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am 19. Dezember 2011
The Help, geschrieben von Kathryn Stockett spielt in Mississippi Anfang der 60er Jahre. Es geht um drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Zum einen sind da Aibileen und Minny, zwei farbige Frauen, die als Hausmädchen/ Hilfe für weiße Vorstadtfrauen arbeiten so wie es in den Südstaaten zu dieser Zeit normal war. Sie scheinen mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein, zumindest ist dies der Glaube ihrer Arbeitgeber. Doch der Schein trügt. Da niemand darüber spricht, wie es wirklich in den Frauen vorgeht, will Miss Skeeter, eine junge weiße Frau die gerade das College beenedet hat ein Buch darüber schreiben, wie es wirklich für die farbigen Frauen ist, für Weiße zu arbeiten. Neben schockierenden Dingen wie der Angstellten Toilette neben der Garage ( da Weiße zu viel Angst hatten sich die Toilette mit Farbigen zu teilen, aufgrund von Krankheiten) oder das ein weißer Arzt einen farbigen Mann nicht untersucht und er dafür in ein Farbigen Krankenhaus gehen soll schildert das Buch viel viel mehr und die drei Frauen schaffen es ihre Leben auf eine sehr interessante Weise miteinander zu verbinden. The Help schildert sehr bildhaft und mit vielen Details das Leben dieser drei Frauen, jede mit eigenen Problemen und den Problemen die erst ( vielleicht ) auf sie zukommenden werden, sollte jemals jemand erfahren, dass die Geschichten, die Aibileen und Minny Skeeter erzählen wirklich von ihnen stammen. Das was mich auch begeistert hat waren die historischen Details und Belange die sehr gut geschildert sind. Das Buch sollte man jedoch auf Englisch lesen. Die Dialoge und einzelnen Gedanken kommen meiner Meinung nach besser rüber und alleine schon der ENglische Titel ist so viel passender als der Deutsche. Ich war bzw. bin immer noch begeistert und kann nur sagen, dass dieses Buch ein LESE-MUSS ist.
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am 4. Oktober 2016
Das Buch habe ich seit Ewigkeiten auf meinem Noch-lesen-Regal und irgendwie hat es mich bisher nie gepackt. Der Film war ok, so gut aber auch wieder nicht. Dann habe ich es aber doch mal gewagt, und es war SO GUT. Das Buch spielt Anfang der 1960er in Mississippi, USA. Während die Civil-Rights-Bewegung im Norden langsam in Fahrt kommt, steckt der Süden noch im tiefen Rassismus. Eine weiße junge Frau steckt in ihrer eigenen Krise und beschließt, die Situation der schwarzem Hausmädchen anhand von Interviews aufzuzeichnen. Wir begleiten sie und zwei dieser schwarzen Frauen von Kapitel zu Kapitel. Lustig, traurig, wichtig zu lesen. Natürlich verstehe ich die Kritik an dem Buch und beim Lesen knabbert man schon so manches mal daran. Da muss erst das weiße Mädchen kommen, um bei der schwarzen Bevölkerung etwas zu bewegen, jaja. Und dann auch noch fast zufällig, ups. Trotzdem glaube ich, dass das Buch darüber hinausgeht. Die Erfahrungen von Eugenia und Minny sind mitreißend.
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am 3. Oktober 2016
Vor ein paar Monate habe ich auf der audible.com –Seite gelesen, dass dieses Hörbuch das erfolgreichste Hörbuch bei audible.com sei. Das Hörbuch hat über 26600 fünf-Sterne Bewertungen.
Das klang sehr vielversprechend und deshalb habe ich mir die Hörprobe angehört und sofort wieder abgeschaltet. Diesen Slang und Südstaatenakzent kann ich mir nicht anhören, dachte ich damals und habe mit die deutsche Version gekauft. Hier konnte man zwischen einer gekürzten 7 Stunden-Version gelesen von Regina Lemnitz, Nina Petri und Stephan Benson und der ungekürzten 19 Stunden-Version gelesen von Regina Lemnitz wählen. Abgesehen davon, dass ich mir gekürzte Hörbücher nur in begründeten Ausnahmefällen kaufe, frage ich mich zwischenzeitlich, welche Frauenrolle Stephan Benson liest (Aibileen, Minny, Skeeter oder nur die Schilderung der Benefizveranstaltung ?).
Um das Hören der deutschen Version schleiche ich nun seit Monaten herum, weil ich insgeheim doch dachte, dass sich die Besetzung mit mehreren Schauspielerinnen hier förmlich aufdrängt. Nun habe ich mir aus einer Laune heraus vor kurzem doch die Originallesung samt E-Book gekauft und mit großer Begeisterung innerhalb kürzester Zeit gehört. In jeder freien Minute habe ich entweder gehört oder gelesen. Mit den verschieden starken Südstaatenakzenten und –sprechweisen hatte ich weniger Probleme als erwartet. Ich empfehle dennoch jedem, sich unbedingt die Hörprobe anzuhören. Das Hörbuch war packend, ergreifend und absolut wunderbar besetzt. Man spürte förmlich, dass alle drei Schauspielerinnen nicht einfach nur gelesen, sondern ihre Rollen gelebt haben. Die Stimmen passten vorzüglich zu den Figuren Aibileen, Minny und Skeeter. Die m.E. wirklich perfekte Lesung hat den Genuss des Buches noch gesteigert und einen förmlich in die Geschichte hineingezogen. Auch die Geschichte hat mich sehr berührt und mir ausnehmend gut gefallen. Das Buch sensibilisiert für die Thematik. Die Südstaaten der U.S.A, in diesem Fall Mississippi, mit ihrem bis heute bestehenden tief sitzenden Rassismus sind mir durch dieses Buch näher gekommen, als durch jede noch so gute Abhandlung. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass in einem solchen „Frauenbuch“ keine der Protagonistinnen am Ende ein „klassisches Happyend“ hatte, nach dem Motto eine Frau kann nur glücklich mit Mann und Beziehung sein. Alle drei Hauptfiguren haben sich weiterentwickelt und neue befriedigende Perspektiven für ihr Leben entwickelt. Und gleichzeitig ist allen drei Frauen, jeder auf ihre Art der Preis ihres Auf- und Ausbruchs bewusst. Ein wirklich schönes wunderbar gelesenes Hörbuch, das mich begeistert zurückgelassen hat. Vielleicht werde ich auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal die deutsche ungekürzte Version hören, auch wenn ich schwer bezweifle, dass sie die gleiche bezaubernde Wirkung auf mich haben wird.
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am 22. September 2013
Anfang der 60er Jahre in Jackson, Missippi: Die Sklaverei gilt zwar offiziell als abgeschafft, trotzdem haben Schwarze noch lange nicht die gleichen Rechte wie die Weißen. Die Weißen begegnen ihnen mit Vorurteilen, dass sie Krankheiten verbreiten würden, unrein sind und auch nicht wirklich intelligent. Trotzdem und gerade deswegen arbeiten viele schwarze Frauen als Haus- und Kindermädchen bei weißen reichen Frauen. Sie machen ihnen den Haushalt, ziehen die Kinder groß und manchmal entwickeln sich wirklich innige Beziehungen, aber manchmal müssen sie auch jeden Tag aufs neue Demütigungen über sich ergehen lassen und dürfen immer nicht die gleiche Toilette wie ihre Chefin verwenden.
Gleichzeitig sind auch die weißen Frauen gewissen Zwängen ausgesetzt. Selber zu arbeiten ist verpönnt und das Hauptziel einer Frau ist es, einen Mann zu heiraten, Kinder zu bekommen und sich dann möglichst intensiv ehrenamtlich zu betätigen.

Das tägliche Leben zu der Zeit wird in diesem Buch abwechselnd aus der Sicht der schwarzen Hausmädchen Abigail und Minny und der weißen 23jährigen Skeeter erzählt. Jede von ihnen kämpft mit ihren eigenen Herausforderungen und eigentlich haben sie gar nichts gemeinsam. Bis zu dem Zeitpunkt, als Skeeter, die unbedingt bei einem Verlag arbeiten möchte, Abigail darauf anspricht, ob sie ihr nicht dabei helfen würde ein Buch über das Leben der schwarzen Hausmädchen zu schreiben. Was sich erst langsam und schwer entwickelt, führt bald zu einer richtigen Welle und bringt Frauen einander näher, die sich ansonsten kaum angesehen haben.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche der Perspektiven ich am liebsten lese. Alle waren spannend, teilweise erschreckend, dann aber wieder mit wunderbaren Lichtmomenten gefüllt. Gerade die Demütigungen, die Abigail und Minny oft, sogar teilweise tagtäglich zu schlucken haben, sind einfach unfassbar und oft konnte ich nur den Kopf schütteln über diese Ansichten, die da weit verbreitet waren.
Gleichzeitig ist auch die Welt von Skeeter nicht so wunderbar, wie sie auf den ersten Blick aussieht und die ganzen Zwänge, denen sie unterworfen ist, haben mich auch oft entsetzt weiter lesen lassen. Unglaublich, wenn man sich überlegt, dass diese Zeit noch gar nicht so lange her ist.

Für jede der drei Hauptfiguren hat die Autorin sehr gut ihre eigene Ausdrucksweise und Sprache gefunden und ich wusste alleine beim Lesen der Sätze, aus wessen Perspektive ich jetzt gerade das Buch lese.

Das Buch hat mich insgesamt sehr berührt und nachdenklich gemacht und öfters musste ich doch auch sehr stark mit den Tränen kämpfen.

Alles in allem ein wunderbares Buch, dass mir sehr gut wieder ein Stück Geschichte näher gebracht hat und mir wieder gezeigt hat, wie furchtbar Vorurteile und eingefrorene Ansichten sein können. Für mich ein absoluter Buchtipp!
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am 17. Juni 2013
Über den Inhalt möchte ich nichts mehr sagen, der dürfte mittlerweile bekannt sein. Aber ich möchte betonen, was für eine große persönliche Bedeutung dieser Roman für mich einnimmt. Er hat in gewissem Sinne mein Leben verändert und mein Denken auf eine Weise beeinflusst, wie es noch kein Roman zuvor geschafft hat.

In "The Help" geht es nicht "nur" um Rassismus, wie man zunächst glauben könnte, sondern es geht um Diskriminierungen jeder Form. Um die Diskriminierung Andersfarbiger natürlich vorranging, aber auch um die Dismiminierung von Menschen aus niederen sozialen Schichten und die von solchen, die den Diskriminierten zu helfen versuchen. Daher ist "The Help" ein Roman, der jeder spießigen Kleinstadt dieser Welt den Spiegel vorhält, nicht nur dem Bible Belt der USA. Schockierend ist natürlich vor allem, wie wenig Rechte die Farbigen damals juristisch betrachtet hatten, auf wie furchtbare Weise sie willkürlichen tätlichen Übergriffen durch Mob und sogar Polizei ausgeliefert waren. Aber das ist nicht die Hauptaussage das Romans. Vielmehr werden die menschenverachtenden Intrigen angeprangert, der Rufmord, die subtilen Drohungen und Aufhetzungen, mit denen die Damen der guten Gesellschaft ihre wehrlosen, oft unschuldigen Opfer langsam aber sicher ins Abseits manövrieren und so ganz sauber und nebenbei ihr Leben zerstören. Und das passiert überall auf der Welt, auch heute noch.

Mir und meiner Mutter ist es passiert. Ich bin erst Anfang dreißig, aber wo ich wohne, war es in den 80ern und 90ern noch eine Unmöglichkeit, ein uneheliches Kind zu sein und später sogar noch ohne Geld und Schliff aufs Gymnasium zu gehen und sich eine Reitkarriere zu wünschen. Dass meine Mutter dennoch versucht hat, mich zu einer selbstbewussten, gleichberechtigen Frau zu erziehen und selbst bereits damals emanzipiert leben wollte, hat mir eine albtraumhafte Kindheit beschert. Dass wir uns dann später dreisterweise noch gegen die selbsternannte bessere Hälfte für Tierschutz engagiert haben, hat uns beiden endgültig das gesellschaftliche Genick gebrochen. So richtig begriffen habe ich das jedoch erst durch die Lektüre dieses Buches. Vorher ist einfach nicht der Groschen gefallen, dass Niederbrüllen, Einschüchtern, Ausgrenzen, Spott, Ignoranz und Verleumdung bereits unter Diskriminierung fallen, weil ich einfach schon zu lange in dieser Welt gelebt hatte.

Ich wünschte, alle Hillys und Elizabeths aus meinem Leben würden dieses Buch lesen, aber wahrscheinlich würden die meisten sich genau wie Elizabeth selbst gar nicht wiedererkennen, weil sie zu überzeugt davon sind, anständige Menschen zu sein. Das ist immer das schlimmste an Frauen, die andere diskiminieren, was hier besonders treffend dargestellt wird: der Selbstbetrug. Und ebenso nachhaltig wird dem Leser verdeutlicht, dass es oft erst Jahre der erniedrigenden, ungerechten Behandlung braucht, um aus einem einstmals friedlichen Menschen jemanden zu machen, der so voller aufgestautem Kummer und Zorn ist, dass er, vor Verzweiflung nicht mehr Herr seiner Sinne, zu drastischen Mitteln greift, um sich zu wehren. Auch das ist eine Tatsache, die von den eigentlichen Tätern nur allzu gerne übersehen oder wegdiskutiert wird.

"The Help" hat mich aus einem emotionellen Loch geholt, das mir vorher gar nicht bewusst gewesen ist. In meinem Inneren herrschten immer noch Zweifel darüber, ob ich nicht doch selbst Schuld daran trug, keine Freunde, keinen Ehemann und keinen guten Job abbekommen zu haben. Und genau das macht diesen Roman so wertvoll, weil er zeigt, dass es nicht in erster Linie die Angst und die Einsamkeit sind, die einen diskiminierten Menschen zerstört, sondern das Gefühl, es verdient zu haben, was einem passiert ist. Weil man eben doch den Mund hätte halten und sich ducken sollen ...

Die meisten Bücher stellen es als etwas Einfaches hin, sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, frei nach dem Motto: "Trau dich, und am Ende bekommst du eine metaphorische Tapferkeitsmedaille!" Dass das nicht der Fall ist, hat Kathryn Stockett einfühlsam und sensibel eingefangen. Sie beschreibt den Weg zur persönlichen Freiheit als einen, der voller Unsicherheiten und Verluste ist, als einen, auf dem man sich oft wünscht umkehren oder weglaufen zu können, weil man einfach nicht weiß, was auf einen zukommt und wie lange man noch durchhält, ob man am Ende nicht schlimmer dasteht als zuvor. Sie hat mir mit ihrem Werk neuen Mut gemacht, weil ich mich jetzt nicht mehr so alleine fühle.

Nur das Ende fand ich ein klein wenig enttäuschend. -- ACHTUNG SPOILER! -- Denn Skeeter läuft zum Schluss tatsächlich mehr oder weniger in ein einfacheres Leben weg, fort von ihrem Befreiungsschlag. Sie muss nicht mit dem leben, was sie gewagt hat. Letzlich will sie also doch nicht ohne Freundinnen ihres Standes sein, letzlich hat sie doch nicht die Stärke, einen weiteren Schritt zu wagen. Aber einen Stern Abzug gibt's dafür nicht, weil es gleichzeitig natürlich absolut glaubwürdig ist. Wer würde nicht flüchten, wenn er könnte? Doch Aibileen und Minny können eben nicht. Ihr Kampf beginnt erst, was das Buch besonders realistisch macht. Und ich würde mir auf jeden Fall eine Fortsetzung wünschen ...
SPOILER ENDE

Schade, dass sie aus diesem satirisch angehauchten Drama so eine Komödie von Film gemacht haben. Musste das wieder sein, nur um FSK-0 herauszuschlagen? Ich habe mir den Streifen nicht mehr angesehen, um mir das Buch nicht zu verderben, aber ich denke nicht, dass die Botschaft auf die Leinwand herübergerettet wurde. Traurig, dass es nur wieder darum ging, den Zuschauern einen bunten Kinoabend zu bescheren!

P.S.: Das Flair des Romans ist im Original einfach umwerfend, und daher kann ich es jedem wärmstens ans Herz legen. Der "black slang" in weiten Teilen des Romans ist aufgrund seiner grammatikalischen Fallstricke allerdings gewöhnungsbedürftig und dürfte einen Ungeübten überfordern, obwohl der Roman in den anderen Abschnitten eher leicht geschrieben ist.
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 500 REZENSENTam 10. November 2012
The noverl takes place in the early 60s in Mississippi, and racism and laws that oppress African-Americans are in full force - but the winds of change can be felt in the air. There are three narrators: Miss Skeeter, a young white women, just back from college, Minnie, a black women in her thirties, who doesn’t take well to the oppressing laws and works as a maid, and Aibileen, another maid, older, less impulsive and thinks about the consequences of her actions. The small town of Jackson is oppressive for all three, with the forces of sexism and class structure also in place as well as segregation.
Miss Skeeter has the idea to write about the secret lives of black maids, but all the black maids are too scared to talk. There's quite a scary chapter where Aibileen describes what white people are capable of doing if the status quo is upset too much.
Stockett finds a lot of appealing humour in her characters, particularly with Minnie, who knows how to take revenge on someone who did her wrong.
The novel really captures the spirit of the time. The characters get your attention, not all of them very likeable. If you want to travel back in time to a country you really wouldn’t like to live in this is excellent. Manhkind has made some progress since then, not a lot, but quite a bit. Very recommendable – as is the film which is very true to the book.
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am 17. November 2011
Welch ein furioser Roman! "The Help" hat mich einfach nur vom Hocker gerissen! Die Geschichte zweier Haushaltshilfen im Jackson/Mississippi der 60er Jahre ist fantastisch und wird perfekt ergänzt durch die Erfahrungen einer jungen weißen Frau, die von einer schwarzen Haushaltshilfe großgezogen wurde. Dabei sind die Geschichten von Aibee, Minny und der jungen Skeeter mitreißend und spannen den Bogen vom schwarz-weißen Klischee bis in den differenzierten Feintrieb mit allen Schattierungen von Grau. Die Welt, in der Aibee und Minny leben, hat mich gefesselt, sowohl in ihrer Absurdität als auch in der farbigen Darstellung im Roman. Die kleine weiße May Mobley, auf die Aibee aufpasst, ist mir im Laufe des Buchs wirklich ans Herz gewachsen, und ihre kindliche Sicht auf die Welt von schwarz und weiß ist ein Highlight des Romans. Auch die Geschichte von Minnys Arbeitgeberin Celia, der drallen white-trash Ehefrau eines erfolgreichen Geschäftsmanns aus dem konservativen Jackson, hat mich mitgerissen - und Celia hat aufgrund ihrer Herkunft eine ganz andere Haltung zu der schwarzen Angestellten als die traditionellen Südstaatenehefrauen ihres Umfelds. Und Skeeters langsame Emanzipation von der Südstaatenkultur, in die sie als Privilegierte hineingeboren wurde, fand ich einfach nur wunderbar.

Fazit: Mega-gelungen - ein fesselnder Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte! 6 Sterne!
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am 22. April 2012
Im Nachwort dieses Buchs erklärt die Autorin, dass sie sich nicht anmaßen möchte, die Situation und das Leben der schwarzen Haushaltshilfen im den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wirklich verstanden zu haben, sondern sie sieht es in erster Linie als eine nachgeholte Frage an ihre eigene Kinderschwester und Haushaltshilfe, die sie zu ihren Lebenszeiten diese wichtige Frage nicht gestellt hat: "Wie ist das für Dich?"
Die Geschichte aus der Sicht der beiden Haushaltshilfen Aibileen und Minny und ihrer "Schreiberin" Skeeter - und zwischendurch in einem Abschnitt einer auktorialen Erzählinstanz - gibt ein faktisch und emotional sehr vielschichtiges Bild von Leuten, die sich ihrer Situation in unterschiedlicher Weise bewusst sind und die in einer wichtigen Umbruchzeit ihrer Geschichte miteinander auszukommen versuchen.
Man kann natürlich hinterfragen, wie akkurat die Darstellungen hier gelungen sind und wieviel des Geschriebenen vor allen Dingen den möglicherweise verzerrten Erinenrungen und Wahrnehmungen der Autorin entspringen mögen, aber für die Wirkung des Buchs ist dies letztendlich unerheblich. Die beinahe symbiotische Beziehung zwischen Beherrschtem und Beherrscher - ihre gegenseitigen Abhängigkeiten - werden hier überaus deutlich und dies ist sicherlich ein verdienstvoller Aspekt dieses Buchs, neben der Darstellung der - möglichen - Situation selbst und dem Humor und der Energie der dagegen Ankämpfenden, die immer wieder Hoffnung auf die weitere Entwicklung der Menschheit machen.
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am 5. Juni 2012
Ich hatte über dieses Buch gute Kritiken gelesen und es mir deshalb gekauft, ohne wirklich über den Inhalt nachzudenken.

Dann beginnt diese Geschichte auch gleich in einem "grauenhaften Englisch", wie man es von schwarzen Dienstboten in den Südstaaten der US der 60er Jahre erwarten kann.

Nachdem ich diesen ersten Schock überwunden hatte, liess mich das Buch nicht mehr los und ich habe es regelrecht verschlungen.

Großartig und pointiert geschrieben, witzig und oftmals auch unglaublich erschreckend, denn man darf annehmen, dass die Schilderungen durchaus der Realität entsprechen.

Schön das es Menschen wie Ms. Skeeter gibt, aber auch Abileen oder Minnie und zum Glück hat sich in den vergangenen 50 Jahren vieles positiv weiterentwickelt. Dennoch sollten wir uns bewusst sein, wie es einst war und sei es nur deshalb um zu verhindern, dass ähnliches erneut passieren kann.

Eine absolute Kaufempfehlung, als nächstes werde ich mir den Film anschauen - einen Oscar für eine weibliche Nebenrolle gab es ja, also scheint er recht gelungen zu sein.
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am 13. April 2012
Ich bin auf das Buch "The help" gestoßen, dank der diesjährigen Oscarverleihung, auf der der gleichnamige Film nominiert gewesen ist. Nachdem ich den Film sah und absolut begeistert war, stand es für mich außer Frage das dazugehörige Buch zu lesen und ich bin heilfroh, dass ich es gemacht habe, denn obwohl ich davon ausging, dass das Buch den Film nicht toppen könnte, wurde ich eines besseren belehrt.

"the help" beschreibt eine absolut rührende Geschichte mehrer Frauen, die zu wahren Freundinnen werden und das obwohl es zu Beginn der Geschichte noch unmöglich scheint sich gemeinsam an ein und den selben Tisch zu setzen.

Die junge Miss Skeeter ist gefangen in einem Alltagstrott der sich aus Bridgeabenden, oberflächlichen Gesprächen und einer gehörigen Portion Rassismus zusammensetzt. Während sie davon träumt dieser erdrückenden Oberflächlichkeit zu entfliehen um ernst zunehmende Journalistin in New York zu werden, verfestigt sich ihre Beziehung zu einem der Hausmädchen, welche ihr bei einer wöchentlichen Kolumne hilft, in der es um Haushaltstipps geht.
Um den Durchbruch als Journalistin zu schaffen Überlegt sich Skeeter nun über welche ernsten Themen sie schreiben könnte, um als Journalistin Beachtung zu bekommen. Geprägt von den Umständen um sie herum, von einer Gesellschaft der 60er Jahren in den Südstaaten blüht in ihr die Idee ein Buch zu schreiben über die Beziehung der farbigen Hausmädchen zu den weißen Familien, denen sie dienen, ohne auch nur eine Ahnung davon zu haben, wie gefährlich es für die farbigen Hausmädchen ist, solche internen Informationen zu erzählen.

Hieraus entwickelt sich eine unfassbar ergreifende Geschichte die einem oft die Augen feucht werden lässt, sei es vor Rührung, vor Wut, vor lachen oder einfach vor Unverständnis.
Einmal angefangen zu lesen konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen.

Besonders spannend empfand ich die Sprache im original, also im englischen.
Hatte ich die ersten 20-30 Seiten noch so meine Schwierigkeiten mit Aibeleens Slang, so empfand ich die Sprache im weiteren verlauf als sehr authentisch und ich gewöhnte mich sehr schnell daran.
Bemerkenswert daran finde ich außerdem, dass man jede einzelne der Frauen, die ihre Geschichte erzählen (Aibeleen, Minnie und Skeeter)nicht nur am Inhalt ihrer Erzählungen, sondern auch am Schreibstil wiedererkennen konnte.

Ich würde "the help" jederzeit jedem empfehlen. es nimmt sich selbst nicht zu ernst, ist weit davon entfernt trivial zu sein aber unterhält einen trotzdem gut von der ersten bis zur letzten Seite.
ganz klar 5 Sterne!
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