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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
19
Chopin: Sämtliche Walzer
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 13. März 2014
Gerade die besonders populär gewordenen Walzer - wie der -h-moll Opus 69 oder der sogenannte Abschiedswalzer - existieren jeweils in zwei Fassungen: die nach Chopins Orignalnotenblatt und die Fassung seines selbstlosen Vertrauten und Notenkopierers, Fontana. Fontana hat die Originalkompositionen insofern verändert, als er die Akkorde der linken Hand in fast schon Brahms'scher Manier mit Mittelstimmen auffüllte, sie variierte und schließlich gezielt Wiederholungen einbaute. Bis dato beruhten fast alle Einspielungen auf diesen Fontana-Versionen. Sarah Ott entschied sich für die luftigeren Originale, entsprechend leicht, schwebelos, streckenweise fast schon meditativ kommen ihre Interpretationen daher. Sie sind der gelungene Gegenpol zu Claudio Arraus - wenn man so will - männlichen, das Tänzerische mehr betonenden, ebenso unverzichtbaren Interpretationen. (Arrau kostete auch die Ritardandi und Beschleunigungen extremer aus, das gestattet sich Ott nur im Schluss des einfachen a-moll-Walzers, der dadurch für meinen Geschmack etwas manieriert wird) Bei Otts Version des Walzers in f-Moll Opus 70,2 (Track 12 dieser CD), der in dieser Originalfassung arg kurz ist, vermisst man allerdings wirklich die Wiederholung der absteigendes Eingangthemas, für mich eines der schönsten von Chopin überhaupt, zumal diese Wiederholung nach dem Mittelteil mit einer bezwingend einfachen Chromatik (es-e- zum f-moll) eingeleitet wird. Die Transparenz und scheinbar mühelose Virtuosität von Sarah Otts Klavierspiel zeigen sich in den längeren Grandes Valses brillantes am deutlichsten.
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am 13. März 2014
Sara Ott hat eine Leichtigkeit- es klingt so einfach und melodisch.
Eine tolle junge Künstlerin, die ihren eigenen Stil hineinbringt.
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am 13. Januar 2013
ein toller Klang und ein flüssiges Spiel. Ein Ohrenschmaus für alle, die Chopin lieben.
Sehr zu empfehlen für alle Klaviervirtuosen
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am 3. April 2010
Man möge mir als erklärtem Fan Voreingenommenheit und Begeisterung verzeihen, aber Alice Sara Ott ist für meine Begriffe das Beste, was die deutsche Klavierszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Die Chopin-Walzer, von denen ich schon seit langem glaubte, sie seien für mich erledigte Fälle, strahlen in dieser Aufnahme in ganz neuem Glanz. Die kluge, maßvolle, sensible und zugleich taufrische Interpretation der jungen Deutsch-Japanerin Ott - eigentlich eine Liszt-Spezialistin - haben mir einen ganz neuen Zugang zu dieser teils schon ziemlich abgespielten Musik eröffnet. Ich stelle diese Aufnahme ohne Zögern neben oder über jede andere, die in den letzten 30 oder 40 Jahren herausgekommen ist. Wer übrigens in der Lage ist, eine Karte für ein Konzert mit dem jungen Weltstar zu ergattern, sollte ohne Zögern zugreifen. Das vergisst man nicht so schnell.
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am 7. September 2012
Für mich ist Alice Sara Ott eine vollwertige Chopin Interpretin.

Wenn man ihr vorurteilsfrei zuhört - viele denken ja, dass sie schon aufgrund ihres Alters keinen Chopin spielen sollte - so kann man wirklich das tiefe Verständnis, die intime Verbindung von Alice Sara Ott zu Chopin erleben.

Sie zeichnet sich v.a. auch durch das unglaubliche Feingefühl aus, welches sie bis ins Pianissimo beweist. Dabei schafft sie es so wunderbar die Melancholie eines Chopin zu transportieren, mit perfekter Lyrik, weichem Klang, wunderbarem Rubato. Mehr Chopin kann man sich kaum wünschen.

Ich würde mich sehr über eine Einspielung der Nocturnes freuen!
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am 14. Februar 2013
Ich bin, offen gestanden, schon ziemlich verwundert über das, was einige Leute in diesem Forum zu den Produktionen von Alice Sara Ott zu schreiben haben. Sie spielt Chopin nicht wie der Rubinstein, Beethoven nicht wie der Backhaus und Rachmaninov nicht wie der Richter - ja, isset denn die Möschlischkeit ? Nun könnte das ja tatsächlich damit zu erklären sein, dass Frau Ott wie Frau Ott spielt, schon weil sie weder der Herr Backhaus ist noch der Herr Rubinstein oder der Herr Richter. Auch könnte man sich ja mal angewöhnen, Frau Otts Leistungen - und, nebenbei bemerkt, auch die von Hilary Hahn, Helene Grimaud oder Anna Vinnitskaja - einfach danach zu beurteilen, wie sie sich anhören und nicht danach, wie sie sich nach Meinung dieser famosen Rezensenten anhören sollten. ( Übrigens vermisse ich in der Reihe der illustren Vorbilder die Reichsklaviermutter Elly Ney, die, wie ich mich einigermassen amüsiert erinnere, den "Beethoven, Du Ludwig van" (Friederike Kempner ) so gnadenlos zu exekutieren, also hinzurichten pflegte, dass jede Wiederauferstehung definitiv ausgeschlossen war ).
Cela dit : Ich habe diese Chopin-CD von ASO schon deshalb mit grossem Vergnügen gehört, weil Frau Ott eben nicht so spielt wie all die Pianisten, deren Aufnahmen einst den Plattenschrank meiner chopin-verrückten Mutter (geb.1908) füllten. Sie spielt das auf ihre Art : kräftiger, unsentimentaler, dabei durchaus achtsam und sensibel. Dem Wunsch, sie möge doch bitte bald auch die nocturnes aufnehmen, kann ich mich jedenfalls nur anschliessen. Frau Ott schafft ja, was den Herren Kempff und Gieseking ( noch so zwei Flügel-Dinos) nicht gelingen konnte : Ihr Spiel lebt. Es atmet, es fliegt, es lacht und dreht dabei so mancher Klimper-Tradition eine lange Nase. Und wenn es stimmt, dass Richters Interpretation des c-moll-Konzerts von Rachmaninov mit der Warschauer Philharmonie für den Rest unserer Zeit wohl unerreichbar bleiben wird - nur so fröhliche, frische, lustvoll-eigenwillige Pianistinnen wie Alice Sara Ott oder Helene Grimaud, die sich ganz bewusst nicht anpassen oder verbiegen, werden uns die Neugier und die Freude am Zuhören erhalten.
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am 19. März 2013
Alice Sara Ott ist ein Phänomen. Bei Chopin tappt mancher Interpret in die Falle des "Zuviel." Zuviel Pedal, Legato, Rubato. Bei A. S. Ott nichts davon. Ihr Spiel zeichnet sich aus durch Frische, eine Brise Distanz - Kühle wäre zuviel gesagt. Ihn nicht immer anzugehen wie auf Samtpfoten, das tut Chopin gut (e-moll; Track 18!). Nicht mal in den Nocturnes wäre das angebracht, und schon gar nicht in den Walzern.
A.S.Ott hat ein schönes Adagio, da wo es sein soll, aber dann auch keine Scheu, Temperament zu zeigen. Durchsichtigkeit ist ihr oberstes Gebot. Ihre perfekte Technik machts möglich. Man hört jeden Ton. Ein Höhepunkt der CD ist das auch harmonisch interessante Stück op. 64 Nr. 3, As-dur.
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am 7. Februar 2010
Wieder ein Jungstar, wieder eine Chopinplatte, so dachte ich, als ich die Ankündigung der DG las. Eher distanziert und abwartend legte ich die Platte (CD) auf - und war aufs Angenehmste überrascht.
Alice Sara Ott spielt die Walzer in durchaus tänzerischem, eher etwas langsamerem Tempo als manch einer ihrer Kollegen, welcher sich als Tastenlöwe profilieren möchte. Sie gestaltet die kleineren Werke durchaus individuell und sehr einfühlsam. Die "grande valse" werden ganz im Dienst der Musik Chopins perfekt aber ohne Effekthascherei vorgetragen. Der Anschlag ist sehr differenziert und angemessen, der Ton schön.
Die weiter unten genannten Kritikpunkte gehen meiner Meinung nach ins Leere:
Dass "Deutsche" Chopin erst gar nicht spielen könnten, und wenn dann nur nach jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelangem Üben, bzw. dass man in Paris ausgebildet sein müsse, um Chopin überhaupt "richtig" spielen zu können, ist angesichts der Größe der Musik Chopins völliger Unsinn: Bei großer Musik gibt es nicht nur ein "Richtig".
Dass eine junge Frau nicht die Reife eines Claudio Arrau haben kann - und natürlich auch nicht mit dessen abgeklärter (und für Arrau selbst und dem Arrau-Hörer mit entsprechender Hörerwartung "richtigen") Sichtweise spielen kann - ist selbstredend und kann ihr nicht als Mangel angelastet werden. Oder sollen alle Pianisten erst mit 70 Jahren ins Aufnahmestudio?
Alice Sara Ott wird der Aufgabe technisch und interpretatorisch mit einer Aufnahme gerecht, die durchaus ein eigenes Profil erkennen lässt, welches sich aber - angenehmerweise - nicht in den Vordergrund spielen will: Bestes Musizieren im Dienst der großen Musik Chopins.
Da die Aufnahme auch klangtechnisch überzeugt (Tonmeister ist Rainer Maillard, der auch für die Grimaud, Argerich und Yundi Li aufnimmt), kann die CD zu Beginn des Chopinjahres voll empfohlen werden.
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am 30. Januar 2010
...sind mit dieser CD ein Leichtes.

Ich habe doppeltes Glück durch diese Platte erfahren dürfen, denn zum einen habe ich sie durch einen simplen Anruf gewonnen und zum Anderen erfolgte durch sie meine erste, wirkliche Annäherung an Chopin.
Als Klassik-Einsteiger mit (derzeitigem) Hang zu Klaviermusik aller Art war allein die Vorstellung und Rezension dieser Aufnahme auf meinem bevorzugten Radiosender eine Initialzündung mit bereits geschildertem Ausgang.

Das allein ist aber nicht alles.

Ich betrachte es als unmöglich, sich diesem Zauber, den diese Musik entfaltet, zu entziehen. Einmal internalisiert, entwickeln diese unglaublich warmen, mitreissenden und ausdrucksstarken Melodien ein regelrechtes Suchtpotential.

Nachdem ich also monatelang zunächst einige von Scarlattis Klaviersonaten und anschließend Schuberts Impromptus in mich aufgesogen hatte, wird diese Platte wohl mein Begleiter bis zum Frühling bleiben.

Allen Menschen also, die sich in Musik wie in ein warmes Vollbad gleiten lassen wollen, spreche ich hiermit den unbedingten Kaufbefehl aus.

Bei entsprechender Vorbildung mögen sich andere Aufnahmen aufdrängen - als Klassik-Amateur macht man hier jedoch mit Sicherheit nichts verkehrt!
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am 10. März 2010
Nachdem vor über 10 Jahren Zimerman mit seiner Einspielung der beiden Klavierkonzerte im Prinzip alles andere, was bis dahin zu haben war, abgelöst hat - diese Einspielung ist ein Jahrhundertereignis -, hat mich diese Gesamtaufnahme der Chopin-Walzer von Alice Sara Ott auf das Angenehmste überrascht. So viel Mut zum Ausdruck, aber eben auch doch verhalten - wie man sich Chopin eben vorstellt -, so viel künstlerische Reife, wie diese Einspielung zu Gehör bringt, das traut man einer so jungen Pianistin eigentlich nicht zu. Über ihre Technik, denke ich, muss man nicht reden, sie ist brillant, wie auch die Liszt-Aufnahme beweist. Die Musikalität von Alice Sara Ott steht für mich außer Frage. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Wir dürfen dankbar sein, solche Talente in unseren Ländern zu haben. Diese Walzer - ich glaube, ich muss sie gleich wieder einlegen ...
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