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am 19. Januar 2010
Diese Aufnahme von 1979 ist legendär, es handelt sich in meinen Augen um Bernsteins beste Aufnahme dieser von ihm so hoch eingeschätzten Sinfonie. Die klangtechnisch überlegene und ebenfalls eindrucksvolle Digitalaufnahme mit dem Concertgebouw Orchester erreicht nicht mehr diese Intensität. Man spürt hier geradezu die Hingabe des Dirigenten, der sich auch mehrere Male durch Mitsummen und einige Seufzer bemerkbar macht. Die Berliner Philharmoniker lassen sich hörbar auf die Präferenzen Bernsteins ein, ohne jedoch ihren für die damalige Zeit charakteristischen Klang zu verlieren. Sie klingen zwar anders als unter Karajan, aber dennoch nicht vollkommen ausgewechselt. Der Live-Mitschnitt des RIAS wurde 1992 von DG veröffentlicht und hatte einige typische klangtechnische Unzulänglichkeiten. Insofern ist es erfreulich, dass DG diese Aufnahme nun nochmals digital restauriert hat. Das Klangbild ist jetzt kompakter und sauberer, jedoch bleibt die unersetzliche Atmosphäre einer Live-Aufnahme erhalten. Die c.a.82 min Musik finden jetzt zudem auf einer einzigen CD Platz, so muss man die Discs nicht wie noch bei der alten Edition nach dem zweiten Satz wechseln.
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am 13. November 2003
Bei allen Lorbeeren, die einst Sir John Barbirolli und in unseren Tagen Claudio Abbado für ihre Interpretation der 9. von Mahler am Pult der Berliner ernteten bzw. ernten, wird häufig vergessen, dass auch Leonard Bernstein sich die 9. nicht nur in New York von der Seele dirigiert hat; nein, auch die Berliner Philharmonie bekam die Präsentation von Mahlers Mikrokosmos, den der Amerikaner zu seinem eigenen gemacht hatte, zu hören. Anders als Barbirolli und Abbado, die ihren Mahler mit kontrolliertem Feuer abwickeln und dabei ein bestimmt hervorragendes Ergebnis ihrer Werksicht hinlegen, gilt Leonard Bernstein Kalkül nichts. Hier brodelt es, hier ufern die Leidenschaften aus - tief expressionistisch gibt sich die 9. hier. Durch die ganze Sinfonie zieht sich eine jiddisch anmutende, wie ein Seufzer klingende Melodie. Es ist nicht Mahlers Schwanengesang, wie wir vom Vorhandensein einer 10. Sinfonie wissen; doch selten hat sich Mahler musikalisch so intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt. Immer wieder wird die Melodie unterbrochen - vergeblich aber wartet man auf den Verzweiflungsausbruch oder eigentliche Schicksalsschläge, wie wir sie z.B. im Schlusssatz der 6. Sinfonie in Form von erschütternden Hammerschlägen hören. In der 9. gibt es keine Erlösung: da wird gegrübelt, gehadert, gerungen - am Ende aber bleibt der Mensch allein zurück mit seinen Fragen. Musikalisch bietet Bernstein nicht anders als Barbirolli oder Abbado ausgefeiltestes Ensemblespiel; es ist kein Geheimnis, dass das Orchester bei Mahler sowohl kammermusikalisch als auch im großen Gesamtklang präzise agieren muss, von den Instrumentalisten wird Äußerstes abverlangt - und genau das bringen die Berliner Philharmoniker in diesem Live-Mitschnitt. Huster und diverse Rascheleien aus dem Publikum trüben das Klangbild, doch die interpretatorische, höchst subjektive Leistung als Dokument eines der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts hat die Bewertung von 5 Sternen allemal verdient. Endlich ist diese Aufnahme wieder zu haben, und das zum Kampfpreis! Kaufen!!
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am 7. April 2010
Neugrierig geworden durch viele Rezensionen, auch hier durch Phillip Ochman's Kritik habe ich mir diese Interpretation von Mahlers 9. Sinfonie letztlich gekauft.
Über sehr weite Strecken ist es wohl die bestechendste, und was vor allem den letzten Satz betrifft, die intensivste Interpretation Mahlers Neunter die ich kenne. Selbst für Bernstein Verhältnisse, ist die Interpretation von solcher glühender Intensität, dass sie stellenweise erschüttert.
Das Wechselbad zwischen Hoffnung, Tragik, Leben und Tod wird hier in Vollendung dargeboten. Man höre sich nur die Übergänge im letzten Satz zwischen den ruhigen, -dem "Jetztsein" entrückten- Stellen zu den heftigen Streichereinsätze an. Das wird mit solcher Wucht gespielt, dass ich beim ersten Hören richtig erschrocken bin (ich dachte jeden Moment, jetzt reißen die Saiten der Streicherbögen). Auch Bernsteins körperlicher Einsatz ist hörbar (poldern auf dem Dirgentenpodest, Ausrufe, Seufzer etc.).
Leider gibt es einen legendären Faux-pas im Höhepunkt des Adagios, die Posaunen versagen komplett den Dienst. Dies ist wirklich sehr, sehr schade, und verwundert gewaltig bei einem derartigen Spitzenorchester.
Dennoch, bleibt es die packendste Einspielung. Chapeau Bernstein!

Welche Interpretationen sind noch zu empfehlen:
Bernsteins frühe Einspielung mit den New Yorkern (1965), sehr stringent und wunderbare Aufnahme, Bernstein's Einspielung mit dem Concertgebouw Orchesta 1987 ist wohl die Einspielung mit der besten Orchesterleistung, der berühmte Höhepunkt im Adagio ist so gewaltig, da bleibt einem die Spucke weg!
Bruno Walter's Einspielung in den dreißigern, sehr gut, aber leider etwas zu schnell.
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am 15. Juli 2001
Es ist sehr zu bedauern, dass diese Aufnahme in Deutschland momentan nicht mehr greifbar ist, handelt es sich hier doch nicht nur um das Dokument des einzigen Zusammentreffens Leonard Bernsteins mit den Berliner Philharmonikern, sondern zugleich auch um eine der besten Einspielungen von Mahlers Neunter im gesamten Katalog. Bernsteins Interpretation ist alles andere als ein ruhig und souverän daherfließender Abgesang auf das neunzehnte Jahrhundert und die Tonalität, stattdessen geprägt von einer großen Versehrtheit, die es nicht unbedingt einfach macht, die Symphonie am Stück zu hören. Im ersten Satz wird deutlich, dass es sich hier nicht länger um das dualistische System des Sonatensatzes handeln kann; es wird ständig von neuem versucht, ein Lied zu singen, und stets bricht von außen eine gewalttätige Macht herein, die das Zuendesingen des Liedes stört. Zweiter und dritter Satz sind selten so nahezu restlos ausgeleuchtet und zugleich mit solcher Intensität gegeben worden. Das Adagio schließlich, wie gesagt, kein genießerisches Schwelgen für die Karajan-verwöhnten Ohren, sondern ein verzweifeltes Gebet fern aller Pathetik, ein sehrender Schlusshymnus. Es ist schon erstaunlich, wie Bernstein über seinen emotionalen Zugang zu dieser Musik mehr Transparenz erreicht als beispielsweise Pierre Boulez mit seinem analytischen Ansatz. Höchste Bewertung für die Interpretation, insgesamt ein Stern(chen) Abzug auf Grund der nicht immer ganz präsenten Aufnahmetechnik.
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am 15. April 2009
Mitschnitt eines Benefizkonzerts bei den Berliner Festwochen 1979. Tief empfundene, expressive und zugleich auch sehr exaltierte Aufnahme von Mahlers letzter vollendeter Symphonie. Aufnahmetechnisch leider nicht optimal gelungen mit einigen Schärfen. Ich persönlich bevorzuge die Aufnahmen mit Karajan und dem selben Orchester und Giulini mit dem Chicago Symphony Orchstra. Dennoch: für alle Liebhaber Bernstein'scher Emotionalität (4.Satz!) ein Muss.
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Leonard Bernstein hatte ein besonders inniges Verhältnis zu Gustav Mahlers letzter vollendeter Sinfonie. Es ist sicherlich nicht verwegen, zu behaupten, dass ihn geradezu ein Liebesverhältnis mit dieser Musik verband. Das zeigt sich auch an seiner Diskographie hinsichtlich Mahlers Neunter, nahm er sie doch häufiger auf als andere Mahler-Sinfonien. Besondere Begeisterung hegte er für die beiden Kopfsätze, jenen so komplexen, an Themen und Modulationen überreichen ersten Satz, den viele Musikwissenschaftler für das Beste halten, was Mahler jemals komponierte; und jenes wundervolle, tief empfundene Adagio des Schlusssatzes, das in seiner Tiefgründigkeit sowohl an das Finale der dritten wie der vierten Sinfonie des böhmisch-österreichischen Tonsetzers gemahnt. Die zwei Binnensätze enthalten derb verzerrte Tänze mit leichter zugänglichen Themen und Motiven.
Die hier vorliegende Einspielung der Neunten ist eine der späteren, entstanden im Rahmen eines Live-Mitschnitts aus dem Jahre 1979. Bernstein dirigiert hier die Berliner Philharmoniker. Die Tonqualität ist den Umständen entsprechend zufrieden stellend, wobei sich ein leises Rauschen hin und wieder nicht überhören lässt. Entschädigt wird der geneigte Hörer allerdings durch die Brillanz und Authentizität der Interpretation: Bernstein hat Mahlers Neunte immer innig und verinnerlicht dargeboten, doch hier und mit den Berlinern gelingt ihm eine Glanzleistung der Extraklasse. Jeder Satz, jeder Tanz, jedes Motiv atmet, lebt und schwingt geradezu. Die Nuancen sind treffend gesetzt, reihen sich fraglos perlend aneinander. Dabei bleibt der Vortrag stetweg transparent und nachvollziehbar. Man spürt, dass Bernstein das Orchester auf diese Sinfonie eingeschworen hat, und dass auch jeder einzelne im Plenum die Musik zu lieben scheint.

Fazit: Vielleicht die beste, auf jeden Fall aber die ehrlichste und am meisten empfundene Interpretation der Neunten Gustav Mahlers!
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am 24. Dezember 2016
Bernstein, Berliner Philharmoniker, 1979

1. Satz: Andante comodo 27:37
2. Satz: Im Tempo eines gemächlichen Ländlers 15:54
3. Satz: Rondo-Burleske 12:05
4. Satz: Adagio. Sehr langsam und noch zurückhaltend 26:11

Machen wir es kurz: Das ist wild, das ist infernalisch, das emotional hoch aufgeladen; das ist der Abschied selber und der Tod und nicht bloß die künstlerische Umsetzung. Das ist nicht Mahler allein, das ist Bernsteins Mahler, Bernstein selbst. Keinem Dirigenten hat Mahler lebensweltlich und sozusagen existentiell so viel bedeutet wie Bernstein, der sich als Dirigentenkomponist und Jude als Mahlersche Reinkarnation sah, und so entfernte sich jener seit seinem wohl noch recht „objektiven“ New Yorker Zyklus immer mehr von gemäßigten Interpretationen und legte soviel Ego in den sinfonischen Kosmos, dass man schon bereit sein muss, jene Exzentrik zu akzeptieren.

Die Berliner Einspielung, bei der Karajan heimlich in seiner Loge gesessen und Tränen geweint haben soll (was für Klatschbasen Klassikfans aber auch sind; so eine gequirlte Mäusekacke), ist noch eigenwilliger als die Amsterdamer, die durch ihren viel zu breiten und langsamen letzten Satz kaum noch Spannung aufbauen konnte und ins Weinerliche abdriftete. Bernstein erlaubt sich wohl auch Eigenmächtigkeiten gegen die Partitur; manche sprechen vom Weiterkomponieren statt vom Dirigieren, aber was will das angesichts der Wucht und der Tiefe der ersten Sätze besagen?! Wer das live 1979 in der Berliner Philharmonie erleben durfte, dem glaube ich gern; dass er für alle anderen Deutungen unempfindlich geworden ist; ein Diktum, das auch für Abbado 1999 gilt. Aber vor Ort in Lennys Schatten und Hörweite entfaltet das Konzert natürlich einen ganz anderen Reiz als ganz nüchtern auf Tonträger.

Schon der 1. Satz ist so bewegt und tragisch angelegt, dass man zweifelt; wie das im letzten eigentlich noch weitergehen soll; auch oder gerade weil Transparenz und Durchhörbarkeit immer wieder mal der totalen Emotion geopfert werden. Nur in dieser Interpretation droht in den beiden Binnensätzen wirklich alles zu zerfallen, das Fratzenhafte, Vulgäre und Böse wird hier so herausgestellt, dass einem ist, als kratze jemand mit den Fingernägeln die Tafel entlang. Das Adagio, wiewohl nicht so gedehnt wie im dritten Zyklus, vermag freilich nicht mehr diese Sogwirkung zu entfalten, weil trotz oder wegen der harten Kontraste zum grotesken Tanz vorher sich zumindest für mich keine Einheit der Sinfonie mehr herstellen lässt. Ein interessante Aufnahme, aber nicht die meine!
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am 19. Februar 2010
Man merkt der Aufnahme an, daß sich Leonard Bernstein intensiv mit Mahler und seiner Musik beschäftigt hat. Sie ist ja zum Spielen und erst recht zum Hören etwas schwieriger als die Musik vergleichbarer Komponisten. Dieser Aufnahme merkt man die spieltechnischen Schwierigkeiten nicht an; man hat den Eindruck, daß die Musiker ganz in Mahlers Musik aufgehen. Trotz der Komplexität der Musik schafft es Bernstein in seiner Interpretation, dem Zuhörer Einzelheiten erkennbar zu machen.
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