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am 23. Januar 2007
Was ist der Mensch nicht ein wunderbares Wesen, wankelmütig und wandelbar. Als ich die ersten Rezensionen zu "Scarsick" gelesen hatte, war ich mehr als nur abgeschreckt und ließ mich sogar zu einem "die kauf ich mir wahrscheinlich nicht" hinreißen. Als ich aber in die ersten Samples reinhören konnte, war ich mehr als nur gespannt auf die Musik - und bin wahrhaftig vom Saulus zum Paulus bekehrt. Vorweg: Die Scheibe ist erstaunlich gut, ich finde sie sogar fantastisch.

"Scarsick", der Opener, stimmt bereits heftig auf das Album ein. Scharf schmettert Gildenlöws Sprechgesang durch die Boxen, begleitet von treibenden Rhythmen und bretternden Gitarrenriffs. Der Song macht bereits Lust auf mehr, und der Chorus stimmt nachdenklich für den Rest des Albums. Ein gelungener Einstieg.

In "Spitfall" setzen sich PoS kritisch (und zwar auf musikalische Weise kritisch!) mit der HipHop- und Rap-Szene auseinander, enttarnen all die geheuchelte Da-Hood-Mentalität des Goldkettchen-Genres als puren Schein und Geldmaschine. Auch hier ist der Chorus bemerkenswert, da er sich vollkommen von dem Rest des Songs loslöst. Diese beiden ersten Songs zeigen bereits, wie PoS an ihr neues Album herangehen: Sie nehmen sich Grundgerüste gängiger Pop- und Rock-Songs der modernen Musikszene und setzen diesen den eigenen Stempel auf, der das gesamte Gefüge gehörig durcheinander wirbelt. Das macht sogar richtig Spaß, wenngleich der Sprechgesang manch arglosem Hörer erst einmal übel aufstoßen könnte.

Mit "Cribcage" führt uns die Band in seichtere Gewässer ohne banal zu wirken. Die Lyrics, einer der wirklichen Schwachpunkte des Albums, mögen als "direkter Appell" gemeint sein und daher einfach gestrickt sein, allerdings entbehren sie nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Das ist schade, denn der Song hat unglaubliches Potential, sodass die unglückliche Textarbeit glücklicherweise marginal ins Gewicht fällt.

Der Song "Amerika" kommt so sachharin daher, dass es schon fast weh tut, ist in seiner satirischen Wirkung dadurch aber noch eine Ecke bissiger (und klingt nach 3 Durchläufen schon gar nicht mehr übel). Und in den Song haben die Schweden auch den ein oder anderen Gag versteckt, der einem unweigerlich ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

"Disco Queen" ist wohl der große Stein des Anstoßes für die Kritiker. Laut einem Interview mit Daniel behandelt der Song ähnlich wie "In the Flesh" das Thema Missbrauch. Interessanterweise bedienen sich PoS dabei eine Beats, wie man ihn in den 70ern gerne unter der Discokugel vernahm - der Name ist also Programm. Hier allerdings findet Gildenlöw durchaus eine interessante Metaphorik in den Lyrics, wie eine Nadel in die Rillen der schwarzen Haut dringt; gemeint ist eine Vinyl-Platte aus den 70ern, und gleichzeitig ist das Thema "Vergewaltigung" angesprochen. Musikalisch ist der Song längst nicht auf den Upbeat beschränkt, sondern führt sehr rasch in die bekannten Düstergefilde der Schweden, wie man sie auch aus "Ashes" kennt. Dabei ist "Disco Queen" der wohl abwechslungsreichste Song auf dem neuen Album und hat einen furiosen Mittelteil, der jedem Progger eigentlich das Herz aufgehen lassen müsste. Ich gebe gerne zu, dass der Song mit Sicherheit auch gut auf den Beat verzichten könnte, und dadurch gewinnen würde - konzeptuell jedoch passt das Gewummere wiederum. Und irgendwo ist es herrlich zu hören, wie die Band geschickt aus der Pop-Falle heraus zu ihren Wurzeln findet.

Mit "Kingdom of Loss" wird der zweite Teil des Albums eingeläutet. Von nun an klingen die Songs eher wie Pain of Salvation, ohne weitere experimentelle Ausflüge in musikalische Klangwelten anderer Genres. Der erste Song des zweiten Teils ist ein Wunderwerk an Melodie und Harmonie und strahlt voller trauriger Momente, geradezu wie eine Elegie. Der Chorus ist erfüllt von einem beinahe zerbrechlichen Gesang - begleitet von sphärischem Flötenspiel - der unheimlich gut zu der textlichen Traurigkeit passt. Ganz groß!

Es folgt mit "Mrs Modern Mother Mary" der erste Song, der mich nicht ganz überzeugt. Zwar sind auch hier wieder druckvolle Momente vorhanden, und schlecht ist der Song bei weitem nicht, allerdings lässt er viel von dem Einfallsreichtum vermissen, den die anfänglichen Songs vorgegeben haben. Dennoch ist er im Rahmen des Konzepts wieder sehr schlüssig und erlaubt eine kleine Verschnaufpause.

Ein weiteres Highlight erster Kajüte ist dann "Idiocracy". Bedrohlich beginnt das Klangwerk, die Rhythmusabteilung hat alle Hände voll zu tun, um dem Hörer Schauer über den Rücken zu jagen. Die schon fast geisterhaften Gesänge tun dazu ihr übriges. Und schließlich bricht der Song in einem aufwühlenden Chorus (Balalaika inklusive!) auf zum großen Finale. Phänomenal!

Der wohl härteste Track des Albums ist "Flame to the Moth". Und hier muss ich zugeben ist Daniels Scream-Einlage wahrhaftig gewöhnungsbedürftig. Allerdings überzeugt der Song konzeptionell von vorne bis hinten und wartet mit interessanter Struktur und teilweise rasanten, bisweilen brisanten Melodien auf. Herrlich abwechslungsreich und raffiniert inszeniert.

"Enter Rain", der längste Track der Scheibe, passt wiederum vom Konzept her sehr gut, lässt mich aber ein wenig ratlos zurück, weil die Songstruktur nicht wirklich spannend ist. Die Melodie ist nett, plänkelt aber eher nebenbei daher. Da wir aber am Ende eines sehr düsteren und oft melancholisch angehauchten Albums sind, hat das auch wieder seine Berechtigung. Von daher passt der Song, aber für sich alleine ist er nicht unbedingt der große Wurf.

Von einem "schlechten" Album zu sprechen ist hier eindeutig fehl am Platz - Zu gut, druckvoll und einfallsreich ist die Produktion, in der die Bässe aus den Boxen knallen; geradezu perfekt der Gitarrensound, der immer noch sphärisch verklärt "Pain of Salvation" ist, und dennoch immer wieder Neues entdecken lässt; und der Gesang der Beteiligten ist einmal mehr fantasievoll und facettenreich gestaltet. "Scarsick" ist nicht die beste Platte von Pain of Salvation. Die Enttäuschung wird bei all denen groß sein, die erwartet haben, dass Pain of Salvation die Schublade "Prog-Metal" mit all ihrer Vielfalt nicht verlassen würden. Denn wie schon überall zu lesen war: Metallisch klingen hier die wenigsten Songs. Wen das nicht stört erhält einmal mehr ein großes Werk von großartigen Musikern, das bei jedem Durchlauf spannender und interessanter wird mit unglaublich faszinierenden Rhythmusspielereien und fröhlichen Soundexperimenten. Ich kann jedem abgeschreckten Fan nur dringend raten, sich von den Vorurteilen frei zu machen und die Musik wirken zu lassen, wie sie es verdient hat.
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am 23. Januar 2007
Pain of Salvation hat ein Problem. Schon immer gehabt. Eine Band, deren Debut - "Entropia" in diesem Fall - sich kompositorisch und spielerisch auf so hohem Niveau bewegt, läuft leicht Gefahr zu enttäuschen. Denn der dramatische Aufbau und die thematische Schlüssigkeit des Erstlings lassen sich kaum übertreffen. Seit "Entropia" tut Pain of Salvation darum das einzig Mögliche: Die Band erkundet Neuland, erweitert ihr Repertoir und überträgt ihr Können auf andere Bereiche.

Das zeigt sich auch auf "Scarsick". Zwar tragen alle Songs die Handschrift Pain of Salvations (so z.B. die Polyrhythmik in "Mrs. Modern Mother Mary", der Kontrastreichtum in "Flame to the Moth"), "Scarsick" bietet aber auch Überraschendes. "America" ist kein harmloses, fröhliches Liedchen - das wird nicht erst beim Verfolgen des Songtextes klar. In der musikalischen Struktur verbergen sich zu viele Haken. Der heitere Refrain wirkt aufgesetzt - und sorgt (in seiner Affektiertheit) für das angemessene Wort-Ton-Verhältnis.

In "Disco Queen" tritt natürlich der Disco-Beat besonders hervor - und ist für viele unerträglich. Aber das ist Sinn der Sache: "Disco Queen" ist kein Disco-Song! Die Strophen, das Ende (mit deutlichem Metal-Einschlag) verbieten jeden Gedanken an Discokugeln und Ladies Night. Beim Blick aufs Gesamtgefüge stößt der stumpfe Disco-Beat bitter auf. Aber das ist kein Manko: Pain of Salvations stumpfes Pumpen will und soll hier nerven. Auch das steht - wie die Heiterkeit in "America" - im Dienst der Songaussage.

Dass "Scarsick" äußerst komplex ist (und dass oft erst ein zweiter Blick nötig ist, um die Komplexität zu erkennen), muss kaum erwähnt werden. Das versteht sich bei Pain of Salvation fast von selbst. Dass sich "Scarsick" aber erst auf den zweiten Blick als "Perfect Element, Part II" entpuppt, ist bemerkenswert. Subtile musikalische Zitate (z.B. in "Mrs. Modern Mother Mary") sind ebenso gut versteckt wie der gedruckte Hinweis auf der CD-Hülle. "Scarsick" überrascht - und hört, so scheint es, nie auf zu überraschen.
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am 23. Januar 2007
Ich gebe zu, richtig Objektiv kann ich CDs von Pain of Salvation nicht bewerten, bin ich dieser Band doch seit ihrem Debut ?Entropia? verfallen. Wenn mich irgendwer fragt, welches meine Lieblingsband ist kommt wie aus der Pistole geschossen eben jener Name.

Und ja, ?Scarsick? wird daran auch nach wie vor nichts ändern. Von den Kritikern deutlich gemischter aufgenommen als die übrigen Alben kriegt man es als nach neuem lechzender Fan mitunter mit der Angst zu tun. Von ?poppigen Songs? wird da Gesprochen, von Rap und Discobeats ist die Rede. Und all dieses findet man auch auf Scarsick, aber jede einzelne Sekunde klingt alles nur nach Pain of Salvation.

Die Platte startet verhältnismäßig hart mit dem Titeltrack ?SCARSICK?. Harte Gitarrenriffs werden von gerappten Strophen abgelöst und treffen im Refrain auf arabisch anmutende Melodien bevor die Gitarren wieder los brechen. Der Song bleibt relativ gleich von der Struktur, baut aber zum Ende hin immer mehr Energie und Dramatik auf, was im übrigen signifikant für das gesamte Album ist.

War zunächst einer meiner persönlichen Schwachpunkte des Albums, bis ich einmal bei aufgedrehter Stereoanlage dazu abgegangen bin.

?SPITFALL? ist dann als erster klarer Hit sofort zu erkennen. Die mitunter angeführten Vergleiche mit Eminem sind sogar nachvollziehbar, scheitern aber letztendlich an der Dynamik und Härte des Songs. Außerdem: Gerappt wurde auch schon auf ?The Perfect Element?, was sich die Nörgler mal vor Augen halten sollten.

Das ganze Konzept des Albums hat sich mir zwar noch nicht erschlossen, aber es ist wohl offensichtlich, dass sich alles um eine vielschichtige Kritik am Amerika der Jetztzeit dreht.

?Spitfall? beschäfftigt sich mit eben jener Rap-Musik, dem sozialen Umfeld, aus dem sie stammt und den Menschen, die sie machen und greift dafür auf deren Stilelemente zurück.

?CRIBCAGED? ist eine wunderschöne Ballade, bei der das elaborierende Element der neuen Songs besonders zum Tragen kommt. Irgendwie kommt bei mir beim hören immer so ein ?Micheal-Jackson-Heal-the-World?-Gefühl auf, allerdings ohne den triefenden Kitsch und eben mehr Pain of Salvation-mäßig

?AMERICA? ist der Pop-Song des Albums. Hab ich mir leider vorab ein bisschen totgehört, weil eben jenes Lied auf der amerikanischen Seite des Labels zum Download bereit stand.

Im Prinzip gut, aber auf Grund des sarkastischen Grundkonzepts kommen leider nicht die Sonst so üblichen Emotionsfluten auf. Witzig finde ich auch die musikalischen Anleihen an ?America? aus der ?West-Side-Story?.

So, und jetzt kommt der Hammer. Als ?DISCO QUEEN? startet kann ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. ?Das sind doch nicht Pain of Salvation? werden einige sagen, aber sie sind es doch, dass weiß man vor allem, wenn man die Band schon einmal live gesehen hat, denn auf der Bühne entwickeln die Musiker, allen voran Mainman Daniel Gildenlöw, beinahe Stand-Up Comedy Qualitäten und halten herzlich wenig von dem Bild einer introvertierten Band, auf die man aufgrund der Musik schließen kann.

?Disco Queen? ist auf der einen Seite natürlich witzig, auf der anderen aber auch zutiefst böse und am Ende doch ebenso melancholisch wie ein ?Beyond the Pale?. Ehrlich gesagt habe ich selten, wenn nicht gar nie einen Song gehört, der so schlüssig so viele völlig konträre Stimmungen und Gefühle in sich vereint. Völliges Meisterwerk. Muss man vielleicht nicht mögen (bei Gott: ich tu es), aber würdigen alle mal.

Und dann wieder so ein eine unglaubliche Ballade.

Der Schluss von ?KINGDOM OF LOSS? klingt mir seit Tagen in den Ohren. Hier geht das Konzept sogar so weit, dass die abgedruckten Lyriks mitbenutzt werden, steht doch hinter jedem zweiten Wort ein kleines TM. Wunderschön und tieftraurig. Mit was sind denn bitte die Tomaten in den Ohren derer gedüngt, die sagen, dass ?Scarsick? die typische emotionale Tiefe vermissen lässt?

?MRS MODERN MOTHER MARY? ist meiner Meinung nach der untypischste Song des Albums, obwohl es sich hier ausnahmsweise mal um klar definierten progressiven Metal handelt. Irgendwie bewegt er sich doch ungreifbar am weitesten weg vom typische Pain of Salvation Sound. An irgendwas erinnert mich das ganze, ich komm bloß nicht drauf.

?IDIOCRACY? rifft hypnotisch vor sich hin, trifft auf einen von Weltmusik beeinflussten Refrain und mündet in einem gewaltigen, erhabenen Finale. Kein stählerner Tanzbodenfeger, aber fürs Schwelgen unter dem Kopfhörer bestens geeignet.

?FLAME TO THE MOTH? ist der, meiner Meinung nach, härteste Song des Albums und erreicht mitunter Slipknot-Qualitäten. Zumindest sind die Schrei Passagen selbst mir bei Pain of Salvation neu. Zum zweiten Mal gibt es arabisch anmutende Zwischentöne.

Das Album schließt mit dem zehn minütigen ?ENTER RAIN?, dass dich noch einmal richtig am Kragen packt, dich hochwirft, durchschüttelt und dich äußerlich nass und kalt, tief im Inneren aber von einer sonderbar wohligen Wärme erfüllt in einer Welt zurücklässt, die ein bisschen anders ist als vorher. Ein würdiger Abschluss.

Noch nie sind knapp 67 Minuten so schnell vergangen wie beim Genuss dieser 10 Songs.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ?Scarsick? sicherlich anders ist, aber das sollte man eigentlich erwarten bei einer Band wie Pain of Salvation. Es ist vielleicht das am leichtesten zugängliche Album das PoS bisher veröffentlicht haben, vielleicht erscheint das aber auch nur im Kontrast zum unglaublich schwer verdaulichen, aber nicht minder großartigen Vorgänger ?Be? so. Ein weiters schillerndes Juwel in der Discografie der vielleicht besten Band der Welt, sag ich mal so.
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am 8. Februar 2007
Wenn man das erste Mal auf die Klänge dieses Albums hört und in die Musik eintaucht, die hier in großem Variantenreichtum daherkommt, wird man sicher verwirrt und vielleicht sogar ein wenig schockiert sein, sofern man nicht durch Kritiken vorgewarnt wurde. Selbst als Pain Of Salvation-Liebhaber wird dieses Album als sehr gewöhnungsbedürftig und Band-untypisch daherkommen.

Doch schon beim zweiten oder dritten Hören - beim ersten Herantasten an die Lyrics - entfaltet sich eine ganz andere, für die Band sehr typische Ebene. Die Texte, die zwar an einigen Stellen ungewohnt oberflächlich und populistisch scheinen, offenbaren schon bald ihre wahre Gestalt und bieten dem hingebungsvollen Hörer hier mehr als nur ein weiteres Album der Prog-tagonisten.

Mit ungewöhnlicher Direktheit greift D. Gildenlöw auf Scarsick gesellschaftliche, ja sogar politische Themen auf, die aber nichts anderes tun sollen, als das Grundthema zu unterstützen. Die Zerbrechlichkeit des eigenen Selbsts im Angesicht einer veroberflächlichenden Welt.

Verstörend sind die Rap- und Diskoeinlagen nur für das ungeübte Ohr, die sich nach dem Reinhören harmonisch in ein Ganzes einbetten und zudem auf zynische Art und Weise die Oberflächlichkeit der Gesellschaft gekonnt auf den Hörer selbst projezieren, der die wahre Gestalt der einzelnen Stücke nur durchschaut, wenn er sich wahrhaft damit beschäftigt.

Damit führt D. Gildenlöw das Thema des Albums auf eine ganz andere Ebene, die weit über die Musik selbst hinaus geht und den Zuhörer dazu zwingt, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, seine selbst gesetzten Grenzen von Schubladen- und Musikgenre-Denken zu überschreiten und schließlich zu verwerfen.
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am 24. Januar 2007
Ha,...er hat es wieder geschafft. Ich hätte gerne sämtliche Gesichter gesehen, die in voller Erwartung auf ein "Perfect Element pt.2" nach dem ersten Hör-Durchlauf die psychiatrische Institutsambulanz konsultiert haben.

Ich schließe mich da mit ein. Beim ersten Durchlauf ging es mir richtig schlecht. Dieser Gildenlöw. Er verlangt wirklich viel von seinen Fans ab. Der Fan ist ja einiges gewohnt bei P.o.S, und wir wissen alle was das bedeutet. "BE" hat uns alle sehr viel Kraft gekostet, ehe wir es geliebt haben.

So ist es auch mich "Scarsick". Das Album lässt die Band in einem völlig neuen Licht erstrahlen. Sie machen keine Kompromisse, scheuen keine Disco-Anleihen;), haben keine Angst vor fröhlichen Melodien (America). Das Album klingt einfach unglaublich erfrischend und sollte eigentlich jeden Fan wirklich zufriedenstellen. Stellt eure Erwartungen bei Seite, diese Band hat keien Verwendung dafür. "Scarsick" ist dermaßen vielseitig und unvorhersehbar, das es insofern an "Be" erinnert, als dass man nach dem X-ten Mal noch was entecken kann. Das die Band nach wie vor alle stilistischen Horizonte hinter sich gelassen hat dürfte selbsredent ausser Acht gelassen werden. Scarsick beihaltet natürlich die alten P.o.S Trademarks, die sie unverkennbar machen. Der Fan wird, glaube ich, nicht ganz so erschüttert sein, wie damals als "Be" über uns herreinbrach;)Das Album hat vor allem keine Schwachstellen, oder Lückenfüller. Und vor allem der Sound ist phänomenal, so einen geilen Sound hatten die Jungs noch nie. Was ein wenig schade ist, ist das Tastenmann Frederik Hermannson immer mehr in den Hintergrund rückt , so ist er leider nur durch gehaltene Akkorde und Samples wirklich wahrnehmbar. Sehr Schade, denn der Mann ist absolut unterbewertet.

Fazit: Für mich nicht unbedingt das beste Album der Bandgeschichte, aber es ist weit davon entfernt ein erwartungsgemäßes "normal gutes" Album zu sein.

Ich wünsche viel Spaß beim hören.

Salve
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am 24. Januar 2007
Daß POS eine Klasse für sich sind, ist mittlerweile oft bekanntgegeben worden. Stimmt auch. Daß sie alle Stilrichtungen charismatisch und sicher beherrschen, dem dürfte auch jeder zustimmen. Und das bisschen Rap, oder Disco, mein Gott, POS sind bissig-ironisch! Außerdem kommt ihr typisch dunkler Stil immer durch, so daß diese mir eher lapidar wirkenden Musikrichtungen frischen Kontrast in die Songs bringen! Also, Leute! Texte hernehmen, und schon bekommen Songs wie America, Disco Queen einen Sinn! Jeder Song ist auf seine Weise magisch und ich bin nach nur 3-maligem Anhören der festen Überzeugung, daß hier ein weiteres Meisterwerk einer grandiosen Band wie "Perfect Element" enstanden ist! Songs hervorzuheben möchte ich nicht, das ist jedermanns Geschmack überlassen, aber das Werk am Stück angehört, wird klar, daß hier sehr intelligente Musiker sich mächtig ins Zeug gelegt haben, um für ein paar Kröten dem geneigten Hörer wieder auf's Neue überdimensional geilen Stoff zu bieten. Für alle, die unschlüssig sind, bedenkenlos kaufen!
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am 18. Januar 2007
Pain of Salvation haben schon immer Abwechslung groß geschrieben...

Eigentlich könnte diese Kritik hiermit schon enden, aber es wird wohl von Nöten sein ein paar mehr Worte zu diesem Album zu verlieren. Vor allem, denke ich, wird es zu einem Konfliktquell zwischen den POS-Fans werden.

Jene Fans, welche spielerische Höchstleistung erwarten, wie es sich für

eine "anständige" Prog-Metal-Bands gehört, werden wohl eher enttäuscht sein, denn dieses Album setzt viel mehr auf musikalische Eingängigkeit, denn auf das typische "ich kann noch schneller und krummtaktiker als du".

Was sich aber auf jeden Fall jeder Fan ins Gedächtnis rufen sollte ist, dass POS, wie sie auch immer wieder in Interviews betont haben, sich selber auf keinen Fall als reine Prog-Band sehen. Sie wollen sich sogar erst recht nicht dem Genre Metal unterordnen lassen. Sie benutzten ihre Musik stets als Medium ihre Botschaften zu transportieren. Und ich muss sagen, dass ihnen das auf diesem Album sehr gut gelungen ist. Damit knüpfen sie an ihre Meisterwerke "BE", "Remedy Lande" und "Perfect Element" ohne Abstriche an.

Am ehesten bekommt man dies bei den Lieder "America" und "Discoqueen" zu spüren. Ersteres ist sicherlich auf den erst Blick ein absolutes Mainstreamlied, doch muss man feststellen, dass sie durch ihre Anlehnungen an die Westsidestory in dem eingängigen Refrain und anderer Stile amerikanischer Musik wie Country, energiegeladener Gospels und sogar Hawaiianischer Musik vollkommen den amerikakritischen Text unterstreichen.

"Discoqueen" mag in den Ohren eingefleischter POS-Fans sogar Schmerzen auslösen, da bei diesem Lied tatsächlich der Name Programm ist. Aber man muss auch hier eingestehen, dass Pain of Salvation es eindeutig geschafft haben die passende Stimmung rüberzubringen. Und welche Band kann schon von sich behaupten, 70er Jahre Discolieder in einer solchen Brillianz zu spielen und gleichzeitig ihren eigenen Stil derart einfließen zu lassen? Und mal ehrlich: hat man sich einmal an diesen neuen Sound gewöhnt, wünscht man sich die nächstbeste Tanzfläche, da der treibende Rhythmus die Glieder unvermeidlich zucken lässt.

Lieder wie "Scarsick", "Spitfall", "Mrs. Modern Mother Mary" und "Flame to the moth" zeigen hingegen, dass Pain of Salvation auch die härtere Gangart noch immer beherrschen, was auch teilweise an ältere Alben anknüpft.

Aber auch Melancholie zu vermitteln ist nach wie vor Steckenpferd von dieser schwedischen Ausnahmeband. So schaffen es "Cribcaged" und "Enter Rain" bei mir eine 5:56- und 10:03-Dauergänsehaut auszulösen.

Für mich ist "Scarsick" vor allem ein Zeichen dafür, dass POS ihren Horizont stets erweitern wollen, können und werden. Dies gewährleistet, dass sie niemals langweilig rüberkommen. Da wird es nie passieren können, dass man "You're My Heart, You're My Soul ", "Cheri Cheri Lady", "Brother Louie" und "Geronimo's Cadillac" nurnoch am Refrain unterscheiden kann! Ihre Anlehnungen bei anderen Musikstilen - ua. Eminem (su.), der für sich genommen auch ein überaus kritischer und genialer Musiker ist (auch wenn er wahrscheinlich nicht in der Lage ist auf einem Instrument 1/32 Septolen über einen 13/16-Takt bei 180 bpm zu spielen) - dienen ihren Liedern vor allem als Bereicherung. Also mein Appell an alle POS-Fans: Hört euch "Scarsick" erst ein paar mal an, bevor ihr es im CD-Regal verstauben lasst. Dieses Album ist nämlich ein ziemliches Schätzchen.
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am 21. Januar 2007
Eines muss man der Band lassen: sie beherrscht wie kaum eine andere das Spiel mit den Erwartungen. Schon "Be" verstörte einen Großteil der Kritiker, deren Lieblinge Pain of Salvation einst waren. Unter Fans wurde dem Werk jedoch die Anerkennung zuteil, die es verdient. Inzwischen gilt "Be" neben "Remedy Lane" zu Recht als eines der Meisterwerke des schwedischen Quartetts. Ob diesen Status auch bald "Scarsick" für sich beanspruchen kann, kann zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich noch nicht gesagt werden. Die Parallelen zu "Be" sind allerdings bereits erkennbar, auch wenn "Scarsick" eine gänzlich andere Richtung einschlägt. Auch "Scarsick" bekam bis zur Veröffentlichung dieser Rezension von der Masse der so genannten professionellen Kritiker eher zurückhaltende, teils vernichtende Beurteilungen. Und selbstverständlich ist auch "Scarsick" wesentlich besser als der dadurch vorauseilende Ruf. Es handelt sich hier um die Abstand eingängigste Veröffentlichung der Diskographie. Zwar beschäftigen sich die Texte wie eh und jeh mit kritischen und wenig fröhlich stimmenden Themen, aber die musikalische Umsetzung hat sich radikal gewandelt. Mit Ausnahme des melancholischen "Kingdom of loss" und des vertrackten "Enter rain" zeugt die Musik anno 2007 von einer unbekümmerten Losgelöstheit und Einfachheit, die man der Band gar nicht zugetraut hätte. Insbesondere "America" und "Disco Queen" werden alteingesessene Fans und Progpuristen einigermaßen ratlos zurücklassen. Man wird (sofern man es nicht bereits getan hat) Gildenlöw & Co. eine Verleugnung ihrer selbst, Anbiederung an den Mainstream und sonstige sinnentleerte Unterstellungen machen. Potenzielle Hörer sollten sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen, sonst verpassen sie eines der Highlights des noch jungen Jahres. Vielleicht kein Meilenstein wie "Remedy Lane" aber definitiv den Kauf wert!
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am 14. Juni 2011
Das neue Album der Progressive Rock-Band Pain Of Salvation präsentiert eine bizarre Welt, wie sie reeller kaum sein könnte. 'Scarsick' ist nichts für den Autonormalverbraucher ' in stetem Zwist sehen sich poppige mit kakophonischen Passagen, begleitet mit wahrhaft weisen Worten.

Innerhalb eines Jahres hat Daniel Gildenlöw ' Sänger, Gitarrist und Virtuose auf zahlreichen anderen Instrumenten ' ein sozial- und gesellschaftskritisches Meisterwerk komponiert und samt Band eingespielt. Bereits der Titelsong des Albums weist auf das Bedürfnis der Menschen hin, all ihre Probleme mit anderen zu teilen, obgleich nur im Geheimen ' 'the whole world around you / a pounding and grinding / that tells you that / you're not alone' ' Hässlichkeit und Bizarres wird publik gemacht und verkauft sich gut.
Die ersten Strophen bestehen ' wie in einzelnen Passagen auf 'The Perfekt Element 1' ' aus Raps, eine weitere Nuance, die den Facettenreichtum der Band auf die Probe stellt.
In 'America' spielt Gildenlöw den Chorus eines bekannten Musicaltracks ein. Wo es dort jedoch 'I wanna' be in America' erklang, heißt es hier: 'I am sick of America!' Erneut wird der Konsum, der Kontrast zwischen den Nobelhotels und den Obdachlosen ins anklagende Licht gerückt, auch genannt die Bombardements im Irak.
In 'Kingdom of Loss' ' einem ruhigen und besinnlichen Song mit griechisch anmutenden Elementen, der resignierend und schwermütig klingt ' besingt Gildenlöw erneut die Konsumsucht unserer Zeit. Alles ist käuflich; alles wird verkauft, in Reality- und Talkshows nennen die Menschen des Preis ihrer Würde.
'Disco Queen' ' wie im Titelsong scheint man auch hier das falsche Genre zu vertreten: Techno, erneut in dem Sinne, Kritik an der Gesellschaft zu üben. Diesmal an der leicht verführbaren und naiven Jugend, die sich zu leicht durch Sex 'n' Drugs verführen lässt.
Das epische 'Enter Rain' verweist auf den nahen Abgrund unserer Zivilisation hin, auf die Läuterung am Ende unserer Tage. Die Politik ist korrupt, die Menschheit kapitalistisch und phantasielos, beeinflusst durch die Medien.

Es scheint zur Mode geworden zu sein ' Pain of Salvation, die seit neun Jahren in unveränderter Besetzung mit Fredrik Hermansson an Keyboard und Klavier, Johan Hallgren an der Gitarre, Johan Langell am Schlagzeug, Kristoffer Gildenlöw am Bass und Daniel Gildenlöw als Sänger, Komponist und Leadgitarrist spielten, entbehren nun Kristoffer. Die Gründe für seinen Ausstieg aus der Band sind nicht bekannt.

Besonders im Gedächtnis bleiben mir 'Scarsick', 'Spitfall' und 'Cribcaged', sowie 'Enter Rain'. Kaum herauszuhören jedoch sind 'Flame to the Moth' und 'Mrs Modern Mother Mary' ' Songs, mit denen ich nichts verbinde und auch selbst wenig empfinde. Dennoch kann gesagt werden, dass dieses Album ein künstlerischeres wie musikalisches Meisterwerk darstellt.
Pain of Salvation ist eine Band, die man nicht mit anderen in eine Schublade stecken kann. Allein Cover und Artwork zeugen von Ernst und Brisanz. 'America' oder 'Disco Queen' wirken zwar wie der charakteristische Humor des Quartetts, zeichnen jedoch mit klaren Linien eine Karikatur der jeweiligen Gesellschaft.

Ich selbst vergöttere dieses Album bereits jetzt schon, denn es bildet einen krassen Kontrast zu Melodien und Instrumenten des orchestralen Vorgängers 'Be'.
Zweifellos ist Pain of Salvation eine Band, die in beinahe jedem Genre Anklang findet und somit für jeden Musikliebhaber zu empfehlen.
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am 8. Juli 2007
Pain Of Salvation gehören sicherlich zu den außergewöhnlichsten Gruppen im Bereich der progressiven Musik und insbesondere wenn es um Prog-Metal geht. Hier geht es nicht darum in möglichst abgedrehten Rhythmen oder Soli mit ungeahnter Geschwindigkeit zu spielen. Das können andere Bands wie Dream Theater sicherlich viel besser. Aber Pain Of Salvation haben ihre eigene Nische in der Prog-Welt gefunden, sie integrieren Elemente aus Jazz, Funk und Pop in ihren Heavy Metal. Sie spielen natürlich auch mit verschiedenen Rhythmen und natürlich sind auch immer wieder sehr gute Solo-Parts vorhanden, aber sie dienen nicht dem Selbstzweck des Solos sondern verbinden musikalische Ideen, dienen als Überleitungen in neue Harmonien und Stimmungen.

Musikalisch gesehen ist Pain Of Salvation definitiv eine Heavy Metal Band, aber in ihrem Ansatz stehen Pain Of Salvation sehr viel mehr in der Tradition eines Frank Zappa (dessen Einflüsse sich auf "Scarsick" bei dem Song "Disco Queen" geradezu aufdrängen) als in der prototypischen geraden Heavy Metal-Tradition. Kein einziger Song auf "Scarsick" ist ein lupenreiner Metal-Song, immer wieder mischen sich andere musikalische Stile dazu, so dass dadurch der eigene Pain Of Salvation-typische Sound entsteht.

Es ist schwer auf diesem Album einzelne Songs hervorzuheben: "Scarsick" ist eine Metal-Dampfwalze mit Clawfinger-ähnlichem Gesang, hat ein Black Sabbath-Riff und einen Robbie Williams-Bridge.

"Cribcaged" ist eine leicht Country-angehauchte Nummer, die mit der Zeit immer mehr Spannung aufbaut und rockig zu Ende geht.

"America" ist fast schon ein überdrehter Red Hot Chili Peppers-Song mit viel Funk und Fun.

"Disco Queen" klingt als hätte Frank Zappa "I Was Made For Lovin' You" von Kiss noch einmal neu überarbeitet.

"Kingdom Of Loss" ist der ruhige Pol in dieser Kanonade musikalischer Ideen, aber nicht ohne ein paar wundervolle Melodien mit Mandoline zu produzieren.

"Mrs. Modern Mother Mary" vereint abgehackte Gitarren-Riffs mit Synthie-Soundscapes zu einem fast unwirklichen Klanggebilde.

"Idiocracy" klingt geheimnisvoll, verschwörerisch, fast ein wenig verstörend, aber dennoch mit einer wunderbaren Melodie, wieder über eine Mandoline gelegt.

"Flame to the Moth" ist fast schon ein prototypisches Nu Metal-Stück, wenn es nicht dafür schon fast ein wenig zu komplex wäre.

Abgeschlossen wird das Album von dem hymnischen Longtrack "Enter Rain", der "Scarsick" die Krone aufsetzt. Wenn Daniel Gildenlöw dabei Herz zerreißend darum bittet, es möge anfangen zu regnen, dann möchte man ihm den Wunsch am liebsten selber erfüllen.

Mit "Scarsick" haben Pain Of Salvation tatsächlich ihr Meistwerk abgeliefert. Man darf gespannt sein, was den Herren als Nächstes einfällt.
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