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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
54
4,7 von 5 Sternen
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am 10. Mai 2017
Aufmerksam wurden wir auf CD und Künstler durch unsere Lieblingsserie Chuck mit Zachary Levi & Co. Dort wurde das Album lediglich zitiert. Es gefällt uns gut, aber nicht ganz so gut wie andere Songs und Alben, die in der Serie verwendet werden. Wir sind musikalisch rock-, metal-, indie- und alternative-lastig unterwegs. Ich empfehle, bei Zweifeln, einfach mal reinzuhören.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Juni 2011
FUNERAL - beerdigt (oder vergesst) alles was ihr bis dato gehört habt und zieht euch diese Scheibe rein! (Vielleicht auch deshalb der ungewöhnliche Titel?)

Im Ernst:
Unglaublich, dass ein Debütalbum derart ausgeklügelt sein kann! Dabei sind nicht nur die Kompositionen der einzelnen Songs (mit den vielen, vielen Musikern) umwerfend - die Platte kann durchaus auch als EINE GESAMTKOMPOSITION betrachtet werden (Wirklich: Hören Sie die sich die Scheibe unbedingt einmal am Stück an!).

Eigentlich schäme ich mich ja ein bisschen dafür. Aber ehrlich gesagt habe ich erst über das Letztwerk THE SUBURBS so richtig zu ARCADE FIRE gefunden! Prompt habe ich mir NEON BIBLE (Album Nr. 2) und ebenso dieses Werk hier nachbestellt - aber erst nach einem (ist erst eine Woche her) Live-Konzert, bei dem die Band fast das gesamte Material von FUNRAL dargeboten hat, habe ich auch hierzu den "wahren", unverwüstbaren Herzenszugang gefunden.
Und obwohl ich Musik gegenüber grundsätzlich sehr offen und positiv gegenüberstehe, kommen solche Aha-Effekte und Gänsehautgefühle auch bei mir nicht gerade täglich zum Vorschein.
Bei FUNERAL war und ist aber genau dies der Fall!

Ich kann gar nicht sagen, welche Nummer ich hierauf am besten finde. Ich mag sie einfach alle... Und was am schönsten ist: Man kann getrost wieder und wieder ins CD-Regal greifen und FUNERAL auflegen! Anstatt anzuöden und sich abzunützen wächst die Platte immer weiter! GROSSARTIG!!

Im Nachhinein ist mir auch klar geworden, warum ARCADE FIRE bei ihrem Live-Auftritt so viele Songs dieses Albums zum Besten gegeben haben. Im Gegensatz zu NEON BIBLE (hier trifft es ganz besonders zu) und THE SUBURBS ist FUNEARL - trotz einiger schmerzlicher Texte und auch schwerer Akkorde - fast schon ein Gute-Laune-Album. (Obwohl THE SUBURBS durchwegs auch die eine oder andere unbeschwerte Nummer zu bieten hat).

Fazit: Schon jetzt ist FUNERAL (warum steckt hier bloß das Wort FUN drinnen?) eines der ganz großen Pop-Alben - mit vielerlei anderen (alternativen) Einflüssen gepaart freilich.
Ein Album, das sowohl Musikgourmets als auch Mainstreamhörer glücklich machen wird. Vermutlich - neben THE SUBURBS - das größte Album des eben vergangenen Jahrzehnts!!

Hierfür könnte man auch 6 STERNE vergeben. PHANTASTISCH!
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2007
Blind wie ich war, habe ich die Musik von Arcade Fire aus der Ferne mit den Stücken von Mogwai verglichen. Diese Gegenüberstellung ist definitiv falsch!
Die experimentierfreudigen Kanadier mit meinen E-Gitarren- Göttern aus Schottland zu vergleichen war bloße Ahnungslosigkeit.
Tatsächlich hat jeder einzelne Titel auf "Funeral" eine Begleitstimme zur Musik (was bei Mogwai fast nie gegeben ist). Dazu kommen eine unzählige Menge an verschiedenen Instrumenten (und bekanntlich können Kanadier alle Instrumente der Welt spielen), die völlig unterschiedliche Songs entstehen lassen.
Das Problem dabei ist aber leider, dass hier ein wenig "Definitives" verloren geht. Die Stücke sind so unvergleichbar, wie sie als Gesamtwerk fast undefinierbar sind. Sprich: Man weiß nie so genau, welchen Song man eigentlich gerade hört.
Auch gehen mir typische Gefühlsregungen ab, die ich bei Archive oder Mogwai (oder sogar bei den Super Furry Animals) deutlich finden kann.
Funeral ist nett zum anhören, aber vielleicht muss ich mich noch etwas mehr in die Titel hinein-hören um deren Tiefe zu entdecken.
Das ganze schwebt zwischen Classic- Pop und alternativer Schwermut, was natürlich grundsätzlich nichts Schlechtes ist. Mir kam manchmal der Vergleich zu den alten Freunden von "Ultravox" auf - wenn diese ein Unplugged- Konzert gespielt hätten, ohne den elektronischen Kram.
Einen Punkt muss ich aber noch ansprechen, der mir etwas übel aufgestoßen ist: Wieso zum Teufel hört sich jeder einzelne Song so an, als hätte die Band ihn in einer leeren Tiefgarage aufgenommen? Wenn ein Violinenarrangement klassisch hallt ist das genau richtig. Wenn sich aber über jeden einzelnen Song die Gesangsstimmen so anhören, erzeugt das bei mir den Gedanken, die Band hätte kein Geld für ein anständiges Tonstudio gehabt.
Dennoch muss man Arcade Fire als Fan der unterschiedlichsten Indie- Bewegungen gerne haben. Ja, sie sind experimentell und vielleicht manchmal trotzdem nicht "schräg" genug. Dennoch erkennt man in jedem Titel etwas vollkommenes und abgeschlossenes, was heute einfach zu vielen Künstlern fehlt.
Beim nächsten mal bitte etwas epischer und vielleicht brachialere Songpassagen. Eindeutige Gefühle wären auch nicht schlecht. Manche mögen den "The Police"- Faktor. Wenn der Song eigentlich traurig ist, sich aber lustig anhört. Dauerhaft verwirrt mich sowas...
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am 20. Juli 2010
Bei mir ist das so: CD kaufen, anhören, noch einmal einzelne Stücke anwählen. Ins Regal stellen und etwas reifen lassen. Manche Werke schaffen es dann nur noch sporadisch aus ihrem Versteck heraus in den Player. Einige Alben werden wieder und wieder ausgegraben, manchmal aus Sehnsucht, mitunter auch zufällig. Aber hier ist der Fall anders:

"Funeral" vom wunderbaren Kollektiv Arcade Fire um Leiter Win Butler und Ehefrau Regine Chassagne haben aktive Trauerbewältigung betrieben und veröffentlicht, wie es evtl. sogar noch nie zu hören und fühlen war!

Dieses Werk fesselt mich so, dass es "Funural" als nur eines von fünf Alben nie ins Regal geschafft hat und trotz regelmäßiger Nutzung dort seinen Anteil am zustehenden Staub der Zeit aufnimmt.

Staub passt ja auch irgendwie zum Thema.

Ich denke, wir altern gemeinsam.

Weller.
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am 22. September 2013
Funeral habe ich schon bei Erscheinen im Jahr 2004 sehr gerne gemocht. Jetzt, einige Jahre später und mit einigen Veränderungen ist sie mir noch mehr ans Herz gewachsen. Damals hatte ich sie nicht im Original, was, wie ich finde sehr wichtig für den Gesamteindruck ist. Die auf dem Pappschuber eingestanzte, goldene Linie, das reduzierte, auf besonderem Papier gedruckte Booklet und die Texte erlauben eine eingehende Beschäftigung. Song Nr. 2, Laika, habe ich in den Jahren nie vergessen, er hat mich stets begleitet und als ich kürzlich ein Livevideo sah, indem einige Bandmitglieder mit Drumsticks bewaffnet aufeinander los gehen, hat mich seine Intensität ziemlich umgehauen. Es gibt Momente auf dieser Platte, bei der man das Gefühl hat, nicht zu wissen, ob man nun lachen oder weinen soll, weil man ahnt, wie viel Schmerz, Entbehrung und Wut in ihr steckt. Diese Gefühle werden geschildert, heraus gelassen und man hat das Gefühl am Ende einiges mitgemacht zu haben, aber wohlbehalten und mit tiefen Einsichten zurück zu bleiben. Nicht unerwähnt sollte auch die phantastische warme und kräftige Produktion bleiben. Danke für diese grandiose Scheibe!
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am 6. Mai 2005
"Funeral", das Debüt der dem Indie-Bereich zuzuordnenden Band Arcade Fire, erschien eigentlich bereits im September 2004 in den USA und schlug in Eingeweihtenkreisen ein wie eine Bombe. Was Modest Mouse gut ein halbes Jahr vorher schafften, nämlich das Indie-Referenzwerk der nächsten Zeit vorzulegen, gelang dieser Truppe glatt noch einmal. Gut, dass das Album seit März auch hierzulande regulär erhältlich ist.
Was so verzaubernd an Arcade Fire ist, zeigt gleich der Opener "Neighborhood #1 (Tunnels)". Ein sanftes Piano lässt den Zuhörer gen Himmel emporschweben, die Zeile "You change all the lead sleeping in my head to gold" ist Programm. Insgesamt 4 Teile dieser "Neighborhood"-Songs gibt es, ein besonderer Zusammenhang lässt sich jedoch nicht erkennen. Vielmehr wirkt das komplette Album in sich geschlossen, die Abfolge ist einfach brilliant.
Und nicht nur diese. Auch die Songs können für sich überzeugen. Meist pompös arrangiert, etwas kitschig, emotional, aber nie zu viel von einer Zutat. "Wake Up" prägt sich mit seinem Chor ein, das stampfende "Rebellion (Lies)" darf man gerne als Hymne deklarieren. Und "In The Backseat" bittet zum Ausklang. "Funeral" ist auf seine Weise angenehm altmodisch und gleichsam brilliant. Bitte merken, diese Band!
Highlights: Neighborhood #1 (Tunnels) | Wake Up | Rebellion (Lies)
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am 21. April 2005
The Arcade Fire, das ist eine Gruppe Musiker aus Montreal/Kanada, die sich um Frontmann Win Butler und dessen Ehefrau Régine Chassagne gebildet hat. Win Butler wird seit der Veröffentlichung von "Funeral" von vielen Magazinen als der neue "König des IndiePop" gepriesen, er selsbt ist jedoch auf dem Boden geblieben und versteht den ganzen Trubel um seine Musik nicht. Da werden Vergleiche gezogen mit Legende wie den "Pixies" oder "The Cure" ... und ganz ehrlich, Arcade Fire klingen noch tausend Mal besser. Ihre Musik verbindet vieles, das Hitpotential und der Melodienbogen von "The Cure", die Dynamik und Leichtigkeit von "The Pixies" und, wenn man sich nach der etwas gewöhnungsbedürftigen Stimme Win Butlers richtet, vielen ganz großen Ikonen des Pop wie David Bowie oder Iggy Pop. Butler setzt sein Sprachorgan mit einer solchen Hingabe ein, daß es einem manchmal heiß und kalt den Rücken runterläuft. Seine Frau tut es ihm auf eine rührende Art und Weise gleich.
Es steckt viel in dieser Musik ... auf der einen Seite Ohrwurmmelodien, spontane Schreiattacken, eine äußerst abwechslungsreiche und große Instrumentierung, herzzerreißende Lyrics.
"Funeral" heißt das Album, denn die Mitglieder der Band mußten während der Aufnahmen gleich drei Todesfälle in ihrer nahen Verwandtschaft verarbeiten. Zwischen tanzbarer Popmusik mischt sich daher immer wieder ein melancholischer bis tieftrauriger Unterton, man ist gefangen in einem Zwiespalt zwischen Glück und Unglück, Euphorie und Depression. Hört sich schwierig an, aber die Band versteht es glücklicherweise unheimlich gut alles schön locker und verdaulich zu servieren, wen man mal von dem recht krassen "Haiti" absieht. Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle.
"Neighborhood #1 (Tunnels)" ist der Auftakt, ein riesiger Ohrwurm mit schmissigem Beat und einem unheimlich energetischen Piano, gehört auf die Tanzflächen dieser Welt. Win Butlers Gesang kommt sofort zu vollem Einsatz und treibt den ganzen Song auf seine seltsam abgehackte Weise an.
"Neighborhood #2 (Laika)" ist, meiner Meinung nach, der beste Song des Albums. Schwer zu beschreiben, warum dieses gespenstische Akkordeon, dieser fast geschriene Gesang (richtig putzig, wenn Sängerin Régine loslegt -g-), die schrammeligen Gitarren und diese seltsamen Lyrics einen so sehr mitreißen. Wenn dann auch noch wunderschöne Streicher die Refrains untermalen, dann spricht man meiner Definition nach zumindest von einem perfekten Song. Es passt einfach alles.
"Une Annee sans Lumiere" fängt erstmal sehr schön ruhig an, ein richtig verträumter Popsong wie er im Buche steht, entwickelt sich aber gegen Ende zu einem richtigen Feger, macht unheimlich Hunger auf Liveauftritte! Schafft die Band es auch live solche Dynamik zu erzeugen?
"Neighborhood #3 (Power Out)" hat sich mir leider nicht so ganz erschlossen, bewegt sich mit seinem statischen Rhytmus und klirrendem Glockenspiel leicht an der Kitschgrenze ... nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt großartig. Lediglich die fetzige Sologitarre sticht hier heraus.
"Neighborhood 4 (Kettles)" ist dann wieder ein richtig schöner, ruhiger Song mit tollen Lyrics. Butler zeigt seine verletzliche und traurige Seite, untermalt von nicht viel mehr als einer Gitarre und einigen Streichern.
"Crown of Love" ist, wie "Power Out" wieder etwas schrulliger, aber sehr ehrlich und direkt. Wieder gegen Ende diese unheimliche Dynamik, plötzlich bricht der Song aus seiner eher traurigen Stimmung heraus und verwandelt sich in einen richtigen Gassenhauer. Wessen Beine da ruhig bleiben, der gehört ins Altenheim.
"Wake Up" .... ganz genau, so muß es sich anhören, wenn man eine Hymne über das Großwerden singt. Richtig schön dicke Gitarren, mitreißender und choraler Gesang und - schwups - schon wieder so ein krasser Stilbruch am Ende. Ist das nicht langsam ein wenig vorhersehbar? Von wegen, ich muss jedes mal aufs neue innerlich Lachen, wenn sich dieser wuchtige Song plötzlich in eine zuckersüße Popballade verwandelt. Ein Song, wie als wenn man nach einem langen Winter zum ersten Mal das Gesicht zur Sonne wendet.
"Haiti" ist ein sehr persönlicher Song über Chassagnes eigentliche Heimat, aus der sie soviel ich weiß geflohen ist ... sehr krasse Lyrics, die so irgendwie überhaupt nicht zu der eher heiteren Südseeatmosphäre des Liedes passen wollen ... und es gerade deshalb unheimlich authentisch macht und einen nachdenklich stimmt. Schade nur, daß der wudnerschöne Gesang ein bißchen zu sehr im Hintergrund steht. Auf jeden Fall geht es mächtig unter die Haut ...
"Rebellion (Lies)" ist nochmal hunderprozentig Ohrwurm, hunderprozentig Pop, Tanzflächenfüller und Gutelaunemacher.
Zu guter Letzt das unheimlich rührende und tottraurige "In the Backseat" ... hier hört man Chassagne nochmal als Solosängerin, und wie schön sie das macht ... irgendwo zwischen der fremdartigen, süßen "Björk" und der kühlen und subtilen "PJ Harvey" ... sie singt über die Ruhe auf dem Rücksitz, kurz bevor der Autounfall passiert ... ich habe in meinem Leben nie eine derartige Gänsehaut bekommen. Es stimmt schon, das Leise kann manchmal lauter sein als alles Laute.
Komisch, normalerweise kann ich mich für so offensichtliche Popmusik gar nicht begeistern ... nur bei Arcade Fire ist es anders. Sie sind ehrlich. Sie sind direkt. Sie kommen von Herzen. Sie haben Talent. Sie sind auf jeden Fall ganz ganz groß und werden es hoffentlich noch lange bleiben. Meine Empfelung für einen schönen Sommer mit viel Sonnenschein, einen melancholischen Herbst mit fallenden Blättern, einen stillen Winter am Kaminfeuer, einen Frühling, während man verträumt aus dem Fenster schaut und dazu singt "if my parents stop crying, then I'll dig a tunnel, from my window to yours".
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am 23. März 2007
So etwas passiert nur alle paar Jahre: man hört ein Album zum ersten Mal und spürt sofort, dass man etwas Außergewöhnliches entdeckt hat (vor "Funeral" ging mir das zuletzt beim Strokes-Debüt so): der schräge Gesang, die famose Instrumentierung und die mitreißenden Melodien, die einen zum Rumhüpfen und Mitsingen anspornen. In den letzten Jahren hat im Alternative-Bereich niemand etwas ähnlich Erfrischend-Eigenständiges gemacht. Dieses Album muss man besitzen! Bester Track, der das alles auch verkörpert: Neighborhood 2 (Laika)
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am 1. Mai 2005
Zum Einstieg ist tatsächlich der Song 'Neighbourhood #2 (Laika)' zu empfehlen. 1-2 mal gehört, entwickelt er sich zu einem Ohrwurm, der sehr neugierig auf den Rest der Platte macht. Und diese ist wahrlich das erste unverzichtbare Album 2005 -neben 'Pölka' von THE SHANES. Hervorragende Geigenarrangements, schneidender, etwas melancholischer Gesang und exquisite Steigerungselemente wie originelle (weibl.) Backgroundunterstützung oder Waldhorn treiben diese Scheibe zu hymnischen Qualitäten. Beim ersten Hören fühlte ich mich hie und da an vielerlei (Gutes) erinnert: Bissl Pixies, bissl Echo & The Bunnymen, bissl Radiohead, bissl Pinguin Café... Egal: Ganz eigenes Album mit überraschenden Wendungen, superschön und für alle Liebhaber von Indierock (also ohne finanzstarke Plattenlabels hintendran) eine Offenbarung. Auch hier: Kein Sampleschnickschnack, sondern handgemachte Musik und sehr schön!
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Ich schäme mich. Unbeschreiblich, dass mir dieses musikalische Meisterwerk trotz diverser Hypes in der Musikpresse erst jetzt in die Hände gefallen ist. Und dabei werden sie als die neuen Indiegötter angepriesen. David Bowie tritt mit ihnen auf, von den White Stripes über Eric Clapton besuchen allerhand bekannte Musiker ihre Konzerte und selbst U2 haben "Wake up" als Intro-Song für ihre "Vertigo" Tour genommen.
Und es ist wirklich so. Dieser Hype ist berechtigt. Gnadenlos. "Funeral" bietet die volle Palette an musikalischer Emotion und Virtuosität, ein wilder Mix aus Emotionen und Genres. Von unbändiger Tanzlust bis hin zu tiefer Trauer wird einem auf dieser CD alles begegnen. Ja, stellenweise sogar gleichzeitig.
Langsam baut sich dieses Werk mit "Neighbourhood #1" auf und zieht einen mit diesen Klängen sofort in den Bann, zu Teil 2 der "Neighbourhood"-Quadrologie kann man dann nochmal ordentlich rocken.
Besonders die Instrumentierung ist genial. Neben den üblichen Rockinstrumenten spielen auch Violine, Cello oder Akkordeon eine vordergründige Rolle. Stellenweise wirkt es wie eine Polka in der Indie-Disko.
Natürlich gibt es auch schöne ruhige, kitschige Momente wie "In the Back Seat" oder das genial "Crown of Love". "Haiti" oder "Neighbourhood #4" grooven entspannt vor sich hin. Danach baut sich mit "Wake up" ein wahres Stadionrock-Monstrum auf mit breiten Gitarren, Orchester, Chor und großen Gesten. Kein Wunder, wenn da selbst U2 neidisch werden. Absolutes Highlight, wenn ich denn eines rausgreifen müsste: "Rebellion (Lies)". Diese Numer ist ein Meisterwerk für sich. Wär bei diesem Song ruhig sitzen bleibt, ist selber Schuld.
Ich merke schon, ich schließe mich hier wirklich der allgemeinen Euphorie an, aber dieses Album reißt einen auch mit und lässt einen so schnell nicht mehr los. Es dauert zwar ein kleines Weilchen bis man sich reingehört hat und an den eigensinnigen Stil gewöhnt hat, aber dann hat es einen wirklich. Also eine tolle Platte für alle Menschen, die auf wirklich gut gemachte Musik stehen.
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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