Hier klicken MSS Hier klicken Jetzt informieren Blind-Date mit Audible Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle Ghostsitter longss17

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
323
3,6 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:6,75 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. November 2009
Als die Box mit den ersten sechs Filmen in der "Remastered"-Edition auf den Markt kam, war ich schon begeistert. Und natürlich war es klar, dass ich auch die zweite Box haben muss. Jetzt ist sie endlich da und ich bin wieder begeistert. Optisch ist die Box identisch mit der ersten Box: Jede Film-DVD steckt in einer Slim-Hülle, auf jeder ist ein Crewmitglied abgebildet. Die Filme sind zusammen in einem dekorativen Pappschuber verpackt, die Farbe ist diesmal in einem dunklen blau gehalten. Auf der Vorderseite ist wieder ein Hologramm plaziert, diesmal mit der Enterprise-E als Motiv. Das Ganze steckt zusätzlich in einer Schutzhülle aus Plastik. Auch auf dieser Hülle prangt der nicht ganz so dekorative, grüne Altershinweis, doch im Gegensatz zu der ersten Film-Box handelt es sich hier um einen Aufkleber, der sich ohne Rückstände ablösen lässt. Einziges Manko ist eine Pappe mit Informationen zum Paketinhalt für potenzielle Käufer, die nur dürftig an der Hülle befestigt ist, aber ohne Probleme entfernt werden kann.
Inhaltlich haben die Boxen wieder einiges zu bieten. Jede DVD enthält jeweils die Kinofassung der Filme 7 bis 10 in deutscher, englischer und französischer Sprachfassung. Daneben enthält jede Disc eine Menge an Bonusmaterial passend zum jeweiligen Film. Hier finden sich Specials zu verschiedenen Themen des Films, Audiokommentare, sowie die aus der ersten Box bereits bekannten "Science Briefings", kurze Clips, die verschiedene Aspekte des Films als Vortrag an der Sternenflottenakademie darstellen.
Zusätzlich gibt es neben den Filmen eine fünfte Disc mit zusätzlichem Material. Besonderes Highlight sind hier drei Dokumentationen über die leider schon beendete Austellung "Star Trek - The Experience", die über 10 Jahre Hilton-Hotel in Las Vegas besucht werden könnte. Eine Doku begleitet die Austellung an ihrem letzten Tag, die zwei anderen Filme begleiten eine Gruppe von Besuchern bei den interaktiven Fahrattraktionen der Austellung: "Invasion der Borg 4D" und "Klingonen: Eine Begegnung".
Was diese Box nicht enthält, sind die üblichen Bonusmaterialien wie Trailer, Making-ofs oder nicht verwendete Szenen. Diese finden sich nur auf den älteren Einzelveröffentlichungen der Filme und den "Special Editions".
Die Qualität der Filme und sonstigen Beiträge ist in bemerkenswert guter Qualität, wie man es bei so einem Paket erwarten sollte. Höhere Erwartungen kann man nur noch an die BluRay-Version stellen, für DVD ist die Bildqualität wirklich ausgezeichnet.
Für Leute, welche die vier Filme der "Next Generation" besitzen möchten, ist diese Box genau das Richtige, besonders bei dem Preis, der einem wirklich viel bietet. Für Besitzer der ersten Box ist es natürlich ein Pflichtkauf, um die Sammlung zu vervollständigen.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2003
Schade, dass die TNG-Crew auf diese Weise auseinander gehen muss. Star Trek Nemesis hatte viel mehr Potential, das mit einem ST-kundigen Regisseur sicher besser ausgeschöpft worden wäre.
Doch zunächst zur Handlung: Meiner Meinung nach geht sie mit der Szene im romulanischen Senat und Jerry Goldsmith's neuem, genialen Score sehr gut los. Kurz darauf folgt der absolute Tiefpunkt - die Verfolgungsjagd mit Geländewagen (Audiokommentar des Regisseurs hierzu: "Ich dachte, ein wenig Action sei hier notwendig"). Es geht dann wieder bergauf, das Treffen von Picard und Shinzon (auch wenn dieser Picard überhaupt nicht ähnlich sieht - bis auf die Frisur) und die Gespräche zwischen den beiden sind doch recht spannend. Allerdings ist der Film einmal wirklich schlecht geschnitten: Picard verlässt die Krankenstation, Troi begleitet ihn jedoch. Die nächste Szene mit Picard: Teetrinken mit Shinzon. Hier war ursprünglich eine zusätzliche Szene mit Troi und Picard enthalten, die jedoch gelöscht wurde. Das ist schon fast amateurhaft.
Die gesamte Actionsequenz auf der Scimitar dauert mir persönlich zu lang, auch wenn sie nicht schlecht gemacht ist. Die Schießereien mit den - wie der Regisseur es ausdrückt: "Laser(!)waffen" haben irgendwie wenig ST-Flair.
Dann wird die Handlung jedoch sehr gut, die Schlacht zwischen der Enterprise und der Scimitar ist effektvoll und schön in Szene gesetzt, auch mit humorvollen Elementen ("Die Selbstzerstörung ist defekt"). Der Kampf zwischen Riker und Shinzons Stellvertreter ist jedoch wieder vollkommen unnötig. Vor allem glaube ich nicht, dass die Enterprise plötzlich unbeleuchtete, haushohe Abgründe im Innern hat.
Nach dem Höhepunkt mit der Zerstörung der Scimitar hätte der Film noch gerettet werden können: durch die geplanten, aber herausgeschnittenen Szenen. So wie er jetzt ist, hinterlässt Nemesis immer einen bitteren Beigeschmack, denn es gibt keinen richtigen Abschied. Die Szenen sind lieblos zusammengekürzt und lassen viele Fragen offen. Vielleicht war man sich nicht sicher, ob man ein endgültiges Ende schaffen oder doch die Möglichkeit für einen weiteren Film offen lassen sollte. Diese Möglichkeit wurde durch eben diese Unsicherheit wohl zerstört.
Doch nun zur DVD: Sie bietet natürlich die übliche sehr gute Bild- und Tonqualität, viele Untertitel und den Originalton (dieser ist sehr wichtig, da die deutschen Synchronsprecher aus TNG mindestens zur Hälfte durch neue, schlechtere ersetzt wurden, wie auch schon in den vorherigen Kinofilmen). Außerdem sind einige Standard-Making-Ofs und eine Fotogalerie, sowie der untertitelte Audiokommentar des Regisseurs (bei dem man wie gesagt merkt, dass Stuart Baird nichts von ST versteht) und das wichtigste Extra, die entfallenen Szenen enthalten.
Und an diesen deleted scenes merkt man, wie gut Nemesis hätte werden können, allein wenn nur die auf der DVD vorhandenen eingefügt worden wären (und dies sind leider nur ca. 15-20 Minuten, inklusive einiger Minuten Kommentare von Berman, Baird und Stewart).
Wäre die DVD als Extended Edition mit eingefügten zusätzlichen Szenen erschienen, hätten sie und der Film selbst von mit volle 5 Sterne erhalten. So gebe ich der Scheibe aber nur 4 Sterne (da ja die geschnittenen Szenen immerhin vorhanden sind), der Film an sich bekommt auf Grund des bitteren Beigeschmacks, den lieblosen Schnitten und der verpassten Chance auf einen sehr guten ST-Film nur knapp 3 Sterne. Die zentrale Botschaft über menschliche Möglichkeiten sowie der Abschied von einer Generation werden von der Überbetonung der Action leider fast völlig erschlagen. Aber da auch dieser Film seine Momente hat, sollte er wohl trotzdem in keiner Fan-Sammlung fehlen. Insgesamt gute 3 Sterne (aber lange keine 4) für diese DVD-Version.
22 Kommentare| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2003
Ich war einer derjenigen, die das Vergnügen hatten, das von John Logan verfasste Script zu "Star Trek X: Nemesis" über ein halbes Jahr vor dem Kinodebüt in den USA lesen zu dürfen. Ich war damals total begeistert und freute mich riesig auf den Film. Das Ergebnis auf der Leinwand war dann auch nicht schlecht, und schon gar nicht so schlecht, wie die Flut negativer Kritiken im Vorfeld aus allen Rohren propagiert hat. Dennoch war ich enttäuscht, da es dem Regisseur kaum gelungen ist, das Script Star Trek gerecht umzusetzen. Stuart Baird ist und war ein Action-Regisseur, der einfach nur seinen Job machen wolllte, ohne einen Bezug zu Trek zu haben. Dadurch verfällt die Story in etwas offensichtliches - man kann das Ende schon nach 20 Minuten erahnen! Desweiteren fehlen alle äußerst wichtigen Charakterszenen - diese kann man auf der DVD-Version zum Glück wenigstens teilweise unter den "special features" unter den "7 geschnittenen Szenen" wiederfinden (diese sind leider nicht im Film integriert!). Allein durch diese dialoglastigen Szenen wäre der Film in sich geschlossener geworden und man hätte die Emotionalität einer letzten Reise viel eher nachvollziehen können, den Zusammenhalt der TNG-Familie, die nun eigene Wege geht, ebenso die Storyzusammenhänge wären besser rübergekommen. Da bleibt leider eine Menge auf der Strecke! Nun gut, der Film hatte ursprünglich eine Länge von 3 Stunden. Diese mussten auf unter 2 Stunden gekürzt werden (ca. 1h 45min). Es ist somit kein Wunder, das da einiges für den normalen Zuschauer äußerst oberflächlich und z.T. auch zusammenhanglos bleiben MUSS. Dennoch hatte der Film einen neuen Spirit, was die ungewohnten Effekte und Kamerafahrten deutlich zeigen. Der Ansatz der Weiternentwicklung der Charaktere ist ebenso sehr wichtig und positiv zu bewerten und wurde in den vergangenen Movies fast vollkommen vernachlässigt. Da das alles nicht ganz für tosenden Beifall ausreicht (also von der Umsetzung her), mir die DVD aber dank der fehlenden Szenen und Kommentare recht gut gefällt, gibts noch ganz knapp 4 Sterne.
11 Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2003
Für echte ST-Fans ist dieser Film sicher eine Enttäuschung. Der Geist von Star Trek scheint irgendwo gestorben zu sein aber keiner gibt es zu. Stattdessen wird versucht noch schnell etwas Geld zu verdienen indem man eine abstruse Story zusammenschustert und diese mit, durchaus sehenswerten, Actionsequenzen garniert.. Dabei waren die Ansätze durchaus vielversprechend.. Leider wurden die Chancen nicht genutzt und wir dürfen uns stattdessen einen klischeebeladenen, vorhersagbaren Einheitsbrei ansehen, in dem es nur so wimmelt von logischen und teils auch physikalischen Fehlern.
Vorangegangene TNG-Stories wurden teilweise vollkommen ignoriert. So hatte Picard als junger Mann eigentlich keine Glatze, Worf weilt eigentlich auf Kronos und Wesley in einer anderen Raum/Zeit-Dimension. Aber wen interessieren schon solche Kleinigkeiten? Oberflächlichkeit ist angesagt. Daher lässt man auch mal kurz „Admiral" Janeway auftreten, obwohl es der Story nichts bringt. Oberflächlich geht es auch weiter. Die Remaner radieren, mit Unterstützung von Teilen des Militärs, die gesamte romulanische Führung aus. Hat das irgendwelche Konsequenzen? Nein! Niemand kommt auch nur auf die Idee sich gegen die neue Führung aufzulehnen. Keine Volksaufstände, Militärputsche oder gar Bürgerkrieg! Und wo ist denn der gefürchtete Tal Shiar? Aber hallo, plötzlich überlegen es sich die Militärs wieder und kämpfen vereint mit der Enterprise gegen Shinzon. Obwohl sie eigentlich die Kampfkraft von Shinzon's Schiff kennen müssten , kommen die dann auch nur mit zwei lächerlichen Warbirds an. Wo zum Teufel steckt nur die romulanischen Flotte? Vielleicht wussten sie aber auch gar nichts von diesem Superschiff. In dem Fall wäre es eine beachtliche Leistung, für eine Sklavenvolk, mal so nebenbei eine Superwaffe zu bauen. Ach ja und Shinzon hat natürlich auch nichts wichtigeres zu tun als die Erde anzugreifen. Warum? Na, weil es im Drehbuch steht!. Da stand auch drin dass er B4 zufällig fand. Obwohl der gar nicht konstruiert wurde. Wo wir gerade bei B4 sind. Da reist man nun Lichtjahre durch unsere Galaxie und plötzlich bricht eine Energiekrise aus. Treibstoffsparen ist angesagt. Man fliegt also nicht mit einem Shuttle zu den Fundstellen, sondern benutzt einen Strandbuggy. Das Shuttle parkt man inzwischen unbeaufsichtigt, damit man auch schön in die Lebensweise einer Präwarp-Zivilisation eingreifen kann. Oberste Direktive? Nie gehört! Außerdem scheint sich der Energiesparzwang auch schon auf die Beleuchtung in den Raumschiffen auszuwirken. Vielleicht wollte man aber auch nur die remanischen Enterkommandos willkommen heißen. Ein bisschen Aufmunterung haben die ja verdient, für Supersoldaten, haben sie ziemlich schlecht geschossen. Vielleicht sind die aber auch gar nicht super, sondern haben nur tolles Equipment. Dieser remanische Starfighter ist z.B. ein Wunderwerk der Technik. So wird er bei maximaler Geschwindigkeit vom Transporter der Enterprise erfasst und ins Schiff gebeamt. Jeder andere Jäger wäre bei der Materialisierung im Schiff, bestimmt durch die nächsten vier bis fünf Schotts gerauscht, bevor er zu stehen gekommen wäre. Dieser Superjäger überlistet jedoch sogar die Trägheit, wow....
Diesen Text könnte ich bestimmt noch Kapitelweise weiterschreiben. Die ST-Filme sind sicher nicht gerade wegen ihrer durchwegs logischen Story berühmt, aber soviel oberflächiges Bla Bla und Boom Boom hat dieses Universum nun wirklich nicht verdient. Nemesis mag, dank seiner guten FX, sicher ein sehenswerter SF-Actionkracher sein aber mit Star Trek hat er nichts mehr zu tun.
55 Kommentare| 61 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2003
Die DVD- Edition zu "Nemesis" enthält die in der Kinoversion schmerzlich vermissten sieben Deleted Scenes, durch deren Wegfall der Film um gut 40 Minuten gekürzt werden musste. Darunter sind viele Dialoge, die dem Ausdruck der Handlung sehr gut tun - ohne sie wirkte das nunmehr vierte Kinoabenteuer der Next Generation Crew oftmals flach und überhastet. Vor allem ein ausführlicher Dialog zwischen Data und Picard (bei einer Flasche Wein des Jahrgangs 2267 `Chateau Picard') über Facetten des Menschseins und eine Korridor- Unterhaltung zwischen Troi und Picard über dessen Gefühle über das Vorhandensein seines Klons geben dem Film sehr viel. Auch zusätzliche Unterhaltungen Picards mit Worf und Dr. Crusher sind auf der DVD enthalten und lindern das Ärgernis darüber, dass die Crew im Kinoschnitt fast zu Statisten degradiert war. Besonders interessant: Nach dem Weggang Rikers lernt Picard in der letzten gelöschten Szene noch seinen neuen ersten Offizier, Commander Madden, kennen, der gleich einen von Riker inszenierten Fauxpas begeht und seinen Captain mit `Jean-Luc' anspricht.

Die Handlung: Die Enterprise wird auf eine diplomatische Mission nach Romulus geschickt, wo der neue Prätor Shinzon offenbar über Frieden mit der Föderation verhandeln will. Der neue Machthaber im Senat soll jedoch den Remanern angehören, dem von den romulanischen Nachbarn verachteten und unterdrückten Schwestervolk. Vorher finden Picard&Co. B-4 (deutsche Synchronisation: "Bevor"), einen `Bruder' Datas, ein früher Prototyp des Androiden, den ebenfalls Datas `Vater' Dr. Soong erschaffen hat. Auf Romulus stellt sich heraus, dass Shinzon ein Mensch ist - ein Klon Picards, den die frühere romulanische Regierung als Agent in die Föderation einzuschleusen beabsichtigte. Dieser leidet an genetischer Degeneration und braucht Picards Blut zum Überleben. Gleichzeitig hat er einen düsteren Plan: Er will die verbotene Thalaron-Strahlung, mit der er bereits den früheren Senat ermordete, einsetzen, um die Erde zu zerstören.
Am Schluss hält das Vertrauen der Romulaner in ihren neuen Prätor nicht lange, und mit Hilfe von zweien ihrer Schiffe schafft es die Enterprise, Shinzons Schiff zu besiegen, und Picard tötet in einem dramatischen Showdown seinen Feind. Jedoch kommt Data auf tragische Weise ums Leben, als er Captain Picard und die gesamte Enterprise rettet, indem er sich opfert und die bereits initiierte tödliche Waffe Shinzons auf dessen Schiff per Phaserschuss zur Explosion bringt.
"Nemesis" ist düster und in seinen Höhepunkten monumental: Shinzons Schiff trifft die Enterprise so hart, dass die halbe Brücke inklusive des Hauptschirms zerfetzt wird - Picard selbst wählt als letztes Mittel, seinen Gegner aufzuhalten, den Kollisionskurs. Das sind gigantische Szenen, und dieses Mal hat es im Gegensatz zu "Star Trek V - The Final Frontier" geklappt, einem anderen Unternehmen außer dem bewährten Industrial Light&Magic die Spezialeffekte zu übertragen - nämlich Digital Domain.
Picard und Data stehen in der Story übermäßig im Vordergrund, was die Idee des Zusammenwirkens der gesamten Crew als Team leider in den Hintergrund rückt. Außerdem sind die Dialoge im Film zumeist sehr oberflächlich, was für Star Trek untypisch ist, da diese traditionell oftmals Wendepunkte ausmachten. Jedoch wird dieses Manko durch immens starke Szenen ohne Worte wieder teilweise ausgeglichen: Captain Picard ist stets Führungspersönlichkeit und Autorität - doch diese Autorität wird völlig aufgelöst, als er seinen persönlichen Feind Shinzon - das Spiegelbild seiner selbst in jungen Jahren - tötet und wie versteinert und tatenlos verharrt...eine eiskalte uns packende Szene!
"Nemesis" ist von Spiegelbildlichkeit und in gewisser Weise auch familiären Aspekten geprägt: Picard sieht einem Widersacher ins Auge, mit dem er sich wie nie zuvor selbst identifiziert; und auch Data hat mit B-4 einen direkten Gegenspieler. Sein `Bruder' wird von Shinzon nämlich unwissentlich benutzt, um die Enterprise auszuspionieren.
In Sachen Humor kommen die Star Trek- Fans voll auf ihre Kosten: Captain Picard spricht den frisch mit seiner Deanna vermählten Riker mit "Mr. Troi" an und geht in Vorbereitung der Hochzeitszeremonie auf Betazed, zu der man nackt erscheinen muss, noch mal schnell in den Fitnessraum. Der absolute Knüller ist aber Data, der auf der Erde dem Hochzeitspaar als Geschenk den Titel "Blue Skies" singt und swingt. In der Ankündigung seiner Darbietung spricht er in seiner typisch analytischen Manier "Ladies, Gentlemen and invited transgender species" an - eine kultige Szene!
Die bombastische Aufmachung voller satter Spezialeffekte kann in "Nemesis" nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umsetzung der Handlung ein Stück fehlt, um völlig zu den Star Trek- Vorgängern aufzuschließen. Man weiß nie so recht, ob Shinzon jetzt gerade die Erde zerstören oder inzwischen doch schon Picard töten will. Einer echten Bedrohung des Planeten kommt der Bösewicht niemals wirklich nahe und wirkt daher leider zu keiner Zeit so furchteinflößend wie einige seiner Vorgänger wie Khan oder der klingonische General Chang in früheren Filmen. Darüber hinaus bietet die Story kaum einen dramatischen Wendepunkt und verläuft zu geradlinig und ohne große Überraschungen.
Die Autoren haben sich in auffallender Weise an altem Star Trek- Material bedient. Die Jagd auf die Enterprise durch ein getarntes Schiff und das Aufspüren des gefährlichen Gegners durch eine brillante Idee ist nicht gerade ein kleines Stück der Handlung aus "Star Trek VI - The Undiscovered Country" ("Das unentdeckte Land"). Am Gravierendsten ist aber der Schluss des Films, bei dem von "Star Trek II - The Wrath of Khan" ("Der Zorn des Khan") abgekupfert wurde: Ein hochbeliebter Trek- Charakter opfert sein Leben, um alle anderen zu retten - damals Spock, und nun ausgerechnet Data - der `Spock' der Next Generation.
Diese Parallelen geben aber auch Anlass zur Hoffnung: Im nächsten Leinwandabenteuer nach Spocks Tod wurde er wieder zurückgeholt; und was damals der vulkanischen Mythologie entsprang, könnte sich jetzt durch Datas mechanische Natur verwirklichen lassen: Spock übertrug Dr. McCoy all sein Wissen - in "Nemesis" könnte es kein Zufall sein, dass Data B-4 seine komplette Gedächtnisdatenbank überspielt hat, um ihn vielleicht auf sein geistiges Niveau zu bringen, was aber vorerst scheiterte. Der Film endet mit einer durchaus positiven Note, indem B-4 sich plötzlich an den Wortlaut von "Blue Skies" erinnert, das Data zu Beginn trällerte. Brent Spiner äußerte sich in neuerlichen Interviews eher ausweichend auf die Frage, ob er in Zukunft wieder als Data zu sehen sein könnte. Früher war er entschlossen dagegen........
Einige Notizen zu Star Trek - Nemesis:
- Kate Mulgrew, bekannt als Captain Janeway aus Star Trek - Voyager, taucht kurz auf und gibt in ihrem neuen Rang als Admiral Captain Picard seine Anweisungen. Auch alte Bekannte aus TNG sind auf der Feier am Anfang zu sehen: Whoopi Goldberg als Guinan und Wil Wheaton als Wesley Crusher.
- Zum ersten Mal in Star Trek sehen wir den romulanischen Senat, und am Ende gibt es sogar diplomatische Hoffnung im Verhältnis zu den alten Feinden der Föderation, nachdem die romulanischen Schiffe der Enterprise zu Hilfe geeilt sind
- Riker wird endlich zum Captain befördert und verlässt als solcher die Enterprise mit Picards Glückwünschen zu seinem neuen Kommando, der U.S.S. Titan
- Für B-4s Kopf, den Picard, Data und Worf in der Wüste finden, wurde das Modell von Datas Kopf aus der TNG- Episode "Time's Arrow" wieder verwendet
- Damit Shinzon- Darsteller Tom Hardy noch mehr Ähnlichkeit zu Patrick Stewart erhält, wurde ihm in der Maske eine größere Nase angeklebt
0Kommentar| 40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
...braucht man glaub ich nicht wirklich!!!
Tja kurz erst zum Inhalt des Paketes:
1x Nemesis DVD (ist die gleiche wie beim normalen Film)
1x die erste DVD der ersten TNG Season Box
1x Soundtrack CD
Dazu eine Puderdosenähnliche Dose wo all dieses drin ist.

Also zum Film Nemesis:
Ich habe Nemesis im Kino gesehen, und auf DVD, und kann nicht ganz verstehen, das so viele Leute diesen Film so derart schlecht machen. Es ist sicherlich nicht der allerbeste Star Trek Film, aber er ist schon einer der besseren. Die Geschichte finde ich durchaus gelungen und es echt interessant, das Picard einwenig der Spiegel vorgehalten wird. Die Handlung selber ist nicht langweilig, und hat auch gekonnte Witze in die Geschichte eingebaut. Auch der Action Liebhaber wird auf seine Kosten kommen. Bei Nemesis handelt es sich um einen der "actionlastigeren" Star Trek Kinofilmen. Über den ganzen Film habe ich mich nicht gelangweilt, und habe es auch gut gefunden, dass die Geschichte an den verschiedensten Orten spielte (auf der Enterprise, Romulus, der Scimitar, dem Planten mit der Wüste...). Das einzige wo ich längere Zeit ins Grübeln geraten war, war als B-4 der Roboter der wie Data aussieht gefunden wurde. War es Lore? Gab es noch mehr Data Roboter? Dieses Rätsel hat sich erst spät gelüftet. Nämlich als ich die 7. Star Trek TNG Season schaute. In der Folge "Soongs Vermächtnis (Folge 10, 7. Season)" da hat die ehemalige Lebensgefährtin Soongs erzählt, dass es noch Prototypen vor Lore und Data gab, die aber nicht funktionierten. Also alles doch irgendwie logisch :-)))
Das auch bei Star Trek der Trend zum Action Film zu sehen ist, ist denke ich sicherlich nicht negativ. Es gab schon vor Nemesis Star Trek Filme, die mehr Action hatten. Man denke an "Der Zorn des Khan" oder auch "Das unentdeckte Land". Ob Nemesis nun noch dem Erbe von Gene Roddenberry entspricht? Ich denke es wird die Zukunft zeigen. Es ist aber denke ich so dass sich auch Star Trek weiterentwickeln wird, bzw. weiterentwickeln muss, um interessant zu bleiben!
In Nemesis fand ich persönlich auch die romulanischen Schiffe (also die Scimitar und die Valore - ein neuer romulanischer Warbird) waren vom Design wirklich erstklassig gelungen. Die haben mir fast besser gefallen als die gute Enterprise E. Da muss man wirklich sagen, das etwas erstklassiges geschaffen wurde! Ich als Modellbauer war echt begeistert von den Schiffen.
Schade finde ich persönlich halt das Ende von Nemesis. Dafür das es ja wohl der letzte Film mit der TNG Crew war (so sieht es ja wohl aus) ist das Ende wirklich schon ein kleiner Hammer, wenn man über die vielen Jahre die TNG Serie und auch die Kinofilme mitverfolgt hat.
Das Bonusmaterial dieses Filmes ist wirklich für einen Paramount Kinofilm mehr als gut. Es sind einige geschnittene Szenen mit Kommentaren der Verantwortlichen auf der DVD enthalten, die leider nur im 4:3 Format vorliegen. Weiterhin gibt es noch ein paar weitere Kommentare und ein Making of der Action Szenen. Das Bonusmaterial ist schon fast wie eine kleine Special Edition, was mich erfreut hat, und diese DVD noch einwenig aufwertet.
Da der Film sicherlich nicht der allerbeste der Star Trek Filme ist, aber auch nicht so schlecht ist, gebe ich 4 Sterne. Ich kann Nemesis wirklich jedem empfehlen, denn es ist ein durchaus
gutes Stück Unterhaltung, nicht nur für den Trekki.
Die 1. TNG DVD der ersten Staffel
Also diese DVD beinhaltet 3 wirklich schöne Folgen, vor allem den Start der Serie mit einem Doppelspecial "Mission Farpoint" wo die TNG Crew gleich mit 'Q' Bekanntschaft macht. Das besondere an dieser Doppelfolge ist ,dass diese Folge ungeschnitten ist, und so nie im deutschen TV gezeigt wurde. Weiterhin sind noch die Folgen "Gedankengift" und "Der Ehrenkodex" auf der DVD. Die DVD ist sicherlich auch eine klasse Scheibe. Man könnte vermuten, dass es bedeutet "Mit Farpoint begann die Reise, mit Nemesis endete sie!"
Der Soundtrack:
Ist auch wie gewohnt eine wirklich runde Sache für den, der halt Star Trek übliche Musik mag. Es ist schon eine Abrundung des Paketes
Fazit:
Das Paket ist sicherlich nicht schlecht, bietet für den eingefleischten Star Trek Fan aber abgesehen von einer "Puderdose" nicht wirklich viel. Da diese "Special Edition" auch relativ teuer ist, wird man auch nicht wirklich ein Schnäppchen machen mit dieser Box. Auch Freunde von Star Trek sollten sich das Geld sparen, und die Film DVD und die Movie Box kaufen. Da hat man letztlich mehr! Auf eine Wertsteigerung würde ich auch nicht hoffen, da Paramount bei einer grossen Nachfrage einfach eine 2. Auflage auf den Markt bringt.
Wie gesagt, der Inhalt ist nicht schlecht, aber der Preis ist meiner Meinung nach viel zu hoch. Daher nur 2 Sterne, weil das Preis - Leistungverhältnis nicht akzeptabel ist!
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2006
Den Film brauch ich hier wohl nicht noch mal vorzustellen, lieber gehe ich auf die angebotenen Specials und deren Umfang bei dieser Special Edition) ein.

Der Film: Das Bild des Films ist für eine DVD ungeheuer scharf, selbst bei schnellen Bewegungen und großen Fläschen gibt es keine Artefakte zu sehen, man könnte denken man hat ein HD-Mastering vor sich wenn man die feinen Risse auf der Haut der zerbröckelnden Romulander sieht.

Der Ton liegt in Deutsch hier in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor, Englisch gibt es in Dolby Digital 5.1!

Die Specials sind reichhaltig vorhanden, nicht weniger als drei Kommentare (zwei Audio-, ein Textkommentar) sind auf der Film-Disc vorhanden. Auf der zweiten Disc kommen dann noch Produktionsnotizen, Making-Off's und andere Specials hinzu. Ganz besonder stechen hierbei allerdings die entfernten Szenen in's Auge.

Was mir allerdings stark aufgestoßen ist und noch lange schwer im Magen liegen wird ist die Tatsache das in dem mir vorliegenden Release kein Booklet, ja noch nicht mal ein einfacher billiger Einleger in der DVD vorhanden ist! Für eine Special Edition von Star Trek und besonders von Paramount und ganz besonders für diesen Preis finde ich das so etwas wie in den vorhergegangenen Filmen einfach dazugehört, denn man möchte auch gerne etwas greifbares in der Hand halten.

Abschließende Bewertung: Der Film in seiner vorliegenden Form ist technisch gesehen brilliant und nahezu makellos.

Allerdings finde ich das es schade ist das sich der Regisseur Stuart Baird nicht noch mal in's Studio begeben hat um dem Film ein Paar kleine Änderungen zu spendieren wie z.B. das einfügen von ein Paar entfernten Szenen die dem Film und den Figuren wesendlich mehr persönliche Tiefe gegeben hätten als in der vorliegenden Version.

Zudem ist es schade, das es wohl keine weiteren Star Trek Filme mit der Crew der Enterprise-E geben wird, da der Film in den Kinos nicht die erhofften Ergebnisse eingespielt hat und manche Darsteller zu hohe Gagen-Forderungen gestellt haben.

Wegen des fehlenden Booklets und dem (in meinen Augen) nicht ganz fertigen Films gibt es auch nur 4 Sterne.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2007
Nach dem kommerziellen Misserfolg von Star Trek - Der Aufstand" sollte das Star Trek - Franchise mit diesem Film neu belebt werden. Doch leider blieb bei diesem Film auch der kommerzielle Erfolg an der Boxoffice aus, obwohl "Nemesis" ein sehr solider, unterhaltsamer und würdiger Film der Star Trek Serie ist.

Während der Trauungszeremonie von First Commander Ryker und Counselor Troi, erfährt Captain Jean Luc Picard eine weitere freudige Botschaft. Die Romulaner wollen Frieden mit der Föderation schließen. Captain Picard wird zum Abgesandten der Föderation ernannt und soll sich mit der Enterprise mit dem Imperator der Romulaner Shinzon zu einem Friedensgespräch treffen. Doch Shinzon, welcher auf eine spezielle Weise mit Captain Picard verbunden ist, verfolgt eigene, finstere Pläne.

"Nemesis" ist ein düsterer Star Trek Film, welcher vor allem durch eine hohe Dichte an Action zu überzeugen weiß. So ist "Nemesis" wesentlich Action-lastiger als sein Vorgänger "Der Aufstand". Leider bleibt die Handlung des Filmes hierbei sehr einsträngig und dem Zuschauer werden nur wenige überraschende Wendungen geboten.

In "Nemesis" sieht sich fast ein jeder Stammcharakter mit einem Gegenspieler konfrontiert. Zentrale Bedeutung wohnt hierbei natürlich der Konflikt zwischen Captain Picard und Prätor Shinzon bei, aber auch Data muss einsehen, dass er nicht einmalig ist. So wird ein Andruide gefunden, welcher ein verschollener Bruder von Data zu sein scheint. Doch auch Deanna Troi hat in diesem Film einen Widersacher, welcher ihr Einheit zu bieten scheint. Aus diesem Grund wirkt der Film leicht überfrachtet, da probiert wird, jedem Charakter ein persönliches Motiv für seine Taten zu geben.

Das Highlight des Filmes ist wohl die große Weltraumschlacht zwischen der Enterprise und der Scimitar, dem technisch überlegenen Raumschiff von Shinzon. Diesen Kampf muss ein Crew-Mitglied der "Next Generation" mit dem Leben bezahlen, weshalb die letzten Minuten des Filmes auch recht sentimental wirken. So verabschiedet sich die Crew nicht nur von dem verstorbenen Crew-Mitglied, sondern auch von einander.
Dies war das letzte Abenteuer einer Generation.

"Nemesis" ist zwar nicht unbedingt der beste Film der Reihe, da ihm jeglicher Tiefgang fehlt, aber trotzdem ist es ein würdiger Abschied von Captain Picard, Riker, Troi, Geordie LaForge, Dr. Crusher und natürlich Data.

Die DVD bietet umfangreiche Extras, welches sich jedoch kaum von der ursprünglich erschienen Single-Disc-Edition unterscheiden. Wer diese bereits in seiner Sammlung hat, der muss sich die Special Edition nicht zwangsläufig besorgen.

Am 25.12.2008 soll das elfte Abenteuer der Star Trek Reihe in den Kinos erscheinen, welches die Serie neu beleben soll. Hierbei wird jedoch eine neue, jüngere Crew vorgestellt, welche die jungen Jahre von James T. Kirk und Mr. Spock darstellen sollen.

Also ist ein Wiedersehen mit der "Next Generation" ausgeschlossen, aber das ist auch gut so. Denn wie heißt es so schön : man sollte auf dem Höhepunkt aufhören. Und so wird uns die Besatzung der "Next Generation" hoffentlich in guter Erinnerung bleiben.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Mai 2013
STAR TREK - NEMESIS ist der 10te Kinofilm der Erfolgsreihe aus dem Jahr 2002. Er ist zugleich das vierte und letzte Leinwandabenteuer der Crew um Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart - X-Men - Trilogie (6 Disc Edition) [Blu-ray]). Hier findet die erfolgreichste STAR TREK Serie THE NEXT GENERATION nach 7 Staffeln und 178 Folgen im TV und 4 Kinofilmen ihren Abschluss.

Handlung:
Die gesamte Regierung der Romulaner, einer Außerirdischen Rasse, die seit Generationen in einem kalten Krieg mit der Erde, Respektive der Föderation der vereinten Planeten, steht; wird Opfer eines terroristischen Anschlags durch die Remaner. Diese wurden seit Jahrhunderten von den Romulanern als Sklaven gehalten. Der Anführer dieser Remaner - ein Mann mit dem Namen Shinzon (Tom Hardy - The Dark Knight Rises [Blu-ray]), erklärt sich selbst zum Regierungschef und bietet der verfeindeten Föderation Friedensgespräche an.
Das Raumschiff Enterprise, unter dem Kommando von Captain Picard stellt sich zeitgleich auf eine Menge Änderungen in der Besatzung ein. Nach 15 Jahren verlassen verschiedene Offiziere das Schiff um eigene Wege zu gehen. Aufgrund seiner reichhaltigen diplomatischen und taktischen Erfahrung soll Picard mit seiner Crew die Lage auf dem Heimatplaneten der Romulaner sondieren. Dort angekommen ist nichts wie es scheint. Shinzon stellt sich als Picards junger Klon aus, und seine ehrenhaften Motive entlarven sich schon kurz darauf als eine Fassade für den perfiden Plan eines Wahnsinnigen, der nach einem Platz für sich selbst im Gefüge des Universums sucht. Picard und die Enterprise werden mit einer massiven Bedrohung für die Föderation und schließlich auch die Romulaner konfrontiert und müssen sich mit dem ehemaligen Feind verbünden um Shinzon's Größenwahn zu beenden...

Stuart Baird (Schnitt - Con Air [Blu-ray]) insziniert ein politisches wie intimes letztes Abenteuer der legendären STAR TREK Besatzung, welches leider nach wie vor sehr unterschätzt wird.
Im Rahmen moderner Kinounterhaltung, und vor allem moderner Blockbuster, muss das Kinopublikum durch Explosionen und einfachen Humor bei Laune gehalten werden. Wenn wundert es, dass minutenlange Gespräche über die Definition einer Person, über den Konflikt eines Charakters, über die Fragen nach dem Warum, dem Zweck und Grund der Existenz dem modernen Kinopublikum nicht zusagen.
Dabei spart der Film keineswegs mit satter Action. Es gibt im Prinzip alles, was einen ordentlichen Sci-Fi Action Film ausmacht. Waaghalsige Stunts, Schussgefechte, und die längste Raumschlacht der Filmgeschichte.
Die Schauspieler machen ihre Sache gewohnt gut, vor allem dürfen aber Stewart und Hardy (welcher knapp 10 Jahre später als Bane Batman terrorisieren wird) glänzen.
Das Set Design weiß zu überzeugen. Der Zuschauer erlebt das packende Duell vor einer düsteren Kulisse. Neue Areale der Enterprise, aber vor allem das beeindruckende Design der Scimitar muten düster an. Nicht minder beeindruckend die Hallen des Romulanischen Senats, die so wirklich errichtet wurden (auf CGI wurde dabei vollkommen verzichtet! ).
Abgerundet wird das Erlebnis mit dem letzten Soundtrack von Jerry Goldsmith der kurz nach der Filmpremiere verstorben ist. Die Musik gehört mit zu den besten der Reihe und hat eine immense Bandbreite von Action, über militärische bis hin zu ruhigen und emotionalen und düsteren Passagen!
Die Effekte lassen sich sehen. Zum ersten Mal merkt man das CGI nicht an. Die Enterprise und die Scimitar sehen imposant aus, und die Raumschlacht ist packend insziniert.

Die Blu Ray hat hervorragende Bildqualität, durchweg klares, sauberes, kontrastreiches und farbintensives Bild, ohne Artefakte oder übermäßiges Filmkorn. Leider liegt der Ton lediglich im Englischen in HD vor (Dolby TrueHD 5.1). Die deutsche Tonspur ist dennoch ordentlich, auch wenn sie die Klangtiefe vermissen läßt.

NEMESIS ist ein Film der sich viel Zeit nimmt, essentielle Fragen stellt und eine Konfliktlösung bietet, die in bester TREK Manier daherkommt. Es wundert daher nicht, dass der Höhepunkt des Films kein Effekt ist, sondern ein Dialog, eine Szene, in der es dem Protagnositen fast gelingt, sein Gegenüber von dessen Flaschheit zu überzeugen.
Nein, der Film ist keine leichte Kost, kein Schwarz/Weiß. In Zeiten, in denen im (Mainstream)Kino lieber die nächste Explosion, der nächste Effekt genossen werden "wollen", haben es Filme, die Charakterstudien bieten nunmal nicht leicht.
Vor Fertigstellung wurden dem Film übrigens 50 Minuten Filmmaterial (von denen sich lediglich 15 als geschnittene Szenen als Bonus auf der Disk finden) herausgeschnitten. Wünschenswert wäre es diese - vor allem Charakterzentrierten Szenen - wieder in den Film einzufügen. Somit könnte aus einem sehr guten vielleicht sogar der beste Film der Reihe werden.

Ein würdiger Abschluss der THE NEXT GENERATION und (allen Unkenrufen zum Trotz) einer der besten Filme der Reihe.
11 Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2003
Startrek Nemesis ist meiner Meinung nach der unispirirteste und unnötigste ST-Kinofilm.
Dieser Film hat einfach keine wirklichen ST-Momente, die Crew wirkt als hätte sie nie Dienst auf der Enterprise E verrichtet. Alles wirkt irgendwie zusammengeklebt. Was natürlich an der sehr üblen Schnittfassung des Film liegen kann. Jonathan Frakes wäre sicherlich eine bessere Wahl als Regisseur gewesen. Baird hat mit diesem Streifen deutlich bewiesen, das er von ST keine Ahnung hat. Ich kann mich als echten ST-Fan bezeichnen und hätte mir ein würdigeres Ende der TNG gewünscht. Schade.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,95 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken