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VINE-PRODUKTTESTERam 9. November 2009
Die Rockpalast-Archive des WDR scheinen eine fast nie versiegende Quelle für DVD-Neu-Veröffentlichungen zu sein. Zuletzt wurde der grandiose Auftritt ZZ Tops aus dem Jahr 1980 wieder verfügbar gemacht. Auf dem neuesten Produkt von Eagle Vision geht man noch einmal zwei Jahre zurück und zeigt eine Konzertaufzeichnung, von der viele wahrscheinlich gar nicht wussten, dass es sie gibt. Im Juni 1978 war Meat Loaf mit seinem Neverland Express in der Stadthalle Offenbach zu Gast und gab ein regelrecht berauschendes Konzert. Sein erstes in Deutschland übrigens. Der damals noch junge und sehr massige Koloss war kurz nach der Veröffentlichung seines Meilensteins Bat out of hell auf seinem absoluten künstlerischen und gesanglichen Zenit und in dieser Form durfte man ihn wahrscheinlich danach nicht mehr erlebt haben.

Wie Meat Loaf hier seine Songs vorträgt, das muss man einfach gesehen haben! Mit Rüschenhemd und rotem Seidentuch durchlebt der leidenschaftliche Performer regelrecht seine Leider. Jeder Tropfen Schweiß der seinen Körper entlang fließt (und das sind im Laufe des 90-minüten Auftritts nicht wenige) ist echt und die Aufführung nicht nur ein einfaches Rockkonzert, sondern eine richtige Show - wenn auch mit einfachsten Mitteln und ganz ohne (teure) Effekte. Meat Loaf verließ sich damals noch ganz auf seine gut eingespielte Band im Rücken und auf sein schauspielerisches Talent. Denn ein normaler Sänger war er noch nie, sondern ein großes Maß an Theatralik war schon damals eine wichtige Stütze, die ihm vom Rest des Rockzirkusses unterschied. Er lebt dabei jede Note und untermalt sie mit bildreichen Gesten. Wenn er dabei auch mal übers Ziel hinaus schießt, geschenkt bei dieser intensiven Performance.

Die bekanntesten Gesichter seiner Hintermannschaft dürften Bob Kulick und sein drei Jahre jüngerer Bruder Bruce sein, die sich besonders beim alt bekannten "Johnny B. Goode" ein heißes Duell liefern. Und auch sein Songwriter Jim Steinman, der hier auch eine Art Erzähler agiert, war damals Teil der Liveband. Die auffälligste Unterstützung kam allerdings von seinem weiblichen Widerpart Karla DeVito, die der Show eine gehörige Portion Erotik verpasste, das Duett "Paradise by the dashboard light" zum Höhepunkt des Auftritts machte und das Tina Turner-Cover "River deep, mountain high" zusammen mit Meat Loaf in eine ekstatische Schreiorgie verwandelte. Und auch sie lieferte eine gute schauspielerische Aufführung an den Tag. Denn wer geht schon freiwillig in den Clinch mit einem solch schwitzenden Ungetüm? Kein Wunder, dass es das anfangs noch sitzende Publikum bald nicht mehr auf den Sitzen hielt.

Wenn auch das Konzert absolut zeitlos ist und noch heute von der ersten bis zur letzten Sekunde begeistert, für die Bild- und Tonqualität der DVD gilt das nicht wirklich. Der Sound geht noch einigermaßen in Ordnung. Doch vom visuellen Aspekt sollte man nicht so viel erwarten um nicht enttäuscht zu werden. Bühnen wurden eben vor 30 Jahre noch nicht so stark ausgeleuchtet und die Kameratechnik war noch nicht soweit, um Konzerte so adäquat aufzuzeichnen. So verschwindet auch so einiges im Dunkel, solange es sich nicht um Totalaufnahmen des Sängers handelt. Aber über diesen Makel kann man gerne hinwegsehen, wenn man den historischen Wert dieses Spektakels vor Augen hat. Denn so lebendig und mitreißend wie auf dieser DVD zeigte sich Meat Loaf später nicht mehr. Wer seine Konzerte in den letzten Jahren besucht hat, wird das bezeugen können.

Rockhistoriker und Fans des Fleischbergs also bitte zugreifen! Auch solche, welche Meat Loaf mal einen unbeholfenen Purzelbaum schlagen sehen wollen ...
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am 25. Februar 2014
Wow! Was hat der Mann für eine Energie! Was für eine Band unter der Regie von Jim Steinman! Dieses Konzert, das damals während der ewig langen Bat out of Hell Tour entstanden ist, zeigt einen Meat Loaf und einen Jim Steinman auf dem aufsteigenden Ast ihrer Karriere. Zwar ohne Ellen Foley als weiblichen Counterpart (die hatte damals eine TV Serie als Schauspielerin und konnte nicht mit auf Tour), aber sie wird mit voller Energie und Leidenschaft vertreten durch Karla DeVito.

Meat Loaf hüpft wie ein Wilder am Rande des Herzinfarkts durch die Show. Was der an körperlicher Anstrengung auf sich nimmt, ist wirklich beeindruckend. Er singt sich die Seele aus dem Leib, bis er am Ende heiser ist. Technisch beherrscht er mehr als drei Oktaven, aber am Ende der Show trifft er die hohen Töne nicht mehr rein. Kein Wunder. Wenn man bedenkt, dass er über ein Jahr lang auf Tour war, und diese Tour de Force abzog, kann man gut verstehen, dass seine Stimme (und Psyche) nach der Tour nicht mehr ganz so wollte. Das Ergebnis war, dass Steinman die nächste Platte (Bad for Good) selbst singen musste.

Auch bemerkenswert: Die Interaktion zwischen Karla DeVito und Meat Loaf auf der Bühne. Das ist fast schon gesungenes Theater. Man merkt, dass Jim Steinman von Wagner beeinflusst wurde. Wenn Meat Loaf und Karla DeVito wild und lange herumknutschen (Meat Loaf ist zu diesem Zeitpunkt ein schweißnasser Fleischberg) fragt man sich unwillkürlich, ob die beiden auch Off Stage ein Paar sind, oder ob die Lady jeden Abend Schmerzensgeld für diese Nummer bekommt.

Die Band, alles zum Zwecke der Albumproduktion handverlesene Musiker, spielt den Steinmannschen Rock n' Roll und einige Klassiker mit einer Leidenschaft und Perfektion, die wirklich Spaß macht. Da kann man gut erkennen, wie wichtig gute Musiker sind, obwohl deren Namen sicherlich nur absolute Insider des Rockgeschäfts der späten 70er wirklich kennen.

Fazit: Klasse Konzert, das nicht nur Fans des Hackbratens gefallen wird!
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Wahnsinn! Der texanische Fleischklops Meat Loaf gab sich in der Offenbacher Stadthalle 1978 zu Beginn seiner weltweiten Karriere die Ehre und rockt dabei seinen Meilenstein "Bat Out Of Hell" (sein zweites Album) ins Publikum. Eine dunkle Bühne, Jam Sessions mit einer gut aufgelegten Band, sowie Komponist Jim Steinman am Klavier, da kann nichts schief gehen! Bild und Ton sind authentisch und auch heute noch professionell. Meat Loaf sprintet über die Bühne, gibt alles und schwitzt sich im Rüschenhemd und Anzugsjacke erst Mal zu Tode. Theatralik, Dramatik und Schauspielerei liegen den Mann ja und so gibt er in rotes Licht getaucht eine formidable Vorstellung seiner Kunst, was auch tolle Duette mit Sängerin Karla De Vito bedeutet (z.B. "Paradise By The Dashboard Light"). Auch eine Covernummer wie das wild gerockte "Johnny B. Goode" (Chuck Berry) passt gut ins verschwitzte Konzept. Am Ende gibt es noch ein nettes Interview mit Jim und Meat, wobei sich beide sympathisch darstellen und Meat zugibt keine guten Songs schreiben zu können. Schade, dass es lange dauerte, bis er wieder mit Steinman zusammen arbeitete und große Erfolge hatte, aber so ist das Musikgeschäft!
Ein kleines Booklet mit Rockpalast Linernotes runden gut-soliden Eindruck ab.
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am 26. Mai 2011
Ich lasse mal alles weg, was hier schon beschrieben wurde.
Soweit ich weiss (lasse mich aber gerne belehren), ist diese DVD das einzige "offizielle" Video Dokument von Meat Loafs original Bat out of Hell Tour (1977-1978), in dem ein Konzert dieser Tour in voller länge zu sehen ist. Somit muss ich als Fan und Zeitzeuge schon aus Ermangelung einer Alternative 5 Sterne vergeben.

Besonders erwähnen will ich hier noch die Duetts mit Karla DeVito (meiner Meinung die rockigste weiblichen Stimme überhaupt), in "Paradise by the dashboard light" und "River Deep, mountain high", an Intensität kaum zu übertreffen. Besonders letzteres gibt es so wohl sonst nirgens zu sehen. Sogar in der US Fassung dieser DVD wurde aus Lizensgründen "River Deep ..." und "Johnny B. Goode" rausgenommen.

Überhaupt erreichte eine ähnliche Intensität nur noch Meat Loafs Ringer Tournee 1981/82, mit Co-Sängerin Pamela Moore, von denen es TV Aufzeichnungen aus Dortmund (ZDF/3Sat) und Wembley (BBC) gibt. Alles danach wirkt auf mich, zumindest für Meat Loaf Verhältnisse, etwas weichgekocht, auch wenn für die meisten anderen Rockstars nie erreicht.

Nochmal auf Karla DeVito zurückkommend, wer wissen will was ich mit "rockigste weiblichen Stimme überhaupt" meine, sollte sich mal die BBC2 Aufzeichnung, im Rahmen des legendären "The Old Grey Whistle Test", von "Paradise by the dashboard light" anschauen, zu finden auf dieser DVD Sammlung auf Volume 1 DVD 2 :The Old Grey Whistle Test - Volumes 1-3 [4 DVDs] [UK Import] ... oder auf Youtube ;-) Dagegen schrumpft jeder isländische Vulkan zum Räucherstäbchen ;-)
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am 30. Oktober 2009
Die für mich intensivste Liveperformance aller Zeiten.
Hatte schon vor Jahren beim WDR angefragt, ob es irgendwie möglich sei an eine Kopie zu kommen
oder ob an eine Veröffentlichung gedacht wird. Damals hiess es leider NEIN.
Daher ist meine Freude jetzt natürlich riesengroß!
Bei den angegebenen 106 Minuten sollte es sich ja dann um ungekürztes Material handeln. Wenn das so ist, lohnt sich der Kauf allein schon wegen des Intros zu "Two out of three ainŽt bad"
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am 12. September 2014
...dass es dieses Konzert jetzt als DVD gibt. Hatte es damals live im Fernsehen gesehen und war beeindruckt.
Zudem ist diese DVD der Beweis dafür, dass auch aus alten Aufnahmen noch etwas gemacht werden kann, wenn man denn will.
Das Bild ist gut, der Sound auch, wenn man daran denkt, wann das Konzert stattgefunden hatte. Für das rote Licht kann keiner was, war wohl halt damals angesagt...
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am 18. November 2009
Mit dieser DVD ist es so wie mit einem alten Bekannten, von dem man irgendwann mal sein altes Führerscheinbild sieht. Mensch hat der damals ausgesehen! Deutlich massiger als in den letzten Jahren, lange Haare, die schon nach nach dem Auftaktsong schwitzig im Gesicht kleben. Und wenn die Schlusseinstellung von All revved up den unter dem Rüschenhemd hervorquellenden Bauch von unten filmt, hat man Angst, der Bauchnabel können einen verschlingen. Umso bemerkenswerter ist die unglaubliche Performance, die Meat Loaf während der Show auf der Bühne vollbringt. Er rennt, springt, tanzt, tobt, leidet, alles begleitet von theatralischer Mimik und Gestik. Ganz so wild treibt er es heute nicht mehr.

Bild und Ton sind dem Alter der Aufnahme entsprechend. Ähnlich wie auf Kellerfeten hatte man damals eine rote, ein blaue, eine gelbe und eine grüne Lampe. Bedingt durch die meist in rotes Licht getauchte Bühne wirkt das Bild ziemlich verwaschen und kontrastarm. Lediglich wenn der weiße Hauptscheinwerfer den Sänger ausleuchtet, ist es erstaunlich klar. Der Sound ist verständlicherweise nicht so bombastisch wie bei heutigen Aufnahmen, einige Male scheinen mir die Instrumente in kurzen Sequenzen nicht richtig abgemischt. Es hört sich halt an, als wenn eine Band live ohne Schnickschnack in einem Club spielt. Stimmlich halte ich Meat Loaf - im Gegensatz zu einem vorhergehenden Rezensenten - nicht für auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Man merkt hier, dass Meat Loaf's Stimme zu diesem Zeitpunkt noch wenig trainiert war. Sie hört sich häufig sehr angestrengt und etwas heiser an. Hinzu kam wahrscheinlich die Belastung im Rahmen der Tournee. Hohe Passagen singt er ziemlich gequält, brüllt sie fast, wie z.B. am Ende von "Bat out of Hell". Auch fehlt manchmal noch ein Viertel- oder Halbton auf dem Weg nach ganz oben, deutlich z.B. zu Beginn von "Two out of three". Letzteres ist leider auch heute noch manchmal bei Liveauftritten zu beobachten. Kein Vergleich jedenfalls zu den perfekten Studioaufnahmen, in denen er die schwierigen Passagen scheinbar spielerisch meistert.

Rührend auch das von Jörg Gülden etwas verlegen geführte Interview aus der Umkleidekabine der Offenbacher Stadthalle, bei dem die meisten Fragen zunächst an Jim Steinmann gestellt werden, woraufhin Meat Loaf lästert, der Interviewer habe wohl Angst vor ihm. Hier erfährt man auch, dass Meat Loaf sein erstes Album "Stoney and Meat Loaf" hasst. Nach ca. 14 Minuten entschuldigt sich Meat Loaf und bricht das Interview ab.

Insgesamt ist die DVD ein Juwel für Meat Loaf Fans und alle, die schon mal bei "Paradise" auf einer Fete getanzt haben. Allen anderen empfehle ich, sich zunächst "Live with the Melbourne Symphony Orchestra" (bombastischer Sound, stimmlich hervorragend) oder "3 Bats live" (stimmlich etwas schwächer) zuzulegen.
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am 3. Juli 2012
"It never felt so good, it never felt so right..." Ein Jahrhundertwerk. Danke, danke, danke.

Ich war 14 und durfte damals eins der grössten Live Konzerte miterleben. Und da es damals nur 3 TV Programme gab, konnte man das danach noch mit allen Kumpels im rockfähigen Alter leidlich diskutieren konnte. Die heutigen TV Konzerte sind technisch und optisch vielleicht etwas besser, aber dynamisch wohl weit hintendran. Schön zu sehen, mit welcher Ausstrahlung die damaligen Rookies Meat Loaf, Jim Steinman und Karla Devito die Show rüberbringen. Wie der fette, schweissnasse MeatLoaf sich an Karla ranmacht und sie abknutscht, hat wohl mehr Erotik, als sämtliches in den Schritt fassen, von Madonna und Co.: Ganz grosses Kino! Hier geht nichst anderes als 5 Sterne.

"Do you love me forever?" - "Let me sleep on it - I will give you my answer in the morning!"
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Juni 2010
Heutzutage ist es ja schon gang und gäbe, auch mal ein Konzert zu geben, bei dem nur ein einziges Album des Künstlers/der Künstler gespielt wird, siehe Auftritte von z. B. Metallica oder Amon Amarth. 1978 war das nicht modern, sondern der Notwendigkeit geschuldet, denn zum Zeitpunkt dieses Rockpalast-Gigs hatte der beleibte Texaner ja nur ein einziges Album am Start, aber was für eines! Denn bei aller Wertschätzung für bestimmte spätere CDs ist und bleibt Bat Out Of Hell doch DAS Meat Loaf-Album schlechthin.

Und das hier aufgenomme Konzert wird dem Album durchweg gerecht. Schon der dramatische Opener "Great Boleros Of Fire" deutet an, dass hier etwas ganz besonderes geschehen wird. Als dann Meat Loaf höchstpersönlich zum Titelsong des Albums die Bühne betritt und selbige sofort beherrscht, was nicht nur an seiner beeindruckenden Körperfülle liegt, sondern an seiner Präsenz als Sänger, Schauspieler und Person im allgemeinen, ist sofort jeder Zweifel betreffend der Umsetzbarkeit des Meilensteines beiseite gewischt. Ja, der Mann beherrscht sein Geschäft, die Bühne und das Publikum. Ein geborener Showmann, dem auf der Bühne auch sein schauspielerische Talent zu Gute kommt. Ja, immer ganz treffsicher ist der Fleischklops nicht, wenn er sich da in die Stücke reinsteigert, aber das macht überhaupt nichts, das gehört zur gelebten Show einfach dazu. Unterstützt wird er dabei von seinem genialen Kumpel Jim Steinman, der eben nicht nur der Songwriter war, sondern auch ein ausgezeichneter Pianist und vor allem fesselnder Geschichtenerzähler. Jim übernimmt bei diesem Auftritt die Rolle des Lenkers und Conferenciers und gibt damit den Rahmen vor, innerhalb dessen sich Meat Loaf austoben darf. Aber auch der Rest der Truppe steht qualitativ keineswegs zurück, zu überzeugend ist da beispielsweise die Leistung der knackigen Karla DeVito, die sich mit dem Hauptprotagonisten sehens- und hörenswerte Sangesduelle liefert. Die beiden Kulick-Brüder haben während des Gigs mehr als eine Gelegenheit, sich als ausgezeichnete Gitarristen darzustellen und Bassist Steve Buslowe kann zeigen, dass man an den Stahltrossen nicht unbedingt im Hintergrund stehen muss.

Wie aber füllt man ein komplettes Konzert, wenn man nur ein einziges Album in der Hinterhand hat? Nun, man streckt sein Set, indem man weiteres Material einflicht. Da wären das schon erwähnte Intro, eine Vorstellung der Bandmitglieder, bei der sich die jeweiligen Musiker so richtig in Szene setzen dürfen, Cover-Versionen von Chuck Berrys Evergreen "Johnny B. Goode" und "River Deep, Mountain High" sowie zwei Wiederholungen in der Setlist, die ein wenig die Rolle von Lückenbüßern einzunehmen scheinen. Nun, immerhin kann man dabei den "leicht übergewichtigen" Star beim Purzelbaum beobachten, das sieht man auch nicht alle Tage.

Bisher kann man von einer richtig tollen Konzert-DVD sprechen, doch leider gibt es auch noch eine Schattenseite: Die technische Umsetzung. Gut, das Material stammt noch aus den 70er Jahren, aber trotzdem verdient die Bildqualität das Prädikat "grottig". Wenn die Beleuchtung stimmt, geht das Bild sogar, aber kaum lässt die Lichtstärke etwas nach, kann man fast nichts mehr erkennen. Ebenso ist der Sound nicht dazu angetan, mich zu Jubelstürmen hinzureißen. Oft kommt es zu richtig derben Lautstärkeschwankungen, dann wieder sind einzelne Instrumente (vor allem Steinmans Piano) kaum noch zu vernehmen.

Als Bonus-Material wurde noch ein Interview auf die DVD gepresst, welches ebenfalls 1978 beim Rockpalast geführt wurde und das einfach nur dilettantisch geführt wurde, zumindest von Seiten des Reporters, was Meat Loaf zur Frage hinreißt, ob der Reporter denn Angst vor ihm habe. Na ja, immerhin ein Lacher...

Das Konzert ist über jeden Zweifel erhaben, die DVD keineswegs. Das verhindert im Endeffekt auch eine richtig gute Wertung, auch wenn das Fazit zumindest dezent positiv bleibt. Schade, mit ein wenig mehr Liebe zum Detail hätte da was richtig Gutes draus werden können...
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am 9. November 2011
Wer es nicht sieht, der glaubt es nicht. Wie kann man während einem Konzert die ganze Zeit auf der Bühne hin und her rennen? Dieser Mensch ist immer in Bewegung.
Klasse Performance, einzigartige Stimme und und unglaubliche Stimmung. Allerdings sind Bilqualität und Kameraführung dürftig.
Auch bekommt man Meat Loafs Alkoholproblem zu jener Zeit zu spühren. Besonders gegen Ende des Konzerts, aber nobody is perfect. Dafür schafft er aber auch eine Flugrolle zum Schluss.
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