flip flip flip Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicAlexa AmazonMusicUnlimited BundesligaLive



am 19. September 2009
Seit der Reunion der Band ist nun mit Last Look at Eden das dritte Studioalbum erschienen. Wenn man die Almost-Unplugged-Scheibe dazurechnet, ist es sogar der vierte Longplayer innerhalb von fünf Jahren.

Europe sind aber nicht nur erstaunlich produktiv, sondern verblüffen seit Start from the Dark mit Alben die vom Charakter her unterschiedlicher kaum sein könnten. Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass sie sich sämtliche "Altlasten" (Haarspray-Rock und was dergleichen Stempel mehr sind) von der Seele spielen und nur noch machen, was ihnen selbst am meisten Spaß macht: Unglaublich gute Rockmusik mit einer enormen stilistischen Bandbreite!

Wer die Cover-Versionen von Almost Unplugged einmal gehört hat (z. B. den Led-Zeppelin-Klassiker Since I've Been Loving You oder U.F.O's Love to Love), der konnte ahnen, dass es auf dem neuen Album mächtig 70er-Jahre orientiert zugehen würde. Die Rhythm-Section grooved, Gitarrist John Norum lebt den Blues wie außer ihm nur Gary Moore und Sänger Joey Tempest bietet die volle Bandbreite seiner bekannt eindrucksvollen Stimme: Rockröhre, teasender Blues, einfühlsame Ballade.

Der Title Track Last Look at Eden schiebt das Album in feinster Bombast-Rock-Manier an. Der geschickte Einsatz des tschechischen Landessymphonieorchesters lässt an Led Zeppelin und Aerosmith denken, der Chorus ist eingängig und geht so schnell nicht wieder aus dem Ohr. Kein Wunder, dass es die erste Single-Auskopplung ist!

Mit den Midtempo-Nummern Gonna Get Ready und Catch That Plane geht es dann etwas langsamer weiter, bevor mit New Love in Town die erste Ballade des Albums ertönt. Klare Melodie, tolle Harmonien und ein wunderbar unkitschiger Text: Eine Ballade für Erwachsene, bei der ein Jon Bon Jovi wahrscheinlich vor Neid in die Tischplatte beißen würde!

Mit The Beast folgt der härteste Song des Albums. Hier sind Europe so nah am Metal wie nur möglich. Seit Scream of Anger vom 84er Album Wings of Tomorrow hat man die Band nicht mehr so loshämmern hören! Der Song entwickelt einen unglaublichen Drive, sodass man froh über den ruhigeren Mittelpart ist, weil man mal verschnaufen muss und sich im Kopf eh schon alles vom Headbangen dreht. Oder um es mit dem Song selbst zu sagen: It's a ride worthwhile, my friend, Go!

Mojito Girl ist Blues-Rock par excellence. Musik und Text passen perfekt zusammen (Mic Michaelis Hammond-Sounds, John Norums Solo) und ergeben einen Cocktail, der sexier (ja ja) und schwofiger kaum sein könnte.

Bei No Stone Unturned fiel mir doch glatt die Kinnlade runter: Sphärisches Intro, orientalisch angehauchte Rhythmen und Riffs, starke Melodie und wieder das Symphonieorchester, das sich perfekt in den Soudteppich einwebt ohne aufdringlich zu sein. Das Solo leitet ein Keyboard-Lauf ein, der in seinem Sound ziemlich an Jean Michel Jarre erinnert. Dieser Song ist wie ein fliegender Teppich, zumal einer von der handwerklich anspruchsvollen Sorte!

Bei Only Young Twice kann man dann wieder durchatmen, es sei denn man versucht Joey Tempest beim Mitsingen des Chorus zu übertrumpfen: Der Mann hat so viel Power in der Stimme, dass einem selbige bloß wegbleiben kann.

U Devil U war schon auf der Vorab-EP zu hören und wirkte neben Last Look at Eden etwas fehl am Platz. Im Gesamtzusammenhang des Albums gewinnt der Song aber definitiv dazu. Wenn er auch zu den musikalisch vielleicht unauffälligeren Songs des Albums gehört, glänzt er jedoch durch einen ironisch-humorvollen Text. Also genau zuhören und denken, was Ihr Euch vielleicht nicht zu denken traut ohne Rot zu werden! ;-)

Auf das kräftig daherrumpelnde Run with the Angels - auch hier wieder eine erstaunliche Gesangsleistung und ein ungewöhnliches Solo - folgt mit In my Time wohl eine der größten Blues-Balladen, die es gibt. John Norum spielt einfach nur göttlich, Tempest singt wunderbar gefühlvoll, der Text ist unendlich traurig und es ist wohl nicht zu weit hergeholt hier einen Zusammenhang mit dem viel zu frühen Tod von Norums Ehefrau Michelle Meldrum zu vermuten. Chapeau, John!

Last Look at Eden ist ein außerordentlich reifes Rock-Album, wie man es heutzutage kaum für möglich gehalten hätte. Man hat den Eindruck die Schweden hätten bereits in den 70ern erfolgreich Musik gemacht, die 80er und 90er übersprungen und einfach im 21. Jahrhundert weitergemacht.

Wer geglaubt hat, er würde eine Fortsetzung von Start from the Dark oder Secret Society bekommen, der hat sich getäuscht. Drin stecken zwar immer unverkennbar Europe, aber mit jedem Album seit der Reunion haben sie ein neues musikalisches Kapitel aufgeschlagen. Man darf gespannt sein, in welche musikalischen Gefilde uns diese kreative und spielfreudige Band noch führen wird!
21 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|33 Kommentare|Missbrauch melden
am 18. Dezember 2015
Totgesagte leben bekanntlich länger - und so hätten wohl auch nur Wenige gedacht, dass die Achtziger-Rocker von EUROPE auch im neuen Jahrtausend noch genug Sprit im Tank haben würden, um nochmal richtig durchzustarten. Doch als das Comeback-Album mit dem treffenden Titel "Start From The Dark" im Jahre 2004 erschien, war plötzlich alles anders - denn man lieferte wieder gutklassige Rockkost ab, die - wenn sie auch kommerziell natürlich nicht an die Erfolge von unvergleichlichen Eighties-Bomben wie "Final Countdown", "Rock The Night", "Carrie" oder "Cherokee" anschließen konnte (was aber natürlich auch an den Zeichen der Zeit lag) - dennoch zu unterhalten wusste.

Nun, anno 2009, legen EUROPE mal wieder ein Scheibchen nach, und es kann gesagt werden, dass sich die Schweden mit "Last Look At Eden" in einer durchaus gereiften Form präsentieren. Vorbei sind die Tage von Glamrock, Hairspray-Metal und übermäßigem Keyboardgefudel; die übertrieben hochtoupierten Haare sind gemäßigteren (aber immer noch Rockstar-tauglichen) Föhnfrisuren gewichen, und musikalisch rockt man weitaus erdiger drauflos, als das in den EUROPE-äischen Glanzzeiten der Fall war. Songs wie "The Beast" oder "Gonna Get Ready" präsentieren sich großteils als schnörkellose Rocker, zu den Highlights des Albums zählen aber definitiv der radiotaugliche Titeltrack "Last Look At Eden", der mit opulenter Orchestrierung aufzuwarten weiß, oder auch die ebenfalls mit mehr Keys versehenen Tracks "No Stone Unturned" und "Only Young Twice", wobei besonders letzteres eine deutliche Classic Rock-Schlagseite aufweist und mich stilistisch ein wenig an JETHRO TULL erinnert.

Auch die Balladenfraktion muss auf einem EUROPE-Album - natürlich - bedient werden, und das tut man ebenso hochklassig mit "New Love In Town", und Joey Tempest und John Norum beweisen auch hier, wie auf dem Rest des Albums, dass sie einfach ein großartiges Team sind und zu den besten ihrer Zunft zählen. Jon Bonjovi hat seinen Richie Sambora, Steven Tyler seinen Joe Perry, und Joey Tempest eben John Norum. Einfach klassisch.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 26. Oktober 2016
Beim ersten Hören 2010 fand ich das Album nicht so toll. Der Titeltrack, ja...aber....Dann kam mit 2005 "The War of Kings" die Wende - für mich war das letztes Jahr die Platte des Jahres. Irgendwann kaufte ich mir dann danach das Live-Album " Shepperds Bush" aus dem Jahr 2011. Und gerade den Song " the Beast " fand darauf ziemlich geil - aus eben diesem Album. Irgendwann hatte ich all Europe-Platten nach der Reunion 2004 im Regal und kaufte dann auch diese als letztes Album nach. Und im zweiten Anlauf konnte ich dem Album viel Gutes und Positives abgewinnen. 12 Stücke. 7 Kracher, 4 gute Songs und 1 Durchhänger."U Devil U" ist der einzig wirklich schwache Song auf dem Album. Zum Ende des Albums baut das Songwriting etwas ab....Bei "Run with the Angels" und "Only Ýoung twice". Gut, aber nicht die Krachernummern auf dem Album. Aber "Mojito Girl" oder " Gonna get ready" überzeugen durch einen coolen rifforierntieren Gitarrensound, der mich an Hendrix erinnerte. Vielleicht würde der gute Jimi heute so klingen, wenn er noch unter uns weilen würde. Mit "Last Look of eden" nebst Intro hat das Album einen bombastischen, fetten Opener, einer der Highlights auf dem Album. Und mit " In my time" kommt zum Endes des Albums noch eine Hammerballade, die schon fast an alte Glanzstücke von Led Zeppelin erinnert. Richtig gut. In den letzten 2 Minuten des Stückes zeigt John Norum, dass er ein richtig Guter an der Klampfe ist und sein Spiel erinnert sehr stark an Gary Moore. Gänsehaut...Und das passiert selten...Weitere Highlights sind " Catch that plane" und wie schon erwähnt " The Beast". Richtig druckvoller Rocker, der gerade dazu bestimmt ist, live gespielt zu werden. Den einen schwächeren Song verzeiht man gerne. Denn als Bonustrack gibt es eine tolle Version von "Yesterday's news". Die Jungs geben richtig Gas und es geht die Post ab über mehr als 7 min...Groovy, heavy, druckvoll... roher Sound... Spielfreude pur. Da musste ich an Purple's Made in Japan denken...Highway star. Meine Herren, richtig drive drin...und der Wechsel von Keyboardsoli zu Gitarrensoli lässt einen an seelige Blackmore / Lord Zeiten denken... Von daher 4,5 von 5 Punkten...Wer gutgemachten Hardrock liebt mit einem Gitarrensound, der sehr oft back to the roots geht, kommt an dieser Platte nicht vorbei. Wie bei allen Platten seit 2004...Einen fetten Daumen...auch hier gut gemacht von den Schwedenrockern...
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 1. Februar 2011
Wie bitte...?! Europe gibt es immer noch?!?

Das waren meine ersten Gedanken, als ich davon hörte, dass meine Helden der 80er ("The final Countdown", "Superstitious" etc.) tatsächlich wieder oder immer noch Musik machen - und das auch noch in der legendären Anfangsbesetzung mit Gitarrist John Norum.

Der Kauf dieser CD hat sich dementsprechend auch als Glücksgriff erwiesen: Das Album macht einen musikalisch sehr gereiften und geschlossenen Eindruck. Zwar fehlen die Hymnen á la "Final Countdown", doch darum geht es den Jungs wohl nicht mehr. Statt dessen finden sich anspruchsvolle und melodische Songs auf dem Album, von denen ich folgende besonders herausheben möchte:

LAST LOOK AT EDEN - Toller Opener, fantastischer Chorus und eine satte instrumentale Untermalung

GONNA GET READY - Cooler Rocker, geile Riffs

NEW LOVE IN TOWN - Schöne Ballade, erinnert mich etwas an "Carrie"

NO STONE UNTURNED - Was für ein Feger, mein persönlicher Favorit des Albums! Gehört für mich zum besten, was Europe je produziert haben

IN MY TIME - Ein fantastischer Abschluss des Albums; John Norums Blues-Gitarre steht der Blues-Legende Gary Moore in nichts nach....

Fazit:

Wer auf melodischen und anspruchsvollen Hardrock steht, macht mit dem Kauf dieser CD absolut nichts falsch.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 10. Oktober 2009
Nachdem sich eine vorstehende Rezension, der ich mich im großen und ganzen anschließen möchte, bereits sehr ausführlich mit den einzelnen Songs auseinandergesetzt hat, will ich mich recht kurz fassen.

Diese Album ist vom "filmreifen" Opener bis zum grandios bluesigen Finale 5 Sterne wert. Natürlich ist Europe Europe geblieben - soundmäßig erinnert das ein oder andere Stück sogar noch an Prisoners in Paradise - aber die Band ist im dritten Anlauf nach der Reunion nochmals deutlich reifer geworden. Riffs und Melodieläufe sind anspruchsvoller als früher, die Jungs haben ihren Stil gefunden.

Insgesamt klingt das Werk eigentlich wie ein guter Wein schmeckt: facettenreich, interessant, kraftvoll. Und wie man einen solchen Wein trinkt, sollte man die CD auch hören - nicht einfach wegkonsumieren, sondern sich Zeit nehmen und genießen - let's rock!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 17. Oktober 2009
Was soll mich sagen...

natürlich mag ich "final countdown" und "carrie".

Europe hat mal wieder gezeigt Akzente zu setzen. Man merkt, daß Europe hingehört hat und ein aussagekräftiges Album hingelegt haben.

Sie zeigen wo der Rock seine Wurzeln hat, wo her gute Musiker ihre Inspiration nehmen und wo der Rock, im Wandel der Zeit gelandet ist, mischen all das miteinander, fügen Gefühl und ihre Interpretation hinzu und machen ein klasse Album daraus!

Danke... perfekt!

P.S. wer Carrie oder Gary Moore mag sollte sich mal "In my Time" (Klasse Bluesbalade) anhören...

Und auch so, jedes Lied ein Knaller und gerade die Live Tracks zeigen: Europe ist eine super gute Band!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 8. Januar 2018
Hatte die Band jahrelang aus den Augen verloren.
Nun sind sie wieder da mit neuem Sound.
Wer guten melodischen Hardrock mag,sollte ein Ohr riskieren.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 6. Mai 2013
Wer Europe mag, der sollte auch dieses Album haben. Die haben einfach nichts verlernt. Rockmusik der alten Schule vom Feinsten.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 8. Januar 2013
Dieses Album von Europe finde ich absolut klasse, der Gesang, die Musik sind einfach super. Ich kann dieses Album nur weiterempfehlen.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 25. September 2009
Klasse Hardrock-Scheibe, verdiente 5 Punkte wert, saubere und drückende Produktion, süchtigmachende Melodien und geile Gitarrenarbeit. Absolute Kaufempfehlung!.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden