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am 28. Oktober 2009
Was wurde im Vorfeld spekuliert...
Synthesizer, EBM und mit Flood einen einschlägig bekannten Produzenten für elektronische Werke an der Hand. Am Sound von Depeche Mode, New Order oder Soft Cell hatte er mitgewirkt, aber auch bei dem von U2 oder den Smashing Pumpkins.
Das Ergebnis ist so ganz anders als die vorangegangen "The Back Room" und "An End Has A Start", welchem man aber positiv entgegensehen sollte, da die Zeit reif für neue Impulse scheint.

Mit dem Titeltrack fallen die Editors auch gleich mit der Tür ins Haus. Düstere Synthieteppiche, stark verzerrte Gitarren sowie Tom Smiths markantes Organ und ein fast schon martialisch anmutender Abgang der Instrumentierung geben dem Hörer nur eines mit auf den Weg: geh' ihn mit uns oder gar nicht.
Die Abkehr vom gitarrenlastigen Sound und rein in die Retroschleife um stampfende Beats und prägnante Synthesizer ist sehr mutig und gelingt bis auf zwei Aufnahmen. Bei "The Big Exit", welches zwar mit einem extrem oldschooligem Intro gesegnet ist, kann aber durch Smiths Stimmlagenwechsel ins Falsett schnell nervig werden und was sich die Engländer bei "Eat Raw Meat = Blood Drool" gedacht haben, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Ansonsten gibt's auf "On This Light in This Evening" gewohnt stilvolle Kost, wenn auch anders serviert. Einen Brückenschlag zum Vorgänger "An End Has A Start" sucht man zwar vergebens, aber "Like Treasure" kommt dem schon verdächtig nahe. Auch die Eigenschaft, fesselnde Hymnen zu kreieren stellen sie auch hier unter Beweis. Vor allem "Bricks And Mortar" ragt hier hinaus, das bei jedem Durchlauf zu wachsen scheint. Zudem sollte man auch "Walk The Fleet Road" als Highlight benennen, das einen ähnlich gefühlvollen Abgang darstellt wie zuletzt "Well Worn Hand".
"Papillon" entpuppt sich in der knapp fünfeinhalbminütigen Albumversion als echter Tanzflächenfeger, während "The Boxer" sich leise und fast schon heimlich in die Gehörgänge gräbt. Auch "You Don't Know Love" wartet mit enormen Ohrwurmqualitäten auf und entwickelt auf eine eigene Weise den Charme vergangener Editorstage.
Tom Smiths Stimme bleibt das Leitmotiv, kann trotz der umgebenden Synthetik jedoch weiter jeden Raum ausfüllen und Dank der professionellen Produktion wirkt die musikalische Untermalung stets hochwertig und nie billig.

Die Limited Edition beinhaltet eine CD, "Cuttings II" benannt, mit fünf Songs, die stilistisch dem Album nahesteht.
"For The Money" bleibt jedoch blass und entbehrlich, aber die knallenden Tracks "I Want A Forest" und "A Life Is A Ghost" erweisen sich als echte Grower und sind allein schon die Anschaffung wert. Bei "The House Is Full Of Noise" gibt es dann auch ordentlich krachende Gitarren - starke intensive Nummer.

Alles in allem ist Album Nr. 3 ein gewagtes Unternehmen der Editors, daß die Fans in zwei Lager spalten wird. Besonders die, die eine Abneigung gegen synthetisch erzeugte Sounds hegen, wird sehr viel abverlangt. Fans von 80er Synthesizerspielereien und Genregrößen wie beispielsweise Depeche Mode, aber auch der 90er Electrobewegung der Dark Wave-Abteilung werden eine neue Facette des Quartetts kennen- und aller Voraussicht nach auch lieben lernen.
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am 31. Oktober 2009
Ehrlich gesagt, habe ich auch etwas gebraucht, um diese CD so gut zu finden wie ich es jetzt tue. Ich war schon sehr überrascht, als ich die Single "Papillon" zum ersten Mal gehört habe. Damals dachte ich auch, dass der Sound sehr elektronisch geworden sei, nicht schlecht, aber nicht mehr typisch wir früher. Aber ich bin musikalisch recht offen, nicht gleichgültig, aber offen. Der Tiesto Mix von "Papillon" den ich auch hören konnte, ist nämlich erste Sahne aber stilistisch nicht gerade Editors.

... trotzdem die CD ist Editors und sie ist genial! Sie läuft bei meiner Freundin im Auto rauf und runter, sie läuft bei mir im Auto rauf und runter und das wichtigste: Sie läuft in meinem Kopf!

Die Titel bestechen durch den einzigen und typischen Gesang der Editors, instrumental sind die Stücke sehr abwechslungsreich und bilden doch eine Einheit. Die von Editors gewohnten Elemente sind gleichwohl auch vorhanden, sie sind nur integriert worden in eine einzigartige Komposition für's Ohr.

.. und gerade jetzt, wo ich einen Anspieltipp für die CD geben will und nochmal reinhöre, merke ich, dass das extrem schwierig ist und fast gar nicht geht. Die Stücke sind einzig individuell und grossartig ... Einfach mal mit "You don't know love" anfangen, das Stück, was am meisten aufbaut, in dem man auch gut was von den typischen Editors zu hören bekommt, dann Track 8 "Eat Raw Meat" das sicherlich das A-typischste ist aber dennoch einzig, "This house is full of noise" von der extra CD ... und dann nochmal zum Opener der "In this light and on this evening" ... I swear to god ... und von da an einfach die gesamte CD nochmal ... "The big exit", "The boxer" ... alles Ohrwürmer ...

Einziger Wermutstropfen ganz kurz gesagt: zu kurz! definitiv. Die Titel der Bonus CD hätten gleich mit auf das Album wandern können. So ist das zum Glück auch im Auto bei mir! :)

mit Sicherheit für mich eines der Alben 2009, wenn nicht sogar DAS Album!

Ganz grosses Kino ... im übertragenden Sinne! ;)
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am 26. Juni 2016
Natürlich war für mich "Papillon" der Kaufanreiz.
Jedoch bleibt das Werk hinter seinen möglichkeiten (meiner Meinung nach).
So einen Knaller wie "Papillon" sucht man ein zweites mal vergebens.
Ich würde das Album Fans von Düsterer Elektronik Empfehlen, jedoch den Fans vorangegangener Editors Alben raten, ersteinmal reinzuhören.
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am 7. Februar 2014
Dies ist für mich das erste Album von den Editors, und für mich als alter New Wave Freund ein großartiger stilistischer "Rückfall" in die gute alte Zeit der frühen Achtziger. Und das wunderbare "Papillion" ist richtig gut zum Abtanzen ! Die Stimme erinnert mich an Ian Curtis von Joy Division, und ansonsten findet man u.a. Stilelemente der frühen Simple Minds, Depeche Mode, Ultravox, a-ha, und auch Brian Eno grinst um die Ecke. Und das alles zu einem einzigartigen, düsteren Mix verquirlt. Wer diese Bands mochte, wird diese Scheibe lieben. Daumen hoch, 5 Sterne !
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am 9. Oktober 2009
...mit jedem Durchgang!
Habe das Album seit heute Nachmittag im Player und es läuft und läuft und läuft...
Ich bin mir nicht sicher, ob die Editors eine Konzeptplatte planten, aber diese ist so harmonisch, trotz oder gerade wegen der Synthesizer, dass es mich einfach umhaut!!!
Wat freu ick mir auf das Konzert im November!!!
Und bitte lasst die Editors einfach die Editors sein und Interpol Interpol und überhaupt...
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am 2. Dezember 2013
Diese Album ist das für mich bis jetzt Beste, selbst unter Berücksichtigung der neuen Scheibe "The Weight of Your Love". In dieser Edition gibt's als Bonus nicht nur einen Titel mehr, sondern gleich eine ganze CD. Die vielen kleinen Soundtüfteleien und Details kommen Glassklar über die Lautsprecher. Da haben sich die Produzent wirklich Mühe gegeben.
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am 10. August 2013
Ich habe selber habe das Album gar nicht gehört, entspricht nicht ganz meiner Musik. Es war ein Geschenk und der Beschenkte äußerte sich bisher nur positiv :-)
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am 31. Juli 2013
anders als ihre vorgänger, aber trotzdem genial.
nichtsdestotzotz fehlt mir irgendwie meine wimmernde, fast schreiende gitarre der vorgängeralben.
vielleicht im nächsten album wieder!?!?
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am 27. Juli 2013
Dies war ein Geschnek für meine Tochter, die diese CD jetzt rauf und runter hört. Sie wird bestimmt auch noch andere bestellen
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am 25. April 2010
Schöne Scheibe, geht gut ab, schön schnell, schöner Pop an der richtigen Stelle -
Wer Joy Division und Interpol mag, hat mit der Scheibe definitiv alles richtig gemacht.
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