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am 7. Dezember 2010
Joachim Raff muß ein hochgradig intelligenter Mann gewesen sein, der seine Zeit genau einteilte: ein Teil der Schaffenskraft für den Gelderwerb, Auftragsarbeiten, handwerklich sichere Routine im angefragten Geschmack und ein anderer, kostbarer für ein Hauptwerk ausgewachsener Sinfonien von exquisitem Rang. Keine ist schwach, wenn auch in einem andern Sinne stark, als der Kollege mit der Drei-Sterne-Rezension gerne hätte. Es stimmt, daß Raff keine Ohrwürmer produziert, aber er disponiert vorzüglich und zwingt den methodisch Hörenden mit überwältigenden kontrapunktischen Höhepunkten in seinen Bann. Das hat Kraft, gedankliche Virtuosität und Schmiß. Hier werden keine menschlichen Probleme verhandelt, alles wirkt wie ein freies Spiel des Geistes und der Freude am bunten Leben.

Die vorliegende Edition sämtlicher elf Sinfonien, vier Suiten (den Sinfonien partiell gleichwertig, vor allem die ersten zwei) und einiger Einzelstücke gibt ein umfassendes Bild vom orchestralen Hauptschaffen Raffs. Obwohl alle Teile nobel eingespielt sind, gebe ich bei den Sinfonien verschiedenen Einzelaufnahmen anderer Herausgeber oft den Vorzug. Hauptgrund: gerade die dominierendste Stärke Raffs, sein umwerfender Kontrapunkt, kommt hier sinnlich nur eingeschränkt rüber. In konventioneller Manier erscheinen die (sogenannten) Hauptstimmen hervorgehoben und der eigentlich erst interessante Rest aus dem (sogenannten) Nebenstimmenbereich gedeckelt. Abschnitte wie der langsame Satz der sechsten Sinfonie geraten überdies einfach zu flott, das von einigen Rezensenten gelobte schnellere Durchschnittstempo gegenüber Konkurrenzaufnahmen erscheint mir eher selten vorteilhaft, zumal Flottheit ja kein Selbstzweck ist. Von daher ein Stern weniger.
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am 15. Dezember 2009
Joseph Joachim Raff 1822-1882 war ein Zeitgenosse von Bruckner und Brahms und war in den 1870er Jahren vieleicht sogar der gefragteste deutschsprachige Komponist ! Dafür gibt es einige Belege , wie zum Beispiel aus musikaleschen Zeitung , die die Frage stellten , welche der beste zeitgenössische Komponist wäre und Raff wurde neben Tschaikowsky an erter Stelle genannt ! Von den 11 Symphonien in dieser Box sind vorallem , die in den 1870er Jahren entstandenen, durchaus Werke , die man als richtige Meisterwerke bezeichnen kann . Das ist die 8. Symphonie Frühlingsklänge und die 9. Symphonie im Sommer . Aber auch die 4. und 6. Symphonie sind sehr gute Werke . Große Beliebtheit hatten aber auch seine 5. Symphonie " Leonore " und seine 3. " Im Walde " , wobei hier von der Einspielqualität dies wohl hier die schwächsten sind . Ansonsten sind dies hier alles sehr hochwertige Einspielungen auf dem schweizer Qualitätslabel Tudor . Ich würde Ihnen eher die Einzel-CDs emfehlen , wenn es nicht hier bei den Symphonien so wäre , daß eigentlich fast jede Symphonie von Raff den ein oder anderen sehr guten Satz hätte und fast jede einzelne Symphionie hier eine enorme Originalität hätte . Wer nur das wirklich Allerbeste von Raff möchte , sollte nur die CDs mit der 8. und 9. Symphonie kaufen , aber die Wahrscheinlichkeit , daß Sie dann danach auch die anderen Symphonien haben wollen ist so groß , daß man durchaus gleich diese Box emfehlen kann . Um Raff`s Musik zuvor auszuprobieren , eignet sich auch sein Klavierkonzert, welches Sie hier in meinen Klassiklisten finden können , aber ich kann ihnen auch so schon sagen , daß es ihnen vieleicht genauso wie mir gehen wird , daß Sie die ein oder andere Symphonie von Raff lieber hören als Bruckner und eventuel auch Brahms !

Update : Gerade habe ich gesehen, das jemand diese Rezension gleich als nicht hilfreich gewertetet hat . Ich hoffe , daß es jemand war, der die Symphonien kennt , obwohl ich das bezweifel ! Ich möchte niemandens Lieblingskomponisten , sei es Brahms oder Bruckner vom Trohn stürzen , es bleibt auch geschmackssache ! Ich habe es nur gut gemeint, weil ich mußte mir die CDs einzeln kaufen und das war teurer ! Klar gibt es bei den 11 Symphonien auch etwas schwächeres, aber auch viel gutes . Und wärs nicht gleich reskieren will soviel Geld auf einmal auszugeben , der kann ja erst sein Klavierkonzert kaufen ,- gibt es zur Zeit sogar für unter 10 Euro . Wem das dann nicht gefällt, der sollte sich natürlich nicht für diese Box entscheiden . Außerdem habe ich darauf hingewiesen , was die besten Symphonien sind, die man auch einzeln kaufen kann !
Besser kann man eigentlich eine Rezension für einen leider zu Unrecht vergessen Komponisten nicht schreiben !
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Ein Kommentar zu einer Rezension hier merkt an: Manche Rezensenten setzen oft nur ihren persönlichen Geschmack als Maß der Dinge (natürlich oft "rationalisiert") nicht habe die Fähigkeit zur Differenzierung. Die Stärken bzw Schwächen von Werk und Interpretation zu unterscheiden ist auch tatsächlich nicht so leicht - besonders bei unbekannteren Werken. Wer nicht gerade eine Partitur lesend hören kann, dem bleibt nichts anders übrig als gerade bei selten gespielten Stücken möglichst viele Interpretationen zu vergleichen - und dann vielleicht irgendwann mal Werk und Interpretation trennen zu können ...

Mein Weg zu Raff führte über die Aufnahme der Sinf. Nr.5 "Lenore" mit Bernhard Herrman bei Unicorn. Seit dem WEISS ich, dass ich mit diesem Sinfoniker nur Geduld haben muss, bis Stück für Stück eine wirkliche Sternstunde der Interpretation die eine und andere Sinfonie erlöst. Auch wenn dann nicht alle Werke die Qualität der Fünften (die keinerlei Vergleich zu scheuen braucht!) haben - hörenswert ist Raff allemal!

Stadlmair ist definitiv NICHT das Beste, was zu erwarten ist (wie ein anderer Rezensent behauptet)!
Aber diese Gesamtausgabe der Sinfonien ist etwas für den "fortgeschrittenen Liebhaber" dieser Musik, der weiß, dass er hier nur ein "informatives Zwischenstadium" erwarten kann. So gesehen ist diese Einspielung doch sehr hochwertig. Die eine oder andere der früheren Einzeleinspielungen bei Tudor ist stimmiger oder trifft die Stimmung besser, aber in der Summe gesehen ist, besonders was die Orchesterleistng und Qualität der Aufnahme angeht, die neue Tudor-Einspielung mit Stadlmair vorzuziehen. Zumindest in der preiswerten Gesamtausgabe...

Zum Kennenlernen und Feuerfangen (!!!) würde ich unbedingt Bernhard Herrman mit der Fünften empfehlen (ASIN: B000001PBH)! Aber: wer erbarmt sich endlich einer remasterten Neuauflage der wunderbaren Unicorn-Aufnahmen??? Beim Erwerb einer gebrauchten CD von Unicorn empfehle ich diese gleich inspizieren, ob sie noch silbern ist. Viele Unicorn CDs werden mit der Zeit golden und sind dann irgendwann nicht mehr abspielbar!

Auch ganz ordentlich ist die Dritte und Vierte mit Wetton bei Hyperion. Der hat zumindest auch ein sehr gutes Orchester ...

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Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen! Lesen Sie gern auch andere meiner weit über 200 Klassik-Besprechungen mit Schwerpunkt "romantische Orchestermusik" (viel Bruckner und Mahler), "wenig bekannte nationale Komponisten" (z.B. aus Skandinavien), "historische Aufnahmen" und immer wieder Interpretationsvergleiche und für den Kenner bzw. Interessierten meist Anmerkungen zum Remastering!
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am 13. April 2010
Unter all den Einspielungen von Raff's Symphonischem Werk, egal ob nun vollständig oder nicht, ist dies sicher die überzeugendste Aufnahme die man bekommen kann.
Trotzdem wird auch eine solche Gesmataufnahme nichts am Status von Raff als Komponisten der zweiten Reihe ändern, weil seinem Werk eben das entscheidende Etwas fehlt. Einzelne Sinfonien, wie zum Beispiel die starke 3. verdienen durchaus Beachtung, aber im großen und ganzen bleibt es dabei, dass Raff die entscheidenden Fähigkeiten als Komponist fehlen um unter die ganz großen gezählt zu werden.
Seine Musik ist auch nicht irgendeiner Kampagne zum Opfer gefallen oder vom Zeitgeist zu unrecht vergessen worden.
Vergleicht man einmal seine Musik direkt mit der seiner Zeitgenossen indem man chronologisch nach Kompostionsdatum hört so erkennt man warum Raff heute vom Konzertprogramm verschwunden ist, Tchaikovsky, Bruckner und Brahms aber nicht.
Raff fehlt die Fähigkeit, gerade in den Kopfsätzen und Finali, Melodien oder Motive zu entwickeln die sich wie selbstverständlich im Ohr verankern. Er ist eher Lyriker als Dramatiker.
Eine Brahmssinfonie braucht man nur zwei bis dreimal zu hören und man hat das wesentliche im Ohr, ist in der Lage den Formverläufen zu folgen.
Bei Raff, so sehr seine Musik auch an sich zu gefallen weiß, stellt sich dieser Effekt selbst nach dem 5. Hördurchgang nicht oder nur sehr eingeschränkt ein. Es wirkt alles etwas beliebig.

Natürlich ist der heutige Zugang zu dieser Musik auch anders. Wir können alles überblicken und ein Gesamturteil fällen, dass nicht immer fair ist gegenüber einzelnen Werken.
Mag man an Raff im Konzertsaal insgesamt nichts verloren haben, so gibt es doch einzelne Werke, die durchaus von so hoher Qualität sind, dass sie einen Platz im Bewusstsein des Konzertpublikums verdienen.
Ich denke hier an das an anderer Stelle bereits erwähnte Klavierkonzert, dass wirklich, auch mit den erwähnten Raff'schen Schwächen, ein starkes Werk ist.
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