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4,0 von 5 Sternen
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Lucrezia Borgia-Sony Opera House
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,82 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 31. Dezember 2009
Lucrezia Borgia ist eine der vielen Opern von Gaetano Donizetti, von der lange nur einige Arien bekannt waren. Es ist vor allem Montserrat Caballé zu verdanken, dass sie heute wieder häufiger auf der Bühne zu sehen ist. Sie übernahm 1965 kurzfristig die Titelrolle für eine konzertante Aufführung in der Carnegie Hall. Es wurde ihr persönlicher internationaler Durchbruch und auch derjenige der Oper. Zwei Jahre später entstand diese Aufnahme.

Die Oper basiert auf einem Schauerstück von Victor Hugo und hat nicht ganz die musikalisch-dramatische Geschlossenheit etwa von Anna Bolena oder Maria Stuarda. Nach dem sehr stringenten Prolog in Venedig folgen musikalisch großartige Nummern, aber auch verschenkte Momente - z. B. im ersten Akt die Szene zwischen der Borgia und ihrem Ehemann, der sie für untreu hält. Dramaturgisch problematisch ist auch, dass Sopran und Tenor hier nicht das Paar, sondern Mutter und Sohn sind. Trotzdem gehören viele Nummern der Oper zum besten, was Donizetti komponiert hat.

In der Titelrolle kann man Montserrat Caballé in stimmlicher Topform erleben - sie singt ausdrucksvoll, virtuos, immer wieder garniert mit ihren berühmten pianissimo-Spitzentönen. Eine sehr gute Lucrezia, abgesehen von einigen chromatischen Figuren ihrer Finalarie, die rhythmisch etwas unpräzise geraten sind und für die Studioaufnahme ruhig noch einmal hätten wiederholt werden sollen.

Ihren (heimlichen) Sohn Gennaro singt der große Belcanto-Spezialist Alfredo Kraus. Schade, dass man für ihn eine gestrichene Cabaletta nicht wieder eingefügt hat. Er ist fast eine Idealbesetzung. Man könnte allenfalls bemängeln, dass er zu erwachsen klingt, um der Sohn von Caballé zu sein.

Die dritte Hauptrolle ist der Maffio Orsini, der beste Freund des Gennaro, eine Hosenrolle, für die Donizetti die beiden ausdrucksvollsten Arien der Oper komponiert hat. Die sehr junge Shirley Verrett hat mit der Rolle allerdings kleinere Probleme: Die Sängerin hatte immer eine hohe Mezzosopranstimme, sang später auch Sopranrollen. Der Orsini ist dagegen ein tiefer Alt. Dadurch bekommt Verrett im Prolog Schwierigkeiten mit tiefen Tönen, in der Bravourarie im zweiten Akt fallen ihr die Register sehr auseinander. Stimmlich ist sie allerdings ein Genuss.

Ezio Flagello schließlich singt den eifersüchtigen Ehemann berückend schön, ja fast zu sympathisch. Die Nebenrollen sind ausnahmslos perfekt besetzt.

Allenfalls dem Dirigenten hätte man etwas mehr Gespür für Donizettis Rhythmik gewünscht. Das hat später Richard Bonynge in einer Konkurrenzaufnahme (mit Joan Sutherland, Marilyn Horne und Jaime Aragall keineswegs schlechter besetzt) besser hinbekommen.

Trotzdem: Eine nicht nur zu diesem Preis sehr wertvolle Aufnahme einer sehr hörenswerten Oper.
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