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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
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4,9 von 5 Sternen
Anvil! - Die Geschichte einer Freundschaft (OmU)
Format: DVD|Ändern
Preis:8,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

VINE-PRODUKTTESTERam 6. Februar 2010
Wenn sich ein Jahr dem Ende entgegen neigt, wirft man bekanntlich gerne mal einen Blick zurück auf die letzten zwölf Monate, um zu sehen was einen am meisten beeindruckt hat. Im filmischen (Musik-)Bereich war das der Streifen The Story of Anvil (komplett in englischer Sprache). Wie der Name schon verrät, eine Dokumentation über die kanadische Heavy Metal-Band ANVIL, die heutzutage nicht mehr gerade zu den Bekanntesten gehört und schon seit vielen Jahren ein Underground-Dasein fristet - wenn man ehrlich ist, eigentlich schon seit ihrem Debütalbum aus dem Jahr 1981. Denn trotz starker Alben wie Metal on Metal (1982) und Forged in Fire (1983), hat es für den Durchbruch nie gereicht. Über die Gründe lässt sich treffend spekulieren. Liegt es daran, dass sie gerade aus Kanada kommen und dabei abseits der großen Schmelztiegel für harte Musik (in den 80ern Los Angeles und San Francisco) beheimatet sind? Liegt es daran, dass ihre späteren Alben stets einen eher suboptimalen Sound hatten, wie Bandchef Lips im Film erwähnt? Oder waren sie mit ihrem speedigen Metal einen Hauch zu früh dran, genauso wie ihre Landsleute Exciter, die ein ähnliches Schicksal fristen? Gerade im Bezug auf diesen Punkt sagt Motörheads Lemmy Kilmister zu Beginn des Films einen ganz entscheidenden Satz: Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - bist Du es nicht, schaffst Du es niemals!

Gedreht wurde die Dokumentation von Sacha Gervasi. Früher selbst großer Anvil-Fan, welcher der Band als junger Kerl sogar hinterher reiste, sie später aber (wie so viele andere) aus den Augen verlor. Beeindruckt von Anvils Durchhaltewillen, beschloss er hierüber einen Film zu drehen. Allerdings ist hieraus keine umfassende Historie geworden, sondern er hat Sänger/Gitarrist Steven "Lips" Kudlow, Schlagzeuger Robb Reiner und ihre beiden Mitmusiker im Heute begleitet. Nur selten wird dabei ein Blick zurück geworfen. Lediglich am Anfang erfolgt dieser. 1984, Superrock-Festival Japan: Anvil teilen die Bühne mit den späteren Platin-Acts Scorpions, Whitesnake und Bon Jovi und spielen vor einer fünfstelligen schier unendlich scheinenden Menschenmasse. Musikerkollegen wie Slash (Guns 'n Roses), Scott Ian (Anthrax), Tom Araya (Slayer) oder auch Lars Ulrich (Metallica) geben Kommentare ab, wie toll die Kanadier doch seien. Schnitt - Ontario heute: Anvil spielen nur noch in einer Sportkneipe vor geschätzten 50 Leuten - haben aber trotzdem ihren Spaß.

Im Folgenden begleitet Gervasi vor allem Lips und Reiner in ihr privates Umfeld, zeigt wo und wie sie leben, welchen Jobs sie nachgehen müssen um ihre Familien zu ernähren und um sich ihren persönlichen, kleinen Rockstartraum auch nach über 25 mehr oder weniger erfolglosen Jahren leben zu können. Sehr zum Missfallen einiger Leute aus ihrem Umfeld. Die Verachtung der "Spinnerei" ihres Bruders steht Robb Reiners Schwester regelrecht ins Gesicht geschrieben. Aber gerade diese immer noch bestehende kindliche Begeisterung, die des Öfteren aufblitzt, macht diese Band so authentisch. Diese Freude kommt auch auf, als Anvil recht überraschend eine Europatour angeboten bekommen, die es Anvil ermöglicht auch auf einigen Festivals zu spielen (u.a. Sweden Rock und Bang-Your-Head) und dort alte Idole zu treffen. Wie Lips spontan einen Interviewer zur Seite schiebt, nur um Schlagzeuger Tommy Aldridge (u.a. Whitesnake, Thin Lizzy) die Hand schütteln zu können, hat schon etwas Sympathisches. Aber wie so manches in der Geschichte von Anvil, verläuft auch die "große Chance Europa" nicht so wie man es sich vorgestellt hatte. Und irgendwann gewinnt man als Zuschauer den Eindruck, man würde einer neuen Version von This is Spinal Tap beiwohnen. Nur mit dem Unterschied, dass das hier echt ist.

Und so geht es noch eine Zeitlang, bis der rund 80-minütige Film irgendwann sein Ende nimmt. Besonders eindringlich ist immer wieder die klar dargestellte Beziehung zwischen den alten Weggefährten Lips und Robb, die wohl mehr wie nur Freunde sind, fast Brüder. Der alte Spruch Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, trifft hier voll zu. Besonders als Anvil noch einmal die Chance bekommen mit Christ Tsangerides in England eine Platte aufnehmen zu können, die später unter dem Namen This ist Thirteen die Welt erblicken sollte. Zu Ende geht The Story of Anvil dann dort wo er begonnen hat: in Japan. Die Band bekommt noch einmal die Möglichtkeit im Land der aufgehenden Sonne bei einem Festival aufzutreten. Die Ernüchterung ist allerdings groß, als sich herausstellt, dass man kurz vor der Mittagszeit als erste Band auf die Bühnenbretter soll. Ob zu dieser Zeit auch wirklich schon Fans kommen?

Um die Antwort auf diese Frage herauszufinden, muss man schon diesen Film ansehen. Und das sollte man unbedingt! Egal ob man die Band kennt oder nicht. Man muss auch nicht zwangsläufig Metalfan sein um ihn gut zu finden. Denn obwohl die Musik hier eine gewichtige Rolle spielt, ist sie doch nicht die Hauptattraktion. Dies sind die Musiker selbst. Und The Story of Anvil ist vor allem ein persönliches Portrait über eine ehrliche und teils auch tragische Band (wie es sicher noch tausende mehr gibt), deren Historie sich irgendwie vor allen durch verpasste Chancen auszeichnet, deren Mitglieder am Ende aber doch über ihre 15 Minuten Ruhm, verteilt über knapp 30 Jahre, zufrieden sind. Im Film finden sich zahlreiche rührende und gefühlvolle Momente, die den Zuschauer mit Anvil mitfiebern lassen. Und das ist doch genau das, was man von einem guten Film erwartet, oder nicht?
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am 7. Juli 2017
Diese Dokumentation zeigt die Freundschaft zweier kanadischer Musiker (Gitarrist und Schlagzeuger) der Heavy Metal Band ANVIL, die es trotz großen Auftritten und Mentoren in den 80ern nie so recht geschafft haben erfolgreich zu werden, mit allen Höhen und Tiefen. Emotional echt bewegend, auch was die Bandgeschichte anbelangt wird. Auch sieht man da Ausschnitte von Live-Auftritten und einer Tour durch Europa.
Echt berührend, aber auch cool und sehr interessant. Es ist nicht alles Gold, was glänzt im Rock'n'Roll...
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am 30. August 2010
Ich hatte von dem Film schon gehört und war ziemlich neugierig. Nachdem die Bewertungen auch alle sehr gut waren, bestellte ich nun die DVD und war sehr gespannt.

Ich denke, jeder, der irgendwie, wenn auch nur als Hobby, mit Musik zu tun hat, kann sich sofort in diese Geschichte vom "großen Traum" und der "unerschütterlichen" Freundschaft hinein fühlen.

Obwohl es auch zu den berühmten Zerreißproben kommt, der Traum und die Freundschaft bleiben.

Ein sehr schöner Film, der die Realität vieler, die im Musik-Biz Fuß zu fassen versuchen, aufzeigt. Durch die Dokumentation bleibt auch alles ECHT, keine gespielten Emotionen. Nur der Traum, der Kampf, die Hoffnung, die Verzweiflung, die Freundschaft.

Ich kann ANVIL nur empfehlen! Selbst, wenn man vielleicht ein nicht sooo großer Fan der Musikrichtung ist, der Film steht - so glaube ich zumindest - für alle, die Ihren Traum Wirklichkeit werden lassen wollen und ihr Letztes dafür geben würden.
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am 2. August 2010
An manch einer Stelle hat mich diese Dokumentation zu Tränen gerührt. Lips ist einfach ein Kind geblieben, das niemandem etwas schuldig bleiben will, am wenigsten sich selbst. Dabei verpasst er die Ausfahrt der meisten geldgeilen faulen Säcke des Musikbusiness (z.B. Metallica) und entscheidet sich für die harte Seite. Dabei bleiben er und sein Freund, Drummer Robb Reiner immer authentisch. Manchmal ist der Film komisch, manchmal traurig, bisweilen tragisch. Aber immer authentisch und fesselnd. Die Melancholie, die über der Dokumentation liegt, diese "Naja, es hätte schlimmer kommen können" - Haltung, alles mischt sich zu einem unvergleichlichen Charme, der diesen Film so spannend hält. Klare Kaufempfehlung, aber nicht nur für Metaller und Fans. Diese Dokumentation sollte kein Musikfan verpassen. Zehnmal echter als "Some Kind Of Monster" und 100 Mal authentischer als z.B. Bushidos "Zeiten ändern Dich". einen Fatzken wie Bushido verspeisen die Kanadier nämlich immer noch zum Frühstück, wenn es um Themen wie Haltung oder Treue zu sich selbst geht.
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am 15. Juni 2011
... führt diese rührende Doku dem Zuschauer sehr eindringlich vor Augen, soweit kann ich mich den positiven Rezis nur anschließen. Ich gebe dennoch keine 5 Sterne, weil hier die Gelegenheit versäumt wurde, die Musik von Anvil, die ja sogar den gestandenen Hartwurst-Maniacs nicht unbedingt bekannt ist, überhaupt erst mal vorzustellen. 15 Minuten mehr mit Live-Songs wären doch kein Problem gewesen, oder? Es hätte mir geholfen, die Band besser einzuschätzen. Ist Robb Reiner wirklich so ein toller Schlagzeuger? Keine Ahnung, er darf es ja nicht zeigen. Lips ist ein netter Kerl, wenn auch eine ziemliche "drama queen", aber sicherlich keiner der großen Sänger des Genres, wenn ich da an die Szene im Aufnahmestudio denke.
Und so sieht es inzwischen für Anvil aus: Wieder eine Europa-Tournee, und immer noch tingeln sie durch kleine Kaschemmen. Kein Festival-Gig in Deutschland, dabei gibt es mindestens ein Dutzend passende Veranstaltungen. Könnten denn nicht die Chefs von Metal Hammer und Rock Hard mal ein paar Hebel in Bewegung setzen? Ansonsten fürchte ich, die Band hat sich mit diesem Film am Ende keinen Gefallen getan - "ach ja, Anvil, das waren doch diese ewigen Loser ...". Das wünsche ich Lips & Co. wahrlich nicht.
Fazit: Ich werde mir noch ein Album von den Jungs besorgen, aber - seien wir ehrlich - den großen Durchbruch, von dem sie träumen, werden sie in diesem Leben nicht mehr schaffen.
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am 23. Juli 2010
Ich kann diese Doku jedem Rockfan wärmstens an Herz legen (Metaller müssen den Film eigentlich sehen...). "Anvil" hat alle Zutaten für einen großen Film: Freundschaft, einen Traum leben, Rückschläge, Hoffnung und große, weil echte Gefühle. Lips und Robb sind zwei wirklich grenzenlos sympatische Typen, die mit so viel Herzblut ihren Traum - Rockstar zu werden - leben, dass man sie nach Sekunden ins Herz geschlossen hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Stardokus wird man hier nicht Zeuge einer aufgeblasenen Selbstdarstellung oder der Aufzählung von Rekorden/Heldentaten, sondern bekommt ziemlich deutlich die Kehrseite des Musikgeschäfts vor Augen geführt. Gigs vor 20 Zuschauern, Veranstalter, die die Gage nicht zahlen wollen, Managementfehler,... All das, was eben unzählige Bands "ertragen" müssen, die es (noch) nicht geschafft haben. Und trotzdem kämpfen sie weiter, leihen sich Geld für's nächste Album, stecken Nackenschläge einfach weg. So viel Idealismus nötigt mir Respekt ab.

Es ist natürlich auch interessant zu sehen, wie Maiden mit dem eigenen Jet um die Welt touren, aber das hier ist der normale, harte und ungerechte Alltag. Tolle Doku!

Man kann nur hoffen, dass der Erfolg des Films in den USA für Anvil einige Türen geöffnet hat. Sie hätten es einfach verdient!
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am 25. November 2011
Klasse Doku DVD!

Ich kenne Anvil seit ihrer 1. LP Hard `n` Heavy und habe sie bei ihrer 1. Deutschland Tour gesehen. Insofern habe ich evtl. eine andere Beziehung zu der Band.
Dennoch ist die DVD meiner Meinung nach auch für Leute geeignet, die Anvil gar nicht kennen.

So wie Anvil ist es sehr vielen Bands gegangen, ich habe das selbst oft genug erlebt.

Ich finde es toll, wie die feste Freundschaft zwischen Lips und Robb die Band zusammenhält, sie durch dick und dünn gehen und trotz Ärger und massiven Rückschlägen immer weiter machen.
Es zeigt aber genau dadurch, wie schwer es kleine Bands haben.
Diese DVD dient damit sowohl als Abschreckung - z.B. für eigene Kinder, die unbedingt eine Band gründen wollen, als auch als Motivation durchzuhalten. Das muß jeder für sich selbst entscheiden.

In Bezug auf andere Rezensionen möchte ich besonders darauf hinweisen, daß es sich bei Anvil um eine Metal Band handelt. Das bedeutet für alle Nicht Metal Fans, daß sie verzerrte Gitarren und schräge Typen erleiden müssen über die sie vielleicht den Kopf schütteln. Dennoch ist die Doku auch für sie sehenswert, da es tatsächlich die Geschichte einer Freundschaft ist. Und diese Geschichte ist unabhängig von der Musik sehenswert. Sowohl lustig als auch traurig.

Außerdem sollte man sich klar darüber sein, daß Metal vom Selbstverständnis anders ist oder zumindest zu den Anfangsjahren von Anvil anders war als bei den Pop Bands, die heute durch alle möglichen Castingsendungen durchgeschleust werden.
Es ist eher eine große Familie, die gesellschaftlich gesehen eine Randerscheinung ist / war.

Fazit: Für alle Metal Fans ein Muß! Für alle anderen sehenswert!

P.S. CD Anspieltyps der Band: "Metal on Metal" und "Forged in Fire".
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am 8. August 2011
Dieser Film gehört zu der Gattung: Ich muss nicht genau wissen worum es geht, um die Essenz zu verstehen. Ob man nun Metal mag oder nicht, oder Anvil mag oder nicht spielt keine Rolle. Denn hier geht es um zwei Dinge, die besser nicht auf den Punkt gebracht werden können: Freundschaft und Hingabe, die beide über dem Scheitern stehen. Gefühle, die jeder kennt und in diesem wunderbaren Film so direkt und unverblümt angesprochen und gezeigt werden, dass jede Hollywood-Produktion genau zudem wird, was sie ist: Ein Abklatsch der Realität, der niemals an eine solche Geschichte heranreichen kann. Ich bin selbst Musiker und nicht sicher ob Anvil Platten macht, die ich unbedingt hören muss, und es wird eine Menge Leute geben, die über das freakhafte, gescheiterte Dahinvegetieren der Anvil-Jungs schmunzeln werden. Doch wenn man es herunter bricht, dann haben genau diese beiden Musiker etwas, was die meisten nicht mal erahnen können: einen gemeinsamen Traum, den sie kristallklar vor sich sehen und nachdem sie ihr ganzes Leben ausrichten.
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am 10. Oktober 2011
Selten sah ich eine Doku, welche mich so berührte. Für mich ist sie wirklich traurig, denn es gibt nicht oft so liebe Menschen zu sehen, die Erfolg wirklich verdient hätten. Dieser Wunsch setzt sich auch in der Familie von Lips fort, von dem wirklich nur gesagt werden kann:"Der will doch nur spielen!" Aber für das soll und will er mit Weggefährten auch anständig entlohnt werden. Über diesen Aspekt, von der Vergangenheit bis zu der Europa-Tour, berichtet die Doku exakt. Obwohl er seine Musik über alles liebt, ist er auch fähig zuzugeben, dass es manchmal zu viel für ihn wird, wenn sich alle, wieder mal, voll auf ihn verlassen. Wenn er sich dann darüber klar wird, was alles da noch mit dran hängt, treibt ihn das zur Verzweifelung. Stellenweise kommt das Verhalten von Plattenfirmen, etc. schon einer Realsatire sehr nahe. Nur, es handelt sich um bittere Realität. der Film bedient keinen Voyeurismus, schildert kein schillerndes Rockstarleben. Er zeigt die bittere Seite für eine geniale Band, welche nie eine Chance erhielt.
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am 24. Juli 2010
"Metal On Metal" schlummert bei mir als Vinyl-LP im Keller...einen Plattenspieler habe ich schon lange nicht mehr und fast alle LPs habe ich im Laufe der Jahre ersetzt. Warum ausgerechnet diese Scheibe nicht? Und warum blieb es die einzige? Auch diese Fragen sind Inhalt dieser bewegenden, dennoch unterhaltsamen und fesselnden Doku. Diese sollte sowohl für alle ehrgeizigen Jungmusiker der Szene als auch für alle (vielleicht sogar gescheiterten) Altrocker Pflichtprogramm sein! Antwort auf die Frage, warum es so gekommen ist, gibt dieser Film nicht in einem Satz. Vielmehr zeigt er das Zusammenspiel vieler Faktoren, die im Leben ein Ganzes bilden und dahin führen, wo man letztenendes dann steht.
Die sehr sympathischen Protagonisten des Film sind wirklich zu bewundern und verdienen allen Respekt dieser Welt. Dieses fast schon sture Festhalten an ihren jahrzehntealten Träumen, die immer noch - trotz aller Rückschläge - präsente Vision, dass es irgendwann doch noch klappt, die tiefen Freundschaften mit allen Höhen und Tiefen...sie alle bewegen und machen nachdenklich. Höhepunkte sind für mich Szenen, wenn Lips mit fast kindlich strahlenden Augen Telefonate mit alten Freunden und Bekannten führt...wenn sich eine neue potentielle Möglichkeit auftut und er sein ganzes Herz in diesen Moment steckt. Die meist so ernüchternden und fast schon schockierenden Resultate (diese "Europa-Tour" ist wirklich erschütternd) bringen die Jungs dann auch nach handfesten Streits und viel Frustration dann nicht vom Weg ab, was wirklich unglaublich ist.
Warum das alles? Vielleicht bringt es Lemmy mit dem Satz "die Jungs waren einfach nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort" auf den Punkt.
Als am Ende des Film der Festival-Auftritt in Japan anstand und die frühe Uhrzeit des Auftritts zu sehen war, drückte ich mehr als nur einen Daumen, dass nicht nur die befürchteten 5 Leute da sind. Und irgendwie wird dann doch einiges gut.
Mir war - fast schon logisch - vor diesem Film nicht bekannt, dass es eine aktuelle CD namens "This is Thirteen" von der Band gibt und im Sinne von "I wish they would get what they deserve" war mein Gedanke, dass es in Deutschland 80 Millionen Einwohner gibt und vielleicht 1-2 % doch diese Scheiben kaufen könnten, weil die Jungs es einfach verdient haben. Und diese Doku-DVD direkt noch mit dazu.
Leute, tut es! Ich mache es sofort!
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