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am 6. März 2010
Nach der hochvirtuosen und maßstabsetzenden Aufnahme der Chopin'schen Scherzi von Anna Gourari kommt nun ein bunter Mazurken-Reigen, der keinen Wunsch offen läßt. Chopins Musik wird in Anna Gouraris Händen zur spannenden und märchenhaft wundervollen Reise in eine Klangwelt, von der man immer nur träumt.
Hier aber ist man mitten drin. Der Puls des (eigenen) Lebens wird hörbar, spürbar.
Immer und immer wieder fasziniert Anna Gourari durch ihre grandiosen klavieristischen Fähigkeiten, die einer jeden Mazurka den ihr eigenen Charakter und individuelles Leben einhaucht. Eine Klangkontrolle und Klangimagination, die ihresgleichen sucht. Ob virtuos, energiegeladen, spontan, markant oder behutsam in sich gekehrt, gefühlfvoll, verletzlich - immer ist Anna Gouraris Spiel aufrichtig und herzergreifend. In jeder Nuance, jedem Ton beseelt.
Nicht von dieser Welt scheint ihr Chopin - und doch so menschlich.
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am 4. September 2010
Die Mazurken des polnischen Komponisten Frédéric Chopin sind elegant gewandelte Weiterentwicklungen der ursprünglichen slawischen Tanzmusik, vertrackte Klavierarrangements, die die formalen Grenzen der Mazurka überspringen und einen wahren Kanon von Stimmungen und Gefühlen entspinnen und aus dem rhythmischen Element des Tanzes eine mal pfauenhafte, mal stierkämpferartig stolze Bewegung destillieren, aber auch zerbrechlich und sanft wirken können. Anna Gourari hat sich, nachdem sie von Universal zu Edel gewechselt hat, für ihr aktuelles Album 29 von Chopins Mazurken vorgenommen, die sie mit enormer Sanftheit, für eine moderne Pianistin fast «retro», fast einen Hauch zu soft vorträgt. Für eine so junge Klavierspielerin ist es überraschend, wie altersweise Gouraris Spiel klingt, wie «klassisch» ihr Sound ist. Sie scheint nicht auf technische Klarheit und Brillanz hinweisen zu wollen, scheint nicht gegen die romantische Aders des Materials mit mathematisch präzisem Anschlag anzugehen, sondern versinkt ' mitunter auch ein wenig zu sehr ' in der Samtigkeit der Vorlage, in melancholischen Klängen, die wie aus alten Aufnahmen, nur im saubereren Klang, herüberwegen. Unfreiwillig erinnert hier einiges an Horowitz in den Sechzigern, aber moderner, gefühlvoller, femininer, rauchig-schattiger, schlichter, erdiger, einfach weniger eitel, frei von Angebereien bei komplexen Läufen und Trillern, bis Chopin fast die lässige Skizzenhaftigkeit eines Satie annimmt, um im nächsten Moment rasiermesserscharfe Akkorde zu setzen, die jeden Anflug von beflissener Gemütlichkeit vertreiben. Die feinsten Dynamiknuancen holt Gourari aus ihrem Flügel, und schafft das seltsame Kunststück, den überzitierten Chopin einerseits frisch, andererseits zeitlos klingen zu lassen, widerstandslos fluide, lyrisch und mit einem Anhauch von tänzerisch-schwermütigem Gestus, der sich scheinbar mühelos in ihr Spiel einschummelt und das dramatische, erzählerische Element der Kompositionen stummfilmartig entfaltet, so dass man verstehen kann, warum Gourari in den Mazurken eine Art musikalisches Tagebuch des Komponisten entdeckte. Man mag den russisch-mystizistischen Anhauch der Spielart von Gourari mögen oder nicht und sich hier vielleicht einen moderneren, schärferen Ansatz oder mehr Leichtigkeit wünschen ' als persönliche Auseinandersetzung mit Chopins Werk, als seltsam traurige Fusion russischer und polnischer Seele, überzeugt The Mazurka Diary aber auf jeden Fall.
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am 8. April 2010
anna gourari legt zum 200jährigen chopin-jubiläum bei berlin classics erfreulicherweise
in der fülle andrer keine 'alles von chopin' auswahl,
eine für jeden von allem etwas, vor, sondern eine auswahl von den über fünfzig marzurken,
die allesamt auch dem liebhaber des guten zu viel sind.
sie hat über die opp. 6 bis 68 plus 2-posth. einen musikalischen bogen über chopins
spezielle kompositionen eingespielt, die sog. 'tagebuchchronik' zum klingen gebracht.
allerdings empfinde ich gegen das allzu einförmig volle 'klang' -ergebnis z.t. vorbehalte,
weil manches doch zu schwerblütig - gedankenschwer? -, zu laut, und wie mit blei-
schweren tanzschuhen erklingt, wenn auch rein pianistisch untadelig, aber mehr ihrem
späten brahms entspricht, der (s)eine wehmut, keine pianistischen delicatessen mehr insinuierte.

ein vergleich nur der kurzweiligen marzurka op.68-2 mit horowitz, michelangeli
und besonders dem jüngeren bar-shai macht den artistischen abstand deutlich:
das marzurkisch-tänzerische verlangt nach beweglich-flinkem anschlag, einem
'leichterhand' artikulierten phrasieren des thematischen wechselspiels.
anna gourari ist mehr bei den romantischen schwerblütern zuhause,
bei aller pianistischen kompetenz.
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