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am 6. September 2016
Wenn es der Original-Film wäre: 5/5 Sterne. Doch leider fehlen gut 15 Minuten Filmmaterial, welche anscheinend komplett willkürlich rausgeschnitten wurden. So fehlt eine der Anfangsszenen, wo "The Good" und die Unabhängigkeitskämpfer bisschen näher vorgestellt werden. Zudem fehlt noch eine der Endszenen, wo "The Weird" den Japanern nochmal bisschen einheizt. Für mich nicht verständlich, warum diese wichtigen Szenen rausgeschnitten wurden. Daher muss ich hier leider die kinox.to - Version empfehlen.

Außerdem ist es ein Genuß den Film im Original-Ton zu schauen. Nicht, dass die Synchro-Sprecher einen schlechten Job gemacht hätten. Vielmehr ist es eine Bereicherung die Charaktere Chinesisch, Japanisch und Koreanisch reden zu hören und nicht nur Deutsch, Deutsch, Deutsch. Insbesondere da die Länder-Zugehörigkeit auch eine wesentliche Rolle im Film spielt!
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am 28. Februar 2010
Kein Eastern, sondern ein Western aus Asien. Der Titel erinnert an Sergio Leones Italo-Western "The good, the bad and the ugly". Trotzdem ist das hier kein Remake: Andere Zeit, anderer Ort, andere Story, anderes Ende. Die Macher des Film haben sich meiner Meinung nach sehr viel Mühe gegeben, einen eigenen Film zu drehen und das ist ihnen gelungen. Der Film bietet unterhaltsame Action und hat auch Witz. Wer die Bonus-DVD anschaut, der wird sehen, dass für den Film wesentlich mehr Szenen gedreht wurden als im fertigen Film zu sehen sind. Das ist auch gut, denn so bleibt der Film schön kurzweilig und die Geschichte ufert nicht aus.

Die Limited Edition zeigt, was Booklets eigentlich bieten sollten, aber es meist nicht tun. Das Booklet ist in die Edition eingebunden und wirkt wie ein Buch im DVD-Format. Der Soundtrack ist auch Klasse, die Musik reißt wirklich mit.

Von mir gibt es fünf Sterne für den Film und fünf Sterne für die DVD Edition.
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am 29. Juli 2009
"The Good, The Bad, The Weird" basiert lose auf Sergio Leones Klassiker "The Good, The Bad, The Ugly" (zu deutsch: "Zwei glorreiche Halunken"), seinerzeit krönender Abschluss der inzwischen legendären Dollar-Trilogie, mit der Leone das Westerngenre revolutionierte.

Ausufernde Landschaftsaufnahmen, intensive Close-Ups der Charaktere, schwungvolle Kamerafahrten, immer ruhig erzählt, in seiner Geduld fast kühn inszeniert und nicht zuletzt unterstrichen von einem herausragenden Soundtrack - Leones Western sind stilistisch überragende, epische Gemälde einer längst vergangenen Epoche.

Regisseur Ji-woon Kim hat sich an einem überlebensgroßen Vorbild probiert. Glücklicherweise hat er sich hier dem Original nicht sklavisch unterworfen. Seine Inszenierung ist mal Remake, mal Hommage, mal aber auch liebevolle Persiflage. Fest steht jedenfalls: außer der Grundidee und vielen ikonischen Szenen haben die beiden Filme nicht mehr viel gemeinsam. Der koreanische Regisseur hat die Neuauflage mit ungeheurem Tempo inszeniert, Verschnaufpausen gibt es kaum, und wenn dann langweilen sie mitunter - einer der wenigen Kritikpunkte dieses Films.

Der Film trumpft immer dann auf, wenn es hoch hergeht, wenn rivalisierende Banden aufeinander treffen, sei es der grandios inszenierte Zugüberfall zu Beginn, der den Zuschauer mitten in die Handlung katapultiert, oder später die zahlreichen Konfrontationen in kleinen Städten, auf offenem Feld und nicht zuletzt das furiose Finale.

"The Good, The Bad, The Weird" entspricht hierbei den modernen Sehgewohnheiten, d.h. schnelle, stakkato-artige Schnittfolgen, mitunter fällt es auch schwer, dem Geschehen noch folgen zu können. Immer wieder auch stürzt sich der Kameramann nur mit einer Handkamera bewaffnet, mitten ins Geschehen, und schafft so intensive Bilder, ein wirkliches "Mitten drin statt nur dabei"-Gefühl. Vergleichbares gab es auf der Leinwand seit längerem nicht mehr zu sehen. Auf unterstützende Computereffekte wurde großteils verzichtet, was der Authentizität der Bilder zugute kommt.

Alles in allem ist die virtuos gefilmte und choreografierte Action das Prunktstück des Films. Aber auch sie, ganz wie bei Leone, funktioniert nur zusammen mit dem pulsierenden, treibenden Soundtrack, der die Schlacht- und Duellszenen immer wieder genial untermalt. Ein wirklicher Ohrenschmaus.

Besonders deutlich wird dies im abschließenden Finale, in dem alle Parteien, noch immer auf der Suche nach dem legendären, verborgenen Schatz, aufeinandertreffen: gefühlte 30 Minuten ausufernde Gewalt, Armeen zu Pferde, die Japaner in ihren modernen Autos, die mit Maschinengewehren bestückt sind, und zwischendrin die Helden des Films, Pistoleros, die einsam und wagemutig inmitten des Chaos über die staubige Wüste fegen. Im Hintergrund währenddessen erklingen spanische Gitarren - ein orgiastisches Feuerwerk, das jedem Hollywood-Regisseur zur Ehre reichen würde. Diese gewaltige Sequenz allein wird dem Film seinen Platz in den Annalen der Filmgeschichte sichern.

Die Schauspieler, allesamt Superstars des koreanischen Films, überzeugen vollauf, wobei es den so unterschiedlich angelegten Rollen geschuldet ist, daß dem Zuschauer vor allem Kang-ho Song als "The Weird" in Erinnerung bleiben wird, sowie Byung-hun Lee, der seinen "The Bad" gnadenlos überzogen verkörpert. Etwas blass bleibt Woo-sung Jung als "The Good", dem das Drehbuch leider kaum Möglichkeiten bietet, zu glänzen.

Abschließend kann also festgehalten werden: "The Good, The Bad, The Weird" ist ein technisch grandios inszenierter, von einem hervoragenden Soundtrack unterstützer Western, der mit Leones Klassikern nicht mehr viel gemein hat, und trotzdem insgesamt sehr gelungen ausfällt. Längen schleichten sich immer dann ein, wenn der Film ruhigere Töne anschlägt, in Szenen die die Figuren weiterentwickeln sollen, den Plot aber nur selten vorantreiben. Auch ist es bei all den verschiedenen Figuren und Parteien mitunter schwierig, noch der Handlung folgen zu können, letztlich aber auch egal, da sich zum Ende hin sowieso alles auf die titelgebenden drei "Helden" konzentriert.

Vor allem jene, denen Western immer zu antiquitiert, zu staubig erscheinen, dürften hier angenehm überrascht werden. Gerade in einem Genre, das nur noch alle paar Jahre sehenswerte Filme hervorbringt, ist dieser koreanische Beitrag eine angenehme, frische Abwechslung. Ein großer Spaß.
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am 13. Mai 2009
The Good, the Bad, the Ugly" - Es gibt wohl weltweit keinen Filmfan, der Sergio Leones Westernklassiker mit Clint Eastwood als schweigsamen Revolverhelden nicht kennt und liebt. Das epische Meisterwerk, das gleichzeitig den Abschluss der legendären Dollartrilogie bildet, ist an Action, Spannung und Schauwerten nahezu nicht zu überbieten. Der Italowestern Zwei glorreiche Halunken" (deutscher Titel) ist somit ein unbestrittener Klassiker, der als unerreichbar gilt und dennoch dutzenden Regisseuren als Inspiration und Zitatenschatztruhe für ihre Werke diente. Kim Ji-woon, der mit dem Thriller A Bittersweet Life" auf der ganzen Linie überzeugen konnte, hat sich ein Herz gefasst und eine Art Remake-Neuinterpretation-Hommage-Persiflage-Mixtur des Klassikers mit dem durchaus passenden Titel The Good, the Bad, the Weird" (OT: Joheun nom nappeun nom isanghan nom") inszeniert. Dieser Mix gibt nie vor ein reinrassiges (und vor allem ernstzunehmendes) Remake zu sein, sondern entlehnt sich nur Grundidee, Aufbau und einige Einstellungen und Besonderheiten der Vorlage.

Die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die heldenhaften Cowboys sind am Aussterben, den Pferden wird von Autos und Motorrädern der Rang abgelaufen und der Wilde Westen liegt in den letzten Zügen. Doch nicht so in der Mandschurei. The Weird (Genial: Kang-ho Song aus The Host" und JSA") stiehlt im Zuge eines Eisenbahnraubs einem hohen japanischen Beamten eine Schatzkarte. Diese wird jedoch nicht nur von der Armee und diversen Banden gesucht, sondern auch von The Bad (Eiskalt: Byung-hun Lee aus A bittersweet life" und demnächst G.I. Joe: The Rise of Cobra"), der dafür bezahlt wird sie zurückzubringen und The Good (Unberechenbar: Woo-sung Jung aus The Restless"), der es auf das Kopfgeld der beiden zuvor genannten Verbrecher abgesehen hat. Diese Schatzsuche (der etwas anderen Art) zieht sich durch die halbe Mandschurei um nach einer genialen Verfolgungsjagd in einem spannenden Shoot-Out zu enden.

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit der etwas eigenartig anmutenden Mischung aus Western, Thriller, Abenteuerfilm und typisch japanischen Humor anfreunden und den Film in vollen Zügen genießen konnte. Aber nach dieser, knapp eine halbe Stunde dauernden, Kennenlernphase konnte ich mich dem visuellen Rausch von The Good, the Bad, the Weird" nicht mehr entziehen. Es gibt nahezu keine Einstellung in der nicht irgendetwas zu beobachten ist. Weite Landschaftseinstellungen von ungeahnter Qualität, sensationelle Kulissen und eine toll choreographierte Actionszene nach der anderen. Wobei die Intensität und epische Größe von Kampf zu Kampf steigt um sich in einem irrwitzigen Showdown zwischen den drei Titelhelden, der Armee und anderen Gangstern zu entladen und mit einem Triell auszuklingen.

Wie in vielen anderen asiatischen Filmen neigen die Hauptakteure bisweilen zu Übertreibung und hoffnungslosem Overacting, wobei die überspitzten Darstellungen in diesem Fall jedoch nahezu immer zum jeweiligen (Comic-Buch-artigen-)Charakter passen. The Good gibt den abgebrühten Antihelden und Verbrecherjäger (natürlich nur um an das Kopfgeld zu kommen), the Bad spielt herrlich überdreht den unberechenbaren Killer, der im Grunde einfach nur der Beste sein will und the Weird ist übermäßig tollpatschig und wirr, aber trotzdem schnell und tödlich (die Darstellung hat mich teilweise stark an den Drunken Master" erinnert).

Über die gelungene Optik von The Good, the Bad, the Weird" könnte ich stundenlang schreiben. Die epische Landschaftsaufnahmen, tollen Close-Ups, sensationellen Kamerafahrten, genialen Kostüme und wahnsinnig schönen Kulissen suchen Ihresgleichen. Bei näherer Betrachtung der Schauwerte und gebotenen Qualität erklärt sich somit auch, warum der Film sein Budget regelmäßig nach oben geschraubt und den Terminplan gesprengt hat.

Als Kritikpunkte kann ich lediglich einige kleinere Längen im ersten Drittel, die etwas zu schnell geratenen Schnitte und den, den Sehnerv teilweise etwas überfordernden, Actionoverflow am Ende nennen. Wenn Pferde, Granaten, Motorräder, Morgensterne, Autos, Dynamit, Gewehre, Messer und Pistolen in hundertfacher Ausführung (gefühlte) zwanzig Minuten lang über die Leinwand huschen, kann durchaus ein leichtes Gefühl der Überforderung beziehungsweise Überfrachtung aufkommen. Auf der anderen Seite ist das Grande Finale durch die perfekte Choreographie und die atemberaubenden Stunts (in Hollywood sicher nicht in diesem Ausmaß möglich), die heroische Musik und den klassische Shoot-Out (bei dem kein Auge trocken bleibt) wiederum ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Somit dient die Überfrachtung einem noblen Unterhaltungszweck und ist doch kein negativer Kritikpunkt.

Fazit
Ein Film, den man trotz kleinerer Längen und etwas zu schneller Schnitte (die typische Ruhe eines Western fehlt ein bisschen) in vollen Zügen genießen kann. Ein Leckerbissen für die Augen, bei dem es immer, aber auch wirklich immer, etwas zu sehen gibt. Einer der besten asiatischen Filme, die ich seit langem gesehen habe.

Wie schon bei A bittersweet life" und partiell auch bei A tale of two sisters" dominiert eine überragende Optik den gesamten Filmverlauf. In Kombination mit der spannenden Umsetzung, dem tollen Score und den superben schauspielerischen Leistungen ergibt das im Fall von The Good, the Bad, the Weird" ein optisches Gusterstück, das sicherlich nur auf der großen Leinwand seine volle Wirkung entfalten kann.

Nachsatz
Ein toller after-Abspann-Goof folgt auch - also sitzenbleiben und genießen.
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am 20. Mai 2012
Ein koreanischer Western,
klingt komisch, ist aber der absolute Hammer. Es geht um einen eher tollpatschigen Zugräuber, der eine Schatzkarte findet, einem supercoolen Bandit, der diese zurückholen will, und einem Kopfgeldjäger, der beide jagt. Alles artet in ein ultimatives Katz- und Maus-Spiel aus. Coole Sprüche, wilde Schießereien, bei denen der Brutalitätsfaktor auch nicht zu gering kommt, sowie jede Menge Potenzial zum Lachen machen diesen Film einfach einzigartig. Nach und nach will man natürlich herausfinden, wer denn nun der ultimative King von den drei Hauptpersonen ist...
Wer sich jetzt aber fragt, warum in diesem Film Motorräder, Jeeps und LKWs benutzt werden (Motorräder - Western?! Western - Motorräder?!), dem kann ich nur sagen, dass die Handlung nicht im 19. Jahrhundert spielt, sondern irgendwann kurz vorm 2. Weltkrieg in der Mandschurei und in Korea (Korea war zu dieser Zeit von Japan besetzt; die Mandschurei war ein Satellitenstaat, der heute ein Teil der Volksrepublik China ist).
Der einzige Filmfehler, der mir aufgefallen ist, ist der Willys Jeep, der von der Japanischen Armee benutzt wird :D

Ingsgesamt ein richtig guter, unterhaltsamer und auch einzigartiger Film, bei dem ich ohne Bedenken 5 Sterne geben kann. Ich schaue mir den Film auch gerne noch ein zweites oder drittes Mal an. :)
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TOP 500 REZENSENTam 17. September 2012
Karten, die zu einem Ziel führen sollen, sorgten schon in vielen Filmen für Chaos und Wettrennen zwischen verschiedenen Parteien. Auch in diesem Western aus Korea sorgt so eine Karte für Verwirrung. Denn jeder rennt dieser Karte hinterher, von der man als Zuschauer lange nicht erfährt, was es mit ihr auf sich hat....
Aber Moment mal ein Western aus KOREA???? Wenn es um gute Western geht, dürften die meisten, wohl an Hollywood oder Italowestern denken, doch wohl kaum einer dürfte Korea auf der Landkarte haben. Vom Titel her bezieht sich der Film mal in jedem Fall auf den Italowestern. So hieß der dritte Teil von Sergio Leones Dollar-Trilogie "Zwei glorreiche Halunken" im Original The good, the bad and the ugly".
The good, the bad, the weird" aber als reinrassigen Wesern zu bezeichnen, wäre falsch. Der Film ist zwar überwiegend westerntypisch, alledings gepaart mit Abenteuer und ganz ganz viel Humor. Heraus kommt dabei der unterhaltsamste Streifen dieser Art seit längerer Zeit.
Das dieser genannte Mix so gut funktioniert, liegt zum einen an gut aufgelegten Darstellern, aber auch, weil der Wechsel zwischen Handlung und Action immer wieder gelungen funktioniert und das Ganze noch mit guter Musik unterlegt ist. Nicht unbedingt ein Film für jemanden, der klassische Western mag, aber für jeden, der Filme mag, die das Genre auflockern und ihm neue Seiten abgewinnen. Bis hin zum wirklich westerntypisch gehaltenen, sehr gelungen Finale in dem erst enthüllt wird, wohin die Karte führte.
Die Disc präsentiert sich exzellenter Bildqualität, die z.b. die tollen Drehorte super zur Geltung bringt, aber auch der Ton vermag bei den Actionszenen zu überzeugen. Bei diesem Film würde ich einfach sagen, es ist in der Tat ein Geheimtipp, den es sich zu entdecken lohnt.
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am 23. Juni 2011
Eine Schatzkarte löst im fernen Osten in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine wilde Rivalität zwischen drei abgebrühten Outlaws aus. Da ist zum einen der Kopfgeldjäger Do-won, der dem Banditen Chang-yi auf den Fersen ist. Und als dritter im Bunde spielt der Dieb Tae-goo eine nicht unbedeutende Rolle. Die verlockende Möglichkeit großen Reichtum zu erlangen, lässt die drei ihr Tagesgeschäft vergessen, um sich in eine hazard-artige Schnitzeljagd einzulassen. Natürlich mischen sich kleinere militärische Einheiten und marodierende Banden ebenfalls noch ein und verschärfen die Auseinandersetzung.

Der Idee einen Eastern nach dem Vorbild des großen Sergio Leone zu schaffen, ist ebenso anspruchsvoll, wie gewagt. Letztendlich wird der mutige neuzeitliche Regisseur sich an dem Altmeister messen lassen müssen. Aufwendige Szenenbilder mit viel Personal und noch mehr Requisite verwöhnen das Auge und kompensieren teilweise die schwache Story. Was fehlt sind die Totalen und eine extrem langsame Kameraführung in entscheidenden Szenen. Ansonsten ein unterhaltsamer Actionfilm.
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am 25. Februar 2010
Wurde bestens unterhalten. Hervorragende Actionsequenzen, technisch wunderbar gemacht. Kameraführung ist sehr gut gelungen. Musikalische Untermalung finde ich auch klasse. Alles mit dem gewissen Humor gewürzt. Der Film ist eigentlich ständig in Fahrt, wenn auch die Handlungsführung etwas chaotisch macht der Film einfach Spass. Absolute Kaufempfehlung!
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am 11. Mai 2010
Eine ganze Weile kam aus Korea filmisch nichts besonderes mehr. Nach BITTERSWEET LIFE schien Schluß zu sein,
was grenzenlose, filmische Eskapaden angeht. Doch dann kam dieser Streifen daher, der mit mittlerem Budget
ganz große Action zelebriert. Die dünne Story um verschiedene gegnerische Gruppierungen, die einer Schatzkarte
hinterherhetzen, reicht hervorragend aus, um die großen Actionsettings miteinander zu verknüpfen. Der Film
macht echt Spaß: Die Actionsettings varieren und werden stets größer und länger, die Kamera kann sich vor
Kinetik kaum halten, die Darsteller in Topform, Tempo und Timing erstklassig, dazu ein origineller Soundtrack der
perfekt passt. Hollywood kann sich von diesem runden Actionabenteuerfilm einiges abschauen, was Leichtigkeit,
Tempo, Stunts und Originalität angeht. Und wenn am Ende sogar noch die japanische Armee mit Geschützen ein
Trommelfeuer den galoppierenden Gangsterhorden hinterherballert und der Held (und Clint-Eastwood-Charakter)
zu Santa Esmeralda - Don't Let Me Be Misunderstood im gestreckten Gallopp mit seiner Winchester das Feld von
hinten aufrollt, dann hält es den Actionfan nicht mehr im Sessel und man wünscht sich mehr Filme mit diesem Schwung.
Nicht unwesentlich: Die Auflösung des Ganzen ist klug gemacht.
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am 15. Oktober 2010
The Good, the Bad, the Ugly" - Es gibt wohl weltweit keinen Filmfan, der Sergio Leones Westernklassiker mit Clint Eastwood als schweigsamen Revolverhelden nicht kennt und liebt. Das epische Meisterwerk, das gleichzeitig den Abschluss der legendären Dollartrilogie bildet, ist an Action, Spannung und Schauwerten nahezu nicht zu überbieten. Der Italowestern Zwei glorreiche Halunken" (deutscher Titel) ist somit ein unbestrittener Klassiker, der als unerreichbar gilt und dennoch dutzenden Regisseuren als Inspiration und Zitatenschatztruhe für ihre Werke diente. Kim Ji-woon, der mit dem Thriller A Bittersweet Life" auf der ganzen Linie überzeugen konnte, hat sich ein Herz gefasst und eine Art Remake-Neuinterpretation-Hommage-Persiflage-Mixtur des Klassikers mit dem durchaus passenden Titel The Good, the Bad, the Weird" (OT: Joheun nom nappeun nom isanghan nom") inszeniert. Dieser Mix gibt nie vor ein reinrassiges (und vor allem ernstzunehmendes) Remake zu sein, sondern entlehnt sich nur Grundidee, Aufbau und einige Einstellungen und Besonderheiten der Vorlage.

Die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Die heldenhaften Cowboys sind am Aussterben, den Pferden wird von Autos und Motorrädern der Rang abgelaufen und der Wilde Westen liegt in den letzten Zügen. Doch nicht so in der Mandschurei. The Weird (Genial: Kang-ho Song aus The Host" und JSA") stiehlt im Zuge eines Eisenbahnraubs einem hohen japanischen Beamten eine Schatzkarte. Diese wird jedoch nicht nur von der Armee und diversen Banden gesucht, sondern auch von The Bad (Eiskalt: Byung-hun Lee aus A bittersweet life" und G.I. Joe: The Rise of Cobra"), der dafür bezahlt wird sie zurückzubringen und The Good (Unberechenbar: Woo-sung Jung aus The Restless"), der es auf das Kopfgeld der beiden zuvor genannten Verbrecher abgesehen hat. Diese Schatzsuche (der etwas anderen Art) zieht sich durch die halbe Mandschurei um nach einer genialen Verfolgungsjagd in einem spannenden Shoot-Out zu enden.

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit der etwas eigenartig anmutenden Mischung aus Western, Thriller, Abenteuerfilm und typisch koreanischen Humor anfreunden und den Film in vollen Zügen genießen konnte. Aber nach dieser, knapp eine halbe Stunde dauernden, Kennenlernphase konnte ich mich dem visuellen Rausch von The Good, the Bad, the Weird" nicht mehr entziehen. Es gibt nahezu keine Einstellung in der nicht irgendetwas zu beobachten ist. Weite Landschaftseinstellungen von ungeahnter Qualität, sensationelle Kulissen und eine toll choreographierte Actionszene nach der anderen. Wobei die Intensität und epische Größe von Kampf zu Kampf steigt um sich in einem irrwitzigen Showdown zwischen den drei Titelhelden, der Armee und anderen Gangstern zu entladen und mit einem Triell auszuklingen.

Wie in vielen anderen asiatischen Filmen neigen die Hauptakteure bisweilen zu Übertreibung und hoffnungslosem Overacting, wobei die überspitzten Darstellungen in diesem Fall jedoch nahezu immer zum jeweiligen (Comic-Buch-artigen-)Charakter passen. The Good gibt den abgebrühten Antihelden und Verbrecherjäger (natürlich nur um an das Kopfgeld zu kommen), the Bad spielt herrlich überdreht den unberechenbaren Killer, der im Grunde einfach nur der Beste sein will und the Weird ist übermäßig tollpatschig und wirr, aber trotzdem schnell und tödlich (die Darstellung hat mich teilweise stark an den Drunken Master" erinnert).

Über die gelungene Optik von The Good, the Bad, the Weird" könnte ich stundenlang schreiben. Die epische Landschaftsaufnahmen, tollen Close-Ups, sensationellen Kamerafahrten, genialen Kostüme und wahnsinnig schönen Kulissen suchen Ihresgleichen. Bei näherer Betrachtung der Schauwerte und gebotenen Qualität erklärt sich somit auch, warum der Film sein Budget regelmäßig nach oben geschraubt und den Terminplan gesprengt hat.

Als Kritikpunkte kann ich lediglich einige kleinere Längen im ersten Drittel, die etwas zu schnell geratenen Schnitte und den, den Sehnerv teilweise etwas überfordernden, Actionoverflow am Ende nennen. Wenn Pferde, Granaten, Motorräder, Morgensterne, Autos, Dynamit, Gewehre, Messer und Pistolen in hundertfacher Ausführung (gefühlte) zwanzig Minuten lang über die Leinwand huschen, kann durchaus ein leichtes Gefühl der Überforderung beziehungsweise Überfrachtung aufkommen. Auf der anderen Seite ist das Grande Finale durch die perfekte Choreographie und die atemberaubenden Stunts (in Hollywood sicher nicht in diesem Ausmaß möglich), die heroische Musik und den klassische Shoot-Out (bei dem kein Auge trocken bleibt) wiederum ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Somit dient die Überfrachtung einem noblen Unterhaltungszweck und ist doch kein negativer Kritikpunkt.

Fazit
Ein Film, den man trotz kleinerer Längen und etwas zu schneller Schnitte (die typische Ruhe eines Western fehlt ein bisschen) in vollen Zügen genießen kann. Ein Leckerbissen für die Augen, bei dem es immer, aber auch wirklich immer, etwas zu sehen gibt. Einer der besten asiatischen Filme, die ich seit langem gesehen habe.

Wie schon bei A bittersweet life" und partiell auch bei A tale of two sisters" dominiert eine überragende Optik den gesamten Filmverlauf. In Kombination mit der spannenden Umsetzung, dem tollen Score und den superben schauspielerischen Leistungen ergibt das im Fall von The Good, the Bad, the Weird" ein optisches Gusterstück.

Nachsatz
Ein toller after-Abspann-Goof folgt auch - also sitzenbleiben und genießen.
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