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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
18
Paramount
Format: MP3-Download|Ändern


am 24. September 2007
Das letzte Album ist zweifelsohne eines der genialsten Prog Rock/Metal Alben aller Zeiten. Schwarzgallig und fidel zugleich, verträumt und voller Sehnsucht. Daran hat sich auch auf Paramount nichts geändert. Nein!!!
Es ist, wie ich zu meiner Freude anmerken muss, ein wahrer Segen, dass die Jungs nicht nur den Charakter-Baustein des Vorgängers mit involviert haben, sondern obendrein mit weitaus härteren und "groovigeren Riffs zu überzeugen wissen. Ich finde es mühseelig und irgendwie unpassend in einer Rezension jeden Song auseinander zunehmen, denn schließlich verdirbt das die Überraschung. Aber man kann ruhigen Gewissens sagen, dass das Album so gut wie keine Schwachstellen hat und ziemlich homogen daherkommt. Der Sound ist, dem Allmächtigen sei dank, wirklich total druckvoll und organisch. Oft leiden Progmetal-Alben an Sound-Defiziten, hier hat man uns zum Glück verschont.

Ich kann dieses Album wirklich nur empfehlen, denn es ist eine logische Weiterentwicklung zum Vorgängeralbum. Das einzige, was evetuell negativ auffällt, ist dass Sieges Even in früheren Jahren mal etwas verspielter und frickeliger waren, was hier fas gänzlich fehlt.
Sicherlich, hat niemand mehr Bock auf 2 minütige Egomanie-Trips und ewige Duelle (Das geht einem auf der neuen Dream Theater nämlich ordentlich auf die Erbsubstanz), aber hier und da, hätte ich nichts gegen eine kleine Frickel-Exkursion gehabt. Sie sind eben songdienlich ans Werk gegangen. Aber keine Sorge, Proggies kommen alle auf ihre Kosten.

Viel Spaß beim reinhören.
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am 26. Februar 2008
Der aktuelle Longplayer von Sieges Even kann sich wirklich durchaus sehen lassen. Von beginn an bekommet man tolle Melodien und Gesangsparts geboten. Genretypisch immer mal wieder mit ein paar frickeleinlagen gespickt, wobei ich das jetzt nicht negativ meine. Man kann die Cd wunderbar am Stück durchhören und seine Gedanken baumeln lassen. Leider ist mir das Album insgesamt doch ein Stück zu ruhig ausgefallen warum ich nicht die Bestnote vergeben kann. Wer aber auf der Suche ist nach einem ruhigem, melodischen Progalbum der wird hier seine wahre Freude haben. Die Songs sind alle recht komplex, jedoch ohne den Hörer überfordern zu wollen. Ausfälle gibt es eigentlich keine zu verzeichnen, den Jungs ist ein wirklich erstklassiges Album gelungen.

Vergleichbare Bands: POS, Vanden Plas
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am 30. September 2007
Unglaublich aber wahr, Sieges even haben es geschafft den überirdischen Vorgänger "The art of..." zu toppen! Liebe Freunde anspruchsvoller Musik und toller Melodien, dieses Album ist für mich schon sehr nahe an einem perfekten Stück Musik. Das Besondere an dieser Band und diesem Album (natürlich auch am Vorgänger) ist, das man nach 1000 x hören immer noch was neues entdeckt was dann für cm dicke Gänsehaut sorgt...
Fazit: Pflichtkauf für jeden der sich gerne mit progressiver und zugleich seelenerwärmender Musik auseinandersetzt.
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am 2. Oktober 2007
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Paramount ist eine unglaubliche CD - kein Ableger vom Vorgänger-Album. Was einem vielleicht bei den ersten Hörduchgängen ein wenig abgeht sind die großteils fehlenden "Frickelorgien" die man von SE gewohnt ist.

Anspielstipps: "Eyes Wide Open" und "Iconic"

Fazit:
Bei so einem starken Album freu ich mich besonders auf ein Konzert. Prog On!
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am 27. Dezember 2007
Freunde wer kennt sie nicht diese Nostalgie die einem überkommt wenn man die Neuveröffentlichung seiner Jugendhelden aus der Verpackung zerrt um sie mit Vorfreude und Ehrfurcht in den CD Spieler einzulegen? Dieser Schauder von Vorfreude der einen ergreift in der Sekunde wo der CD Player einließt um dann schon bei den ersten Klängen furchtbar enttäuscht zu sein, und festzustellen "früher war alles besser"? Bands nennen das Entwicklung wir nennen das Verrat:) (etwas überdreht formuliert) an den alten Tagen, den großen Zeiten dieser Bands. Sieges Even entwickeln sich ebenso nur mit dem Unterschied daß ich nicht denken muß wie schön es einmal war sondern das ich mich freuen kann wie schön es ist. Diese CD ist ein Hammer und wer sie nicht hat ist selber schuld. Ganz einfach volle Punktzahl
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am 23. September 2007
"The Art Of Navigating By The Stars" von 2005 war eine Wiederauferstehung und eine Neugeburt zugleich. An dieses Meisterwerk knüpfen die Progmetal-Legenden nahtlos an und gehen wieder einmal verschwenderisch mit überirdischen Hooklines um. "Paramount" führt die musikalischen Stimmungen des Vorgängers fort. Zwar hätte jeder der zehn Songs zweifellos auch auf "The Art..." gepasst. Andererseits hat man nicht das Gefühl, nur eine der knapp 62 Minuten schon einmal gehört zu haben. Die Münchner konnten gar nicht 'besser' werden, dafür aber anders. Mit großartiger Kreativität haben die Holzwarth-Brüder, Markus Steffen und Arno Menses völlig neue Glanzstücke geschaffen. Sie sind meist kürzer ausgefallen, oberflächlich betrachtet weniger verschachtelt und vertrackt, bieten aber die gewohnte Komplexität der Band auf engerem Raum und haben aber nichts an Tiefgang eingebüßt.

Eröffnet wird Studioalbum Nr.7 mit einem seiner Höhepunkte: WHEN ALPHA AND OMEGA COLLIDE. Die Trademarks der Band treten gleich zu Tage. Markus Steffens Cleangitarren-Arbeit treibt Fans von Jim Matheos Tränen in die Augen. Alex Holzwarths Drum Fills sind das Beste, was der progressiven Musikwelt seit der Geburt Neil Pearts passiert ist. Die Basslines seines Bruders Oliver stehen so markant im Vordergrund wie bei kaum einer anderen Band, haben einen bemerkenswerten Anteil selbst an der Melodiegestaltung. Faszinierende Rhythmuswechsel wirken niemals konstruiert, scheinen fast naturgegeben. Um sie zu erfassen, braucht man keinen Taschenrechner, sondern Gefühl.

Rasch kommen aber auch musikalische Neuigkeiten im Ohr des anspruchsvollen Hörers an. Sparsam eingesetzte elektronische Effekte verstärken die oft wehmütig melancholischen Stimmungen. Minimalistische Klänge treffen plötzlich auf überraschend breitwandige verzerrte Gitarren. So klingt auch das Einstiegsriff von LEFTOVERS schon beinahe nach Iommi. Und niemand rechnet mit einem Radikal-Break, schwebenden Gesangspassagen fast ohne instrumentale Begleitung und dem feinfühlig balladesker Refrain. Auch bei DUENDE wechseln sich grazile Clean-Arpeggien, die alle Taktgrenzen völlig bedeutungslos werden lassen, mit einem treibenden Heavy-Groove ab. Jeder Ton ist unverzichtbar - "Heaviness" ebenso detailliert dosiert wie die zerbrechlichsten Balladen-Klanggebilde. Die Art und Weise, wie beides nahtlos ineinander verwoben wird, ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen, die man sonst vielleicht noch von Fates Warning kennt. Ständige Veränderungen, atmosphärische Wechsel - die Erwartung des Unerwarteten bleibt auch in den weiteren Songs die einzige Konstante in der Kunst, wie sie Sieges Even pflegen.

TIDAL, EYES WIDE OPEN und BRIDGE TO THE DIVINE sind im Grunde genommen recht ruhig ausgefallene Stücke. Es sind aber keine Balladen im klassischen Sinne. Sie alle machen Entwicklungen durch, gehen ungewöhnliche Wege, nehmen plötzlich wie aus dem Nichts mit dynamischen Drives Fahrt auf, kommen nicht auch ohne Heavy-Parts aus und bestechen trotz der insgesamt dominierenden Ruhe durch eine enorme Dichte an technischen Feinheiten und kompositorischen Ideen. Jeder Song für sich hat mehr Inhalt als manch anderen Bands für ein ganzes Album zur Verfügung steht.

Für den niederländischen Sänger Arno Menses ("nebenberuflich" auch Sänger und Drummer bei Bonebag) bieten auf seinem zweiten Album mit der Band gerade die ruhigen Stellen dieser Songs besondere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Seine markante Stimme, die Gefühl und Kraft vereint, ist sehr individuell, erinnert höchstens manchmal an Jon Anderson - nicht nur wegen der hellen Klangfarbe, sondern auch weil Menses in alter Yes-Tradition ab und an Silben 'ohne Inhalt' singt, da-da-dah usw. Seinem emotionalen Gesang und der auf den Punkt perfekt zugeschnittenen Instrumentierung, sind zahllose Gänsehaut-Momente zu verdanken. Unkonventionell platzierte Chorstellen machen die Atmosphären derart schwerelos, dass man das Gefühl hat, die vier Wände um einen herum versinken im Boden und zwischen Himmel und Erde gibt es nur noch diese Musik.

ICONIC und WHERE OUR SHADOWS SLEEP sind gute Beispiele für verschwimmende Grenzen zwischen Progmetal und Progrock. Diese beiden sind eher intelligent durchdachte Rocksongs mit punktuellen Anleihen von Yes oder Rush. Nach dem Instrumentalstück MOUNTING CASTLES IN THE BLOOD RED SKY, das Auszüge aus Martin Luther King Juniors berühmter "I Have A Dream"-Rede umspielt, hebt man sich den größten Wurf des Album bis zum Schluss auf. Der Titelsong PARAMOUNT ist eine atemberaubende Collage aus endzeitlich wirkenden, Gitarren-Breitseiten, plötzlichem Nichts und einem hypnotisierend fesselnden, schwergewichtig melancholischen Refrain, der nur ganze zwei Mal gespielt wird. Dazu überrascht ein Saxofon-Solo. Vergleichbar ist das Album als Ganzes nicht. Punktuell ja, mit Rush, Yes oder Fates Warning im neuen Jahrtausend. Doch Sieges Even kopieren nicht und können nicht kopiert werden. Darum setzen sie auch keine Trends. Ein Zeichen für außergewöhnlich wertvolle Musik, zeitlos und unsterblich.
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am 6. Februar 2011
Fast genau zwei Jahre sind seit dem Release des fantastischen "The Art Of Navigating By Stars" Albums ins Land gezogen. Lange hallte der Begeisterungssturm an, wurden und werden unter anderem Referenzen wie die interne Gleichstellung zum 1991 Masterpiece "A Sense Of Change" zitiert. Mit anderen Worten: selten zuvor gab es derart übereinstimmende Meinungen zwischen Kritikern, Fans und Presse ' ein Comeback der Superlative!

Auch mich zog es in diesen Sog unsäglicher Euphorie ob "T.A.O.N.B.S.". Dass die Münchner mit "Paramount" allerdings noch einen drauf setzen würden, schien im Vorfeld höchst utopisch, doch ist hier tatsächlich das scheinbar Unmögliche eingetreten. Technisch ohnehin seit Anbeginn in der Elite-Liga angesiedelt, 'wagten' die vier Ausnahmekönner noch mal einen kleinen Schritt Richtung Straightness, sprich Fokussierung. Mit dezenten, Saga ähnlichen Popeinsprengseln einerseits, dank (wieder entdeckten) geschärften Gitarrensounds andererseits im Kontext eines, bis ins allerletzte Detail perfekt ausbalancierten Songwritings, welches eine Fülle an Überraschungsmomenten offenbart, treffen Sieges Even haarscharf den Grad zwischen glasklarer Ästhetik, emotionalem Tiefgang sowie nie enden wollender Farbenpracht.

Alleine der vor Souveränität strotzende, durch flotte Marching Drum Sequenzen und '80er Rush Anleihen zusätzlich auffrisierte Opener "When Alpha And Omega Collide" verführt den Hörer innerhalb weniger Sekunden in (Traum-) Welten, von denen selbiger nie mehr umkehren möchte. Speziell Arno Menses, der hoch gejubelte Sangesmann aus den Niederlanden, liefert einen dermaßen brillanten Job ab, den man nicht genug Tribut zollen kann ' denn gerade die mehrstimmigen Passagen bzw. Kanonparts entzücken vollends und zeigen auf, was eigentlich alles möglich ist in Punkto vokaler Vielfalt. Gitarrist Markus Steffen meint hierzu, dass die Band stilistisch dank ihm noch offener und erst dadurch eine Folk-Pop-Ballade a la "Eyes Wide Open" möglich wurde. Apropos Steffen: seine stets flüssig- schwerelosen Akustikläufe sind einmal die Ausnahme denn die Regel und erinnern wie auf "The Art Of Navigating By Stars" weit mehr an süffiges Weizenbier als an verkopft- zerstückelte Suizidversuche am Halse der Sechssaitigen. Neben den angesprochenen Rush Zitaten sind ebenso Fates Warning Parallelen aus der Ära "Inside Out" sowie den letzten Werken "Disconnect" & "FWX" vor Ort: "Duende" und "Bridge To The Divine" markieren dies im besonders hohen Maße. Bei "Mounting Castles In The Blood Red Sky", einem betörend sphärisch gekleideten Instrumental streute man sogar Martin Luther Kings Zitat "I Have A Dream ..." als wieder kehrende Sequenz ein, bevor im finalen Titeltrack "Paramount" nochmals die gesamte Bandbreite Sieges Even' (selbst Saxophonklänge ließ man sich drüber zuckern) innerhalb von acht Minuten ' Vorsicht: wechselnde Berg und Talfahrten ' repräsentiert werden.

Ums zu verdeutlichen: Sieges Even treten hier definitiv ihren Siegeszug an ' sie erfüllen hier nicht nur unzählige Genre Kriterien sondern versprühen zudem ein graziles Feeling, dem Worte kaum gerecht werden. Auch das soll's geben. Wie soll es funktionieren, sich in "Paramount" nicht zu verknallen? Was oder wer soll an diesem Jahrhundertwerk noch irgendwie zweifeln? Fragen, nichts als überflüssige Fragen. Aber lassen wir das ' kurz: ein Geschenk des Himmels. Des Freistaat- und Weißwursthimmels wohl gemerkt '
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am 12. August 2008
SIEGES EVEN haben mit "The Art Of Navigating By The Stars" eines der ProgHighlights 2005 gesetzt.
2007 kam der Nachfolger "Paramounts" und um es gleich vorweg zu nehmen: "Paramount" hat ein ähnlich hohes Niveau wie der Vorgänger. SIEGES EVEN haben eine unglaubliche Entwicklung vollzogen. Von einer Hardcorefrickeltruppe zu einer modernen AtmoMetal-Gruppe.
Auf "Paramount" setzen die Germanen noch verstärkter auf Atmosphäre und Stimmungen, als auf dem genialen Vorgängeralbum. Bereits der Opener "When Alpha And Omega Collide" kommt mit modernen Samples und brachialen Riffs aus den Boxen geflogen. Im Verlaufe der CD bleibt die Richtung dieselbe. Unglaublich atmosphärisch, zum Teil leicht und locker mit einem Fundament aus hartem Stahl geht es weiter. Das Beste an dem Ganzen ist, dass es sich absolut typisch nach SIEGES EVEN anhört, ohne ständig in der Vergangenheit zu leben. SIEGES EVEN scheinen ihren Weg gefunden zu haben und wir sollten hoffen, dass dieser Weg noch sehr weit geht.
Einzelne Songs herauszuheben fällt schwer, der Opener ist ein Hammer. "Tidal", "Duende", "Bridge to the divine", "Paramount" sind im Moment meine Favouriten. Das kann sich allerdings stündlich ändern. Sämtliche Songs haben nahezu dasselbe Niveau.
Das die Holzwarth-Brüder für geile Mucke stehen ist bekannt. Der Sänger, den die Band sich geschnappt hat, ist allerdings der Oberhammer. Gerade im Bereich Gesang sind wir "Proggies" nicht allzu verwöhnt. Arno Menses gehört für mich zur absoluten Speerspitze. Wieder eine klasse Leistung. Gesanglich können für mich lediglich RIVERSIDE, SYLVAN und PAIN OF SALVATION zur Zeit mithalten.
Fazit: Ein ebenbürtiges Album zu "The Art OF Navigating By The Stars". Keinesfalls schlechter und überhaupt nicht einfacher gestrickt. Man muss halt nur gut zuhören. Kaufen!!
Nachtrag 19.09.2008, SIEGES EVEN aufgelöst: Aufgrund interner Differenzen macht eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn mehr. Die Band bedankt sich bei allen, die sie im Laufe der Jahre in irgendeiner Form unterstützt haben.
Welch ein Jammer............
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Oktober 2007
Nach "TAONBTS" dachte ich auch, dass Sieges Even die Latte so hoch gelegt haben, dass sie das nie wieder erreichen könnten. Doch was für ein Irrtum: Paramount ist für mich in diesem Jahr 2007 eines der absoluten Topwerke des Progrock. Und dabei knüpfen sie nicht einfach an das Vorgängeralbum an und wiederholen sich, nein, weit gefehlt, sie entwickelsn ihren Stil weiter, wie es im Moment nur wenige Bands schaffen.

Dass die Songs ausnahmslos sehr gut sind, wundert niemanden. Der grösste Unterschied zum Vorgänger ist eigentlich, dass die Produktion so unglaublich gut klingt, dass man glaubt eine neue Dimension des Hörens zu entdecken. Dass die Gitarre immer clean geklungen hat, und auch hier teilweise sehr rein klingt, ist klar. Doch sie variiert wesentlich mehr als früher, wird teilweise richtig verfremdet und klingt rotzig, aber immer noch nach Sieges Even. Auch die technischen Spielereien fügen sich unglaublich gut in die Sounds ein, ohne jemals aufgesetzt zu wirken. Uberhaupt ist das grosse Plus des Albums diese Einfachheit, alles klingt so luftig, und enthält doch grossartige und komplexe Arrangements. Keine andere Progband schaffte es 2007, ein Werk zu produzieren, wo es spielerisch soviele Breaks und Rhytmuswechsel in einem Song geben kann, die nicht überproduziert klingen oder selbstsüchtig. Es ist einfach nur ein audiophiler Traum den 4 Musikern zuzuhören und mit offenem Mund zu staunen. Sorry Spocks Beard, Flower Kings oder Riverside, hier habt ihr eueren wahren Meister gefunden.
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am 18. September 2007
Mit ihrem Comebackalbum "The Art Of Navigating By The Stars" haben sich die Süddeutschen Prog-Urgesteine ein schier unüberwindbares Monument gesetzt. Ein derart ausgereiftes und wahrhaft perfektes Stück Musik hätten sich die Fans wohl nicht zu wünschen gewagt. Es stand also damals schon fest, dass es unheimlich schwierig werden würde an diese Ausnahmeplatte anzuknüpfen. "Paramount" stellt sich nun unweigerlich diesem auftauchenden Vergleich, quasi der Konkurrenz seines Vorgängers, und ja, es bietet ihm erstaunlich gut Paroli. Ob es nun sinnvoll ist oder nicht, beide Platten in einem konkurrierenden Verhältnis zu sehen, sei mal dahin gestellt. Als Fan ist es jedenfalls nicht leicht nach einer Scheibe wie "The Art..." völlig unbefangen an die Sache ranzugehen. Daher gilt es dem Werk zunächst einige Komplettdurchläufe zu geben, bevor man sich ein Vergleichsurteil bilden sollte. Danach steht aber fest: "Paramount" ist klasse!
Ein Album, wie es nur diese eine Band hätte schreiben können, musikalisch und technisch perfekt, mit Melodien, die in dieser manchmal trostlos eintönig gewordenen Musikwelt, wie wahre Offenbarungen wirken und eher schmeicheln, als mit Überheblichkeit und Arroganz zu protzen. Natürlich trägt Sänger Arno Menses wiedermal einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu dieser Ausnahmestellung des Albums bei. Seine Stimme hat ein Charisma, welches die Stücke nicht nur vorträgt sondern mit Leben füllt und zu SIEGES EVEN passt wie keine andere. Auf der anderen Seite erwartet den Hörer erneut eine regelrechte Achterbahnfahrt an Musikalität. Es treffen vertrackte Arrangements auf packende Grooves, eingängige Hooklines auf völlig unerwartete Breaks, straighte Rocker auf schwerelose, schwebende Passagen. Alles hat seinen Platz, alles seine Daseinsberechtigung. SIEGES EVEN gelingt es all diese verschiedenen Aspekte oft gar in einem einzigen Stück zu kombinieren, ohne dass es gekünstelt wirkt. Man höre nur den Opener "When Alpha And Omega Collide", das treibende "Tidal" mit seiner fantastischen Chorusmelodie oder die sanftmütige Ballade "Eyes Wide Open". "Iconic" schlägt wiederum etwas poppigere Töne an, wo hingegen "Mounting Castles In The Blood Red Sky" die berühmte "I have a dream"-Rede Martin Luther Kings in einem aussagekräftigen Instrumental verarbeitet. Ein tragender Baustein des SIEGES EVEN Sounds ist wiedermal das typische cleane Gitarrenspiel von Markus Steffen, welches jedoch häufiger als auf dem Vorgänger mit verzerrten Klampfen ergänzt wird und in der makellosen Produktion exzellent zur Geltung kommt.

Es handelt sich erneut um ein Album voller unterschiedlichster Facette und Akzente, die es für alle Fans zu erkunden gilt. Diese Band ist einfach einzigartig und folglich lässt sich "Paramount", wie auch der Vorgänger, mit kaum einer anderen Platte des Genres vergleichen. Aber um auf den eingangs erwähnten Verglich zurück zu kommen, so ist das aktuelle Werk zwar wirklich großartig, doch auf keinen Fall besser als "The Art Of Navigating By The Stars". Man könnte sagen, es handelt sich um den würdigen Nachfolger eines nicht zu toppenden Meisterwerks. Und ehrlich gesagt finde ich das auch gut so. Danke für diese Platte!
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