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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2017
Tarantino selbst sagt, dass es sein bester und liebster Charakter ist, der Hans Landa. Und um den geht es letztlich auch in diesem Film. Die Szenen mit ihm sind grandios, Waltz hat seinen Oscar dafür mehr als verdient.
Daneben können die anderen guten Schauspieler nur dafür sorgen, dass der Film weitergeht.
Wie immer ergeben einzelne Szenen, die oft quälend lange ausgemalt werden, am Ende so etwas wie eine Geschichte.
Tarantino eben, man mag ihn oder nicht. Dies ist einer seiner guten Filme weil seine Schwäche (tolle einzelne Kapitel - schwächeres gesamtes Buch) nicht so zum Tragen kommt.
Landa reisst es raus. Muss man gesehen haben, ist eine schauspielerisches Meisterwerk.
Ein Bingo 😂
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am 25. Mai 2017
Dieser Tarantino Film ist wie erwartet in einwandfreiem Bild und Ton geliefert worden. Umfangreiches Bonusmaterial mit Interviews usw. findet sich darauf. Das ich mit der geschichtlichen Darstellung und schauspielerischen Art der Umsetzung meine Probleme habe möchte ich nicht unterschlagen. Das zeitgeschichtliche Szenario war in der Tat blutig und brutal. Das die Figuren überzeichnet (aus meiner Sicht) daherkommen, ist eben künsterlerische Interpretation. Das ich dem Film deswegen nur drei Sterne gebe, ist auf meine Bedenken zurückzuführen. Technisch gibt es nichts auszusetzen.
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am 17. Februar 2017
Schreibe diese Kritik eigentlich nur, weil ich nicht nachvollziehen kann, warum der Film nur 3,5 Sterne im Schnitt und so viele miese Bewertungen erhalten hat. Da muss ich wirklich mal dagegen halten, der Film ist nämlich klasse! Klar, er ist brutal, klar, es finden oft längere Gespräche statt, in denen es nicht nur um Action, Action, Action geht. Aber das macht es doch nicht schlechter, im Gegenteil! Die Dialoge und die Musik dazu sind spitze und auf den längeren Dialogen folgen oft unvorhergesehene (zumindest für mich) Handlungswechsel und du sitzt nur vor dem Fernsehen und denkst dir "Krass, wie ist das denn wieder passiert?!"
Also, wer auf einem unterhaltsamen und etwas anderen Film (für nicht-Tarantino-Kenner) Lust hat, wird sicherlich nicht enttäuscht werden!
Einziges an dieser Stelle erwähnenswertes Manko: In der für Prime-Video angebotenen Version des Filmes ist nur die deutsche Sprache einstellbar. Im Original auf Englisch macht er mehr Spaß (es sind immer noch genug Dialoge auf Deutsch dabei), weil er dabei mehr mit Sprachwechseln "spielt" und in sich konsistenter ist.
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am 8. Februar 2017
Inhalt:
Im besetzten Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Aldo Raine (Brad Pitt) und seine ausschließlich aus jüdischen Soldaten bestehende Spezialeinheit sind nur als die Basterds bekannt, kämpfen mit unkonventionellen Methoden und sind bei den deutschen Soldaten gefürchtet. Auf der Gegenseite besitzt Hans Landa (Christoph Waltz), genannt 'Der Judenjäger', einen ähnlichen Ruf: Der wortgewandte Oberst besitzt ein besonderes Talent zum Aufspüren der Verfolgten und hat bereits Unmengen von ihnen auf dem Gewissen, darunter auch die Familie von Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent), die dem Massaker als junges Mädchen knapp entging.
Shosanna leitet mittlerweile unter falschem Namen ein kleines Kino in Paris, in dem Joseph Goebbels (Sylvester Groth) auf Wunsch des hochdekorierten Soldaten Fredrick Zoller (Daniel Brühl) die Premiere seines neusten Propagandafilms plant. Nicht nur Hans Landa, sondern auch die gesamte deutsche Führungselite sind als Gäste zu der Veranstaltung eingeladen. Sowohl Shosanna als auch die Basterds planen Anschläge, mit denen sie den deutschen Führungsstab während der Premiere auslöschen wollen...

Darsteller: Spielen authentisch und die Requisiten sind toll.

Ausstattung:
Bildformat: 2,40:1 (1080p)

Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch

Extras: •Erweiterte und Alternative Szenen◦Mittagessen mit Goebbels
◦La Lousianne Kartenspiel
◦"Stolz der Nation" beginnt
•"Stolz der Nation" - Kompletter Film
•Diskussion am runden Tisch mit Quentin Tarantino, Brad Pitt und Elvis Mitchell
•Making Of von "Stolz der Nation"
•Ein Gespräch mit Rod Taylor
•Rod Taylor und Victoria Bitter
•Die echten "Inglourious Basterds"
•Quentin Tarantinos Kamera-Engel
•Hi Sallys
•Filmplakate-Tour mit Elvis Mitchell
•Inglourious Basterds Postergalerie
•Trailer◦Teaser
◦Amerikanischer Trailer
◦Internationaler Trailer
◦Japanischer Trailer
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am 24. Februar 2017
schnell bestellt, schnell geliefert und es wurde ein schöner Filmabend. Der Film ist einfach klasse. Für uns eine lohnende Bestellung
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am 18. Februar 2017
...man sollte schon ein Tarantino Fan sein. Andernfalls kommt einem die Handlung etwas abgehoben vor. Wer Tarantino liebt, der wird diesen Fil lieben.
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am 18. April 2017
Wenn man was Blut und Gewalt angeht nicht zu empfindlich ist, einer der großartigsten Filme die Ich je gesehen habe.
Sehr zu empfehlen
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am 26. Februar 2017
Genialer Film, gute Schauspieler, tarantino und Interessantes Thema gut umgesetzt. Wirklich sehr sehr Unverständlich warum er soll wenige Sterne hat
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am 13. März 2017
Tarantino und ich - Das ist eine Verbindung, die nicht immer eitel Sonnenschein ist.
Sein neuestes Werk " Hatefull eight" finde ich unerträglich hohl und aufgeplustert, sein " Kill Bill" halte ich dagegen für ein emotional mitreissendes, aufsehenerregendes Rauschkino voller Ekstase, Wucht und Spannung. So wie Tarantino seine Zuschauer regelmässig in Pro und contra spaltet, so bin auch ich bei jedem neuen Werk hin und hergerissen zwischen Genie und Banalität, zwischen Kunstfertigkeit oder hohlem Blendwerk, zwischen reiner stilistischer Zitatenklauberei und echter intensiver filmischer Grösse.
Zweifelsohne hat mich " Inglourious Basterds " begeistert und ich halte diesen mutigen, in allen Bereichen aussergewöhnlichen und verschrobenen Ausflug in Europas dunkelste und barbarischste Zeit für ein immens reichhaltiges, kluges, hintersinniges und überwältigendes Epos , das von der Komplexität , Ausgetüfteltheit und Schönheit wohl Tarantinos beste Arbeit nach dem " Kill Bill" Momentum ist.

Wie nähern wir Nachgeborenen uns dem Grauen an und bearbeiten die Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft ? Kann die Welt jemals wirklich diese dunklen Dämonen einer Epoche zufriedenstellend einordnen oder einen adäquaten Umgang mit den schlimmsten Verbrechern und den unmenschlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte finden ? Wahrscheinlich nicht und es ist auch niemals angeraten mit der Geschichte abzuschliessen . Nicht um heutigen ( natürlich völlig unschuldigen) Generationen die Schuld der Väter anzulasten. Das wäre Unfug, sondern um Mechanismen , Situationen, verhängnisvolle Zusammenhänge immer wieder zu verdeutlichen, die letztendllich in eine Menschheitskatastrophe ohnegleichen führten . Deutschland hat seine Vergangenheit über siebzig Jahre nach dem Untergang des Nazi Regimes ausführlich bearbeitet und durchleuchtet. Wir haben schon seit Jahrzehnten ein neues Deutschland, das selbstbewusst sein darf und stolz sein kann auf seine unzähligen guten Errungenschaften seit Entstehen der Bundesrepublik und doch reicht die furchteinflössende schauerliche Anziehungskraft eines Adolf Hitlers , eines Goebbels und Görings bis in die heutige Zeit. Die Auseinandersetzung mit den Schergen, Massenmördern und Helfershelfern endet nie und die Erinnerung darf auch nicht beendet werden. Und dennoch fällt auch beim wohlmeinendsten aufklärenden Anspruch auf , dass das Verhältnis zu unserer dunkelsten Zeit immer noch hochambivalent ist, ja gerade in Filmwerken , sicherlich ohne es inszenatorisch bewusst forcieren zu wollen, sogar oftmals verdreht ehrfürchtig daherkommt, pathetisch und auch vom wohligen Schauer der Theatralik durchsetzt.
Wie wird medial der grösste menschliche Abschaum der Deutschland in den Untergang riss, denn nun behandelt ? Bei Guido Knopps " Hitlers Helfer" branden regelmässig wagnersche Klänge auf, wenn Himmler seinen Arm zum Hitlergruss erhebt, in Hirschbiegels " Der Untergang" soll Hitler zwar als gebrechlicher Mensch mit allen Schwächen dargestellt werden, dennoch umgibt die gesamte Nazi Götterdämmerung im Bunker eine grosse hehre Dramatik , eine schaurig spannende Inszenierungswucht, die das Ende zu einer griechischen Tragödie stilisiert oder passender zu einer germanischen Heldensage. Ohne es zu wollen nähren Hirschbiegel und Co. ebenfalls den Mythos. Die Reportagen und Filme sind hervorragend und packend inszeniert, doch sollte man gerade deswegen zumindest wachen Auges diesen Hang registrieren in dramatischen Inszenierungen dann doch der überlebensgrossen Stilisierung in Bild und Ton zu erliegen . Die Obersten auch als Hauptinitiatoren und abgehobenes , gleichwohl charismatisches Kuriositätenkabinett darzustellen mit der Tendenz bei ihnen sämtliche Schuld abzuwälzen, trifft die Wahrheit nicht. Pathos des Bösen lässt vergessen, dass nur durch Wegschauen oder Mitmachen eines Grossteils des deutschen Volkes , des Mannes von der Straße, des Nachbarn und Kollegen das Unheil erst möglich war.
Fernsehen und Zeitungen überschlugen sich auch vor kurzem , da nun das wirre Geschreibsel unseres allgegenwärtigen grössenwahnsinnigen Lebensversagers , Postkartenmalers und Massenmörders " Mein Kampf" wieder frei im Buchhandel verfügbar ist und mit wohligem Schauer titelt die Bild Zeitung so oder ähnlich in schöner Regelmässigkeit , " Hitlers geheimes Liebesleben- endlich offenbart" .
So ganz lässt uns alle die morbide Faszination des Bösen, welches eigentlich ein unsagbar banales, nichtswürdiges Böses ist , also nicht los. Warum , das ist eine sozialpsychologische Fragestellung , die hier zu weit führt.

Wie ERFRISCHEND ist es da , wenn ein " Inglourious Basterds" einmal daher kommt und uns so unverblümt und ketzerisch die Nazis und ihre stumpfsinnige Banaliät des Bösen so geradeheraus, ehrlich ohne jeglichen Pathos oder Überhöhung vorführt und damit die Unholde entdämonisiert ohne sie zu verharmlosen.
Auf eine Szene nur kurze Sekunden dauernd, sei beispielhaft hingewiesen . Da denkt Joseph Goebbels kurz daran wie er schwitzend und keuchend von hinten seine französische Dolmetscherin einmal richtig durchjodelt und das wird auch gezeigt . Gleich darauf ist er auch schon wieder schmatzend im Bistro mit seinem Kuchenteller beschäftigt, verteilt schmierige Komplimente , während er seine wohlfeilen rassistischen Thesen über Juden heraussalbadert.
Die Nazis sind in " Inglourious Basterds" ohne beklemmende Aura, ohne Faszination des sanften Grusels gezeichnet, sondern einfach nur ein widerwärtiger, eitler, dummdreister, dekadenter Kothaufen, von dessen Ausdünstung selbst die Jugend für immer im Denken vergiftet wird. ( siehe die Rolle von Daniel Brühl). Eine Kaspertruppe des Irrsinns , die die Welt in Schutt und Asche legt und auch der Führer ist kein, dann doch subtil bemitleidenswerter Charmebolzen wie Bruno Ganz in " Der Untergang", sondern ganz einfach wohl der grösste lachhafteste Idiot aller Zeiten, ein brüllendes, puterrot anlaufendes Würstchen für den das Ausradieren von Völkern ein Räuber und Gendarm Spiel ist und der dann am Ende sogar bei einem Attentat im Kinosaal mit Maschinengewehrfeuer endlich seinen schnäuzbärtigen Eierkopf wegegfräst bekommt .
Man bedenke, " Inglourious Basterds" ist ein Märchen, eine fabulierfreudige Moritat und im Märchen können solche Wunschträume noch Wirklichkeit werden.

Tarantino schafft es in bewundernswerter Weise sein Werk aus tausenden und abertausenden Facetten vom Exploitationkino über den Italowestern bis zum Arthouse Drama und Autorenfilm zu einem neuen Ganzen zu verschmelzen , das in Widersprüchen, emotionalen Wechselbädern nur so schwelgt , die Spielregeln des Erzählens und der Kinomechanismen auf den Kopf stellt und letztendlich zu einem einmaligen, in vielerlei Hinsicht bewegenden Filmerlebnis wird. Man könnte auch sagen, ein böse und traurig zugleich funkelndes Filmmonster, das man erfühlt, bestaunt und dem man schwer in Worten gerecht werden kann. Befreiend und losgelöst von der Schwere und Gediegenheit des deutschen Erinnerungskinos ohne jedoch , und das sei betont, die Nazigräuel nur im entferntesten zu verharmlosen , sondern gerade durch die Stilistik des Films erscheint die dekadente Brut in ihrer kaltschnäuzigen Dummheit, Geckenhaftigkeit und Unmenschlichkeit noch viel gefährlicher.
Sang und klanglos ohne Kitsch , sondern in der Groteske sogar ein beissendes , befriedigtes Grinsen beim Zuschauer heraufbeschwörend ist dann auch ihr gewaltsamer Tod. Und bei Tarantino segnen sie fast alle das Zeitliche, werden ruckedizuck von Brad Pitt skalpiert oder gebrandmarkt mit ihrem Hakenkreuzsymbol. Tja, und wenn sie einfach nur die Eier abgeschossen bekommen oder die Füsse, alles ist genauso unehrenhaft , wie es eben dem Gesocks zusteht. Sterben, noch nicht einmal in kitschiger Grösse, sondern zertreten werden, wie ein lästiges Ungeziefer, das muss wohl waschechten Nazis ( man musste mal Höcke von der AFD fragen) am meisten wehtun.

" Es war einmal im nazibesetzten Frankreich..." so beginnt mit in malerisch warme Farben getauchten Landschaftsbildern das zweieinhalbstündige Filmepos, das sich über die Jahre 1941 bis 1944 erstreckt. Märchen sind oft grausam,archetypisch , manchmal bunt und naiv , doch gerade dadurch erzählen sie etwas Wahrhaftiges, Unverstelltes, Ehrliches über menschliche Widersprüche, gesellschaftliche Mechanismen und das Innerste unserer Seelen. Hier wird es nicht anders sein. Hinter der schillernden Fassade ist " Inglourious Basterds" ein weiser Film, der mit grimmigem Schmerz auf das sinnlos zerstörerische Treiben und die quälenden emotionalen Verflechtungen der Menschen blickt, dabei tief im Unterbewusstsein wühlt.
In fünf Kapitel teilt Tarantino sein Werk ein. Eine epische, literarische Herangehensweise , auch an ein klassisches Drama erinnernd , die mir auch schon in " Kill Bill" sehr gut gefallen hat. Unmöglich ist es, das extrem spannungsreiche, gewitzte, vor Brillanz der spitzzüngigen Dialoge und fintenreichen Szenen nur so übersprudelnde Ausnahmewerk in eine nüchterne Inhaltsangabe zu pressen ohne das zuviel an Überraschung in der herrlich labyrinthischen Struktur verloren ginge.
Deshalb nur soviel : Zentrale Erzählstränge beinhalten die Geschichte des SS- Oberst Landa ( Christoph Waltz) , seines Zeichens berüchtigter Judenjäger , sowie der jungen Jüdin Shosanna. Diese musste als Kind miterleben , wie Landa ihre ganze Familie bestialisch ermorden ließ.
Im Jahre 1944 betreibt die junge Frau nun unter falscher Identität ein kleines Kino . Durch einen in Liebe zu ihr entflammten jungen deutschen Kriegshelden ( Daniel Brühl) kommt ihr die Ehre zuteil, das neueste filmische Heldenepos auf ihrer Kinoleinwand aufführen zu dürfen.
Wie ein Blitz trifft sie die Erkenntnis, dass auch jener Oberst Landa nebst allen Nazigrössen bei der Premiere anwesend sein werden. In ihrem Kopf reift der Plan zu einem Attentat. Eine Vergeltung für ihr Leid bei dem jeder im Kino in einer Feuersbrunst sterben soll.
Von dem Besuch der Nazi Prominenz in dem kleinen Kino bekommen aber auch eine wilde Horde Widerstandskämpfer Wind , ( Brad Pitt, Eli Roth, Til Schweiger etc. ) , die nun ebenfalls von höchster Stelle den Auftrag bekommen, einen Bombenanschlag im Kino vorzubereiten .Desweiteren gibt es in dem streng in Plansequenzen unterteilten Epos noch zahlreiche weitere Haupt-und Nebenfiguren, Querverweise und geniale Zitate und Assoziationen zu bestaunen, die stets zwischen schwärzestem Humor, bedrohlicher Intensität, lauernder Gefahr und plötzlichem blutigem Ausbruch schwanken.
Im fünften Akt werden sich alle Handlungsfäden vereinigen in einem nervenzerrenden, packenden Finale , das so ganz nebenbei auch noch von Hitchcock ( " Saboteure") , Mel Brooks bis Sergio Leone (" Once upon a time in America" ), von französischen Melodramen der dreissiger Jahre bis zum Film Noir alles zitiert, was an Filmästhetik Rang und Namen hat.

Kino als Fetisch , Kino als selbstreferentielles Medium , Tarantino schwelgt in Dekors, in Zeitlupen, wundervollen Kamerafahrten, die Brian de Palma beklatschen würde, begeistert mit Chuzpe und Verve in kleinen Spitzfindigkeiten, ( damit jeder weiß, dass Göring das Theater betreten hat, erscheint einfach ein Kreidepfeil auf der Leinwand, der auf diesen hinweist , -irre- ), und erweist sich als wahrer Magier aller Stilmittel, die Kino zu bieten hat, ohne jedoch das Narrative zu vernachlässigen. Bunt , elegant , schmutzig und grell, durchdrungen von der Lust am Sinnenkino an sich, an transgressiver Grenzüberschreitung, an einer wunderbar verschlungenen Story und grossen unmittelbaren Herzschlagmomenten und das ohne ein einziges Mal Nazis oder Nazijäger zu glorifizieren oder beflissen den Zuschauer in eine Richtung zu manipulieren.
Tarantino lässt die grosse menschliche Tragikomödie zu einer grimmigen , gleichwohl tieftraurigen Farce werden, die dadurch soviel mehr über die Degeneration des Homo Sapiens in einer Welt aus den Fugen zu sagen hat, als alle betroffenheitssäuselnden " ernsthaften" Historienbearbeitungen.

Gerade die deutschen Schauspieler von Til Schweiger, August Diehl bis Daniel Brühl spielen wie befreit auf und getoppt werden sie nur noch von Christoph Waltz, der für diese unsagbar fiese Rolle des bürokratischen , milchtrinkenden Nazi Teufels Landa , stets maliziös lächelnd, dass einem vor Wut der Atem stockt, zurecht oscarprämiert wurde.
" Inglourious Basterds" ist mitnichten eine tumbe Rachephantasie, dafür ist der Film viel zu intelligent und universell angelegt und obendrein zutiefst moralisch. Ohne jemals die Verbrechen der Deutschen zu relativieren bekommen hier alle, sei es Widerstandskämpfer , kollaborierende Franzosen , Amerikaner, Briten ihr Fett weg. Auch für die Liebe ist hier kein Platz mehr, sie zerfetzt und stirbt genauso erbärmlich im Kugelhagel, wie Freund und Feind, Gut und Böse. " Inglourious Basterds" ist das Produkt eines irren Lachens über den Wahnsinn menschlicher Verbohrtheit und Verblendung , während innerlich das Herz vor Trauer verblutet, das wird in vielen, oft kleinsten Momenten deutlich.
Verbrennen und vergehen werden sie im grandiosen Feuer- Finale fast alle. Hitlers Gesicht, ein einziger Brei von Kugeln durchsiebt. Ohne Märtyrertum, oder nachdenkliche gedankenvolle Feierlichkeit oder heroische Musik. " Einmal da wird noch 'mal ein Wunder geschehen", singt Zarah Leander und die menschliche Komödie der verzweifelten Art wird schon irgendwie weitergehen.
Selten habe ich in letzer Zeit ein deart detailreiches , ehrliches, nachdenkenswertes und brillantes Filmepos gesehen. " Inglourious basterds" ist reines Kino , eine Menschen- Burleske , die aufwühlt , berauscht und noch lange nachwirkt.
Tarantino, das ist neben " Kill Bill " dein Meisterstück.
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am 6. Februar 2016
Wer ein geschichtlich korrektes Filmwerk erwartet, sollte sich lieber etwas anderes anschauen. Es ist Unterhaltung mit einer alternativen Geschichtsschreibung und dementsprechend muss es auch nur vermeintlich Realitätsnah sein. Unterm Strich ist es ein unterhaltsames Gedankenspiel auf dem Hintergrund der Gräueltaten des zweiten Weltkriegs. Mehr nicht. Weniger aber auch nicht.
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