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am 14. Januar 2017
Ich verfolge Riverside schon lange. Vor etlichen Jahren habe ich sie als Vorgruppe zu den allenthalben überschätzten Dream Theater in Bonn erstmals live erlebt, danach noch öfter, u.a. auf dem Loreley-Festival. Die Krönung ihres Schaffens aber ist und bleibt für mich Rapid Eye Movement, insbesondere in der Special Edition die CD 2. Auch wenn die Konkurrenz sehr hart ist, aber für mich ist es das beste Prog-Rock/Metal Album aller Zeiten. Allem voran: Panic Room, dicht gefolgt von Back To The River und Rapid Eye Movement. Live habe ich Panic Room mehrmals gehört, es versetzt mich immer wieder geradezu in Trance. Einen tollen 2016 Remix von Rapid Eye Movement gibt es übrigens auf der neuesten CD "Eye of Soundscape". Aber das Original bleibt für mich einfach unerreicht... Der Tod von Piotr Grudzinski Anfang 2016 hat mich sehr traurig gemacht. Er war ein begnadeter Gitarrist und machte auf Live-Konzerten immer so einen bescheidenen und sympathischen Eindruck. Hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Ich bin gespannt, wie die Band den Verlust in Zukunft wegsteckt...
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am 8. November 2007
Rapid Eye Movement war mein Einstieg mit Riverside und ist seitdem einer meiner Lieblingsbands geworden. Es hat zwar einige Zeit gedauert bis sich die Lieder mir erschlossen doch nun kann ich davon nicht genug bekommen und bin förmlich süchtig danach! Einziger Kritikpunkt ist das man den ersten Song Beyond The Eyelids durch den auf der Special Edition vorhandenen Behind The Eyelids hätte ersetzen sollen, da dieser wesentlich atmosphärischer ist und einen wahnsinnig genialen Tribal Part hat. Einfach wunderschön! Beim erstgenannten stören mich die an 80er Jahre, Kirchenartigen Keyboardmelodien. Das hätte man wirklich getrost weglasssen können, ebenso wie bei dem fantastischem Parasomnia, denn es wirkt unpassend und überflüssig!

Die zwei außergewöhnlichen Lieder Panic Room und Schizophrenic Prayer bilden eine wunderschöne Atmosphäre, die sich zu einem einzigartigen Finale hin steigern, insbesondere letztgenannter.

Die Balladen Through The Other Side und Embryonic sind Gänsehaut pur und versetzen den Hörer in eine todtraurige Melancholie bei der man sich aber immer geborgen fühlt.

Den krönenden Abschluss bildet Ultimate Trip. Wenn man diese Gitarrensoli hört möchte man am liebsten gleich selber mitspielen, einfach Wahnsinn! Der Song wechselt ständig den Takt und die Richtung das einem ganz schwindelig wird, der Hörer dennoch immer weiß wo er sich befindet. Die letzten fünf Minuten dieses dreizehnminütigem Meisterwerks sind mit das schönste an Musik die ich je gehört habe. Weltklasse!

Auch hier kann ich nur jedem raten die für nur ein paar Euro mehr tolle Special Edition zu kaufen da sie noch einige Schmankerl auf Lager bereit hält und wie eben schon erwähnt den weitaus besseren Einstieg des Albums!

Wer auf eindrucksvolle, abwechslungsreiche Progmusik ala Porcupine Tree steht kann hier bedenkenlos zugreifen!
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am 19. April 2009
Riversides neustes Meisterwerk. Die Polnische Prog Truppe hat sich aus meiner Sicht mal wieder selbst übertroffen. Ein wirklich hörenswertes Stück Musik auch für die, die zum ersten Mal mit dieser Musik in Kontakt treten.
Es fällt generell schwer Riverside einzuordnen, ich denke das sich dem einen oder anderen hier neue Sichtweisen eröffnen, also reinhören.
Ebenfalls sehr zu empfehlen ist hier auch Lunatic Soul eine Art Schwesternprojekt, das sich durchaus am Stil orientiert ohne zu kopieren.

Vom mir 5 Sterne, weil es einer der besten Prog Alben seit langem ist und Die Jungs hier nicht zu sehr mit ihrem Stil gebrochen haben, ohne aufgewärmt zu klingen.
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am 30. August 2007
Meiner Meinung nach ein sehr gelungener Abschluss der Trilogie „Reality Dream“. Man merkt das Riverside einen Reifeprozess durchgemacht haben. Klar, das erste Lied erinnert (bis auf ein knalliges, geniales Riff) sehr an die alten zwei Platten. Das ist denke ich als Übergang zu verstehen. Die nächsten Songs die folgen haben eingängigere Refrains und Riffs als früher, aber sind Songwriting-technisch sehr gelungen und gerade das Gefühl für atmosphärische Harmonien (Das was Riverside ausmacht, denke ich) zeigt sich in voller Blüte. Man darf aber nicht glauben, Riverside hätten nachgelassen. In den Tracks 8 und 9 laufen sie zu ihrer Höchstform auf: in Ihnen hört man Riverside wie Sie schon immer waren, aber technisch, gesanglich und vom Arrangement her die reifsten Songs von Riverside.
Die Melodien des Gesangs sind oft genial. Ich weiß nicht was den Schlagzeuger bei dieser Platte geritten hat; Die drums sind der absolute Hammer!
Man merkt, dass Riverside sich nach vorne bewegen ohne ihren so eigenen Stil zu verraten. Dahinter steckt wohl tiefe Überzeugung – Respekt.
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am 24. Oktober 2007
Riverside gehören zu den drei, vielleicht vier Bands auf diesem Planeten, von denen ich mir jederzeit unbesehen ein neues Album kaufen würde. Und ich bin auch diesmal nicht enttäuscht worden! Man hört dem Album von der ersten Sekunde an wie sich die Band weiterentwickelt hat. Der Stil ist unbeirrbar der gleiche geblieben, doch es wurden neue Elemente hinzugefügt die sich nahtlos ins Gesamtbild einfügen und die Musik von Riverside bereichern, dabei aber kein Stück verfälschen. Rhythmus und Melodie sind unverkennbar, zunehmend mit größerer Variation.

Mariusz Duda singt einmal mehr mit einer fast zerbrechlichen aber doch selbstsicheren Stimme, im Track "Rainbow Box" durch einen Effekt leicht verzerrt, was sehr cool klingt. Insgesamt traut er sich beim Gesang immer mehr zu, beim Bass slappt er gelegentlich, was man früher noch nicht zu hören bekam und jetzt sehr gut reinpasst. Piotr Grudziński klimpert leichtfüßig wie immer abwechselnd hauchdünne und dann wieder brachiale Gitarren dazu. Piotr Kozieradzki spielt sein Schlagzeug mit einer unglaublichen Präzision (trotzdem nicht so langweilig klingend wie ein Drumcomputer) scheinbar ohne größere Anstrengung auch in den verzwicktesten Passagen, dynamisch, treibend, abwechslungsreich und fast schon ein bißchen funky. Zuguterletzt zaubert Michal Lapaj mit seinen Keyboards und Effekten einen Klangteppich so breit wie der Ozean unter das Gesamtwerk, niemals sich in den Vordergrund drängend sondern immer perfekt passend zum Druck und der Dynamik seiner Kollegen.

Das Album ist ein würdiger Abschluss der Trilogie, spannend bis zum Ende und man spürt "The Curtain Falls", wie die Anspannung nachlässt in den letzten paar Sekunden von "Ultimate Trip", ohne zu wissen dass es tatsächlich das letzte Lied auf der CD ist. Insgesamt sind alle Lieder etwas homogener zueinander passend, es passiert nicht mehr dass man wie noch in den ersten zwei CDs auf ein ruhiges Lied folgend plötzlich mordsmäßig was an den Kopf geballert bekommt. Die Tempi- und Dynamikwechsel sind viel geschmeidiger geworden, strotzen aber nur so vor Überraschungsmomenten und ziehen von vorne bis hinten eine atemberaubende Spannungskurve durch das gesamte Werk.

Die CD hat alles was man braucht, von fetzig (Beyond the Eyelids) und treibend mit halsbrecherischer Rhythmusakrobatik über träumerisch (Schizophrenic Prayer) und mit Einladung zum Davonschweben bis hin zu ganz langsamen und sentimentalen Momenten (Through the other side). Abwechslung garantiert, alles passt zueinander und die Abfolge ist perfekt.

Obwohl man hier Progressive Rock zu hören bekommt, bewegen sich Riverside in einem ganz eigenen Universum. Es gibt unzählige Stellen an denen sich andere Musiker aufgrund der Kapriolen die Hände brechen würden, trotzdem klingt alles harmonisch und verliert nie seine Richtung. Genügend andere Progbands glauben, der Gipfel der Kunst wäre es die Takte mancher Lieder derart zu verhackstücken dass man schon beim Mitzählen Probleme hat den Vier-Viertel zu erkennen. Zum Glück passiert uns das hier nicht, mal abgesehen vom Wechsel der Geschwindigkeiten bewegt sich hier immer alles vorwärts und verhaspelt sich nicht in Experimenten.

Auf keinen Fall darf man diese CD nebenbei hören. Nicht weil man dann vor Anstrengung Kopfschmerzen bekommt, das kennt man von genug anderer Musik, sondern weil man sonst garnicht aufnehmen kann was hier alles geboten wird und einem die vielen kleinen und wichtigen Details entgehen.
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am 6. Oktober 2007
Porcupine Tree haben durch eine neue Härte an Originalität zugelegt, Dream Theater konnten an alte Glanzzeiten anknüpfen und Phideaux hat das vielseitigste Prog-Album des Jahres abgeliefert. Im Jahr 2007 sind Liebhaber des progressiven Stiles schon jetzt voll auf ihre Kosten gekommen. Ich kann mich an keinen Jahrgang erinnern, in dem so viele qualitativ herausragenden Prog-Alben veröffentlicht wurden. Da dürfen natürlich auch Riverside mit dem Abschluss ihrer "Reality Dream" - Trilogie nicht fehlen. Jene Trilogie handelt von Selbstentfremdung, Sinnsuche und bitterer Einsamkeit - entsprechend düster fällt die Musik aus, wobei "Rapid Eye Movement" noch eine Ecke schwermütiger und kompakter daherkommt als "Second life Syndrom" und als "Out of myself" sowieso. Ich möchte mich gar nicht in Einzelheiten ergehen, aber festgestellt wissen, dass Riverside mit diesem Werk nicht nur der beste Teil ihrer Trilogie, sondern auch das bisher mit Abstand atmosphärischeste und nahegehendste Prog-Album dieses außergewöhnlichen Jahres gelungen ist. Würde man das Album ohne jegliche Emotionalität nüchtern analysieren, könnte man sicherlich kritisieren, dass die angesprochene Kompaktkeit und Düsternis etwas zu Lasten der Einzigartigkeit und des Abwechslungsreichtums geht, aber was letztendlich zählt, ist die Wirkung, die das Album auf den Hörer hat. Und diesbezüglich muss ich sagen, dass mich kein anderes Prog-Album dieses Jahres so bewegt hat. Das mag auch daran liegen, dass ich mich in diesem Album wiederfinde.
Auf meiner Jahresendabrechnung wird "Rapid Eye Movement" wahrscheinlich nicht ganz oben stehen, dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark. Aber in der Kategorie "Atmosphärischstes Album des Jahres" ist ihm der erste Platz nicht mehr zu nehmen.
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am 11. Oktober 2007
...mit diesem dritten Album der polnischen Band 'Riverside', das sicher vom Stil her vergleichbar mit dem Vorgänger ist, aber dennoch auf mich einen starken Eindruck macht: Exzellentes Mastering, gute bis sehr gute Kompositionen, äußerst kompakt, extrem dicht arrangiert und - gerade in Bezug auf Bass und Schlagzeug - noch besser gespielt als zuvor. Kein Instrument drängt sich auf - besser geht es nicht !
Die zweite CD dieser Special-Edition beinhaltet fünf Titel, von denen aus meiner Sicht nur der Remix der Hauptscheibe überflüssig ist. Ganz besonders faszinierend sind die letzten beiden Titel - beide instrumental und das letzte sogar das Titelstück des Albums -, die eine eindeutige Hommage an 'Pink Floyd' sind. Und an 'Porcupine Tree' in ihrer 'The sky moves sideways'-Phase.
Zusammen genommen kann ich diese Edition ohne Einschränkungen weiterempfehlen !!
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am 15. Januar 2008
Mit ihrem neuen Werk "Rapid Eye Movement" bewegen sich Riverside wieder ein gehöriges Stückchen weiter auf dem Weg gen größeren Erfolg, ohne dabei an Autenzithät und Eindringlichkeit zu verlieren.

Nachdem sie mit ihrem 2006er-Werk "Voices in My Head" eher ruhigere Töne angeschlagen hatten, erinnert der Neuling wieder an den Stil von "Second Life Syndrome".
Das heißt konkret, dass die für Riverside charakteristische, melodische und gewissermaßen zweite "Gesangsstimme" der Gitarre von Piotr Grudzinski ebenso ihren Platz findet, wie die etwas härteren Riffs und vereinzelt auftauchenden Shouts von Sänger Mariusz Duda.
So ergibt sich ein sehr rhytmisches Klangbild, das aber durch prägnante melodiöse Elemente niemals zu durchschaubar, kommerziell oder "leicht gestrickt" wirkt.

Wie gewöhnlich reflektiert auch die musikalische Gestaltung die melancholischen und kritischen Texte.

Inhaltlich ist "Rapid Eye Movement" in zwei Teile aufgeteilt, die sich "Fearless" und "Fearland" nennen.
Im ersten Teil wird sich mit dem inneren Gefühlsleben/ der "Innenansicht" des Menschen, das sich hier als äußerst wirr und vielschichtig zeigt, beschäftigt.
Im Folgeteil geht es hauptsächlich um zwischenmenschliche Themen/ Situationen, er ist also quasi als Gegenstück zu Teil 1 und als "Außenansicht" zu verstehen.

Für mich persönlich stellt aber nicht das Hauptalbum, sondern die der Special Edition beigefügte zweite CD den Höhepunkt von "Rapid Eye Movement" dar.
Besonders hörenswert ist hier der Titeltrack "Rapid Eye Movement". Obwohl es sich "nur" um ein Instrumental handelt, wird Schicht um Schicht gekonnt Spannung aufgebaut.
Und auch die Hommage an Pink Floyds "Shine On You Crazy Diamond" im Track "Back to the River" ist nicht zu verkennen.

Für mich definitiv das beste Album der polnischen Band.
"If I still believed in me" (Beyond The Eyelids) -Jungs, das könnt ihr mit gutem Gewissen!
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am 14. November 2007
Die polnische Band RIVERSIDE ist mit ihrem Konzept, zu Beginn einer jungen Musikerkarriere einen Dreierpack auf den Markt zu schmeißen, einen bemerkenswerten und auch ungewöhnlichen Gang gegangen. Das fantastische Debut "Out of myself" sowie der überragende Nachfolger ""Second Life Syndrom" haben in der Prog-Welt für einen anständigen Knall gesorgt. Mit "Rapid Eye Movement" beenden sie die Trilogie.
Und tatsächlich, dieser jungen Band ist es sehr überzeugend gelungen, ein würdiges und nachvollziehbares Ende zu präsentieren.
Der Fan bekommt genau das, was er nach den ersten 2 Alben erwarten durfte. Viel Platz für Überraschungen und Spontanität gibt es auf "REM" nicht. Das ist dann aber auch mein einziger Kritikpunkt.
Es gibt, wie von Riverside gewohnt, wunderschöne, zumeist sehr stimmungsvolle Songs. Die immer mal wieder auftauchende Bratzgitarre kommt auf diesem Album nicht ganz so oft zum Einsatz. Die Stücke sind insgesamt ruhiger und setzen stark auf Stimmung und Atmosphäre.
Die Länge der Songs variiert sehr stark. Von kurzen Songs bis zum 13minütigen Abschlußtrack ist alles vertreten. Das Album reiht sich nahtlos in das Konzept der Vorgänger ein. Mit "02Panic Room" gibt es gar eine ziemlich coole Single.
Wer die ersten beiden Alben mochte, wird auch mit "REM" seine wahre Freude haben.
Auch das Artwork ist wieder absolut stimmig. Die Special Edition lohnt nicht zuletzt wegen der Extrasongs. Im ersten Moment erscheint es ein wenig verwunderlich, daß der Titeltrack nicht auf der regulären CD zu finden ist. Mittlerweile wissen wir, daß der Song nicht rechtzeitig fertig wurde. Diesen instrumentalen Longtrack sollte man allerdings kennen. Nicht ganz ohne Grund wurde der Song in der Eclipsed, Nr. 96 Nov. 2007, aus dem Stand auf den 79. Platz der Top 100 Instrumentalstücke gesetzt.
Fazit: Riverside-Fans bekommen genau das, was sie möchten. Ein klasse Abschluß einer der schönsten Musikmomente des neuen Jahrtausends.
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am 3. November 2007
Die Progband Nr. 1 aus Polen legt mit "Rapid Eye Movement" ihr drittes (vollwertiges) Album vor, und damit ist ihre "Reality Dream" - Trilogie komplett (allerdings: schon Douglas Adams bewies, daß Trilogien nicht unbedingt nur aus drei Teilen bestehen müssen). Der Sound von REM (das Riverside-Album, nicht die Band) bewegt sich im stilistischen Dreieck von Rush, Led Zeppelin und Pink Floyd. Neben proggig vertrackten Songs gibt es auch Eingängiges, wie "02 Panic Room" mit seinem (absichtlich?) übersteuerten Bass. Rhythmisch erinnert es etwas an Led Zep. "Schizophrenic Prayer" ist ein ruhiges Stück im Stile früher Floyd (Bassist Mariusz "Waters" Duda!) und quillt über vor Atmosphäre, wie eigentlich das gesamte Album. Wenn sie härter werden (wie z.B. in "Ultimate Trip"), erinnern sie oft an Kanadas Prog-Götter Rush. Das alles soll jetzt nicht heißen, daß Riverside kein eigenes Profil haben, es sind lediglich Orientierungspunkte. Diese unterschiedlichen Vorbilder zu einem eigenen Sound zu verschmelzen hat schon Stil. Nicht extra erwähnt werden muß wohl, daß hier vier instrumentale Virtuosen am Werk sind.

Die Bonus-CD der Special Edition ist ein absolutes Muss! Zwar gibt es hier auch einen Remix ("02 Panic Room"), aber auch ein paar Superstücke, die für sich alleine stehen und das Album eigentlich erst vervollständigen. "Lucid Dream IV" ist ein furioses Instrumental, auf das auch Rush stolz sein würden. Ein weiteres - diesmal ruhigeres, dafür umso atmosphärischeres - Instrumental ist "Back to the River" mit einem eindeutigen Pink Floyd - Zitat. Grandios! Das letzte (Titel-)Stück, wieder instrumental, ist sehr elektronisch und erinnert an die Tangerine Dream der 80er Jahre. Also, liebe Fans: Laßt die Einzel-CD links liegen und besorgt euch dieses Sahnestück. Die paar € habt ihr auch noch übrig!

Mit "Rapid Eye Movement" wird die Tiefschlafphase bezeichnet, in der man am intensivsten träumt, weswegen sich die Augen schnell bewegen. Dieses Album lädt zum Träumen ein, aber einschlafen wird hier keiner, der Fan von progressiver Musik ist. Jedes Jahrzehnt hat seine besonderen Highlights. Zu denen dieses Jahrzehnts gehört definitiv Riverside.
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