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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
42
4,2 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
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am 19. Mai 2010
Endlich - die seltene, aber miese VHS-Kopie konnte man sowie so schon beim ersten Mal kaum gucken - endlich gibt es diesen Film auf DVD! In den einschlägigen Filmrezensionen ist im Grunde alles gesagt: Der Inhalt ist brillant inszeniert und ebenso gespielt. Natürlich könnte man den "Charme der 70er Jahre" bemühen, doch griffe dies viel zu kurz. Fassbinder hat neun Jahre nach Erscheinen der Romanvorlage und mehr als drei Jahre vor der Premiere des Personal Computers die IT zur Selbsterkenntnis des Menschen genutzt. Fred Stiller (Klaus Löwitsch) ist "ein Mann", "ein Mensch" gefangen im Computer des "oben", aber auch gefangen in seinem eigen Selbst, seinen Gefühlen und vor allem seinen Ahnungen aus der Betrachtung des Computers des "unten".
Die "Rettung" ins "oben" (Jenseits?) erfreut ihn zum Schluss, wird ihn aber langfristig nicht glücklich machen können.
Sicher: Gemessen an heutiger (2010) Schnittgewohnheit hat der Film "Längen". Diese sinnvoll zur Kontemplation zu nutzen, ist Aufgabe des Zuschauers. Und natürlich merkt man dem Film an, dass Regisseur und Kameramann (Michael Ballhaus) den Mut zum Experiment, zum "Neuen" aufgebracht haben. Die Spiegelung wird mit fortschreitenden Laufzeit zur fixen Idee. Es geht dem Zuschauer wie Stiller, er fragt sich, was denn nun "Wirklichkeit" und Spiegelung ist. Etwas weniger dick aufgetragen, hätte auch genügt, aber dem Gesamtvergnügen tut dies keinen Abbruch.
In einer Filmsammlung darf dieses Werk keinesfalls fehlen. Meine Empfehlung lautet: Zwischen "Das Spiel ist aus" (Les jeux sont faits,) von Jean Delannoy, 1947 und "Blade Runner" von Ridley Scott, 1982 gucken. - Danach darf man sich die Frage "Was ist der Mensch?" mal wieder stellen und - ganz für sich - beantworten.

Stefan Brix
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am 20. Juni 2012
Eine hervorragnde Verfilmung und ein faszinierender Inhalt sind die Kennzeichen von "Welt am Draht", die leider im Fernshen sehr selten gezeigt wird. Die Fassbinder-Verfilmung besticht durch eine faszinierende Kongruenz zwischen Form und Inhalt.
Klaus Löwitsch als Fred Stiller, der Leiter des Institutes für Kybernetik, hat eine eigene, virtuelle Welt erschaffen, die nicht weiß, daß sie eine Welt am Draht ist. Umso größer der Schock für Stiller, als er erfährt, daß auch unsere Welt nur eine Welt am Draht ist. Die alte Frage "Wer ist Ich?", die wir so leicht beantworten zu können glauben, wird auf eine subtile, eindrucksvolle Weise neu gestellt und reflektiert.
Eine SF-Verfilmung mit Action, fast gruselhaften Szenen (z.B. wie der Sicherheitschef Lause verschwindet und niemand kann sich an ihn erinnern), hauptsächlich aber für das Köpfchen.
Ich freue mich, daß ich diesen von der Jahreszahl her alten, heute aber mehr denn je aktuellen Film bei Amazon neu entdeckt habe. Meine Bestellung habe ich nicht bereut
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Diesen Film von Rainer Maria Fassbinder aus dem Jahre 1973 habe ich vorgestern erstmals gesehen und im Grunde nur deshalb, weil eine gute Freundin mich immer warnt, dass ich mich in einer Welt am Draht aufhalte und dies irgendwie gefährlich sei.

"Die Welt am Draht" ist ein geflügeltes Wort, seit jenen Tagen, da Fassbinders Film in den Kinos zu sehen ist, bei dem es um ein Forschungsprojekt geht, eine Computersímulation, die eine vírtuelle Welt mit künstlichen Menschen geschaffen hat. Ich sehe bewusst davon ab, die durchaus spannende Handlung nachzuerzählen, um die Spannung nicht zu mindern.

Die Gestaltung des Films und der Habitus von Fred Stiller (Klaus Löwitsch) erinnern mich an alte James-Bond-Streifen. Dabei wirken die Darsteller abgründig vorgestrig, aus heutiger Sicht jedenfalls. Das gilt besonders für die Barbie-Puppen-Frauen wie Barbara Valentin und im Hinblick auf das Macho- Gehabe der männlichen Darsteller.

Mich hat das modische Gestern im Film sehr amüsiert, denn es gab Zeiten, da ich ein bestimmtes Outfit ja selbst einmal sehr schick fand. Der Macho-Habitus von Männern ging mir allerdings bereits 1973 auf die Nerven.

Fassbinder hätte man zu seinen Lebzeiten niemals Spíeßigkeit nachgesagt. Aus heutiger Sicht wirkt das in den 1973er Jahren gedrehte Werk (204 Minuten) wie ein Film aus einer anderen Welt und wirklich überaus spießig und klischeehaft, mit den pausenlosen Gequalme und der ewigen Whiskytrinkerei der Hauptdarsteller, was damals als weltmännisch galt. So stellte sich Klein-Erna Lebemänner á la Bond vor.

Der naive und irgendwie ungeheuer warnende Blick auf die computerísierte Welt in diesem Film ist schon lustig. Damals konnte man ja noch nicht erahnen, wie tief wir 40 Jahre später in die Welt am Draht eingetaucht sind, wie sehr sie uns verändert und uns allmählich gewissermaßen entmaterialisiert hat, na ja, zunächst einmal für ein paar Stunden am Tag. Wir stehen am Anfang einer Entwicklung. Irgendwann wird sich das gesamte Leben auf die gedankliche Welt verlagert haben, ohne dass man nostalgisch an die alte Welt zudenkt, die aufgrund der apokalyptischen Reiter Hunger, Krieg, Tod und Umweltverschmutzung niemals eine paradiesische Welt gewesen ist. Haben wir also keine Furcht vor der Welt am Draht. Es liegt in unserer Hand sie paradiesisch zu gestalten.

Die Bild und Tonqualität ist bestens. Man muss den Film aus seiner Zeit heraus beurteilen. Deshalb auch 5 Sterne.

Empfehlenswert.
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am 1. Oktober 2010
Man kann nicht über die Handlung von "Welt am Draht" berichten, ohne zuviel zu verraten. Wer erfahren möchte, wie viele Herr Siskens es gibt, warum Straßen plötzlich nicht mehr da sind, Menschen spurlos verschwinden, Frauen sich in Wölfe verwandeln, wer Fred Stiller wirklich ist, und was eigentlich Simulationseinheiten sind, der wird sich diesen Film anschauen müssen. Und das lohnt sich:

"Welt am Draht" hat mehr zu bieten als Filme wie "Matrix", "Tron" oder sogar "Inception". "Welt am Draht" entwickelt eine Intrige. Und das ist in erster Linie eine Intrige, die sich zwischen fühlenden und handelnden Personen entspinnt. Nicht zuletzt das macht diesen Film von der ersten bis zur letzten Minute so spannend. Nicht nur die Frage, was nun die Realität ist, wird gestellt, sondern auch die damit verbundene Frage, wer von welchen Motivationen angetrieben wird, und wem vertraut werden kann. Darin liegt das zentrale Thema des Films.
Dabei ist auch die visuelle Umsetzung von "Welt am Draht" äußerst gelungen. Eine karge, kalte, und dennoch sehr elegante Welt schufen Fassbinder und sein Kameramann Michael Ballhaus hier. Eine mystische, unberechenbare Welt. Sie spiegelt jene Machenschaften wider, die Fred Stiller nach und nach aufdeckt. In diese Welt fügen sich gleichgültige, fremdgesteuerte Menschen ein - und diejenigen, die sich dort nicht einfügen, scheinen verrückt zu werden.

In seiner unterkühlten Poetik verbindet "Welt am Draht" mehr mit "Alphaville" als der Drehort Paris und ein kurzer Gastauftritt Eddie Constantines. Durch die Thematisierung von Überwachung und Manipulation, welche die Inhaber der Macht als Mittel zur Aufrechterhaltung der Stabilität rechtfertigen, steht "Welt am Draht" aber genauso in einer Tradition mit Orwells "1984" oder Patrick McGoohans "The Prisoner". Sie alle teilen einen Zeitgeist unter dem Eindruck eines Kampfes der Systeme. Sie alle zeigen Menschen im Kampf mit Systemen. Sie sind zeitlos, weil sie eine Idee konsequent zu Ende denken.
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am 20. Februar 2010
Den Film zu sehn war heute so faszinierend, wie vor mehr als 30 Jahren.
Die geniale Idee wirkt heute noch immer so stark wie damals. Wer die
Realisierung einer tiefsinningen SF-Geschichte ohne technische Gimmicks
sehen will, der liegt hier richtig. Wer jedoch ein Actiongewitter oder
Augenfutter erwartet sollte besser bei Matrix oder auch Avatar bleiben,
und das ist jetzt nicht abwertend gemeint, sondern soll lediglich
Entäuschungen verhindern. Hier wird mit einer Idee gespielt und nicht mit
deren filmtechnischer Umsetzung. Soll heissen, die Umsetzung von Regisseur
und Kameramann ist (technisch) super aber die Effekte-Abteilung existiert
nicht, zumindest nicht so wie man das heute gewohnt ist.

Zu dieser DVD muss ich sagen das ich die Restaurierung für sehr gelungen
halte. Es wurde sehr vorsichtig um nicht zu sagen "defensiv" gearbeitet.
Für mich heisst das, der Film ist alt und das sieht man ihm immer noch an.
Aber, die Farben sind frisch, wo sie das in den mir bekannten VHS-Schnipsel
nicht mehr sind, Fehler im Film, beispielsweise Kratzer, sind mir auch keine
aufgefallen. Er sieht jetzt wieder genauso aus wie er vor 37 Jahren für
die Zuschauer ausgesehen hat. Ich muss jedoch zugeben das ich direkt beim
Intro etwas irritiert war, weil bei Ankunft der Partygästen mit ihren Wagen
das Bild wabbert. Doch genau diese Szene wurde auch in dem Bonus-Interview
mit den Beteiligten, von Michael Ballhaus angesprochen. Er beschreibt das es
ihm zuerst ebenso erging bevor ihm die Entstehung dieser Szene wieder einfiel
und er sich erinnerte das dieser Effekt beabsichtigt war und man sogar mit einer
Bunsenbrennerflamme nachgeholfen hatte.

Alles in allem, ein Klassefilm und ich bin froh ihn nach all den Jahren endlich
zu meiner Sammlung hinzufügen zu können.
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am 14. März 2013
toll! Ich habe Jahre darauf gewartet, den Film in vernünftiger Qualität in die Finger zu bekommen, nachdem er im Fernsehen ewig nicht gelaufen ist.
Inhaltlich spielt der Film mit der Frage, was Wirklichkeit eigentlich ist und wie wir unserer selbst und unserer Welt so gnadenlos sicher sein können. Letztlich zeigt sich, dass auch die Welt, in der die ursprüngliche Simulation betrieben wurde, selbst nur eine solche ist... das Spiel kann man ad infinitum fortsetzen... Bishop Berkeley für fortgeschrittene. Dass dieses Thema auch weiterhin fasziniert zeigt sich am erfolgreichen Remake "13th floor". Hier zeigt sich auch, wie weit sich die Sehgewohnheiten heute von denen der frühen siebziger Jahre entfernt haben. In Welt am Draht spielt Action - gemessen an heutigen Maßstäben - nur eine Nebenrolle, großartige Effekte sucht man meist vergeblich. Zugegebenermaßen hat der Film ein paar Längen, die aber genau diesem Phänomen geschuldet sind.
Ein absoluter Klassiker der SF-Videothek und ein Paradebeispiel, wie in den Siebzigern Kino und SF gemacht wurde. Allein deswegen schon sehr empfehlenswert!
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am 2. Juni 2010
Was die DVD abgesehen von dem hevorragend restaurierten Film kaufenswert macht, ist das Bonusmaterial: Es enthält zwei der drei Kurzfilme, die Fassbinder vor seinen Kinofilmen gemacht hat (der erste ist verschollen), sowie eine Dokumentation über Fassbinder (45min.), die größtenteils ihn selbst zu Wort kommen läßt und ihn auch bei der konkreten Regiearbeit zeigt.
Zum Film noch die Bemerkung: Als der Stoff damals in den 70er Jahren vorgelegen hat, war den Produzenten und Regisseuren sofort klar, dass er zu umfangreich für einen 90-Minüter ist - so ist ein Zweiteiler daraus geworden. Heute wird anders gefilmt: das Remake "13th Floor" kommt mit der halben Zeit aus. Leider oder zum Glück? Mir gefällt Fassbinders Version besser.
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am 6. Januar 2010
Es freut mich, dass die Rechteproblematik um die Profitverteilung bei diesem Titel nach mehreren Jahrzehnten endlich geklärt ist und diese kulturgeschichtlich äußerst interessante deutsche Produktion endlich für jeden zugänglich gemacht worden ist. Vom brillianten Design, den hervorragenden Darstellern und der dichten Atmosphäre einmal abgesehen zieht sich ein subversiver Subtext durch die Inszenierung, der für damalige Verhältnisse (Ölkrise u.s.w.) ziemlich explosiv war. Möglicherweise tatsächlich ferngelenkt bzw. fernbestimmt zu sein, führte bei einigen freiheitlich denkenden Menschen sogar zu extrem destruktiver Paranoia. Kurzum bleibt dieses visionäre Werk aus deutschen Landen ein Geheimtipp, auch wenn man es jetzt für Geld kaufen kann.
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am 10. Januar 2011
Der nach einer Romanvorlage im typischen Fassbinder-Stil produzierte Film wurde meines Wissens nach nach der Erstausstrahlung 1973 nicht mehr im Fernsehen wiederholt. Zu Unrecht wie ich finde, nach meinem Geschmack hätte er sonst sicherlich schon einen Kultstatus. Alleine schon das brisante Thema, die Frage ob reale oder virtuelle Welt, verleiht dem ohnehin schon durch starke, überzeugende Schauspielerleistungen gedrehten Film eine ganz besondere Spannung. Mir scheint, daß gerade der Verzicht auf größere Actionszenen der Welt am Draht eine immense Handlungsdichte und Glaubwürdigkeit verleihen und dadurch den Zuschauer zu ernsteren Gedankenspielen animieren als dies beispielsweise bei dem genreverwandten Streifen Matrix der Fall wäre.
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Auf der Grundlage von Daniel F. Galouyes Roman "Simulacron-3" ist dieser zweiteilige Fernsehfilm entstanden, in dem Rainer Werner Fassbinder die Idee der Simulation einer Welt für Forschungszwecke - etwas, das in der Soziologie heute gang und gäbe ist - darstellt. In dieser Welt sind Nachbildungen von Menschen am Werk um auszuagieren, was in der realen Welt viel länger dauern würde um so Planungen zu vereinfachen. Und diese Geschöpfe wissen nicht, das sie nur Simualtionen sind - so ähnlich, wie in "Matrix."

Durch schauspielerische, maskenbildnerische und szenische Verfremdungen ist es Fassbinder mit vergleichsweise geringem Aufwand sehr gut gelungen, diese Idee auch filmisch umzusetzen und emotional zum Zuschauer zu transportieren. Die Schauspielerei ist dabei zum Teil wirksamer, als es bei "Matrix" z.B. einige der Special Effects gewesen sind.

Neben dem hervorragenden Film selbst bekommt man in diesem Paket auch noch zwei Kurzfilme ("Das kalien Chaos" und "Der Stadtstreicher"), ein Interview mit Fassbinder und eine Dokumentation zur Produktion von "Welt am Draht."

Ein viel zu wenig beachteter Klassiker der Filmgeschichte.
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