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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
5
Tristan und Isolde - Bayreuther Festspiele [3 DVDs]
Format: DVD|Ändern
Preis:29,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 30. März 2013
Dirigent, Orchester, Sängerinnen und Sänger in Hochform!! Die total statische 'Umsetzung' ist ungewohnt, aber im Ergebnis steigert sie noch die Konzentration, das "Eintauchen" in diese einmalige Musik. Ein Erlebnis ganz besonderer Art. Jedenfalls habe ich es es so in Bayreuth erleben dürfen und mir als Erinnerung dann diese DVDs gekauft.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. März 2014
Richard Wagner schrieb im Mythos, implantierte aber jeweils seine Vorstellungen in die Libretti, die wie auch im Tristan, nicht die Perspektive, die Werte des Mittelalters, wie hier die Versubjektivierung der Liebe und die daraus resultierenden Probleme und Konflikte.
Diese Inszenierung stieß anfangs auf massive Ablehnung, später auf mittleren Zuspruch. Ich kann nicht behaupten, dass ich von Marthaler Inszenierungen in der Bühnenoptik von Anna Viebrock, die in aller Regelmässigkeit so etwas die optische Dauertristresse markieren, begeistert war.
Marthaler inszeniert hier die Fixation auf die psychodynamischen Innenwelten der Handelnden. Widergespiegelt in Tristresse Innenräumen der Bühne. Einsamkeit, Unerfülltheit, Illusion werden dargestellt. Minimalistische Gestik, oft die gesamte Körpersprache, sind das Indiz für innere Vorgänge.
Das Konzept ist verständlich, doch optisch ist es das Gegenteil dessen, was der "durchschnittliche" Zuschauer vom Tristan erwartet.
Tristan als utopisches Nirvana, durchaus von Wagner intendiert, wird hier in kargen, völlig unromantischen Bildern vorgestellt.
Gehört hier nicht doch eine gewisse, mystisch ufernde Ebene zum optischen Ausdruck, diese Frage stellt sich, wenn man die Bühnenoptik vor Augen hat.
Rein sängerisch wird hier eine durchaus ansprechende Leistung geboten.

Robert Dean Smith als Tristan, weitgehend überzeugend.
Irene Theorien als Isolde, durchaus auf der überdurchschnittlichen Seite.
Robert Holl sonor als King Marke.
Michelle Breedt gefällt als Brangäne.
Ralf Lukas als Melot und Jukka Rasilainen als Kurwenal.

Peter Schneider liefert ein strukturiertes Dirigat mit Emotion und Gestaltung.

Die Aufführung ist nur dem zu empfehlen, der sich in gewisser Weise "moderner" Bühnenoptik verpflichtet fühlt. Obwohl ich mit optischen Interpretationen unterschiedlichster Art keine Problem habe, kann ich mich für diese Inszenierung nicht erwärmen, rein subjektiv ohne hier normativ sein zu wollen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 23. Januar 2012
Marthaler wird mit dieser Inszenierung der Musikdramaturgie Wagners mehr als gerecht.Er lotet die Psycholgie der Figuren aus, die minimale Inszenierung ist mit Farbe und sehr guter Lichtregie ausgefüllt.Ich habe diese Inszenierung 2x in Bayreuth gesehn und konnte nur immer wieder stauen mit Augen und Ohren. Einfühlsam gesungen und dirigiert.
Die Statik der Figuren-die für viele befremdlich sein kann- passt sehr gut zu Wagners Musik. Die Inszenierung spielt auf einem Schiff das mit jedem Akt von Deck zu Deck immer tiefer geht, untergeht???? Liebestod im Maschinenraum.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 30. April 2010
Endlich gibt es - um vier Jahre verspätet ! - den traumhaft schönen Marthaler Tristan auf DVD; was für eine Freude. Schade nur, dass man diese Produktion nicht 2005 oder 2006 aufgenommen hat, als noch NINA STEMME (die beste Isolde der Gegenwart) die Titelrolle sang. Irene Theorin ist allerdings auch eine Isolde, die ich im oberen Qualitätsdrittel ansiedeln würde.

Christoph Marthaler zelebriert hier den Stillstand der Handlung in eindringlichen Bildern und geometrischer Personenführung - immer an das Tempo der Musik angepasst. Marthalers Operninszenierungen sind immer hochmusikalisch, sie stören niemals die Musik. Gerade diesen Punkt übersehen viele, die seit Jahren Marthalers Stil kritisieren (ohne jedoch davon eine Ahnung zu haben). Anna Viebrocks Bühnenbild, sichtlich an die Architektur der untergegangenen DDR angelehnt, unterstreicht die Trostlosigkeit der Handlung und bietet den optischen Rahmen dafür, auch die Handlung komplett auszublenden und nur die Musik wahrzunehmen. Ein großer Genuß. Ich habe diese Inszenierung bisher in jedem der vier Jahre in Bayreuth gesehen - und freue mich schon wieder auf das hoffentlich kommende fünfte Jahr dieser Produktion.

( J. Fromholzer )
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Februar 2010
Die Vorstellung habe ich in 2005 in Bayreuth gesehen. Es was die schlechteste Regie und Inszenierung die ich je gesehen habe. Eine grosse Schande für Bayreuth, die Bayreuther Festspiele und für Wolfgang Wagner die Verantwortlich gestellt werden kann für diese "Produktion".

So viel wie möglich habe ich die Augen geschlossen gehalten, so dass ich die Musik geniessen konnte. Marthaler c.s. haben keine Ahnung von die Bedeutung und die Wert des Werkes. Sie waren schlechter als die meisten Anfänger im Laientheater.
Die arme Isolde (Stemme) wurde zum Beispiel als ein schwachsinniges Kind vorgeführt.
Und Kurwenal war psychotisch, der arme Teufel.....
Also die Produktion war zu schlecht um viel darüber zu sagen.

Neben mir waren vier Plätze unbesetzt. Das hatte ich vorher noch niet mitgemacht im Bayreuther Festspielhaus.

Die wirkliche (grandiose Erneuerung) gab es nur beim Parsifal (Christoph Schlingensief). Assoziative Bildregie. Aber die ist leider nicht auf dvd erschienen.

Tannhäuser und Holländer gab es in die Urfassungen. Das Wagner diese Urfassungen nicht gefiel und dass er sie mehrfach umarbeitete ist für die Leitung der Bayreuther Festspiele ohne Bedeutung. Die Wiener Fassung des Tannhäuser (1870) ist noch NIE in Bayreuth gespielt. (Nach Wien 1870 NUR (!)in den Niederlanden in 2007, unter Maestro Hartmut Haenchen). Und das war eine grosse festliche Überraschung. Übrigens wählt Haenchen bei Wagnerwerke zurecht immer für die letzte Fassung.
19 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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