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am 7. September 2013
Ich habe schon die englische-deutsche Version zu Hause, die Untertitel sind aber leider nur auf deutsch. Da ich die Filme lieber in Originalsprache gucke, manchmal aber nicht alles verstehe, brauche ich die Untertitel. Die deutsche Übersetzung ist leider echt grottig. So werden die Sätze teilweise völlig anders übersetzt (was meines Erachtens völlig unnötig ist) oder sogar ganze Sätze schlicht dazu erfunden, im Original wird aber gar nichts gesprochen. Die Filme selber sind sehr gut und kommen sehr nah an die Miss Marple, die sich die Autorin vorgestellt hat. Ich finde zwar auch die Filme mit Margaret Rutherford sehr gut, aber mehr wegen der Schauspielerin und weil es halt echte Klassiker sind. Miss Marple ist das aber nun mal nicht, wie Agahtha Christie auch fand, obwohl sie mit Margaret Rutherford ansonsten sogar befreundet war. Joan Hickson trifft die Figur sehr viel besser und die Filme erinnern sehr an die zuvor gelesenen Bücher. Also, wer die echte Miss Marple im Original und ohne schlechte deutsche Übersetzungen sehen will....ein Muss!
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Wunderschön, dass die 12 Marple-Filme mit Joan Hickson in der Hauptrolle jetzt auch auf Deutsch erscheinen und somit (hoffentlich) einem noch größeren Publikum zugänglich gemacht werden (allerdings sollte für meinen Geschmack Hicksons feine Diktion eh im Original goutiert werden). Die zwölf von 1984 bis 1992 entstandenen Verfilmungen der Agatha-Christie-Romane sind auch heute noch teils köstliche TV-Unterhaltung - obwohl man im einen oder anderen Fall die für heutige Verhältnisse etwas biedere Inszenierung bemäkeln dürfte.

Trotzdem wird mich nichts von den fünf Sternen abbringen können: Joan Hickson ist eine, nein, die Miss Jane Marple und nicht umsonst wollte Dame Agatha selbst sie in dieser Rolle sehen. Zwar entspricht auch Hickson strenggenommen nicht genau der Figur der Bücher - die Miss Marple in den Romanen ist noch älter, noch damenhafter, noch zarter - aber sie kommt den wichtigsten Eigenschaften am nächsten. Sie ist eine neugierige alte Dame und gleichzeitig eine brillante Spürnase - obwohl Miss Marple selbst vor diesem Begriff sicher pikiert zurückschrecken würde. Aber gerade diese auch von Agatha Christie oft hervorgehobene Kombination aus altjüngferlich-schamhafter Neugier und scharfsinnig-gnadenloser Hirnakrobatik nimmt man Joan Hickson Wort für Wort ab.

Zu den zwölf Filmen selbst: Bis auf wenige Ausnahmen schaue ich mir alle immer wieder gerne an, weil sie einen herrlich altmodischen Charme versprühen. Das kippt auch gelegentlich und dann merkt man an den Schnitten und insgesamt an der, hm, gemächlichen Inszenierung eben auch, dass das a) Fernsehprodukte sind, die dazu b) schon teilweise über zwanzig Jahre auf dem Buckel haben. Wen das aber nicht stört, der ist hier gut aufgehoben. Die Verfilmungen sind größtenteils ziemlich buchgetreu gehalten und verzichten noch - im Gegensatz zu den aktuellen Filmen mit Geraldine McEwan in der Titelrolle - auf, positiv gewendet, eigene Interpretationen des Stoffes. Ein paar kurze Worte zum Inhalt:

"Die Tote in der Bibliothek":
Eine blonde Leiche liegt in Colonel Bantrys Bibliothek - wer ist sie und wie kam sie dort hin? Miss Marple ist wie immer zur Stelle und deckt einen besonders perfiden Mord auf. - Zählt für mich nicht zu den besten Filmen, da zwischendurch etwas langatmig und, was Tat und Motiv angeht, nicht unbedingt schlagend.

"Die Schattenhand":
Jerry Burton und seine Schwester Joanna ziehen in den kleinen Ort Lymstock. Dort kursieren gerade fiese Rufmord-Briefe. Schließlich stirbt die Ehefrau des Anwalts Symmington kurz nach Erhalt eines solchen Briefs - scheinbar durch eigene Hand. Wie gut, dass Miss Marple schon Witterung aufgenommen hat... - Im Roman ist Jerry Burton der Ich-Erzähler und diese Perspektive fand ich erfrischend, hier ist er immer noch eine Hauptfigur und das tut auch dem Film gut.

"Ein Mord wird angekündigt":
Per Anzeige werden die Dorfbewohner zu einem Mord bei Letitia Blacklock eingeladen - ein nettes Spiel, denken alle. Aber dann fallen Schüsse und ein Gauner liegt tot am Boden, während Miss Blacklock verletzt ist. Wer wollte sie töten - und will es wohlmöglich noch immer? - Vielleicht der beste Film der Reihe mit guten Figuren (Hinch und Murgatroyd etc.), viel Spannung und einer sensationellen Auflösung.

"Das Geheimnis der Goldmine":
Ich gestehe - nur einmal geschaut und deshalb fast alles vergessen. Vielleicht tue ich dem Film unrecht, aber für mich war er der schwächste der zwölf.

"Mord im Pfarrhaus":
Im Arbeitszimmer des Pfarrers wird der ungeliebte Colonel Protheroe erschossen. Seine Ehefrau und ihr Geliebter beschuldigen sich beide der Tat, werden aber ebenso beide entlastet. Wer war es dann? Motive sind reichlich vorhanden. - Schöner Film mit etwas komplizierter Auflösung, dafür aber auch mit einer besonders viel Freude bereitenden Miss Marple.

"Ruhe unsanft":
Die frisch verheiratete Gwenda kauft ein Haus und merkt bald, dass es ihr sehr bekannt vorkommt - als Kind hat sie dort einen Mord gesehen! Nur: Wer waren Täter und Opfer? Sie beginnt nachzuforschen und weckt damit schlafende Hunde. - Netter Film, der etwas abrupt aufs Finale zugeht, dann aber mit einem richtig abgedrehten Täter entschädigt. Dazu gute Darsteller.

"Das Schicksal in Person":
Jason Rafiel (verwirrt vielleicht etwas, weil diese Figur chronologisch erstmals in dem - erst später gedrehten - Film "Karibische Affäre" auftaucht) ist tot. Sein letzter Auftrag an Miss Marple: Sie soll als seine "Nemesis" ein Verbrechen aufklären - es geht um seinen Sohn, der vor Jahren ein junges Mädchen ermordet haben soll. - Einer meiner liebsten Marple-Filme, wegen der herrlichen Szenerie(n) (Miss Marple geht auf Bustour) und der famosen Co-Darsteller, allen voran Margaret Tyzack; die Handlung um den zurückliegenden Mord ist zum Schluss ziemlich psychobeladen und es fehlt ein bisschen die Christie'sche Raffinesse. Trotzdem - ich mag ihn.

"Bertrams Hotel":
Miss Marple kehrt in dem Hotel ein, das sie schon als kleines Mädchen beherbergte. Alles scheint - merkwürdigerweise - noch genauso wie damals. Dann verschwindet erst Hochwürden Pennefather, die berühmt-berüchtigte Lady Bess Sedgwick taucht auf, ebenso ihre ungeliebte Tochter Elvira, auf die ein Mordanschlag verübt wird... und das alles passiert nicht zufällig im "Bertram's". - Viel passiert und sowieso ist der Roman einer der "düsteren" Christies, wo viel von menschlichen Schwächen die Rede ist und eine insgesamt traurige Stimmung herrscht. Der Film fängt das ganz gut ein, zieht sich zwischendurch etwas, punktet aber durch die kniffligen Rätsel und eine charismatische Darstellerin der Bess Sedgwick.

"16 Uhr 50 ab Paddington":
Mrs McGillicuddy beobachtet vom Zug aus einen Mord - in einem Abteil eines anderen Zugs. Niemand glaubt ihr - außer Miss Marple. Die mobilisiert die patente Lucy Eylesbarrow, um bei den Crackenthorpes als Hausdame getarnt herumzuschnüffeln. Und Lucy findet eine Leiche... - Sicher einer der bekanntesten Marple-Krimis, schon durch die Rutherford-Verfilmung, die mal locker Mrs McGillicuddy, Lucy Eylesbarrow und Miss Marple zu einer Art Super-Miss-Marple zusammenbastelte. Nicht ganz ohne Grund, denn dieser Film wirkt etwas zäh, zumal die Darstellerin der Lucy etwas dröge rüberkommt. Dennoch ein guter Film.

"Karibische Affäre":
Schon ein paarmal gesehen und immer wieder vergesse ich Namen und die Details der Handlung: Miss Marple urlaubt in der Karibik, trifft dort einen alten Schwätzer, der von einem Mord erzählt. Kurz darauf ist der Alte tot - irgend jemand fühlte sich wohl auf den Schlips getreten. Miss Marple ermittelt. - Eine interessante Abwechslung, auch weil ein bisschen Lokalkolorit gezeigt wird. Die Nebendarsteller bleiben leider ein wenig blass und die Auflösung kommt nicht vollkommen überraschend (erst recht nicht für - kleiner Augenzwinker - Liebhaber von "Pride & Prejudice"), dafür entschädigt aber der famose Gastauftritt des gut aufgelegten Donald Pleasence, dessen Kabbeleien mit Miss Marple höchst unterhaltsam sind.

"Mord im Spiegel":
Die Schauspielerin Marina Gregg mietet sich im Örtchen St Mary Mead ein. Auf ihrer Einweihungsparty stirbt ein Gast aus dem Dorf durch einen vergifteten Cocktail - offenbar hat der Anschlag Marina Gregg gegolten... - Puh. Der Film macht es auch nicht viel besser als die Hollywood-Version mit Liz Taylor u. a.; irgendwie gerät alles zu lethargisch und nicht einmal der Auftritt des von mir sehr geschätzten John Castle als Inspektor Craddock kann das retten.

"Fata Morgana":
Miss Marple besucht ihre Jugendfreundin Carrie Louise, deren Ehemann Lewis eine Art Besserungsanstalt für jugendliche Kriminelle leitet. Da sagt sich ihr Stiefson Christian Gulbrandsen an, der offenbar etwas Wichtiges auf dem Herzen hat - doch kaum angekommen, ist er schon tot. Warum - und wer war es? - Ich mag den Film weniger wegen der Krimihandlung, sondern aus anderen Gründen: Der erste heißt Jean Simmons. Der zweite besteht in der schönen, wehmütigen Schlussszene. Der Rest ergibt sich aus den unterhaltsamen Nebenhandlungen und insgesamt dem guten Personal.

Das war dann ein doch etwas längerer Überblick. Falls der Eindruck entstanden sein sollte, die fünf Sterne wären etwas zu großzügig, weil an einigen Filmen doch Kritik geübt wurde: Ich bin für jede Minute mit Joan Hickson dankbar. So - das war's dann auch!
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am 17. Oktober 2008
Die BBC-Verfilmungen sind von 1984, haben also schon ein paar Jahre auf dem Buckel.

Die Filme nach den Geschichten von Agatha Christie wurden recht gut an die Bücher angelehnt und zeigen neben eine Miss Marple wie sie im Buche steht auch wunderschöne englische Landschaften - ebenso wie sie Agatha Christie in ihren Büchern beschrieben hat.

Seit 10 Jahren ist die Hauptdarstellerin nun schon tot, so wurde es wirklich Zeit die Filme auf DVD herauszubringen. 1961 trat sie in einer Nebenrolle als Zugehfrau Mrs. Kidder in dem Film 16 Uhr 50 ab Paddington neben Margaret Rutherford auf.

Als Kind habe ich die Filme immer mit meiner Mutter zusammen im Fernsehen geschaut, so habe ich eine besondere Beziehung zu den Filmen.

Im Fernsehen lief jeder Film als Mehrteiler, so war ich etwas überrascht dass es "nur" 12 Filme gibt. Durch die Aufteilung als TV-Serie kam es mir viel mehr vor.

Schade ist nur, dass man die Folgen der TV-Serie einfach so auf DVD gebrannt hat und dass es alle 50 Minuten einen Abspann und wieder einen Vorspann gibt. Daher 1 Punkt weniger!
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am 23. März 2010
1.000 Dank an die BBC für diese herrliche Serie!

Joan Hickson ist die von Dame Agatha Chistie persönlich ausgewählte Miss Marple. Diese Vorschusslorbeeren rechtfertigt J.H. zu 100%. Sie spielt alle vorherigen wie nachfogenden Interpretinnen dieser Figur (selbst Angela Lansberry, die ich für die ideal Jane Marple hielt, als ich sie in "Zeit der Wölfe" sah - bis DIESE Serie kam!) an die Wand.

Ich mag eigentlich alle 12 Filme, weil es sich um die buchgetreuste aller Verfilmungen handelt. Vieles Positive ist bereits geschrieben. - Altbacken/hölzern/spießig? Vielleicht, aber ein Kritikpunkt? Die Filme spielen im Nachkriegsengland, da war "die Welt nunmal so", weil sich nach dem Kriegschaos jeder ein wenig Ordung wünschte.

Daher beschränke ich mich auf das, was für mich letztendlich zum Abzug eines Bewertungssterns führte (dieser Teil KANN für diejenigen, die weder Romane noch Filme kennen, Spoiler enthalten !!!) Dass zwei der zwölf Filme nur Original (mit zuschaltbaren Untertiteln) vorliegen, stört mich nicht!:

A die Serie allgemein
- Zu wenige Folgen! Leider wurden - im Gegensatz zu Hercule Poirot - die Kurzgeschichten nicht verfilmt. Besonders die die wichtigsten Charaktäre einführende Sammlung "Der Dienstagabendclub" vermisse ich.
- Die DVDs sind in der Reihenfolge der Bucherscheinungen und nicht der chonologischen Handlung sortiert, was zu dem Paradox führt, dass J.M. in "Nemesis / Das Schicksal in Person" (DVD 7) von dem (mitlerweile verstorbenen) Mr.Rafiel mit einem Ermittlungsauftrag betraut wird, obwohl sie ihn erst später in "A caribbian mystery / Karibische Affäre" (DVD 10) kennenlernt. Das tut keiner der beiden Folgen an sich wirklich Abbruch, aber insgesamt ist es ein wenig irritierend. B.t.w. in beiden Fällen herrlich: Mein "Columbo"-Lieblingsmörder Donald Pleasence als ebenjener schrulliger Mr R.!

B die Folgen selbst (hier steht nicht zu jeder Folge etwas, dafür aber auch mal positive Sachen ;-) )
- "A murder is announced / Ein Mord wird angekündigt" (DVD 3): Obwohl ich hier das Buch nicht kenne, wußte ich, wer der Mörder ist, als das Licht wieder anging - die "alte" Opfer-Täter-Vertauschung (kommt noch 2x, aber weniger offensichtlich). Bin mir selbst noch unklar, ob das positiv oder negativ ist. B.t.w. das Lesbenpaar ist herrlich (Wortwitz!), auch wenn ihm keine gute Zukunft gegönnt wird - musste halt damals so sein :-(
- "A pocketfull of rey / Das Geheimnis der Goldmine" (DVD 4): Auch hier kenne ich den Roman nicht. Mglw. hab ich was verpasst, aber wie kommt Miss Marple auf die wahre Identität des Täters? Ich vermute ein Anagramm, bin aber nicht 100% sicher. Erwähnt wird es leider nicht.
- "Sleeping murder / Ruhe unsanft" (DVD 6): Ein wunderbares Spiel mit dem Paranormalen - sieht Gwenda Gespenster, wird sie verrückt, oder kann das alles irgendwie wahr sein? - ohne zu einem Zeitpunkt Gefahr zu laufen, dass es übertrieben oder lächerlich wirkt. Da ich neben Krimis vor allem "Phantasy" und "Mystery" mag, kann es kaum verwundern, dass dies meine Liebling-Miss-Marple-Folge ist! ;-)
- "4:50 from Paddington / 16 Uhr 50 ab Paddington" / (DVD 9): Der wahrscheinlich bekannteste Miss-Marple-Fall; und gerade deshalb ist es mir vollkommen unverständlich, warum der Mörder bereits ganz am Anfang, ja sogar VOR dem Mord, identifiziert wird!? Eine Frau u. ein Mann in einer Kirche. Man sieht je das Gesicht von beiden. Sie verlässt die Kirche, geht zum Bahnhof und steigt in den Zug. Ein Mann, den sie offenbar kennt, folgt ihr. Dann wird die Frau ermordet und der Mann aus der Kirche taucht als Arzt auf dem Herrensitz auf. Also bitte, wer hätt's denn sonst sein sollen???
- "They do it with mirrows" (DVD 11): Mglw. hab ich auch hier was verpasst, aber sagt Miss Marple, WIE der Mörder es getan hat (v.a. der erste Mord)?
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am 23. August 2011
Diese Fernsehserie ist sicher eine der besseren Agatha-Christie-Verfilmungen. Mit einem Blick für jedes Details und einem großen Mass an Menschenkenntnis, gelingt es Miss Marple die verborgenen Zusammenhänge zu durchschauen. Es ist immer wieder unterhaltsam zu sehen, wie diese unscheinbare alte Dame zunächst von den meisten Beteiligten unterschätzt wird, bis sie ganz zum Schluss alle Details zusammenfügt und die Lösung präsentiert.

Leider läßt die deutsche Bearbeitung die nötige Liebe zum Detail vermissen und wurde gekürzt. Die in der deutschen Fassung geschnittenen Szenen sind zwar alle als "Extras" auf der DVD vorhanden, da gehören sie aber nicht hin, sondern in den Film. Deshalb habe ich mich, nachdem ich bereits diese DVD gekauft hatte, entschlossen, mir die komplette Serie als UK-Import zu bestellen. (The Miss Marple Collection [12 DVD Box Set] [UK Import]) In der britischen Originalausgabe sind all die in dieser deutschen Ausgabe nur als "Extras" zusammenhanglos enthaltenen Szenen im Hauptfilm vorhanden!

Diese DVD enthält 5 Folgen der Fernsehserie, die auf zwei Romanen basieren, also einen 3-Teiler und einen 2-Teiler. Die Spieldauern der deutschen Fassungen betragen:
51:32, 49:42, 49:10, 50:49 und 49:21.
In der britischen Ausgabe sind es:
53:07, 53:38, 52:27, 50:56 und 52:08.
Es wurden also insgesamt fast 12 Minuten herausgeschnitten. Es ist äußerst ärgerlich, diese Szenen nur als "Extras" vorzufinden. Man sieht also z.B. die weggeworfene Lampe auf dem Speicher (die das entscheidende Indiz zur Lösung des ersten Falls ist) nicht an der Stelle im Film, wo sie hingehört, kann dann aber als "Extra" entdecken, dass es da diese Szene eigentlich hätte geben müssen. Die britische Ausgabe mag zwar etwas teurer gewesen sein und enthält keine deutsche Tonspur, aber dafür kann ich jetzt alle Szenen in der richtigen Reihenfolge sehen. Außerdem ist bei der britischen Ausgabe der Inhalt dieser DVD auf zwei DVDs aufgeteilt, so dass man sich nicht über gelegentliche Kompressionsartefakte ärgern muss.

Auf die deutsche Synchronisation sollte man sowieso möglichst verzichten. Auch wenn sie in groben Zügen der Handlung des Originals folgt, wimmelt es doch nur so von Ungenauigkeiten. Hinzu kommen auch noch offentsichtlich bewusste Sinnentstellungen. Eine andere Kritik zu der deutschen Gesamtausgabe der Serie (Agatha Christies Miss Marple Collection (6 Disc Set)) hatte diesbezüglich bereits auf die Figur der Köchin Hannah hingewiesen. Allerdings glaube ich nicht, dass sie im Original eine Schweizerin sein soll. Dies behauptet nur Miss Bunner, die keine verlässliche Zeugin ist. Aus anderen Aussagen in der Originalfassung erfahren wir, dass sie aus einer Gegend Europas kommt, bei der man in diesen ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg nur aus der Zeitung erfahren konnte, zu welcher Nation sie gerade gehört. Sie hat Greultaten miterlebt und musste Angst haben, von Uniformierten gejagt und ermordet zu werden. Leider ist es kein Einzelfall, sondern vielmehr die Regel, dass solche Filme und Fernsehserien, bei denen die deutsche Vergangenheit am Rande eine Rolle spielt, in den deutschen Synchronfassungen davon "gesäubert" werden. So ist Hannah in der deutschen Fassung eine Sizilianerin aus Palermo, die vor der Mafia geflohen ist. (Erstaunlich, dass man ihr den Namen Hannah gelassen hat.)

Auch die deutschen Untertitel übersetzen nicht die Dialoge des Originals. Man hat einfach den Text der deutschen Synchronisation mit allen Verfälschungen abgetippt. Wer sich also auf dieser DVD den Film im Original mit deutschen Untertiteln ansieht, wird bei vielen Dialogpassagen vergeblich nach irgendeiner Beziehung zwischen den gesprochenen englischen Dialogen und den deutschen Untertiteln suchen.

Mein Fazit: Diese deutsche Ausgabe hätte ich mit sparen können. Die Bestellung der britischen Originalausgabe der kompletten Reihe auf 12 DVDs war die richtige Entscheidung.
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am 9. Februar 2008
Auch wenn ich Margaret Rutherford als Miss Marple gemocht habe, so bin ich doch ein Verfechter von buchgetreuen Verfilmungen.
Ich habe diese Filme mit Joan Hickson verschlungen und freue mich, daß diese liebevoll gestalteten wirklich originalgetreuen Verfilmungen endlich auf DVD erscheinen. Die beiden nicht synchronisierten Filme sind ein willkommener Extrabonus. Die deutsche Untertitelung ist wahrlich hilfreich bei nicht sattelfesten Englischkenntnissen und m.E. meist völlig ausreichend.
Ich werde die Box sicher kaufen und hoffe, daß bis zur Veröffentlichung noch ein bißchen am Preis gearbeitet wird ;-)
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am 27. Mai 2008
wer kennt sie nicht?
das geniale dedektiv-duo hercule poirot und jane marple aus der feder der kriminalautorin agatha christie.
hier haben wir nun letztere von beiden - miss marple aus st. mary mead.
joan hickson verkörpert die figur - anders als die wohl populärere vorgängerin m. rutherford ( ebenfalls genial ) - als ruhige , zurückhaltende dame mit messerscharfem verstand , aus der die weisheit des alters spricht. hickson agiert vornehmlich im hintergrund - scheint aber seltsamerweise immer präsent zu sein auch wenn sie deutlich weniger sichtbar ist als die schrullige resolute rutherford in den vorgängerfilmen.
somit entspricht sie wesentlich mehr der eigentlichen romanfigur wie sie von agatha christie erdacht wurde.

uns werden sämtliche miss marple romane ( zwölf an der zahl ) in filmform geboten , somit relativiert sich der auf den ersten blick gesalzene preis doch etwas nach unten.
die serie ( zwischen 1984 und 1992 produziert ) zeichnet sich durch , für die bbc typische liebe zum detail und enge vorlagenanlehnung aus.
( ebenfalls außerst empfehlenswert - die hercule poirot collectionen von bbc , für die ähnliche qualitätsmerkmale zutreffend sind. )

wer ein faible für typisch englische kriminalgeschichten hat und sich an der etwas gemächlichen machart nicht stört , ist hier bestens aufgehoben.
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am 10. Juli 2010
Agatha Christy wrote many series of books with various characters. One of her most popular series were those involving Miss Jane Marple or Aunt Jane as she seems to have been just about everybody's aunt.
In this series, there is usually a mysterious murder or murders. Aunt Jane (Joan Hickson) is usually the catalyst and more then not just pushes the detective or investigator in the right direction to draw their conclusion. She also has an uncanny ability to be in the right place and at the right time to here and see, many clues related to the murder.
What we really enjoy in watching the Joan Hickson version of the tales, are not just the mysteries but also the ambiance of the English life style of the period depicted.
Unless you are an aficionado of English film, you may not realize that many of the actors besides Joan Hickson are majors in other English films and TV series.
Each film brings with it its own environment and characters. Therefore, it is impossible to tell you which ones will become your favorites. However when you pick favorites you will want to replay them again and again to pick up on the subtle nuances mist first time around.
These films closely follow the book so you will want to read the books to see what they could not squeeze in to the story.
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am 28. September 2009
Die Miss Marple Filme mit Joan Hickson anzusehen sind ein Genuss. Leider ist nach zwölf DVD's Schluss. Ich könnte noch mehr sehen. Auch die beiden englischen Versionen sind zu genießen, auch wenn man manchmal die Untertitel benötigt.

Ich hatte eigentlich vor, die DVD-Sammlung wieder zu verkaufen. Das werde ich jetzt doch nicht tun, da man die Filme in Abständen gut mehrmals sehen kann. Sind halt Klassiker.
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am 28. Juni 2013
Die Filme sind nicht schlecht, für die damaligen Verhälnise auch gut gefilmt.
Ich finde jedoch teilweise sehr in die Länge gezogen. Auch von der Schauspielerin
bin ich nicht ganz so überzeugt. Ich finden Sie kann die Miss Marple nicht zu 100% verkörpern.
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