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am 24. Mai 2013
Die hier versammelten Aufnahmen aus den Jahren 1986/89/94 haben auch heute noch keinen Staub angesetzt und dürfen nach wie vor als Referenz gelten. Niels Wilhelm Gades acht Sinfonien sollte sich kein Freund romantischer Sinfonik entgehen lassen. Der Däne war eng mit Felix Mendelssohn Bartholdy befreundet und hat dessen Musik offenbar genau studiert. Gade klingt deswegen oft sehr nach Mendelssohn. In Gades zweiter Sinfonie scheinen Passagen fast wörtlich aus Mendelssohns Werken, insbesondere der (übrigens nur ein Jahr zuvor vollendeten) "schottischen" Sinfonie, übernommen zu sein - was Mendelssohn selbst offenbar nicht gestört hat, lobte er diese Sinfonie doch in höchsten Tönen. Die beiden folgenden Sinfonien sind vielleicht die besten - vor allem die kammermusikalisch transparente, duftig instrumentierte Dritte gefällt mir. Die fünfte Sinfonie ist ein Sonderfall, verlangt der Komponist hier doch ein Solo-Klavier, das auch eine vorherrschende Rolle einnimmt. Das Fehlen von reinem Virtuosengeschäft (so gibt es auch keine Kadenzen) lassen aber tatsächlich nicht von einem verkappten Konzert reden - ein frühes Beispiel des "sinfonischen Konzerts" also. Die Sechste hingegen fällt durch ihre pathetische Grundhaltung aus dem Rahmen; Grund dafür war der Tod von Gades Frau. Die letzten beiden Sinfonien sind in der Tonsprache wieder etwas eigenständiger, aber dennoch weit vom nordischen Tonfall der ersten Sinfonie (die damit die charakteristischste bleibt) entfernt. Aus Respekt vor Beethoven verweigerte Gade übrigens, über die Nummer 8 hinauszugehen - Zeit hätte er noch genug gehabt. Warum die ca. einstündige Kantate "Die Kreuzfahrer" nach Tassos "Gerusalemme liberata" Teil der Box geworden ist, erschließt sich nicht. In musikalischer Sicht handelt es sich aber um ein Kleinod, das entdeckt zu werden verdiente; Grund für die geringe Verbreitung soll (wie leider allzu oft) der schwache Text sein. Dieser ist aber auf Dänisch, so dass ich mir da kein Urteil erlauben kann. Abrundung erfährt das Programm durch das ebenfalls viel zu unbekannte Violinkonzert, das auf der ursprünglichen Sinfonien-Einzel-CD nicht dabei war. Wem in Zeiten von Billig-Boxen der Preis hoch erscheint, möge berücksichtigen, dass hier ein schmuckes Booklet (73 Seiten, incl. des Kantatentextes mit englischer Übersetzung) beiliegt.
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