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Kundenrezensionen

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am 9. Februar 2016
Im November 1969 veröffentlichte Bowies damalige Plattenfirma Philips seine zweite LP in Großbritannien kurioserweise unter demselben schlichten Titel DAVID BOWIE wie das rund zwei Jahre zuvor erschienene Debutalbum. Da der Erstling aber nahezu unbemerkt blieb, wurde dies von niemandem bemerkt. In den USA erschien die Platte unter dem Titel MAN OF WORDS/MAN OF MUSIC. Nach dem Durchbruch als Ziggy Stardust wurde die LP weltweit unter dem heute meist gebräuchlichen Namen 'SPACE ODDITY' wiederveröffentlicht.

Eben jener Song über Major Tom ist auch heute noch der mit Abstand bekannteste Beitrag und vielleicht auch der beste Song der Platte. Dabei deutete zunächst nichts darauf, dass dies Bowies erster Hit werden würde. Weder Bowie noch sein damaliger Manager erkannten das Hitpotential von Space Oddity. So wurde eine frühe Version vom Februar 1969 als Beitrag für den Film Love You Till Tuesday genutzt. Das Ganze klingt aus heutiger Sicht harmlos-verspielt und scheint nur wenig mit dem uns bekannten David Bowie ( wer immer das auch gewesen sein mag) zu tun zu haben. Bowie spielt hier sowohl den Mitarbeiter der Bodenstation als auch Major Tom. Tony Visconti, der das Album produzieren sollte, gefielen alle Demosongs, bis auf Space Oddity. So wurde der Song bei der Neuaufnahme letztendlich als einziger der LP nicht von Visconti sondern von Gus Dudgeon produziert. Space Oddity wurde zunächst jedoch nicht im Radio gespielt. Da half es auch nicht, dass Freunde das Lied vor dem berühmten Hyde Park Konzert der Stones als Beschallung laufen ließen. Erst nachdem die BBC Space Oddity als Hintergrundmusik für die Liveübertragung der ersten Mondlandung in die britischen Fernseher schickte, kam die Sache ins laufen. Der Song ist zu Recht ein Klassiker und ich mag ihn sehr. Das Thema des Songs, Isolation und Entfremdung, beschäftigte David Bowie für den Rest seiner musikalischen Laufbahn.

DAVID BOWIE/SPACE ODDITY wirkt in großen Teilen unverstellt und natürlich. Bowie scheint von echten Empfindungen zu singen und das hat sehr viel Charme. So wirkt die Platte zumindest auf mich. Nach dieser Platte wurde Bowie sehr schnell das kühl kalkulierende Pop-Chamäleon, das sich meist sehr überzeugend in Rollen, Posen und Drogen ausprobierte und jede Menge guter Scheiben produzierte , der Welt dabei aber eher als faszinierendes Rätsel oder vom Himmel gefallener Alien denn als Mensch mit Gefühl erschien. Der Stil von DAVID BOWIE/SPACE ODDITY lässt sich am besten als Folkrock mit psychedelischen Elementen beschrieben. Das folkrockige, blues-harmonika-befeuerte Unwashed And Somewhat Slightly Dazed nimmt schon den Glamrock a la Ziggy Stardust vorweg und gehört zu den besten Songs auf dieser Platte. Charme verbreitet das nur 42 Sekunden lange Don't Sit Down, am Schluss hört man Bowie lachen. Auf jeder Bowie Scheibe der 70er wäre der kurze Jam-Song der Eismann-Kontrolle im Schneideraum zum Opfer gefallen. Das neuneinhalb minütige Cygnet Committee und Memory Of A Free Festival setzen sich jeweils mit der Hippiekultur auseinander. Der erste der beiden Songs, Bowie hielt ihn damals für den besten Song des Albums, ist ein kritisches Statement über die Love & Peace Generation. Wie die Sache gut anfing bis auch die Hippies offenbarten, dass sie wie alle anderen sind, ich-bezogen, materialistisch und bereit einem Idol/Führer hinterher zu laufen. Memory Of A Free Festival, knapp über sieben Minuten lang, ist eine romantisierende Erinnerung an das von Bowie mitorganisierte Kunstfestival in London im August 1969. Der Song endet mit einem längeren Fade Out-Refrain (''the sun machine is coming down''), dies erinnert von der Machart her an Hey Jude von den Beatles. Mir gefallen die beiden Tracks gut und ich finde sie im Gegensatz zu manch anderem Bowie-Fan auch nicht zu lang.

In Rezensionen über DAVID BOWIE/SPACE ODDITY kann man häufiger lesen, dass die Songs teilweise unausgegoren seien, die Power fehle und Bowie sich hörbar noch nicht sicher gewesen sei, wo er hingewollt habe. Da ist viel dran, in manchen Songs wirkt Bowie als Künstler noch unsicher. Das hört man wie ich finde auf keiner weiteren Scheibe mehr. Auf der Platte entdecke ich viel Charme und eine Wärme, die ich erst auf BLACK TIE WHITE NOISE wiederfinde. Dies wirkt manchmal auch ein klein wenig 'naiv' und insofern für David Bowie absolut untypisch. Letter To Hermione ist so ein Song. Der Song, wie auch An Occasional Dream, handelt von Bowies erster Liebe Hermione Farthingale. Bowie sagte, dass er sich nach dem Ende der Beziehung in einer düsteren und melancholischen Stimmung befunden habe. Er war der Verlassene, in diesem Song drückt er das aus, was er ihr gerne gesagt hätte. Beide Songs sind keine Bowie Klassiker und erinnern ein wenig an Simon and Garfunkel, die Bowie (zumindest damals) schätzte. Ich höre sie gerne, vielleicht auch aus nostalgischen Gründen. Vielleicht auch, weil ich hier das Gefühl habe, durch die Songs von David Bowie etwas von David Robert Jones zu hören, bevor er zur kontrollierten, kühlen und sehr beeindruckenden Kunstfigur wurde, die er stellvertretend in die Welt hinausschickte.

Janine, der Song gefiel Tony Visconti am besten, hätte musikalisch auch auf HUNKY DORY gepasst. Ein Bowie-Rocker kurz vorm Glam Rock. Wild Eyed Boy From Freecloud, klassisch orchestriert, handelt von einem Jungen, der wegen seiner Andersartigkeit von den Bewohnern eines Dorfes gehängt werden soll. Der Freecloud genannte Berg rettet den Jungen und zerstört das Dorf. Erinnert an Mystik a la Tolkien und ist ein typisches Kind seiner Zeit. Das etwas rührselige God Knows I'm Good erzählt die Geschichte einer alten Frau, die als Ladendiebin ertappt wird. Der Song erinnert an den Stil einiger seiner Songs des 67er-Debuts und hat eindeutig Kitsch-Potential. Keith Christmas, der auf der Platte akustische Gitarre spielt, erinnert sich, dass Bowie beim Anhören des Songs in Tränen ausbrach. Bowie hatte grundsätzlich einen starken Drang zur Theatralik. Während der Aufnahmen zur Platte ( Juni ' September 1969 ) verstarb sein Vater, er wurde zuvor von Hermione Farthingale verlassen und damals schwankte er noch zwischen der kalten, mitunter berechnenden Person, die er von den Siebzigern bis Ende Achtziger/Anfang Neunziger zumeist sein sollte und dem Jungen aus dem Süden Londons, der durchaus zu Wärme und Gefühlen fähig ist. Bowie selber war überzeugt, dass sein Image als Eismann erst durch die Schicksalsschläge des Jahres 1969 geformt wurde.

Auf der 40th Anniversary Limited Edition gibt es noch eine interessante zweite CD. Hier hören wir Demoversionen von Space Oddity ( Januar 1969 ) und An Occasional Dream ( März/April 1969 ), die Stereoversion der (Mono-) Single The Prettiest Star sowie deren ursprünglich geplante B-Seite London, Bye, Ta-Ta ( in zwei Versionen ). Drei Lieder stammen von der Dave Lee Travis Show / BBC Radio vom October 1969, Let Me Sleep Beside You & Janine, die man sonst nur auf BOWIE AT THE BEEB bekommt sowie erstmals Unwashed And Somewhat Slightly Dazed. Wild Eyed Boy From Freecloud gibt es hier sowohl als alternativen Mix als auch als Version ohne Orchester. Diese Version wurde als B-Seite der Space Oddity-Single genutzt. Daneben findet man noch einen alternativen Mix der The Prettiest Star-B-Seite Conversation Peace und die im Juli 1970 als Single veröffentlichte elektrische Neueinspielung von Memory Of A Free Festival Part 1 & 2. Beide Versionen gab es bereits auf der 1990er EMI/Rykodisk-Neuauflage der Platte. Einen alternativen Mix der 69er-Version hört man hier auch. Der letzte Song ist die italienische Version von Space Oddity, Ragazzo Solo, Ragazza Sola. Ein nettes Souvenir. Für den mit David Bowie vertrauten Hörer ist diese zweite CD mit einer Laufzeit von mehr als einer Stunde eine lohnende Zugabe. Man wünscht sich einerseits zu allen Bowie-Platten, soweit vom Material her möglich, eine solch großzügige und umfassende Edition. Andererseits würde es mir nicht schmecken, alle meine vorhandenen Bowie-Scheiben zu ersetzen oder zu ergänzen.

Die CD ist auch schön gestaltet. Innen findet man ein ausführliches Booklet zur Entstehung der Songs und der Raritäten, dazu einige gute Fotos aus jener Zeit. Für diese Auflage wurde wieder das Original Cover der 1969er UK-Ausgabe mit dem schlichten Titel DAVID BOWIE verwendet. Auf der Rückseite findet sich das originale Backcover von Bowies Freund ( dem er seine zweifarbigen Augen verdankt ) George Underwood. Das psychedelische Bild ist schön gestaltet und enthält interessante Details. Das Gesicht von Hermione Farthingale blickt uns vom Freecloud-Berg entgegen. Links unten sehen wir eine alte Frau, vermutlich die Ladendiebin aus God Knows I'm Good, eine Pierrot-Figur nimmt sie in die Arme. Im August 1980 veröffentlichte Bowie die Single Ashes To Ashes. Mit dem Song verabschiedete er für sich die 70er und löste die Geschichte von Major Tom, seiner ersten Kunstfigur, auf. Major Tom war nach elf Jahren im Weltraum ein Junkie geworden oder er war es immer schon und der Text von 1980 beschrieb nur die Drogenvisionen eines Junkies. Im wunderbaren Videoclip zu Ashes To Ashes redet am Ende des Films eine alte Frau ( '' my mama said to get things done you'd better not mess with Major Tom'' ) auf den sichtlich unzufriedenen Bowie-Pierrot ein. Ich kann mir vorstellen, dass dies sowohl ein Hinweis auf Bowies Mutter sein könnte, mit der ihn lange Zeit eine sehr schwierige Beziehung verband als auch eine Verbindung zum Cover der LP von 1969 darstellt.

DAVID BOWIE/SPACE ODDITY ist ein schönes Album. Es hat einige Schwächen, es gibt keine einheitliche Linie, David Bowie kann sich nicht recht entscheiden, wohin die musikalische Reise gehen soll. Wenn er 1972 nicht Ziggy Stardust auf die Welt geschickt hätte, wäre er mit der Single Space Oddity nur ein One Hit Wonder geblieben ( das kann man sich heute eigentlich nicht mehr vorstellen ), die LP verkaufte sich nicht sonderlich gut. Mir gefällt die Platte jedoch sehr gut, ich mag die Songs und die Atmosphäre des Albums. Ich finde die Scheibe charmant und kann auch Songs wie Letter To Hermione oder God Knows I'm Good viel abgewinnen. Ganz zu schweigen vom Klassiker Space Oddity und den längeren Songs des Albums. Das reguläre DAVID BOWIE/SPACE ODDITY-Album bekommt von mir knapp 5 Punkte. Die exzellente Bonus-CD der 40th Anniversary Limited Edition ebenso.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Oktober 2009
..wird Bowie's erstes ernstzunehmendes Album von 1969, das ihm mit dem Titelsong auch seinen ersten großen Hit bescherte. Die Jubiläums Ausgabe zum 40er ist eine gute Gelegenheit diesem Album ein wenig Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen.

Bowie war hier natürlich noch nicht der kalkulierende, sich bis zur Selbstaufgabe vermarktende Rock Profi, sondern eher ein naiver, aber talentierter songwriter, der sich am (leicht psychedelisch beeinflussten) Folk-Rock orientierte. Zum Titelsong muss man eigentlich nichts mehr sagen, der ist rundum gelungen, und sicher auch das beste - weil schlüssigste - Stück hier drauf. ,Unwashed & Somewhat Slightly Dazed' kommt dann zwar als treibender Blues daher, lässt aber schon wenig von dem Rock erahnen, den er dann ab Ziggy Stardust verbreitete. ,Letter To Hermione' ist ein eher schwächeres Stück, dass noch deutliche Mankos in seinem songwriting offenbart und mit der Hippie Hymne ,Cygnet Committe' war er dann thematisch auch schon wenig zu spät dran, obwohl das ein dynamischer song ist der sich sehr schön steigert. ,Janine' ist ins Ohr gehender gelungener Folk Pop. Die nächsten 3 Stücke bleiben leider kaum hängen, erst der closer ,Memory Of A Free Festival', der sich von einer wehmütigen, melodiösen Hippie Ballade zu einem slow rock jam wandelt gelingt hier wieder recht gut.

Mit diesem Album war er zwar als songwriter noch nicht angekommen, aber es offeriert schon eine gewisse Bandbreite, die bis 1974 eigentlich prägend für Bowie's songs wurde. Songwriter Pop, Folk, Blues, Rock, und auch ein wenig Soul sind hier schon wahrnehmbar, und wenn man seine Alben Klassiker schon alle hat, dann lohnt es sich durchaus dieses Album mal zu entdecken.

Die Bonus Disk bietet mit dem Demo von ,Space Oddity' dem non Album tracks ,Let Me Sleep Beside You', einer frühen Version von ,Prettiest Star' (dass dann auf Glam Rock aufegpeppt erst auf Aladdin Sane drauf war) und dem recht charmanten ,Conversation Piece', auch einige Gustostückerl für Bowie Fans.
Grosses Lob noch für das Remastering, dass dem originalen Vinyl Album Mix jetzt sehr nahe kommt und schön transparent klingt. Eigentlich 3 einhalb Sterne, aber das geht ja nicht, deswegen runde ich wegen der hier vorliegenden, wirklich gelungenen Ausgabe mal auf 4 auf.
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HALL OF FAMEam 5. September 2002
"Space Oddity" - "This will be a Hit, Davie!" sagte damals aufmunternd Marc Bolan zu seinem Schulfreund Bowie, nachdem dieser etliche Flops gehabt hatte und Bolan mit seinen Tyrannosaurus Rex bereits zum Londoner Undergrounds gehörte.
Seine neue Plattenfirma Mercury brachte den Song über Major Tom genau 10 Tage vor der geplanten Mondlandung der Apollo heraus. Blieb bis 1972 Davids einziger großer Hit.
- "Letter to Hermoine2 und "An Occasional Dream" sind ziemlich melancholisch und düster. Seine Freundin Hermoine hatte David nach 2 Jahren verlassen,
- "Janine" hat einen gute Melodie und ein eingängiges Riff
- "God knows I am Good" ist von einer alten Frau, die als Ladendiebin erwischt wird. Das Akustik-Gitarrenriff ist toll.
- "Memories of a Free Festival" waren Eindrücke eines Theater-, Kinder- und Popereignisses dieser Tage, hat einen langen Refrain wie "Hey Jude". Hier klingt Bowie positiv und nicht kompliziert.
- "Cygnet Commitee" ist vielleicht der beste Song (10 Minuten), ein zum Ende immer dramatisch werdendes Statement über die damalige Hippie-Kultur. Hier spürt man erstmals die progressive und sinistre Phantasie, die ihn später Songs wie "Station to Station" schreiben lies.
Das Album ist sehr anders als was Bowie später gemacht hat. Gefällt mir um Strecken besser als der z.T. recht alberne Erstling (Laughing Gnome, etc.) und das schräge Folgewerk "Man who sold the World". Handeln z.T. von seinen ersten Erlebnissen mit seiner Freundin, mit der er ein kleines Dachgeschoss-Zimmer teilte und anderen Londoner Erinnerungen. Die Songs sind meist akustisch gespielt und zeigen textlich und musikalisch einen noch relativ natürlichen Bowie, der mit seinen Songs ein breites Publikum erreichen wollte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. März 2013
Ich beschränke mich in meiner Rezension auf die Besonderheiten dieser Ausgabe, denn wer überlegt, diese Ausgabe zu kaufen, der liebt entweder Bowie oder das Space Oddity-Album oder meistens vermutlich sogar beide, da scheint es mir überflüssig etwas zu dem Original-Album zu sagen.

Die Doppel-CD wird als Digipack geliefert und enthält ein 30-seitiges Booklet, die Original-CD und und eine Bonus-CD, die 15 Titel umfasst.

Das Booklet enthält leider nicht die Texte ist ansonsten aber ein echter Schatz für den Bowie-Fan. Neben Hinweisen zur Entstehungsgeschichte und den Einflüssen, die Bowie sowohl musikalisch als auch textlich verarbeitet hat. Dies beginnt bei dem den meisten wohl bekanntem Einfluss von "2001: A Space Odyssey" auf Bowie, aber die Hintergründe von "Wild Eyed Boy from Freecloud" dürften vielen unbekannt sein, auch der Zeitungsbericht, der der Auslöser für "God knows I'm Good" gewesen sein soll, lässt Rückschlüsse auf die Arbeitsweise von Bowie zu.

Auch die Abneigung, die Tony Visconti gegen "Space Odditiy" hatte, die soweit ging, dass er das Lied nicht produzieren wollte, ist vielleicht nicht allen bekannt. (Dies führte dazu, dass der Rest der Platte von Tony Visconti produziert wurde, Space Oddity jedoch von Gus Dudgeon).

Auch was über die erste Zusammenarbeit von Rick Wakeman berichtet wird ist allemal lesenswert. Uswusf., also allein das Booklet würde den Kauf schon lohnen.

Vollends lohnend wird die Angelegenheit aber durch die zweite CD. Allein die Demo-Version von "Space Odditiy" haut einen um: David Bowie (vocals, guitar, stylophone) und John 'Hutch' Hutchinson (vocals, guitar). Das sollte man gehört haben!
Gilt auch auch für die Version von "An Occasional Dream" in der gleichen Besetzung.
Bei der ersten "Wild Eyed Boy From Freecloud"-Version auf dieser CD handelt es sich um die B-Seite der 69'ger Single-Ausgabe von "Space Oddity" mit Paul Buckmaster am Cello.
Es folgen drei BBC Radio Sessions, danach dann eine "London, Bye, Ta-Ta"-Version, die es bislang nur auf der 4 CD-Box "Sound + Vision" zu hören gab. Es folgt eine "The Prettiest Star"-Version, die es vorher nur auf "David Bowie - The best of 1969/1974" gab (Marc Bolan spielt die Gitarre!). Bei dem "Conversation Piece" handelt es sich um eine zuvor unveröffentlichte Version. Part 1 + 2 von "Memory of a free Festival" entsprechen der Single Ausgabe aus dem Jahr 1970 (Mick Ronson spielt hier die Gitarre). Danach dann wieder drei bislang unveröffentlichte Abmischungen in der gleichen Besetzung wie auf dem Originalalbum. Abschließend dann die italienische Version von "Space Oddity" in der Besetzung David Bowie, Mick Wayne, Herbie Flowers, Terry Cox und Rick Wakeman.

Von mir eine klare Kaufempfehlung!!
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am 30. April 2000
Das Album ist genial, vom ersten bis zum letzten Song, allein die unglaubliche Melodienvielfalt machen das Album um die "Space Oddity" zu einem Meisterwerk, auch wenn der Titelsong, schon wegen seiner unschlagbaren "Story", aus dem Album herausragt, sind viele der anderen Tracks auf diesem Album durchaus heranreichend genial: An Occasional Dream überzeugt schon allein durch seine melancholische Melodie, "God knows I'm Good" entwickelt eine mitreissende Power. Ein Muss!
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1969 war von David Bowies Image als Paradiesvogel noch nicht viel zu sehen. Bei seiner ersten ernstzunehmenden Studioarbeit, die ursprübglich unter dem Titel Dvid Bowie veröffentlicht wurde, begeleiteten ihn routinierte Musiker wie Keyboarder Rick Wakeman ("YES") Gitarrist Tim Renwick oder der Symphoniker Paul Buckmaster. Sein späterer regelmässiger Kollaborateur Tony Visconti produzierte, mit Ausnahme eines Liedes. Das von Stanley Kubricks Weltraumopus "2001: Odysee im Weltraum" inspirerte "Space Oddity" ist Bowie erster Hit und eine der sagenumwobenen Schöpfungen des Rock, Dank des geheimnisvollen Charakters "Major Tom", dessen Drogensucht der Sänger 1980 in "Ashes to Ashes" offenlegte.
Der Rest des Albums hatte indes wenig Ähnlichkeit mit seiner Eröffnungsnummer, Klasisches Songschreiberhandwerk wie im folk-angehauhcten " An Occasional Dream" dominierte. " Unwashed and Somewhat Slightly Dazed" ist stark von "Bob Dylan" inspiriert, während das experimentelle "Cygnet Comittee" mit psychedelischen Elementen angereichert, ala "Syd Barett"(RIP), war und erahnen ließ, zu welchen Großtaten der Brite später fähig sein würde. Bei der Erstveröffentlichung bleib seine zweite LP hinter denErwartungen der Plattenfirma zurück, erst als Bowie mit dem Geniestreich "Ziggy Stardust" 1972 den Durchbruch feierte, wurde die Scheibe unter dem Titel "Space Oddity" und einem anderen Cover wiederveröffentlicht. Neuauflagen dieses wichtigen Stücks Rockgeschichte gab es einige. Die nun hier erhältliche "40th Anniversary Edition" enthält 15 Bonustracks, darunter BBC sessions, altenative, zum Teil vom Album stark abweichende Versionen, wie das Demo von "Space Oddity" und das in zwei Hälften geteilte "Memory Of A Free Festival" bei dem der spätere Sidekick "Mick Ronson" an der Gitarre zu hören ist. Kurze Hörproben kann man unten abrufen.
(Q: "Rocks" 6/2009 Markus Baro)
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am 20. Juni 2003
Der Titeltrack dieses Albums setzte damals einen Maßstab an dem der Rest der Songs merklich zerbrach.
Bowie miemt den Singer/Songwriter doch es will im nicht so recht gelingen. Stellenweise gibt es mit "Wild Eyed Boy From Freecloud" und "Memory Of A Free Festival" (wurde 1998 für Dario G's "Sunmachine" verwurschtelt) noch nette Ideen aber die meisten Songs versinken doch im Mittelmaß.
Leider wurden von der neuen Auflage der CD die, mit Mick Ronson eingespielten, Single Versionen von "Memory Of A Free Festival" entfernt.
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am 20. Februar 2010
Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten einander nicht finden...
Wer kennt nicht die Steigerung der Tonhöhe in diesem Liedchen, die das Drama der Entfernung untermalt. Bowie verfährt im ersten Song, der den verlorenen Astronauten, der steuerungs- und kontaktlos im Raum abdriftet zum Thema hat, nach einem ähnlichen Schema, das die Verlorenheit im Universum noch mit Mollklängen melancholisiert und im Unterschied zwischen lautem und leisem Gesang den Dialog Bodenstation und Raumkapsel isomorph-ikonisch imitiert. Der Text tut ein übriges, die spezifisch verzweifelte Stimmung zu verdeutlichen. Gitarren zeichnen klimpernd im Instrumentalpart die Bewegung der Raumkapsel bei Start und Abdriften. Wenn nun Steve Miller auf schnörkellose Weise genau so klingt, wie es die Begleitmusik der Raumfahrtzeit tun soll, dann zeigt Bowie die verspielt-ornamentierte Version der komplizierten Melodieführung, die sich von Stück zu Stück weiter steigernd so fortsetzt und vom radiokompatiblen Space Oddity bis zum Memory of a Free Festival reicht. Zeittypisch sind die meisten Stücke lang gehalten, Don't sit down, eine Art Bluesnummer, fällt mit 40 Sekunden aus dem Rahmen.
Eine der fantasievollsten, besten Bowie-CDs, das Remastering nimmt der Technik der Siebziger unangenehme Härten. Guter Einstieg in den, sagen wir, nichtkommerziellen Bowiekatalog.
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am 28. Juli 2014
Zu der Musik möchte ich gar nicht so viel schreiben. Das herausragende "Space Oddity" dürfte jedem Bowie-Fan bekannt sein. Bei dem Rest des Albums handelt es sich um etwas sperrigen, psychedelisch-angehauchten, Folk-Rock. Die Musik ist auf jeden Fall weit entfernt von den Sachen, die David Bowie nach "Ziggy-Stardust" in den 70er-Jahren gemacht hat.

Die LP an sich ist aber sehr schön gestaltet. Das Album kann man aufklappen und innen sind alle Songtexte abgedruckt. Zudem gibt es auf der LP-Innenhülle interessante Erläuterungen und zu jedem Song eine Beschreibung. Außerdem ist noch ein zusammen gefaltetes großformatiges blau-weißes Konzert-Poster beigelegt.

Für die Ausstattung der LP gibt es von mir 5 Sterne, für die Musik 3 bis 4, also in der Summe 4.
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am 2. April 2016
ein der ganz großen Künstler der Rockmusik.
Inzwischen haben sehr viele Titel von ihm bei mir angesammelt.
Ich mag ihn und schätze ihm sehr.
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