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Kundenrezensionen

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am 20. Dezember 2009
Auf die historischen Ereignisse des 7.Dezembers 1941 möchte ich an dieser Stelle gar nicht detailliert eingehen, das haben andere Rezensienten schon gemacht.
Herrausragend an der BluRay-Version ist vor allem die Tatsache, daß der Film erstmals komplett neu remastert worden ist!
Grundlage war dabei, die japanische Fassung, welche ein paar Minuten länger ist!Dabei sind keine größeren Schauwerte hinzugekommen, es handelt sich meistens um kleine Szenen, wie z.B.eine zackige Wachablösung vor dem japanischen Kaiserpalast oder kleinere Dialogszenen, alles auf japanisch(eine Szene in der zwei Köche über die Verschiebung der Zeitzone philosophieren ist recht witzig!).
Das bisherige Master basierte auf einer amerikanischen 70 mm Filmkopie, bei der die Untertitel selbstredend fest eingeblendet sind, das führten dann in anderen Sprachversionen, unter anderem in Deutsch zu den unbeliebten Doppeluntertiteln, damit ist nun Schluß!
Das selbe gilt natürlich auch für die konventionelle internationale Kinofassung, es liegt ja beiden Versionen das selber Master zugrunde!
Wenn man bedenkt, daß Tora, Tora, Tora bald 40 Jahre alt wird, ist die Bildqualität ist sehr anständig und auch der Ton(jedenfalls die englisch Originalversion!) ist ordentlich, letzterer hat allerdings nicht den Punch und die direktionale Räumlichkeit eines zeitgenössischen Blockbusters, aber dafür gibt es ja noch den anderen Film von Michael Bay, der abgesehen seiner Schauwerte und des brachialem Sounds bekanntlich ziemlich öde ist!
Das Bonusmaterial ist zwar nicht spektakulär, aber die Retro-Dokumetation ist ganz aufschlußreich, vor allem was die technischen und finanzielle Probleme einer Filmgroßproduktion angeht!Besonders interessant sind die Hintergründe,die beleuchten warum der legendäre Regie-Exentriker Akira Kurosawa, welche die japanischen Sequenzen inszenieren sollte, gefeuert wurde!
Und dann gibts noch eine Timeline für historisch Interessierte, die zeigt wie die rasante wirtschaftlich Entwicklung Japans anfangs des 20.Jahrhunderts zum Krieg führten.
Für die sensationellen pyrotechnischen Effekte von TORA, TORA, TORA zeichte sich übrigens A.D. Flowers verantwortlich, ein berühmter Hollywood-Feuerwerker, der auch für APOCALYPSE NOW oder Spielbergs 1941 gearbeitet hat.Aus diesem Grunde hätte ich gerne auch noch eine Special-Effect-Docu gehabt, aber man kann nicht alles haben!
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am 26. Juli 2010
Ein Meilenstein des geschichtlichen Films.
Im Gegensatz zu Michael Bays Neuinterpretation mit Schiffen und Flugzeugen die erst weit nach dem Angriff von Pearl Harbour konzipiert wurden, einer deplazierten Dreiecksbeziehung und somit Verwässerung der eigentlichen Vorfälle, Bays kommerzieller Nichtbeachtung geschichtlicher Tatsachen zum Wohle der Massentauglichkeit und stupidem Pathos; sollen nun ein paar Worte zu dem Film genannt werden der das Thema wirklich meisterlich beleuchtet.

Denn dieser Film kann durchaus aus schulischer Lehrfilm herhalten. Warum? Weil das Regisseur-Trio sich bei dem Film von Anfang bis Ende an die Kriegstagebücher der beteiligten Kommandanten von Land-, See-, und Lufteinheiten gehalten hat. Heroik und übertriebener Pathos wurde auf beiden Seiten vermieden und die Handlungen sehr authentisch nachgestellt.
Der Film zielt nicht auf die Action ab, man merkt ihm an das er wirklich Geschichte erzählen möchte. So beginnt er bereits bei der frühen Planung der Japaner auf den Angriff auf Pearl Harbour.
Die japanische wie amerikanische Seite wir gleichermaßen auf ihre Ausgangssituationen hin beleuchtet, sodass die späteren Handlungen sehr gut nachvollzogen werden können. Nichts wird geschönt, Fehlentscheidungen der Amerikaner wie in Büchern dargestellt 1:1 beschrieben.
So fällt denn auch der erste Schuss im Film erst in der 110. Minute, aber das macht nichts. Weil der Film so authentisch ist, vermittelt er dennoch Spannung und Wissen und nimmt den Seher in seinen Bann.
Die Kampfszenen über Pearl Harbour werden mit genialen Kameraeinstellungen bei den Luftaufnahmen realistisch dargestellt. Klasse was vor nunmehr 40 Jahren an Special Effects schon in Anspruch genommen wurde.
Im Gegensatz zu Bay wurde hier auch Wert darauf gelegt das Mensch und Material der Zeit entsprechend ins Bild gesetzt wurde. Hier wurden Autos, Schiffe, Flugzeuge, Waffen der damaligen Zeit nachgebaut bzw. herangeschafft.

Die Kameraarbeit wie auch der Schnitt sind ein Traum. Die japanische und amerikanische Seite bekommen in etwa selbe Spielzeit. So wird die Geschichte nie einseitig näher gebracht, sondern immer wieder Angreifer wie Verteidiger beleuchtet.
Auch verstehen es die Schauspieler hier in herausragender Weise Charakter und Glaubhaftigkeit rüberzubringen. Auch wenn es falsch war was die Japaner planten, kann man sie dennoch im Film verstehen. Auch wenn die Amerikaner viele Fehler begingen, kann man sie nicht als dämlich abtun. Vielmehr versucht man insgeheim mitzudiskutieren und die verschiedenen Standpunkte auszuloten.

Und dies macht diesen Film so wertvoll. Er bringt auf spannende Art und Weise seinem Publikum die Geschichte näher, lässt es teilhaben und die Geschehnisse noch lange in den Köpfen behalten. Unbedingt als Anschauungsmaterial für Schule und Freizeit zu empfehlen.

Die Blu-ray kann diesen 40 Jahre alten Film zudem überragend in Szene setzen. Bild und Ton sind sehr anständig aufgearbeitet. Selbst die enthaltenen Extras fesseln und entlocken dem Betrachter das ein oder andere "Ahhhh ....".

Dieser Klassiker daf in keiner Sammlung fehlen.
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am 22. Juli 2007
"Tora! Tora! Tora!" aus dem Jahr 1970 ist einer der wenigen Kriegsfilme, die das Geschehen neutral und ohne jegliche Wertung schildern. Der berühmte Angriff auf Pearl Harbor im Jahre 1941 wurde von Regisseur Richard Fleischer hier sehr realistisch und äußerst faktengetreu verfilmt, wobei sowohl die Seite der Amerikaner als auch die der Japaner detailliert und überzeugend präsentiert wid. Der Film ist mehr oder weniger in zwei Hälften zu teilen: wird in der ersten, etwas längeren Hälfte fast im Dokumentarstil und dadurch sehr glaubwürdig die Entwicklung kurz vor dem Angriff dargestellt (mit all den Tricks der Japaner und den Fehlern der Amerikaner), so ist der zweite, etwas kürzere Teil, ein sehr actionreicher und pompös inszenierter Abschnitt. Der Angriff der japanischen Fliegerstaffel wird mit großem Aufwand dargestellt, sehr zur Freude des Filmfans, der somit sowohl einen realistischen Dokumentarfilm mit guten Darstellern (u.a. Michael Balsam, Joseph Cotton und Jason Robards) als auch einen perfekt inszenierten, actionreichen Kriegsfilm geboten bekommt. "Tora! Tora! Tora!" ist ein Film, dem man sein für damalige Zeiten sehr hohes Budget von über 25 Mio. Dollar anmerkt, wohlgemerkt jedoch im positiven Sinne. Ein Oscar für die in der Tat tolle Tricktechnik war das Resultat.

Die DVD von 20th Century Fox kommt in einem sehr ansehnlichen Steelbook. Diese Fassung erschien erstmals im März 2007 und enthält im Gegensatz zu früheren Fassungen exzellentes Bonusmaterial. Auf der Film-DVD ist der schon von der früheren Einzel-DVD bekannte Audiokommentar (u.a. mit Richard Fleischer) enthalten, die zweite DVD bietet folgende Extras:

x "Tora!Tora!Tora!: Ein Gigant erwacht" - eine sehr informative, 90-minütige Dokumentation über die historischen Begebenheiten im Hinblick auf den Film
x "Hollywood Back Story: Tora!Tora!Tora!" - eine weitere Dokumentation (22 min.), die detaillierter auf die Entstehung des Filmes eingeht
x "Wochenschau Meldungen" - 10 historische Meldungen (zusammen ca. 37 min.) in Bezug auf Pearl Harbor, die im amerikanischen Fernsehen während des Krieges gezeigt wurden - Zeitgeschichte pur!
x "Produktionsgalerien" - Bildersammlung vom Set zum Durchklicken
x "Kinotrailer" - der originale Kinotrailer zu "Tora! Tora! Tora"

Die technische Seite der DVD sei auch erwähnt. Das Bild ist für seine nunmehr 37 Jahre durchaus ansehnlich und stellt in jeder Hinsicht zufrieden. Der deutsche Ton liegt leider nur in DD 2.0 Surround vor, was einem leicht besseren Stereoton entspricht. Allerdings ist die Tonspur qualitativ absolut in Ordnung und gibt somit höchstens Subwoofer-Besitzern Grund zur Kritik. Letztere werden mit der englischen Originaltonspur zufriedener sein: sie liegt DD 4.1 Surround vor und kann durchaus überzeugen: guter Stereoklang, gelegentlich Direktionaleffekte und auch dezenter Einsatz des Basskanals stellen zufrieden.
Zu bemängeln ist hingegen die Untertitel-Lösung für deutsche Filmfans: in der deutschen Fassung sprechen die Japaner japanisch, was mit fest eingeblendetem Englisch untertitelt wird. Die Amerikaner sprechen hingegen Deutsch. Somit ist man, will man die Japaner deutsch untertitelt haben, gezwungen, die Hörgeschädigten-Untertitel einzuschalten, die dann natürlich auch permanent bei den deutsch sprechenden Amerikanern angezeigt werden, was auf Dauer doch stören kann. In der englischen Fassung gibt es diese Probleme natürlich nicht: Japaner und Amerikaner sprechen ihre Muttersprachen, die Japaner sind, wie erwähnt, fest englisch untertitelt.
Dieser kleine Fauxpas hätte von Fox leicht vermieden werden können (deutsche UT-Spur für japanische Szenen). Deswegen (und weil die Untertitel zum Teil voller Rechtschreib-, Tipp- und Grammatikfehler sind) gibt es einen Stern Abzug.

Trotzdem: ein toller Kriegsfilm in einer insgesamt guten DVD-Fassung und hervorragenden Dokumentationen als Extra!
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am 14. Oktober 2012
Der Film wurde damals gedreht mit Unterstüzung von der amerikanischen und japanischen Regierung sowie Regiesseure von beiden Seiten. Allerlei Experten waren bemüht, den Angriff und deren Umstände so real wie möglich auf Film zu bringen.

Kurz und knackig: ES IST GELUNGEN

Wer nur den Luftangriff sehen möchte, muß gleich mal die ersten Hälfte überspringen. Wer aber wissen möchte, wie und warum es überhaupt zum Angriff kam, muß von vorne anschauen.
Der Angriff auf Pearl Harbor ist sehr realistisch und in atemberaubenden Qualität inszeniert. Die Qualität der Blu Ray macht schon fast den Eindruck, der Film wäre erst gedreht worden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Februar 2011
Tora! Tora! Tora! Das Codewort, wenn der Überraschungscoup gelingt, die Amerikaner am 7.12.1941 in Pearl Harbor anzugreifen. Wir wissen, dass es gelungen ist - wenn auch gegen diplomatische und völkerrechtliche Gepflogenheiten, zuvor eine Kriegserklärung abzugeben. Der Film schildert die Vorereignisse, um es im letzten Drittel krachen zu lassen. Historisch scheint er korrekt zu sein; er erhebt jedenfalls den Anspruch, nennt reale Namen und Fakten, und über Gerichtsverfahren oder öffentliche Auseinandersetzungen um den Film ist mir nichts bekannt. Ist er aber deshalb auch gut? Regisseur Richard Fleischer sowie zwei japanische Regisseure nutzen zwar die modernen Möglichkeiten einer Großproduktion, aber Fleischer scheint erzählerisch wieder bei seinen Semidocumentaries angekommen zu sein, die er am Anfang seiner Karriere drehte. Mir war "Tora! Tora! Tora!" etwas zu semidokumentarisch. Viele Namen, viele Ereignisse, Personen treten in die Geschichte ein und verschwinden aus ihr, daher kaum Identifikationsfiguren... das alte Problem, dass ich ganz gerne eine dramatische Geschichte habe, die der Film doch sehr vernachlässigt. Im letzten Drittel ist er aber ein Actionkracher par Excellence, und auch in einigen Einzelszenen gut, aber das Ganze muss (für mich) immer mehr sein als die Summe der Teile. Immerhin gibt es keine hirnlose Glorifizierung des US-Militärs: So endet "Tora! Tora! Tora!" mit dem Satz des japanischen Oberkommandierenden: "Wir haben einen schlafenden Riesen geweckt". Michael Bay musste in "Pearl Harbor" natürlich noch zeigen, wie der Riese zurückschlägt. Hier hingegen sind die US-Militärs ein manchmal schon abstruser Bürokratenhaufen: Am skurrilsten und bittersten ist sicherlich die Szene, in der ein Soldat zu einem anderen sagt (ich zitiere sinngemäß aus dem Gedächtnis): "Sofort aufschreiben, der verletzt ja die Vorschriften", und dann macht es vor deren Augen bumm: Der zu tief fliegende Flieger war ein Japaner, der gerade den Krieg begonnen und eine Bombe abgeworfen hatte, als die Amerikaner sich noch um vermeintliche Regelverletzungen kümmerten. Wenig später wird gezeigt, wie fassungslose US-Soldaten auf einem Kriegsschiff den japanischen Bomben gebannt zusehen, wir sehen sehr lange diese gelähmten Gesichter mit den großen, staunenden Augen, bis die Bomben halt ihr Ziel treffen und von diesen Soldaten nichts mehr übrig ist. Obwohl der Film keine zerfetzten Leiber zeigt, wirkt der Gegensatz wie ein Schock: Den Soldaten ist der Gedanke an Krieg offenbar unglaublich fern, sie können es nicht fassen, und dann schlägt die Bombe nicht irgendwo ein, sondern direkt vor ihrer Nase, der Krieg ist ihnen wörtlich auf die Pelle gerückt. Nicht nur, dass das ohne Schnitt gar nicht mal leicht zu drehen ist, auch ist es eine kraftvolle Metapher für "sehenden Auges" ins Verderben gehen.

Dabei werden die Amerikaner nicht ausschließlich als Deppen und/oder hirnlose Bürokraten gezeigt, genau wie die Japaner nicht alle gestählte, gedrillte, bestorganisierte und opferbereite Kampfmaschinen sind. Insgesamt fällt bei den Japanern aber schon eine größere Disziplin und Leiden-Schaft auf (das kann man ganz wörtlich nehmen, denn ein Stratege, der sich "Gandhi" nennt, vertieft sich so in die Austüftelung einer Strategie, dass sein ganzer Körper sichtlich davon mitgenommen ist). Glücklicherweise zeigt der Film die Japaner nicht als uniforme Masse. Auch bei ihnen läuft nicht alles perfekt, und viele der mosaikartigen Einzelszenen auf US- wie japanischer Seite enden mit einem seltsamen open end. Etwa wenn ein Japaner nur besorgt blickt auf die Frage, ob man Torpedos in Pearl Harbor einsetzen könne. Oder wenn der japanische Botschafter seinem US-Gastgeber ankündigt, dass "ein paar Fragen aufgetaucht seien". Insgesamt macht der Film dadurch den Eindruck, dass an dem Überraschungsangriff neben vielem anderen massive Kommunikationsprobleme auf beiden Seiten Schuld waren (was den Film irgendwie in die Nähe von "Die Brücke am Kwai" rücken würde). Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er beiden Seiten zu einer gleichberechtigten Position verhilft, wobei er gerade durch diese Aneinanderreihung von knappen, im Dialog nicht zuende geführten Szenen vermeidet, ins arg bemühte Gutmenschentum zu verfallen. Dazu hat vielleicht auch beigetragen, dass Fleischer mit einem japanischen Team zusammenarbeitete, das seine Szenen selbst drehen konnte.

Vergessen Fleischer und die Japaner über diese imposante Mosaikarbeit gelegentlich, dass aus dem Ganzen ein Bild entstehen soll? Ich bin noch etwas unsicher. Sicherlich ist auch dies ein Gesamteindruck: Dass dem Chaos des Krieges ein Chaos der Kommunikation vorausging. Dennoch ist diese Aneinanderreihung von Skizzen mit stetig wechselnden Personen auf die Dauer etwas anstrengend und ermüdend. Und eines muss mal klar gesagt werden: Joseph Cottens Billing ist ein noch größerer Witz als das von Joan Crawford in "I Saw What You Did"; der Mann kommt im Film so gut wie nie vor. Weil aber von gewissen Längen abgesehen der etwas seltsame Stil dem Thema angemessen ist und dem Film zwischendrin immer wieder Großes gelingt, gebe ich noch vier Sterne.
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am 5. November 2012
An diesem Film gibt es nix auszusetzen. Er beschreibt den Kriegseintritt Japans mit dem Überfall auf Pearl Harbor historisch genau inklusive das Vorgeschehen beider Seiten! Die Rollen wichtiger beteiligter Persönlichkeiten beider Seiten (Yamamoto, Tojo, Halsey, Kimmel, Hull etc.) werden hier authenisch (bei ihrer Arbeit) wiedergegeben. Dass der Angriff ungefähr erst im letzten Drittel des Films beginnt, stört es nicht zu sehr. Dafür sind die Kampf-Spezialeffekte sehr gut gemacht. Vorher wird noch intensiv und genau beleuchtet, wie Japan sich für den Krieg gegen die USA vorbereitet hat und wie die USA sich auf einen möglichen Krieg in der Pazifik (mehr nachlässig als korrekt) reagierten. Für mich der beste Film über den japanischen Angriff auf Pearl Harbor bisher! Das Bild auf Bluray ist völlig ok und es gibt sonst eigentlich nichts auszusetzen an dieser BD!
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am 11. November 2012
Ich beziehe mich auf die englische Tonspur.
Bild und Ton per HD-Beamer und 5.1 Surround tadellos.
Extras: Sehr umfangreich und vorbildlich für eine Neuauflage auf Blu-ray!

Die Hintergründe über die Entstehung des Filmes sind mindestens ebenso sehenswert wie der Film selbst. Interviews, Bildmaterial und Rückblicke bzgl. Dreharbeiten, Schwierigkeiten mit einer dermaßen aufwendigen Umsetzung sind fabelhaft.

Einzige Warnung meinerseits: Einer der interviewten amerikanischen Historiker ist definitiv entbehrlich weil nicht objektiv und damit als Wissenschafter unseriös.
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am 18. Juli 2001
Wenn zwei Parteien sich zu einem Thema zusammenfinden, das beide zutiefst berührt und verändert hat, kann man auf das Ergebnis gespannt sein. Im vorliegenden Film hat die japanisch-amerikanische Zusammenarbeit verhindert, daß ein Propagandamachwerk oder ein action-Reißer aus diesem ernsten Thema gebacken wurde. Mit zeitweise beinahe dokumentarischer Akribie wird uns die Vorgeschichte des Eintritts der USA in den II Weltkrieg vorgeführt, werden die unterschiedlichen Denkweisen und Temperamente zweier Mächte und Kulturkreise geschildert. Da gibt es keine bösen Bösewichter und keine heroischen Helden, da agieren Menschen. Welten trennen diesen Film vom Hollywood-Klischee des hoffentlich mal nicht best-sellers "Pearl Harbor", der sich übrigens hemmungslos u.a. auch an "Tora Tora Tora" bedient. Wer nun aber wirklich nur Knall-Bum-Unterhaltung erwartet hat, wird dramaturgisch beispielhaft an 20 Minuten mitreißender und technisch brilliant verwirklichter Kampfszenen herangeführt und kommt so auch auf seine Kosten. Dem Rezensenten indes ist eine andere Szene vor Augen: Der japanische Admiral empfängt die Nachricht vom überwältigenden Erfolg des Überraschungsangriffs. Er nimmt diese mit geschlossenen Augen entgegen, und in seinem Gesicht regt sich kein Muskel. Die Euphorie seiner Untergebenen erreicht ihn nicht, absolut emotionslos verzichtet er auf eine zweite mörderische Angriffswelle und sucht die Einsamkeit. Und sein Blick geht vorbei am Buggeschütz seines Flaggschiffs in Richtung seines Heimatlandes, als sähe er dessen Zukunft voraus. Der Zuschauer erahnt am Horizont die pilzförmigen Wolken Hiroshimas und Nagasakis und mag sich fragen, worauf sein Schiff wohl gerade zuschlittert.
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TOP 500 REZENSENTam 30. Juni 2014
Die erweiterten Szenen handeln ausschließlich von der Japanischen Seite und wurden OmU belassen.

1941 setzen die Amerikaner alle Hoffnung in Diplomatische Verhandlungen mit Japan die kurz davor stehen den Achsenmächten beizutreten.
Dies gelingt nicht und Japan verbündet sich mit dem Deutschen Reich.
Nun erwarten die Amerikaner jederzeit einen Angriff Japans denn die Zeichen deuten darauf hin.
Leider sorgen Ignoranz, Unwissen und Inkompetenz dafür das der Angriff völlig überraschend durchgeführt wird.
Am 7.12.41 ertönt der Japanische Befehl Tora!Tora!Tora!
Das bedeutet das die kombinierten Streitkräfte der Japaner keinen Widerstand angetroffen haben und der Angriff gegen das Ziel, Pearl Harbor/Hawaii, durchgeführt werden kann.
Da ein Großteil der Pazifik-Flotte dort liegt ein lohnendes Ziel.
Der Angriff erfolgt dann rasch und gnadenlos was die Zerstörung oder Beschädigung diverser Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiffe und Tanker zur Folge hat.
Da zeitgleich in einer zweiten Welle auch Flughäfen angegriffen werden stehen die unter Feuer befindlichen Schiffe der Attacke so gut wie Hilflos gegenüber.
An diesem Tag sterben ca. 2403 Amerikaner, 1178 werden verwundet, 12 Schiffe sinken und 164 Flugzeuge werden zerstört.
Dies hat zur Folge das Amerika in den Zweiten Weltkrieg einsteigt.

Tora!Tora!Tora! aus dem Jahr 1970, inszeniert von Richard Fleischer, Kinji Fukasaku und Toshio Masuda, besticht in erster Linie durch die Authentizität und Genauigkeit der Abläufe.
Gerade der für die Amerikaner wenig schmeichelhafte "Auftakt" wurde minutiös wiedergegeben.
Aber auch die Kampfhandlungen selber sind akribisch dargestellt und beeindruckend in Szene gesetzt.
Ich persönlich finde sogar viel besser und intensiver als in der CGI-Schmonzette namens Pearl Harbor von 2001.

Manche könnten sich daran stören das es hier zuviel Vorlauf gibt bevor der Angriff beginnt, aber ich finde das passt hervorragend und sorgt für Realismus genauso wie die Verwendung realer Charaktere wie z.b. Admiral Yamamoto, Commander Genda, Admiral Kimmel oder Henry Stimson.
In dieser ersten Hälfte des Films beherrschen Dialoge den Film und Abläufe werden erläutert.

Dann, ab der zweiten Hälfte, bricht die Hölle über Pearl Harbor herein und der Action-Faktor erhöht sich dramatisch.
Dialoge, Settings, Atmosphäre, Soundtrack und Story sind grandios und lassen keine Wünsche offen.
Ebenso die Effekte und Ausstattung.
Es wirken u.a. mit: Martin Balsam, Joseph Cotton, Jason Robards, E.G. Marshall, Neville Brand und Tatsuya Mihashi.
Dieser Film ist nicht nur ein Meisterwerk sondern auch ein authentisches Stück Zeitgeschichte.

Das Bild und der Ton sind merklich besser als bei der DVD was ein Upgrade rechtfertigt.
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am 10. November 2013
Klasse! Man kann jedes kleinste Detail erkennen z.B. die Gravierungen auf den Uniformknöpfen; natürlich auch, dass das Filmmaterioal stellenweise ganz schön körnig ist; aber so hat man das sicher auch im Kino gesehen. Und die Geschichte gefällt mir viel besser als in "Pearl Harbor" weil sie authentisch ist. Manches mag ein wenig altmodisch erscheinen, aber so war das damals. CGI ist ja schön und gut, aber hier hat man mit echten Flugzeugen gedreht. Ob man heutztage willens wäre, wieder einen solchen Aufwand zu treiben? Ich glaube nicht.
Am tollsten sind natürlich die Extras. Wie sie den Film konzipiert und realisiert haben ist mindestends genau so interessant wie der Film selbst.
Nicht dass jeder Film einen solchen Aufwand an Extras rechtfertigt aber hie rist es dem Anlass anggemessen.
Die besten Geschichten sind die wahen Gewschichten. Wem das nicht gefällt, dem ist nicht zu helfen...
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