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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
4
Die Zauberflöte
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

TOP 500 REZENSENTam 16. April 2016
Damit kein Zweifel aufkommt: Diese 2 CD-Box gibt nicht die ZAUBERFLÖTE wieder, sondern eine Bestandsaufnahme ihrer Musik. Gesprochen wird kein Wort. Die Zauberflöte ist aber ein Theaterstück und keine lose Aneinanderreihung von Musiknummern. Diese sind zwar vollständig, doch trotzdem haben wir es nur mit einem Querschnitt zu tun, einem Querschnitt zwischen der Musik und dem, wozu sie gemacht ist. So herrlich es auch überall singt und klingt: Dies ist eine stumme Zauberflöte. Warum darf es nicht ablaufen, das selige Spiel? Was weitergeht, geht falsch weiter, mit falschem Bezug. Durfte man sich so etwas leisten? Nein! Besonders dann nicht, wenn man eine Besetzung auf die Beine stellen konnte, die in allen Teilen nur als Luxus bezeichnet werden kann. Wann gab es (und erst recht gibt es noch einmal) eine Elisabeth Schwarzkopf, eine Christa Ludwig, eine Marga Höffgen, die nichts anderes zu singen haben als die drei Damen? Die drei Knaben werden von Agnes Giebel angeführt! Gerhard Unger mit seinem kräftigen, hellen Tenor leiht dem Monostatos seine Stimme. Als Sprecher ist Franz Crass aufgeboten, uns in Sarastros Reich einzuführen. Wie wichtig ist ein solches Aufgebot! Lucia Popp singt die sternenflammende Königin, mit Koloraturen, in denen die Staccati funkeln wie die Diamanten in einem Perlenkollier. Ihr nimmt man ab, daß in ihrem Herzen wahrhaftig "der Hölle Rache kocht". Und dann erst die Hauptrollen: Nicolai Gedda als Tamino. Wer könnte einen nobleren, aristokratischeren Prinzen darstellen? Gundula Janowitz ist Pamina. Dies Bildnis ist bezaubernd schön und ihre Stimme von engelgleicher Reinheit. Als Sarastro ist Gottlob Frick nicht zu schlagen. Mit schwarzem, majestätischem Baß gestaltet er die ein wenig statische Rolle. Und der Papageno von Walter Berry: Wann gab es je einen vergnügteren und vergnüglicheren Vogelfänger als ihn? Es ist alles in allem ein Stimmenfest, wie es keine andere Aufnahme in dieser Vollkommenheit auch nur annähernd zu bieten hat. Schließlich der Philharmonia Chor (Einstudierung: Wilhelm Pitz) und das Philharmonia Orchestra London: Spitzenmäßig in allen Gruppen und Lagen. Otto Klemperer dirigiert es majestätisch, klug und weise.
Ein beglückendes, verzauberndes Mozart-Fest. Warum nur hat es nicht Zauberflöte sein dürfen? Wer war für diesen Torso verantwortlich? Eine einmalige, unwiederbringliche Chance wurde vertan - und trotzdem: 5 Sterne reichen nicht aus für das, was dem Ohr geboten wird.
Die Textbeilage ist sehr dürftig ausgefallen. Ob es eine gute Idee war, statt eines Libretto eine CD-ROM mit dem Operntext beizusteuern, wage ich zu bezweifeln.
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am 22. September 2009
Diese Aufnahme von 1963 stritt sich jahrzehntelang mit der wenig später entstandenen Einspielung bei der Deutschen Grammophon unter Karl Böhm (mit Wunderlich, Fischer-Dieskau, Crass) um den Rang der Referenz. Auch heute kann sie sich durchaus hören lassen:

Die gesamte weibliche Besetzung ist bis heute unübertroffen, allen voran die blutjunge Gundula Janowitz mit ihrer sehr seelenvollen Darstellung der Pamina. Ihre später so dramatische Stimme passte damals noch gut zu dem jungen Mädchen, ohne dass sie zum Püppchen wird: Mit ihrer glockenklaren und vibratoarmen Stimme wird sie - mit Recht - zur eigentlichen Heldin des Stücks. Ihre Arie "Ach, ich fühl's" ist der tragische Höhepunkt der Oper.

Fabelhaft ist auch Lucia Popps Königin der Nacht: Obwohl die Sängerin damals ganz am Anfang ihrer großen Kariere stand, bleibt sie weder der Technik noch dem Ausdruck der Rolle etwas schuldig. Hier ist endlich auch die erste Arie der Königin glaubhaft!

Und die Besetzung der drei Damen u. a. mit Elisabeth Schwarzkopf (herrlich überdreht!) und Christa Ludwig kann eigentlich nur als akustische Völlerei bezeichnet werden!

Großartig und bis heute voll überzeugend ist der Papageno von Walter Berry: Der gebürtige Wiener verfügt nicht nur über eine kernige, unverkennbare Baßbaritonstimme, sondern auch über den nötigen Humor für die Rolle: Dadurch braucht er im Gegensatz zu vielen Ausländern (sprich: Deutschen) nicht zu übertreiben und bringt trotzdem ein hinreißendes Portrait des Naturmenschen zustande.

Auch die Besetzung des Sprechers ist schlicht sensationell - Franz Crass, später bei Böhm dann ein bis heute unübertroffener Sarastro, singt dazu noch den zweiten Geharnischten neben dem stets unterschätzten Heldentenor Karl Liebl.

Eine schwache Stunde hatte dagegen bei dieser Aufnahme der große Gottlob Frick: Seine Stimme, die an sich noch mehr 10 Jahre später völlig intakt war, wirkt hier brüchig und unsicher. Er war offenbar indisponiert - vielleicht hätte er lieber Crass die Rolle des Sarastro überlassen sollen.

Nicolai Geddas Tamino ist dagegen Geschmackssache: Technisch sicher hervorragend und sogar Fritz Wunderlich leicht überlegen, dafür aber mit ziemlich viel Vibrato und einem etwas kühlen Timbre, das zumindest zu dieser Rolle des schwärmerischen Jünglings nicht so gut passt. In dieser Rolle überzeugen mich Wunderlich und Anton Dermota mehr.

Der zweite Problempunkt der Aufnahme ist der Dirigent: Otto Klemperer wählt wie immer sehr langsame, feierliche Tempi, die heute reichlich antiquiert anmuten. Allerdings zeigt der direkte Vergleich mit Böhm, der ebenfalls nicht von der Stelle kommt, dass Klemperer weniger steif und eckig musizieren lässt. Auch die Entscheidung des Dirigenten, die gesprochenen Dialoge wegzulassen, ist bedauerlich. So kommt eher der Eindruck eines Querschnitts als einer vollständigen Oper auf.

Alles in allem also immer noch eine sehr empfehlenswerte Aufnahme, wenn auch vielleicht im Vergleich zu neueren Einspielungen wie der zweiten Solti-Aufnahme (Moll, Heilmann, Ziesak, Jo) und der unheimlich spannenden Östman-Einspielung (Streit, Bonney, Jo, Cachemaille, Sigmundsson) nicht mehr der absolute Maßstab.

Aber wenn ich nur die Wahl zwischen vor 1990 entstandenen Aufnahmen habe, würde ich entweder bei dieser landen oder bei der ersten Karajan-Aufnahme von 1950 mit Anton Dermotas herrlichem Tamino, Wilma Lipp, Erich Kunz, Irmgard Seefried und George London. Der Firma wäre es egal, es ist ebenfalls die EMI.
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. Juli 2011
Zuerst ein Warnhinweis für Käufer, die noch keine Einspielung dieser Oper besitzen: Hier fehlen die gesprochenen Dialoge, die gerade in der "Zauberflöte" das eigentliche Herzstück der Handlung bilden. Der Dirigent Otto Klemperer wollte nur die fantastische Musik Mozarts abbilden und bestand auf das Weglassen der gesprochenen Texte. Ich finde das unglaublich schade.

Allerdings ist diese Aufnahme insoweit zu empfehlen, daß traumhafte Sängerstimmen vereint wurden. Ganz besonders berückend singt Gundula Janowitz die Pamina, wie ein goldenes Glöckchen klingt ihre zauberhafte Sopranstimme.

Ich kann daher diese Aufnahme nur Käufern empfehlen, die schon eine andere, wirkliche "Gesamtaufnahme" der Zauberflöte haben. Denn ohne Dialoge kann man der Handlung in keiner Weise folgen.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Mai 2012
Diese Einspielung stellt für mich seit Jahrzehnten das Non plus Ultra an Besetzung dar.
Einfach traumhaft. Die Tonqualität muss sich nach de digitalen Remastering
vor heutigen Recordings nicht verstecken.
Glücklicherweise hat man auf die (albernen) Sprech-Dialoge ganz verzichtet.
Bei einer Liveaufführung in der Oper mögen diese ja noch angehen, aber auf
CD kann man doch spätestens beim zweiten Hören gut auf sie verzichten.

Mike Zimmermann
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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