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am 13. Dezember 2009
Zu F.W. Murnau's "Der Letzte Mann" aus dem Jahr 1924 ist bereits viel geschrieben worden, man kann genug darüber nachlesen, hier nur eine kurze inhaltliche Revision:
Emil Jannings verkörpert den alternden Hotelportier des Hotel "Atlantic", der vom Hotelmanager dabei beobachtet wird, wie er Mühe damit hat, das schwere Gepäck einiger Hotelgäste zu tragen. So wird kurzfristig entschieden, daß Jannings von diesem Dienst suspendiert werden und zukünftig nur noch als Toiletten Mann arbeiten soll, eine Tätigkeit, die ihn körperlich nicht so sehr fordern würde - eine schlimmere Degradierung kann es für diesen stolzen Mann nicht geben. Allabendlich nämlich stolziert er nach Schichtende mit seiner Dienstuniform durch das eher ärmliche Viertel, in dem er lebt, nach Hause und wird respektvoll von der Nachbarschaft begrüßt ... und das soll jetzt ein Ende haben?! Der ehemalige Portier kann sich damit nicht abfinden und stiehlt die ihm eben erst abgenommene Uniform und sei es, daß er sie nur noch ein einziges Mal tragen kann: Am Hochzeitsabend seiner Nichte, an dem die gesamte Familie zusammen kommt und an dem er um jeden Preis den Schein gewahrt wissen möchte. Obwohl er die Uniform im Anschluß unbemerkt wieder zurück ins Hotel schmuggeln kann, fliegt der Betrug auf, die Nachbarschaft verhöhnt ihn jetzt, woraufhin ihn die Familie verstößt ... er ist - unter gesellschaftlichen Aspekten betrachtet - "am Ende", ein gebrochener Mann. Doch dort, wo es am wenigsten erwartet wird, an seinem neuen Arbeitsplatz, im Toilettenraum, im Keller des Hotels (= buchstäblich ganz unten), nimmt sein Schicksal eine Wende ... und er wird überraschend zu einem wohlhabenden Mann, der zukünftig viel Geld in eben jenem Hotel "Atlantic" läßt, wo er folglich wieder respektiert wird.
Es wird gesagt, daß Murnau dieses Happy-End inszenierte, um die "Happy Endings" von Hollywood Filmen zu parodieren, es gibt ebenfalls die Version, daß Jannings Murnau um diesen Richtungswechsel ausdrücklich gebeten haben soll (wobei eins keinen Widerspruch zum anderen darstellen muß), doch soll es im Grunde immer Murnau's Intention gewesen sein - so ist die Vergabe des Titels zu verstehen - den (biblischen?) Spruch: "Die letzten werden die ersten sein!" effizient zu inszenieren ... was ihm, wie so vieles andere, hervorragend gelungen ist.
Auch zum Status dieses Films gibt es bereits genug Lektüre, quintessentiell sei hier kurz folgendes angemerkt:
Mit einer Ausnahme, kurz vor der "Schicksalswende", die den letzten Akt des Films einleitet, kommt dieser Film komplett ohne die ansonsten üblichen, oft unvermeidlichen Zwischentitel aus. Allein diese Tatsache war seinerzeit ungewöhnlich, bahnbrechend und wurde über Deutschland's, sogar über Europa's Grenzen hinaus (nämlich auch in Hollywood) ausgesprochen positiv bewertet - sprach sie doch zurecht für die transparente, schlüssige Regieführung, sowie für die hervorragende Darstellungskunst (mir fällt ansonsten auch nur Artur Robison's Film "Schatten" ein, der seine Handlung ebenfalls brilliant ohne einen Zwischentitel zu erzählen vermag).
Für diejenigen, die es bislang gar nicht wußten:
Emil Jannings war (einige Jahre später) der allererste Schauspieler überhaupt, der den Oscar als "Bester Hauptdarsteller" in Empfang nehmen durfte (prämiert wurden rückwirkend seine Leistungen für 2 Filme, die er allerdings unter der Regie von jemand anderem gezeigt hatte, nämlich Josef von Sternberg - noch vor dessen Marlene-Dietrich-Phase). Dieser Film trug immens dazu bei, Friedrich Wilhelm Murnau den Weg nach Hollywood zu ebnen, wo er später bei William Fox (dem ursprünglichen Gründer der Fox-Studios, später und bis heute als 20th Century Fox ein Begriff) persönlich einen Vertrag unterzeichnete. Murnau's Hollywood-Debut wurde dann der Film "Sunrise", in dem Janet Gaynor die weibliche Hauptrolle spielte ... und für eben diese Leistung erhielt sie später den allerersten Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" in der Geschichte dieser begehrenswerten Trophäe.
Es muß jedoch noch ein Dritter im Zusammenhang mit "Der Letzte Mann" erwähnt werden und das ist der Kameramann Karl Freund. Freund hat mit vielen Größen des deutschen Stummfilms zusammen gearbeitet (darunter Henny Porten, Ernst Lubitsch, Paul Wegener und auch Fritz Lang) und war u.a. beteiligt an Klassikern wie "Metropolis", "Der Golem", "Die Spinnen", "Varieté" oder auch Murnau's "Tartüff". Freund gilt - in der retrospektivischen Betrachtung der Filmhistorie - als innovativer Kameramann, der für die gesamte, weltweite, filmische Entwicklung (in Bezug auf sein Metier, die Kameraführung) innovative Techniken entwickelte. Dafür finden sich signifikante Beispiele auch in "Der Letzte Mann" (konkreter läßt sich dies durch das Ansehen des auf dieser DVD enthaltenen Making-Of-Bonusmaterials nachvollziehen). Wie für Murnau, so fungierte dieser Film auch für Karl Freund als finales Sprungbrett für eine zukünftige Hollywood Karriere. Wer den Vor/Abspann alter Hollywood Filme (z.B. "Dracula" mit Bela Lugosi) aufmerksam studiert, wird seinen Namen dort zuweilen als 'Cinematographer' aufgeführt entdecken können, im Falle des fantastischen Boris-Karloff-Films "The Mummy" (Die Mumie, 1932) führte er sogar Regie. Murnau und Freund waren zur Amerika-Premiere von "Der Letzte Mann" in New York anwesend und wurden dort für dieses Werk bejubelt.
Ich persönlich halte Friedrich Wilhelm Murnau für einen der begabtesten Regisseure des frühen deutschen Films und empfinde es daher als eine besondere Schande, daß einige (viel zu viele) seiner nachweislich gedrehten Filme als verschollen gelten (darunter einige mit dem grandiosen Conrad Veidt in der Hauptrolle). Ich kenne noch nicht einmal alle, die es dennoch auf DVD gibt (dieser Rückstand wird aber aufgeholt), empfehle generell aber, sich seine Meisterwerke anzusehen und dazu gehören zweifellos "Nosferatu" (der bis heute erhaltene, erste Vampirfilm), "Faust", "Tartüff" (beide ebenfalls mit Emil Jannings), "Sunrise" und natürlich ... "Der Letzte Mann" (gegenwärtig sind sie fast alle problemlos in Deutschland auf DVD zu erwerben).
Und warum ich diese Edition empfehle?
Ganz klar: Aus Gründen des Preisvorteils!
Die reguläre, durch die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung restaurierte und seit 2003 durch Transit Film vertriebene Version dieses Films ist genau diejenige, die nun, für ein paar Euro günstiger, in dieser Edition von 50 Deutschen Filmklassikern erschienen ist. Sogar das einmalige "Making Of" (das in vielerlei Hinsicht ausgesprochen interessante, wertvolle Informationen veräußert), ist auf dieser DVD Edition enthalten (da ich die reguläre Transit Edition bereits kannte, habe ich bei meinem eigenen Kauf dieser Version extra darauf geachtet), besser geht's gar nicht. Wen also der "Spiegel Kultur" Aufdruck nicht ausgesprochen stört, bekommt die restaurierte Filmversion (+ Making Of) jetzt für eine Weile "zum Vorzugspreis" ... ein Schnäppchen für Fans und Kenner, ein preisgünstiger Einstieg für Stummfilm interessierte Neueinsteiger. Neben "Metropolis" (der in seiner restaurierten Fassung von der UNESCO ins Weltdokumentenerbe integriert wurde und in dieser Form ebenfalls in dieser Reihe erschienen ist - allerdings ohne Bonusmaterial) gibt es wohl gegenwärtig keinen anderen, aufwendig restaurierten Stummfilm zu diesem Kurs zu erwerben. Dieses Angebot kann man nicht ignorieren, denn in einer auch nur einigermaßen gut sortierten Stummfilm-Sammlung darf dieser Meilenstein der Filmgeschichte garantiert nicht fehlen. Zugreifen!!! -- theSilentNoirFreak
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am 10. August 2016
Dieser Film erzählt seine Geschichte komplett nur in Bildern.
Der Begriff "Stummfilm" würde nicht zutreffen, da der Film seine erzählerische Kraft alleine aus seinen Bildern bezieht und die dazugehörige Musikkomposition unterstreicht dies noch zusätzlich.
Die Musik wurde von Giuseppe Becce, eigens für den Film komponiert.
Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau wollte immer den vollkommenen Film machen, ohne Zwischen - Dialog - Texttafeln, oder so wenig wie möglich, da er eine Geschicht in Bildern statt mit Worten erzählen wollte.
Das ist ihm mit diesem Meisterwerk wohl sehr gelungen.

Dieser Film beweist für was, dass Medium Film erfunden wurde!
Ähnliches gelang ihm noch mit "Sunrise - Sonnenaufgang (Oscar: Bester Film 1929)" und "Tabu".

Auf der DVD ist die restaurierte Fassung, mit zum Teil neuer Musik, da einige Teile der Originalmusik und die Notenblätter im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, zu sehen, so wie auch zu hören.
Eine sehr informative ca. 40-minütige Dokumentation runden die Extras ab.

Kameramann-Legende Karl Freund, führte bei unzähligen Meisterwerken die Kamera (z.B. Metropolis * D. 1926, Die Spinnen * D. 1919, Dracula * USA 1931, Michael * D. 1924 u.s.w.), aber er führte auch Regie nämlich zu dem Mumienfilm, aller Mumienfilme - "The Mummy - Die Mumie" * USA 1932 mit Boris Karloff und einem weiteren Horrorklassiker mit Peter Lorre "Mad Love" * USA 1935.

Karl Freund und Friedrich Wilhelm Murnau waren wohl die Erfinder der "bewegten Kamera", leider gilt das Werk "Der Januskopf" als verschollen, lediglich einzelne Fragmente weisen daraufhin, das dies der erste Film gewesen sein muß, mit der "bewegten Kamera".

Vielleicht ist das Werk dennoch wieder auffindbar und bekommt auch eine würdige DVD-Veröffentlichung wie "Der letzte Mann".

Fazit: Ein Filmklassiker auf einer würdigen DVD, so wünsche ich mir mehr davon (siehe meine Rezensionen)!
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TOP 1000 REZENSENTam 25. November 2012
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: STUDIOCANAL. ASIN: B002LEZ2HE
Filmtitel: Der letzte Mann.
Produktionsland: Deutschland. Premiere: 1924
Mit: Emil Jannings, Maly Delschaft u. A. Regie: Friedrich Wilhelm Murnau. Musik: Giuseppe Becce. Drehbuch: Carl Mayer
Literarische Vorlage: inspiriert nach Motiven des Romans "Der Mantel" von Nikolai Gogol aus dem Jahre 1842
Bild: gut / SW / 4:3. Zwischentitel: deutsch. Untertitel: keine
Filmlänge: ca. 88 Minuten ohne nachträglichen Vorspann
Specials: 40 Minuten Produktionsdoku mit ausführlichem Begleitkommentar in deutscher Sprache, Fotos, Interviews, Szenen, sowie wesentlichen Informationen über die technischen Effekte und Methoden
Genre: Stummfilm > Drama > Sozialdrama > Parabel

Beeindruckender Bilderreigen, starke Ausstattung samt beeindruckenden Kulissen.
Der Türsteher eines Luxushotels kommt in die Jahre. Unwissend, dass er seinen Zenit erreicht hat, wird er plötzlich zum Toilettenwärter im Untergeschoß degradiert. Der beleibte Mann mit Kaiserschnurrbart in stattlicher Uniform versah stolz seinen Dienst und schritt noch stolzer nach Hause in seine ärmliche Arbeitersiedlung, bewundert von allen Nachbarn. Nun ist alles anders. Entledigt seines statusgebenden Dienstmantels, traut er sich nicht nach Hause. Um seine Schande zu verbergen, stiehlt er die Uniform und macht seinen Mitmenschen etwas vor. Aber in Wirklichkeit verkraftet er die Sache nicht. Den Dienst auf der Toilette versieht er demütig und still. Dort nimmt er auch sein Essen ein. Sein Schwindel bei den Mitbewohnern fliegt aber bald auf. Alle wissen nun, dass er der Klomann ist und machen sich über ihn lustig.
Der Regisseur gestaltet im Finale ein absichtlich aufgesetztes Happy End, welches aufgrund seiner Unglaubwürdigkeit die Tragik der Geschichte eher noch verstärkt. Das Happy End aufgrund einer unerwarteten, wunderbaren Erbschaft suggeriert dem Zuschauer eher den visuellen Eindruck eines unerreichbaren Traumes von Glück, Wohlstand und Zufriedenheit, an welchen man gerne naiv glaubt.
Ähnlich den Lottospielern, die sich ihr Leben lang danach sehnen, einen Millionengewinn zu erzielen.
Ein Stummfilm, der fast gänzlich ohne Zwischentitel auskommt, weil die Bilder und Gestiken alles zeigen. Visuell klar und nachvollziehbar wird die Geschichte des Mannes erzählt. Emil Jannings beweist aufgrund vielseitiger Ausdruckskraft seine schauspielerische Qualität, die den Stummfilm bereichert.
Die Originalmusik von Giuseppe Becce ist großartig und klassisch. Sie wurde neu orchestriert und besitzt einen beeindruckenden Klang mit außerordentlich vielen Variationen, welche die Charakter der jeweiligen Szenen vortrefflich wiedergeben.
Im WC sitzt der Mann auf einem stinknormalen Holzsessel, unbequem, hart, unmenschlich. Dort isst er, schläft er, verzweifelt er. Ich erinnere mich an einen alten Mann, der einst von seiner Gattin gezwungen wurde, am Gang eines Zinshauses auf einem Holzsessel sitzen zu müssen.
Ein Meisterwerk der Filmkunst.
Mladen Kosar
PS: leider kann ich auf Kommentare nicht antworten.
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am 16. Juli 2013
Murnau at its best. Schon die Kamerafahrt in der Eröffnungssequenz ist für die damalige Zeit phänomenal. Die schauspielerische Leistung von Emil Jannings ist einzigartig und rührt fast zu Tränen. Ein Juwel der Stummfilmzeit...
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