solche Menschen werde nach dem Film nachts sicherlich nicht so sonderlich ruhig schlafen.

Alle anderen, die sowas kalt lässt, wird der Film auch nicht berühren. Denn es stimmt. Es passiert sehr wenig. Der Film spielt also mit dem Zuschauer. Wer sich drauf einlassen kann, wird sich gruseln. Der Rest einschlafen.

Ich selbst kann Beide Seiten völlig nachvollziehen. Nüchtern betrachtet ist der Film wirklich langweilig. Allerdings war ich persönlich von der Art des Films angetan. Es wurde sehr gut mit den spärlichen Effekten umgegangen. Die Angst des Pärchens sehr gut herausgearbeitet. Auch der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut und zum Ende wurde alles für die Beiden natürlich schrecklich. Kurz gesagt: Krass was denen da passiert ist. Aber es ist ja nur ein Film ;) ;)

Fazit:
Ein Film der spaltet, und das zurecht. Der Film kann nicht jedem gefallen. Aufgrund dessen gebe ich 3 Sterne, da ich genau zwischen Beiden Fraktionen schwanke. Ich fand den Film einfach teilweise zu langweilig, aber die Nachtszenen haben mich schon ab und an frösteln lassen. Und ich habe nach Horrorfilmen schonmal besser geschlafen ;)
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