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am 19. Januar 2011
Wer sich, ohne viel mühsam einzulesen, einen Überblick über den aktuellen Stand der Bewusstseinsforschung verschaffen will, ist hier genau richtig. Thomas Metzinger präsentiert schwergängiges Material verständlich und mit vielen praktischen Beispielen. Wer diese Vorlesungsreihe gesehen hat, kann viel besser sein Buch "Der Ego-Tunnel" nachvollziehen. Es ist eine sehr gute Ergänzung zu dieser Lektüre, und gerade die zahlreichen praktischen Beispiele über Wahrnehmung, Gehirnforschung und Neurologie mit vielen Hintergrundinformationen bilden eine sehr gute Übersicht. Gerade die Kritik der verschiedenen Thesen, Theorien und Annahmen über das Phänomen Bewusstsein verschaffen einen Überblick über die Problematik und Ansichten über das Ich als schwer fassbarer Begriff für die empirische Forschung. Ich kann diese Videoreihe für jeden Interessenten wärmstens empfehlen. Einen bessere und leicht zugängliche Zusammenfassung wird man aktuell nirgends finden!
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am 26. April 2012
Thomas Metzinger ist ein Glücksfall für die deutsche Gegenwartsphilosophie. Als Bewusstseinsforscher genießt er seit Jahren weltweite Anerkennung, was man von den meisten anderen Vertretern seines Fachs nicht behaupten kann. Umso wichtiger für die gesamte Zunft, dass wenigstens einer über ihr Kuckucksnest flog und in den eisigen Höhen der internationalen Forschung ein bedeutendes Wort mitreden kann. Das allein ist schon bemerkenswert, aber Gott sei Dank nicht alles.
Der Mainzer Professor ist nämlich nicht "nur" ein hervorragender Wissenschaftler, sondern auch ein brillanter Lehrer. Wo andere Koryphäen oft nur Forschung und Leere bieten, überzeugt Metzinger eindrucksvoll mit Forschung UND Lehre. Seine 15 Vorlesungen über die "Philosophie des Bewusstseins" sind größtenteils freie Reden, die er mit Texten, Internetlinks, Videos und anderen Querverweisen ergänzt und erweitert hat. Metzinger zieht hier alle Register der alten (Print-) und neuen (digitalen) Medien, um das Interesse seiner Hörer an diesem spannenden Thema und am wissenschaftlichen Arbeiten zu wecken. Dabei nähert er sich dem Rätsel des Bewusstseins von drei Seiten: 1. der phänomenologischen, 2. der erkenntnistheoretischen und 3. der logisch-semantischen (mit den Unterpunkten Ontologie und Ethik). Alle drei Ebenen bilden eine Metatheorie, nämlich die "Philosophie des Geistes". Obwohl Metzinger sich dem Naturalismus verpflichtet fühlt und eng mit Hirnforschern zusammenarbeitet, zeigt er hier mit überzeugenden Argumenten, warum wir auf diese Metatheorie nicht verzichten können.
Bleibt nur die Frage: Für wen sind diese Videos aus den Jahren 2007/2008 geeignet? Wem kann, wem soll man sie empfehlen? Allen Studenten der Geisteswissenschaften, die gerne interdisziplinär arbeiten möchten. Aber auch Naturwissenschaftler und KI-Forscher können von dieser didaktischen Meisterleistung profitieren und - last but not least - der Laie, der Amateur, der naive Bürger, dessen Conditio Humana hier mitverhandelt wird. Mit diesem Rüstzeug kann im Prinzip jeder seine Fühler ausstrecken und tiefer in das Geheimnis des Bewusstseins eintauchen, so er denn will. Eins ist sicher: Es lohnt sich.

Inhalt der einzelnen Vorlesungen:

1. Das Rätsel des Bewusstseins - Eine Einführung und Überblick, 2. Bewusstsein als Problem für den Materialismus, 3. Die einfachsten Formen phänomenalen Gehalts: Qualia, 4. Anti-Reduktionismus 1: Thomas Nagel und die subjektive Innenperspektive, 5. Anti-Reduktionismus 2: Von Jackson zu Levine - Unvollständiges Wissen und die Erklärungslücke, 6. Die Metaphysik des Bewusstseins, 7. Reduktive und eliminative Ansätze: Paul Churchland, 8. Daniel Dennetts Theorie des Bewusstseins, 9. Bewusstsein und Funktionalismus, 10. Bewusstsein und mentale Repräsentation, 11. Hirnforschung und Bewusstseinsphilosophie: Das neuronale Korrelat des Bewusstseins, 12. Die Selbstmodell-Theorie der Subjektivität (Metzinger), Teil I, 13. Die Selbstmodell-Theorie der Subjektivität (Metzinger), Teil II, 14. Die Selbstmodell-Theorie der Subjektivität (Metzinger), Teil III, 15. Von der Neuroethik zur Bewusstseinsethik: Was ist ein guter Bewusstseinszustand?

Wer die nötige Zeit nicht aufbringen will oder kann, um alle Vorträge zu hören, dem empfehle ich die gekürzte Fassung mit dem Titel "Das letzte Rätsel der Philosophie - Was ist das Bewusstsein?", die Metzinger für SWR2 Wissen: Aula produziert hat. Dieses dreiteilige Radiofeature setzt jedoch ein Minimum an Vorkenntnissen voraus und geht weniger in die Tiefe. Für "Absolute Beginners" ist die Vorlesung daher besser geeignet.
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am 13. März 2016
Ich wünsche mir mehr audiovisuelle Vorlesungen im Netz. Schön, dass man diesen spannenden Überblick erwerben kann. Habe nach und nach das gesamte Semester geschaut und muss sagen, dass ich schon länger nicht mehr auf diesem Niveau gefordert wurde. Auch wenn man als Geisteswissenschaftler die Uni verlässt, bleibt doch oft die Sehnsucht nach dem "Eros" der Wissenschaft und dem sympathischen Betrieb der Seminare und Vorlesungen. Hut ab!
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am 10. März 2015
Wer auf dem aktuellen Stand der Bewusstseinsforschung sein möchte, kommt um diese Vorlesungsreihe nicht herum. Thomas Metzinger führt in die Bewusstseinsforschung ein. Er behandelt auch die Grundlagen der analytischen Philosophie des Geistes. Gut verständliche Einführung auch für Laien geeignet.
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TOP 500 REZENSENTam 1. Februar 2012
Thomas Metzinger versteht sich als ein besonders moderner Bewußtseinsphilosoph, der englische Publikationen liest, auf Englisch publiziert und interdisziplinär mit Neurowissenschaftlern zusammenarbeitet. Durchaus zu Recht: Er lockert seine Vorlesung mit Videoclips aus der Neurowissenschaft und der Psychiatrie, vielen Hinweisen auf Internetressourcen und mit Exkursen in eigene Forschungsaktivitäten auf. Bei der Vorstellung der Grundpositionen bedeutender anglophoner Autoren liest er die wichtigsten Passagen im englischen Original vor und paraphrasiert sie auf Deutsch. Das ist soweit vorbildlich.

Allerdings seien im Englischen unerfahrenere Studenten gewarnt: Obwohl Metzingers Englisch überdurchschnittlich gut ist (Forschungsaufenthalt in San Diego/USA), macht er bei den weniger geläufigen englischen Wörtern halt doch die typisch deutschen Fehler. Hier einige Beispiele: Bei der Aussprache der zweiten Silbe von "surmise" und "suffice" ist tatsächlich "advice" und nicht "office" das Vorbild. Metzinger hat auch kein sicheres Gefühl dafür, auf welcher Silbe seltenere Wörter wie "hegemony" betont werden. Nur wenn diese Schwächen in Metzingers phänomenalem Selbstbild präsent wären, könnte er sie durch geringfügig bessere Vorbereitung auf die Vorlesung ausmerzen ;-).

Metzinger geht ausführlich auf die lateinischen und griechischen Wurzeln des Bewußtseinsbegriffs ein: "conscientia" und "syneidesis" (Gewissen, Mitwissen). Das altgriechische "syneidesis" wird aber nicht [sinaidesis], sondern eher [sinäidesis] ausgesprochen. Von diesen und weiteren kleinen sprachlichen Verwirrungen abgesehen ist das eine gewinnbringende Vorlesung, die trotz ihres Alters zumindest im deutschsprachigen Raum alternativlos ist.
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am 27. Dezember 2013
Aus meier Sicht, kann Herr Metzinger das Thema nicht bsonders interessant vermitteln.
Stellt ständig irgendwelche Links vor, und bewegt sprachlich in einem Umfeld das für den Leihen zunächst schwer zu versehen
ist. Zu guten Schluß wird das ganze dann auch noch ständig mit English vermischt.
Ich hatte hier wesentlich mehr erwartet. Schade....
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