Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
30
3,7 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:6,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 24. Januar 2010
Na ja, wenn damit gemeint ist, dass einer der beiden ein Vampir ist...ich weiß ja nicht. Tae Joo(Ok-Vin Kim), die Tochter der Familie Ra ist da jedenfalls anders gestrickt. Sie liebt den katholischen Pater Sang Hyun(Kang-Ho Song), auch wenn der bei Sushi mit Knoblauch fast in Ohnmacht fällt und sich seine Nahrung nachts im Krankenhaus, in dem er arbeitet, aus den Bluttransfusionen der Patienten besorgt.

Sang Hyun ist ein guter Pater. Er will den Menschen helfen. So meldet er sich für einen Laborversuch in Afrika. Dort soll das unheilbare Immanuelvirus erforscht werden. Sang Hyun bekommt eine Testimpfung und wird dann infiziert. Das Ende vom Lied ist, dass er an der Infizierung stirbt. Aber als die Ärzte seinen Körper mit dem Leichentuch bedecken, regt sich Sang Hyuns Körper plötzlich wieder. Nach langer Genesungszeit kehrt der Pater nach Hause zurück. Und dann ändert sich plötzlich alles. In einer atemberaubenden Metamorphose mutiert er zum Vampir. Aber Sang Hyun will niemandem schaden. Er arbeitet nachts im Krankenhaus, holt sich dort Blut und darf auch seinen geistlichen Lehrmeister, mit dessen Einverständnis, anzapfen. Dass Sang Hyun jetzt auch übermenschliche Kräfte entwickelt, hilft ihm bei der Selbstversorgung enorm.
Da er, als einziger Überlebender des Immanuelvirus eine Art Heiligenstatus erreicht hat, bitten ihn viele Menschen um Hilfe. So landet Sang Hyun bei der Familie Ra. Dort hat der erwachsene Sohn Kang-Woo(Ha-Kyun Shin) ein unheilbares Krebsleiden. Sang Hyun hilft nicht nur ihm, sondern beginnt zudem noch ein Verhältnis mit dessen Frau Tae Joo. Von da an läuft alles aus dem Ruder. Der Vampir im Pater ist nicht mehr zu kontrolieren und Tae Joo erweist sich nicht nur als größtes Geschenk im Leben des Kirchenmannes, sondern auch als wahrhaft apokalyptische Plage...

Ohne den Filmitipp meines Sohnes wäre ich sicher nicht in Versuchung geraten mir Chan-Wook Parks koreanischen Vampirfilm auszuleihen. Dann wäre mir auf jeden Fall etwas entgangen. Wie der koreanische Filmemacher Park sein Vampirmärchen auf Zelluloid gebannt hat, das ist wirklich allererste Sahne, hochkreativ und sehr gelungen. Egal ob Park seinen Pater aus dem Off erzählen lässt, oder ihn in Briefen zitiert, ständig dürfen wir teilhaben an seinem Gefühlsleben. Dabei begleitet Park seine Hauptakteure in grandiosen Kamerafahrten, die mit gnadenlos passender Muisk unterlegt sind. Allein die Metamorphose Sang Hyuns vom Menschen zum Vampir ist ein kleines Filmjuwel.
Park zeigt uns alle Seiten der Story detailliert. Das kann tragisch und dramatisch sein, wie zum Beispiel das Verhältnis zwischen dem Meister und dem Pater. Oder aber auch irrwitzig komisch, wenn ein Schrank für einen Sarg herhalten muss, oder die Gewissensbisse von Tae Joo und Sang Hyun filmisch mit der Einblendung diverser Leichen aufgezeigt werden. Vor allem ist jedoch die Liebesgeschichte zwischen dem Pater und dem Mädchen wunderbar gelungen. In kleinen Nuancen und großen Bildern transportiert Park diese Romanze vom Bildschirm direkt in unseren Kopf.

Was die Technik, die Stunts und die Aufmachung angeht braucht -Durst- keinen Vergleich mit internationalen Standards zu fürchten. Auch die Leistung der Schauspieler ist überaus professionell und sehenswert. In -Durst- ist ohnehin diese wahnwitzige Geschichte der Star des Films. Die entwickelt sich völlig unvorhersehbar, driftet ab, kommt wieder zurück, schlägt Purzelbäume und mündet dann in einem Ende, das wirklich seinesgleichen sucht.

Also: Versuchen sie ihr Glück mit -Durst-. Auch wenn der Film an ein, zwei Stellen vielleicht ein wenig holpert, geben sie ihm eine Chance. Ich habe mich sehr gut unterhalten lassen, hätte 4,5 Sterne vergeben, wenn das möglich wäre, und rückte dann 5, zu Gunsten des Angeklagten, heraus. Wie sagt Sang Hyun am Anfang des Films so schön: "Ich will doch nur helfen, Menschenleben zu retten." Da ist doch logisch, dass dann so etwas dabei herauskommt.
22 Kommentare| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. März 2012
Eingefuehrt wurde der Film als ein sog. Vampir Film. Wer jetzt denkt, die Story des Films verdichte sich zu einer spannenden Vampir Film Handlung a la Hollywood, der muss sich wahrscheinlich eher getaeuscht sehen. Nichts desto trotz schafft Park dem Film eine gehoerige Ladung Spannung einzuhauchen. Er laesst das Mysterium um die Beziehung zw Tae Joo und Kang Woo gekonnt offen und verleiht seinem Protagonisten Pater Sang-hyeon Superkraefte. Der unkoventionelle Lebenstil von Pater Sang-hyeon und sein Gewissen als Pater sowie die komplizierten Verhaeltnisse von seiner neuen (verbotenen) Liebe "Tae Joo" lassen schon sehr bald auf einen interessanten und spannenden Plot hoffen. Diese Hoffnung wird nicht auch nicht zerschlagen.
Beruecksichtigen sollte man dass Park Chan Wook seinen Film in seiner fuer ihn bekannten Sprache und seinem visuellen Ausdruck umgesetzt hat. Fuer so manchen, der nun einen klassischen Vampir Film erwartet oder sich mit dem asiatischen Kino nicht so auskennt, dem wird der Stil wahrscheinlich sehr "langatmig" vorkommen. Auch mir kam der Film teilweise so vor. Beim naeheren Hinsehen, ist mir aber aufgefallen, dass die Szenen sehr wohl sehr pointiert waren. Diese waren teilweise sehr ausgekluegelt arrangiert und man erkennt immer wieder Details, die man beim ersten Mal nicht erkannt hatte - finde ich persoenlich sehr reizvoll an Filmen. Alle, die einen Faible fuer asiatische Filme haben, oder die Streifen von Park mögen, koennen ohne zu Zoegern sofort zugreifen. Allen, die sich nicht zu der genannten Gruppe zaehlen aber durchaus in der Lage sind, sich einer Sache zu oeffnen, sollten dem Film eine Chance geben!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2012
Ich möchte an dieser Stelle nichts über die Qualität des Films sagen. Mag sein, dass er künstlerisch irgendwie wertvoll ist - das kann ich vermutlich nicht beurteilen, da ich keine Ahnung von Filmkunst habe. Das nur vorweg. Ich bin nur eine einfache Zuschauerin. Zu meinem Filmgeschmack: Ich liebe True Blood, diese komischen Teenie-Vampir-Filme, die gerade überall gehypt werden interessieren mich gar nicht. Bram Stokers "Dracula" habe ich als 13jährige verschlungen. Nun zu Thirst: Ich habe mir die DVD auf Grund der positiven Rezensionen gekauft, mit asiatischen Filmen hatte ich bis dahin wenig Berührung und die wenigen Filme die ich gesehen habe, waren für mich derartig daneben, dass ich mich damit nicht weiter befasst habe. Der Film dreht sich um einen katholischen Pfarrer der (aus Schuldgefühlen vermutlich) sich für eine Untersuchung opfert und sich mit einer tödlichen Krankheit anstecken lässt. Er kriegt ein paar scheußliche Pusteln und die Fingernägel lösen sich ab und der spuckt Blut und dann stirbt er und ersteht als Vampir wieder auf. Er verliebt sich in die Frau eines Freundes die von der grässlichen Schwiegermutter malträtiert wird. Mehr will ich hier nicht verraten um den Film nicht zu spoilen. So nun hatte ich gelesen es würde ine "atemberaubende Metamorphose" zum Vampir statt finden - wie bitte? Erst hat er Pusteln, dann keine mehr und kann andere heilen und ein bisschen fliegen. Was soll aran atemberaubend sein? Dann dürfe man am Gefühlsleben der Protagonisten teilhaben. Hmhm, also ich habe weder raus bekommen, warum er Priester geworden ist, noch warum er so viel Schuldgefühle hat, noch was ihn an der Frau eigentlich so fasziniert. Mir erschienen die Charaktere flach und leer. Die Frau ist wohl eine Borderlinerin mit Selbstverletzung. Nicht mal die Sexszenen fand ich in irgendeiner Weise ansprechend und leidenschaftlich, leidvoll waren sie - ja. Vielleicht ist das der sinn der Sache. Jemand hat geschrieben es sei irrwitzig komisch, dass der Vampir in einem Schrank statt in einem Sarg lebt. Aha. Ich fandŽs nicht sehr lustig. Vielleicht fehlt mir der Humor. Und dann schrieb jemand, dass Durst den VErgleich mit internationalen Standards nicht fürchten bräuchte. Also bitte: Wo sind denn da irgendwelche interessanten Effekte? Ein bisschen Blut und ein bisschen fliegen oder wie? Und noch jemand schrieb, er sei von der 1. Minute an gefesselt gewesen und überrashct von den grotesken Einfällen. Vielleicht bin ich ja schon völlig verdorben durch die ganzen Actionserien (das weinende Kamel hat mir z.B. sehr gut gefallen und da passiert fast gar nichts), aber ich habe mich wahnsinnig gelangweilt und wurde dadurch eher unruhig, gefesselt war ich keine Sekunde. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Ziemlich sicher bin ich mir: Für Fans von True Blood ist das nichts.
33 Kommentare| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Januar 2010
Dieses Vampirdrama von Chan Wook Park (Oldboy, Lady Vengeance) hat mich sehr beeindruckt und berührt. Es fesselt den Zuseher von der ersten Minute an. Zum einen mit seiner poetischen Leichtigkeit und Anmut, sowie der beeindruckenden Bildkomposition. Zum anderen mit der tiefgreifenden Story, den zutiefst berührenden,lustigen oder schonungslos brutalen Momenten.
Man wird durch die wirklich großartig agierenden Schauspieler und der meisterhaften Regiearbeit immer tiefer in die Geschichte gezogen, leidet und fühlt mit den Charakteren und muß stellenweise herzhaft über den großartigen schwarzen Humor lachen.
Wie bei allen Filmen von Chan Wook Park, wird man auch bei "Thirst" immer wieder aufs neue durch groteske Einfälle überrascht.
Chan Wook Park haucht seinen Werken wahrlich eine Seele ein, die an Intensität, Gewalt und Menschlichkeit, meist ihres Gleichen sucht.
Deswegen ist er meiner Meinung nach einer der besten Regisseure überhaupt.
Ein Genrekünstler, der drauf und dran ist, die unterschiedlichsten Genres neu zu erfinden.
"Thirst" ist ein Vampirfilm, der sich mit vielen philosophischen Fragen beschäftigt und kaum einen kalt lassen wird.
Für mich der Vampirfilm des Jahres!
Absolute Kaufempfehlung für Freunde von "Oldboy" oder "A tale of two sisters"!
"Must see" auch für nicht Asiafans!
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2015
Auf diesen Film kam ich über eine Bestenliste. Aufgrund des Fakts, dass dieser Film eine asiatische Produktion ist, war ich zwar erst skeptisch, wollte aber gerne einmal diese Erfahrung machen. Das habe ich nicht bereut. Es ist schwer diesen Film zu bewerten, daher habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Er ist sehr lang, dadurch auch phasenweile etwas zäh bishin zu kurzer Langeweile, die aber belohnt wird. Das erste Drittel würde ich als perfekt inszenierten Softcore Porno bezeichnen. Es knistert erotisch und das nicht zu knapp. Sowohl Mann als auch Frau werden hierbei auf ihre Kosten kommen. So etwas habe ich auch selten unerwartet in einem Film erlebt. Sehr gut. Da der Film in Südkorea erschaffen wurde, gibt es natürlich die typischen, "etwas anderen" Reaktionen und Bilder innerhalb der sowohl erotischen als auch allen anderen Szenen. Das wirkt aber erwartungsgemäß für z.B. Europäer. Nach diesem ersten Drittel gibt es jede Menge Überraschungen. Ich habe mich oft über die unerwarteten Grausamkeiten erschrocken. Sowohl Geräusche als auch Bilder sind hier streckenweise schonungslos und absolut unzensiert. Es gibt sehr, sehr viel Blut, auch Ekel, Romantik, Liebe, Bewunderung, es könnten hier noch diverse andere Gefühle genannt werden.

Alles in allem ein ganz besonderer Film. Sehr eigen. Kann man jedoch mehrmals schauen.
Der Kauf hat sich gelohnt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2010
Vampirstories sind derzeit gerade schwer in Mode. Allerdings glaube ich nicht, das Regisseur Park Chan-Wook diese Geschichte aus dem Grund gedreht hat - denn seine Filme sind stets hervorragend, aber eigenartig und nicht unbedingt massentaugliche Produkte. So erzaehlte er auch auf dem Fantasy-Film-Fest, das es oefter schon Probleme gab, seine Filme an den Mann/die Frau zu bringen, weil die Werke als zu schwierig oder unvermarktbar eingeschaetzt werden.

Ob sich das durch sein neues Werk THIRST aendern wird? Schwer zu sagen.
Der Film beeindruckt durch eine ganz aussergewoehnlich schoene Bildkomposition. Es ist ein Genuss, diese Farben, Landschaften, Kamerafahrten, Schnitte und die darin agierenden stets sehr guten Darsteller zu sehen. Manchmal tritt die ebenfalls sehr interessante Story um einen katholischen Priester, der durch ein aufopferndes Experiment beinahe aus Versehen zum Vampir wird, fast schon in den Hintergrund - aber auch nicht so wirklich. Denn dafuer ist die Geschichte, in die viele Menschen hineingezogen werden, zu spannend und zu intensiv. Wie schon bei anderen Filmen versteht Par Chan-Wook sich darauf, krasse Schicksale teilweise sehr dramatisch und auch sehr blutig oder brutal darzustellen, und als Zuschauer sitzt man im Sessel und ringt mit sich selbst ob der Ambivalenz der Hauptfiguren, die haeufig noch das ein oder andere Geheimnis mit sich herumtragen, welches als Trumpfkarte erst spaeter in der Story offensichtlich wird...

Ich wuerde den Film als... nun ja...poetisches, verstoerendes, kunstvolles, bunt und reich bebildertes Meisterwerk einstufen...uff...viel Lob auf einmal...aber wirklich verdienterweise...nach dem ersten Anschauen gingen mir die Bilder tagelang nicht mehr aus dem Kopf...!
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. September 2010
Park Chan-Wook ist wohl mit diesem Film an einem Scheideweg seiner bisherigen Karriere angekommen.
Nachdem der Südkoreaner mit seiner Rachetrilogie und Joint Security Area in seiner Heimat ein Avantgarde-Regie-Star wurde und sich stetig v.a. durch "Oldboy" weltweite Achtung verdiente (Spezialpreis der Jury in Cannes), schien der Gang nach Hollywood unvermeidlich.
Ein gewisse Parallele zum damaligen Werdegang John Woos zu ziehen, wäre nach nur einem Film töricht, dennoch denke ich, dass beide Filmemacher in Ihren ersten Hollywood-Krachern alte Qualitäten vermissen ließen/lassen.
Dabei wird der Regisseur nicht einmal seinen typischen Mustern untreu. Im Gegenteil. Optisch setzt der Film wie gewohnt auf düstere, mitunter kafkaeske Atmosphäre, benutzt subtile Farbgebung, um moralische Werte zuzuordnen usw. Kurzum, der Film strotz wie schon Oldboy von suggestiver Optik. Starke Kontraste von Androgyn weißen Räumen über heruntergekommene Hospitale in nahezu gothic-haftem Stil über verwaschene Häuserdächer und pechschwarze Seen bei Nacht. Das bewährte System ist und bleibt eine, wenn nicht sogar die, Stärke des ganzen Films. Quasi als Pendant zum makellosen Arthouse eines Christopher Nolan, versteht Park es, seine Welt perfekt in Harmonie mit dem filmischen Subkontext zu setzen.
Der Cast, der für "Durst" zusammengetrommelt wurde birgt allerdings (passenderweise) Licht und Schatten. Die weibliche Hauptdarstellerin Ok-vin Kim schafft in "Durst" eine nahezu perfekte Synthese aus Zartheit und Perfidität, bestialischer Brutalität, Wollust und Attraktivität. Ihrer schauspielerischen Leistung ist es zu verdanken, dass die Zerrissenheit der männlichen Hauptfigur überhaupt zu tragen kommt. Kang-ho Song selbst, obwohl hoch gelobt und geliebt in seiner Heimat, bleibt in diesem Film vampirisch-blass. Die Absicht, mit einem stillen Charakter mehr Augenmerk auf Mimik, Gestik und Handlungen der Figur zu legen, mag bei Min-Sik Choi richtig gewesen sein. Song hingegen bleibt in vielen Szenen eigenartig statisch und reglos. Was als Kunstgriff um Unbeholfenheit auszudrücken gemeint sein könnte, macht es letztendlich doch sehr schwer die Motive der Figur zu erfassen. Die meiste Zeit schwimmt der eigentliche Hauptdarsteller also im Kielwasser seiner Gespielin, deren Wandel nach und nach zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung wird.
Wie sich diese darstellt wurde schon zulänglich von anderen Rezensenten beschrieben - daher nur in aller Kürze :

Ein katholischer Priester realisiert, dass er keinen Einfluss auf das Leiden und Sterben der Menschen in seinem Umfeld hat. In seiner Ohnmacht, dem ein Ende zu bereiten, wendet er sich zusehends von Gott ab und meldet sich sogar als Versuchskanninchen für ein medizinisches Experiment, um so auf Kosten seiner eigenen Gesundheit die Hoffnung zu haben, anderen helfen zu können. Das Experiment selbst jedoch verwandelt ihn jedoch permanent. Übermenschlich stark und schnell kehrt er in die Welt der Lebenden zurück, muss jedoch fortan Sonnenlicht meiden und sich von Blutspenden ernähren. Als das einsame Monster jedoch seine Gefühle für eine junge Frau entdeckt, brechen im Lauf der Beziehung alle Dämme und Hemmungen und der Abstieg beider in die irdische Hölle scheint unausweichlich.

Eigentlich wartet der Twilight geschundene Kinogänger ja geradezu auf einen Vampirfilm, der die bemitleidenswerte Existenz der Fabelwesen in heutiger Zeit ernsthaft behandelt. Nachdem "Interview mit einem Vampir" eindrucksvoll demonstrierte, wie der Kampf um Menschlichkeit, diese Kreaturen zu zerreissen vermag, scheiterte jüngst etwa "Daybreakers" an blutleerer Inszenierung.
Mittendrin zwischen beiden befindet sich nicht nur chronologisch eben "Durst". Menschlichkeit ist sicher ein wichtiges Leitmotiv des Filmes. Darüberhinaus birgt die Handlung allerdings noch andere Facetten. Allen voran steht meiner Meinung nach Schöpfung. Ein von Gott (seinem Schöpfer) Enttäuschter erschafft selbst ein Wesen, mit dem er in bester Frankenstein Manier hadert - Faszination und Abscheu ergeben ein Wechselbad der Gefühle. Insbesondere die intime Beziehung beider wird in diesem Kontext fatal dargestellt. Wie schon in "Splice" wirkt die Intimität zwischen Schöpfer und Schöpfung stellenweise inzestuös sündhaft. Ungewollt und doch unvermeidlich. Sünde selbst begeht der Priester jedoch auch geradezu akribisch in Form der 7 Todsünden. Von Ehebruch bis Mord lässt er nach und nach von all seinen vorherigen Prinzipien als Patron des christlichen Glaubens ab und gibt sich seiner unheiligen Existenz hin.
Ein Südenfall mit doppeltem Boden. Der eifrige Mix von Kafka, Mary Shelley und anderen Größen düsterer Lyrik schwächelt oftmals an kleinen Punkten. Martials-Arts-haftes Gehüpfe an überdeutlichen Drahtseilen über Häuserdächern mutet geradezu trashig an und auch der typische reduzierte Stil an Bewegungen und Einstellungen wirkt teilweise mehr, als würde er dem Film Charakter nehmen statt geben.
Durst ist kein Adrenalin-Action-Kino. Allerdings auch keine seichte Ballade. Vielmehr ist es eine sehr brutale und blutige Exerzierung zweier Schicksale mit einer Kamera die schmerzhaft nahe am Geschehen bzw. der Handlung bleibt. Inszenatorische Kleinstaussetzer und ein etwas suboptimal gecasteter Protagonist nehmen Durst dennoch im Endspurt zu 5 Sternen den Atem. Für Genrefreunde ist er dennoch ein Schmankerl, dass weitgehend überzeugt und durchaus gut unterhält.
Ich bin froh den Film zu besitzen und hoffe trotzdem, dass Chan-Wook Park die hier dargebrachte Leistung noch einmal toppen kann
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 16. Juli 2010
Der junge Priester Sang-hyeon (Song Kang-Ho) arbeitet im Krankenhaus eines kleinen Dorfes. Der gläubige Mann ist immer bestrebt, nur Gutes zu tun und sehr selbstlos seinen Mitmenschen wirkliche Hilfe anzubieten.
Daher meldet er sich auch als freiwilliger Proband in einer von der Aussenwelt abgelegenen, katholischen Forschungsstation um nimmt dort freiwillig an einem extrem gefährlichen medizinischen Experiment. Dies dort verabreichten Testmedikamente sollen dazu dienen, dem tödlich verlaufenden Emanuel Virus Einhalt zu gebieten und neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Doch diese wissenschaftliche Studie wird zum Alptraum für alle 50 Freiwilligen. Es entsteht eine nicht vorhersehbare neue Infektion, die ausreichend viele Bakterien in die Blutbahn wirft, so dass die körpereigene Abwehr zerstört wird. Resultat sind Blutvergiftung und sichtbare Beulen am ganzen Körper, ähnlich wie bei einer Pest.
Die dortigen Ärzte stellen bereits den klinischen Tod des jungen Priesters fest, aber wie durch ein Wunder kommt er durch eine Bluttransfusion wieder zurück. Fortan gilt der Gottesmann, der sich als Aussätziger fühlt und seine Pestbeulen verhüllt, als Heiliger. Verstärkt wird dies auch noch dadurch, dass man ihm tatsächlich die Heilung des krebskranken Kang-Joo (Sin Ha-Gyoon)zuordnet, der ein Jugendfreud von ihm war. Fortan wird er von der dankbaren Mutter Frau Ra (Kim Hae-Sook) behandelt wie ein Familienmitglied. Sehr oft wird dort Majong gespielt und der Priester entdeckt durch sein neues Leben auch Lust und Sehnsucht. Er bemerkt, dass er zum Weiterleben Blut braucht und somit wohl ein Vampir geworden ist. Und immer mehr begehrt er die junge Frau seines Freundes. Er fängt mit der frustierten, wie gelangweilte Tae-Jo (Kim Ok-Bin), die sich selbst verletzt, tatsächlich ein heimliches Verhältnis an. San-Hyeon hat aber mit seinen Gewissensqualen zu kämpfen. Er ist fest entschlossen, keine Menschen im Blutrausch zu töten und sucht nach anderen Wegen an Blut zu kommen. Und er will seiner Geliebten auch die bald die Wahrheit sagen...
"Durst" ist der neue Film des inzwischen sehr geschätzren koreanischen Meisterregisseurs Park Chan-wook, der vor allem durch seine Rachetriloge "Mr. Vengeance", "Oldboy" und "Lady Vengeance" berühmt wurde. Man kann "Durst" vielleicht als krassen Gegenentwurf zum derzeitig angesagten, etwas blutleeren "Twilight" Kuschelvampirfilm begreifen. Seine Variante ist erwachsener und mündet nach einer Stunde in eine Art Choreographie des Grauens. Dann nämlich wenn beide Vampire in einen Kampf zwischen hemmungsloser Lust und Moral, Mordgier und der Sehnsucht nach Erlösung verstrickt sind. Tae Joo entwickelt sich als Untote zu einer Femme Fatale, ähnlich raffiniert wie im Film Noir.
Dieser zweite Teil ist Park Chan Wook weitaus besser gelungen als die sehr lange Einleitung, die etwas langatmig und antriebsschwach inszeniert wurde. Trotzdem vernachlässigt Park Chan-wook in dieser Einführung aber die psychologische Entwicklung seiner Figuren und verfolgt einen etwas chatoischen Erzählrhythmus, der sich erst im Hauptteil auflöst, dann wenn man merkt, wohin die Geschichte geht. Der Kampf des vernünftigen Mannes gegen seine völlig entfesselte Gespielin...grins.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 19. Oktober 2010
DURST stammt vom südkoreanischen Regisseur des Klassikers Old Boy und ist eine ungewöhnliche Mischung aus Vampir-, Liebes-, Erotik-, Horror-, Rachefilm mit religiösen, komödiantischen und tragischen Elementen. Der Film basiert ausserdem lose auf dem Roman "Thérèse Raquin" von Émile Zola. Wie sich aus obiger Aufzählung folgern lässt, hat DURST mit dem üblichen Hollywood-Einheitsbrei nichts gemein und unterscheidet sich in jeder Hinsicht von den aktuell (bei manchen) so beliebten "Twilight" Filmen.

Der Beginn: Ein streng gläubiger Priester meldet sich freiwillig zu medizinischen Experimenten. Er wird mit einem tödlichen Virus infiziert, stirbt erwartungsgemäß qualvoll und kommt zurück, weil er rein zufällig im OP eine Infusion mit Vampirblut erhalten hat. Er ist fortan Vampir, hat gesteigerte Kräfte und verträgt kein Sonnenlicht. Ohne frisches Blut kommt aber auch der Virus zum Ausbruch. Das zölibatäre Leben wird für ihn als Vampir immer mehr zur Qual, er verguckt sich in die Ehefrau eines Jugendfreundes, usw. usw....

Die ständig wechselnden Genres sind für den Zuschauer eine gewisse Herausforderung. Leider konkurrieren erstklassig inszenierte Szenen mit häufigen Phasen, welche Langeweile und Ratlosigkeit hervorrufen. Der Film trifft sicher nicht jedermanns Geschmack, die Spielzeit von mehr als zwei Stunden vergeht keineswegs wie im Flug.

Bild- und Tonqualität (DD 5.1) gehen für eine DVD in Ordnung, Interessierte können nach der südkoreanischen Extended Edition (14 Minuten länger) Ausschau halten...
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. August 2015
gar nicht meinem Geschmack entspricht. Der ordinäre Pfarrer, das notgeile Weib, diese bescheuerte Familie, der der behinderte Abt (?). Wirklich nicht meines. Erst wird der Pfarrer Vampir und der Abt (?) hilft ihm, dann auch noch diese notgeile Hausfrau. Zusammen begehen der Ex-Pfarrer und die untreue Ehefrau sexuell und vampirisch begründete Morde und gehen dafür unter. Sie werden von der Sonne ausgelöscht. Ich bin immer wieder bereit mich auch auf neue Aspekte beim Film einzulassen. Aber scheinbar ist mir die koreanische Mentalität schlicht zu fremd, als dass ich erkennen könnte, was bei denen Ernsthaftigkeit, oder einfach nur Spaß ist. Das gebe ich ehrlich zu. Und die vielen Sexszenen haben mich ermüdet.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,49 €
7,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken