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am 31. März 2013
Nach 1mal anschauen kann man diesen Film sicher nicht detailliert und mit ausführlicher Tiefenanalyse bewerten, aber da der Film bei mir seit Tagen nachwirkt, möchte ich gerne meine Gedanken dazu niederschreiben: Als ich vorher von Gewalt-und Horrorvisionen und Porno las, war ich aufs Schlimmste vorbereitet, aber, oje, da gibt es ganz andere Kaliber in der Filmlandschaft! Und wie viele Filme ohne Sinn, einfach nur dump...
Jedoch hier hat man Stoff zum nachdenken, und diese Ästhetik erst!, der Film wirft mehr Fragen auf, als er Antworten bietet, Fragen von grundlegender Bedeutung. Und es ist weder ein Gewalt-, Horror- oder gar Pornofilm! Menschen, die nichts von Urängsten, tiefsitzenden Traumata, Selbstbestrafung und Kindesmissbrauch (kein sexueller!) wissen, auf diese wird dieser Film sicher erschreckend und abstoßend wirken. Menschen, die meinen, sie seien nur gut, werden Lars von Trier als frauenfeindlich bezeichen. Aber all die, die um die Themen aus diesem Film wissen, werden sicher ihre Freude am analysieren haben. Und man sollte auch ein wenig Lars von Triers Seelenzustand kennen, um Zugang zu diesem Film zu bekommen.
In einem Interview auf der DVD redet er mit einer berührenden Offenheit über seine Ängste. Mehr aus seinem Inneren erfährt man aus seinem Tagebuch auf der DVD bei seinem Film "Idioten".

Zum Inhalt ist in anderen Rezensionen bereits genug gesagt, so bleibe ich bei den Fragen, die sich für mich bis jetzt aus diesem Film ergeben haben:
Was tut man alles in seiner Verlust-und Verlassenheitsangst? Wie weit geht der Missbrauch an meinem Kind, um es an mich zu binden? (Hier sind es nur die Schuhe, es gibt weitaus Schlimmeres und vor allem: Subtileres!) Darf ein Partner des anderen Therapeut sein? Wie weit geht die Vergebungsbereitschaft innerhalb einer Beziehung (in dem Fall, als der Mann bemerkt, dass die Frau das Kind missbraucht hat)? Wie reagiert man, wenn man die tiefste Angst seines Partners entdeckt? Woher kommt das Böse im Menschen? Sind es nur die Frauen, die böse sind? Sind Frauen überhaupt die Böseren? Wie bestraft sich ein Mensch selbst für seine Fehler bzw. Sünden oder hier weitergehend: für sein inneres Gefühl, durch und durch böse zu sein? Wie bestraft man sich, wenn man sexuelle Lust lebt auf Kosten eines anderen? Wohin mit diesem Gefühl, böse zu sein? Wo gibt es Heilung? Ist eine Partnerschaft ein geschützter Raum? Warum kann man nicht aussprechen, wie es einem wirklich geht und was einen tief im Inneren belastet? Und wenn, warum hört der andere nicht zu und bagatellisiert dies?

Man darf nicht vergessen: Der Film heißt Antichrist und für mich läuft es genau darauf hinaus: Wo der Antichrist herrscht bzw. Raum hat, da ist Angst und keine Liebe. Da ist Sexualität aber ohne seelisch- verbindender Nähe. Keiner der beiden "ist in der Liebe" oder entscheidet sich dafür, sie können es auch nicht, weil sie in der Spirale aus Angst und daraus entstehender Gewalt gefangen sind. Die Frau hat Angst vor dem Verlassenwerden, noch viel mehr vor sich selbst, der Mann hat nur noch Angst vor der Frau und dem nahendem Tod. Und am Schluss weiß man, was aus dieser Angst wird. Ob die Frau psychotisch bzw. wahnhaft wird? Ich mag es bezweifeln. Wenn Angst einmal Raum hat, dann sprengt sie alle Grenzen. Wer war zum Schluss nun böser? Der Mann oder die Frau? Der Mann, der erst der erhabene Therapeut war, was war er am Schluss? Ich schreibe es hier nicht.

Ein Leben ohne Liebe wird im Desaster enden, auf welche Art auch immer. Jeder gute Therapeut weiß: "Nur die Liebe heilt, nicht die Therapie". Und Lars von Trier bringt nach seinen Aussagen seine Therapieerfahrungen sarkastisch in diesen Film ein. Ja, das mag ich gern glauben.
Der Film ist für mich ein eindringlicher Aufruf zu einem Leben, wo die Liebe Raum hat.
Ein Punkt Abzug für manche Länge und dass man die Themen einem größeren Zuschauerkreis hätte zugänglicher machen können. Denn wer sich mit Tiefenpsychologie befasst und auskennt, braucht im Grunde nicht diesen Film.
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am 29. Dezember 2014
Wie man sehen kann gibt es hier ganz schön unterschiedliche Meinungen zum Film. Ich persönlich habe auch nicht wirklich die Bedeutung jeder einzelnen Szene verstanden. Aber letztlich ist mir das auch nicht wichtig. Da geht es mir bei Antichrist wie bei so manchem Film von David Lynch. Das Gesamterlebnis zählt - und das ist (zumindest für mich) wahrlich beeindruckend. Und Charlotte Gainsbourg spielt einfach grandios!
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am 7. März 2017
der Film ist nur etwas für Leute die auch nicht zu " weich " sind. Das ist schon harte Kost
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am 23. April 2014
Sehr gut gemachter Film. Nichts für schwache Gemüter.
Fängt etwas schwach an meiner Meinung nach, wird
aber mit der Zeit spannender.
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am 18. Juli 2013
... aber richtig gut gemacht!

Den Film kann man nicht beschreiben, man muss ihn gesehen haben! Und selbst danach, ist eine Beschreibung unmöglich!
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am 1. Februar 2012
Da es hier bereits sehr detaillierte Rezensionen gibt, wäre es überflüssig, das Gesagte noch einmal in der Form zu wiederholen.
Es überzeugen sowohl die schauspielerischen Leistungen von Gainsbourg und Dafoe, als auch die rein bildliche/filmische Darstellung, die typisch für von Trier ist.
Wenn man allgm. genug mit Sex- oder Gewaltszenen konfrontiert wird, sollte man vllt. überlegen, keine FSK-18 Filme anzuschauen.
Abgesehen davon, finde ich diese in diesem Film nicht übertrieben, sondern gut und im Zusammenhang sinnvoll dargestellt (bspw. bestimmte wiederholende Elemente) oder der Wechsel zwischen Zuneigung und Verachtung zwischen den Eheleuten.
Ich persönlich fand den Film von Anfang bis Ende spannend, interessant und ästhetisch hochwertig.
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am 8. Oktober 2014
*
Es ist interessant zu lesen, wie manche Rezensenten versuchen, die Handlung des Filmes und seine Bildersprache zu analysieren.
Doch wenn man sich den Lebenslauf des Regisseurs und die Enstehungsgeschichte des Filmes ansieht, sowie allgemein die üblich präsentierte Frauendarstellung dieses Mannes ... so ist "Antichrist" meiner Meinung nach nichts weiter als Herrn von Triers Psychogramm in Bildern.
"Antichrist" ist krank und wirr. Ein paar hübsche Bilder. Ansonsten gepflegte Langeweile unterbrochen von Momenten des absoluten Terrors. Oder um es mit den Worten des sprechenden Fuchses zu sagen: "Das Chaos regiert!" Und zwar im Kopf seines Erschaffers.
Für Fans des psychologischen Horrors (zu denen ich leider weniger gehöre) sicherlich sehenswert.
Ekelszenen inklusive (Stichworte: "abgeschnittene Klitoris" & "blutiges Ejakulat").

Ich rätsele auch, warum der Titel nun "Antichrist" lautet. "Die Mächte des Wahnsinns" oder "Lunatic" wären treffender gewesen. Ja, ich weiß, die Protagonistin beschäftigt sich literarisch mit der Hexenverfolgung (in ihrem ansteigenden Wahn glaubt sie sogar an einen realen Teufelspakt aller Frauen). Dennoch hat dies mit dem biblisch erwähnten Antichristen eigentlich kaum was zu tun.
Es wurde im Netz schon darüber sinniert, daß die Natur quasi als Satans Kirche fungieren kann (ziemlich verleumderisch gegenüber dem (Neu)heidentum). Und dargestellt soll der Kampf eines aufrechten Mannes gegen einen bösartigen Succubus sein (Misogynie?). Andere wiederrum haben die Dämonen außen vor gelassen und stattdessen die losgelassene weibliche Sexualität als Sinnbild der wilden (Ur-)Frau, der natürlichen Hexe oder gar heidnischen Göttin darin gesehen (es wird esoterisch).
Der bedrohliche Wald und die (sprechenden) Tiere wiederrum sollen Märchen wiederspiegeln oder gar den Animismus (als Totemtiere).
Die Interpretationen schlagen ungezügelt Wurzeln.
Immerhin bietet der Film viel Raum zum Spekulieren und Philosophieren. Ich habe es immerhin auch versucht (ich suche gerne nach versteckten Botschaften in Filmen). Aber letzen Endes ist Irrsinn manchmal eben doch nur Irrsinn. Ich ziehe definitiv eine weniger drastische (ekelhafte) Bildersprache in bedeutungsschwangeren Filmen vor. Eine subtile Botschaft. Eine die weniger provoziert, sondern zum stillen Nachdenken anregt.
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am 10. April 2010
Auf Lars von Trier bin ich durch "Braking the waves" aufmerksam geworden.

Als Anhänge von tiefgründigen Psychofilmen habe ich eine Weile gehadert, ob ich mir "Antichrist" nun anschaue oder nicht. Die Neugier hat schließlich gesiegt.

Der Film hängt mir in Sequenzen noch nach einer Woche nach. Und zwar mit einigen Bildern. Weniger mit Zusammenhängen.

Die muss ich mir zusammenkramen, und trotzdem bleiben sie fragmentarisch:

O.k., die menschliche Seele ist abgründig. Oft trennt die eine von der anderen Seite nur ein Grad. Sowohl Handeln als auch Nichthandeln führt (bei anderen) zu Handlungen und (bei sich selbst) ggf. zu Schuld.

Das war es dann aber auch. Für mich keine neuen Erkenntnisse.

Insgesamt fand ich, in tiefenpsychologischer Auseinandersetzung geübt, den Film, wenn auch extrem überzeichnet, noch "nachvollziehbar". Die Bildersprache schon außergewöhnlich.

Beim Anschauen des Interviews mit dem Regisseur war ich erstaunt: Ich hätte mir Lars von Trier anders, exentrischer vorgestellt. Eher in Richtung Schlingensief. Tatsächlich erinnerte mich sein Auftreten eher an die Aussage von den "tiefen Wassern".

Am interessantesten an "Antichrist" finde ich eigentlich den Sekundärschauplatz: Ein bekannter Regisseur dreht einen Film. Die Filmkritiker widersprechen sich und machen viel Wind - und immer mehr Menschen, und so auch ich, meinen dann, den Film gesehen haben zu müssen. ;-)

Wozu? Mh...

Für die Tatsache einer ungewöhnlichen Komposition an sich evtl.. Essentiell finde ich z.B. "Braking the waves", die Werke von Michael Haneke (weil analytischer) oder "Das Experiment" (meine Referenz ;-) ) aussagekräftiger und damit gewinnbringender.

Wo Haneke schon genannt wurde: Sowohl dessen als auch von Triers Filme sind in meinen Augen eine Auseinandersetzung wert. Weil sie über Unterhaltung weit hinaus gehen. Haneke eher analytisch-distanziert, von Trier mehr aus der Zerrissenheit und dem Grauen der Innenperspektive heraus.

Wobei mir der hier rezensierte Streifen eindeutig zu bildlastig daherkommt.
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am 28. August 2010
die story selbst wurde schon hinreichend beschrieben.
somit möchte ich mich auf meine meinung zu ANTICHRIST beschränken.

ANTICHRIST ist kein direkter, klassischer horrorfilm- und doch von einer immensen intensität (sowohl von der atmosphäre als auch von den SEHR detailierten gewaltdarstellungen, bei denen mich sehr wundert, dass der film trotz fsk 18 nicht von den zensur-moralisten kastriert wurde. aber vielleicht geschieht das ja noch im nachhinein.)
der film sollte definitiv NICHT von zartbesaiteten personen geguckt werden, denn an vielen stellen ist der film mit seinen bildern und der meisterlichen schauspielerischen darstellung durch gainsbourg und dafoe beinah physisch regelrecht schmerzhaft. kein film für einen lauschigen dvd- abend mit freunden. wenn man sich auf diesen film komplett einlässt erlebt man einen filmgewordenen albtraum (das ist als positiv zu werten). selten hat mich ein film so berührt und erschreckt (höchstens der französische überfilm INSIDE). ein film, der nachwirkt.

ANTICHRIST ist eine klare empfehlung für alle liebhaber des besonderen films, und wider dem mainstream- kino.
bei der SE auch unbedingt alle extras anschauen. lohnt sich.

klare kaufempfehlung für einen außergewöhnlichen und sehr anspruchsvollen film.

und nochmals der hinweis: der film beinhaltet einige WIRKLICH sehr heftige und schwer zu verdauende szenen!!! das sollte man vor dem ansehen berücksichtigen.
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am 11. April 2010
Zugegeben: beim Schauen dieses Filmes hatte ich manchmal das Gefühl, mich zu langweilen. Allerdings hat der Film eines, was die wenigsten Filme haben: er ist extrem nachhaltig.

Immer wieder versuche ich, die Psyche der Hauptdarstellerin zu verstehen, was mir auch ab und zu fast gelingt.

Erst die Bonus-CD mit den Interviews (vorallem mit Lars von Trier) sowie das Making Of des Films brachten mich zu den Erkenntnis, daß es wirklich Kunst ist!

Die Bilder! Und am meisten: die Musik, bzw. Geräusche! Man sollte unbedingt darauf achten!

Ich glaube, man braucht die Denkweise des Lars von Trier um den Film wirklich letztendlich zu kapieren. Ich finde den Mann faszinierend. Mit ihm als Regieseur würde selbst ich vor der Kamera stehen wollen. Ich finde, er kann zaubern.

Wie oft habe auch ich abstrakte, schaurige Träume, von denen ich erwache und denke "das wäre ein toller Film, wenn es jemand drehen könnte". Lars von Trier könnte es...

Ich verstehe wirklich nicht, was an dem Film schlecht sein soll. Nur bin ich froh, daß er ab 18 ist. Ich werde ihn auf jeden Fall bis dahin vor meinen Kindern verstecken!

D.
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