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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
47
4,3 von 5 Sternen
To The Metal
Format: Audio CD|Ändern
Preis:16,17 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 13. September 2017
Ach, wie schön und angenehm ist es ein Review für eine Scheibe wie „To The Metal!“ schreiben zu dürfen. Vor einer Bewertung der „Majestic“ drücke ich mich immer noch. Bitte beachtet das jedes Review eine subjektive (bis sehr subjektive) Meinung des jeweiligen Kritikers ist und deshalb sei hier kurz über mich gesagt, dass ich seit der Power Plant und spätestens seit der No World Order Gamma Ray in einem Atemzug mit Judas Priest nenne, ich denke das sagt alles.

„To The Metal!“ ist das zehnte Studioalbum der Gammastrahlen, das passenderweise 2010 erschienen ist. Obwohl es bei Kritikern und Fans gemischte Gefühl zu dieser Scheibe gibt sei gleich vorab gesagt, dass einige Songs von „To The Metal!“ auf meiner persönlichen Gamma Ray Bestenliste gelandet sind und so sehe ich auch großzügig über einige Schwächen hinweg. Die „To The Metal!“ ist kein gewöhnliches Gamma Ray Album, wenn es das überhaupt gibt. Kai und seine Jungs haben diesmal eine wunderschöne Hommage an Metalbands und den Metal als solchen zusammengestellt. Statt planbarem Covern ist es ihnen aber gelungen die Stile verschiedener Metalsbands zu extrahieren und mit ihrem eigenen zu verbinden, sodass (bei den meisten) Stücken keine klare Band herauszuhören ist. Damit ist jedes Stück etwas Bekanntes und gleichzeitig Einzigartiges.

Zu den Stücken

01 Empathy
Schon gleich beim ersten Stück habe ich die Scheibe einfach lieb gewonnen. Empathy ist ein dunkles Stück das als ruhige Ballade beginnt und dann richtig in die Vollen geht. Andere Reviews mögen Spuren von Rammstein oder zumindest einen Federstrich Industrial darin erkennen, mich erinnert es an eine meiner absoluten Gamma Ray Lieblingsplatten, die „No World Order“. Mit finsteren und tiefgründig Lyrics ausgestattet, kommt diese Stück definitiv auf die Bestenliste.

02 All You Need To Know
Kiske meets Gamma Ray, was will man mehr! Hart, weich, schnell und gediegen, alles in einem Song. So haben wir Halloween lieben gelernt und wer schon immer wissen wollte wie Halloween sich weiterentwickelt hätte wenn Kai und Michael in der Band geblieben wären, hier ist das Resultat.

03 Time To Live
„Läuft die Gurke“, ich denke schon. Time to Live besticht durch klassische Gamma Ray Rifts die stark an „Heading For Tomorrow“ erinnern. Einfach ein schönes Stück das trotz schnellem Schlagzeug und Gitarren gediegen mit einer Nuance back to the roots daherkommt.

04. To The Metal
Namensgeber für diese Scheibe, ob zu recht oder nicht sei dahingestellt. Als ich das Stück zum ersten Mal hörte wäre ich vor Lachen fast vom Bett gefallen. Was für eine wundervolle Hommage an Manowar! Die verrückten U.S. Poser-Metaller mit ihren quatschigen Texten und dem fantastischen Handwerkskönnen gehörten zu meinen frühsten Bands (Einstiegsdroge) und dieses Stück hätte genauso gut auf der „Kings of Metal“ sein können. Selbst von der Stimme trifft Hansen den guten Adams. Wenn das mal keine Flashbacks bei den alten Metallern unter uns auslöst, dann weiß ich auch nicht. Danke Kai!

05. Rise
Auch Rise kommt mit seiner simplen Struktur und wenig verspielten Art wie eines der ersten Gamma Ray Stücke daher und macht einfach Spaß zu hören. Kein absolutes Muss, aber auch nichts das man von der Bettkante stößt.

06. Mother Angel
Ich bin ja richtig froh das die Priests und die Jungs mit dem Hammer es auch noch in die Zirkusarena geschafft haben. Mit dem Namen Mother Angel lehnen sich die Rays natürlich ganz klar an Angel auf der „Angel of Retribution“ an, doch nach den harten Rifts die so Priest sind wie sie nur sein können, wird der Song sukzessive immer mehr zu Hammerfall. Jetzt kommt auch ganz klar das erste Studioalbum der Templer zum Vorschein, die Glory to the Brave.

07. Shine Forever
Shine Forever startet wie die genialen Stücke auf der Power Plant und wird dann unerwartet weich. Zwar kommt der Power Metal immer wieder zurück, jedoch der Refrain leider auch. Ich bin mir wirklich unsicher wie ich diesen Track bewerten soll. Was habt zur Hölle habt ihr da noch rein gemischt?

08. Deadlands
Wird häufig als eines der besten Stücke angesehen und ich gebe unumwunden zu das er was für sich hat. Man könnte meinen Hinweise für Iron Maiden zu erkennen, nicht nur wegen der Ähnlichkeiten zu „Hallowed be thy Name“. Das Stück ist solide, wird aber nicht mein Lieblingssong werden.

09. Chasing Shadows
Ok, der Anfang der zweifellos wie ein Stück von Queen beginnt ist gewöhnungsbedürftig. Dann folgt genialer Power Metal der in manchen Aspekten an Blind Guardian erinnert, wie bei den meisten Stücken auf dieser Scheibe ist dieser Song jedoch etwas ganz eigenes ist (ausgenommen „To the Metal“).

10. No Need To Cry
Ein Song der startet wie Avalon von der „Empire of the Undead“ (die zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte), dann zu einem melodischen Metal alla Edguy und Hammerfall-Balladen wird um mit einer Prise Queen verfeinert wird. Es folgen Passagen die von Savatage stammen könnten mit einem begleitenden Grundtonus der von The Silence (Heading for Tomorrow) und Lake of Tears (No World Order) inspiriert sein könnte um letztendlich mit Queen abzuschließen. Musikalisch eher anstrengend, künstlerisch sehr hochwertig.

Zusammenfassend handelt es sich bei der „To the Metal!“ um ein geniales Cuvée einiger der größten Metalbands aller Zeiten (gut Queen war keine Metalband, hatte aber durchaus das Potential dazu), mit dem unverkennbaren Stil von Kai Hansen und seinen Gamma Rays. Der Stilmix macht den Übergang von einem Song zum anderen manchmal etwas schwierig weshalb jedes Stück als eigenes kleines Kunstwerk gesehen werden muss. Nicht nur für Gamma Ray Fans ein absolutes muss.
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am 2. Februar 2010
Eins vorweg: Sie haben die Kurve kompositorisch gekriegt. Das neue Opus ist deutlich besser als der laue Vorgänger. Aber dennoch fehlt wieder das gewisse Etwas. Vielleicht liegt es daran, dass man alles selber macht und auf einen Produzenten verzichtet. Hört man den Sound des neuen RAGE Albums, das Charlie Bauernfeind produziert hat, dann liegen da Welten zwischen. Und das ist einfach schade. Denn Songs wie Deadlands, Rise und Empathy gehören mit zum Besten, was Gamma Ray je komponiert haben, leiden aber etwas unter dem schwachbrüstigen Mix. Die Chöre in Deadlands sind definitiv zu leise, der Gesang klingt etwas kieksig, und das liegt nicht an Kais Stimme und/oder Gesangsleistung. Aber zurück zum Positiven: Die Songs. Deadlands ist eine wahre perle. Tolle Gitarrenriffe und ein eingängier Chorus, der seines Gleichen sucht. Spitze. Ebenso Rise. Eine absolute Hymne. Empathy ist etwas moderner, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Auch nicht, dass Kai im ruhigeren Introteil des Titels doch sehr bemüht nach Rob Halford klingen will. Diese drei Songs sind schon jetzt Gamma Ray Klassiker. Im Grunde höre ich nur zwei Ausfälle auf dem Album, die ich wegskippe: Time to Live, die gefühlt 100ste Auflage vom seligen Helloween kracher I want out" und die leider in die Hose gegangene Ballade No need to Cry". Aber so ist das ja oft, wenn einem ein Song aus persönlichen Gründen wichtig ist, verrennt man sich oft und die Anderen trauen sich nicht, das zu sagen und das Stück zu kippen. Naja, Schwamm drüber. Schade ist, dass mit Wannabees" einer der geilsten Songs des Albums nur auf der Limited Edition zu kriegen ist. Der hätte auf das Album GEMUSST! Insgesamt das beste GR Album seit No World Order" Daumen hoch!!"
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am 21. September 2017
10.Studioalbum - 29.Januar 2010 - 10 Songs auf 48:30 Minuten - Produzent: Kai Hansen + Dirk Schlächter

To the Metal! ist zweifelsohne ein intensives Gesamterlebnis - eine mächtig bombastische Soundwand wird einem um die Ohren gedroschen. Dieses Album hier ist tatsächlich recht Judas Priest-lastig, viele Songs grooven und rocken ganz gewaltig - der fröhliche Helloween-Happy Metal wird diesmal vernachlässigt. Im ersten Teil sind sicherlich die stärkeren Songs vorzufinden, wie die brilliante herrlich klischeehafte Stadionhymne "To the Metal" oder auch das locker flockige "All you need to know" mit Stargast Michael Kiske, "Shine forever" und "Chasing shadows" finde ich etwas unscheinbarer, ansonsten sind die meisten recht massiven heftigen Speed-Songs aber wirklich gelungen.
Anspieltipps: "To the Metal!","Empathy","All you need to know"(mit Michael Kiske),"Mother Angel"
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 4. Februar 2010
Die norddeutsche Metalinstituion neben Helloween, Gamma Ray hat ein neues Werk am Start, was auf den plakativen und passenden Titel "To The Metal" hört. Die Liebe zu knallbunten Artworks ist den drei Hanseaten und dem Nürnberger Schlagzeuger nicht vergangen und so hat man auch diesmal wieder ihre an Eddie von Maiden erinnerndes Maskottchen Fangface eingebaut und quasi ein Klappcover gemacht. Außergewöhnlich für jung gebliebenen Haudegen wie Gamma Ray ist für mich das Songwriting! Alle vier Bandmitglieder schreiben Songs und diese findet man auf dem Album dann wieder, trotzdem klingt alles nach Gamma Ray und sicherlich ist das gut für die Abwechslung des Materials. Kai Hansen thront mit seiner, wenn man seine Anfänge bedenkt erstaunlich wandlungsfähigen Stimme mit hohem Wiedererkennungswert über den Songs, die ab und an mit dezenten Keyboards aufgepeppt werden, aber ansonsten von Gitarren dominiert werden. Das Titelstück hat Priest Einflüsse ist sicherlich Klischee pur, aber die Band feiert damit 20 Jahre Bestehen und das 10. Album! Beim nachfolgenden "Shine" wird man kurz an neuere Maiden erinnert, was aber durchaus legitim ist, da Gamma Ray ihre Einflüsse nie geleugnet haben. Sogar der ehemalige Helloween Sänger und Avantasia Musiker Michael Kiske singt bei einem Song ("All You Need To Know") mit, wobei er durchaus Akzente setzt und an die gemeinsame Vergangenheit mit Kai erinnert.
Alles wurde gut arrangiert und produziert, richtige Überraschungen gibt es nicht, aber Spaß macht das qualitative Werk allemal und sollte Fans von klassischem Metal munden!
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Januar 2010
Auch wenn Gamma Ray aufgrund des erneuten Ausschlachtens des Namens ihres großen Klassikers bei Land of the free II im Vorfeld Häme über sich ergehen lassen mussten, zeigte die Qualitätskurve bei diesem Album doch wieder stark nach oben. Da war es nur allzu spannend, ob das beim neuen Langdreher anhalten wird. Diesen hat man im Titel gleich einer ganzen Musikrichtung gewidmet: To the Metal! Das klingt doch fast schon großkotzig. Aber die Hamburger Spaßköpfe sind weder so ernst wie die Realsatirekönige Manowar, noch haben sie ein solch strunzlangweiliges Album wie zuletzt Annihilator mit dem ähnlich groß betitelten Metal vorgelegt. Denn To the Metal ist einfach ein weiteres feines Gamma Ray-Album geworden, Punkt und aus!

"Es gibt durchaus Songs, die man so nicht von uns erwartet hätte" gab Bassist Dirk Schlächter im Vorfeld zu Protokoll. Diese sind allerdings absolut in der Minderzahl. Denn im Kern ist die neuste Platte ein absolut typisches Gamma Ray-Album geworden, bei dem sie wieder einmal zeigen, dass sie immer noch die besseren Helloween sind (auch wenn man mit dieser Feststellung die sprichwörtlichen Eulen nach Athen trägt). Das hymnische "Rise", das Maiden-artige "Time to live" oder "Shine forever", bei dem Herr Schlächter am Beginn vorführt, dass er auch Slap-Bass im Repertoire hat, beweisen das eindeutig. Auch der tolle Uptempo-Reißer "All you need to know" mit seinen vielschichtigen Melodien steht ganz in der Bandtradition. Der poppige Refrain wartet gleich mit einer Überraschung auf. Ist hier doch niemand anderes zu hören als der "verlorene Metalsohn" Michael Kiske. Ein richtiges Albumhighlight.

Das ist ebenso der Opener "Empathy". Hier haben Gamma Ray mal keinen Doublebass-Kracher an den Beginn gestellt, sondern eine recht groovige Nummer, die ganz auf den Gesang von Kai Hansen zugeschnitten scheint und was von moderneren Priest hat. Das war es an Überraschungen aber auch schon fast. Lediglich "No need to cry" fällt noch etwas aus dem Powerrahmen. Eine ruhige Ballade über den Tod von Dirk Schlächters Vater mit Piano, Streichern, viel Pathos und einem Break mit lockerem Akustikgitarrengeschrammel. Wirklich schön gemacht und ein guter Abschluss für ein ebenso starkes Album ohne gravierende Mängel, bei dem es ziemlich von starken Songs und spielerischer Klasse wimmelt. Denn Freunde spritziger Gitarrensoli kommen ebenso wieder auf ihre Kosten.

Achja, fast hätte ich noch den spaßigen Titelsong vergessen. Hiermit haben Gamma Ray einen Titel geschrieben, auf den sogar Hammerfall und die Herren um Joey DeMaio neidisch wären. Eine Metalhymne par excellence, mit einem stampfenden Saxon/Accept-Rhythmus, einem einfachen Grundriff und viel hymnischem Bombast mit absoluter Mitgrölgarantie. Zwar alles purer Kitsch, aber trotzdem geil! Bands die sich generell nicht so ernst nehmen, dürfen das.
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am 21. Juni 2010
Ich war einer von den Fans, die sich das Album gleich an dem Tag gekauft haben, wo es rausgekommen ist. Ich war anfangs doch sehr begeistert, aber mir war klar, dass das natürlich auch der rosarote Brille Effekt ist.
Also hoffe ich, dass ichs jetzt nach einigen Monaten relativ objektiv bewerten kann:

Zum Titel: Ich finde einem Album so einen Titel zu geben ist eine heikle Sache. Einerseits weil sich auf dem Album zwei Songs befinden, die für mich eher in Richtung Hardrock gehen (No Need To Cry, Mother Angel). Vor allem aber, weil Metal einfach so ein riesiges Genre geworden ist, dass zb Death Metal, oder von mir aus auch Nu Metal dazugehören - Stilrichtungen, denen Gamma Ray gottseidank(!!!) nicht zuzurechnen ist.
Ich denke der Titel ist ein bisschen unglücklich, da klischeehaft. So recht passt er zu keinem der Songs auf dem Album (abgesehen vom gleichnamigen Song), einfach weil die Songs (zum Glück) hicht klischeehaft sind.

Aber jetzt endlich zu den Songs:
Ok, was gibts positives: Diese Songs rocken einfach. Das ist ja auch das wichtigste. Man muss sich sich nicht lang einhören (nur bei Chasing Shadows muss man ein bisschen geduldig sein). Es sind eine Menge Emotionen in dem Album die fast schon mit dem Holzhammer gebracht werden. Trotzdem, wenn manche hier "Metalschlager" sagen, kann ich dem nicht ganz zustimmen, denn die Songs haben Tiefgang, nicht so sehr von den Lyrics her sondern von der Musik her. Und das obwohl die Songs sehr klar strukturiert sind und der kommerzielle Sound doch auffällig ist. Aber das zeigt eben auch, dass Gamma Ray ihr Handwerk verstehen, und trotz dieses kommerziellen Sounds es schaffen genug Tiefgang reinzubringen.

Was nicht so toll ist: Zuerst mal die Lyrics. Wenn man sich die "Land of the Free II" Lyrics vorher anschaut, merkt man echt, dass To the Metal diebzüglich ein Abstieg ist. Die Lof II Lyrics waren teilweise von wirklich poetischer Qualität, man denke an "Into the Storm" zb. Die To the Metal Lyrics higegen...naja, da liest man einmal drüber und schaut sichs dann nie wieder an. Schade, denn Gamma Ray kann auch anders.

Ob jetzt die einfache Struktur der Songs ein Plus oder Minuspunkt ist, ist Geschmackssache. Ich find, warum nicht? Es klingt toll, und es ist insich total stimmig. Der Weltschmerzsong Empathy zb wird gerade darch seine Schlichtheit besonders stimmungsvoll. Deadlands gibt einem wirklich auch total die Athmosphäre dieser makaberen Gameshow in einer verlassenen Stadt. Für mich hat der Song irgendwie was von Blade Runner und Total Recall.

Was mir nicht so gefällt: Die Solos. Die Solos haben mir zum größten teil einfach zu wenig Meoldie, oder zu langweilige Melodien. Und leider ist nicht mehr so deutlich, was Henjo und was Kai spielt, es klingt jetzt überwiegend so, als würde nur ein Gitarrist die Solos spielen: Leider spielen Henjo und Kai nicht mehr "zusammen", sondern einfach nur "nacheinander". Soll heißen, dass die Gitarren in den Solos keinen wirklichen Dialog mehr führen. Die Solos sind für mich zum Großteil sehr enttäuschend. Mir wird da zu wenig Geschichte erzählt.

Es ist auch extrem viel Keyboard im Hintergrund. Ob das auf einem Album mit dem Namen "To the Metal" wirklich passt, sei dahingestellt. Aber ok, die Songs würden ohne Keyboard nicht funktionieren.

Ingsgesamt hätte man dem Album sicherlich auch vier Sterne geben können, aber für mich persönlich ist es nur ein drei Sterne Album.
Kaufen würde ich es jederzeit wieder, auch wenn es für mich das ungewöhnlichste Gamma Ray Album ist. Aber man soll ja immer offen für neues sein. :)

Eine Sache noch: Man hört manchmal so Sachen wie "Ich hab mir das Majestic Album dreimal angehört, aber es hat micht überhaupt nicht angesprochen!" Freunde, wenn ihr Musik sucht, die sich euch nach dreimal anhören schon erschließt, dann solltet ihr vielleicht lieber Tokio Hotel hören. Metal ist eine lebendige Musikrichtung, die sich ständig entwickelt, wo neue Sachen ausprobiert werden, und wo Leute am Werk sind, die ihre Instrumente wirklich beherrschen. Denkt mal nach, wieviele der großen Gitarrenvirtuosen aus dem Heavy Metal kommen.
Und solche Leute schreiben halt oft auch Musik, bei der sie sich viel gedacht haben, und die vielleicht manchmal ein bisschen schwieriger zu verstehen ist. Da brauchts dann halt mehr als drei Durchläufe. ;)
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am 4. September 2010
Nach einem ersten Probehören war ich zunächst nicht so überzeugt von der Platte, habe sie mir aber dann doch gekauft, denn auch andere Titel der Band mussten sich bei mir erst mal eine Weile entfalten, bevor ich deren Qualität erkannte.
Hier war das gleich nach dem ersten Hören der Fall. Es ist alles dabei, was Kai Hansen und seine Band so drauf haben, angefangen von einem kraftvoll wummernden Opener (Empathy), bis hin zur Gänsehautballade (No need to cry), die den Abschluss der Scheibe bildet. Dazwischen findet man schnelle Songs (Rise, All you need to know, Shine forever), mittelschnelle (Mother Angel) und irgendwas dazwischen (der Rest). Ausgerechnet der titelgebende Song (To the metal) gefällt mir am wenigsten, denn es ist eher ein Gröhlsong, der vermutlich live besser rüberkommt. Da ich mehr die flotten, melodischen Stücke mag, ist Nummer 4 für mich somit ein typischer Skip-Track.
Die verbliebenen 9 Titel sind aber allesamt oberklasse. Es wird zwar wenig experimentiert, aber dafür klingt auch jeder Song wie aus einem Guss. Wenn ich einen Lieblingstitel wählen müsste, fällt mir spontan Rise ein: tolle Melodie, hart und schnell, eingängier Refrain.
Kritikpunkt: die CD ist mit 10 Titeln, von denen die meisten immerhin um die 5 Minuten dauern leider etwas kurz geraten.
Die beiliegende DVD, die ein ausgedehntes Making of enthält, gibt Auskunft, warum das so ist: offenbar fehlen hier zwei Titel, die im Film besprochen werden, aber nur auf einer exklusiven Limited Edition enthalten sind. Das ist schade und eigentlich auch etwas ärgerlich. Es fühlt sich an, wie ein gekürzter Film, dessen fehlende Szenen man in den Specials angedeutet bekommt.
Ob mit den beiden Titeln oder ohne, ob knapp 50 Minuten oder 60: die Scheibe rockt und die Band ist so perfekt abgestimmt, dass man den Spaß, den die Musiker dabei hatten einfach heraushört und somit trotz aller Kritik die Höchstwertung gerechtfertigt ist. Wären es keine neuen Titel, müsste man von einem Best-of Album sprechen.
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am 9. Juni 2010
Meiner Ansicht nach hatten Gamma Ray nach "No World Order!" (2001) mit "Majestic" und - zumindest zum Teil - "Land Of The Free II" eine eher schwache Phase. 2010 geht es mit dem symptomatisch betitelten "To The Metal!" wieder bergauf. Viel besser als zuletzt schaffen es die Hanseaten hier, ihre besten Trademarks zu vereinen und auf den Punkt zu bringen. Neben dem von ihnen selbst (nach der Vorarbeit durch Helloween) weiterentwickelten Stil sind auch wieder deutliche Iron Maiden und noch viel deutlichere Judas Priest Anleihen an Bord. Vor allem letztere hat die Band wirklich gut drauf; wenn nach wie vor Ur-Sänger Ralf Scheepers dabei wäre, könnten manche Stücke glatt als vergessene Priest-Tracks durchgehen...

Dabei fängt das Album mit "Empathy" relativ sperrig an. Dieser Track dürfte bei kaum einem Hörer nach dem ersten Durchgang zünden, was für einen Opener natürlich alles andere als optimal ist. Bei mehrmaligem Hören wird der Song zwar stärker, leider wurde er aber einfach falsch platziert. An vierter Position steht der Titeltrack, der meiner Meinung nach aber wohl kein so großer Live-Bringer werden wird, wie manche glauben. Das Stück groovt zwar ordentlich und hat einen einfachen, plakativen Text, geht aber - zumindest bei mir - nicht gut genug ins Ohr und ist zu statisch, um bei einem Konzert voll und ganz überzeugen zu können. Andere Vorbehalte habe ich gegenüber der abschließenden Ballade "No Need To Cry", die von Dirk Schlächter geschrieben wurde. Ohne pietätlos sein zu wollen (der Bassist schrieb das Stück in Erinnerung an seinen verstorbenen Vater): das Ganze ist mir viel zu pathetisch, vor allem den Text finde ich extrem kitschig, mich erinnert das eher an so manche Helloween-Ballade, was ich nicht unbedingt als Kompliment auffassen würde. An der exponierten Schlussposition einer ansonsten sehr guten Platte wirkt das Lied wie ein Fremdkörper, was vielleicht auch Absicht war.

Viel mehr gibt es an "To The Metal!" aber nicht zu kritisieren. Vor allem das extrem eingängige Dan-Zimmermann-Stück "Rise", das ebenfalls mit starkem Refrain ausgestattete, etwas düsterere "Deadlands" und der Riff-Rocker "Mother Angel" wissen vorbehaltlos zu überzeugen und kommen unerwartet abwechslungsreich aus den Boxen. Ebenfalls sehr gelungen: die erste Zusammenarbeit der ehemaligen Helloween-Sänger Kai Hansen und Michael Kiske seit "Land Of The Free" (1995). Bei "All You Need To Know" übernimmt der nicht unumstrittene Kiske den Refrain, was ein bisschen Wehmut aufkommen lässt, dass sich ein so talentierter Mann auf solche Weise aus der Szene verabschiedet hat. Die Phrasierung seines Gesanges erinnert bei diesem Stück übrigens ein wenig an "Time To Break Free", eben von "Land Of The Free". "Time To Live" steht komplett in der eigenen Tradition und hätte ohne Probleme seinen Platz auf jedem der alten Gamma Ray Alben finden können. Auch die Uptempo-Nummern "Shine Forever" (cooler Beginn und Mittelteil, vorgetragen von Dirk Schlächter in der Slap-Technik, Hansen-typischer Gesang, eingängiger Refrain) und "Chasing Shadows" (dessen Anfangsteil an ein Videospiel erinnert) sind starke Songs, die man genau so von Gamma Ray erwartet.

Insgesamt eine runde Sache und das mit Abstand beste Gamma Ray Album der letzten Jahre. Abwechslung wird hier groß geschrieben, vor allem Kai Hansens Gesang ist variabel wie noch nie; instrumental ist die Truppe sowieso über jeden Zweifel erhaben. Produktionstechnisch ist allerdings noch ein wenig Luft nach oben, das Ganze könnte durchaus noch viel mehr krachen. Vor allem die zu leisen Chöre (besonders auffällig bei "Deadlands") stören ein wenig. 1 Stern Abzug für die beschriebenen Mängel.
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am 28. Februar 2010
"To The Metal" ist ein erstklassiges Werk deutschen Melodic Speed Metals von Gamma Ray, die schon lange die "besseren Helloween" sind. Erstaunlicherweise beginnt das Album mit "Empathy", dem langsamsten Stück, einem getragenen Heavy-Midtempo-Stampfer. Sogleich folgt aber mit "All you need to know" ein schneller Kai Hansen-Kracher, der so auch auf dem Helloween-Meisterwerk "The Keeper of the seven Keys" hätten stehen können, denn der Refrain wird von niemandem geringeren als Michael Kiske gesungen. Kiske will ja seit seinem Ausscheiden bei Helloween mit dem bösen Heavy Metal angeblich nichts mehr zu tun haben, singt aber ständig als Gastsänger auf irgendwelchen Metal-Alben. Es folgt mit "Time to live" ein weiteres Melodic-Feuerwerk, diesmal aber nicht von Kai Hansen, sondern von Henjo Richter. Erstaunlich, wie Richter den Helloween/Gamma Ray-Kompositionsstil verinnerlicht hat. Der Titeltrack ist dann musikalisch wie textlich ein klassisches Metal-Klischee, wie man es von Manowar kennt. Der fünfte Track "Rise" stammt von Drummer Daniel Zimmermann und besticht durch Melodien und Schnelligkeit. Mit Lied Nr. 6, "Mother Angel", verarbeitet Kai Hansen den Tod seiner Mutter. Der Song hat ein schönes eingängiges Riff.

Anschließend folgt "Shine forever" von Bassist Dirk Schlächter, an dessen Anfang man meint, man höre Rob Halford von Judas Priest und nicht Kai Hansen. Eine Hommage an die Vorbilder von Gamma Ray. Der Chorus ist sehr positiv und lebensbejahend, wie man es von Gamma Ray kennt in angenehmem Kontrast zu den düsteren Liedern vieler anderen Metal-Bands. Lied Nr. 8, Deadlands", ist ein weiterer schneller Hansen-Kracher, bevor mit Chasing Shadows" nochmal Henjo Richter seine Songwriting-Fähigkeiten mit einem Speed Metal-Song unter Beweis stellen darf. Der Abschluss-Song No need to cry" ist eine Halbballade und stammt von Dirk Schlächter. Der vielseitige Track enthält zwischendrin Passagen, die an Queen erinnern. Schlächter verarbeitet darin den Tod seines Vaters und man merkt es Kai Hansen an, dass er hier und da Probleme hatte, den umfangreichen Text in die Musik einzupassen.

Das Starke an To The Metal!" ist, dass es keinen einzigen schwachen Song auf der Scheibe gibt. Es sind ohne Wenn und Aber zehn Kracher, die wie aus einem Guss wirken, obwohl sie doch von vier unterschiedlichen Songwritern stammen. Diese Vielfalt tut dem Album gut und doch ist es ein Album einer Band und nicht von vier Solokünstlern. Zwischen Ballade, Midtempo und schnellen Songs ist alles vorhanden, wobei die schnellen melodischen Kracher dominieren.

To The Metal!" ist ein Gamma Ray-Opus, das den Vergleich mit starken Alben wie Land Of The Free" oder Somewhere Out in Space" nicht zu scheuen braucht. Vielleicht ist es sogar das beste Album der Hamburger Melodic Speed Metal-Urgesteine. Sehr zu empfehlen ist die Version mit der beigefügten DVD, auf dem sehr ausführlich und interessant der Entstehungsprozess des Albums erklärt wird. Man erfährt viele Insider-Informationen, auch zum Privatleben der Bandmitglieder, ihrer Arbeitsweise und des Arrangements der einzelnen Stücke. Ich bin begeistert von diesem Album und kann es jedem nahelegen, der Helloween, Gamma Ray, Judas Priest, Iron Maiden und Running Wild mag. Klare Kaufempfehlung mit fünf Sternen!
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am 11. März 2016
"To The Metal" ist das zehnte Studioalbum von Gammy Ray aus Hamburg. Produziert wurde es von Dirk Schlächter und Kai Hansen. Eingespielt haben "To the Metal" Kai Hansen (Lead Vocals & Guitars), Henjo Richter (Guitars, Keyboards), Dirk Schlächter (Bass, Vocals) und Dan Zimmermann (Drums). Alle vier Musiker beteiligen sich am Songwriting.

Der Opener `Empathy` ist recht bombastisch und episch, gefällt mir gut. `All you need to know` ist ein flotter, typischer Titel für Gammy Ray und wir hören hier als Gast Michael Kiske. Auch `Time to live` ist typisch Gamma Ray und könnte auch von Helloween sein. `To the metal`, der Titelsong, könnte auch von Saxon sein. Er ist ein feiner Stampfer und punktet mit dem Refrain. `Rise` hört sich am Anfang kurz nach Iron Maiden an, dann hören wir wieder einen flotten Rocker. Bereits jetzt kann man feststellen, dass die Keys (von Henjo Richter gespielt) nicht im Vordergrund stehen, sondern die Titel gekonnt `ummalen`. `Mother angel` ist im Midtempo gehalten und wir hören den typischen Kai Hansen-Gesang. `Shine forever` ist Speed Metal pur und der kürzeste Track des Albums. Auch `Deadlands` geht gut ab. Auch bei `Chasing shadows` kann man keine Luft holen und es gibt sogar ein kurzes Key-Solo. Die Powerballade `No need to cry` fällt dann etwas kitschig aus und Dirk Schlächter ist hier als Sänger zu hören.

"To the Metal" gehört sicher nicht zu den besten Alben der Hamburger. Es ist aber einfach ein gutes Heavy Metal-Album. Alle Trademarks der Gruppe sind hier am Start. Mit `Empathy` und `To the metal` sind zudem zwei highlights an Bord. 4 Sterne und eine Kaufempfehlung sind hier zu vertreten.
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