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Kundenrezensionen

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am 26. November 2006
Öfters mal wird gesagt, das vorliegende "Stupid Dream", sowie der Nachfolger "Lightbulb Sun" seien poppiger als die anderen Veröffentlichungen, weil sie nicht so hart wie "In Absentia" und "Deadwing" und nicht so psychedelisch wie die Vorgänger sind.

Letzteres mag zwar stimmen, aber "poppig" hat für mich stets einen negativen Beigeschmack; so, als wenn es sich um aalglatte, kommerzielle Musik für die breite Masse handeln würde.

Mag sein, dass die Stücke teilweise ganz schönen Ohrwurmcharakter besitzen, aber wenn man bedenkt, was für ein Mist heutzutage im Radio gespielt wird, sind Porcupine Tree dafür schon fast zu schade.

Wie dem auch sei, Fakt ist, dass es Steven Wilson immer wieder schafft, sich herrliche Melodien und Gesangslinien aus dem Ärmel zu schütteln - was ihm neben "In Absentia" auf vorliegender Scheibe meiner Meinung nach am besten gelungen ist. Auch wenn die Stücke catchy sind, die Arrangements sind wie immer auf höchstem Niveau, so dass es dennoch bei jedem Durchlauf etwas Neues zu entdecken gibt. Außerdem kann man in den sphärischen Keyboard- und Gitarrenklängen so wunderbar versinken; die Augen schließen und in der Musik baden. Als Beispiel sei hierfür nur der finale, traurige, aber so was von herrliche Song "Stop Swimming" genannt.

Das besondere Talent Wilsons für mehrstimmige Gesangsarrangements wiederum kommt besonders beim Chorus von "Baby Dream In Cellophane" zutage, "This Is No Rehearsal" dann bietet einen coolen Wechsel zwischen rotzigen Gitarren und Akustikklängen mit Wah-Wah-Gitarrensolo und und und...

Jeder Song hat was für sich, bietet Überraschendes und tolle Einfälle, sowohl Melodik, Groove oder Arrangements betreffend, wobei man schon zwei Highlights herausstellen muss: Das total geniale Achteinhalb-Minuten-Epos "Don't Hate Me", in dem in bester Pink-Floyd-Manier Flöten- und Saxophonsolo zu hören sind und das Wahnsinnsstück "Stranger By The Minute": Die Melodieführung im Chorus sucht ihresgleichen.

Wie gesagt: Zusammen mit "In Absentia" mein Favorit der Engländer; zweifelsohne bieten diese beiden Scheiben das ausgereifteste Songwriting.

Und jetzt bleibt nur noch eins: kaufen!
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am 25. September 2006
Stupid Dream

(1999 - Barbieri, Edwin, Maitland, Wilson)

Porcupine Tree praktizieren keinen Prog Rock klassischer Prägung, wie man ihn von Genesis, Yes und deren Epigonen kennt. Viel eher stehen da schon die frühen Pink Floyd Pate für eine Musik, die wunderschöne Melodien, großartige Harmonien aber auch bratende E-Gitarren, Saxophonsoli, Samples und viel analoge Synthesizer bietet. Porcupine Tree - deren Mastermind Sänger und Gitarrist Steve Wilson ist - begehen aber nun nicht den Fehler, irgendwelche viel zu oft gehörte Pink Floyd Zitate zu bringen. Es gibt ein wenig Gitarre wie Gilmour sie einst spielte (aber keine Intros wie bei Shine on you crazy diamond), dazu hypnotisch einfache und schöne Melodien, wie es sie in den frühen Tagen der Floyd gab - und sehr viele eigenständige Ideen.

Manchmal möchte man die Melodien einfach mitsummen und einige Tracks entwickeln echten Ohrwurmcharakter - Porcupine Tree treten den Beweis an, daß gelungener Progrock nicht immer überlange Stücke und klassische Strukturen braucht. Neben all den (überaus gelungenen) Neo Prog Alben der 90er, die sehr gekonnt oft die Erwartungen der Progfans erfüllen sind Porcupine Tree eine erfrischende Alternative, die beweisen, daß Progrock sehr facettenreich und bunt ist.

Hardliner werden Procupine Tree wahrscheinlich nicht unbedingt als Progrock betrachten, da manche Melodie (für meine Ohren zumindest) durchaus schon Hitradioqualität besitzt (natürlich werden Procupine Tree nicht in den Charts rauf- und runtergespielt) und die Stücke selbst meist nur um die drei bis fünf Minuten gehen - doch wer Pink Floyd mag, als sie noch innovativ waren und wer einfach nur gute Musik genießen möchte, die es versteht, schöne Melodien in experimentierfreudige und atmosphärische Arrangements mit Witz und Tempo zu packen, der sollte Porcupine Tree unbedingt antesten.

"Stupid Dream" ist alles andere als dumm - der Funke springt praktisch sofort über und die Musik begeistert unmittelbar beim ersten Hördurchlauf, ohne aber jemals ihren Reiz zu verlieren.
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am 12. Februar 2007
Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass immer mehr Bands (wenn auch nur in der Underground-Szene) auftauchen, die ArtRock mässige Musik praktizieren. Dazu gehören auf jeden Fall Porcupine Tree, welche praktisch die Speerspitze dieser neuen Bewegung bilden.

Stupid Dream war damals mein erstes Album von ihnen (dank eines Hörbeispiels aus der "Art of Sysyphos" von ECLIPSED bin ich drauf gekommen).

Es hat mir auf Anhieb gefallen! Die Melodien, Harmonien, das Spiel der Band, einfach alles passt zusammen. Gut, wir haben es hier nicht mit dem klassischen Prog zu tun. Und doch bleibt Stupid Dream für mich ein erstklassiges Pop(Prog)Rock Album. Denn trotz der Präsenz des Pop auf diesen Album hat man nicht das ungute Gefühl, Porcupine Tree schielen auf den Mainstreammarkt... die Musik ist ehrlich, sie steckt voll Gefühl.

Der erste Track Even Less beginnt mit schwebenden Synthies, welches dann in einen coolen Gitarrenriff mündet. Zwischendrin immer die ruhigen, aber packenden Refrains. Die letzten Minuten sind instrumental. Man sollte auf jeden Fall die Full-Length-Version beachten (max. 13 min Laufzeit!). Hier geht es weitaus mehr psychedelischer an die Sache als auf dem Album.

Piano Lessons ist der ultimative Mitsing/schwing Song. Die Melodie vergisst man auf jeden Fall nie wieder...

Stupid Dream ist ein kurzer Sound-Gimmick als Zwischenspiel.

Pure Narcotic hat von allen Songs des Albums den höchsten Grad an BritPop Einfluss. Trotzdem ein schöner Song, besonders für die sanften Gemüter ^^

Der nächste Track Slave Called Shiver ist schon wieder wilder. Heftige Schlagzeugparts wechseln sich mit eindringlichem Gesang ab.

Der Übersong der ganzen Scheibe ist der XXL Track Don't Hate me (8 min.... für manche recht lang). Sehr atmosphärisch, traurig und melancholisch.

Besonders der Floydige Mittelteil mit dem Saxsolo ist ein toller Moment, ebenso der anschließende Gitarrenteil.

This is no Rehearsal ist ein eher schräger Song, bei dem sich schnelle, treibende Parts mit einem seltsamen Gesang abwechseln. Gibt zusammen eine recht witzige Stimmung.

Anschließend folgt ein mehr psychedelischer Song, Baby Dream in Cellophane. Der Gesang hebt sich hier deutlich von der "verschwommenen" Stimmung ab.

Stranger by the minute ist eines meiner Lieblingssong der Scheibe (neben Even Less und Piano Lessons). Gleich die ersten Minuten klingen ein bisschen wie "Trains" von In Absentia. Das Gefühl von Glück, Sorglosigkeit und Sehnsucht steigt dabei in mir auf... Schön!

Der nächste Song A smart Kid ist wieder etwas trauriger (wie Don't Hate Me) und hat ebenfalls bombastische Elemente.

Tinto Brass dürfte besonders Proggies begeistern. Hier hauen Porcupine Tree ihr ganzes Zusammenspiel, ihre Kreativität und proggigen Seiten dem Hörer entgegen, dass es eine wahre Freude ist!

Stop Swimming ist die Ruhe nach dem Sturm (Dieses Schema wird sich dann auch bei den darauffolgenden Alben zeigen). Nachdenklich und dahinfließend endet der Song und auch gleichzeitig das Album mit einem Ruck, wie der eines Plattenspielers.

Wer jetzt nicht wieder auf Play drückt ist selber schuld...

Im Großen und Ganzen kann ich Stupid Dream eigentlich allen Freunden der populären Musik, des Rock und sonst guter Musik empfehlen.

Fazit

=> Kaufen! Das Geld ist es sich wert!
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TOP 1000 REZENSENTam 17. April 2015
Als 1999 das Porcupine Tree-Album "Stupid Dream" herauskam,gab es neben viel (verständlicher) Begeisterung auch kritische Stimmen,die bemängelten,daß Steven Wilson sich ihrer Meinung nach ein wenig auf die breitere Masse (der Hörer) zubewegt hätte,die Stücke zu kurz,weniger anspruchsvoll,nicht mehr progressiv genug seien.Auch der Begriff "poppig" fiel desöfteren und es wurde der psychedelischen Phase der Band von so manchem hinterhergetrauert.
Da auch der später mit "In Absentia" einsetzende gesteigerte Härtegrat mit brachialen Gitarrenriffs hier noch lange nicht erreicht war,empfinden viele "Stupid Dream", "Recordings"und auch "Lightbulb Sun" als die kommerziellste Phase der Band.
Daß man hier von Mainstream,jeder Oberflächlichkeit und seichten Klängen noch ganze Galaxien entfernt ist,sollte man dabei dann aber doch nicht vergessen,meine ich.
Zunächst einmal kriegt man auf "Stupid Dream" ein großartiges Wechselspiel zwischen ruhigen Passagen mit wirklich einnehmend schönen Melodien und experimentellen,rockigen Parts geboten,das dem Album seine eigene Atmosphäre verleiht.
Einflüsse des Pop sind schon auch vorhanden,jedoch hat das nichts mit Radio-Gedudel zu tun;zudem verwöhnt die Musik mit einer Melodik,die derart in Richtung Ohrwurmcharakteristik tendiert,daß,zumindest geht es mir so,man beim hören in einen solchen Wohlfühlstrudel gerät,daß man eintauchen und,völlig verzaubert,nicht mehr da raus will.
Die Band erschafft hier auf der Basis des vorzüglichen Materials von Mastermind Steven Wilson einen eigenen Klangkosmos,der bei mir,ich wiederhole mich da gerne,einen Riesen-Musikgenuß auslöst.
Mit Colin Edwin an der Baßgitarre,Chris Maitland für Drums/Percussion,Richard Barbieri an den Tasten und natürlich Steven Wilson am Micro,Piano und an den Saiten ist die Truppe mit aufeinander eingespielten Einzelkönnern besetzt,die wohl kaum einen Vergleich zu scheuen brauchen.
Dazu steuert Theo Travis als Gastmusiker einiges auf Flöte und Saxophon bei.
Das treibende "Tinto Brass" wurde von der Band gemeinsam erarbeitet,sonst kommt alles von Wilson.
Und tatsächlich fällt dieser Track atmosphärisch auch etwas aus dem Rahmen,hat für mich etwas von einer Session.
Der Opener "Even Less",der gerade auch live zu den beliebtesten Stücken der Band gehört,gefällt mir in dieser (kurzen) Form nicht mehr,seit ich durch "Recordings" die Version in voller Länge erleben durfte.
Der lange Gitarrenpart fehlt nun allzu schmerzlich.

Wer sich allerdings nicht die alte CD von 1999 holt,sondern eine neuere VÖ,kriegt diese Langversion als Bonus dazu,was einen jedoch keinesfalls davon abhalten sollte,sich auch das Album "Recordings" zu holen....aber das nur nebenbei.
Im Jahre 2005 führte Steven Wilson einen Remix und dazu gleich noch ein Remastering des Albums durch,zunächst erschien das dann auf Vinyl mit zwei Bonustracks vom Album "Recordings".
2006 erschien dann dieser neue Stereo-Mix auch auf CD,dazu gab es auch gleich noch Editions,die eine Zusatz-DVD enthalten,auf der das Album im Surround-Sound und als hochauflösende Stereo-Version mit 24 Bit/48 KHz enthalten ist;dazu gibt es gleich noch die Bonustracks der LP im Surround-Sound,ein Video von "Piano Lessons" und eine Bildergalerie.
Das ganze auch als Japan-Edition und andere Versionen mit unterschiedlicher Verpackung.
Sämtliche neuere Versionen haben ein anderes Cover,als die alte 99er CD.
Ob die Surround-Abmischung gelungen ist,weiß ich nicht,zum Stereo-Remix/Remaster meine ich,daß nicht tief in die Musik eingegriffen wurde;es wurden kleinere Eingriffe vorgenommen,die zu mehr Transparenz und Analytik im Klang führen.
Feinheiten sind deutlicher herauszuhören,jedoch empfinde ich das letztendlich nicht wirklich als Verbesserung.
Schon die alte CD klingt recht gut bei mittleren Dynamikwerten,ohne Übersteuerung.
Der neue Stereo-Mix (CD) brachte da kaum Veränderung,die DVD (Surround und HighRes Stereo) bietet etwas mehr Dynamik.
Wer Stereo hört,ist mit der Audio-DVD,einen guten Player vorausgesetzt,sicherlich am besten dran (die Vinyl-Ausgabe jetzt mal ausgeklammert,die habe ich nie gehört).
Mir persönlich gefallen jedoch der alte Mix und das alte Mastering etwas besser,sodaß ich die alte CD von 1999 bevorzuge.
Aber das ist sicher Geschmackssache.
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am 27. Januar 2000
Porcupine Tree ist noch einer der Tipps für die nächsten Jahre. Weitgehend unbekannt hat sich um Steven Wilson (Gesang, Gitarre, Komposition) eine Gruppe der Sonderklasse gebildet. Mit 'Stupid Dream' wurde ein eher kommerziell orientiertes Werk geschaffen, das aber doch an Frische und Ideenreichtum keine Wünsche offen läßt. Eher lange und symphonisch angelegte Stücke wie Even Less, Don't hate me, Tinto Brass und Stop Swimming gruppieren sich um eingängige Popsongs wie Piano Lessons oder Pure Narcotic. Ein leicht depressiver Touch ist allen eigen - vielleicht ein Muß am vermeintlichen Ende des Jahrtausends. Absolut hörenswert ist jeder Titel - ohne Ausnahme.
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am 22. September 2006
Zur Information bzgl. der DTS Unstimmigkeiten:

Der DVD-Video Anteil der DVD-A enthält neben der PCM Stereo Spur eine DTS 5.1 Tonspur, die weder auf dem Cover, noch auf der DVD selbst vermerkt ist. Diese Tonspur ist bei DVD-Audio-Playern natürlich nur wählbar, wenn der Player auf DVD-Video-Ausgabe gestellt wird und wird dann über den digitalen Ausgang ausgegeben.(im Gegensatz zur DVD-A Spur-> 5.1 analoger Ausgang)

Der Grund für das Fehlen der Information dürfte lizenzrechtliche Gründe haben. Der Sound ist rundum in allen Kritikpunkten hervorragend und den vorangegangenen Veröffentlichungen in 5.1 von Porcupine Tree (In Absentia, Deadwing) ebenbürtig.

Kleines Manko ist der Masteringfehler auf der CD. Das letzte Stück bricht nach einigen Minuten einfach ab. Der Fehler ist auf der gesamten Auflage zu hören. Die DVD-A ist fehlerfrei.
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am 17. April 2007
Das Album selbst kennt wohl jeder PT-Fan. Ich will hier nicht auf die einzelnen Stücke eingehen, sondern nur begründen, warum man die Neuveröffentlichung unbedingt haben sollte.

Die Zeiten, in denen man beim Mainstream mit MP3 zufrieden ist, sind vor allem für Musiker und Produzenten hart, die nach dem heiligen Gral des absoluten Sounds suchen. Hier kann man Steven Wilson bestätigen, dass seine Suche Früchte getragen hat. Die Tatsache, dass es ihm und der Band wichtig ist, dieses Album neu zu mischen und zu mastern, zeigt die Bedeutung des Werkes für PT selbst.

War die alte Mischung schon sehr gut, hat SW hier dem Gesamtkunstwerk die Krone aufgesetzt. Ein offener und natürlicher Sound. Die Drums und der Bass knallen regelrecht. Die Gitarren klingen jetzt so bissig aber trotzdem warm - besser geht das nicht. Alle Signale, vor allem aber auch die Effekte profitieren von der neuen Mischung. Es kommt mir so vor, als ob ich dieses Album das erste Mal richtig erlebe und geniesse.

Ein Dank dafür an Steven und die Band. Grandios.
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am 18. Januar 2008
Noch so ein Kunstwerk...

Allmaehlich fragt man sich, wo Porcupine Tree ihre Energie herbeziehen, um solch schoene Musik zu machen. Die klangliche Dichte, die Atmosphaere, die Instrumentierung. Hier stimmt einfach alles. 'Stupid Dream' ist ein sehr eigenstaendiges Album geworden. Porcupine Tree bewegen sich etwas weg von sphaerischen, spacigen Klaengen, hin zu songorientieren, auch etwas rockigeren Stuecken. Allerdings wird solch ein Wechsel nie komplett vollzogen. 'Stupid Dream' hat definitiv noch viel sphaerisches zu bieten, was auf 'Lightbulb Sun' noch weniger der Fall wurde, und auf 'In Absentia' erst recht. Ab 'Deadwing' wurden alte Zeiten dann wieder aufgefrischt.

Wiedereinmal ist hier jede Nummer gut gelungen. Der gitarrentechnisch rockig-metallische und gesanglich ruhige Opener 'Even Less' ist gleich ein Kracher. Schoen immer der Wechsel zwischen den krachend-rockigem Gitarrenparts und den melodisch-akustischen Gesangsparts. Zum Schluss gibts noch ein Gitarrensolo Marke Wilson oben drauf! Hammer! Und auf hohem Niveau geht es mit dem etwas froehlicheren 'Piano Lessons' weiter. Auch die folgenden Songs lassen nicht nach. Immer eine perfekte Stimme, perfekte Stimmung und perfekte Instrumentierung. Jeder Song hat seiene eigene Charakteristik, und dabei wirken alle Stuecke zusammen doch wie aus einem Guss. 'Slave Called Shiver' z.B. ist von seinen Basslaeufen gepraegt. Ein grosses Hightlight ist sicherlich das acht Minuten lange 'Don't Hate Me'. Ruhiger Beginn, ruhiges Ende mit anschliessendem Gitarrensolo, toller Gesang, atmosphaerische Floetenparts, furioses Saxophonsolo (beide Instrumente werden vom spaeteren Tangent-Mitglied Theo Travis gespielt). Kurzum: ein starker Titel! Klasse auch 'A Smart Kid'. Toll, wie die Akkustikgitarre die geniale Klavier- und Gesangsmelodie in einer Variation vorwegnimmt. Ein ruhiger Song, der in einem wiedermal starken Gitarrensolo muendet. Der Junge hat sich viel bei David Gilmour abgeschaut. 'Tinto Brass' ist ein vom Bass vorangetriebendes, flotteres Instrumentalstueck mit furiosen Floetenklaengen. Mit dem ruhigem 'Stop Swimming' klingt die Platte aus.

Moeechte ich nicht mehr in meiner Sammlung missen...
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am 10. Mai 2000
Der Musikstil von Porcupine Tree, besonders in der Gesamtheit dieses Albums, ist nicht ganz leicht einzuordnen. Wer aber Bands wie Pink Floyd, Radiohead und vielleicht auch Marillion schätzt, liegt beim Kauf dieser Scheibe zumindest nicht allzu falsch. Unspektakulär ist sie, enthält auf den ersten Blick keinen radiotauglichen Knaller. Auf den zweiten Blick ist genau das ihre Stärke: Es ist zu spüren, dass die Jungs um Wilson nicht primär das große Geld im Blick hatten, sondern ohne Rücksichten einfach gute Musik machen wollten. Zum Beispiel bei einem der Höhepunkte des Albums, dem langen "Don't hate me". Hier setzt die Band meisterhaft eine unterkühlte, melancholische und gleichzeitig spannungsreich-knisternde Grundstimmung um. Der Song steigert sich langsam bis zum Höhepunkt, einem kongenialen Solo mit Flöte und Saxophon. Kein zweiminütiger Hitparadenhappen also - aber so wie das ganze Album kunstvolle Rockmusik, die umso stimmungsvoller ist, weil auch die leiseren Töne zählen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 8. März 2010
Ein unglaublich gutes Album, eines der besten von Porcupine Tree. Allerdings führt es auch meisntens zu nichts, Alben von Porcupine Tree untereinander zu vergleichen, du jedes Album ein Individuum ist und somit zu einzigartig um verglichen zu werden. Zugegeben, das Album ist etwas "poppiger" als die vorherigen Alben, vor allem die Songs "Piano Lessons", "Pure Narcotic" und "Stranger By the Minute". Doch egal, wie "poppig" die gennanten Songs auch sein mögen, man erfährt hier psychedelische Musik vom feinsten. Auf dem Album wird die volle Palette an Emotionen abgedeckt, von tieftraurig ("Stop Swimming") bis aufgelassen, ja beinahe fröhlich ("Piano Lessons"). Einflüsse von Pink Floyd sind deutlich erkennbar, dennoch strozt das Album vor Individualität und stellt einen Höhepunkt in Porcupine Tree's Diskographie dar. Das hier ist einfach gute Musik und wer Lust auf Musik mit großem Wiedererkennungswert hat, die nicht die 100. Kopie von schon dagewesenen ist, der sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen. Vor allem nicht, wenn man ein Fan von psychedelischer und progressiver Musik ist.
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