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Kundenrezensionen

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am 19. Juni 2007
Wir haben auf dem Schulhof "Die da" nachgerappt, wir haben zu "Tag am Meer" mit Mädels gechillt und... naja, ihr wisst schon... Wir haben mit dem "Krieger" meditiert und zu uns gefunden, zu "Populär" unsere Wut rausgelassen, mit "Sie ist weg" unserer Ex nachgeweint, "Buenos Dias Messias" auswendig gelernt, weil es einfach nur geil war.

Und jetzt... Jetzt ist die Fornika da (Troy lasse ich auch Pietätsgründen mal aus dem (trauer)Spiel).

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin mit den Fantas groß geworden. Und so wie ich gewachsen bin, ist auch die Band reifer geworden. Das merkt man am Sound, an den Texten, den Themen, der Art, wie sie ihre Message anpacken. Und dafür liebe ich die Jungs. Über jeden Track auf Fornika könnte ich eine A4-Seite schreiben. Sei es die tiefgründige Art, die hinter diesen genialen Texten steckt, sei es die Genialität der Wortspielereien, des Wortschatzes usw. Ich habe seit Jahren kein Album so intensiv gehört wie die neue Fanta-Scheibe, die Songs geradezu aufgesaugt.

Alt geworden? Zu elektronisch geworden? Zu verspielt? Schön ist doch gerade, dass man den Prozess, den vier Musiker machen, so hautnah mitverfolgen und erleben kann. Ich will die alten Hits nicht missen, bin aber regelrecht stolz auf die Jungs, dass es einen Schub nach vorne gab. "Ernten was wir säen" - ob Song oder Video, Wahnsinn! Der Sinn von "Einfach sein" bestätigt sich jeden Tag, wurde selten so "ohrwürmisch" vertont, "Mehr nehmen" oder der sensationelle Refrain von Max Herre in "Was bleibt" (fast schon zu kitschig, aber verdammt authentisch). Textstellen wie "Sofort. Vollgas. Volle Dosis. Du kannst schlafen, wenn du tot bist." oder "Ist alles, alles nur Show. Nur Phallus Phallussymbol. Alles nur Lug und Lug und Trug und Trug und alle sind so" machen "Fornika" erneut zu etwas Besonderem. Hier sitzt alles an seinem Platz und live werden die Songs wohl noch eine Stufe besser sein. Nach Troy war ich echt verunsichert, was die Jungs nun vorhaben, jetzt weiß ich es.

Sie sind noch besser geworden!
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am 16. April 2007
Die Fantastischen Vier sind wieder da mit einem neuen Studio-Album. Dreizehn Stücke unterschiedlichster Prägung, doch eines ist klar: es sind unverkennbar Die Fantastischen Vier und dennoch haben sie sich musikalisch weiterentwickelt. Weniger Hip Hop, mehr Pop, aber kein Einheitsbrei, mehr Gefühl und Melodie aber kein Weichspüler. Hart und aggressiv, geheimnisvoll und mysteriös, Wortwitz und perfekter Ausdruck mischen sich zu einem perfekten sowie wirklich neuen Album.

Mit Gastbeiträgen von Herbert Grönemeyer (im Refrain vom dritten Lied auf der LP "Einfach Sein"), der Münchner Freiheit (im Refrain vom zweiten Lied, welches auch als erstes als Single ausgekoppelt wurde "Ernten was wir säen" und Max Herre (im Refrain des letzten Liedes "Was bleibt").

Die CD ist in einem gewohnt hochwertigen und kreativen Case erschienen und ist begleitet von einem Booklet mit Texten sowie einer Filmplakaten ähnlicher Grafik - sehr schön!

Und ein weiteres Highlight: kauft man die CD in der Digipack Version liegt auch noch eine DVD bei, auf der die Entstehung der Fornika filmisch begleitet wird, für Fans echt cool. Und dazu das spacige Video zu "Ernten was wir säen".

Sehr zu empfehlen, ein absoluter must buy!
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am 5. Mai 2007
Ich kenne die Fantas seit 15 Jahren. Innerhalb dieser Zeit ist es Ihnen zweimal gelungen, meinen Lebensnerv zu treffen: Erst mit "Lauschgift" und jetzt ziemlich überraschenderweise wieder mit "Fornika". Den 4 gelingt das Kunststück gleichzeitig über sich und über ihr Publikum zu schreiben. Ich frage mich, schauen die abends bei mir ins Fenster?

Vielleicht liegt das daran, dass sich aus den Fantas vier prototypische deutsche Persönlichkeiten entwickelt haben, die weite Teile meiner Generation abdecken: Michi Beck, der Lifestylesurfer, Thomas Dürr, der vegane Esoteriker, Andi Rieke, das stille Arbeitstier und Smudo? der ist am schwersten... vielleicht ein zeitgenössischer uomo universale aus hedonistischem Entertainer und Gegenwartsphilosoph.

Auf Fornika ist die Verbissenheit und das Provozieren der frühen Alben einer selbstdistanzierten Abgeklärtheit, einem weitreichenden Überblick und Verständnis über sich in ihrem Umfeld gewichen. Die Fantas wollen nicht mehr die Grössten sein und alles verändern, sie sind einfach da, wissen was sie sind und wo sie stehen und erzählen darüber. Ohne politische Agenda und ohne grosse Worte. In der Literatur gelingt das nur den wirklich grossen Schriftstellern wie vielleicht Cervantes.
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am 7. April 2007
Das ist das beste deutsche Album seit langem.

Ich hatte bisher nur ein Album der Vier - "Vier gewinnt".

Fornika ist musikalisch perfekt und im Vergleich zu vorherigen Titel auf jeden Fall eine Weiterentwicklung.

Vom Text her ist für Jeden etwas dabei! Gefühle oder Gedanken die Jeder mal hat, werden von den Fantastischen Vier schamlos ausgesprochen.

Die DVD ist ein nettes Extra - für Fans ein Muss!

Zu meiner Bewertung lässt sich noch sagen, dass ich sonst nicht viel Hip Hop höhre.

100%ige Kaufempfelung meinerseits!
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am 4. April 2007
Vielleicht lag es nur daran, dass die Vier so lange nichts veröffentlicht hatten und eingerostet waren, dass "Viel" ein so schlechtes Album war. Mit entsprechend großer Sorge nahm ich zur Kenntnis, dass die Vier mit "Fornika" 2007 einen neuen Longplayer an den Start bringen wollten. Die Vorab-Single "Ernten was wir säen" klang gut und verheissungsvoll, doch das war auch bei "Troy" so gewesen - und dann kam leider nicht mehr viel nach.

Doch jetzt liegt "Fornika" endlich vor und alle Fans dürfen tief durchatmen und erleichtert sein: "Fornika" bringt uns die Fantastischen Vier in alter Frische mit ausgefeilten Texten, aufwendig und anspruchsvoll arrangierten Instrumentals mit jeder Menge 80s Synthi-Sounds, und reihenweise packende Grooves, von denen sich mancher US-Rapper und so ziemlich jeder deutsche Rapper mehr als nur eine Scheibe abschneiden kann. Was will man mehr?

Höhepunkte des Albums: Der Opener "Mehr nehmen", die Vorab-Single "Ernten was wir säen" mit der Münchner Freiheit, "Einfach sein" mit Herbert Grönemeyer, die Ode an den Nikki-Pulli "Nikki war nie weg" (randvoll mit Songzitaten von z.B. "Rock Me Amadeus" oder "Ich will Spaß"), die Erklärung der "Fornika", "Du mich auch" hingegen ist nicht so der Bringer, dafür liefert And.Y anschließend mit "Mission Ypsilon" ein bombastisches Instrumentalmonster ab, bevor Smudo mit "Ichisichisichisch" ein weiteres eingängiges Solo mit jeder Menge 80s-Pop-Flair abliefert, mit "Einsam und zurückgezogen" kommt dann das zweite And.Y-Solo, diesmal mit Vocal-Samples und recht düster und damit die Überleitung zu "Flüchtig" mit Thomas D., welches sowas wie die Depri-Nummer des Albums ist - mit "Blade Runner"-Synthi und 80er-Beat. In "Du und sie und wir" feiern die Fantas sich dann mal ein wenig selber und verpacken das in eine Mann-Frau-Liebesgeschichte. Grande Finale: "Was bleibt" mit Snare-Wirbel und pompöser Bass-Drum als Rhythmuslinie, gefolgt von akkustischer Gitarre und für eine letzte Nummer passendem Abschiedstext. Besser könnte das Album nicht aufhören!

Fazit: Bis auf einen Song weiss "Fornika" wirklich durchweg zu überzeugen und zeigt, dass die Vier auch 2007 noch wissen, wie man hochwertige Sprechmusik macht, auch wenn "Fornika" eigentlich kein HipHop-, sondern ein Popalbum mit jeder Menge 80s-Retro-Sounds ist. Großartig ist es trotzdem!
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am 24. Juli 2007
"Fornika" ist gut. Nicht ganz so überragend wie der bandeigene All-time-Klassiker "Lauschgift", nicht ganz so euphorisierend wie der rundum geniale Vorgänger "Viel", aber auch weit weg vom kreativen Tiefpunkt "4:99". Da Fantas bauen erneut auf ihre Stärken, und das sind: eine nach wie vor ungemein ansteckende Spielfreude, ein Wortwitz, der hierzulande seinesgleichen sucht und nur selten findet, sowie eine fluffige Produktion, die so viel mehr bietet als jeder andere HipHop-Standard in diesem Land. Eben nicht nur Rap, sondern wirklich "Hip Hop Musik". Nachdem beim Vorgänger der stille Vierte, And.Y, nicht alle Produktionsfäden in der Hand hatte, legt er sich umso mehr ins Zeug und liefert wohl seine bislang beste Leistung ab. Da darf er sogar ein Instrumental namens "Mission Ypsilon" abliefern. Mission erfüllt, das groovt wie nicht Gutes. Aber auch schon der ausgefuchste Opener "Mehr Nehmen" offeriert eine clevere Melodieschichtung, während die Party-Bouncer "Yeah Yeah Yeah" und "Nicki war nie weg" unbarmherzig den Körper in Bewegung versetzen. Auf der anderen Seite stehen aber auch sehr viele nachdenkliche Töne. Man kann nicht nur beim Cover von der düstersten Fanta4-Scheibe ever sprechen. Smudo befasst sich mehrfach mit dem Älterwerden und dem Platz in der Gesellschaft ("Du mich auch"), die Wortneuschöpfung "Fornika" bezeichnet ein beklemmendes Angstgefühl, und mit "Flüchtig" schickt Thomas D. seiner Krieger-Trilogie einen sehr pessimistischen Epilog hinterher. Ein Album, das auf Nummer sicher gehen will, klänge definitiv anders.
So liefern die vier (Exil-)Schwaben einmal mehr überragend hohe Qualität ab. Ein Album, das man sich eher erst erarbeiten muss, das dich dann aber mit voller Aufrichtigkeit belohnt. Ratlos hinterlassen einen nur die Gaststar-Songs. Mit "Was bleibt", auf dem Freundeskreis' Max Herre säuseln darf, erfinden die Fantas das Genre Sprechgesang-Schmonzette. Fast ein wenig zu gewagt soft. Und warum Grönemeyer mit seiner un-er-träg-lich-en Stimme den eigentlich tollen Song "Einfach sein" kaputt machen musste, das will mir bis heute nicht eigehen. Zum vollen Albumgenuss suche ich jetzt eine Liveversion von dem Song, die ich dann an der entsprechenden Stelle auf meiner persönlichen CD-R-Version des Albums einfügen kann.
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am 13. April 2007
wie die meisten anderen hier, bin auch ich ein Fantafan "erster Stunde".
Eins vorweg: mir gefällt die neue Richtung in die sich die Fantas bewegen.
Das Vorgängeralbum Viel war -meiner Meinung nach- bis jetzt das schlechteste der Fantas. Fornika hingegen hat mich absolut überzeugt. Ich verstehe auch nicht wieso die beiden Alben in eine Kiste geworfen werden. Natürlich sind einige Stilelemente von Viel übernommen worden, allerdings sind auch einige Elemente der anderen Alben wie 4:99 und Co. mit dabei. Klar die 4 sind Älter geworden und die Musik klingt etwas anders. ABER! man merkt immer noch, dass es die 4 sind. Ich habe das Gefühl, dass sie dieses mal richtig Spaß bei den Stücken hatten und genau das greift auch auf den Hörer (mich) über. Natürlich sind nicht alle Stücke Klasse, aber bis auf 2 Ausnahmen (das langweilige Was Bleibt und das echt schlechte Du und Sie und Wir) kann man alle Stücke anhören. Meine Highlights auf der Platte sind: Einfach sein, mehr nehmen, yeah yeah yeah und ichisichisichisich. Da die Meinungen allerdings weit auseinander gehen, empfehle ich euch einfach die CD "an"zuhören.
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am 8. April 2007
Also ich höre eigentllich nur Rock-Musik wie z.B. AC/DC Nirvana The Who .... Aber als Musikliebhaber muss man auch für andere Musikrichtungen offen sein. Also dachte ich nach dem ich Ernten Was Wir Säen gehört hatte sollte ich mir das Album mal kaufen. Ich bin SEHR positiv überrascht. Nicht nur die erste Single-Veröffentlichung Ernten Was Wir Säen ist gut sondern auch Songs wie Nikki War Nie Weg oder Mehr Nehmen sind echt richtig klasse. Und mit dem Song Mission Ypsilon ist das Album sehr Abwechslungsreich. Ich kann nicht sagen ,dass mir die Platte besser als alles meiner Rock-musik gefällt, aber einiges übertrifft sie schon und ist das Beste im Bereich Rap was ich kenne. Also Kaufen Leute !!!
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am 11. April 2007
Ich bin ebenfalls Fanta-4-Fan der ersten Stunde.

Ich GLAUBE (inzwischen), "Fornika" ist ihr allerbestes Album.

Vergleichbar mit der "4. Dimension" von 1993, betrachtet man den Sprung der zwischen "4 gewinnt" und eben der "4. Dimension" lag, bzw. wie die 4. Dimension dann wirkte.

Erster Eindruck:

"Fornika" ist ein total "seltsames" Album.

Kein einziger Song ist in irgendner Form "catchy" (auf den ersten "Blick"), wie mans gewohnt ist, es sind 2 Instrumentale drauf, die zusammen schon über 7 Minuten der Spielzeit (53:53 Min.) ausmachen, und "Ernten Was Wir Säen" ist die einzige Single die ich überhaupt entdecken konnte - nach dem ersten Durchlauf, wie gesagt.

Das ganze Album wirkt recht düster (jetzt weiß ich auch warum das Cover so aussieht wie es aussieht ) und hat seine "ganz eigene" Klangwelt.

Natürlich haben sie hier in keiner Form das Rad neu erfunden, was ich aber sagen will ist, ich glaube "sowas" hab ich (trotzdem) noch nie gehört.

Ziemlich unzugänglich für mein Empfinden, wie gesagt ziemlich dunkel, vielleicht auf den ersten "Blick" ein ziemlicher Einheitsbrei.

Aber hey: "Die 4. Dimension" war immer mein Lieblingsalbum, aus eigentlich EXAKT dieser Begründung heraus. Weil es sich entwickeln muß und kann. Und damals konnte ich mit der Vorabsingle "Zu geil für diese Welt" ebensowenig anfangen wie mit "Ernten Was Wir Säen" heute, der Song packt mich irgendwie gar nicht.

Und ich merke schon jetzt, nachdem ich das Album inzwischen schätzungsweise.....30x gehört hab, über die Osterfeiertage, da ich es schon am Donnerstag in Händen halten durfte, welches Potential "Fornika" für mich haben wird.

Im Vergleich zur letzten Platte "Viel" könnte ich somit nur resümieren: Nicht annähernd so viele "Hits", extrem viel weniger Abwechslung, eigentlich klingen alle "Fornika"-Songs ähnlich.

Schrieb ja schon von diesem speziellen "Klangkosmos" in dem sich alles abspielt. Den verläßt das Album nie.

Soweit mein erster (!) Eindruck. Das ist wichtig. Um es dann wieder zu hören und zu merken:

Für meine Ohren mit deswegen ein Segen. Konsequent geblieben, sich wohl selber ein Stück weit verwirklicht ohne Zwänge Megaseller aufnehmen zu müssen. Respekt.

Aber man muß es eben OFT hören. Beim ersten Hören fand ich keinen einzigen Angriffspunkt für mich, aufgrund dem ich sagen würde: "Wow, großartig."

Deswegen ging es so weiter:

Und ab dem 2. oder 3. Hören empfand ich Potential, fühlte mich vielleicht von der Scheibe "herausgefordert", und dann hatte ich Lust auf die Platte.

Und dann beginnt eigentlich erst die "JETZT HÖR ICHS MAL AN"-Phase. Das davor ist mehr eine Orientierung, ein Zurechtfinden, so wie es bei jeder guten Platte sein muß, meiner Meinung nach. Je schneller man etwas liebt, desto schneller wird es absolut langweilig.

Wer die Platte mies findet und sie sagen wir...3x gehört hat.....naja......das kann ich dann (noch) nicht ernst nehmen. Es ist ein gutes Album, DA es Zeit braucht, und bei Interesse an den Fantas, bei Interesse an ihrer neuen Platte (pauschal gespreochen, ohne jetzt explizit "Fornika" zu meinen, das gilt prinzipiell) sollte man diese einräumen.

Es ist definitiv "ein Album" (will sagen: Keine lose Song-Sammlung).

Ein extrem RÄTSELHAFTES Album.

Die Stuttgarter Nachrichten schrieben am 05.04. von einem "neuen Genre", nennt das Werk sehr interessant.

Das ist es durchaus. Deswegen sage ich ja es braucht Zeit, weil es etwas völlig Neues ist, das man erst "verstehen lernen" sollte, bevor man groß urteilt, weil es eben nix vergleichbares gibt, deswegen: Wo soll die Kritik hier überhaupt anfangen, ohne unberechtigt zu sein? Daß sie nichtmehr so klingen wie auf Lauschgift? Wohl kaum. Solch Argumentation wäre ja völlig lächerlich. Mir fällt nichts dazu ein - hab ich es ggfs. selbst ja noch gar nicht ganz erschlossen.

Für mich ein Kunst-Album, jedenfalls.

Definitiv jetzt schon MINDESTENS in meinen Album Top-5 für 2007.

Ich geb mal ne erste Prognose (aus 10 Punkten) ab, jetzt nach rund 3 Duzend Durchläufen:

1. Mehr Nehmen 9/10

2. Ernten was wir säen 5/10

3. Einfach Sein 9/10

4. Yeah Yeah Yeah 9/10

5. Nikki war nie weg 8/10

6. Fornika 7/10

7. Du mich auch 9/10

8. Mission Ypsilon - Instrumental 5/10

9. Ichisichisichisich 9/10

10. Einsam und zurückgezogen - Instrumental 7/10

11. Flüchtig 9/10

12. Du und sie und wir 8/10

13. Was bleibt 9/10

Wären 7,9 / 10 auf Trackebene.

(Wobei ich dazusagen muß, eine 10/10 gebe ich NIE. Das wären Klassiker, Welthits, wasimmer - und selbst wenn einer dabei wäre, das könnte kein Mensch nach 1 Woche beurteilen.)

Als ALBUM gebe ich eine 9/10.

Anmerkungen zu den Songs:

"Mehr nehmen"

Dies ist der beste Opener Ihrer Band-Geschichte. Kein anderer erster Song hatte diese Intensität um den Hörer gleich "in die Platte" zu holen. Da waren immer nur bestenfalls Party-Songs ("Populär", "Bring It Back" u.ä.), aber keine Lieder, die die Platte vorangebracht hätten, wie hier.

"Ernten Was Wir Säen"

Textlich mit Sicherheit großes Kino. "Wie geht's weiter hast Du erstmal alles erreicht?". Musikalisch für meine Ohren recht gewöhnungsbedürftig mit viel zu lauten, gesampleten Gitarren, allerdings mit guten Schlagzeug.

"Einfach sein"

Beginnt relativ schwach (vll. auch, weil für mein Empfinden der Übergang von "Ernten..." zu diesem Song nicht wirklich "paßt"), ab dem ersten Refrain aber unbezahlbar gut. Ab der zweiten Strophe auch inhaltlich spitze. Wäre ein Single-Kandidat, wird aber wohl keine Single werden.

"Yeah Yeah Yeah"

Könnte live super abgehen! => "Hey, hier oben ist die Luft dünn - vielleicht ist das der Grund warum wir immer druff sind!"

Ohne Worte! Großartig.

"Nikki War Nie Weg"

Die Synthi-Bläsersätze kann man lieben oder hassen. Ich find sie jetzt (!) große Klasse. Refrain ist allerdings praktisch kaum vorhanden. Hier geht's eh wohl eher um die großartig eingewobenen Referenzen:

Falco, Marcus, Trio etc.pp. - Cooler Song, macht Spaß!

"Fornika"

Unter dem Titelsong hätte ich mir etwas Greifbareres vorgestellt, aber das hier ist ebenso klasse.

Sehr finster, kryptischer Inhalt, schön spooky Refrain. Schwebt irgendwie und hebt die Platte auf ein anderes Level nach all diesen melodischen Songs. Referenz wohl "Thriller" von Michael Jackson. Vgl.: Das Gedicht am Ende - quasi eine 1:1 Übersetzung.

Sehr gut!

"Du Mich Auch"

Smudo pur. Absolut klasse.(Und eigentlich der einzige echte HipHop Song auf der Platte). Inhaltlich vielleicht das Stärkste was das Album zu bieten hat. Ganz stark.

"Mission Ypsilon"

Für mein empfinden ein bißchen zu lang, da zu monoton. Allerdings ggfs. Ein großartiger Opener für die Konzerte der Tour.

"Ichisichisichisich"

Der kleine Bruder von "Troy". Vielleicht DIE zweite Single. Für mich. Da sehr eingängig, und guter Refrain. Könnte daher funktionieren. Schöner Song. Prägnant, kurz, typisch Fanta-4-Style, "endlich mal".

"Einsam Und Zurückgezogen"

Instrumental. Besser als "Mission Ypsilon", da mit Sprachfetzen und einfach viel stimmiger für den Kontext der Platte. Außerdem mit 2:11 Min. für ein Instrumental angemessen. Paßt gut zum Stil der Platte, speziell zum Song "Fornika" und ist eine ebensogute Einleitung bzw. Überleitung zu:

"Flüchtig"

Thomas Ds bester Song. Punkt.

"Krieger" fand ich immer recht furchtbar, "Millionen Legionen" war genial, "Mein Schwert" war wieder nie "meines", aber das hier ist absolut unfaßbar GROSS! Hätte sich gut auf seinem Meisterwek "Lektionen in Demut" gemacht. Richtig ansprechend und vielleicht musikalisch das beste Stück auf diesem Album. Ein Highlight! => "Ganz egal welche Abfahrt man wählt, wenns von Anfang an immer nur abwärts geht."

"Du Und Sie Und Wir"

Im Internet allerorts verrissen was ich schon so gelesen hab. Vielleicht wegen Max Herres unsäglichem Refrain, leider. (mal wieder Englisch/Deutsch mit Reimen wie "respresent" (offenbar sein Lieblingswort) auf "happy end" oder "Team" auf "lieben" - nunja....). Inhaltlich sicher auch extrem zweischneidig. Ich sehe es wie "Ruf die Polizei" auf der "Viel". Ein Spaßsong, der wie "Nikki War Nie Weg" technisch erste Sahne ist, und deswegen sehr wohl zu Recht seinen Platz auf dem Album inne hat. Lauter Doppelreime. Extrem schwierige Idee, grandios umgesetzt! Wenn wie gesagt der Refrain nicht wär...

"Was Bleibt"

Perfekter Abschluß. Definitiv. Manumatei, wie beim Unplugged-Konzert, wieder beim Refrain zu hören. Superschöne Lyrics, stimmiges Instrumental. Sehr trauriger Song. Ein herausragender Abschluß für ein herausragendes Album.

Einzelwertung in Punkten, siehe oben.

Allgemein: die Texte sind insgesamt wieder über jeden Zweifel erhaben.

Vielleicht ihr inhaltliches Meisterstück.

Definitiv DAS F4-Album für mich, nach wie gesagt knapp 3 Dutzend Durchläufen.

Silwechsel hiermit abgeschlossen. Keine Schublade mehr für diese Gruppe. Danke, Jungs!!

Meine Liste der Studioalben wäre:

01 Fornika

02 Die 4. Dimension

03 Viel

04 Lauschgift

05 4 gewinnt

06 Jetzt geht's ab

07 4:99

Ich hoffe, es ist gelungen zu zeigen, daß man sich nach ein Mal Hören dieses Werks und bei etwaigem Mißfallen nicht sofort davon entfernen sollte.

Wer bereit ist, diesem Album die Zeit zu geben die es verdient, wird belohnt werden.

Eigentlich schreibe ich selten bis NIE Rezensionen. Habe aber befürchtet, daß es, dadurch daß auch mein erster Eindruck nicht 100%ig positiv war, schlechte Kritiken hageln könnte, die es, wenn man sich mit der Platte beschäftigt, einfach nicht geben dürfte. Und dem wollte ich meine 5 Sterne entgegenstellen.

Fanta-4 sind wieder da, bzw. noch da ;-)

Besser und einzigartiger denn je!!
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am 20. Mai 2007
Ich bin ein "alter Fan" (hab beim Nachrechnen letztens beim Ergebnis von 15 Jahren selbst einen Schreck bekommen) und kann mitnichten behaupten, dass dieses Album "den alten Fans" nicht gefallen würde. Mir gefällt es, mir gefällt es sogar sehr gut.

Launemacher sind durchaus dabei ("Yeah, yeah, yeah" geht einfach mal ab), so herrlich absurde Lyrics wie "Nikki war nie weg" und das ruhige und wunderschöne "Was bleibt"... Alles da, alles ganz groß und alles für mich. :D

Also jammert Ihr nur, aber jammert nicht für mich mit.
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