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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
16
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am 8. Oktober 2005
Nicht, dass der umfassenden Rezension unten noch viel hinzuzufügen wäre- aber ich wollte schon lange mal schreiben, dass "In The Aeroplane Over The Sea" unbedingt zu den besten Alben aller Zeiten zu rechnen ist, dass mehr Schönheit und Poesie nicht machbar sind, dass Jeff Mangum mit seiner krächzenden, in den Höhen brüchigen Stimme und seinem immensen lyrischen Impetus einer der besten Songwriter aller Zeiten ist und die Metaphern, die er auf diesem Album benutzt, unnerreicht sind, dass die Songs zwischen Folk und Trauermarsch und Punk pendeln und dass spätestens die lange Elegie von "Oh Comely", Lied Nr. 7 auf diesem stupenden Konzeptalbum, zu Tränen rührt und dass man die Welt anders sehen wird, wenn man "In The Aeroplane Over The Sea" erst einmal richtig gehört hat. Wenn das alles auf dieser Seite doppelt steht- und es hat mich sehr gerührt, die Vorgänger- Rezension zu lesen- umso besser, denn man kann es nicht oft genug sagen. Fünf Sterne sind hier zu wenig, man müßte sich als Bewertung eine Milchstrasse vorstellen.
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am 21. Oktober 2006
Mal ganz vorne weg: Wer Wert auf ein abgerundetes Konzept legt ist hier falsch bedient. Neutral Milk Hotel verfolgen irgendein anderes Ziel. Aber man möchte das auch gar nicht herausfinden. Irgendwo zwischen Folk und Country bewegen sich die Songs. Meistens sitzt Jeff Magnum, Frontmann von NMH einfach in einem Raum mit der Gitarre und spielt dem Hörer ein Stück vor. Seine Stimme trifft dabei die richtigen Töne eigentlich nicht. Er versucht dabei vielmehr aus der falschen Tonlage heraus plötzlich in eine andere Tonlage zu springen und damit den Hörer zu überraschen. Natürlich ist das gewollt. Gefühle, aber auch das Verspielte der Band kommen so zum Vorschein. Viel Bläser werden eingesetzt. "The Fool" ist ein Instrumentalstück das sich an schwermütigen Trompeten-Klängen orientiert, dann ein Schnitt. Das rockige "Holland 1945" fängt mit einer hochgestimmten Gitarre an, Jeff Magnum fängt an zu singen und der Melodiebogen wird einem klar - zumindest bei mehrmaligem Hören. "Oh Comely" dauert 8 Minuten, wenn der Song auch erst nur von einer akustischen Gitarre begleitet wird, gibts am Ende noch eine Wendung die man kaum zu beschreiben vermag. Man muss es einfach hören und die Songs auf sich einwirken lassen. Es kommt einem vor als wenn die Band gerade vor einem, in einem kleinen Raum steht und für einen ganz persönlich die Songs spielt, elf an der Zahl. Der Dreiteiler "The King of Carrots and Flowers", der Zweiteiler "Two headed boy" ergeben auf einmal Sinn. Einzelne Songs sollte man vermeiden zu hören, vielmehr gibt die Platte ab, wenn man sie von Vorne bis Hinten durchhört. Nachdem man das Album gehört hat, merkt man, das Alben nicht immer durch geniale Produktion oder durch endlose Kalkulationen genial sein können, sondern auch dadurch, dass sich eine Band sagt: " Jetzt nehmen wir mal eben ein Album auf!" Es gibt auch Ausnahmen (beider Seiten), aber dieshier ist die Regel.
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Seit Jahren hat mich IN THE AEROPLANE OVER THE SEA auf einer meiner Lieblings-Musik-Homepages verfolgt, weil dieses Album dort fast 20.000 Ratings und über 900 Rezensionen aufweisen kann. 'Erfolgreicher' sind Radiohead, Nirvana mit NEVERMIND, Led Zeppelin IV; in etwa mithalten können Pink Floyd, während Namen wie David Bowie, U2, Metallica oder AC/DC keine Chance haben.

Klingt absurd und ist es auch, denn welche Sau kennt hierzulande schon eine Band namens Neutral Milk Hotel, die irgendwann in den späten achtziger Jahren in einer Kleinstadt namens Ruston in Louisiana gegründet wurde und insgesamt nur zwei Alben veröffentlicht hat?? Aber wer würde ob solcher Resultate nicht neugierig auf ihre letzte und legendärste Platte werden, die vor mittlerweile 18 Jahren veröffentlicht wurde? Also habe ich mir diese geheimnisvolle Scheibe nun endlich mal angehört, und zwar nicht nur einmal, sondern diverse Male.

IN THE AEROPLANE OVER THE SEA ist im Wesentlichen das Werk des 1970 geborenen Bandgründers, Songschreibers, Leadsängers und Gitarristen Jeff Mangum (nicht Magnum!). Als das Album im Februar 1998 erschien, war er 27 Jahre alt, aber seine ungeübte Stimme, die manchmal ins Bodenlose abzukippen schien, dies aber dann stets doch irgendwie zu vermeiden wusste, klang noch um einiges jünger.

Seine Songs wechselten von hübschem Singer- Songwriter-Pop mit ganz viel schrammelnder akustischer Gitarre hin zu von teilweise schrägen Bläsern durchwirkten, deklamatorisch wirkenden Passagen, die mich zum Beispiel an New Orleans, Tom Waits oder gar an Brecht/Weill'sche Theatralik erinnern. Manchmal fetzt es auch einfach, aber das dann doch eher selten. Man muss sich nur einlassen auf diesen Charme des Unperfekten, und dann tut es auch gar nicht weh. Ganz im Gegenteil.

Auf welche Weise IN THE AEROPLANE OVER THE SEA sich letztlich fast weltweit einen Ruf wie Donnerhall erworben hat, bleibt trotzdem unklar, denn es gibt sicherlich Tausende von 'schlechteren', aber eben auch Tausende von 'besseren' Alben.

Fazit: knappe vier Sterne für vierzig enthusiastisch-unterhaltsame Minuten, die zweifellos Leben in jede Bude bringen.
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am 21. August 2005
Gute Songs schreiben viele, das ist unbestritten. Doch „In the Aeroplane Over the Sea" geht darüber hinaus, denn die zweite Platte von Neutral Milk Hotel, der musikalischen Inkarnation von Jeff Mangum, weist eine dermaßen unvergleichliche inhaltliche und musikalische Geschlossenheit auf - verschiedene Motive (Songtitel, Themen, Melodien) werden an anderer Stelle wieder aufgenommen und variiert -, dass sie für mich das beste Album aller Zeiten darstellt.
Dabei schreit die Platte einem beim ersten Hören nicht gleich entgegen, welches Meisterwerk sich dahinter verbirgt. Mir war auch erst nach vier Jahren klar, welcher Schatz da in meinem CD-Player rotiert, und das dies wohl die Platte wäre, die ich wählen müsste, sollte ich nur eine einzige bis an mein Lebensende hören dürfen (ist zwar absurd, so eine Vorstellung, aber als Musikliebhaberin macht man sich ja solche Gedanken). Denn diese Platte gewinnt bei jedem Hören dazu; bei jeder Wiederholung ergeben die Texte, die zuerst als purer Nonsens, bestenfalls als „rätselhaft" erschienen, plötzlich Sinn, und Jeff Mangum, dessen Stimme alle Facetten menschlicher Befindlichkeit widerspiegelt, singt jede Note mit einer solchen Ehrlichkeit, dass mir die Musik in die Glieder fährt, mich einlullt und vermag, mich ob ihrer Schönheit und Leidenschaft als einzige zum Weinen zu bringen.
Alle Songs sind in derselben Tonart geschrieben, sie fließen teilweise ineinander und spiegeln in der emotionalen Reise, auf die sie den Hörer mitnehmen, die Reise eines Lebens wider: das Leben ist voller Einsamkeit, Leiden und Trauer, aber gleichzeitig auch voller Schönheit, Unschuld und Liebe. So beschreibt der Titeltrack wehmütig wie kein anderer Song den Zusammenprall von Vergänglichkeit und Lebensfreude: „And one day we will die / and our ashes will fly / from the aeroplane over the sea / but for now we are young / let us lay in the sun / and count every beautiful thing we can see." Auch wenn „In the Aeroplane Over the Sea" als Konzeptplatte gelten mag, so ist sie doch eine, bei der jedes Lied für sich steht und sich abgekoppelt von den anderen anhören lässt.
Die Instrumentierung ist für eine Indierock-Platte recht ungewöhnlich: akustische und Fuzz-Gitarren, Orgeln, Trompeten, Akkordeon, sogar ein Dudelsack hat sich hierher verirrt. Die Musik pendelt zwischen Wehklagen und Lärmen, fröhliche Melodien treffen auf schleppende Trauermärsche, die Musik ist melancholisch, ausufernd, elegisch, und doch sehr präzise. In den kryptischen Texten (oder eher „dem Text", denn im Booklet sind die Lyrics aller Songs ohne Punkt und Komma, in einem fort, abgedruckt) beschwört Jeff Mangum immer wieder den Geist von Anne Frank und verwebt „schwere" Themen wie den Holocaust, Krieg, Religion, Tod, Sex, Unschuld, Hoffnungslosigkeit, Trauer auf eine seltsame leichtfüßige Art („soft and sweet") miteinander. Das nostalgische Cover-Design zeigt im Inneren einen Flugzeugbomber, der zur Hälfte aus einem Grammophon besteht, und so auf befremdende Weise Musik mit Krieg verknüpft.
„In the Aeroplane Over the Sea" ist wohl als Vermächtnis von Jeff Mangum anzusehen, denn diesem zweiten Album von Neutral Milk Hotel (das er im Alter von 27 Jahren aufgenommen hat) folgte kein weiteres mehr. Es gibt noch ein früheres Album und eine EP von Neutral Milk Hotel sowie ein solo Live-Album von Jeff Mangum. Mangum scheut die Öffentlichkeit und hat mittlerweile schon die Aura des großen gescheiterten Genies (wie Syd Barrett) erlangt, der wohl keinen einzigen Song mehr aufnehmen wird, auch wenn seine Fangemeinde seit bald zehn Jahren auf eine neue Veröffentlichung wartet. In einem Interview für Pitchforkmedia erklärte Jeff Mangum, dass sich zu jener Zeit eben eines der Fenster für etwas Ehrliches geöffnet hätte, dass diese Fenster jedoch nie lange offen sind. Und, um ehrlich zu sein, mir ist ein einziges grandioses Werk allemal lieber als hundert mittelmäßige.
Ich wünsche dieser Platte jedenfalls, dass sie mehr Hörer findet. Verdient hätte es sie.
(Und für jene, die nach musikalischen Referenzpunkten in einer Plattenkritik suchen: Syd Barrett, Arcade Fire, Elf Power, Modest Mouse, Built to Spill, Black Heart Procession, Olivia Tremor Control, Wilco, Tindersticks, Belle & Sebastian, Isolation Years, Bright Eyes, Will Oldham aka Bonnie Prince Billie, Smog, 16 Horsepower, Woven Hand, A Silver Mount Zion...)
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am 12. Oktober 2015
Viele gute Platten zählte ich erst nach mehrmaligem Hören zu meinen Lieblingen. Diese gehört eindeutig dazu. Anfänglich irritiert ein der Mischmasch aus Dudelsack, Westerngitarre und einem etwas "heulenden" und "wehmütigem" Gesang. Ihr werdet aber sehen, die Platte geht Euch nicht so schnell aus dem Kopf und auch wenn ganze Lieder nur aus dem Akkordwechsel von C zu E bestehen, fesselt einen die rauhe Schönheit der Musik. Natürlich ist das nicht jedermanns Fall (darum nennt man es wohl Indierock, es gehört nicht zum Mainstream), aber um "echte Musik" auf hohem songwriterischen Niveau handelt es sich zweifellos. Vielleicht sollte man auch wissen dass das ganze Album eine Libeserklärung an Anne Frank ist, deren Geschichte Jeff Magnum wohl unheimlich faszieniert hat: schön!
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am 26. September 2005
Gute Songs schreiben viele, das ist unbestritten. Doch "In the Aeroplane Over the Sea" geht darüber hinaus, denn die zweite Platte von Neutral Milk Hotel, der musikalischen Inkarnation von Jeff Mangum, weist eine dermaßen unvergleichliche inhaltliche und musikalische Geschlossenheit auf - verschiedene Motive (Songtitel, Themen, Melodien) werden an anderer Stelle wieder aufgenommen und variiert -, dass sie für mich das beste Album aller Zeiten darstellt.
Dabei schreit die Platte einem beim ersten Hören nicht gleich entgegen, welches Meisterwerk sich dahinter verbirgt. Mir war auch erst nach vier Jahren klar, welcher Schatz da in meinem CD-Player rotiert, und das dies wohl die Platte wäre, die ich wählen müsste, sollte ich nur eine einzige bis an mein Lebensende hören dürfen (ist zwar absurd, so eine Vorstellung, aber als Musikliebhaberin macht man sich ja solche Gedanken). Denn diese Platte gewinnt bei jedem Hören dazu; bei jeder Wiederholung ergeben die Texte, die zuerst als purer Nonsens, bestenfalls als "rätselhaft" erschienen, plötzlich Sinn, und Jeff Mangum, dessen Stimme alle Facetten menschlicher Befindlichkeit widerspiegelt, singt jede Note mit einer solchen Ehrlichkeit, dass mir die Musik in die Glieder fährt, mich einlullt und vermag, mich ob ihrer Schönheit und Leidenschaft als einzige zum Weinen zu bringen.
Alle Songs sind in derselben Tonart geschrieben, sie fließen teilweise ineinander und spiegeln in der emotionalen Reise, auf die sie den Hörer mitnehmen, die Reise eines Lebens wider: das Leben ist voller Einsamkeit, Leiden und Trauer, aber gleichzeitig auch voller Schönheit, Unschuld und Liebe. So beschreibt der Titeltrack wehmütig wie kein anderer Song den Zusammenprall von Vergänglichkeit und Lebensfreude: "And one day we will die / and our ashes will fly / from the aeroplane over the sea / but for now we are young / let us lay in the sun / and count every beautiful thing we can see." Auch wenn "In the Aeroplane Over the Sea" als Konzeptplatte gelten mag, so ist sie doch eine, bei der jedes Lied für sich steht und sich abgekoppelt von den anderen anhören lässt.
Die Instrumentierung ist für eine Indierock-Platte recht ungewöhnlich: akustische und Fuzz-Gitarren, Orgeln, Trompeten, Akkordeon, sogar ein Dudelsack hat sich hierher verirrt. Die Musik pendelt zwischen Wehklagen und Lärmen, fröhliche Melodien treffen auf schleppende Trauermärsche, die Musik ist melancholisch, ausufernd, elegisch, und doch sehr präzise. In den kryptischen Texten (oder eher "dem Text", denn im Booklet sind die Lyrics aller Songs ohne Punkt und Komma, in einem fort, abgedruckt) beschwört Jeff Mangum immer wieder den Geist von Anne Frank und verwebt "schwere" Themen wie den Holocaust, Krieg, Religion, Tod, Sex, Unschuld, Hoffnungslosigkeit, Trauer auf eine seltsame leichtfüßige Art "soft and sweet") miteinander. Das nostalgische Cover-Design zeigt im Inneren einen Flugzeugbomber, der zur Hälfte aus einem Grammophon besteht, und so auf befremdende Weise Musik mit Krieg verknüpft.
"In the Aeroplane Over the Sea" ist wohl als Vermächtnis von Jeff Mangum anzusehen, denn diesem zweiten Album von Neutral Milk Hotel (das er im Alter von 27 Jahren aufgenommen hat) folgte kein weiteres mehr. Es gibt noch ein früheres Album und eine EP von Neutral Milk Hotel sowie ein solo Live-Album von Jeff Mangum. Mangum scheut die Öffentlichkeit und hat mittlerweile schon die Aura des großen gescheiterten Genies (wie Syd Barrett) erlangt, das wohl keinen einzigen Song mehr aufnehmen wird, auch wenn seine Fangemeinde seit bald zehn Jahren auf eine neue Veröffentlichung wartet. In einem Interview für Pitchforkmedia erklärte Jeff Mangum, dass sich zu jener Zeit eben eines der Fenster für etwas Ehrliches geöffnet hätte, dass diese Fenster jedoch nie lange offen sind. Und, um ehrlich zu sein, mir ist ein einziges grandioses Werk allemal lieber als hundert mittelmäßige.
Ich wünsche dieser Platte jedenfalls, dass sie mehr Hörer findet. Verdient hätte es sie.
(Und für jene, die nach musikalischen Referenzpunkten in einer Plattenkritik suchen: Syd Barrett, Arcade Fire, Elf Power, Modest Mouse, Built to Spill, Black Heart Procession, Olivia Tremor Control, Wilco, Tindersticks, Belle & Sebastian, Isolation Years, Bright Eyes, Will Oldham aka Bonnie Prince Billie, Smog, 16 Horsepower, Woven Hand, A Silver Mount Zion...)
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am 27. Februar 2006
Der geniale Songwriter Jeff Mangum ist wahrscheinlich genauso bekannt wie seine Band "Neutral Milk Hotel", nämlich so gut wie gar nicht. Und das ist sehr schade: denn nach dem tollen und eher experimentellen Debut-Album "On Avery Island" mit seinen Song-Brillanten "Song Against Sex", "A Baby For Pree" oder "Gardenhead" avancierten sie bereits zum Geheimtipp; doch dann erscheint ein Album mit nahezu ausschließlich Akustik-Stücken! Und danach? Gar nichts! So bleibt denn also "In The Aeroplane Over The Sea" ihr Meisterwerk... und was für eins!
Mit seinen leicht verspielten Lyrics und teils kryptischen, wunderschönen Metaphern erzählt uns das Genie Mangum von Anne Frank und den Schrecken des Dritten Reiches. Eine unglaubliche, Gänsehaut erregende Authenzität wird dem Hörer hier geboten, mit einer kraftvollen, ehrlichen Stimme. Aber wer meint, hier Songs voller Trauer zu hören, der wird (bis auf das grandiose, 8-minütige "Oh Comely") enttäuscht sein, denn Mangum kann auch anders: "Holland, 1945" (die einzige Single; unbedingt die B-Seite "Engine" anhören!) rockt trotz der sensiblen Lyrics richtig, geanu wie "King of Carrot Flowers, pts. 2&3". Einziger Mangel: zieht man die 2 Interludes ab, kommt man auf nur neun Songs. Aber die haben es in sich; an Intensität gibt es wenig vergleichbares. Entlassen werden wir mit dem zweiten Teil des wunderbaren "Two Headed Boy" mit den Zeilen: "and when we break / we'll wait for our miracle / god is a place you will wait for the rest of your life". Wunderbar melancholisch! Eines der besten Konzept-Alben, die ich je gehört habe! 5 Sterne sind da noch nicht genug...
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am 27. November 2012
Wohl eines der Schlüsselalben der 90er für mich. Auf das erste Hören hin, nur lose zusammenhängende, stolpernd schrammelige Songs- dann die Erkenntis. Als Konzeptalbum auf Augenhöhe mit Werken wie Athur von den Kings- wenngleich muskialisch nicht vergelichbar, aber in der Stringenz der durchgereichten Atmosphäre. Als 180gr Vinyl, ohne Shuffel Funktion am Besten zu genießen.
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am 12. Mai 2016
Zu dieser Platte gibt es eigentlich kaum noch was zu sagen. Eine tiefgründigere Platte zwischen Folk und Country ist selten aufgenommen worden. Jeff Mangums unvergleichlicher Seelenstripties. Für die Ewigkeit!
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am 19. September 2013
ich habe mir die platte naiverweise aufgrund der sehr positiven rezensionen und des tollen artworks gekauft. Hier von "bester platter aller zeit" zu sprechen, ist allerdings noch naiver (die beste platte aller zeiten ist ja bekanntlich "bee thousand" von guided by voices. Ein paar nette momente sind drauf, aber eigentlich ist "in the aeroplane..." eher langweilig und der sänger nervt, die trompete auch...
gefällt mir nicht.
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